Ein Film von Paweł Pawlikowski. Ab 17.9. im fsk. Preview am 26.8.
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„Wie meine früheren Filme beschäftigt sich auch VATERLAND mit den Wirren der Geschichte, mit dem Exil und mit unserem tiefen Bedürfnis nach Heimat und zugehörigkeit. Außerdem verbindet der Film einen dramatischen historischen Moment
mit einer ganz besonderen persönlichen Geschichte. Doch während die Figuren in IDA und COLD WAR fiktiv waren, stehen im Mittelpunkt von VATERLAND die historischen Persönlichkeiten Thomas Mann und seine eigensinnigen ältesten Kinder Erika und Klaus, die in ein komplexes, familiäres Dreiecksdrama verstrickt sind.
Um das Persönliche und das Historische auf ergreifende und sich gegenseitig bereichernde Weise miteinander zu verbinden, haben wir uns einige Freiheiten hinsichtlich der historischen Fakten und ihrer Chronologie genommen. Dabei
haben wir uns bemüht, der emotionalen und intellektuellen Wahrheit der Geschichte treu zu bleiben.
Manns Rückkehr nach Deutschland im Jahr 1949 und sein Versuch, die Teilung und die zunehmende ideologische Polarisierung seines Landes zu überwinden, haben offensichtliche Parallelen zur heutigen Zeit. Das alte Paradigma ist tot, die alten Regeln gelten nicht mehr, und an deren Stelle entstehen zwei krude, sich gegenseitig ausschließende Narrative. Narrative, die alles verallgemeinern, die den Sauerstoff aus der Luft ziehen, die einen in die Ecke drängen und dazu nötigen, Partei zu ergreifen und es langsam unmöglich machen, klar zu sehen und frei zu sprechen. Die einzige Abwehr gegen diese ideologische Reduktion war für Mann die Kunst – der „poetische Blick“, den er in einer seiner Reden erwähnt, das offene Auge für die Komplexität und die Paradoxien des Lebens.
VATERLAND vereint viele Elemente, erzählt dabei mit einer einfachen und verdichteten Filmsprache, entfaltet sich in eindringlichen Bildern und prägnanten Szenen und lässt dem Publikum Raum zum Fühlen und Nachdenken.” (Pawel Pawlokowski)




Credits:
PL/DE/IT/FR 2026 , 82 Min. deutsch, englisch, russische OmU
Regie: Paweł Pawlikowski
Kamera: Łukasz Żal
Schnitt: Piotr Wójcik, Paweł Pawlikowski
mit: Hanns Zischler, Sandra Hüller, August Diehl, Devid Striesow, Joachim Meyerhoff, Fritzi Haberlandt, Milan Peschel
Trailer:
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