filmPOLSKA 2024

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Vom 12.–18.09.2024 fin­det die­ses Jahr zum 19. Mal das größ­te pol­ni­sche Filmfestival außer­halb Polens statt (mehr, Katalog). Im fsk zei­gen wir alle sie­ben Wettbewerbsbeiträge und zwei Specials:


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Author: fsk

  • filmPOLSKA 2024

    filmPOLSKA 2024

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    Vom 12.–18.09.2024 fin­det die­ses Jahr zum 19. Mal das größ­te pol­ni­sche Filmfestival außer­halb Polens statt (mehr, Katalog). Im fsk zei­gen wir alle sie­ben Wettbewerbsbeiträge und zwei Specials:


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  • filmPOLSKA

    filmPOLSKA

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    Tyle co nic / Next To Nothing

    [Tickets]

    PL 2023
    R/B: Grzegorz Dębowski
    93 min, OmdU
    K: Aleksander Pozdnyakov
    S: Anna Garncarczyk
    D: Artur Paczesny, Monika Kwiatkowska, Agnieszka Kwietniewska, Artur Steranko u. a.

    Sieger des filmPOLSKA-Wettbewerbs 2024 – Einführung: Karolina Golimowska (Polnisches Institut Berlin)

    Auf dem Dorf ist der Winter wie­der mal mat­schig, tief hängt der graue Himmel über der hüge­li­gen Provinz. Seit die LPG dicht gemacht hat, ver­sucht hier jeder auf eige­ne Faust, sich irgend­wie durch­zu­wursch­teln. Aber auf dem Land ist man auch immer auf die Unterstützung ande­rer ange­wie­sen – so wie der Bauer, dem gera­de das Haus abge­brannt ist. Jarek setzt sich für ihn ein, klap­pert die Nachbarn ab und bit­tet sie um Unterstützung, um ihm über das Gröbste hin­weg zu hel­fen. Er bie­tet sei­ner Familie sogar Unterschlupf.

    Überhaupt ist Jarek äußerst enga­giert. Als er erfährt, dass ein Lokalpolitiker zu Ungunsten sei­nes Dorfs abge­stimmt hat, trom­melt er kur­zer­hand die Bauern zusam­men und kippt dem ver­meint­li­chen Verräter einen gro­ßen Haufen Mist aufs Grundstück. Dummerweise wird in genau die­sem Misthaufen die Leiche des Bauern ent­deckt, dem der Hof abge­brannt ist. Der Aktivist wird zum Verdächtigen.

    In einer Mischung aus Krimi und Sozialstudie ler­nen wir mit para­do­ku­men­ta­ri­schen Bildern eine Dorfgemeinschaft ken­nen, die sich im tief­grei­fen­den Umbruch befin­det. Jede der Figuren – her­aus­ra­gend gespielt von einem Ensemble weit­ge­hend unbe­kann­ter Schauspieler*innen – muss auf ihre Weise damit zurecht­kom­men, dass die Tage des Dorfes in sei­ner her­kömm­li­chen Form gezählt sind. Dabei gibt es kei­ne guten und kei­ne schlech­ten Menschen, son­dern nur ver­schie­de­ne Strategien für die Anpassung an die tief­grei­fen­den Veränderungen des Mikrokosmos Dorf. [Rainer Mende]

     

     

  • Ellbogen

    Ellbogen

    A film by Aslı Özarslan. In German and Turkish with German and English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Hazal’s grea­test wish is to have a life. In spi­te of many appli­ca­ti­ons, she isn’t invi­ted to a sin­gle job inter­view. Instead, she is stuck in a Job Centre trai­ning pro­gram that fails to open up any new oppor­tu­ni­ties for her. But on her 18th bir­th­day, Hazal feels powerful. It is like the old days when she and her fri­ends belie­ved they could achie­ve any­thing as long as they stuck tog­e­ther. It’s only when they’re queu­e­ing to get into a hip club that Hazal feels they don’t belong the­re. And she’s right. The boun­cer refu­ses to let them in. On their way home, they’re ver­bal­ly abu­sed by an arro­gant stu­dent. The situa­ti­on escala­tes, Hazal’s frus­tra­ti­on about all the rejec­tions erupts into a fatal act. Hazal flees head­long to Istanbul, a stran­ge city in a coun­try unknown to her. There, she has to sur­vi­ve on her own, no mat­ter what the cost.
    Ellbogen tells the sto­ry of a young woman who is pushed out of socie­ty and has to reset the cour­se of her life. We want to run through the night with her; we want to know what hap­pens next – for her, and for us all.

    Credits:


    DE/TK/FR 2024, 86 Min., Deutsch, Türkisch Originalfassung mit deut­schen und eng­li­schen Untertiteln
    Regie: Aslı Özarslan

    Kamera: Andac Karabeyoglu-Thomas
    Schnitt: David J. Achilles, Ana Branea
    mit: Melia Kara, Doğa Gürer, Jale Arıkan, Haydar Şahin, Orhan Kiliç, Jamilah Bagdach, Asya Utku, Mina Sağdıç 

    Trailer:
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  • Sad Jokes

    Sad Jokes

    A film by Fabian Stumm. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Joseph and Sonya share an inti­ma­te fri­end­ship and their young son, whom they’re rai­sing tog­e­ther. While Joseph, a film direc­tor, is dou­bly preoc­cu­p­ied with a new idea for a film and with the after­math of a pre­vious rela­ti­onship, Sonya suf­fers from depres­si­on. When she is hos­pi­ta­li­zed, Joseph must jugg­le both his ever­y­day com­mit­ments and his artis­tic ambitions.

    Credits:

    DE 2024, 96 Min., in deutsch mit eng­li­schen Untertiteln
    Regie: Fabian Stumm
    Kamera: Michael Bennett

    Schnitt: Kaspar Panizza
    mit Fabian Stumm, Haley Louise Jones, Justus Meyer, Ulrica Flach, Jonas Dassler, Godehard Giese, Marie-Lou Sellem

    Trailer:
    SAD JOKES Trailer Deutsch | German [HD]
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  • filmPOLSKA reloaded: Erotica 2022

    filmPOLSKA reloaded: Erotica 2022

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    [Tickets]

    Eine Frau erstickt in einer Welt mit strikt getrenn­ten Geschlechtern an ihrer Ehe mit einem untreu­en Mann. Eine zwei­te wird aus einem hava­rier­ten Zug eva­ku­iert und nähert sich ille­gal einem jun­gen Mann an. Eine drit­te übt mit einem Roboterkind für die Elternschaft und war­tet sehn­süch­tig auf die Genehmigung dafür. Eine vier­te kann in einer post­apo­ka­lyp­ti­schen Betonwelt nur noch betrun­ken Sex haben. Eine fünf­te ver­sam­melt Leidensgenossinnen um sich und begibt sich auf einen Rachefeldzug an der Männerwelt.

    In fünf Episoden ent­wer­fen Regisseurinnen nach Drehbüchern nam­haf­ter Schriftstellerinnen – unter ihnen die Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk und Bestseller-Autorin Joanna Bator – dys­to­pi­sche Visionen über eine nicht all­zu fern lie­gen­de Zukunft. Im Speziellen beschäf­ti­gen sie sich mit der Rolle der Frauen. Bereitet gesell­schaft­li­cher Fortschritt den Weg zur Emanzipation? Bleibt in einer von Technik domi­nier­ten Welt Platz für Gefühle?

    Folgt man den Autorinnen, ist die Zukunft wenig ver­hei­ßungs­voll. Missstände wer­den nicht besei­tigt, son­dern eher noch ver­stärkt, sozia­le Ungleichheiten mani­fes­tiert, Freiheit und Individualität blei­ben auf der Strecke. Für Gefühle, Sinnlichkeit und Erfüllung bleibt in der kal­ten, düs­te­ren Realität kein Platz. [Rainer Mende]

    R: Anna Kazejak, Anna Jadowska, Kasia Adamik, Jagoda Szelc, Olga Chajdas
    PL 2022, 137 min, OmeU
    B: Anna Kazejak, Olga Tokarczuk, Anna Jadowska, Grażyna Plebanek, Kasia Adamik, Joanna Bator, Jagoda Szelc, Ilona Witkowska, Gaja Grzegorzewska
    K: Ita Zbroniec-Zajt, Małgorzata Szyłak, Jacqueline Sobiszewski, Przemysław Brynkiewicz, Rafał Paradowski
    S: Maciej Pawliński, Anna Koc-Wittels, Kasia Adamik, Anna Garncarczyk
    M: Joanna Duda
    D: Agata Buzek, Monika Pikuła, Agnieszka Żulewska, Sara Celler-Jezierska, Małgorzata Bela u. a.

  • filmPOLSKA reloaded – God & Lunapark Warriors

    filmPOLSKA reloaded – God & Lunapark Warriors

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    Bóg i wojow­ni­cy luna­par­ków / God & Lunapark Warriors

    [Tickets]

    PL 2022
    R/B: Bartłomiej Żmuda
    77 min, OmeU
    K: Michał Opala
    S: Rafał Stós & Agnieszka Kowalczyk
    M: Mikołaj Majkusiak

    Es knirscht gewal­tig zwi­schen dem Schriftsteller und Berufs-Provokateur Andrzej Rodan und sei­nem Sohn Paweł. Kein Wunder, schließ­lich ver­dient der über­zeug­te Atheist Andrzej sei­nen Lebensunterhalt mit Büchern, in denen er Kirche und Christentum angreift, wäh­rend sein Sohn tief gläu­big ist und sei­ne beruf­li­che Zukunft in der katho­li­schen Kirche sieht. Dabei war es doch frü­her so idyl­lisch: Gemeinsam mach­ten sie eine Tour durch die Vergnügungsparks Europas und kein Blatt Papier pass­te zwi­schen Vater und Sohn, wie ein­ge­floch­te­ne Videoband-Schnipsel bezeugen.

    Einen letz­ten Versuch will Paweł noch wagen, um das zer­rüt­te­te Verhältnis wie­der zu kit­ten. Dreißig Jahre spä­ter wol­len sie sich noch ein­mal auf den Weg machen, zu zweit mit dem Auto quer durch Polen, und Orte besu­chen, die für Paweł eine beson­de­re spi­ri­tu­el­le Bedeutung haben. Vielleicht gelingt es ja jeman­dem, im Kopf des Kirchenkritikers ein Körnchen Zweifel an sei­ner fun­da­men­ta­len Ablehnung alles Spirituellen zu säen?

    Schmerzhaft nah an den Helden die­ses tra­gi­ko­mi­schen Dokumentar-Roadmovies schau­en wir tief in die ver­wun­de­ten Seelen zwei­er Menschen, die in ihren Ansichten gefes­tigt und doch unend­lich unglück­lich sind. Der Film erzählt von zer­ris­se­nen Familienbanden, der iso­lie­ren­den Wirkung von Fanatismus und der ver­zwei­fel­ten Suche nach einer Basis für einen Dialog auf Augenhöhe. [Rainer Mende]

    Bartłomiej Żmuda (geb. 1981 in Nysa) stu­dier­te Regie in Łódź. Nach Kurzfilmen, die inter­na­tio­nal Beachtung fan­den, arbei­tet er momen­tan an sei­nem Langspielfilm-Debüt mit dem Arbeitstitel „Więcej“ (Mehr).

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  • filmPOLSKA reloaded – The Hatcher

    filmPOLSKA reloaded – The Hatcher

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    Matecznik / The Hatcher

    [Tickets]

    PL 2022
    R: Grzegorz Mołda
    81 min, OmeU
    B: Grzegorz Mołda & Monika Powalisz
    K: Constanze Schmitt
    S: Piasek & Wójcik
    D: Agnieszka Kryst, Michał Zieliński u.a.

    Etwas ver­lo­ren wirkt Karol so allein in der ziem­lich lee­ren Wohnung. Aber er ist auch nicht frei­wil­lig hier – er trägt eine elek­tro­ni­sche Fußfessel und absol­viert hier eine Art Training, um zu bewei­sen, dass er in der Lage ist, selbst­stän­dig und ohne Gesetzesübertretungen sei­nen Alltag zu bewäl­ti­gen. Damit ihm das gelingt, steht ihm Marta als Betreuerin zur Seite. Sie kon­trol­liert die Abläufe, gibt Ratschläge und ord­net neue Übungen an. Beispielsweise soll Karol mit einer Babypuppe bewei­sen, dass er sich zuver­läs­sig um ein Kind küm­mern kann.

    Aber im Gegensatz zu der Puppe ist Marta ein Mensch mit Gefühlen, der nicht immer bere­chen­bar ist. Zwischen Kontrolleurin und Kontrolliertem ent­spinnt sich ein fei­nes Netz aus Zwang, Abhängigkeit, Manipulation, Widerstand, Zu- und Abneigung. Damit spielt das for­mal enorm redu­zier­te und ori­gi­nell foto­gra­fier­te, durch das her­aus­ra­gen­de Schauspieler*innen-Duo getra­ge­ne Kammerspiel in bedäch­ti­gem Tempo im Kleinen das kom­ple­xe Verhältnis von Macht und Missbrauch durch. [Rainer Mende]

    Grzegorz Mołda (geb. 1993 in Włoszczowa) stu­dier­te Regie an der Filmschule Gdynia. Nach sei­nem Abschlussfilm „Koniec wid­ze­nia / Time To Go“ (2017) und eini­gen Filmen der TV-Serie „Na sygna­le“ war er 2022 beim Filmfestival in Gdynia nicht nur mit „Matecznik“ im Wettbewerb für Low-Budget-Filme, son­dern auch mit dem Drama „Zadra“ im Spielfilm-Hauptwettbewerb vertreten.

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  • filmPOLSKA reloaded – Stilles Land

    filmPOLSKA reloaded – Stilles Land

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    Cicha zie­mia / Stilles Land

    [Tickets]

    PL/ITA/CZ 2021
    R: Aga Woszczyńska
    113 min, OmdU
    B: Aga Woszczyńska & Piotr Litwin
    K: Bartosz Świniarski
    S: Jarosław Kamiński
    M: Piotr Kurek
    D: Dobromir Dymecki, Agnieszka Żulewska, Jean-Marc Barr, Alma Jodorowsky, Marcello Romolo u. a.

    Hell scheint die medi­ter­ra­ne Sonne vor wol­ken­lo­sem Himmel auf das gepfleg­te Ferienhaus, gleich neben­an glit­zert azur­blau das Meer – das per­fek­te Setting für einen ent­spann­ten Urlaub. Gut, der aus­ge­trock­ne­te Pool müss­te noch repa­riert wer­den. Aber das wer­de sofort gemacht, beteu­ert der Vermieter dem eigen­ar­tig unter­kühlt wir­ken­den pol­ni­schen Paar, das sich an der Küste Sardiniens ein­ge­mie­tet hat.

    Aber Kino wäre nicht Kino, wenn sich hin­ter die­ser Traumkulisse nicht dunk­le Geheimnisse ver­ber­gen wür­den. Denn die sar­di­sche Küste ist nicht nur Sehnsuchtsort vie­ler Urlauber*innen, son­dern auch von Geflüchteten, die ver­su­chen, über das Mittelmeer nach Europa zu gelan­gen und dort Fuß zu fas­sen. Die pol­ni­schen Urlauber*innen Anna und Adam – und nicht nur sie – ver­schlie­ßen davor die Augen, aber durch die Hintertür drin­gen die glo­ba­len Probleme in ihren Alltag und in ihr Unterbewusstsein ein.

    In lan­gen sta­ti­schen Einstelllungen mit sehr dezen­tem Musikeinsatz, in denen viel geschwie­gen bzw. ver­schwie­gen wird, arbei­tet sich die Regisseurin sehr behut­sam in die Psyche der Hauptfiguren (Dobromir Dymecki und Agnieszka Żulewska mit gekonn­tem Underacting) vor. Woszczyńska ver­knüpft geschickt ein Psycho-Kammerspiel mit zeit­po­li­ti­schen Fragen, ohne dass eines der Themen in die zwei­te Reihe gedrängt wird. [Rainer Mende]

    Aga Woszczyńska (geb. 1984 in Lódź) stu­dier­te Regie an der Filmhochschule ihrer Geburtsstadt. Während ihres Studium dreh­te sie sie­ben kur­ze Spielfilme, u. a. das preis­ge­krön­te Drama „Fragmenty“ (2014), bevor sie mit „Cicha zie­mia“ ihren ers­ten Langfilm in die Kinos brach­te und auf Festivals meh­re­re Preise errang.

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  • filmPOLSKA reloaded – Woman On The Roof

    filmPOLSKA reloaded – Woman On The Roof

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    Kobieta na dachu / Woman On The Roof

    [Tickets]

    PL/FRA/CH 2022
    R/B: Anna Jadowska
    97 min, OmeU
    K: Ita Zbroniec-Zajt
    S: Piotr Kmiecik & Julia Gregory
    M: Katharina Nuttall
    D: Dorota Pomykała, Bogdan Koca, Adam Bobik u. a.

    Zwei Jahre Arbeit in der Geburtsstation hat die Ärztin Mira noch vor sich, dann ist die ersehn­te Rente erreicht. Ihr Gehalt ist zwar nicht üppig, reicht aber für die klei­ne Block-Wohnung in der Provinzstadt und die drei­köp­fi­ge Familie – theo­re­tisch, denn heim­lich hat sie ihrer Schwester viel Geld geborgt, Kredite auf­ge­nom­men und kommt nun mit der Tilgung nicht mehr hin­ter­her. Als die Lage aus­sichts­los wird, reagiert sie so ver­zwei­felt wie unge­schickt: Sie ver­sucht eine Bank zu über­fal­len, was gründ­lich schief geht. Aber anstatt sich ihren Verwandten anzu­ver­trau­en, frisst sie den Kummer in sich hin­ein, bis sie auf dem titel­ge­ben­den Dach steht und vor sich nur noch den Abgrund sieht.

    Wie schon in ihrem Drama „Dzikie róże / Wild Roses“ (2017) gelingt es Jadowska vir­tu­os, weit ab von markt­schreie­ri­schen Effekten mit klei­nen Schritten ein Psycho-Porträt zu ent­wer­fen, in dem das Verschwiegene schwe­rer wiegt als das Gesagte. Ihr größ­ter Trumpf ist dabei Dorota Pomykała, die als ver­zwei­fel­te Anti-Heldin sowohl das Kinopublikum als auch Festival-Jurys über­zeu­gen konn­te. In einem sehr brei­ten Bildformat mit hell und kühl aus­ge­leuch­te­ten Szenen beherrscht sie ohne musi­ka­li­sche Unterstützung sou­ve­rän die Leinwand. [Rainer Mende]

    Anna Jadowska (geb. 1973 in Oleśnica) stu­dier­te Polonistik in Wrocław und Regie in Łódź. Als Regisseurin arbei­te­te sie für popu­lä­re TV-Serien wie „M jak miłość“ oder „Na dob­re i na złe“. Als Autorenfilmerin dreh­te sie Dokumentar- und Spielfilme, wobei sie das mit zahl­rei­chen Preisen (u. a. beim FilmFestival Cottbus) aus­ge­zeich­ne­te Drama „Dzikie róże / Wild Roses“ (2017) inter­na­tio­nal bekannt machte.

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  • filmPOLSKA reloaded – Liebeslieder

    filmPOLSKA reloaded – Liebeslieder

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    Piosenki o miłości / Songs About Love / Liebeslieder

    [Tickets]

    PL 2021
    R/B: Tomasz Habowski
    90 min, OmdU
    K: Weronika Bilska
    S: Patrycja Piróg
    M: Kamil Kryszak
    D: Tomasz Włosok, Justyna Święs, Andrzej Grabowski, Patrycja Volny u. a.

    GAST: Tomasz Habowski

    Der jun­ge Komponist Robert lei­det etwas unter sei­nem domi­nan­ten Vater, der als Theater-Star erwar­tet, dass auch sein Sohn irgend­wann mit sei­ner Kunst groß raus­kommt. Aber im Grunde führt Robert ein behü­te­tes Leben ohne den Druck, etwas ver­öf­fent­li­chen zu müs­sen, damit die Miete bezahlt wer­den kann. Ganz anders geht es Alicja, die als Kellnerin schuf­ten muss, um über die Runden zu kom­men. Dabei kann sie – das hört Robert sofort – fan­tas­tisch sin­gen, und zwar ihre eige­nen Lieder.

    Alicja lässt sich nach eini­gem Zögern davon über­zeu­gen, Probe-Aufnahmen zu machen und ihre Kompositionen arran­gie­ren zu las­sen. Aber auf kei­nen Fall will sie sich von Robert oder irgend­ei­nem Produzenten zu einem Pop-Sternchen zurecht­stut­zen las­sen – sie wei­gert sich stur, ihre Lieder zu ver­öf­fent­li­chen oder live zu spie­len. Robert fin­det heim­lich eine Plattenfirma, die an dem Material inter­es­siert ist und es groß her­aus­brin­gen will – aber ohne Alicja.

    In redu­zier­ten Schwarz-Weiß-Bildern mit bun­ten Einsprengseln aus dem Smartphone-Display, per­fekt in Szene gesetzt von Kamerafrau Weronika Bilska, ent­wi­ckelt sich ein Kammerspiel um Ambitionen, Ängste, Loyalität, Prinzipientreue und die Kraft der Musik. Getragen wird es vor allem von der Darstellerin der Alicja – Justyna Święs ist nicht nur Schauspielerin, son­dern vor allem Sängerin des erfolg­rei­chen Pop-Duos The Dumplings und als zurück­hal­ten­der musi­ka­li­scher Rohdiamant eine Traumbesetzung. [Rainer Mende]

    Tomasz Habowski (geb. 1988) ist seit 2019 Drehbuchautor für die Daily Soap „Na Wspólnej“ – dem pol­ni­schen Pendant von „Unter uns“ – und war an der zwei­ten Staffel der Netflix-Serie „Sexify“ betei­ligt. „Piosenki o miłości“ ist sein Regie-Debüt.

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