Archiv: Termine

  • [:de]Trotz alledem – mit Gast[:]

    [:de]Trotz alledem – mit Gast[:]

    [:de]

    Ein Film von Robert Krieg. Ab 14.9. im fsk. In Kooperation mit „Städtepartnerschaft Friedrichshain-Kreuzberg – Dêrik e.V.” und „docfilm42”. Mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch mit Regisseur Robert Krieg; Beginn: 11.30 Uhr

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Im vom Krieg gezeich­ne­ten Norden Syriens ent­steht etwas Unerwartetes: Hoffnung. Inmitten von Ruinen, Bedrohung und Entbehrung behaup­ten sich Frauen in Rojava mit bemer­kens­wer­ter Entschlossenheit. Sie grün­den Dörfer, unter­rich­ten Kinder, bau­en Werkstätten auf – und ver­tei­di­gen nicht nur ihr Leben, son­dern auch eine Vision von Freiheit und Gleichberechtigung. Der Regisseur Robert Krieg zeigt das all­täg­li­che Überleben und den außer­ge­wöhn­li­chen Mut zur Selbstermächtigung in einer Region, die welt­weit kaum Beachtung fin­det. Ein bewe­gen­der Dokumentarfilm über den lei­sen, aber unauf­halt­sa­men Aufbruch einer neu­en Gesellschaft – getra­gen von Frauen.

    In dem Dokumentarfilm erhal­ten wir einen ein­drucks­vol­len Einblick in das Leben selbst­be­stimm­ter Frauen in Rojava, einer auto­nom ver­wal­te­ten Region im Norden und Osten Syriens. Inmitten von Krieg, Zerstörung und poli­ti­scher Unsicherheit kämp­fen sie unbe­irrt für ihre Unabhängigkeit und eine basis­de­mo­kra­ti­sche Gesellschaft.

    Die Protagonistinnen des Films – dar­un­ter die tech­nik­af­fi­ne Argin, die Kunsthandwerkerin Jehan, die allein­er­zie­hen­de Delal, die viel­sei­ti­ge Sidan, die Taekwondo-Lehrerin Ghoufran und die gehör­lo­se Seidenstickerin Hiba – ste­hen stell­ver­tre­tend für eine neue Generation muti­ger Frauen. Jede von ihnen geht ihren eige­nen Weg, nutzt ihre Fähigkeiten und über­win­det per­sön­li­che wie gesell­schaft­li­che Hürden.

    Der Film erzählt in ruhi­gen, aber kraft­vol­len Bildern von geleb­ter Solidarität, Widerstandskraft und dem Aufbau einer fried­li­chen Zukunft – jen­seits patri­ar­cha­ler Strukturen und trotz wid­rigs­ter Umstände.

    Credits:

    DE 2025, 90 Min., Kurdisch, Arabisch OmU
    Regie: Robert Krieg
    Kamera: Mansour Karimian
    Schnitt: Hamed Mohammadi (BFS)

    Trailer:
    Trotz alle­dem / Tevî her tiş­tî [Offizieller Trailer DEUTSCH HD] – Ab 12. Juni im Kino
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    A film by Robert Krieg. On September 14th at the fsk. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Something unex­pec­ted is emer­ging in war-torn nor­t­hern Syria: hope. In the midst of ruins, thre­ats and depri­va­ti­on, women in Rojava are stan­ding their ground with remar­kab­le deter­mi­na­ti­on. They found vil­la­ges, teach child­ren, set up work­shops – and defend not only their lives, but also a visi­on of free­dom and equa­li­ty. Director Robert Krieg shows the ever­y­day sur­vi­val and extra­or­di­na­ry cou­ra­ge of self-empower­ment in a regi­on that recei­ves litt­le atten­ti­on world­wi­de. A moving docu­men­ta­ry film about the quiet but unstoppable awa­ke­ning of a new socie­ty – car­ri­ed by women.

    The docu­men­ta­ry film gives us an impres­si­ve insight into the lives of self-deter­mi­ned women in Rojava, an auto­no­mously admi­nis­te­red regi­on in the north and east of Syria. In the midst of war, des­truc­tion and poli­ti­cal uncer­tain­ty, they fight unwa­ve­rin­gly for their inde­pen­dence and a grass­roots demo­cra­tic society.

    The film’s prot­ago­nists – inclu­ding the tech-sav­vy Argin, the arti­san Jehan, the sin­gle mother Delal, the ver­sa­ti­le Sidan, the tae­kwon­do tea­cher Ghoufran and the deaf silk embro­ide­rer Hiba – are repre­sen­ta­ti­ve of a new gene­ra­ti­on of cou­ra­ge­ous women. Each of them goes her own way, uti­li­ses her abili­ties and over­co­mes per­so­nal and social hurdles.

    In calm but powerful images, the film tells of lived soli­da­ri­ty, resi­li­ence and the buil­ding of a peaceful future – bey­ond patri­ar­chal struc­tures and despi­te the most adver­se circumstances.

    Credits:

    DE 2025, 90 Min., Kurdisch, Arabisch OmU
    Regie: Robert Krieg
    Kamera: Mansour Karimian
    Schnitt: Hamed Mohammadi (BFS)

    Trailer:
    Trotz alle­dem / Tevî her tiş­tî [Offizieller Trailer DEUTSCH HD] – Ab 12. Juni im Kino
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  • [:de]Sirāt[:]

    [:de]Sirāt[:]

    [:de]

    Ein Film von Oliver Laxe. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Papa, fahr los, lass uns ihnen fol­gen.“ – „Sie fol­gen uns. – Wirklich?“ – „Das ist kei­ne gute Idee, du wirst dein Auto zerschro­ten, die Straßen sind sehr gefähr­lich.“ – „Wir haben kei­ne Wahl.“ Als die rie­si­ge Rave-Party in der marok­ka­ni­schen Wüste wegen Kriegsbeginns von der ört­li­chen Militärpolizei auf­ge­löst und das Publikum nach Europa zurück­ge­schickt wird, bre­chen Jade, Stef, Josh, Tonin und Bigui aus den Konvoi aus und machen sich mit ihren umge­bau­ten Trucks aus dem Staub, zur nächs­ten Party im Süden. Spontan und mit­ge­ris­sen von der Begeisterung sei­nes klei­nen Sohnes Estaban folgt Luis ihnen in sei­nem Kleinbus. Er ist ver­zwei­felt auf der Suche nach sei­ner Teenager-Tochter Mar, die sich seit über fünf Monaten nicht gemel­det hat, und viel­leicht ist sie bei einem der Raves.
    Selten hat mich ein Film so sehr von der ers­ten Einstellung an hin­ein­ge­zo­gen und bis zum Schluss dabei­ge­hal­ten. Sirāt (so heißt die Brücke zwi­schen Himmel und Hölle in der isla­mi­schen Eschatologie – dün­ner als ein Haar und schär­fer als ein Messer) ist span­nend, hyp­no­tisch und ver­stö­rend – ein her­aus­for­dern­des Werk, dabei kei­nem Genre zuzu­ord­nen. Der eigent­li­che Endpunkt der Reise ver­schwin­det mit der Zeit, die Geschichte vom Weg, der das Ziel ist, stimmt hier trotz­dem nicht. Olivier Laxe führt die klei­ne Gruppe auf ihrer Fahrt durch die marok­ka­ni­sche Wüste an einen exis­ten­ti­el­len Rand, von dem nie­mand vor­her ahn­te, dass es ihn gibt. Was die Protagonist‚innen zuletzt antreibt, ist nur noch, dass es ein­fach immer wei­ter­ge­hen muss – was den Gewinner des Großen Preis der Jury (ex-aequo mit In die Sonne schau­en) in Cannes 2025 auch so jetzt­zei­tig macht.
    … und ja, genau für die­sen Film haben wir uns letz­tes Jahr die neue Tonanlage mit dem irren Subwoofer ange­schafft …
    „Seine her­aus­ra­gen­de künst­le­ri­sche Qualität wird durch sei­ne poli­ti­schen und gesell­schafts­kri­ti­schen Aussagen ergänzt, was zu einem Film führt, der viel­leicht nicht leicht zu ver­dau­en – aber dafür umso gehalt­vol­ler ist.“
    Selina Sondermann | the upcoming

    Credits:

    ES/FR 2025, 120 Min., span., frz. OmU
    Regie: Oliver Laxe
    Kamera:  Mauro Herce
    Schnitt: Cristóbal Fernández

    Musik: Kangding Ray
    mit: Sergi López, Bruno Núñez, Stefania Gadda, Joshua Liam Henderson

    Trailer:
    Sirāt | Trailer | Oliver Laxe | Sergi López | Bruno Nuñez
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    [:en]

    A film by Oliver Laxe. In Spanish and French with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    A father (Sergi López) and his son arri­ve at a rave deep in the moun­ta­ins of sou­thern Morocco. They’re sear­ching for Mar — daugh­ter and sis­ter — who vanis­hed months ago at one of the­se end­less, slee­p­less par­ties. Surrounded by elec­tro­nic music and a raw, unfa­mi­li­ar sen­se of free­dom, they hand out her pho­to again and again. Hope is fading but they push through and fol­low a group of ravers hea­ding to one last par­ty in the desert. As they ven­ture deeper into the bur­ning wil­der­ness, the jour­ney forces them to con­front their own limits.

    Credits:

    ES/FR 2025, 120 Min., span., frz. . OmU
    Regie: Oliver Laxe
    Kamera:  Mauro Herce
    Schnitt: Cristóbal Fernández

    Musik: Kangding Ray
    mit: Sergi López, Bruno Núñez, Stefania Gadda, Joshua Liam Henderson

    Trailer:
    Sirāt | Trailer | Oliver Laxe | Sergi López | Bruno Nuñez
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  • [:de]filmPOLSKA – Under The Grey Sky[:]

    [:de]filmPOLSKA – Under The Grey Sky[:]

    [:de]

    Pod sza­rym nie­bem / Under The Grey Sky

    [Tickets]

    PL 2024
    R/B: Mara Tamkovich
    82 min, OmeU
    K: Krzysztof Trela
    S: Katarzyna Leśniak
    D: Aliaksandra Vaitsekhovic, Valentin Novopolskij u. a.

    Nachdem der dik­ta­to­risch regie­ren­de bela­ru­si­sche Präsident Aljaksandr Lukaschenka erneut Wahlen gefälscht hat, bre­chen Proteste aus. Obwohl Lena vom Geheimdienst auf Schritt und Tritt ver­folgt wird, filmt die jun­ge, unab­hän­gi­ge Journalistin heim­lich Demonstrationen und ihre blu­ti­ge Niederschlagung. Kurz dar­auf wird sie selbst ver­haf­tet und ver­schwin­det zunächst spur­los.
    Ihr Mann, der oppo­si­tio­nel­le Intellektuelle Ilja, muss weit­ge­hend macht­los mit anse­hen, wie sei­ner Frau ein fai­rer Prozess ver­wei­gert wird. Vielmehr wird Lena wegen Staatsverrats ange­klagt und in ein Straflager ver­legt. Selbst eine ver­sier­te Anwältin kann ihr nicht wei­ter­hel­fen. Lena drängt ihren Mann, ins Ausland zu gehen, aber er hat Zweifel – kann er mög­li­cher­wei­se erfolg­rei­cher für sie und die gemein­sa­me Sache kämp­fen, wenn er in Belarus bleibt?
    Die in Minsk gebo­re­ne pol­nisch-bela­ru­si­sche Regisseurin Mara Tamkovich erzählt in ihrem Polit-Drama die Geschichte ihres Kurzfilms „Na żywo / Live“ (2022) wei­ter. Sie ver­ar­bei­tet dabei die wah­re Geschichte der bela­ru­si­schen Journalistin Kazjaryna Bachwalawa und zeigt anhand ihres Falls, wie sehr in einer Diktatur das Politische ins Private ein­dringt und Menschen zu Entscheidungen zwingt, bei denen es weder Richtig noch Falsch gibt. [Rainer Mende]

    14.09. / 15:00 / fsk Kino / zu Gast: Mara Tamkovich

    wei­te­re filmPOLSKA Termine:

    • vorbei 
    UNDER THE GREY SKY [Trailer]
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  • [:de]Das deutsche Volk[:]

    [:de]Das deutsche Volk[:]

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    Ein Film von Marcin Wierzchowski.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Der Film erzählt die Geschichte des ras­sis­ti­schen Anschlags in der hes­si­schen Stadt Hanau im Jahr 2020 aus der Perspektive der Hinterbliebenen und Überlebenden. Innerhalb weni­ger Minuten erschoss der Täter neun jun­ge Menschen, weil er sie nicht für Deutsche hielt. Welche direk­ten und lang­fris­ti­gen Folgen hat ein sol­cher Anschlag auf die Menschen und ihre Stadt? Regisseur Marcin Wierzchowski beglei­te­te die Protagonist*innen vier Jahre lang in ihrem Umgang mit der Trauer und bei der per­sön­li­chen Verarbeitung des Verlusts eines gelieb­ten Menschen. Er zeigt aber auch ihren Kampf um Anerkennung und Zugehörigkeit zu dem Land, das sie ihr Zuhause nen­nen. Die Angehörigen füh­len sich von Behörden und Politik im Stich gelas­sen, denn trotz vie­ler Worte des Mitgefühls sind sie es selbst, die die Umstände der Tat auf­de­cken müs­sen. Dabei sto­ßen sie auf die kal­te Bürokratie eines Systems, das auf solch ein Verbrechen nicht vor­be­rei­tet ist – obwohl rech­ter Terror zur trau­ri­gen Normalität der deut­schen Geschichte gehört.

    Credits:

    DE 2025, 132 Min., Deutsch, Rumänisch, Türkisch, Englisch OmU
    Regie: Marcin Wierzchowski
    Schnitt: Stefan Oliveira-Pita
    Kamera:
    Marcin Wierzchowski, Peter Peiker

    Trailer:
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    [:en]

    A film by Marcin Wierzchowski. In various lan­guages with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    The film tells the sto­ry of the 2020 racist attack in the city of Hanau in the German sta­te of Hesse from the per­spec­ti­ve of the bere­a­ved rela­ti­ves and the sur­vi­vors. Within the space of just a few minu­tes, the per­pe­tra­tor shot nine young peo­p­le dead becau­se he did not con­sider them to be German. What are the direct and long-term con­se­quen­ces of such an attack on peo­p­le and their city? Director Marcin Wierzchowski accom­pa­nied the prot­ago­nists for four years as they faced their grief and stri­ved to come to terms with the loss of a loved one. But the film also reve­als their strugg­le for reco­gni­ti­on and a sen­se of belon­ging in the coun­try they call home. The rela­ti­ves feel aban­do­ned by the aut­ho­ri­ties and poli­ti­ci­ans ali­ke becau­se, despi­te many words of sym­pa­thy, they them­sel­ves are left to unco­ver the cir­cum­s­tances of the crime. In the pro­cess, they encoun­ter the cold bureau­cra­cy of a sys­tem that is woeful­ly unpre­pared for such an attack – even though right-wing ter­ror is a tra­gi­cal­ly com­mon­place part of German history.

    Credits:

    DE 2025, 132 Min., Deutsch, Rumänisch, Türkisch, Englisch OmU
    Regie: Marcin Wierzchowski
    Schnitt: Stefan Oliveira-Pita
    Kamera:
    Marcin Wierzchowski, Peter Peiker

    Trailer:
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  • [:de]Wenn der Herbst naht[:]

    [:de]Wenn der Herbst naht[:]

    [:de]

    Ein Film von François Ozon. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Eine wun­der­bar unmo­ra­li­sche Story: Eingehüllt in sanf­te, herbst­li­che Farben und mit stei­gen­der Spannung prä­sen­tiert François Ozon, inzwi­schen nicht nur als beson­ders flei­ßi­ger Regisseur, son­dern auch als raffi­nierter Geschichtenerzähler bekannt, eine Komödie, die sich peu à peu zum intel­li­gen­ten Kriminalfall stei­gert.
    Michelle ist eine lie­bens­wer­te, rüs­ti­ge Kleinstadtrentnerin mit einem hüb­schen Häus­chen, in des­sen Garten sie Gemüse anbaut. Gleich um die Ecke wohnt Marie Claude, ihre bes­te Freundin. Die bei­den alten Damen ver­ste­hen sich blen­dend, sie gehen gemein­sam spa­zie­ren und Pilze sam­meln, und sie unter­stüt­zen sich, wo es geht. Michelle chauf­fiert die Freundin auch zum na­heliegenden Gefängnis, wo Marie Claudes Sohn Vincent inhaf­tiert ist. Michelle ist gera­de in Vorfreude auf die kom­men­den Herbstferien, denn dann wird ihr 12-jäh­ri­ger Enkel Lucas, den sie über alles liebt, für ein paar Tage zu ihr kom­men. Als Michelles Tochter Valérie mit Lucas ein­trifft, hat sie schon alles aufs Beste vor­be­rei­tet. Aber dann: ein schreck­li­cher Unfall – eine Pilzvergiftung, für die Michelle ver­ant­wort­lich ist – Valérie ist stock­sauer und reist mit Lucas ab, und ihr Entschluss steht fest: Ihre Mutter darf kei­nen Kontakt mehr mit Lucas haben.
    Mehr soll über die Handlung nicht ver­ra­ten wer­den. Nur so viel: Es geht unter aller­s­trengs­ter Nichtbeach­tung irgend­wel­cher Klischees um Schuld, um Wahrheit, um Moral und Doppelmoral. Und am Rande auch um Freundschaft und Familie. …“ Gaby Sikorski | programmkino.de
    „… In bemer­kens­wer­ter Ambivalenz schil­dert Ozon, wie kom­pli­ziert Familienbande und Entfremdung sein kön­nen. Und wie enorm belas­tend es sich anfühlt, even­tu­ell eine fal­sche Entscheidung getrof­fen zu haben. Auch Michelles Hintergrundgeschichte ent­birgt sich erst all­mäh­lich. … Wenn der Herbst naht ist lus­tig und cle­ver, melan­cho­lisch und tief­grün­dig, lebens­nah und zugleich magisch. Sogar Geister haben dar­in Platz – und haben eben­falls gar kei­ne Lust auf eine ste­reo­ty­pe Darstellung.“ Andreas Köhnemann | kino-zeit

    Credits:

    Quand vient l’au­t­om­ne
    FR 2024, 102 Min., frz. OmU
    Regie: François Ozon
    Kamera: Jérôme Alméras
    Schnitt: Anita Roth
    mit: Hélène Vincent, Josiane Balasko, Ludivine Sagnier

    Trailer:
    Wenn der Herbst naht | Teaser OmU HD | Im Kino – Regie: François Ozon
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    [:en]

    A film by François Ozon. In French with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Michelle, a model grand­mo­ther, is enjoy­ing peaceful reti­re­ment in a Burgundy vil­la­ge, clo­se to her best fri­end Marie-Claude. On All Saints‘ Day, her daugh­ter Valérie arri­ves to drop off her grand­son Lucas for the school holi­day week. But not­hing will go to plan.

    Credits:

    Quand vient l’au­t­om­ne
    FR 2024, 102 Min., frz. OmU
    Regie: François Ozon
    Kamera: Jérôme Alméras
    Schnitt: Anita Roth
    mit: Hélène Vincent, Josiane Balasko, Ludivine Sagnier

    Trailer:
    Wenn der Herbst naht | Teaser OmU HD | Im Kino – Regie: François Ozon
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  • Happy Holidays

    Happy Holidays

    [:de]

    Ein Film von Scandar Copti.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Der Titel bezieht sich nicht auf Ferien, son­dern auf Feiertage. Studentin Fifi fei­ert mit Freundinnen in einem Club in Jerusalem das Purim-Fest, auf dem Heimweg gibt es einen Unfall. Ihre aus Haifa ange­reis­ten Angehörigen sind aller­dings weni­ger von ihrem Zustand ent­setzt als von ihrem Äußeren. Fifi ist das Nesthäkchen in einer ange­se­he­nen, groß­bür­ger­li­chen ara­bi­schen Familie. Ihr ist eines der vier Kapitel im Film gewid­met. Ihr Bruders Rami hat ein gro­ßes Geheimnis, denn sei­ne Freundin Shirley ist Jüdin – und schwan­ger. Mutter Hanan igno­riert den Niedergang des fami­li­en­ei­ge­nen Unternehmens, wenn es um die Ausrichtung der Hochzeit der älte­ren Tochter geht. Ihr Traditionsbewusstsein folgt immer dem Ehr-Konzept. Shirleys Familie will mit ihr nichts mehr zu tun haben, seit sie sich mit Rami trifft. Die Schwangerschaft sieht ihre Schwester Miri als gro­ße Katastrophe.
    In den vier zeit­gleich spie­len­den, aber ein­zeln gezeig­ten Kapiteln von Fifi, Rami, Hanan und Miri sehen wir nur, was sich in deren Umgebung ereig­net. Manches erklärt sich so erst viel spä­ter, und ändert den Blick auf das Geschehen. Man kann sich auf jede Figur ein­zu­las­sen und ihre „Wahrheit“ mit­er­le­ben. Gleichzeitig wird deut­lich: Niemand han­delt iso­liert. Alle sind Teil eines Systems, das sie prägt und kon­trol­liert – durch poli­tisch, sozia­le, kul­tu­rel­le und öko­no­mi­sche Kräfte.
    Die Geschichten „ste­hen für eine neue Generation jun­ger Menschen in Israel, die sich los­lö­sen wol­len von den Traditionen und den ein­ge­fah­re­nen Wegen im Land. Coptis Film ist immer dann am stärks­ten und bes­ten, wenn er die­ser Generation Ausdruck ver­leiht. Dann schafft er es näm­lich eine uni­ver­sa­lis­ti­sche Perspektive ein­zu­neh­men, die auch der Komplexität der israe­li­schen Gesellschaft gerecht wird.“ kino-zeit

    Credits:

    PS/DE/FR/IT/QT 2025, 123 Min., Arabisch, Hebräisch OmU
    Regie & Schnitt: Scandar Copti
    Kamera:
    Tim Kuhn
    mit: Manar Shehab, Wafaa Aoun, Meirav Memorsky, Toufic Danial

    Trailer:
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    [:en]

    A film by Scandar Copti. In Arabic and Hebrew with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    A midd­le-class Palestinian fami­ly in Haifa sees life spi­ral out of con­trol under the oppres­si­ve rea­li­ty of con­tem­po­ra­ry Israeli society.

    The daugh­ter, Fifi, is stu­dy­ing in Jerusalem and gets into a car acci­dent; the son, Toufic, is invol­ved in secret roman­tic liai­sons and must con­t­end with an unwan­ted pregnan­cy; and the father is embroi­led in what could amount to insu­rance fraud. 

    Oscar nomi­nee Scandar Copti (Ajami, 2009) pres­ents a grip­ping fami­ly dra­ma as his second fea­ture film. Led by an ensem­ble of non-pro­fes­sio­nal actors, it inter­wea­ves the sto­ries of mul­ti­ple cha­rac­ters who­se fates are unde­ni­ably – and res­entful­ly – inter­lin­ked. The cha­rac­ters in this mas­terful­ly writ­ten screen­play, groun­ded in inti­ma­te por­tra­yals of moral rela­ti­vism, walk a fine line bet­ween con­ce­ding to and resis­ting the sta­tus quo of Israeli sta­te vio­lence. The film pre­mie­red at the Venice Film Festival in 2024 and won the Horizons Award for Best Screenplay.

    Credits:

    PS/DE/FR/IT/QT 2025, 123 Min., Arabisch, Hebräisch OmU
    Regie & Schnitt: Scandar Copti
    Kamera:
    Tim Kuhn
    mit: Manar Shehab, Wafaa Aoun, Meirav Memorsky, Toufic Danial

    Trailer:
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  • [:de]filmPOLSKA – This is not my film[:]

    [:de]filmPOLSKA – This is not my film[:]

    [:de]

    To nie mój film / It’s Not My Film / Das ist nicht mein Film

    [Tickets]

    PL 2024
    R/B/K: Maria Zbąska
    99 min, OmdU
    S: Andrzej Kowalski
    M: Anja Garbarek
    D: Zofia Chabiera, Marcin Sztabiński u. a.
    Die impul­si­ve Wanda ist nur noch genervt. Sie und ihr Freund Janek haben sich
    aus­ein­an­der­ge­lebt, ihre Beziehung steckt fest. Das Geld ist chro­nisch knapp, stän­dig gibt es Streit, der freud­lo­se Alltag ist nur noch die Wiederholung des ewig Gleichen und Janeks rou­ti­nier­ter Pragmatismus bringt sie zur Weißglut. Haben sie über­haupt noch eine gemein­sa­me Zukunft?
    Für Wanda steht fest: Sie müs­sen durch gemein­sa­me Grenzerfahrungen wie­der zuein­an­der fin­den – oder für immer aus­ein­an­der­ge­hen. Also bre­chen sie auf, mit­ten im Winter, ein­mal 400 km den pol­ni­schen Ostseestrand ent­lang von West nach Ost. Es gilt die eiser­ne Regel: Sie dür­fen den Strand nicht ver­las­sen. Wird sie gebro­chen, ist das Projekt been­det – das gilt für die Wanderung, aber auch für ihre Beziehung. Wind, Kälte und Erschöpfung set­zen ihnen eben­so zu wie die Notwendigkeit, trotz unter­schied­li­cher Charaktere immer wie­der einen kleins­ten gemein­sa­men Nenner zu fin­den.
    Maria Zbąska insze­niert in ihrem Debüt eine Reise, die kei­nen Anfang und kein Ende zu
    haben scheint – ein bit­ter­süß-poe­ti­sches Psycho-Kammerspiel und ein Road-Movie ohne Straßen. [Rainer Mende]

    14.09. / 20:00 / fsk Kino / zu Gast: Maria Zbąska

    wei­te­re filmPOLSKA Termine:

    • vorbei 
    IT’S NOT MY FILM | Trailer | English Subs | 2024
    [:]
  • [:de]In die Sonne schauen[:]

    [:de]In die Sonne schauen[:]

    [:de]

    Ein Film von Mascha Schilinski. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In die Sonne schau­en, der ers­te deut­sche Film im Wettbewerb von Cannes seit Toni Erdmann, sorg­te dort direkt zu Beginn für Furore, und erhielt am Ende den Preis der Jury (ex aequo mit Sirāt). Der eigen­wil­li­ge und kom­ple­xe Film umspannt 100 Jahre, sei­ne unchro­no­lo­gi­sche und ver­schach­tel­te Erzählweise ver­deut­licht die Verbindung der Schicksale und macht sie gera­de­zu erfahr­bar.
    Ein Vierseithof in der Altmark, einer alten Kulturlandschaft im Norden Sachsen-Anhalts, bil­det den Mittelpunkt des Geschehens, wobei Haus, Scheune, Garten, Felder und vor allem der nahe Fluss die Erzählung wech­sel­wei­se bestim­men. In vier Zeitrahmen, Kaiserreich, Ende des 2. Weltkriegs, 1980er Jahre DDR und Gegenwart, fol­gen wir den Protagonistinnen, Mädchen wie Alma, Teenager wie Angelika und Erika, jun­gen Frauen wie Lenka. Das Haus ver­än­dert sich, jede Epoche hat ihren eige­nen Stil, doch der Vergangenheit ist nicht zu ent­kom­men. Religiöse, sozia­le und poli­ti­sche Zwänge, ver­steck­te Begierden und patri­ar­cha­li­sche Herrschaft schaf­fen gene­ra­tio­nen­über­grei­fen­de Traumata, die geis­ter­gleich die Zeit über­dau­ern – so, wie es der inter­na­tio­na­le Titel Sound of Falling aus­drückt: Das Fallen ist stets lei­se, die Erschütterung wiegt umso schwe­rer.
    „Die Handlung die­ses über­aus asso­zia­ti­ven Bilder- und Tonreigens, die­ses Kaleidoskops von Perspektiven und Konstellationen auch nur annä­hernd sinn­voll zu beschrei­ben, ist nahe­zu ein Ding der Unmöglichkeit und wür­de die­sem eben­so viel­schich­tig-kom­ple­xen wie medi­ta­ti­ven Werk auch nicht gerecht. Überhaupt hat man nach dem Verlassen des Kinos den drän­gen­den Wunsch, die­sen Film ein zwei­tes, ein drit­tes und am bes­ten noch ein vier­tes Mal zu sehen. Man wür­de zwei­fel­los dabei immer wie­der neue Details, neue Verbindungen erken­nen, auf­re­gen­de Entdeckungen machen. Das Bild, das man sich von dem Film gemacht hat, wür­de sich ver­än­dern. Klar blie­be aber sicher­lich: In die Sonne schau­en ist ein Meisterwerk, ein Solitär des Kinos, ein Monstrum von einem Film, das sich wie gesagt bestän­dig ver­än­dert, bis ins Unermessliche wächst.“ kino-zeit.de

    Preis der Jury – Cannes 2025

    Credits:

    DE 2024, 149 Min.,
    Regie: Mascha Schilinski
    Kamera: Fabian Gamper

    Schnitt: Evelyn Rack
    Darsteller*innen: Luise Heyer, Lena Urzendowsky, Claudia Geisler-Bading, Lea Drinda, Hanna Heckt

    Trailer:
    Kinotrailer „In die Sonne schau­en” – Kinostart 28. August 2025
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    [:en]

    A film by Mascha Schilinski. In German.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Four girls, Alma, Erika, Angelika, and Lenka, each spend their youth on the same farm in nor­t­hern Germany. As the home evol­ves over a cen­tu­ry, echo­es of the past lin­ger in its walls. Though sepa­ra­ted by time, their lives begin to mir­ror each other.

    Cannes 2025 – Jury Prize

    Credits:

    DE 2024, 149 Min.,
    Regie: Mascha Schilinski
    Kamera: Fabian Gamper

    Schnitt: Evelyn Rack
    Darsteller*innen: Luise Heyer, Lena Urzendowsky, Claudia Geisler-Bading, Lea Drinda, Hanna Heckt

    Trailer:
    Kinotrailer „In die Sonne schau­en” – Kinostart 28. August 2025
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