Ein Film von Faraz Shariat.
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2019 erregte der Regisseur Faraz Shariat mit seinem Debüt Futur Drei mächtig Aufsehen. Bei der Berlinale gewann er den Teddy-Award für den Besten Spielfilm, und später ebenso den First Steps Award. Wer den frei finanzierten, nicht nur der vielschichtigen Perspektiven wegen beeindruckenden Film (noch einmal) sehen möchte, hat bei uns dazu in am 1.+ 2.9. Gelegenheit.
Bei seinem neuen Film, dem Justizthriller Staatsschutz, geht er sehr viel gradliniger vor als als beim biografisch gefärbten Vorgänger. Sheo, eine junge Staatsanwältin mit koreanischem Hintergrund, gerät in die Schusslinie rechter Kreise, ermittelt dazu auch in ihrem beruflichen Umfeld und merkt, dass selbst ihre Position sie nicht schützt. Inhaltlich gibt es kein konkretes Vorbild, vielmehr fasst das Drehbuch zusammen, was nach langer und intensiver Recherche denkbar ist. Umgesetzt als spannendes und direktes politisches Kino, zieht uns Shariat den Boden der Gewissheit über die Gerechtigkeit des juristischen System unter den Füssen weg. In kongruenten Bildern und mit einer zunächst übermotiviert und unzugänglich erscheinenden Protagonistin erzählt der Film rasant und eindrucksvoll eine Geschichte, deren Inhalt mit „Staatsversagen“ nur höchst unzulänglich beurteilt wäre.
„Faraz Shariat ist eben auch ein Kind der Popkultur, durchbricht und stört damit die Schwere und neutrale Sachlichkeit, balanciert meisterhaft zwischen Systemkritik und Suspense, gießt die Wut und Ohnmacht einer ganzen Generation in die Form des Genres und verwandelt sie in wehrhafte Kunst.“ Corinna Götz | The spot – media & film




Credits:
DE 2026 113 Min., Deutsch, Koreanisch OmU,
Regie: Faraz Shariat
Kamera: Lotta Kilian
Montage: Friederike Hohmuth
mit: Chen Emilie Yan, Julia Jentsch, Alev Irmak, Arnd Klawitter, Sebastian Urzendowsky
Trailer:
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