Body

Body

ein Film von Małgorz­a­ta Szu­mow­ska.

hier im Kino – DVD

Body“ / „Cia­lo“ / “Kör­per“: Der Titel benennt sehr kon­kret das The­ma des Films.
Mal­gorz­a­ta Szu­mow­ska setzt „Body“ schmerz­haft direkt um und läßt gleich­zei­tig Raum für die Sehn­sucht nach Unver­gäng­lich­keit, um dem Ver­lust gelieb­ter Men­schen stand­hal­ten zu kön­nen. Sie tut das so sen­si­bel und char­mant, wie sie in ihrem vor­letz­ten Film „Im Namen des…“ den fest­ge­brann­ten Boden­satz der pol­ni­schen Gesell­schaft namens Katho­li­zis­mus auf eine völ­lig selbst­ver­ständ­li­che Art hops­nahm & sus­pen­dier­te.
„Kommst du mit in den All­tag?“ ist eine Tra­di­ti­on des pol­ni­schen Kinos und steht mit Janusz Gajos wie­der auf, der als Unter­su­chungs­rich­ter an die Tat­or­te von Gewalt­ver­bre­chen geru­fen wird und die Grau­sam­keit der Rea­li­tät in nüch­ter­ne Pro­to­kol­le über­setzt. Sei­ne mager­süch­ti­ge Toch­ter Olga pro­vo­ziert ihn, drückt ihn in die Ecke, er weicht aus und ver­drängt die Ursa­chen des Todes­falls in der Fami­lie. Die drit­te Per­son des Films, Olgas The­ra­peu­tin Anna, kann und will bei­den hel­fen, aber steht sich selbst rat­los gegen­über. Gleich­zei­tig spie­geln sich bei ihr die Bre­chun­gen des gesell­schaft­li­chen Umbruchs bei gleich­zei­ti­ger Kon­ti­nui­tät beson­ders stark wider.
Fazit: Nach Jah­ren anstren­gen­der, klein­kri­mi­nel­ler, glatz­köp­fi­ger Ben­gel hat der pol­ni­sche Film mit „Klei­ne Tricks“, „In mei­nem Kopf ein Uni­ver­sum“, „Im Namen des…“ und beson­ders „Ida“ viel Auf­merk­sam­keit ver­dient.
Sil­ber­ner Bär 2015 für Body – Bes­te Regie: Mal­gorz­a­ta Szu­mow­ska.

The action takes pla­ce in pre­sent day Poland, alt­hough it looks a bit like it took pla­ce 20 years ago. And this is some­thing I wan­ted to show. Just around the cor­ner of new hip shops that sell orga­nic food are peop­le living the way they did back in the 90s. Poland of ordi­na­ry peop­le is less «pho­to­ge­nic» and this is the Poland of the­se peop­le that I’m sho­w­ing, peop­le who earn less than the natio­nal aver­a­ge sala­ry working sta­te jobs and are miles away from the hips­ter cafes in their neigh­bourhood. The­re are thou­sands of peop­le like the­se. Today, 25 years after the col­lap­se of com­mu­nism, in a coun­try whe­re ever­y­thing is con­stant­ly chan­ging from one day to ano­ther, whe­re Church no lon­ger has such a strong impact on politics and sta­te, peop­le of a cer­tain age feel sim­ply lost.Anna sear­ches for a mea­ning in her job. She tre­ats the sick girls in a very emo­tio­nal way and wants to imple­ment new the­ra­peutic methods, but Polish hos­pi­tals are not open nor rea­dy for that. She is seen as a luna­tic. Anna finds her faith in spi­ri­tua­lism, as Catho­li­cism is for her an obso­le­te and untrue form.“
(Mal­gorz­a­ta Szu­mow­ska)

Kri­ti­ken:

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PL 2015, poln. OmU, 90 Min.

Regie & Buch Małgorz­a­ta Szu­mow­ska

Kame­ra Mich­ał Eng­lert
Musik Paweł Mykie­tyn
Schnitt Jacek Dro­sio
mit: Janusz Gajos, Maja Ostas­zew­ska, Jus­ty­na
Suwała, Ewa Dał­kow­ska, Adam Woro­no­wicz, Tomasz Zię­tek, Małgorz­a­ta Hajewska-Krzysztofik, Ewa Kola­sińs­ka, Roman Gan­c­arc­zyk, Wła­dysław Kowals­ki u. a.

Ver­leih unter­stützt von: