Kategorie: archiv

  • Zustand und Gelände

    Zustand und Gelände

    Ein Film von Ute Adamczewski.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    ZUSTAND UND GELÄNDE erzählt die Geschichte einer Eskalation.

    Ausgangspunkt des Films sind soge­nann­te wil­de Konzentrationslager, die unmit­tel­bar nach der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Machtergreifung ab März 1933 zur Ausschaltung poli­ti­scher Gegner*innen ein­ge­rich­tet wur­den und heu­te weit­ge­hend in Vergessenheit gera­ten sind. ZUSTAND UND GELÄNDE han­delt von den Überschreibungen der Orte durch die Zeit und davon, wie sich unter­schied­li­che poli­ti­sche Erinnerungskulturen in sie ein­ge­schrie­ben haben. Der Film verknüpft drei auf­ein­an­der­fol­gen­de Zeiträume der deut­schen Geschichte zu einem losen Narrativ, in dem Gewalt zur Durchsetzung von Macht eine wesent­li­che Rolle spielt.

    Bilder von Straßen, Wohnhäusern, Schlössern und Burgen aus Sachsen tref­fen auf aus dem Off ver­le­se­ne bürokratische Briefwechsel, Tagebucheinträge, lite­ra­ri­sche Fragmente. Zu Beginn ent­stam­men sie dem Jahr 1933, krei­sen the­ma­tisch um die Suche nach, spä­ter die Organisation von Schutzhaft- und Konzentrationslagern, der Unterdrückung bzw. dem Widerstand der poli­ti­schen Opposition, von trau­ma­ti­schen Erfahrungen. Nach und nach kom­men neue Zeitschichten hin­zu – 1945, 1977, 1990, 2011 – und mit ihnen Diskurse der Erinnerungskultur – der Repräsentation die­ser Ereignisse, der Etablierung von Denkmälern, der Definition des Begriffs „Opfer des Faschismus“. Auge und Ohr wer­den von­ein­an­der getrennt, die Gegenwart der Orte im Bild trifft auf deren Nutzung und Deutung in diver­sen, his­to­ri­schen Schichten im Ton. So erzählt ZUSTAND UND GELÄNDE nicht nur von Orten, die im Nationalsozialismus gleich zu Beginn Teil einer netz­ar­ti­gen faschis­ti­schen Infrastruktur wur­den, son­dern die spä­ter – nach dem Zweiten Weltkrieg, nach dem Ende der DDR, in der gesamt­deut­schen Gegenwart der NSU – umkämpf­te Räume einer Deutungshoheit von Geschichte und Legitimation poli­ti­scher Linien wurden.

    Daraus ent­steht das drückende Gefühl eines Insistierens der Vergangenheit auf eine Gegenwart, wird Geschichte als Ge-schich­te­tes begreif­bar, in jedem Bild poten­zie­ren sich die Zeitpunkte und Zeiträume und behar­ren auf ihr Jetzt.

    [nbsp]
    Credits:

    DE 2019, 118 Min., OmeU,
    Regie, Buch, Schnitt: Ute Adamczewski
    Kamera: Stefan Neuberger

    Termine:

    • noch keine 

    [nbsp]
    Trailer:

    Zustand und Gelände (offi­zi­el­ler Trailer) from Grandfilm on Vimeo.

    nach oben

    A film by Ute Adamczewski. In German with English subtitles

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    The title alre­a­dy indi­ca­tes that this is about two levels. History and the pre­sent, archi­ve and pre­sence – the­se are the terms Ute Adamczewski uses to descri­be the ten­si­on bet­ween sta­te and ter­rain. The series of dicho­to­mies could be con­tin­ued with “image and sound”. What we see in the­se two hours are towns, places and land­scapes in Saxony. They all have a con­nec­tion to events imme­dia­te­ly after the Nazis sei­zed power in 1933. At that time the hunt for poli­ti­cal oppon­ents began which affec­ted so many that num­e­rous, part­ly impro­vi­sed pri­sons and camps were built in the area.

    An off-screen woman’s voice calm­ly reads from docu­ments of the peri­od, sup­ple­men­ted and expan­ded by memoirs of tho­se affec­ted from the post-war peri­od. Historical-poli­ti­cal aspects are added suc­ces­si­ve­ly. In the GDR, only tho­se who had fought against fascism were regard­ed as “vic­tims of fascism”. Jews were no vic­tims in that sen­se. This finds a remar­kab­le par­al­lel in the fact that even the Nazis in their attempts to bring order to the per­se­cu­ti­ons of 1933 (still) excluded the Jews: “Foreign des­cent is no reason for pro­tec­ti­ve detenti­on.” An impres­si­ve film about the pre­sence of the past, both in form and content.

    Bert Rebhandl

    [nbsp]
    Credits:

    DE 2019, 118 Min., OmeU,
    Regie, Buch, Schnitt: Ute Adamczewski
    Kamera: Stefan Neuberger

    Termine:

    • noch keine 

    [nbsp]
    Trailer:

    Zustand und Gelände (offi­zi­el­ler Trailer) from Grandfilm on Vimeo.

    nach oben

  • Maternal

    Maternal

    Ein Film von Maura Delpero.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Größer könn­te der Gegensatz kaum sein: auf der einen Seite Frauen, die sich ent­schlos­sen haben, nie eine, expli­zit auch sexu­el­le, Beziehung zu einem Mann ein­zu­ge­hen, und die nach stren­gen Ritualen und Vorschriften leben, auf der ande­ren Seite jun­ge Frauen, die viel zu früh schwan­ger und als Teenager Mütter wur­den, aber mit Liebe und Lust und Leben noch lan­ge nicht abge­schlos­sen haben.
    In ein kirch­li­ches Wohnheim für ledi­ge Mütter, das im Zentrum von Buenos Aires von ita­lie­ni­schen Ordensschwestern betrie­ben wird, kommt die Novizin Paola, um dort ihr letz­tes Gelübte abzu­le­gen. Sie freun­det sich mit zwei der jun­gen Mütter an. Fati, die ruhi­ge und ange­pass­te, erwar­tet schon ihr zwei­tes Baby, ihre wil­de­re Freundin Luciana hat weni­ger Sinn für ihr Kind als für ihren Macho-Freund drau­ßen. Als sie sich wirk­lich davon macht und die klei­ne Nina zurück­lässt, küm­mert sich Paola um das Mädchen, eine Aufgabe, die sie schnell an die Grenzen ihrer Lebensplanung gera­ten lässt.
    Vier Jahre hat die Regisseurin in einem ent­spre­chen­den Heim gear­bei­tet und recher­chiert. Diese Erfahrung und ihre Herkunft vom Dokumentarfilm sieht man dem Film an. Unspektakulär und mit viel Zuneigung zu ihren Protagonistinnen zeich­net sie ein Bild von Solidarität wie von wider­sprüch­li­chem Handeln in einer rei­nen und diver­sen Frauengemeinschaft, ohne den Druck des Patriachats aus­zu­las­sen. »Maternal schil­dert fein­füh­lig und kom­plex das Schicksal min­der­jäh­ri­ger Mütter in kirch­li­cher Obhut. … Er bie­tet kei­ne ein­fa­chen Lösungen, ist weder Kirchensturm noch Nonnenkitsch, son­dern ein mensch­li­ches Drama am Rande der argen­ti­ni­schen Gesellschaft.« Filmdienst

    Credits:

    IT/AR 2019, 91 Min., ital./span. OmU
    Regie: Maura Delpero
    Kamera: Soledad Rodriguez
    Schnitt: Ilaria Fraioli, Luca Mattei
    mit: Lidiya Liberman, Denise Carrizo, Agustina Malale, Isabella Cilia, Alan Rivas, Livia Fernán, Marta Lubos, Renata Palminiello

    Termine:

    • noch keine 

    Trailer:

    nach oben

    A film by Maura Delpero. In Spanish and Italian with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In a coun­try whe­re abor­ti­on is not yet legal, Delpero’s first fic­tion film deals with a signi­fi­cant social issue by start­ing from an emble­ma­tic set­ting whe­re pregnant and often underage girls coha­bit with women who will never be mothers. The direc­tor subt­ly plays on this under­ly­ing ten­si­on, buil­ding a nar­ra­ti­ve brought to life by the prot­ago­nists’ glan­ces and silen­ces.
    Daniela Persico

    Credits:

    IT/AR 2019, 91 Min., ital./span. OmU
    Regie: Maura Delpero
    Kamera: Soledad Rodriguez
    Schnitt: Ilaria Fraioli, Luca Mattei
    mit: Lidiya Liberman, Denise Carrizo, Agustina Malale, Isabella Cilia, Alan Rivas, Livia Fernán, Marta Lubos, Renata Palminiello

    Termine:

    • noch keine 

    Trailer:

    top

  • Olanda

    Olanda

    Ein Film von Bernd Schoch.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ein wuchern­des Myzel. Der Sternenhimmel über den rumä­ni­schen Karpaten. Die ers­ten zwei Bilder ste­cken die Dimensionen ab, denen sich Olanda wid­met: Details und fei­ne Strukturen auf der einen, Konstellationen und das gro­ße Ganze auf der ande­ren Seite. Im Zentrum steht dabei ein sai­so­na­les Wirtschaftsgut der Gegend – der Pilz. Unter den Menschen sind ihm die Sammler*innen am nächs­ten und der Film ist vor allem bei ihnen: auf Gängen durch den Wald, im Zeltlager, bei Autofahrten und Gesprächen. Von hier aus folgt er den rhi­zom­ar­ti­gen Verästelungen, die sich in Form von Geld immer wei­ter ver­zwei­gen: zu loka­len und inter­na­tio­nal agie­ren­den Händlern, zu einem impro­vi­sier­ten Schuhmarkt auf einer Lichtung, zum Glücksspiel unter Kollegen. Der Film erzählt von die­sen Handelskreisläufen, indem er selbst eine pilz­ähn­li­che Struktur annimmt, ohne dabei je sein gedank­li­ches Zentrum zu ver­lie­ren. Jenseits einer Analyse von öko­no­mi­schen Strukturen aber ist er auch das sinn­li­che Dokument eines Rhythmus des Alltags im Wald, wie ihn die Sammler als ers­tes Glied in der Verwertungskette erle­ben. Im Kino wird er als audio­vi­su­el­ler Pilz-Trip in die magi­sche Welt der kar­pa­ti­schen Wälder erfahr­bar. (Alejandro Bachmann)

    [nbsp]
    Credits:

    DE 2019, 154 Min., rumä­ni­sche OmU
    Regie: Bernd Schoch
    Kamera: Simon Quack
    Schnitt: Bernd Schoch, André Siegers

    [nbsp]
    Trailer:

    Olanda | FILMFEST HAMBURG

    nach oben

    A film by Bernd Schoch. In Romanian with German and English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    A spraw­ling myce­li­um. The star­ry sky over the Romanian Carpathians. The first two images intro­du­ce the dimen­si­ons that are at the core of Olanda: details and fine struc­tures on the one hand, con­stel­la­ti­ons and the big­ger pic­tu­re on the other. The focus is on a sea­so­nal asset of the area – the mush­room. Amongst peo­p­le it is the fora­gers who are nea­rest to them and the focus of the film is on them: on walks through the forest, in the tent camp, during car rides and con­ver­sa­ti­ons. From here it fol­lows the rhi­zo­me-like rami­fi­ca­ti­ons that con­ti­nue to branch out in the form of money: to local and inter­na­tio­nal mer­chants, to an impro­vi­sed shoe mar­ket in a clea­ring, to gambling among col­le­agues. The film tells of the­se tra­ding cycles by assum­ing a mush­room-like struc­tu­re wit­hout ever losing its cent­re of thought. Beyond an ana­ly­sis of eco­no­mic struc­tures, howe­ver, it is also the sen­su­al docu­ment of a rhythm of ever­y­day life in the forest, as expe­ri­en­ced by fora­gers as the first link in the recy­cling chain. In the cine­ma, it can be expe­ri­en­ced as an audio­vi­su­al mush­room-trip into the magi­cal world of the Carpathian forests.

    [nbsp]
    Credits:

    DE 2019, 154 Min., rumä­ni­sche OmU
    Regie: Bernd Schoch
    Kamera: Simon Quack
    Schnitt: Bernd Schoch, André Siegers

    [nbsp]
    Trailer:

    OLANDA • Trailer EN subs from fuen­fer­film on Vimeo.

     

    top

  • Und morgen die ganze Welt

    Und morgen die ganze Welt

    Ein Film von Julia von Heinz.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Julia von Heinz war „unse­re Frau in Venedig“, denn Und mor­gen die gan­ze Welt lief dort im Wettbewerb 2020, und Festival-Chef Barbera sieht hier eine neue Generation am Werk, die den poli­ti­schen Impuls des Neuen deut­schen Films aus den Sechzigerjahren wei­ter­trägt.
    Die Regisseurin hat Erfahrungen aus ihrem eige­nen poli­ti­schen Leben hoch­ge­rech­net und an die Gegenwart ange­passt. Sie lässt ihre Protagonistin Luisa, Jurastudentin im ers­ten Semester, in ein lin­kes Hausprojekt ein­zie­hen und schickt sie auf eine Reise, auf der sie für sich vie­le Fragen beant­wor­ten muss. Wie weit geht das poli­ti­sche Engagement? Ist es ernst gemeint oder nur eine Phase? Wie radi­kal darf oder muss Widerstand sein? Was sieht die Rechtslage zum Thema aus? Dürfen ande­re in Mitleidenschaft gezo­gen wer­den? Wie ehr­lich mit dem kon­ser­va­ti­ven Elternhaus umge­hen? Zu wem füh­le ich mich mehr hin­ge­zo­gen, zum Agitator Alfa oder zum nach­denk­li­chen Lenor? In ers­ter Linie geht der Kampf im Film gegen neue und alte Nazis, auch gegen die, die sich als besorg­te Bürger tar­nen, und deren Tun hier wohl­tu­en­der­wei­se ein­mal auch nicht nur ansatz­wei­se rela­ti­viert wird.

    Deutschlandradio: Das Spannende ist, dass wir mit Luisa in den Film rein­ge­wor­fen wer­den. Sie möch­te in die­sem besetz­ten Haus woh­nen und zur Antifa gehen. Wir ler­nen eine poli­ti­sier­te Person ken­nen. Was hat sie poli­ti­siert?
    Julia von Heinz: Ich wür­de die Frage gern an jeden zurück­ge­ben, der mir die­se Frage stellt: Was ist die Motivation, sich nicht gegen Nazis zu enga­gie­ren? Ich woll­te lie­ber von jedem die Motivation hören, anstatt zu fra­gen, war­um machst du etwas.

    [nbsp]
    Credits:

    DE 2020 ‚111 Min., dt OmeU
    Regie & Buch: Julia von Heinz
    Kamera: Daniela Knapp
    Schnitt: Georg Söring
    mit: Mala Emde, Tonio Schneider, Luisa-Céline Gaffron, Andreas Lust

    [nbsp]
    Trailer:

    UND MORGEN DIE GANZE WELT | Offizieller Trailer deutsch | Jetzt im Kino

    nach oben

    A film by Julia von Heinz. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Germany is struck by a vio­lent series of racist ter­ror attacks. 20-year-old Luisa joins a sub­di­vi­si­on of the Antifa to oppo­se the upri­sing neo-Nazi move­ment. With her reck­less actions, she not only fights against the extre­me right but also tri­es to impress Alfa, an Antifa acti­vist she is secret­ly in love with. Soon, things esca­la­te, and Luisa and her fri­ends clash over the ques­ti­on if vio­lence could ever be a legi­ti­ma­te poli­ti­cal ans­wer to fascism and hatred.

    [nbsp]
    Credits:

    DE 2020 ‚111 Min., dt OmeU
    Regie & Buch: Julia von Heinz
    Kamera: Daniela Knapp
    Schnitt: Georg Söring
    mit: Mala Emde, Tonio Schneider, Luisa-Céline Gaffron, Andreas Lust

    [nbsp]
    Trailer:

    UND MORGEN DIE GANZE WELT | Offizieller Trailer deutsch | Jetzt im Kino

    top

  • Neubau

    Neubau

    Ein Film von Johannes M. Schmit.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    Sommer in der Brandenburger Provinz. Markus ist hin- und her­ge­ris­sen zwi­schen der Liebe zu sei­nen pfle­ge­be­dürf­ti­gen Omas und der Sehnsucht nach einem ande­ren Leben in Berlin, wo er sich eine Befreiung aus sei­ner Einsamkeit erhofft. Als er sich in Duc ver­liebt, wird alles noch kom­pli­zier­ter. Denn eigent­lich ste­hen in Markus’ Neubauwohnung schon die gepack­ten Kisten für den Umzug in die gro­ße Stadt.
    Dem Film gelingt die Kunst die Geschichte sei­nes Protagonisten in gro­ßer Gelassenheit und Selbstverständlichkeit zu erzäh­len, nicht als Repräsentant einer Gruppe ein­zu­en­gen, son­dern ihn ganz bei sich, in sei­nem all­täg­li­chen Leben auf dem Land, mit sei­nen Sehnsüchten und indi­vi­du­el­lem Leben zu zeigen.

    Aus der Begründung der Jury für den bes­ten Spielfilm beim Max Ophüls Preis 2020:
    „Es gibt Filme, die sind lei­se, aber sie wir­ken lan­ge nach. Die wei­ten den Blick, ein­fach, indem sie ein­la­den genau hin­zu­schau­en. Sie kom­men ohne Budenzauber aus, weil sie den Gegenstand ihrer Betrachtung ernst neh­men, ihm Würde ver­lei­hen. Solche Filme haben die Kraft Empathie zu erzeu­gen… Die durch­weg wun­der­bar besetz­ten und insze­nier­ten Nebenfiguren dür­fen atmen – in Szenen, die das Geschehen auf der Leinwand nicht für eine Dramaturgie funk­tio­na­li­sie­ren, son­dern Bedeutungsüberschuss zulas­sen. Existenzielles, Banales und Pragmatisches ver­sam­melt sich beim Holunderblütenzupfen. Das ist sie, die neue Selbstverständlichkeit. Mehr davon!“

    [nbsp]
    Credits:

    DE 2020, 81 Min., dt. OmeU
    Regie: Johannes M. Schmit
    Kamera: Smina Bluth
    Schnitt: Antonella Sarubbi
    mit Tucké Royale, Monika Zimmering, Jalda Rebling, Minh Duc Pham u.a.

    Termine:

    • noch keine 

    [nbsp]
    Trailer:

    Neubau Trailer Deutsch | German [HD]

    nach oben

    A film by Johannes M. Schmit. In German with English subtitles.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    Summer in Brandenburg. Markus is torn bet­ween the love for his grand­mo­thers in need of care and the lon­ging for a dif­fe­rent life in Berlin. A crowd of shim­me­ring demons keeps appearing in his day­d­reams. An allu­si­on to the que­er cho­sen fami­ly that awaits him in the city and saves him from his loneli­ne­ss? Markus‘ boxes to move to the big city are packed. So when he falls in love with Duc things get even more complicated.

     

    [nbsp]
    Credits:

    DE 2020, 81 Min., dt. OmeU
    Regie: Johannes M. Schmit
    Kamera: Smina Bluth
    Schnitt: Antonella Sarubbi
    mit Tucké Royale, Monika Zimmering, Jalda Rebling, Minh Duc Pham u.a.

    Termine:

    • noch keine 

    [nbsp]
    Trailer:

    Neubau Trailer Deutsch | German [HD]

  • EXPERIMENTAL SHORTS 10. Kurdisches Filmfestival Berlin

    EXPERIMENTAL SHORTS 10. Kurdisches Filmfestival Berlin

    Als neu­ens Programmhighlight zeigt das 10. Kurdische Filmfestival Berlin (08.–14. Oktober) in die­ser Reihe expe­ri­men­tel­le Kurzfilme aus kur­di­schen Herkunfsländern und der Diaspora. Die Auswahl bie­tet beson­de­re cine­ma­ti­sche Eindrücke zwi­schen Film und zeit­ge­nös­si­scher Kunst. Kritische, krea­ti­ve und viel­schich­ti­ge Reflexionen aus kur­di­scher Perspektive.
    Darunter zu sehen ist z.B. PARADISE von den Hamburger Künstler*innen Leyla Yenirce und Mazlum Nergiz – die Filmversion der gleich­na­mi­gen Kunstinstallation, die sich mit der emo­tio­na­len Sprache der Bilder um kur­di­sche Märtyrerinnen und Freiheitskämpferinnen aus­ein­an­der­setzt. Der expe­ri­men­tel­le Kurzfilm BARIKAT zeigt eine Performance des Künstlers Mirkan Deniz, inspi­riert durch das täg­li­che Schicksal von Kurd*innen, die in ver­schie­de­nen Regionen der Türkei unter Ausgangssperre leben.

    Das wei­te­re Programm des Festivals: https://kurdishfilmfestivalberlin.kinow.tv/de/

    [Tickets]

    Kurzfilmprogramm am 11.10. um 20:00:

    The Day I Saved The Kurds von Şener Özmen
    No! 1506600XXXX von Leyla Toprak (mit Q&A)
    Paradise von Leyla Yenirce, Mazlum Nergiz (mit Q&A)
    Barikat von Mirkan Deniz (mit Q&A)
    Munzur von Rojda Tuğrul
    Küpeli von Metin Akdemir- Çetin Baskın
    Our bright future von Ezgi Kılınçarslan (mit Q&A)

    …with English subtitlesAs a new pro­gram-high­light, the 10th Kurdish Film Festival Berlin (8−14 October) shows expe­ri­men­tal short films from Kurdish count­ries of ori­gin and the dia­spo­ra. The sel­ec­tion offers spe­cial cine­ma­tic impres­si­ons bet­ween film and con­tem­po­ra­ry art. Critical, crea­ti­ve and com­plex reflec­tions from Kurdish per­spec­ti­ves.
    Among them is PARADISE by the Hamburg artists* Leyla Yenirce and Mazlum Nergiz – the film ver­si­on of the art instal­la­ti­on of the same name, which deals with the emo­tio­nal lan­guage of the images around Kurdish mar­tyrs and free­dom figh­ters. The expe­ri­men­tal short film BARIKAT shows a per­for­mance by the artist Mirkan Deniz, inspi­red by the dai­ly fate of Kurds* living under cur­few in various regi­ons of Turkey.

    The rest of the fes­ti­val pro­gram will be shown in the cine­mas Moviemento and Babylon Mitte, as well as for the most part online: https://kurdishfilmfestivalberlin.kinow.tv/de/

    [Tickets]

    Oct. 10th 8pm:

    The Day I Saved The Kurds von Şener Özmen
    No! 1506600XXXX von Leyla Toprak (mit Q&A)
    Paradise von Leyla Yenirce, Mazlum Nergiz (mit Q&A)
    Barikat von Mirkan Deniz (mit Q&A)
    Munzur von Rojda Tuğrul
    Küpeli von Metin Akdemir- Çetin Baskın
    Our bright future von Ezgi Kılınçarslan (mit Q&A)

     

  • Matthias et Maxime

    Matthias et Maxime

    Ein Film von Xavier Dolan.

    [Credits] [Ticktes & Termine] [Trailer]

    Die Titelhelden sind seit ewig befreun­det. Matt eta­bliert sich lang­sam in einer Anwaltskanzlei und Max jobbt noch und plant, um sei­nem Leben einen neu­en Start zu geben, für län­ge­re Zeit nach Australien zu gehen. Weg von der Mutter, der Freundin und eben auch dem bes­ten Freund. Nun han­geln sie sich von einer Abschiedsparty zur nächs­ten, vie­le Freunde, alle reden durch­ein­an­der, viel Klamauk und über allem steht die Frage, ob es nicht doch gut Gründe gäbe, zu bleiben.

    „Matthias & Maxime ist ein ech­ter Dolan. Die Leinwand bro­delt und leuch­tet, ob die Kamera einer Mittellinie auf einer kana­di­schen Waldstrasse ent­lang­rast, oder ob sie plötz­lich auf­fliegt und die bun­test mög­li­chen Herbstbilder prä­sen­tiert, stets ist die kine­ti­sche Energie hoch­ge­dreht.“ Sennhausers Filmblog CA 2019, 119 Min., frz. OmU, Regie, Buch & Schnitt: Xavier Dolan, Kamera: André Turpin, mit Gabriel D’Almeida Freitas, Xavier Dolan, Pier-Luc Funk, Samuel Gauthier, Antoine Pilon, Adib Alkhalidey

    [nbsp]
    Credits:

    CA 2019, 119 Min., frz. OmU,
    Regie, Buch & Schnitt: Xavier Dolan
    Kamera: André Turpin
    mit Gabriel D’Almeida Freitas, Xavier Dolan, Pier-Luc Funk, Samuel Gauthier, Antoine Pilon, Adib Alkhalidey

    [nbsp]
    Trailer:

    Matthias & Maxime — Official Trailer

    nach oben

    A film by Xavier Dolan. In French and English with German subtitles.

    [Credits] [Ticktes & Termine] [Trailer]

    Suppressed love and an ode to fri­end­ship: Matthias & Maxime is a typi­cal Dolan film, full of bound­less ener­gy and romance. Max (Xavier Dolan) and Matthias (Gabriel d’Almeida Freitas) have been best fri­ends sin­ce child­hood. But now Max is hea­ding off to Australia to final­ly get his life tog­e­ther. On their fare­well tour from par­ty to par­ty, the fri­ends meet a film stu­dent who impul­si­ve­ly casts both for a pro­ject. When they then have to kiss on came­ra, it’s as if they’ve been struck by light­ning. Unexpected fee­lings bloom, which Matthias vehe­men­t­ly rejects – a reac­tion which in turn hits Max very hard.

     

    [nbsp]
    Credits:

    CA 2019, 119 Min., frz. OmU,
    Regie, Buch & Schnitt: Xavier Dolan
    Kamera: André Turpin
    mit Gabriel D’Almeida Freitas, Xavier Dolan, Pier-Luc Funk, Samuel Gauthier, Antoine Pilon, Adib Alkhalidey

    [nbsp]
    Trailer:

    Matthias & Maxime — Official Trailer

    top

  • Doch das Böse gibt es nicht

    Doch das Böse gibt es nicht

    Ein Film von Mohammad Rasoulof.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Heshmat ist ein vor­bild­li­cher Ehemann und Vater, jeden Morgen bricht er sehr früh zur Arbeit auf. Wohin fährt er? Pouya kann sich nicht vor­stel­len, einen ande­ren Menschen zu töten, trotz­dem bekommt er den Befehl. Kann es einen Ausweg für ihn geben? Javad besucht sei­ne Freundin Nana um ihr einen Heiratsantrag zu machen. Doch die­ser Tag hält für bei­de noch eine ande­re Überraschung bereit. Bahram ist Arzt, darf aber nicht prak­ti­zie­ren. Als ihn sei­ne Nichte Darya aus Deutschland besucht, beschließt er, ihr den Grund für sein Außenseiterdasein zu offen­ba­ren. Doch das Böse gibt es nicht erzählt vier Geschichten über Menschen, deren Leben vor exis­ten­zi­el­len Herausforderungen ste­hen. Sie wer­fen die Fragen auf, wie inte­ger ein Mensch in einem abso­lu­ten Regime blei­ben, wel­che mora­li­sche Schuld er ertra­gen kann, ohne zu zer­bre­chen, und zu wel­chem Preis es gelingt, die indi­vi­du­el­le Freiheit zu bewah­ren.
    »Es geht somit nicht nur um Schuld und Moral oder Freiheit und Bedrohung, son­dern auch um den Kreislauf des Lebens, bei dem die ers­te Szene des Films mit der letz­ten zusam­men­hängt. Dass Rasoulof bei aller Kritik an der poli­ti­schen Führung sein Land liebt, wird am inter­es­sier­ten Miteinander der Menschen deut­lich, am leben­di­gen Trubel in Teheran, an der Schönheit der Landschaft, die der Regisseur immer wie­der in auf­re­gen­den Totalen ein­fängt. Auf die­se Weise ent­steht ein kraft­vol­les, fein­füh­lig insze­nier­tes und sub­til ver­knüpf­tes Meisterwerk …« Michael Ranze | Filmdienst

    … das auf der 70. Berlinale mit dem Goldenen Bären aus­ge­zeich­net wur­de. Rasoulof konn­te die Auszeichnung nicht selbst ent­ge­gen­neh­men (sei­ne Tochter tat es für ihn), da er seit 2017 den Iran nicht ver­las­sen darf und zudem zu einer Gefängnisstrafe ver­ur­teilt wur­de, die er aber bis­her noch nicht antre­ten musste.

    Goldender Bär – Berlinale 2020

    [nbsp]
    Credits:

    OT: Sheytan vojud nadarad, IR/DE/SZ 2020,
    139 Min., far­si OmU,
    Regie & Buch: Mohammad Rasoulof
    Kamera: Ashkan Ashkani
    Schnitt: Mohammadreza Muini, Meysam Muini
    mit: Ehsan Mirhosseini, Shaghayegh, Kaveh Ahangar, Alirezy Zareparast, Salar Khamseh

    [nbsp]
    Trailer:

    [

    nach oben

    A film by Mohammad Rasoulof. In Farsi with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Heshmat, an exem­pla­ry hus­band and father, gets up very ear­ly every day. Where does he go? Pouya can­not ima­gi­ne kil­ling ano­ther man, yet he is told he must do so. Javad doesn’t know that pro­po­sing to his bel­oved won’t be the only sur­pri­se on her bir­th­day. Bahram is a phy­si­ci­an but is unable to prac­ti­ce medi­ci­ne. He has deci­ded to explain to his visi­ting nie­ce the reason for his life as an out­cast. The four sto­ries that com­pri­se Sheytan vojud nadarad (There Is No Evil) offer varia­ti­ons on the cru­cial the­mes of moral strength and the death penal­ty, asking to what ext­ent indi­vi­du­al free­dom can be expres­sed under a des­po­tic regime and its see­mingly ine­s­ca­pa­ble thre­ats. Mohammad Rasoulof only crea­tes a loo­se nar­ra­ti­ve link bet­ween the­se sto­ries, and yet they are all tra­gi­cal­ly and inex­orab­ly con­nec­ted. In the con­text of struc­tu­ral oppres­si­on, choice seems to be limi­t­ed to eit­her resis­ting or sur­vi­ving. But with each abrupt­ly inter­rupt­ed sto­ry, we are urged to con­sider how men and women can assert their free­dom even in such situations.

    Golden Baer – Berlinale 2020

    [nbsp]
    Credits:

    OT: Sheytan vojud nadarad, IR/DE/SZ 2020,
    139 Min., far­si OmU,
    Regie & Buch: Mohammad Rasoulof
    Kamera: Ashkan Ashkani
    Schnitt: Mohammadreza Muini, Meysam Muini
    mit: Ehsan Mirhosseini, Shaghayegh, Kaveh Ahangar, Alirezy Zareparast, Salar Khamseh

    [nbsp]
    Trailer:

    [

    top

  • Schwesterlein

    Schwesterlein

    Ein Film von Stéphanie Chuat & Véronique Reymond.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Was haben Thurston Moore und Christian Petzold gemein­sam? Was hat Lars Eidinger in Deichkind Videos zu suchen? Zwei Fragen, die so unter­schied­lich sind wie Nina Hoss und Lars Eidinger als Zwillinge in Schwesterlein, dem Porträt einer tie­fen, inni­gen Beziehung unter extre­men Druck von außen. Denn Sven, Schauspieler an der Schaubühne (das bot sich wohl ganz selbst­ver­ständ­lich an) und Lisa, die frü­her fürs Theater schrieb und inzwi­schen ein ruhi­ges Familienleben in der Schweiz führt, wer­den durch Svens Krebserkrankung aus dem Alltag geris­sen. Weil ihr Bruder sein Leben gegen die Krankheit ver­tei­digt und des­halb auch wie­der auf der Bühne ste­hen will, reist sie zurück nach Berlin und trägt den unglei­chen Kampf mit. Der Dramatik des HAMLET, als der er wie­der besetzt wer­den möch­te, steht die Nüchternheit hin­ter der Bühne gegen­über. Sven wird ver­trös­tet, denn man will kei­nen Skandal auf der Bühne und die Geschwister rei­sen in die Schweiz um die Situation neu zu über­den­ken. Für Lisa wird der Versuch, ihrem Bruder zu hel­fen und ein Familienleben zu füh­ren, zum Parforceritt zwi­schen zwei Wirklichkeiten.
    Die Schweizer Regisseurinnen Stéphanie Chuat und Véronique Reymond haben ein ein­drucks­vol­les Kleinod geschaf­fen und für Nina Hoss eine Rolle geschrie­ben, die ihre Intelligenz, Stärke und Eigensinnigkeit auf eine ganz unprä­ten­tiö­se Art und Weise schei­nen lässt.
    Bruder und Schwester, Berlin und Schweiz, Leben und Theater, Gesundheit und Krankheit: Mit über­ra­gen­den Hauptdarsteller*innen ver­knüpft Schwesterlein die­se kom­ple­men­tä­ren Paare zu einer rei­fen, bewe­gen­den und viel­schich­ti­gen Filmerzählung. Im Mittelpunkt ste­hen der Sinn von Heilung und Opfer, die Lauterkeit einer erwach­se­nen Geschwisterbeziehung, von der sel­ten so erzählt wur­de wie in die­sem Film, und die künst­le­ri­sche Arbeit als Lebensanspruch. Ein Märchen mit zwei Erwachsenen als Hänsel und Gretel, dem Theater als Lebkuchenhaus und der Krankheit als böser Hexe. (Berlinale 2020, wo Schwesterlein im Wettbewerb lief)

    [nbsp]
    Credits:

    CH 2020, 99 Min., dt.,frz,engl. OmU
    Regie, Buch: Stéphanie Chuat, Véronique Reymond
    Kamera: Filip Zumbrunn
    Schnitt: Myriam Rachmuth
    mit: Nina Hoss, Lars Eidinger, Marthe Keller, Jens Albinus, Thomas Ostermeier, Linne-Lu Lungershausen, Noah Tscharland, Isabelle Caillat, Moritz Gottwald, Urs Jucker

    [nbsp]
    Trailer:

    Schwesterlein | Offizieller Trailer Deutsch HD | Jetzt im Kino!

    nach oben

    A film by Stéphanie Chuat & Véronique Reymond. In German, French and English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Lisa has given up her ambi­ti­ons as a play­w­right in Berlin and moved to Switzerland with her child­ren and hus­band, who runs an inter­na­tio­nal school the­re. When her twin brot­her Sven, a star actor at Berlin’s Schaubühne theat­re, falls ill with leuk­aemia, Lisa returns to the German capi­tal. His hopes of get­ting back on the stage give Sven the strength he needs to fight the dise­a­se. But when his con­di­ti­on dete­rio­ra­tes and his mother, also an actor, pro­ves unre­lia­ble, Lisa takes the reins and whisks her brot­her back to Switzerland. She hopes that new tre­at­ments, fami­ly life and moun­tain air will work a mira­cle. Brother and sis­ter, Berlin and Switzerland, life and theat­re, sick­ness and health. With its out­stan­ding lea­ding cast, Schwesterlein inter­wea­ves the­se com­ple­men­ta­ry bina­ries into a matu­re, moving and com­plex dra­ma. This film explo­res the mea­ning of heal­ing and sacri­fice, the inte­gri­ty of an adult sibling rela­ti­onship – a topic that has rare­ly been addres­sed as it is here – and artis­tic work as a core aspi­ra­ti­on in life. A fairy tale, with two adults as Hansel and Gretel, the theat­re as the gin­ger­b­read house and the ill­ness as the evil witch.

    [nbsp]
    Credits:

    CH 2020, 99 Min., dt.,frz,engl. OmU
    Regie, Buch: Stéphanie Chuat, Véronique Reymond
    Kamera: Filip Zumbrunn
    Schnitt: Myriam Rachmuth
    mit: Nina Hoss, Lars Eidinger, Marthe Keller, Jens Albinus, Thomas Ostermeier, Linne-Lu Lungershausen, Noah Tscharland, Isabelle Caillat, Moritz Gottwald, Urs Jucker

    [nbsp]
    Trailer:

    Schwesterlein | Offizieller Trailer Deutsch HD | Jetzt im Kino!

    top

  • Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit

    Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit

    Ein Film von Yulia Lokshina.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Dass im Fleischkonzern und Schlachthof von Clemens Tönnies in Rheda-Wiedenbrück schreck­li­che Zustände herr­schen, war weit vor der Corona Pandemie bekannt. Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit ent­stand schon Monate frü­her und nimmt die­se kon­kre­ten Arbeitsbedingungen zum Anlass, all­ge­mein und grund­le­gend über das Wirtschaftssystem nach­zu­den­ken. Der Film von Yulia Lokshina setzt wun­der­ba­re Assoziationsketten frei, indem er einer­seits die ost­eu­ro­päi­schen Leiharbeiter:innen, deren unsäg­li­che Ausbeutung und ihre empa­thi­schen Unterstützer:innen in den Mittelpunkt sei­ner Beobachtung stellt und ande­rer­seits eine Schulklasse aus München beglei­tet, die das Theaterstück „Die hei­li­ge Johanna der Schlachthöfe“ von Brecht ein­übt. Beide Milieus wer­den durch fort­wäh­ren­de Parallelmontage in Beziehung gesetzt, ergän­zen sich und schlie­ßen sich kei­nes­wegs aus: Hier das hart­nä­cki­ge Bemühen, die Situation der Arbeiter:innen zu ver­bes­sern und dort der Versuch, Brechts Intentionen auf die Bühne zu brin­gen. Dabei wagt der Film, indi­vi­du­el­les Schicksal und Systemanalyse in Verbindung zu brin­gen: Der Schlachthof und des­sen Arbeitsbedingungen fun­gie­ren als Metapher für Prozesse, die sich der Einflussnahme des Einzelnen ent­zie­hen, obwohl sie alle Bereiche des Lebens durch­drin­gen. Einiges wird über ein System sicht­bar, das auf Wachstum und Profitmaximierung beruht und so jeg­li­cher vor­stell­ba­rer Art von Ausbeutung Tür und Tor öff­net, sich immer­fort selbst sta­bi­li­siert und als alter­na­tiv­los gilt.
    Ein poli­ti­scher Film im bes­ten Sinn, der ganz wenig didak­tisch ist, aber umso mehr die Zuschauer:innen, wie auch die Beteiligten ernst­nimmt. Es ist auch ein Film, der Wut auf die Verhältnisse aus­löst, nicht durch Affekt hei­schen­de Zuspitzungen, son­dern durch eine zärt­li­che Subtilität. (M. Schmitz | indie­ki­no) Am

     

    [nbsp]
    Credits:

    DE 2020, 92 Min.,
    Buch & Regie: Yulia Lokshina 
    Kamera: Zeno Legner, Lilli Pongratz
    Schnitt: Urte Alfs, Yulia Lokshina

    [nbsp]
    Trailer:

     

    A film by Yulia Lokshina. In German, Polish, Russian and Romanian with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In the meat fac­to­ry a worker dies. School child­ren rehe­ar­se Brecht. Two sto­ries from the land of poets, phi­lo­so­phers and pri­ce-cut­ters. Gently and pre­cis­e­ly and with cine­ma­tic fines­se Yulia Lokshina picks at the wound in our system.

    [nbsp]
    Credits:

    DE 2020, 92 Min.,
    Buch & Regie: Yulia Lokshina 
    Kamera: Zeno Legner, Lilli Pongratz
    Schnitt: Urte Alfs, Yulia Lokshina

    [nbsp]
    Trailer: