Autor: fsk

  • Wolves

    Wolves

    Ein Film von  Jonas Ulrich. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Mittendrin in der Black-Metal-Szene ist Regisseur Jonas Ulrich mit sei­nem Film Wolves, aber nicht nur das. Beim Max Ophüls-Preis in Saarbrücken erhielt er den Preis der Jugendjury und den der Filmkritik.
    Luana arbei­tet als Erzieherin und lebt bei ihrer Mutter in Zürich. Zu ihrem Cousin Dominik hat sie ein gutes Verhältnis und teilt sei­ne Black-Metal Vorliebe. Kurz vor einer Tournee steigt in des­sen Band WLVS ein neu­er Frontmann ein. Nicht nur Wiktors außer­ge­wöhn­li­cher Gesang fas­zi­niert Luana, der jun­ge Pole ist auch char­mant und enig­ma­tisch. Sie quit­tiert die Arbeit und über­re­det Dominik, sie bei der Provinz-Tour als Social-Media-Managerin mit­zu­neh­men. Die Rechnung geht auf, Wiktor inter­es­siert sich auch für sie. Nach und nach wird jedoch klar, dass ihr neu­er Freund ideo­lo­gisch in eine frag­wür­di­ge Richtung ten­diert. Hinweise wie spe­zi­el­le Tattoos, merk­wür­di­ge Fans und mehr wer­den aber immer wie­der rela­ti­viert oder weg­ge­re­det.
    Der Film stellt nicht die Frage, wie weit man Kompromisse aus­han­deln oder ein­ge­hen soll. Er fragt, wann man erkennt, dass es höchs­te Zeit ist, zusam­men­zu­pa­cken und das Weite zu suchen. Er weiß aber auch, wie schwie­rig das, nicht nur in einer Beziehung, sein kann.
    „In Bildern von gro­ßer Schönheit erzählt die­ses Drama von Grenzen, die sich ver­schie­ben, und Abgründen, die sich auf­tun, wobei die klei­ne auf die gro­ße Welt ver­weist. Mutig und authen­tisch blickt der Film in einen unbe­kann­ten Kosmos, den wir durch die Augen der Protagonistin erle­ben. Im Kontrast zwi­schen wei­chem Licht und schar­fer Musik baut sich eine inten­si­ve Kinoatmosphäre auf.“
    Jurybegründung Preis der Filmkritik MOP 

    Credits:

    CH 2025, 96 Min., engl, schwei­zer­deutsch OmU
    Regie & Schnitt:
     Jonas Ulrich
    Kamera: Tobias Kubli

    mit:
    Bartosz Bielenia, Selma Kopp, Fabian Künzli, Anna Sauter-McDowell, Moritz Fabian

    Trailer:
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  • Wild Foxes

    Wild Foxes

    Ein Film von  Valéry Carnoy,. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In einem Sportinternat im länd­li­chen Frankreich träumt der jun­ge talen­tier­te Boxer Camille von einer Zukunft im Profisport. Camille ist ehr­gei­zig, gilt als unschlag­bar im Ring – und füt­tert heim­lich Füchse im angren­zen­den Wald. Als er bei einem sei­ner Waldausflüge von einem Felsen abstürzt, über­lebt er nur des­halb knapp, weil ihn sein bes­ter Freund Matteo ret­tet. Nach schnel­ler Genesung wird Camille zuneh­mend von uner­klär­li­chen Schmerzen heim­ge­sucht, die sein Training beein­träch­ti­gen und sei­nen Traum von einer Karriere bedro­hen. Auch die Beziehung zu sei­nem Team ver­schlech­tert sich, denn in der Welt der jun­gen Boxer gibt es für Schwäche kei­nen Platz. Als ein wich­ti­ges Turnier in Brüssel ansteht, setzt Camille alles auf eine Karte – und setzt dabei auch sei­ne Freundschaft mit Matteo aufs Spiel…
    „Boxfilme gibt es wie Sand am Meer, man muss also einen guten Grund haben, um noch einen zu dre­hen. Den hat der bel­gi­sche Regisseur Valéry Carnoy, denn eigent­lich hat er kein wirk­li­ches Interesse am Boxen selbst, nutzt den Sport und die mit ihm ver­bun­de­nen Klischees jedoch, um in sei­nem Debütfilm Wild Foxes auf gelun­ge­ne Weise Strukturen und Folgen toxi­scher Männlichkeit zu sezie­ren.“
    programmkino.de

    Credits:

    La Danse des Renards
    FR/BE 2025, 94 Min., fran­zö­si­sche OmU
    Regie:
     Valéry Carnoy,
    Kamera: Arnaud Guez,
    Schnitt:
    Suzana Pedro
    mit:
    Samuel Kircher, Fayçal Anaflous, Anna Heckel, Jef Jacobs, Hassane Alili, Salahdine El Gharchi, Jean Baptiste Durand, Raphaël Thierry unter der Mitwirkung von Yoann Blanc

    Trailer:
    Wild Foxes (offi­zi­el­ler Trailer) | Ein Film von Valéry Carnoy | Ab 7. Mai im Kino

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    A film by Valéry Carnoy,. In French with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    At a boar­ding school spe­cia­li­sing in sports, Camille, a young boxing star recent­ly crow­ned French cham­pi­on, is nar­row­ly saved from a fatal acci­dent by his best fri­end Matteo. As anxie­ty slow­ly gnaws away at him, he beg­ins to ques­ti­on his pas­si­on for boxing and his clo­se fri­end­ship with Matteo.

    Credits:

    La Danse des Renards
    FR/BE 2025, 94 Min., fran­zö­si­sche OmU
    Regie:
     Valéry Carnoy,
    Kamera: Arnaud Guez,
    Schnitt:
    Suzana Pedro
    mit:
    Samuel Kircher, Fayçal Anaflous, Anna Heckel, Jef Jacobs, Hassane Alili, Salahdine El Gharchi, Jean Baptiste Durand, Raphaël Thierry unter der Mitwirkung von Yoann Blanc

    Trailer:
    Wild Foxes (offi­zi­el­ler Trailer) | Ein Film von Valéry Carnoy | Ab 7. Mai im Kino

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  • Eagles of the Republic

    Eagles of the Republic

    Ein Film von Tarik Saleh. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Tarik Salehs neu­er Film Eagles of the Republic beginnt mit hand­ge­zeich­ne­ten Postern aus der gro­ßen Zeit des ägyp­ti­schen Kinos. Das ist nicht nur Nostalgie, son­dern auch ein Statement, ein per­sön­li­ches, poli­ti­sches und ästhe­ti­sches. Das ägyp­ti­sche Kino mag, auf­grund der poli­ti­schen Veränderungen des ara­bisch­spra­chi­gen Raums und in Ägypten selbst, nicht die alte Größe aus der Zeit von Cairo Station haben, aber Tarik Saleh, Sohn eines Ägypters und einer Schwedin, dreht seit 11 Jahren Politthriller, die sich mit Alan J. Pakula, Alan Parker und Costa-Gavras mes­sen kön­nen. Eagles of the Republic spielt im gegen­wär­ti­gen Kairo, in dem zu Beginn der Glamour ver­gan­ge­ner Zeiten herrscht: ele­gan­te Clubs, Filmsets, Partys. Der nicht son­der­lich reli­giö­se Christ George Fahmy (Fares Fares, fan­tas­tisch) ist der größ­te Filmstar Ägyptens und hat gera­de sei­nen letz­ten Film abge­schlos­sen. Aber die Zensurstelle, drei mus­li­mi­sche Frauen, hat Einwände. Eine Kampagne gegen George beginnt. Eine Kollegin soll im Fernsehen über Georges Lebenswandel und poli­ti­sche Einstellung spre­chen und ver­kün­den, dass sie nicht mit ihm arbei­ten will. Stattdessen wen­det sie sich an George, und im Fernsehen spricht sie nur freund­lich von ihm. Dann neh­men die Dinge eine ers­te selt­sa­me Wendung. George soll plötz­lich in einem Propagandafilm über das Leben von Präsident Sisi die Hauptrolle spie­len. Er will nicht, aber das Regime hat Mittel, schmei­cheln­de und mör­de­ri­sche. Mit dem Einstieg in den Präsidentenfilm wird George immer tie­fer in die Ränke der Machthaber und deren nicht weni­ger kor­rup­ten Gegner inner­halb des Regimes gezo­gen. Die Atmosphäre am Set ist psy­cho­tisch, aber das ist noch nichts gegen das, was sich erst all­mäh­lich, dann rasant ent­fal­tet. Eagles of the Republic ist ein ver­trackt schlei­chen­der, sehr sty­li­scher Thriller, beängs­ti­gend und brandaktuell. 

    Tom Dorow | indiekino

    Credits:

    SE/DK/FI/FR/DE 2026, 125 Min., ara­bi­sche OmU
    Regie: Tarik Saleh
    Kamera: Pierre Aïm
    Schnitt: Theis Schmidt
    mit: Fares Fares, Lyna Khoudri, Zineb Triki, Cherien Dabis 

    Trailer:
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  • Was an Empfindsamkeit bleibt

    Was an Empfindsamkeit bleibt

    Ein Film von Daniela Magnani Hüller.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Regisseurin Daniela Magnani Hüller hat vor 14 Jahren einen Femizidversuch durch einen dama­li­gen Mitschüler über­lebt. In ihrem Dokumentarfilm nähert sie sich der Tat und ihrer Reflexion über die Tat in einer frag­men­ta­ri­schen Erzählung. Vor allem spricht sie mit den Menschen, deren Handeln/Nicht-Handeln damals für sie eine wich­ti­ge Rolle gespielt hat. Sie befragt eine Lehrerin, eine ehe­ma­li­ge Mitschülerin, einen Arzt, einen Staatsanwalt, eine Kommissarin, ihre Halbschwester und eine Freundin in Brasilien zu ihren Erinnerungen.

    „Hüller macht das vom Mordversuch gespann­te Netz der Verantwortungen begeh­bar. Monströses Gebäude. Hinter jeder Tür die­ses kaf­ka­es­ken Gebildes erwar­tet ein wei­te­rer, zwar sehr beschämt-betrof­fen her­ein­bli­cken­der Repräsentant eines Subsystems, doch schluss­end­lich fin­den wir lau­ter „Nicht Verantwortliche“, „Nicht Befugte“, „Oder das sieht-das-Gesetzbuch eben nicht vor“. Doch aus die­sen Interviews macht die Regisseurin kei­ne Fallen. Sie stellt zwar kon­fron­ta­ti­ve Fragen – lässt manch einen kalt auf­lau­fen –, doch gestell­te Fragen sind ehr­lich, es sind Gedanken, die Hüller wohl seit über zehn Jahren mit sich schleppt. Und end­lich Klarheit dar­über haben will.“ Niklas Michels | kinozeit

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    Credits:

    DE 2026, 91 Min., deutsch por­tu­gie­si­sche OmU, am 14.5. mit eng­li­schen Untertiteln
    Regie: Daniela Magnani Hüller
    Kamera: Noah Böhm
    Montage: Melanie Jilg

    Trailer (Ausschnitt):
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    A film by Daniela Magnani Hüller. Starts May 14th at the fsk. In German and Portuguese with German sub­tit­les. On May 14th with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ein Film wie ein Haus vol­ler lang ver­schlos­se­ner Räume, düs­te­rer Kammern. Doch jedes Zimmer wird geöff­net: Puppenspiele, Schmetterlinge, Farbe, Licht! Dem Schweigen die Wirkmacht neh­men – das will die­ses auto­bio­gra­fi­sche Dokumentarfilm-Debüt. Vor 14 Jahren über­leb­te die Regisseurin einen Femizidversuch, ver­übt von einem schon zuvor über­grif­fi­gen Mitschüler. Eine Tat, deren sub­jek­ti­ve und objek­ti­ve Unfassbarkeit Daniela Magnani Hüller nicht hin­neh­men will. In Bildern der Empfindsamkeit legt sie Erinnerungen frei, im Voice-Over macht sie ihre Stimme hör­bar, ergreift die Möglichkeit einer gestärk­ten eige­nen Perspektive – auf das Geschehen, die Gegenwart des Traumas, die Zukunft eines Lebens ohne Angst. Gespräche for­dert sie ein und zieht sie in oft distan­ziert gefilm­ten Großräumen durch, mit einer Lehrerin, Schulfreundin, Kriminalbeamtin, dem Staatsanwalt. Sie fragt nach dem Warum des jewei­li­gen (Nicht-)Handelns. Sachlich, kon­se­quent, beein­dru­ckend gefasst rekon­stru­iert sie Vorgänge und Versagen, und stellt – Jahre nach der Tat – die Frage nach Verantwortlichkeit: an die Einzelnen, die Schule, Justiz und Gesellschaft. Gewalt gegen Frauen – die Entfaltung einer Innen-/Außenperspektive.

    .

    Credits:

    DE 2026, 91 Min., deutsch por­tu­gie­si­sche OmeU
    Regie: Daniela Magnani Hüller
    Kamera: Noah Böhm
    Montage: Melanie Jilg

    Trailer (Ausschnitt):
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  • The North

    The North

    Ein Film von Bart Schrijver. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ein Muss für Schottland-(insbesondere-Highlands)-Sehnsüchtige, Wanderbegeisterte, alle, die ruhi­ge Filme oder groß­ar­ti­ge Landschaften auf gro­ßer Leinwand sehen möch­ten oder das Drama zwei­er Freunde, die sich wie­der­fin­den wol­len. Chris und Lluis befin­den sich nach zehn Jahren der Trennung mit Rucksäcken bepackt auf einem 600km lan­gen Wandertrail durch den Norden Schottlands zum Cape Wrath, dem nord­west­lichs­ten Punkt des Festlandes. Chris, offen­sicht­lich ein hek­ti­scher moder­ner Berufstätiger, plant sei­ne Vaterschaft. Lluis hin­ge­gen ist sich eigent­lich gar nicht sicher, was er will. Beide jedoch möch­ten, bei aller unter­schied­li­cher Herangehensweise an ihr Abenteuer, wie­der mehr von­ein­an­der wis­sen. Trotzdem lebt The North nicht von Dialogen, wie es bei­spiels­wei­se bei den bei­den Camper in Old Joy von Kelly Reichardt waren. In jenem Film zeigt sich in den Gesprächen, dass ihre Reise wohl den Anfang vom Ende ihrer Freundschaft mar­kiert. Hier, wo die Dialoge auf ein Minimum beschränkt sind, gibt es kei­ne gro­ßen Konflikte. Die Wendungen sind eher beschei­den; die zuneh­men­de Spannung zwi­schen Chris und Lluis ent­steht durch eine uner­war­te­te Bemerkung und ein zufäl­lig mit­ge­hör­tes Gespräch.
    Der Film wur­de chro­no­lo­gisch und qua­si in Echtzeit gedreht. Echt sind auch der Regen, die Midges, die fal­schen Fährten, die Mühen des Zeltens im Sturm, aber auch die raue Landschaft, atem­be­rau­ben­de Aussichten, die Meeresbuchten, die Ruhe, die Tiere und Menschen. Oft sind die Freunde als win­zi­ge Gestalten zu sehen, die Täler und Felsen durch­que­ren, aber die Natur wird hier nicht zur Erklärung oder Unterstützung mensch­li­chen Verhaltens benutzt. Diese Landschaft steht den Gefühlen der Figuren gleich­gül­tig gegen­über.
    Die Reise ist lang, und der Film nimmt sich Zeit. Keine Filmmusik stört die Stille, das Sounddesign sind die Geräusche der Natur. Man kann die Hügel und Berge fast atmen hören.
    Die wort­lo­se Erleichterung am Ende der Reise ist die von Menschen, die auch in Wirklichkeit drei­ßig Tage lang unun­ter­bro­chen unter­wegs waren. Die gelern­ten Lektionen des Lebens wer­den nicht aus­ge­spro­chen oder erklärt. Aufmerksame Zuschauer*innen dür­fen selbst Schlussfolgerungen ziehen. 

    .

    Credits:

    NL 2025, 130 Min., engl./niederländische OmU
    Regie: Bart Schrijver
    Kamera: Twan Peeters
    Schnitt: Gijs Walstra
    mit: Bart Harder, Carles Pulido, Sharon Verdegem, Matthijs van Sande Bakhuizen, Olly Bassi

    Trailer:
    THE NORTH – OmU-Trailer – ab 21. Mai im Kino
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  • filmPOLSKA reloaded – Pociągi / Trains

    filmPOLSKA reloaded – Pociągi / Trains

    am 29.4.. 18:00 im fsk. Einführung: Bartek Tesarz (Polnisches Institut Berlin)

    [Tickets]

    Pociągi / Trains
    PL/LT 2024
    R/B: Maciej Drygas
    80 min, oT
    S: Rafał Listopad
    M: Paweł Szymański

    Hitze und Unmengen von Stahl in einer gro­ßen Werkhalle. Eine schwe­re Dampflok wird zusam­men­ge­setzt und auf die Schienen gestellt. Waggons wer­den ange­kop­pelt, der Zug wird erst gezo­gen, setzt sich dann selbst in Bewegung, nimmt Fahrt auf und die Reise beginnt – eine Reise durch die Geschichte der Eisenbahn, des Films und der ers­ten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

    In sei­ner exzel­lent mon­tier­ten Found-Footage-Sinfonie, die ohne gespro­che­ne Worte aus­kommt, reiht Drygas Aufnahmen aus ganz Europa wie Waggons chro­no­lo­gisch anein­an­der. Im Zusammenspiel mit der kon­ge­nia­len Begleitmusik (meis­ter­haft abge­mischt von Saulius Urbanavičius) erzählt er eine Geschichte, die von Aufbruchsgeist und Fortschritt kün­det – und davon, wie die Entwicklung immer wie­der in bewaff­ne­te Konflikte mün­det, an denen die Eisenbahn in ver­schie­de­nen Rollen ent­schei­den­den Anteil hat.

    Wie bei einer Bahnfahrt wird die Geschwindigkeit gestei­gert und gedros­selt, wir bli­cken auf Landschaften links und rechts, begrü­ßen und ver­ab­schie­den Mitreisende und keh­ren doch immer wie­der zum Leitmotiv des end­lo­sen Schienenstrangs zurück. [Rainer Mende]

    Der Regisseur und Produzent Maciej Drygas (geb. 1956 in Łódź) war Assistent von Krzysztof Zanussi und Krzysztof Kieślowski, dann dreh­te er selbst inter­na­tio­nal preis­ge­krön­te Dokumentarfilme wie „Hear My Cry” (1991), „One Day in People’s Poland“ (2005) oder „Violated Letters” (2011). Als Dozent der Filmuniversität Łódź betreu­te er seit 2007 weit über 100 fil­mi­sche Arbeiten von Studierenden.

    Vita Želakeviciute (geb. 1959 in Kaunas/Litauen) stu­dier­te Film in Moskau sowie Kamera an der Filmhochschule Łódź. Zwischen 1997 und 2004 ver­öf­fent­lich­te sie in Polen fünf Dokumentarfilme, außer­dem betreut sie Filmarbeiten von Studierenden. Nach „Danger Zone“ (2023) ist „Trains“ der zwei­te lan­ge Dokumentarfilm, den sie als Produzentin betreute.

     

    wei­te­re filmPOLSKA Termine:

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  • Otherwise In Istanbul

    Tickets

    A crea­ti­ve dance docu­men­ta­ry, Otherwise in Istanbul, fol­lows the Istanbulian dancer Mihran Tomasyan, in a nar­ra­ti­ve told through his Armenian fami­ly histo­ry and iden­ti­ty, woven with archi­ves, a coll­ec­tively impro­vi­sed cho­reo­gra­phy and the cha­os of con­tem­po­ra­ry Istanbul.
    Otherwise in Istanbul looks at life in Istanbul through Mihran’s sto­ry; his dance years in France as well as fami­ly clips; like his Armenian grand­mo­ther who has wit­nessed the trans­for­ma­ti­on of Turkish Republic, as w…

    A crea­ti­ve dance docu­men­ta­ry, Otherwise in Istanbul, fol­lows the Istanbulian dancer Mihran Tomasyan, in a nar­ra­ti­ve told through his Armenian fami­ly histo­ry and iden­ti­ty, woven with archi­ves, a coll­ec­tively impro­vi­sed cho­reo­gra­phy and the cha­os of con­tem­po­ra­ry Istanbul.
    Otherwise in Istanbul looks at life in Istanbul through Mihran’s sto­ry; his dance years in France as well as fami­ly clips; like his Armenian grand­mo­ther who has wit­nessed the trans­for­ma­ti­on of Turkish Republic, as w…

  • Achtung Berlin – Luisa

    Achtung Berlin – Luisa

    Mittwoch, 22.4. 20:45  (Wettbewerb Spielfilm)
    DE 2025, 94 Min.,
    Sprache [deutsch] UT [eng­lisch]
    Regie: Julia Roesler, Buch: Julia Roesler, Silke Merzhäuser

    [Tickets]

    Luisa lebt in einer Wohngruppe für Menschen mit Behinderung am Rande einer deut­schen Kleinstadt. Sie liebt Partys, ist für jeden Spaß zu haben, lässt sich auf Flirts und Abenteuer ein. Zunächst unbe­merkt wird Luisa stil­ler – über­ra­schend kommt her­aus, dass sie schwan­ger ist. Sie selbst schweigt dazu, wie es pas­siert ist. Alle wis­sen, dass ihr Freund Anton nicht zeu­gungs­fä­hig ist. Ein Verdacht auf sexu­el­len Missbrauch liegt nahe. Luisa ent­schließt sich, die Schwangerschaft abbre­chen zu las­sen. Es wird poli­zei­lich ermit­telt, ob eine Straftat vor­liegt – die Ermittlungen wer­den zur Belastungsprobe für Luisa, ihre Beziehung zu Anton und die gesam­te Wohngruppe.

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  • Achtung Berlin – Im Licht der Sandbank

    Achtung Berlin – Im Licht der Sandbank

    Mittwoch, 22.4. 18:30  (Wettbewerb Dokumentarfilm)
    DE 2025, 75 Min.
    Sprache [deutsch], [eng­lisch], [fran­zö­sisch] UT [eng­lisch]
    Regie, Buch: Kilian Helmbrecht

    [Tickets]

    Als Vogelwart ver­bringt Kilian sie­ben Monate allei­ne auf Scharhörn, einer Düneninsel in der Helgoländer Bucht. Seine Aufgaben bestehen aus Vogelzählung, Observierung und dem Sammeln von Treibgut. Das Gespür für die sich stets ver­än­dern­de Landschaft mit ihren Vogelschwärmen am Himmel und dem extrem wech­seln­den Wetter liegt eben­so in den Bildern wie im unge­küns­tel­ten Soundtrack aus Wind, Regen und Vogelrufen. Kontakte nach außen sind rar, aber umso deut­li­cher wirkt das Eindringen der Außenwelt. Vorboten des Klimawandels und Nachrichten aus dem Krieg errei­chen die Insel. In der melan­cho­li­schen Grundstimmung liegt sowohl ein Echo der Einsamkeit als auch die Ahnung, dass die Existenz die­ses Ortes ohne eige­nes Zutun zutiefst bedroht ist. In der genau­en Beobachtung ent­steht ein Sinnbild für das Verschwinden von Vielfalt und wie es beginnt.

    As a bird war­den, Kilian spends 7 months alo­ne on a bar­ri­er island. A film about affec­tion for the land­scape and its impen­ding loss.

    wei­te­re Achtung Berlin! Termine:

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  • Achtung Berlin – Nichts bleibt und nichts verschwindet 

    Achtung Berlin – Nichts bleibt und nichts verschwindet 

    Dienstag, 21.4. 20:45  (Wettbewerb Dokumentarfilm)
    DE 2026, 79 Min.
    Sprache [deutsch], [eng­lisch], [rumä­nisch] UT [eng­lisch, deutsch – dual]
    Regie, Buch: Paul Sonntag

    [Tickets]

    Eine Straßenecke in Berlin-Moabit ver­än­dert sich: Aus einem altern­den Supermarkt wird eine Baustelle, wird ein Neubau. Regale wer­den ein­ge­räumt, Wände abge­ris­sen, Pause gemacht und Geld gezählt. Die Menschen, die hier arbei­ten, las­sen den Ort ent­ste­hen und ver­ge­hen. In wel­cher Beziehung ste­hen sie zu ihm? Wie bestimmt er die Umstände ihrer Arbeit? Über einen Zeitraum von fünf Jahren unter­sucht der Film mit Geduld, Humor und lie­be­vol­lem Blick das Verhältnis zwi­schen Konstanten und Veränderung am Ort. Verschiedene Versionen des Ortes über­la­gern sich und fin­den zwi­schen Kühlregal, Baugerüst und Sichtbeton gleich­zei­tig statt. Mal spie­le­risch, mal gespens­tisch, kom­men dabei Wiederholungen zum Vorschein, wie Echos zwi­schen den Welten.

    On a Berlin street cor­ner a small super­mar­ket trans­forms into a tene­ment block – bet­ween the ais­les and on the scaf­fol­ding some­thing slow­ly changes.

    wei­te­re Achtung Berlin! Termine:

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