Ein Film von Saša Vajda.
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Es scheint, als seien Abschied und Tod zu manchen Zeiten im Kino besonders präsent – im November gab es den Dokumentarfilm Palliativstation, vor kurzem den sensiblen und ruhigen Sechwochenamt, und gerade noch den formal aufregenden Everytime. Alles grundverschiedene Filme mit vergleichbarem Thema, dem Verlust. Auch The Lights, They Fall geht sehr eigen mit dem Protagonisten um. Ilay ist noch viel zu jung, um seine Mutter zu verlieren, aber sie wird palliativ betreut, und ihr Ende ist abzusehen. Ein Vater ist nicht zu sehen, und so ist die Pflegerin Ana die einzige, mit der er sich austauschen kann. Ansonsten driftet er, wortkarg und introvertiert, durch sommerliche Nächte im Norden Berlins, arbeitet oder trifft sich mit verständnisvollen Freunden. Als er sieht, dass sein Arbeitsleiter seinen Hund schlecht behandelt, stiehlt Ilay spontan das Tier, ohne Plan, was er damit anfangen soll.
In stillen, intensiven Bildern zeigt Saša Vajdas erster Langspielfilm den Alltag von Ilay und Ana. Das Band zwischen ihnen ist zerbrechlich, und manchmal verwebt sich Alltägliches mit Traumhaftem, da sich in die realistische Oberfläche immer wieder kleine Irritationen einschleichen.
„Es ist bei Weitem nicht „alles gut“ – weder bei Ilay, noch bei Ana. Und doch verströmt The Lights, They Fall etwas ungemein Tröstliches. Das Rätselhafte, das der Film in seine sehr lebensnahe Welt einwebt, macht die Dinge nicht verwirrender, sondern klarer. Und das ist wirklich erstaunlich.“ Andreas Köhnemann | kino-zeit
„Vor allem, wie belastend die Situation für Angehörige sein kann – psychisch und emotional. Im Film ist der Sohn erst 16. Er wollte nicht wahrhaben, dass seine Mutter sterben wird. Das begegnet uns in der Pflege oft: Angehörige, die den Abschied nicht akzeptieren können.“ sagt Shanthi Philipp auf die Frage, nach dem, was man aus dem Film mitnehmen sollte. Die Darstellerin der Shanti ist, wie auch die der Ana, Flor Prieto Catemaxca, Palliativpflegerin.




Credits:
DE 2026 , 87 Min., deutsche OmeU,
Regie: Saša Vajda
Kamera: Tom Otte
Schnitt: Denys Darahan, Saša Vajda
mit: Mohammed Yassin Ben Majdouba, Flor Prieto Catemaxca, Mahira Hakberdieva, Safet Bajraj, Shanthi Philipp, Solomon Guye, Mahir Özel
Trailer:
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