Gott existiert, ihr Name ist Petrunya

Ein Film von Teo­na Stru­gar Mit­evs­ka. Ab 14.11. im fsk.

[Credits] [Ter­mi­ne] [Trai­ler]

Sag ihnen, du bist 24!“, rät die Mut­ter, als ihre Toch­ter wie­der ein­mal zu einem Vor­stel­lungs­ge­spräch geht. Doch Petrun­i­ja ist 31 und hat dazu noch eine Wis­sen­schaft stu­diert, die in Maze­do­ni­en nie­mand braucht: Geschich­te. So sitzt sie vor dem poten­zi­el­len Arbeit­ge­ber, einem Fabrik­be­sit­zer, der von oben her­ab auf ihr geblüm­tes Kleid schaut und sie nicht ernst nimmt. Auf dem Heim­weg – den Job hat sie natür­lich nicht bekom­men – springt Petrun­i­ja ins kal­te Was­ser. Es ist Drei­kö­nigs­tag, und wie jedes Jahr tau­chen die jun­gen Män­ner der Stadt nach dem hei­li­gen Kreuz, das der Pries­ter in den eisi­gen Fluss wirft. Doch dies­mal ist Petrun­i­ja die schnells­te und hält die Tro­phäe in die TV-Kame­ras. Sie wird das Kreuz ver­tei­di­gen, einen Tag und eine Nacht lang, beglei­tet von öffent­li­chem Furor und gegen die geball­te Män­ner­welt.
Teo­na Stru­gar Mit­evs­ka prä­sen­tiert eine Sati­re zwi­schen Zorn und Melan­cho­lie, die nach dem Stand demo­kra­ti­scher Ver­än­de­run­gen in der maze­do­ni­schen Gesell­schaft fragt und den Ver­tre­tern von Kir­che, Jus­tiz und Medi­en ein kri­ti­sches Zeug­nis aus­stellt. Die Sym­pa­thie des Films gehört der ent­schlos­se­nen Frau, die sich gegen archai­sche Tra­di­tio­nen und läh­men­den Oppor­tu­nis­mus behaup­tet.

 
Credits:

Gos­pod postoi, ime­to i’ e Petrun­i­ja
MK / BE / SI / HR / FR 2019,  100 Min., maze­do­ni­sche OmU

Regie: Teo­na Stru­gar Mit­evs­ka
Kame­ra: Vir­gi­nie Saint Mar­tin
Schnitt: Marie-Hélè­ne Dozo
mit: Zori­ca Nushe­va, Labi­na Mit­evs­ka, Sime­on Moni Damev­ski, Suad Begov­ski, Vio­le­ta Shap­kovs­ka

Ter­mi­ne:

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Trai­ler:

Gott exis­tiert, ihr Name ist Petrunya from JIP Film und Ver­leih on Vimeo.