Kategorie: archiv

  • Nomadland

    Nomadland

    ein Film von Chloé Zhao. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Fern (ein­fühl­sam ver­kör­pert von Frances McDormand) nimmt uns an der Hand auf ihrer Reise durch die USA, ins NOMADLAND. Gezwungen, in ihrem Transporter zu leben, hält sie sich mit sai­so­na­len Gelegenheitsjobs über Wasser. Mal zusam­men mit Gleichgesinnten, die wie sie in einer von Rezession gebeu­tel­ten Welt kei­nen Platz mehr fin­den. Dann wie­der ist sie allei­ne unter­wegs in den schier unend­li­chen Weiten Nordamerikas. Begleitet von der Schönheit der Landschaft. Dicht gefolgt aber auch von der Einsamkeit. Und all jenen Problemen, die ein Leben auf der Straße – nicht ohne Obdach zwar, doch ohne Haus – mit sich bringt. (Tobias Greslehner)

    Credits:

    USA 2020, 108 Min., engl. OmU,
    Regie: Chloé Zhao
    Kamera: Joshua James Richards
    Schnitt: Chloé Zhao
    mit: Frances McDormand, David Strathairn, Linda May, Swankie, Bob Wells


    Trailer:
    nach oben

    a Film by Chloé Zhao. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In pre­vious films, Chloé Zhao alre­a­dy revi­si­ted the myths of the American West with a sen­si­ti­ve rea­lism that was groun­ded in working with peo­p­le from real life. With NOMADLAND, a recent win­ner of the Golden Lion in Venice, she achie­ves an even grea­ter level of reso­nan­ce, com­bi­ning indi­vi­du­al grief and the need for social rou­ti­nes with the idea of an ever-chan­ging fron­tier: this time it’s peo­p­le moving away from sett­le­ments, away from a cul­tu­re in decli­ne. We fol­low Frances McDormand in a sur­pri­sin­gly res­trai­ned lead per­for­mance that is all the more enthr­al­ling as a result: Fern, a woman of around 60 who has deci­ded to live in a RV fol­lo­wing the death of her hus­band. She’s not home­l­ess, she says, but house­l­ess, refu­sing a cer­tain kind of sym­pa­thy. Most of the other cha­rac­ters, inclu­ding part-time workers and peo­p­le found unwor­t­hy by the sys­tem, are real. NOMADLAND shows a side of America rare­ly seen in cine­ma. We accom­pa­ny desti­tu­te peo­p­le working in are­as such as an Amazon pack­ing sta­ti­on or in trai­ler parks in which the dro­pouts form sub­sti­tu­te com­mu­ni­ties. Despite its sharp obser­va­to­ry eye, the film is not see­king to make accu­sa­ti­ons about the exces­ses of an ailing sys­tem. Zhao is more inte­res­ted in soli­da­ri­ty, about the sen­se of social sup­port bloo­ming on the edge of socie­ty. (Dominik Kamalzadeh)

    Credits:

    USA 2020, 108 Min., engl. OmU,
    Regie: Chloé Zhao
    Kamera: Joshua James Richards
    Schnitt: Chloé Zhao
    mit: Frances McDormand, David Strathairn, Linda May, Swankie, Bob Wells


    Trailer:
    nach oben
  • Mank

    Mank

    ein Film von David Fincher. Am 3.+4.7. im fsk.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Hollywoodregisseur Orson Welles steht unter Druck. Sein Filmprojekt CITIZEN KANE muss so rasch wie mög­lich abge­schlos­sen wer­den, doch das Drehbuch berei­tet ihm Sorgen. Kurzerhand enga­giert er den in Hollywood als „Drehbuchreparateur“ bekann­ten Autor Mank, um mit ihm zusam­men­zu­ar­bei­ten. Der Arbeitsprozess ver­läuft aller­dings alles ande­re als rei­bungs­los. Meinungsverschiedenheiten sind an der Tagesordnung und das skan­da­lös-noto­ri­sche Verhalten des alko­hol- und spiel­süch­ti­gen Mank sor­gen für Tumulte vor und hin­ter den Kulissen.

    Regisseur David Fincher (FIGHT CLUB, GONE GIRL) erzählt die tur­bu­len­te Entstehungsgeschichte von Orson Welles‘ fil­mi­schem Meisterwerk CITIZEN KANE aus der Sicht des Drehbuchautors Herman J. Mankiewicz. Der jah­re­lan­ge Streit zwi­schen dem Filmvisionär Orson Welles und dem unter­schätz­ten Mankiewicz über die Urheberschaft des oscar­ge­krön­ten Drehbuchs ist eben­so legen­där wie der Film selbst.

    Gedreht im Stil des Film Noir erweckt Fincher die Goldene Ära Hollywoods authen­tisch und stil­echt wie­der zum Leben und ver­leiht gleich­zei­tig neue Einblicke in die legen­dä­re Zeit der Studiokinos. Mit hoch­ka­rä­ti­gen Schauspieler*innen wie Gary Oldman und Amanda Seyfried besetzt, gewann der Film bei der dies­jäh­ri­gen Oscarverleihung den Preis für die bes­te Kamera und für das bes­te Szenenbild.


    Credits:

    US 2020, 131 Min., engl. OmU
    Regie: David Fincher
    Kamera: Erik Messerschmidt
    mit: Gary Oldman
    Amanda Seyfried
    Lily Collins
    Tom Pelphrey
    Charles Dance
    Tuppance Middleton


    Trailer:
    nach oben

    ein Film von David Fincher. On July 3rd & 4th at the fsk. In Englich with German subtitles

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]


    1930’s Hollywood is reeva­lua­ted through the eyes of scathing social cri­tic and alco­ho­lic screen­wri­ter Herman J. Mankiewicz as he races to finish the screen­play of Citizen Kane (1941).

    Credits:

    US 2020, 131 Min., engl. OmU
    Regie: David Fincher
    Kamera: Erik Messerschmidt
    mit: Gary Oldman
    Amanda Seyfried
    Lily Collins
    Tom Pelphrey
    Charles Dance
    Tuppance Middleton


    Trailer:
    nach oben
  • Grenzland

    Grenzland

    ein Film von Andreas Voigt. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Eine Reise ent­lang der Oder und der Neiße, ent­lang der deutsch pol­ni­schen Grenze. Begegnungen auf bei­den Seiten der Flüsse. Erkundungen. Geschichten vom Rand – doch aus der Mitte Europas. Arbeit, Heimat, Liebe. Menschen, ihre Geschichte und ihre Landschaft. Im Süden Niederschlesien – dort, wo Polen Deutschland und Tschechien ein­an­der tref­fen, in der Mitte das fla­che Land an der Oder, im Norden, das Stettiner Haff. Eine Reise im Grenzland.
    Bewegungen und Geschichten im Grenzland zwi­schen Polen und Deutschland – mit sei­nem neu­en Film knüpft Andreas Voigt the­ma­tisch an sei­ne Arbeit „Grenzland – Eine Reise“ von 1992 an.

    Credits:

    DE 2020, 100 Min.,
    Buch & Regie: Andreas Voigt
    Kamera: Marcus Lenz, Maurice Wilkerling
    Schnitt: Ina Tangermann


    Trailer:
    GRENZLAND – Andreas Voigt (2020) | Trailer
    nach oben

    A film by Andreas Voigt.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Along the river Oder: Virulent ques­ti­ons about home­land and com­mu­ni­ty, ever­y­day life and poli­tics, asked with con­fi­dent casu­al­ness, pro­vi­de an account of the present.

    Credits:

    DE 2020, 100 Min.,
    Buch & Regie: Andreas Voigt
    Kamera: Marcus Lenz, Maurice Wilkerling
    Schnitt: Ina Tangermann


    Trailer:
    GRENZLAND – Andreas Voigt (2020) | Trailer
    nach oben
  • Quo Vadis, Aida?

    Quo Vadis, Aida?

    ein Film von Jasmila Žbanić.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Als Lehrerin hat die bos­ni­sche Muslimin Aida (Jasna Ðuriči) vor Beginn des Jugoslawienkriegs gear­bei­tet, leb­te mit Mann und zwei Söhnen in Srebrenica, gemein­sam mit Serben und ande­ren Ethnien, wie es im Vielvölkerstaat Jugoslawien Jahrzehntelang üblich war. Doch der Krieg hat aus Nachbarn Feinde gemacht, die Stadt steht unter Beschuss der bos­nisch-ser­bi­schen Truppen unter ihrem Anführer Ratko Mladić (Boris Isaković), Gerüchte von Vergewaltigungen und Morden an der Zivilbevölkerung machen die Runde. Aida selbst ist nicht in Gefahr, sie arbei­tet für die Blauhelme der UNPROFOR-Truppen als Übersetzerin, doch ihr Mann Nihad (Izudin Bajrović) und die bei­den Söhne Hamidja (Boris Ler) und Ejo (Dino Bajrović) sind außer­halb der UN-Anlage, wo sich tau­sen­de Menschen unter der sen­gen­den Sonne ver­sam­melt haben und Einlass begehren.

    Im Inneren ahnt der nie­der­län­di­sche Kommandant Karremans (Johan Heldenbergh), dass die Absprache, die er mit Mladić getrof­fen hat, nur Augenwischerei war: Der Zivilbevölkerung frei­es Geleit zu geben und nur Soldaten in Gewahrsam zu neh­men war die Vereinbarung, doch der Aufmarsch an schwer bewaff­ne­ten ser­bi­schen Soldaten lässt kei­nen Zweifel dar­an, was pas­sie­ren wird. Mit zuneh­men­der Verzweiflung ver­sucht Aida Karremans davon zu über­zeu­gen, zumin­dest ihre Familie zu ret­ten, doch dem Kommandanten sind die Hände gebun­den. Und so neh­men die Ereignisse ihren Lauf, an deren Ende über 8000 Tote ste­hen, ermor­det im schlimms­ten Massaker der euro­päi­schen Nachkriegsgeschichte.

    Gleich mit ihrem Debütfilm „Grbavica“ hat­te die bos­ni­sche Regisseurin Jasmila Žbanić 2006 den Goldenen Bären gewon­nen, ein Film, in dem sie sich mit den psy­cho­lo­gi­schen Folgen des Jugoslawienkrieges beschäf­tigt hat­te. Das sie mit „Quo Vadis, Aida?“ in die Zeit des Krieges zurück­kehrt und sich mit einem der am aus­führ­lichs­ten doku­men­tier­ten Ereignisse des Krieges beschäf­tigt mag daher über­ra­schen. Neue Einblicke in das Massaker kann es nicht geben, die Frage von Tätern und Opfern ist klar beant­wor­tet, das Versagen der inter­na­tio­na­len Gemeinschaft aus­führ­lich doku­men­tiert.
    Zwischentöne gibt es dann auch bei Žbanić kaum: Wenn Aida auf der ser­bi­schen Seite einen ehe­ma­li­gen Schüler ent­deckt, scheint für kur­ze Momente die Frage auf­zu­kom­men, wie aus einst freund­li­chen Bekannten Gegner auf Leben und Tod wer­den kön­nen, doch schnell wird die­se Ambivalenz bei­sei­te gewischt. Etwas ein­fach macht es sich Žbanić oft, wenn sie die ser­bi­schen Truppen als waf­fen­star­ren­de, glatz­köp­fi­ge Muskelprotze schil­dert, die schon aus der Ferne wie blut­rüns­ti­ge Mörder aus­se­hen, denen in Gestalt der kaum voll­jäh­rig wir­ken­den hol­län­di­schen Blauhelmtruppen, oft ohne Gewehr, dafür in kur­zen Hosen klei­ne Jungs gegen­über­ste­hen, die eher wie Pfadfinder wirken.

    Einerseits bestä­tigt Žbanić dadurch die Klischees des Jugoslawienkrieges, ande­rer­seits kann es gera­de im Fall des Massakers von Srebrenica kei­ne Frage über Schuld und Unschuld geben. Die Komplexität der Ursachen des Krieges, die Verbrechen, die von allen Seiten began­gen wur­den, spie­len in „Quo Vadis, Aida?“ jedoch kei­ne Rolle, Jasmila Žbanić geht es nur dar­um, ein Ereignis in fast doku­men­ta­ri­scher Manier dar­zu­stel­len. Ein Ziel, das ihr frag­los auch ein­drucks­voll gelingt.

    Michael Meyns


    Credits:

    BA/AU/PL/DE/RO/FR/NO/TK/NL 2020, 104 Min.
    Regie & Buch: Jasmila Žbanić
    Kamera: Christine A. Maier
    Schnitt: Jarosław Kamiński
    Darsteller: Jasna Đuričić, Izudin Bajrović, Boris Ler, Dino Bajrović, Boris Isaković. Johan Heldenbergh, Raymond Thiry


    Trailer:
    nach oben

    a film by Jasmila Žbanić. 

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    Aida is working as a trans­la­tor for the UN at their camp in Srebrenica, when nego­tia­ti­ons go awry and events quick­ly heat up. As the tro­ops of the Bosnian Serbs led by Ratko Mladić mobi­li­ze, thou­sands of scared Bosnians flock to the gates of the camp to find shel­ter the­re. But the UN are not aut­ho­ri­zed to give any sub­stan­ti­al help, and Aida beco­mes torn bet­ween her pro­fes­sio­nal and pri­va­te duties.
    The mas­sa­cres com­mit­ted by the Serbian army in Srebrenica in July, 1995 remain an open wound and a taboo to this day, denied by many, dis­cus­sed and taught by very few peo­p­le in the for­mer Yugoslavia. The Bosnian War its­elf has a firm grip on the work of wri­ter-direc­tor Jasmila Žbanić ever sin­ce her ear­ly days as a film­ma­ker. Here she turns histo­ry into a fran­tic (and very real) thril­ler that finds its nar­ra­ti­ve core in Aida’s despe­ra­te strugg­le to save her hus­band and sons. Three hel­p­less men, one fight­ing woman: QUO VADIS, AIDA? offers an unmist­aka­b­ly femi­nist take on the sto­ry of the Srebrenica geno­ci­de. But in the end it is Serbian actress Jasna Djuricic who­se pre­sence, ener­gy, and sheer dedi­ca­ti­on make this film take flight: A simi­lar­ly fier­ce and spellb­in­ding heroi­ne will be hard to find any­whe­re else in Europe’s con­tem­po­ra­ry art house cine­ma. (Stefan Grissemann)


    Credits:

    BA/AU/PL/DE/RO/FR/NO/TK/NL 2020, 104 Min.
    Regie & Buch: Jasmila Žbanić
    Kamera: Christine A. Maier
    Schnitt: Jarosław Kamiński
    mit: Jasna Đuričić, Izudin Bajrović, Boris Ler, Dino Bajrović, Boris Isaković. Johan Heldenbergh, Raymond Thiry


    Trailer:
    nach oben
  • Landretter

    Landretter

    ein Film von Gesa Hollerbach. Ab 3.7. im fsk.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Das Landleben wird immer gefrag­ter, dabei wer­den die Schwierigkeiten, mit denen Gemeinden dort zu kämp­fen haben, immer grö­ßer. Exemplarisch zeigt der Film drei Dörfer und drei Versuche, sie Leben zu las­sen: eine Bürgermeisterin ver­klagt das Land Sachsen, weil die ört­li­che Schule geschlos­sen wer­den soll, eine Bäuerin setzt sich gegen die Agrarkonzentration zur Wehr, und ein Dorf möch­te sei­nen Sternenhimmel vor Lichtverschmutzung ret­ten.
    »Mein Film will nicht die alt­be­kann­ten Klischees vom länd­li­chen Niedergang bedie­nen. Es geht um Persönlichkeiten, die sich mit Leidenschaft und Humor in einer Umgebung behaup­ten, die ihnen viel Einsatz abver­langt und manch­mal ver­zwei­feln lässt. Ihrem Blick in die Welt will der Film fol­gen und dabei ein gesell-schaft­li­ches Phänomen, das uns über­all in Europa betrifft, aus einer neu­en, unge­wöhn­li­chen Perspektive erfahr­bar machen.« Gesa Hollerbach

    Credits:

    DE 2019, 93 Min.,
    Buch und Regie: Gesa Hollerbach,
    Schnitt: Carina Mergens,
    Kamera: Jennifer Günther


    Trailer:
    nach oben

    A film by Gesa Hollerbach. Starts July 1st at the fsk.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Life in the coun­try has many facets and faces. Nature, peace, tra­di­ti­on. But rea­li­ty today is often dif­fe­rent, becau­se struc­tu­ral chan­ge is des­troy­ing Europe’s vil­la­ges. Schools are forced to clo­se, com­mu­ni­ties are under­fi­nan­ced, land spe­cu­la­ti­on makes the far­mers’ work har­der and gla­rin­gly illu­mi­na­ted cities make the stars har­der to see than a few years ago even in the hin­ter­land. Locked-up cine­mas, dila­pi­da­ted hou­ses, deser­ted train sta­ti­ons. Gesa Hollerbach’s unagi­ta­ted docu­men­ta­ry por­trays four peo­p­le and their lives. They come from very dif­fe­rent back­grounds: a mayo­ress, an astro­no­mer, a restau­ra­teur, and a fema­le far­mer acti­ve in the European Parliament. In Saxony, in the Allgäu, in Austria. Ultimately, though, they are united in a joint, relent­less strugg­le for their respec­ti­ve homes. The film wants to show that chan­ge can be ima­gi­ned and imple­men­ted, that resis­tance bears its first fruits and that the tire­less efforts of tho­se cou­ra­ge­ous guar­di­ans of the coun­try­si­de are not in vain. Today we see young fami­lies in the streets again and cou­ples who deli­bera­te­ly choo­se to move to the coun­try. The chan­ge has alre­a­dy begun.

    Julia Weigl

    Credits:

    DE 2019, 93 Min.,
    Buch und Regie: Gesa Hollerbach,
    Schnitt: Carina Mergens,
    Kamera: Jennifer Günther


    Trailer:
    nach oben
  • 9 Leben

    9 Leben

    Ein Film von Maria Speth.

    [indie­ki­no club] [Credits]  [Trailer]

    Der Film por­trä­tiert das Schicksal meh­re­rer Jugendlicher, die sehr früh – oft schon im Alter von 11, 12 oder 13 Jahren – ent­schie­den haben, von zu Hause weg­zu­ge­hen und für eine bestimm­te Zeit oder dau­er­haft auf der Straßezu leben: Sunny, Toni, Krümel, JJ, Stöpsel, Soja und Za.

    Menschen also, von denen jeder ein­zel­ne mitt­ler­wei­le auch schon neun Leben gelebt haben könn­te. Versehen mit see­li­schen und kör­per­li­chen Beschädigungen. Doch trotz die­ser Zerstörungen gibt es bei ihnen eine enor­me Kraft, Talente und Fähigkeiten zu ent­de­cken. Dieser Reichtum an per­sön­li­chen Möglichkeiten steht im Mittelpunkt des Films.

    Die Lebensumstände der Jugendlichen auf der Straße wer­den des­halb auch nicht doku­men­tiert, son­dern sie wer­den von ihnen in frei­er Wahl erzählt oder auch nicht. So kom­men sehr per­sön­li­che, mit­reis­sen­de und berüh­ren­de Zeugnisse zustande.

    Um den Fokus auf ihre Persönlichkeiten zu legen, erzäh­len sie vor neu­tra­lem Hintergrund im Studio von ihren Leben.
    Einige haben ihre Musikinstrumente mit­ge­bracht und spie­len spon­tan, ande­re zei­gen Fotos oder ande­re künst­le­ri­sche Arbeiten. So ent­ste­hen fil­mi­sche Porträts wie in einer Ausstellung, einem Kunstraum.

    Vorurteile und Klischeevorstellungen über „Penner“ und „Punks“ lösen sich auf. Die Jugendlichen wer­den in ihrer bewun­derns­wer­ten Einmaligkeit erkennbar.

    Und sie wer­den zu Stars – zu Recht.

    [nbsp]
    Credits:

    Deutschland 2010
    Regie: Maria Speth
    Drehbuch: Maria Speth
    Kamera: Reinhold Vorschneider
    Schnitt: Maria Speth

    [nbsp]
    Trailer:

    nach oben

  • Kunst kommt aus dem Schnabel wie er gewachsen ist

    Kunst kommt aus dem Schnabel wie er gewachsen ist

    Ein Film von Sabine Herpich.

    [Video on demand] [Credits] [Tickets & Termine] [Verleihseite] [Trailer]

    In der Kunstwerkstatt Mosaik in Berlin arbei­ten Künstler*innen mit Behinderung an ihren Werken. Sabine Herpich beob­ach­tet sie bei der Arbeit und rich­tet den Blick auf die Institution selbst, auf die Abläufe, das Personal, die Räumlichkeiten. Ihr gelingt es, nicht die Behinderung der Menschen ins Zentrum zu stel­len, son­dern die künst­le­ri­sche Arbeit. Um die­se her­um for­miert sich die Institution und wird so pri­mär als Institution für die Kunst und nicht als Institution für Menschen mit Behinderung sicht­bar. Die Idee von Kunst wird ganz­heit­lich, beinhal­tet die Menschen, die sie machen, wie auch die Orte, an denen sie erzeugt wird, meint das Sehen der Werke, das Sprechen über sie, meint aber auch: Kunst als Arbeit, mit Arbeitszeiten und Gehalt. Die Filmemacherin selbst ist nicht unsicht­bar. Sie fragt die Künstler*innen nach ihren Gedanken, Ideen, Vorgehensweisen. In der Begegnung der Künstler*innen vor der Kamera mit dem Blick der Filmemacherin ent­steht eine erhöh­te Aufmerksamkeit und Sensibilität – für die Gestimmtheiten der Werke, ihrer Schöpfer*innen und Betrachter*innen, wie auch für die behut­sa­me, nicht schüch­ter­ne, genaue, sich nicht ver­schlie­ßen­de Form die­ses Films über Kunst. (Alejandro Bachmann, Berlinale Forum)

    DOKKA dokKa-Preis der Stadt Karlsruhe
    Duisburger Filmwoche: 3sat-Preis sowie eine loben­de Erwähnung der Arte-Jury
    Nominiert für den Preis der deut­schen Filmkritik 2020

    Verleih geför­dert durch:

    Credits:

    DE 2020, 106 Min.

    Mit: Adolf Beutler, Suzy van Zehlendorf, Gabriele Beer, Till Kalischer, Nina Pfannenstiel u. a.
    Regie, Kamera, Montage: Sabine Herpich

    O‑Ton Schnitt, Mischung: Marilyn Janssen
    Color Grading: Florian Lampersberger
    Titel- und Plakatgestaltung: Ulrike Damm
    Produktion: Sabine Herpich, Tobias Büchner

    Freigegeben ohne Altersbeschränkunge (FSK Prüfkarte: pdf)

    Trailer:

    Kunst kommt aus dem Schnabel wie er gewach­sen ist from Büchner Filmproduktion on Vimeo.A film by Sabine Herpich. In German with English subtitles.

    [Credits] [Termine] [Verleihseite] [Trailer]

    At the Mosaik art stu­dio in Berlin, artists with disa­bi­li­ties are absor­bed in their work. Sabine Herpich obser­ves the artists in the cour­se of crea­ti­on and directs her gaze at the insti­tu­ti­on its­elf: its pro­ces­ses, staff and spaces. The film suc­ceeds in main­tai­ning its focus on the art its­elf rather than the han­di­caps of its crea­tors. It is around the­se works that the insti­tu­ti­on takes form, thus coming into view first and fore­most as an insti­tu­ti­on for art, not one for peo­p­le with disa­bi­li­ties. The idea of art beco­mes holi­stic, encom­pas­sing the peo­p­le who make it as well as the places whe­re it is crea­ted; it means loo­king at the works, and tal­king about them, but also art as work, com­ple­te with working hours and wage. The film­ma­ker hers­elf is not invi­si­ble. She asks the artists about their thoughts, ide­as, methods. As the artists befo­re the came­ra meet the gaze of the film­ma­ker, a heigh­ten­ed sen­se of atten­ti­on and sen­si­ti­vi­ty is pro­du­ced – for the moods of the works, their crea­tors and obser­vers, as well as for this film about art its­elf, with its gent­le, yet not timid, pre­cise yet non-rest­ric­ti­ve form.

    DOKKA dokKa-Preis der Stadt Karlsruhe
    Duisburger Filmwoche: 3sat-Preis sowie eine loben­de Erwähnung der Arte-Jury
    Nominiert für den Preis der deut­schen Filmkritik 2020

    Verleih geför­dert durch:

    [nbsp]
    Credits:

    DE 2020, 106 Min.

    Mit: Adolf Beutler, Suzy van Zehlendorf, Gabriele Beer, Till Kalischer, Nina Pfannenstiel u. a.
    Regie, Kamera, Montage: Sabine Herpich

    O‑Ton Schnitt, Mischung: Marilyn Janssen
    Color Grading: Florian Lampersberger
    Titel- und Plakatgestaltung: Ulrike Damm
    Produktion: Sabine Herpich, Tobias Büchner

    Freigegeben ohne Altersbeschränkunge (FSK Prüfkarte: pdf)

    Termine:

    ab 12. August 2021

    [nbsp]
    Trailer (vor­läu­fig):

    Kunst kommt aus dem Schnabel wie er gewach­sen ist from Büchner Filmproduktion on Vimeo.

  • Fabian oder Der Gang vor die HundeFabian oder Der Gang vor die Hunde 

    Fabian oder Der Gang vor die HundeFabian oder Der Gang vor die Hunde 

    ein Film von Dominik Graf.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Berlin, 1931: Ein Ort zwi­schen Untermiete und Unterwelt, wo Bordelle Ateliers sind, Nazis auf den Straßen pöbeln und man in Babelsberg vom „psy­cho­lo­gi­schen Film“ träumt. Das Leben bro­delt, die Gesellschaft gärt, kor­ro­diert. Solange er noch Arbeit hat, ver­fasst der pro­mo­vier­te Germanist Jakob Fabian tags­über Werbetexte, nachts zieht er mit Stephan Labude durch die schrä­gen Etablissements der Stadt. Während sein Freund – er wird spä­ter beken­nen, „in den Fächern Leben und Beruf“ ver­sagt zu haben – ein Draufgänger in Sachen Kommunismus und Sex ist, bleibt Fabian nüch­tern und distan­ziert. Er war­tet auf den „Sieg der Anständigkeit“, ohne recht dar­an zu glau­ben. Nur die Liebe zu Cornelia lässt ihn an sei­nem iro­ni­schen Fatalismus zwei­feln. Sie wird zum Lichtblick in sei­nem zer­rin­nen­den Leben.
    Erich Kästners tief­trau­ri­gen auto­bio­gra­fi­schen „Fabian“ – einen der bedeu­tends­ten Romane der Weimarer Republik – aus sei­nem Schattendasein zu holen, ist bei allen Parallelen zum ver­ma­le­dei­ten Heute eine Herausforderung. Dominik Graf meis­tert sie kon­ge­ni­al: spitz­fin­dig poin­tiert sein Stil, kalt­schnäu­zig flott, und doch von schweig­sa­mer Melancholie. Ein Film wie eine Diskokugel, die sich lang­sam dreht. Über den Zusammenhang von Geschlechtsverkehr und lee­rem Kühlschrank – und den Zerfall des Traums vom Glück.

    Credits:

    DE 2021, 176 Min.,
    Regie: Dominik Graf
    Kamera: Hanno Lentz
    Schnitt: Claudia Wolscht
    mit Tom Schilling, Saskia Rosendahl, Albrecht Schuch, Meret Becker, Michael Wittenborn


    Trailer:
    FABIAN | TRAILER | jetzt fürs Heimkino
    nach oben

    A film byn Dominik Graf. . 

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    Berlin, 1931. A milieu bet­ween sub­lets and the under­world, whe­re brot­hels are artists’ stu­di­os, Nazis are yel­ling abu­se in the streets and Babelsberg is dre­a­ming of pro­du­cing “psy­cho­lo­gi­cal cine­ma”. Life is sur­ging, socie­ty is fer­men­ting and cor­ro­ding. As long as he still has a job, Jakob Fabian, who has a doc­to­ra­te in German stu­dies, wri­tes adver­ti­sing copy during the day and fre­quents the city’s more out­lan­dish estab­lish­ments with Stephan Labude at night. While his fri­end – who later con­fes­ses to having fai­led “in the sub­jects of life and pro­fes­si­on” – is a go-get­ter when it comes to com­mu­nism and sex, Fabian remains sober and distant. Without real­ly belie­ving in it, he is wai­ting for the “vic­to­ry of decen­cy”. His love for Cornelia is the only thing that makes him ques­ti­on his iro­nic fata­lism. She beco­mes a ray of hope in his crumbling exis­tence.
    Despite all the par­al­lels with today’s mali­gned world, brin­ging Erich Kästner’s deep­ly sad, auto­bio­gra­phi­cal “Fabian” – one of the most important novels of the Weimar Republic – out of the shadows is a chall­enge. Dominik Graf mas­ters it bril­li­ant­ly. His style is fine­ly poin­ted, cold-bloo­dedly brisk and yet quiet­ly melan­cho­lic. A film like a slow­ly tur­ning dis­co ball, about the con­nec­tions bet­ween sexu­al inter­cour­se and an emp­ty fri­dge – and the dis­in­te­gra­ti­on of the dream of happiness.

    Credits:

    DE 2021, 176 Min.,
    Regie: Dominik Graf
    Kamera: Hanno Lentz
    Schnitt: Claudia Wolscht
    mit Tom Schilling, Saskia Rosendahl, Albrecht Schuch, Meret Becker, Michael Wittenborn


    Trailer:
    FABIAN | TRAILER | jetzt fürs Heimkino
    nach oben
  • The Trouble With Being Born

    The Trouble With Being Born

    ein Film von Sandra Wollner. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ein Haus mit Pool, inmit­ten eines akku­rat geschnit­te­nen grü­nen Rasens, Wald drum­her­um, ein Mann, ein Mädchen: trotz des etwas unwirk­li­chen Eindrucks des Settings, der Tonspur und der Beziehung zwi­schen den bei­den dau­ert es eine klei­ne Weile, bis sich die­se Künstlichkeit mit einem aha-Effekt erklärt. Die Kleine, Ellie, – sie nennt den Mann Papa – ist weni­ger leben­dig, als sie schei­nen soll. Erinnerung soll sie ler­nen, und vie­les ande­re, dazu ist sie da. Schwer erklär­bar, aber sie ent­zieht sich dem und wird als „er“ den nächs­ten Ersatz-und Trost-Job anneh­men. Sich mit Verlusten abzu­fin­den, ist die Sache der rea­len Menschen nicht mehr. Man kann ja jetzt anders. So ist es die Geschichte einer Maschine und der Geister, die wir alle in uns tra­gen.
    “ … maxi­mal pro­duk­ti­ve Verstörung, ein audio­vi­su­el­les Ereignis, streng, flir­rend, in alle Richtungen offen. Nicht die Technik, ver­kör­pert durch Ellie, ist per­vers, son­dern der Mensch, der sich nach Reinactments, nach einem Leben in der Fiktion, sehnt. Auf Ellies Pullover steht: Nature is the future.“ Jens Balkenborg | epd-Film
    Im ENCOUNTERS Wettbewerb der Berlinale 2020 wur­de THE TROUBLE WITH BEING BORN mit dem SPEZIALPREIS DER JURY ausgezeichnet.

    Credits:

    AU/DE 2020, 94 Min.,
    Regie: Sandra Wollner
    Kamera: Timm Kröger
    Schnitt: Hannes Bruun
    mit Lena Watson, Dominik Warta, Ingrid Burkhard, Jana McKinnon


    Trailer:
    nach oben

    A film by Sandra Wollner.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Somewhere in Central Europe, per­haps in the vici­ni­ty of Vienna, in the near future. Ten-year-old Elli is an android, as we soon learn. She takes shape through pro­gramming and this turns her into a fan­ta­sy figu­re. Firstly for a man she calls “Daddy” with whom she lies by the pool and for whom she dres­ses up in the house at the edge of the forest. Elli is the ves­sel for his memo­ries, which mean not­hing to her, but ever­y­thing to him. One day he runs after a stran­ge echo and gets lost in the dark­ness while Elli, who fol­lows him, is picked up by stran­gers. A new iden­ti­ty awaits her, a new ghost­ly exis­tence – as a blank screen onto which others can pro­ject their loss of the para­di­se that is child­hood. Austria’s new voice for the nexus bet­ween desi­re and the abyss, fear and mys­tery, fee­ling and emp­tin­ess is Sandra Wollner. As in Das unmög­li­che Bild, in her pro­vo­ca­ti­ve second fea­ture film she deve­lo­ps the plot from a com­plex basic con­stel­la­ti­on (not the other way around) and recon­s­tructs fami­lies that never exis­ted. And so the machi­ne beco­mes a mir­ror of human emo­ti­on, and the film a cap­ti­vat­ing lad­der into vir­tu­al and psy­cho­lo­gi­cal realities.

    Credits:

    AU/DE 2020, 94 Min.,
    Regie: Sandra Wollner
    Kamera: Timm Kröger
    Schnitt: Hannes Bruun
    mit Lena Watson, Dominik Warta, Ingrid Burkhard, Jana McKinnon


    Trailer:

    nach oben

  • Bad Luck Banging or Loony Porn

    Bad Luck Banging or Loony Porn

    ein Film von Radu Jude.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In wel­cher Stadt war ich im Kino am häu­figs­ten? Paris natür­lich, es fol­gen ähn­li­che Ikonen der städ­ti­schen Topographie. Und Bukarest, dem Gegenteil des urba­nen Sehnsuchtsortes. Was sich hier seit den 00ern vor mei­nen eige­nen Augen auf der Leinwand abspiel­te, war eine der auf­re­gends­ten neu­en Wellen vol­ler Verve, Wut und Wahnsinn. Kommst du mit in den Alltag VII oder VIII. Aber nein, hier lie­ber nicht! Keine Romantik, kein Feel Good Lost Faktor, nur wegelo­ses Gewirr der Unorte.

    Radu Jude war mit sei­nem ers­ten Spielfilm THE HAPPIEST GIRL IN THE WORLD auf der Berlinale (Forum 2009), mit EVERYBODY IN THE FAMILY eben­da (Forum 2012), mit AFERIM! gewann er 2015 den sil­ber­nen Bären. Dann 2020 mit UPPERCASE PRINT und als Co-Regisseur von THE EXIT OF THE TRAINS dop­pelt im Forum ver­tre­ten. 2021 wähl­te die Jury aus RegisseurInnen, die in den ver­gan­ge­nen Jahren den Goldbären gewan­nen, BAD LUCK BANGING OR LOONY PORN zum Gewinner des gol­de­nen Bären 2021.

    Das Thema der faschis­ti­schen Vergangenheit Rumäniens hat Radu Jude mit MIR IST ES EGAL, OB WIR ALS BARBAREN IN DIE GESCHICHTE EINGEHEN auf den Punkt gebracht, BAD LUCK… taucht eben­so schnell und stil­si­cher in den Alltag einer Lehrerin ab, die durch den Upload eines pri­va­ten Sexfilms unter Verdacht der Teilnahme an und Verbreitung von PORNOGRAPHIE steht. Gedreht letz­ten Sommer kommt durch die Maskologie, die heu­er kaum noch jemand mis­sen möch­te, ganz natür­lich sur­re­al daher. Die wun­der­vol­len Möglichkeiten der Manipulation der Realität durch die digi­ta­le Parallelwelt und die ent­spre­chend gna­den­lo­sen Bauchlandungen dank der immer noch exis­ten­ten alten Welt mit ihren phy­si­schen Grenzen wer­den in Drehbüchern immer noch zu sel­ten aus­ge­lo­tet. Hier ein ver­gnüg­li­ches Beispiel für eine gelun­ge­ne Abwärtsspirale im Wirrwarr der Realitäten, egal ob die Mall, der Wohnblock, das Internet. Ein Sommerfilm.

    Credits:

    Babardeală cu bucluc sau por­no balamuc
    Rumänien / Luxemburg / Kroatien / Tschechische Republik 2021, 108 Min., rumä­ni­sche OmU
    Regie, Buch: Radu Jude
    Kamera: Marius Panduru
    Schnitt: Cătălin Cristuțiu
    mit Katia Pascariu, Claudia Ieremia, Olimpia Mălai, Nicodim Ungureanu, Alexandru Potocean


    Trailer:

    Im Kino mit deut­schen Untertiteln.

    nach oben

    A film by Radu Jude. In Romanian with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    A video goes viral. It shows a man and a woman having sex while wea­ring masks. The woman is, nevert­hel­ess, iden­ti­fied. Too bad she is a tea­cher and sup­po­sed to be a role model. And this, moreo­ver, in a (post-socia­list but ulti­m­ate­ly any) socie­ty that is about to get lost in a social net­work dis­cour­se of would-be heal­ing sque­aky-clean atti­tu­des, pseu­do-poli­ti­cal kno­wing-it-all, sanc­ti­mo­nious chau­vi­nism and gro­tes­que con­spi­ra­cy theo­ries. Everyone has an opi­ni­on. The deba­te turns into a tri­bu­nal – about con­sen­su­al sex, por­no­gra­phy and more.
    Always up for inno­va­ti­ve cine­ma­tic expe­ri­ments, Radu Jude has craf­ted from this con­stel­la­ti­on an intel­li­gent, sati­ri­cal tri­ptych: with its non­cha­lant­ly pre­cise came­ra­work and manic humour found in the stress of ever­y­day life on Bucharest’s streets, the first part shows us what con­tem­po­ra­ry cine­ma at the docu­men­ta­ry-fic­tion inter­face can look like. The second part is an off­beat series of laco­nic, sta­tic images inten­ded as an ency­clo­paed­ia of the sym­bols of our time. The film’s grand – albeit open-ended – fina­le is a dis­cus­sion held at the school in which jud­ge­ment is pas­sed on our heroine’s right to exist.

    Credits:

    Babardeală cu bucluc sau por­no balamuc
    Rumänien / Luxemburg / Kroatien / Tschechische Republik 2021, 108 Min., rumä­ni­sche OmU
    Regie, Buch: Radu Jude
    Kamera: Marius Panduru
    Schnitt: Cătălin Cristuțiu
    mit Katia Pascariu, Claudia Ieremia, Olimpia Mălai, Nicodim Ungureanu, Alexandru Potocean


    Trailer:

    Im Kino mit deut­schen Untertiteln.

    nach oben