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Ein Film von Katinka Zeune.
Ein Zirkuswagen und ein Frachtcontainer dienen dem Steinmetz Michael Spengler als Werkstatt. Hier empfängt er Menschen in Trauer. Gemeinsam gestalten sie Grabsteine, die von den Toten erzählen. Die Eltern Neustadt haben ihren 2‑jährigen Sohn verloren. Im Dialog mit Michael finden sie Worte, die ihren Gefühlen Ausdruck verleihen. Aus Worten werden Material und Form. Der rauschende Atem des Kindes soll sich in einem fragilen Kalkstein widerspiegeln. Hardburg Stolle ist keine Frau der vielen Worte. Unter Michaels Anleitung schwingt sie beherzt den Hammer, um einen Findling zu spalten und spürt eine Kraft, die lange vergraben war. Familie Jacob ringt um die Essenz aus dem langen Leben des Großvaters. Der Naturverbundene, Lebemann, Patriarch. Wie sieht ein Objekt aus, dass ihn im Kern trifft? Michael hilft ihnen über die Grenzen ihrer Vorstellungskraft hinaus. Sensibel begegnet er dem Material und den Menschen und begleitet jede Familie auf eigene Art auf dem oft monatelangen Weg. Schritt für Schritt, Entscheidung für Entscheidung. Der Film erzählt von diesem mühevollen und intimen Prozess und zeigt wie die Arbeit am Stein den Tod im wahrsten Sinne des Wortes be-greifbarer macht. Die Steine nehmen Form an. Und in den Angehörigen reift ein neues Verhältnis zu ihren Toten – und zum Leben.
„Mit dem Tod wird man nicht nur am Ende des Lebens konfrontiert, sondern auch mitten im Leben. Meine Mutter ist vor sechs Jahren gestorben. Der Tod war mitten in mein Leben geplatzt, und ich musste einen Weg finden, mit dem Verlust umzugehen. Damals habe ich gemeinsam mit Michael Spengler ein denkwerk für meine Mutter gestaltet. Der Prozess, den ich dort erlebt habe, und seine Arbeit haben mich sehr beeindruckt. Als der Stein fertig war, habe ich ihn gefragt, ob ich einen Film über ihn machen kann.“ Katinka Zeuner
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DE 2018, 77 Min.,
Regie & Kamera: Katinka Zeuner
Schnitt: Anna Pesavento
- noch keine oder keine mehr
[:en]A film by Katinka Zeune. In German.
A circus wagon and a shipping container serve as stonemason Michael Spengler’s workshop. It is here that he receives people in mourning. Together they design headstones that tell of the deceased.
Mr. and Mrs. Neustadt have lost their two-year-old son. Through their dialogue with Michael they find the words to express their emotions, words that become form and substance—their child’s breath is to be represented in a fragile limestone. Hardburg Stolle is a woman of few words, through Michael’s guidance she dauntlessly swings the hammer that splits a boulder and feels a sense of strength that had been long buried. The Jacob family searches for the essence of their grandfather’s life: lover of nature, bon vivant, patriarch. What should an object that encapsulates him look like? Michael approaches the material and the people with great sensitivity and accompanies each family on a process that often takes months, one decision at a time.
The film tells the story of this difficult and intimate process and shows how working on the stone makes death concrete in the truest sense of the word. As the stone takes on its form, the families discover a new relationship with the deceased—and to life.
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DE 2018, 77 Min.,
Regie & Kamera: Katinka Zeuner
Schnitt: Anna Pesavento
- noch keine oder keine mehr
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