Olanda

Ein Film von Bernd Schoch.

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Ein wuchern­des Myzel. Der Ster­nen­him­mel über den rumä­ni­schen Kar­pa­ten. Die ers­ten zwei Bil­der ste­cken die Dimen­sio­nen ab, denen sich Olan­da wid­met: Details und fei­ne Struk­tu­ren auf der einen, Kon­stel­la­tio­nen und das gro­ße Gan­ze auf der ande­ren Sei­te. Im Zen­trum steht dabei ein sai­so­na­les Wirt­schafts­gut der Gegend – der Pilz. Unter den Men­schen sind ihm die Sammler*innen am nächs­ten und der Film ist vor allem bei ihnen: auf Gän­gen durch den Wald, im Zelt­la­ger, bei Auto­fahr­ten und Gesprä­chen. Von hier aus folgt er den rhi­zom­ar­ti­gen Ver­äs­te­lun­gen, die sich in Form von Geld immer wei­ter ver­zwei­gen: zu loka­len und inter­na­tio­nal agie­ren­den Händ­lern, zu einem impro­vi­sier­ten Schuh­markt auf einer Lich­tung, zum Glücks­spiel unter Kol­le­gen. Der Film erzählt von die­sen Han­dels­kreis­läu­fen, indem er selbst eine pil­zähn­li­che Struk­tur annimmt, ohne dabei je sein gedank­li­ches Zen­trum zu ver­lie­ren. Jen­seits einer Ana­ly­se von öko­no­mi­schen Struk­tu­ren aber ist er auch das sinn­li­che Doku­ment eines Rhyth­mus des All­tags im Wald, wie ihn die Samm­ler als ers­tes Glied in der Ver­wer­tungs­ket­te erle­ben. Im Kino wird er als audio­vi­su­el­ler Pilz-Trip in die magi­sche Welt der kar­pa­ti­schen Wäl­der erfahr­bar. (Ale­jan­dro Bachmann)

 
Credits:

DE 2019, 154 Min., rumä­ni­sche OmU
Regie: Bernd Schoch
Kame­ra: Simon Quack
Schnitt: Bernd Scho­ch, André Siegers

 
Trai­ler:

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