Kategorie: archiv

  • PJ Harvey – A Dog called Money

    PJ Harvey – A Dog called Money

    Ein Film von Seamus Murphy.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    Musikfilm, Reisefilm, Spurensuche und das Ergebnis der Begegnungen zwei­er sehr unter­schied­li­cher Künstler. Seamus Murphy ist haupt­säch­lich Fotograf und recher­chiert oft in soge­nann­ten Krisengebieten. Seine Arbeiten doku­men­tie­ren die Schattenseite, aber er ver­zich­tet auf die Perspektive des Fotoreporters, der vor­geb­lich das vor­ge­fun­de­ne fest­hält, ohne zu kom­men­tie­ren oder gar zu ästhe­ti­sie­ren. Murphy arbei­tet vor­wie­gend in S/W, sei­ne Bilder kön­nen sich im Auge des Betrachters wie Landschaften ent­fal­ten. Ähnlich wie Musik das kann, für mich sind eini­ge Alben von P J Harvey genau so: Let England shake und die gemein­sams­ten Arbeiten mit John Parish, Dance hall at lou­se point und A woman a man wal­ked by (cita­ti­on nee­ded). Die Kooperation Harvey/Murphy führ­te über sei­ne Kurzfilme zu den Songs von Let England. Shake zu gemein­sa­men Reisen. Dabei ent­stand ein Buch und schließ­lich P J Harveys aktu­el­les Album Hope six demo­liti­an pro­ject. Aufgenommen wur­de in einem mobi­len Studio, Kunstbesucher des Sommerset House in London konn­ten den Musikern bei den Aufnahmen zuschauen/zuhören. .

    Natürlich gab es den kri­ti­schen Vorwurf, hier latscht eine Musikerin durch Kabul oder auf der fal­schen Seite der Straße in Washington D.C., kurz hin­term Kapitol etc,. Dann wird aus Elend Kunsthandwerk gemacht. Natürlich darf Musik seit lan­gem genau so ernst genom­men wer­den wie Fotografie oder Film oder Buch. Musik ist eman­zi­piert und nicht nur Jukebox. Die Frage, war­um sehe ich auf Murphys Seite die­se Bilder an und war­um zei­gen wir die­se Filme und war­um schaut die dann wer, ist eine andere.

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    Credits:

    IR/GB 2019, 90 Min., engl. OmU
    Regie, Buch: Seamus Murphy
    Kamera: Seamus Murphy
    Montage: Sebastian Gollek
    mit: PJ. Harvey

    Termine:

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    Trailer:

    A film by Seamus Murphy. In English with German subtitles.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    A child curious­ly pres­ses its face against the win­dow of a car in which British musi­ci­an PJ Harvey and pho­to­jour­na­list and film­ma­ker Seamus Murphy are sit­ting. They are in Kabul, Afghanistan, one of three desti­na­ti­ons to which they are tra­vel­ling; the others are Kosovo and Washington, D.C. Harvey is sear­ching for inspi­ra­ti­on; coll­ec­ting impres­si­ons and words, obser­ving, lis­tening and absor­bing. Her thoughts can be heard in voice-over. Hers is the chro­nic­le of a stran­ger who­se atten­ti­ve gaze is direc­ted towards the rea­li­ty of ever­y­day life in the places she visits. Inspiration turns into poet­ry, which gives rise to songs for her album ‘The Hope Six Demolition Project’. Back in London, Harvey records the­se songs with her band in a pur­po­se-built stu­dio which ser­ves as a kind of peep­show, its one-way win­dow allo­wing inte­res­ted audi­en­ces to obser­ve the process.
    Seamus Murphy trans­po­ses Harvey’s search for inspi­ra­tio­nal mate­ri­al and her inti­ma­te crea­ti­ve pro­cess into an impres­si­ve­ly poe­tic mon­ta­ge that never once dive­sts the musi­ci­an of her enig­ma­tic aura. A Dog Called Money mer­ges the filmmaker’s and the musician’s visi­ons in an extra­or­di­na­ry symbiosis.

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    Credits:

    IR/GB 2019, 90 Min., engl. OmU
    Regie, Buch: Seamus Murphy
    Kamera: Seamus Murphy
    Montage: Sebastian Gollek
    mit: PJ. Harvey

    Termine:

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    Trailer:

  • Parasite

    Parasite

    Ein Film von Bong Joon Ho.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    Familie Ki lebt in ärm­li­chen Verhältnissen ganz unten auf der sozia­len Leiter. Im wahrs­ten Sinne des Wortes: Der Putz ihrer Wohnung im Tiefparterre blät­tert ab, in den Ecken brei­tet sich Schimmel aus, der Müll staut sich. Die Eltern Ki-taek und Chung-sook sind arbeits­los, die fast erwach­se­nen Kinder, der Sohn Ki-woo und die Tochter Ki-jung unter­stüt­zen die Familie mit Gelegenheitsjobs.

    Das Glück wen­det sich als ein Freund Ki-woo eine Tutorenstelle am ande­ren Ende der Stadt, am ande­ren Ende der sozia­len Leiter ver­mit­telt. Im mon­dä­nen, moder­nis­ti­schen Haus der Familie Park soll er der Tochter Englischstunden geben. Es ist der Beginn einer para­si­tä­ren Beziehung der bei­den Familien, denn bald arbei­ten alle Kis für die Parks: Die Tochter küm­mert sich um den Sohn, der Vater wird Chauffeur, die Mutter schließ­lich Haushälterin. Das Schicksal scheint es end­lich gut mit Familie Ki zu meinen.

    Was bei ande­ren Regisseuren Stoff genug für einen Film wäre, erzählt Park Joon Ho in einem lan­gen ers­ten Akt. Wie Familie Ki sich nach und nach in das Leben der Familie Park ein­schleicht und uner­setz­bar wird, erin­nert an Filme wie Michael Hanekes „Funny Games“ oder Oskar Roehlers „Herrliche Zeiten“, doch bald dreht Bong die Schraube noch wei­ter. Wie in den meis­ten sei­ner Filme – zuletzt „Okja“ und „Snowpiercer“, vor Jahren „The Host“ und „Memories of Murder“ – lässt sich auch „Parasite“ nur schwer einem Genre zuord­nen. Unbekümmert bedient er sich hier und da, über­rascht immer wie­der mit völ­lig unvor­her­ge­se­he­nen Volten, doch am Ende sind Bongs Filme immer eins: Messerscharfe, genau beob­ach­te­te Satiren.

    Wie schon in „Snowpiercer“, in dem in einem Zug auf ewi­ger, unge­brems­ter Fahrt durch eine apo­ka­lyp­ti­sche Schneelandschaft, die ein­zel­nen Waggons die gesell­schaft­li­chen Schichten mar­kier­ten, bedient sich auch „Parasite“ kla­rer geo­gra­phi­scher Metaphern. Ganz unten beginnt der Film, in der Wohnung der Kis, wäh­rend oben die Parks Leben. Wenn da ein Wolkenbruch die Stadt unter Wasser setzt, wird die­se Metapher noch deut­li­cher: Oben wer­den nur die Fenster nass, unten ver­sinkt das Tiefparterre der Kis im schmut­zi­gen Abflusswasser.

    Doch bei aller offen­sicht­li­chen Gesellschaftskritik macht es sich Bong dabei nicht zu ein­fach. Den Kis sieht man als offen­sicht­li­che Verlierer des kapi­ta­lis­ti­schen Systems ohne­hin alles nach, doch auch die Parks sind kei­nes­wegs unsym­pa­thi­sche Neureiche, im Gegenteil. Abgesehen davon, dass sie sich über den stren­gen Kellergeruch von Ki-taek wun­dern, ist von ihnen kein böses oder hoch­nä­si­ges Wort über ihre Angestellten zu ver­neh­men. Der wah­re Schuldige an den gesell­schaft­li­chen Missständen sind hier nicht ein­zel­ne Personen, son­dern die Gesellschaft als Ganzes.

    Dieser abs­trak­te Antagonist führt dazu, dass „Parasite“ im letz­ten Drittel fah­ri­ger wirkt als im bril­lan­ten Beginn, die Geschichte ein wenig holp­rig zu Ende gebracht wird. Doch auch hier lässt Bong kei­nen Zweifel dar­an auf­kom­men, welch her­aus­ra­gen­der Regisseur er ist, der auch einen Film, der fast aus­schließ­lich inner­halb eines Hauses spielt, zu einem visu­el­len Meisterstück machen kann. Dass er dafür als ers­ter Regisseur aus Südkorea mit der Goldenen Palme aus­ge­zeich­net wur­de, war dann selbst in einem außer­ge­wöhn­lich star­ken Wettbewerb kei­ne Überraschung.

    Michael Meyns | programmkino,.de

    Cannes 2019: Goldene Palme

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    Credits:

    Gisaengchung (기생충)
    KR 2019, 131 Min., korea­ni­sche OmU

    Regie: Bong Joon Ho
    Buch: Bong Joon Ho & Han Jin Won
    Kamera: Hong Kyung-pyo
    Schnitt: Yang Jin-mo
    mit: Song Kang Ho, Lee Sun Kyun, Cho Yeo Jeong, Choi Woo Shik, Park So Dam, Lee Jung Eun, Chang Hya Jin

    Termine:

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    Trailer:

     

     A film by Bong Joon Ho. In Korean with German subtitles.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    Ki-taek’s fami­ly of four is clo­se, but ful­ly unem­ploy­ed, with a bleak future ahead of them. The son Ki-woo is recom­men­ded by his fri­end, a stu­dent at a pres­ti­gious uni­ver­si­ty, for a well-paid tuto­ring job, spaw­ning hopes of a regu­lar inco­me. Carrying the expec­ta­ti­ons of all his fami­ly, Ki-woo heads to the Park fami­ly home for an inter­view. Arriving at the house of Mr. Park, the owner of a glo­bal IT firm, Ki-woo meets Yeon-kyo, the beau­tiful young lady of the house. But fol­lo­wing this first mee­ting bet­ween the two fami­lies, an unstoppable string of mis­haps lies in wait.

    Cannes 2019: Goldene Palme

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    Credits:

    Gisaengchung (기생충)
    KR 2019, 131 Min., korea­ni­sche OmU

    Regie: Bong Joon Ho
    Buch: Bong Joon Ho & Han Jin Won
    Kamera: Hong Kyung-pyo
    Schnitt: Yang Jin-mo
    mit: Song Kang Ho, Lee Sun Kyun, Cho Yeo Jeong, Choi Woo Shik, Park So Dam, Lee Jung Eun, Chang Hya Jin

    Termine:

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    Trailer:

     

     

  • Find me on the surface – Kurzfilmprogramm

    Find me on the surface – Kurzfilmprogramm

    LUNAR prä­sen­tiert:

    aus­ge­such­te Kurzfilme von Miriam Gossing und Lina Sieckmann im Dialog mit einer Videoarbeit und einer Lesung von Vika Kirchenbauer 

    Souvenir •  One Hour Real •  Desert Miracles • China Light  von Miriam Gossing & Lina Sieckmann

    Please Relax Now •  Feeling Difference von Vika Kirchenbauer

    26.10. 16–18 Uhr

     

     

  • Gott existiert, ihr Name ist Petrunya

    Gott existiert, ihr Name ist Petrunya

    Ein Film von Teona Strugar Mitevska.

    [Credits] [Trailer]

    »Sag ihnen, du bist 24!«, rät die Mutter, als ihre Tochter wie­der ein­mal zu einem Job-Interview auf­bricht, das sie gegen den Willen der 31-jäh­ri­gen Petrunya arran­giert hat. Die hat zwar einen Einser-Uni-Abschluss in Geschichte, doch wer braucht schon eine Historikerin in ihrem Heimatort Štip in Nordmazedonien, 100 Kilometer süd­öst­lich von Skopje? So sitzt die­se außer­ge­wöhn­li­che Frau vor dem poten­zi­el­len Arbeitgeber, einem Fabrikbesitzer, der von oben her­ab auf ihr geblüm­tes Kleid schaut und sie nicht ernst nimmt. Auf dem Heimweg nach die­ser demü­ti­gen­den wie erfolg­lo­sen Vorstellung springt Petrunya spon­tan von der Brücke ins kal­te Wasser. Es ist Dreikönigstag, und wie in jedem Jahr tau­chen die jun­gen Männer der Stadt nach einem klei­nen hei­li­gen Kreuz, das der Priester in den eisi­gen Fluss wirft. Es zu ergat­tern, soll Glück brin­gen. Diesmal aber ist kein Mann, son­dern Petrunya am schnells­ten und hält die Trophäe in die Fernsehkameras – ein Skandal! Zwar hat Petrunya mit der Kirche eigent­lich nichts an Hut, aber ihr Widerstandsgeist ist geweckt . Mit stoi­scher Miene ver­tei­digt sie ihr Kreuz, einen Tag und eine Nacht lang, beglei­tet von öffent­li­chem Furor und gegen die geball­te Männerwelt. Bei der Berlinale waren die Kirchen nicht so streng, der Film bekam den Preis der Ökomenischen Jury.

    »Es ist eine Groteske und doch bit­ter­ernst. Es ist eine Maximal-Bagatelle. Petrunya war nicht tauch­be­fugt, denn sie ist eine Frau. Man ahnt alles, was kommt, und dann kommt es genau so, bloß ganz anders. Mitsamt Polizeirevier und TV-Berichterstattung. Und das Unglaubliche geschieht: Teona Strugar Mitevska hält die­se Hochspannungsbalance. Der Überraschungsmoment liegt nie im Banal-Anderen, son­dern in den Graden der Intensität und Wahrhaftigkeit. Und in der Komik natür­lich.« Kerstin Decker | Tagesspiegel

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    Credits:

    Gospod postoi, ime­to i’ e Petrunija
    MK / BE / SI / HR / FR 2019,  100 Min., maze­do­ni­sche OmU

    Regie: Teona Strugar Mitevska
    Kamera: Virginie Saint Martin
    Schnitt: Marie-Hélène Dozo
    mit: Zorica Nusheva, Labina Mitevska, Simeon Moni Damevski, Suad Begovski, Violeta Shapkovska

    Termine:

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    Trailer:

    Gott exis­tiert, ihr Name ist Petrunya from JIP Film und Verleih on Vimeo.

    A film by Teona Strugar Mitevska.  In Macedonian with German subtitles.

    [Credits] [Stream] [Trailer]

    Tell them you’re 24’, advi­ses Petrunya’s mother as her daugh­ter heads off to ano­ther inter­view. But Petrunya is 31; moreo­ver, she has stu­di­ed histo­ry, a sub­ject that no one in Macedonia seems to need. So the­re she sits in front of her poten­ti­al employ­er, a fac­to­ry owner, who looks down on her flo­ral dress and refu­ses to take her serious­ly. On her way home – natu­ral­ly, she did not get the job – Petrunya deci­des to take the plun­ge. It is Epiphany and, like every year, the young men of the city are diving for the holy cross that the priest has thrown into the icy river. This time, Petrunya is quicker than ever­yo­ne else and ends up hol­ding the tro­phy aloft for the TV came­ras. For one who­le day and one night, she will defend the cross, accom­pa­nied by much public com­mo­ti­on and against the clo­sed ranks of the male world.
    Teona Strugar Mitevska deli­vers an angry yet melan­cho­lic sati­re that ques­ti­ons the sta­tus of demo­cra­tic chan­ge in Macedonian socie­ty and pas­ses scathing jud­ge­ment on repre­sen­ta­ti­ves of the church, the judi­cia­ry and the media. The film’s sym­pa­thies are all with the deter­mi­ned woman who asserts hers­elf against archaic tra­di­ti­ons and para­ly­zing opportunism.

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    Credits:

    Gospod postoi, ime­to i’ e Petrunija
    MK / BE / SI / HR / FR 2019,  100 Min., maze­do­ni­sche OmU

    Regie: Teona Strugar Mitevska
    Kamera: Virginie Saint Martin
    Schnitt: Marie-Hélène Dozo
    mit: Zorica Nusheva, Labina Mitevska, Simeon Moni Damevski, Suad Begovski, Violeta Shapkovska

    Termine:

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    Trailer:

    Gott exis­tiert, ihr Name ist Petrunya from JIP Film und Verleih on Vimeo.

  • Lara

    Lara

    Ein Film von Jan-Ole Gerster.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    Lara hat Geburtstag. Sie wird sech­zig Jahre alt. Abends gibt ihr Sohn Viktor ein Klavierkonzert. Ihr Kontakt ist mehr oder weni­ger abge­bro­chen. Der sen­si­ble Viktor ist der Dominanz sei­ner Mutter nicht gewach­sen. Ihr Mann, ihre ehe­ma­li­gen Kolleginnen ver­mei­den auch jeden Kontakt mit ihr. Irritiert und ver­wun­dert neh­men sie zur Kenntnis, dass Lara jetzt, an die­sem Tag, ver­sucht, sich zu nähern, indem sie allen, auch manch­mal frem­den Menschen Freikarten für das Konzert ihres Sohnes anbie­tet. Ihre plötz­li­che Öffnung erscheint wie ihr gesam­tes Verhalten zwang­haft und nebu­lös, führt aber auch zu komi­schen Momenten,.
    Der Film spielt wie schon „Oh Boy“ an einem ein­zi­gen Tag und wird in Episoden erzählt. Er erklärt nicht, woher Laras Härte kommt, er streut nur Andeutungen, um jede Didaktik zu vermeiden.
    Es ist ihm hoch anzu­rech­nen, dass er es schafft, einer­seits eine ver­bit­ter­ete, über­grif­fi­ge und unbarm­her­zi­ge Frau zu zei­gen, ande­rer­seits aber Mitgefühl für deren Verzweiflung zu ent­wi­ckeln und der Zuschauer sie am Ende des Tages nicht im Regen ste­hen lässt. Schön ist auch, dass die Frage, ob sie eine Zumutung für die Welt oder die Welt für sie eine Zumutung ist, unent­schie­den bleibt: Am Ende ist nie­mand befreit oder erlöst.

    … ein herbst­li­ches Flanieren, bei dem sich absur­de Komik und Traurigkeit, böser Witz und zar­te Melancholie mun­ter abwech­seln.“ Joachim Kurz | kino-zeit.de

    … bes­tens besetzt bis in die Nebenrollen, ent­steht ein packend inten­si­ves Drama, das ein Klassiker-Thema mit erstaun­li­cher Leichtigkeit samt gelun­ge­ner Wendungen prä­sen­tiert.“ Dieter Oßwald | programmkino.de

     

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    Credits:

    DE 2019, 100 Min., dt. Of mit engl. Ut.
    Regie: Jan-Ole Gerster
    Kamera: Frank Griebe
    Schnitt: Isabel Meier
    mit: Corinna Harfouch, Tom Schilling, André Jung, Volkmar Kleinert, Rainer Bock, Gudrun Ritter

    Termine:

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    Trailer:

    LARA Trailer Deutsch | Ab 9. April Digital erhält­lich & ab 23. April als DVD & Blu-ray
    film by Jan-Ole Gerster. In German with English subtitles.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    It’s Lara’s 60th bir­th­day, and she has every reason to cele­bra­te: this evening, her son Viktor will be giving the most important pia­no con­cert of his care­er. Lara was, after all, the one who’d map­ped out and dri­ven his musi­cal care­er. Yet Viktor has been unre­acha­ble for weeks and not­hing indi­ca­tes that Lara will be wel­co­me at his debut per­for­mance. Without fur­ther ado, she buys up all the remai­ning tickets and hands them out to ever­yo­ne she meets. The more Lara stri­ves to make the evening suc­cessful, howe­ver, the more events get out of control.

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    Credits:

    DE 2019, 100 Min., dt. Of mit engl. Ut.
    Regie: Jan-Ole Gerster
    Kamera: Frank Griebe
    Schnitt: Isabel Meier
    mit: Corinna Harfouch, Tom Schilling, André Jung, Volkmar Kleinert, Rainer Bock, Gudrun Ritter

    Termine:

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    Trailer:

    LARA Trailer Deutsch | Ab 9. April Digital erhält­lich & ab 23. April als DVD & Blu-ray
  • Shaun das Schaf – UFO-Alarm

    Shaun das Schaf – UFO-Alarm

    Ein Film von Richard Phelan, Will Becher.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    Als Lu-La, ein schel­mi­scher und ent­zü­cken­der Außerirdischer mit erstaun­li­chen Kräften, in der Nähe der Farm lan­det, sieht Shaun bald eine Gelegenheit für außer­ir­di­schen Spaß und Abenteuer. Können Shaun, Bitzer und die Herde Farmageddon auf Mossy Bottom Farm abwen­den, bevor es zu spät ist?

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    Credits:

    OT: A Shaun the Sheep Movie: Farmageddon
    GB 2019, 85 Min., 

    Regie: Richard Phelan, Will Becher
    Drehbuch: Jon Brown, Mark Burton

    Termine:

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    Trailer:

    SHAUN DAS SCHAF 2: Ufo-Alarm Teaser Trailer German Deutsch (2019)
    film by Richard Phelan and Will Becher.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    When Lu-La, an impish and ado­rable ali­en with ama­zing powers crash lands near the farm, Shaun soon sees an oppor­tu­ni­ty for ali­en powered fun and adven­ture, set­ting off on a mis­si­on to send the inter­ga­lac­tic visi­tor home befo­re a sinis­ter Men in black style orga­niza­ti­on can cap­tu­re her. Can Shaun, Bitzer and the flock avert Farmageddon on Mossy Bottom Farm befo­re it’s too late?

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    Credits:

    OT: A Shaun the Sheep Movie: Farmageddon
    GB 2019, 85 Min., 

    Regie: Richard Phelan, Will Becher
    Drehbuch: Jon Brown, Mark Burton

    Termine:

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    Trailer:

    SHAUN DAS SCHAF 2: Ufo-Alarm Teaser Trailer German Deutsch (2019)
  • Barstow, California

    Barstow, California

    Ein Film von Rainer Komers. Am 5.10. mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    Die Leinwand ist schwarz, das Geräusch einer schwe­ren Tür, die zufällt, ein Schlüssel dreht sich im Schloss.

    Der Film Barstow, California nimmt uns mit in die Welt des Lyrikers Stanley »Spoon« Jackson, der aus sei­ner Autobiographie »By Heart« vor­liest, ohne selbst jemals im Bild zu sein. Geschrieben hat er sie im Gefängnis, in dem er seit 1978 wegen Mordes inhaf­tiert ist.

    »Meine Haut fühlt sich warm und leben­dig an, die­sen September in San Quentin. Als wäre ich eine Eidechse, die sich auf einem gro­ßen Stein sonnt.«

    Zur Off-Stimme von Spoon Jackson bli­cken wir auf die Landschaftsbilder der son­nen­durch­tränk­ten kali­for­ni­schen Mojave-Wüste und der Kleinstadt Barstow, die an der Interstate 15 auf hal­ber Strecke zwi­schen Los Angeles und Las Vegas liegt. In den Minen rund um Barstow wird bis heu­te Gold abgebaut.

    Spoon Jackson ist einer von 15 Brüdern, zwei von ihnen füh­ren uns an die­sen ver­öde­ten Ort ihrer Kindheit. Sie erzäh­len von der Familiengeschichte, von Armut, Rassismus, aber auch vom Zusammenhalt zwi­schen den Nachbarn am Fluss. Wir hören von den plötz­li­chen Fluten des Mojave River und vom rhyth­mi­schen Rattern der Güterzüge, die sie nachts in den Schlaf san­gen. Noch immer ran­gie­ren sie dort, oder sie pas­sie­ren ohne Halt das gott­ver­las­se­ne Barstow. Und immer liegt die­ser Sound krei­schen­der Eisenbahnräder in der Luft, der das Gefühl der Einsamkeit bis hin­ter die Gitterstäbe des Solana Gefängnisses zu tra­gen scheint.

    Ohne einen ein­zi­gen Satz über Politik zu ver­lie­ren, ist die­se poe­tisch-bio­gra­phi­sche Ortserkundung hochpolitisch.

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    Credits:

    DE/US 2018, 76 Min., engl. OmU
    Regie & Kamera: Rainer Komers
    Editor: Gregor Bartsch

    Termine:

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    Trailer:

     

     A film by Rainer Komers. In English with German subtitles.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    Barstow, California’ is the third film in the tri­lo­gy ‘The American West’ (the other two films are: ‘Nome Road System’ and ‘Milltown, Montana’) about places in the rela­tively spar­se­ly popu­la­ted are­as of the American West. It is an artis­tic docu­men­ta­ry recor­ding life & land­scape in the California sou­thwes­tern desert. The trilogy’s style of ‘land­scape lis­tening’ (ambi­ent audio only) will be alte­red some­what with Barstow to add the voice of Stanley ‘Spoon’ Jackson (an inter­na­tio­nal­ly-acclai­med, Barstow-born prisoner/poet) to the sound­track rea­ding pas­sa­ges from his auto­bio­gra­phy deal­ing with his youth & life in the area.

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    Credits:

    DE/US 2018, 76 Min., engl. OmU
    Regie & Kamera: Rainer Komers
    Editor: Gregor Bartsch

    Termine:

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    Trailer:

     

     

  • Die Kandidaten

    Die Kandidaten

    Ein Film von Michael Schwarz. Am 28. & 29.9.. Am Sonntag, 29.9. mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    Bundestagswahlkampf 2017: sechs Rheinland-pfäl­zi­sche JungpolitikerInnen der größ­ten Parteien buh­len um die Gunst des Wählers – weit weg von Berlin und ganz „nah bei de‘ Leut“. Es wird von Tür zu Tür gegan­gen, auf Festen mit­ge­trun­ken, viel dis­ku­tiert und Besserung ver­spro­chen. „PolitikerInnen bele­gen aktu­ell Rang 2 der unbe­lieb­tes­ten Berufe. Wie also ticken JungpolitikerInnen in unse­ren unru­hi­gen poli­ti­schen Zeiten, wie reagie­ren sie auf Europa-Krise, Trump und den auf­kom­men­den Rechtsruck in Deutschland?“ – sind die Ausgangsfragen der bei­den Regisseure Michael Schwarz und Alexander Griesser.

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    Credits:

    DE 2019, 82 Min.
    Regie, Buch, Ton: Michael Schwarz
    Kamera: Alexander Griesser
    Schnitt: Melanie Dietz

    Termine:

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    Trailer:

    DIE KANDIDATEN // Trailer from nacht­schwär­mer­film on Vimeo.

     

     A Film by  Michael Schwarz. On September 28th & 29th at the fsk.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    How does an elec­tion cam­paign work at grass-roots level, far away from Berlin? Six young poli­ti­ci­ans of the big­gest poli­ti­cal par­ties com­pe­te in the German fede­ral elec­tion 2017 to stand up for their beliefs. By atten­ding panel dis­cus­sions, door-to-door cam­paig­ning, visits at the local fair and inter­views we learn how elec­tion cam­paigns work on a small sca­le. Our prot­ago­nists are always clo­se to the peo­p­le, who sup­port, cri­ti­ci­ze or reject them. Despite the dif­fi­cul­ties, they all have to act accor­ding to the mot­to „Keep on fighting!”.

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    Credits:

    DE 2019, 82 Min.
    Regie, Buch, Ton: Michael Schwarz
    Kamera: Alexander Griesser
    Schnitt: Melanie Dietz

    Termine:

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    Trailer:

    DIE KANDIDATEN // Trailer from nacht­schwär­mer­film on Vimeo.

     

     

  • Heimat ist ein Raum aus Zeit

    Heimat ist ein Raum aus Zeit

    Ein Film von Thomas Heise.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    Viele Ichs kom­men in Thomas Heises essay­is­ti­schem Dokumentarfilm „Heimat ist ein Raum aus Zeit“ zu Wort und den­noch ist in kei­nem Moment jene Ich-Bezogenheit zu spü­ren, an der all­zu vie­le zeit­ge­nös­si­sche Dokumentationen (und Spielfilme) kran­ken. Denn der 1955 in Ost-Berlin gebo­re­ne Thomas Heise erzählt hier zwar durch und durch sub­jek­tiv, tut jedoch in kei­nem Moment so, als wäre die­se per­sön­li­che Perspektive ein Spiegel des gro­ßen Ganzen.

    Enorme Mengen an Material hat Heise zusam­men­ge­tra­gen, vor allem Briefe, die sich sei­ne Verwandten im Lauf der Zeit schrie­ben. Angefangen mit sei­nem Großvater Wilhelm, der durch die Erfahrungen des Ersten Weltkrieges zum Kommunisten wur­de und spä­ter eine Wiener Jüdin hei­ra­te­te, die im Holocaust einen Großteil ihrer Familie ver­lor. Sein Vater Wolfgang wie­der­um war in der DDR Professor für Philosophie, kor­re­spon­dier­te mit Christa Wolf und Heiner Müller, setz­te sich für Regimekritiker ein und wur­de dadurch selbst von Regime geta­delt. Seine Frau Rosemarie war Übersetzerin, Redakteurin, Verlegerin, schließ­lich Thomas selbst, der nach der Wende durch Filme wie „Stau – Jetzt geht’s los“ „Vaterland“ oder „Material“ zu einem nach­denk­li­chen Chronisten Deutschlands und sei­ner Geschichte wurde.

    Über drei­ein­halb Stunden liest Heise selbst mit sono­rer Stimme aus Briefen sei­ner Verwandten vor, oft unspek­ta­ku­lä­re Briefe, in denen sich die his­to­ri­schen Verwerfungen ihrer Zeit nur andeu­ten, mal weni­ger stark, mal deut­li­cher. Unterlegt sind die­se Bild nur sel­ten mit his­to­ri­schen Aufnahmen oder Fotos, statt­des­sen mit auf den ers­ten Blick banal wir­ken­den schwarz-weiß Aufnahmen von Alltäglichem: Wald und Felder sind da zu sehen, eine ver­las­se­ne Bank, Bahngleise ins Nirgendwo, Holzhaufen, meist Leere, kei­ne Menschen, nur Geschichte, nur Erinnerungen.

    Fast ein Hörspiel ist „Heimat ist ein Raum aus Zeit“ oft, doch gera­de dass die Bilder das Gehörte nicht bebil­dern, nicht das Gesagte dop­peln und über­deut­lich kom­men­tie­ren, öff­net Assoziationsräume, zwingt dazu, die eige­nen Gedanken flie­ßen zu las­sen, Bezüge her­zu­stel­len, den Lauf der deut­schen Geschichte in der glei­cher­ma­ßen unspek­ta­ku­lä­ren, aber doch bezeich­nen­den, per­sön­li­chen Geschichte der Familie Heise zu finden.

    In einer der beein­dru­ckends­ten, beklem­mends­ten Szenen des Films rollt 20 Minuten eine Liste mit Namen ab. 19. Oktober 1941 ist auf ihr ver­merkt und man muss nicht spe­zi­ell wis­sen, dass an die­sem Tag die Deportation der Wiener Juden begann, um ange­sichts die­ser schier end­los lan­gen Auflistung die unvor­stell­ba­ren Ausmaße der Vernichtung vor Augen zu haben.

    Was Heimat ist, was die­ser nach dem Dritten Reich dis­kre­di­tier­te Begriff heu­te bedeu­ten kann, ist eine Frage, die kei­ne leich­te Antwort kennt. Im Wissen um die Unmöglichkeit einer ein­deu­ti­gen Antwort geht Thomas Heise einen ande­ren Weg, reiht Gedanken, Ideen, Assoziationen anein­an­der, die – lässt man sich dar­auf ein – „Heimat ist ein Raum aus Zeit“ zu einem rei­chen und berei­chern­den Erlebnis machen.

    Michael Meyns | programmkino.de

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    Credits:

    DE/AU 2019, 218 Min., 
    Regie & Buch: Thomas Heise
    Kamera: Stefan Neuberger, Peter Badel, Börres Weiffenbach
    Schnitt: Chris Wright

    Termine:

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    Trailer:

  • Porträt einer jungen Frau in Flammen

    Porträt einer jungen Frau in Flammen

    Ein Film von Céline Sciamma.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    Nach ihren drei aktu­el­len Coming-of-Age-Filmen Water Lillies, Tomboy und Bande de fil­les wagt sich Celine Sciamma mit Porträt einer jun­gen Frau in Flammen an einen „wun­der­bar unkos­tü­miert wir­ken­den“ (Die Zeit) Kostümfilm – und gewinnt. Im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes bekam sie nicht nur eupho­ri­sche Reaktionen von Presse und Publikum, son­dern auch den Preis für das bes­te Drehbuch, obwohl die Süddeutsche Zeitung schrieb: „ihr Film war so durch und durch unge­wöhn­lich und groß­ar­tig, dass er auch jeden ande­ren Preis ver­dient hätte.“

    Ende des 18. Jahrhunderts, auf einer abge­le­ge­nen Insel in der Bretagne: Die geschäfts­tüch­ti­ge Malerin Marianne (Noémie Merlant) soll ein Hochzeitsporträt der ade­li­gen Héloïse (Adenel Haenel) anfer­ti­gen. Das muss aller­dings heim­lich gesche­hen, denn Héloïse will gar nicht hei­ra­ten und wei­gert sich zu posie­ren. Also gibt sich Marianne als Gesellschafterin aus. Sie beob­ach­tet ihr Sujet bei lan­gen gemein­sa­men Spaziergängen und malt Héloïse spä­ter aus dem Gedächtnis. Dabei kom­men die bei­den Frauen ein­an­der näher. Als das Porträt fer­tig ist, gesteht Marianne den eigent­li­chen Inhalt ihres Auftrags. Héloïse aber ist mit dem Bild unzu­frie­den und for­dert die Künstlerin her­aus, es noch ein zwei­tes Mal zu versuchen.

    Die fran­zö­si­sche Regisseurin Céline Sciamma hat mit ihrem Film die gro­ßen Themen der Moderne – indi­vi­du­el­les Begehren, weib­li­che Emanzipation, bür­ger­li­che Gleichheit – im Rahmen einer berüh­ren­den Liebesgeschichte in Szene gesetzt. Ein per­fek­tes Drehbuch und bril­lan­te Hauptdarstellerinnen machen den Film selbst zu einem beweg­ten Gemälde, bei dem Form und Inhalt zusam­men­kom­men: Blicke prä­gen die Beziehungen, und Beziehungen prä­gen die Blicke.

    In der kur­zen Zeit, die Marianne und Héloïse gemein­sam haben, ver­wirk­li­chen sie eine Art Utopia, in dem Subjekt und Objekt ein­an­der als Gleiche begeg­nen und Klassenunterschiede vor­über­ge­hend auf­ge­ho­ben sind – auch das Dienstmädchen Sophie ist ein Teil die­ser neu­en Gesellschaft. Und auch wenn es für die Protagonistinnen in ihrer Zeit kein »Happy End« im kon­ven­tio­nel­len Sinn geben kann, so sind sie am Ende doch nicht an einer unmög­li­chen Liebe zer­bro­chen, son­dern um die Erfahrung einer mög­li­chen Liebe reicher.“
    Film des Monats Oktober der evang. Filmarbeit

     

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    Credits:

    Portrait de la jeu­ne fil­le en feu
    FR 2019, 113 Min., frz. OmU
    Regie & Buch: Céline Sciamma
    Kamera: Claire Mathon
    Schnitt: Julien Lacheray
    mit: Noémie Merlant, Adèle Haenel, Valeria Golino

    Termine:

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    Trailer:

    Trailer «Portrait de la jeu­ne fil­le en feu» von Céline Sciamma (OV mit deut­schen Untertiteln)
    film by Céline Sciamma.  In French with German subtitles

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    France, 1770. Marianne, a pain­ter, is com­mis­sio­ned to do the wed­ding por­trait of Héloïse, a young woman who has just left the con­vent. Héloïse is a reluc­tant bri­de to be and Marianne must paint her wit­hout her kno­wing. She obser­ves her by day, to paint her secretly.

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    Credits:

    Portrait de la jeu­ne fil­le en feu
    FR 2019, 113 Min., frz. OmU
    Regie & Buch: Céline Sciamma
    Kamera: Claire Mathon
    Schnitt: Julien Lacheray
    mit: Noémie Merlant, Adèle Haenel, Valeria Golino

    Termine:

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    Trailer:

    Trailer «Portrait de la jeu­ne fil­le en feu» von Céline Sciamma (OV mit deut­schen Untertiteln)