Autor: fsk

  • Donkey Days

    Donkey Days

    Ein Film von Rosanne Pel.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ein zer­ris­se­nes Dreieck von Frauen mit­ten im Zusammenbruch“ – So fasst Regisseurin Rosanne Pel ihre erfri­schen­de schwar­ze Komödie über kom­pli­zier­te Beziehungen zwi­schen Müttern, Schwestern und Töchtern zwi­schen Sticheleien, Geheimnissen und Rollenbildern, „Donkey Days”, zusam­men.
    Anna und Charlotte, zwei erwach­se­ne Schwestern, tra­gen den alten Kampf um die Gunst der Mutter nach wie vor aus, wäh­rend die­se sie noch sub­til dazu ansta­chelt. Dabei kreist der Film trotz teils selt­sa­men Settings, Auslassungen und künst­li­chen Dialogen stets um einen wahr­haf­ti­gen Kern. Das Elternhaus, ein lang­sam ver­fal­len­des Anwesen, spie­gelt dabei die Verhältnisse vie­ler Familien wie die­ser: „Aus der Ferne ist der schö­ne Schein noch intakt, aber von Nahem betrach­tet ist es unmög­lich, ihn auf­recht zu erhal­ten. Hier gel­ten ande­re Regeln. Es ist ein Ort des Chaos.“ (RP)
    „Ein eben­so skur­ri­ler wie emo­tio­na­ler Film über fami­liä­re Bindungen, unge­lös­te Verletzungen und die schwie­ri­ge Suche nach per­sön­li­cher Freiheit – Pechschwarz und unglaub­lich komisch: Selten ist eine Familienkrise psy­cho­lo­gisch so prä­zi­se und unter­halt­sam erzählt wor­den.“ FF Hamburg

    Credits:

    NL/DE 2025, 108 Min., Originalfassung in Deutsch, Englisch und Niederländisch, teil­wei­se mit deut­schen Untertiteln
    Regie:  Rosanne Pel
    Kamera: Aafke Beernink
    Schnitt: Xander Nijsten
    mit Jil Krammer, Susanne Wolff, Hildegard Schmahl, Amke Wegner, Carla Juri

    Audiodeskriptionen, Untertitel und Hörverstärkung mit der Greta App

    Trailer:
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  • Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war

    Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war

    Ein Film von Regina Schilling. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Zwei Filme, die sich mit Ingeborg Bachmann beschäf­ti­gen, waren in den letz­ten 10 Jahren bei uns zu sehen: Margarethe von Trottas bio­gra­fi­scher Ingeborg Bachmann – Reise in die Wüste (2023) beleuch­tet eine Phase ihrer Beziehung mit Max Frisch. Ruth Beckermanns Die Geträumten (2016) setzt sich aus ihren Texten, genau­er dem Briefaustausch mit Paul Celan, zusam­men. Ingeborg Bachmann – Jemand, der ein­mal ich war belässt die­se und ande­re, eher unglück­lich ver­lau­fen­den Liaisons im Hintergrund. Durch vie­le Originalaufnahmen und Dokumente erzählt der Film aus­schnitt­ar­tig vom Schaffen, Werdegang und media­lem Aufstieg der Autorin in einer Zeit, in der Frauen im Literaturbetrieb eine sel­te­ne Spezies waren, beson­ders, wenn sie das Geschlechterverhältnis the­ma­ti­sier­ten.
    Sandra Hüllers respekt­vol­ler Auftritt drin ist kaum als Re-Enactment, denn als Interpretation zu ver­ste­hen und als sol­che gekenn­zeich­net. Dies erlaubt, Verletzlichkeit und nicht-auto­ri­sier­te Stimmungen, wie die Verzweiflung vor der Schreibmaschine oder den befrei­en­den Tanz auf einem römi­schen Platz, mit auf­zu­neh­men ins fil­mi­sche Kaleidoskop.
    „… die­se küh­ne Exposition und die sich dar­an anschlie­ßen­den Spielszenen [ver­lei­hen] dem Film eine Leichtigkeit und ein Funkeln, die ihn über eine rein doku­men­ta­ri­sche  Abhandlung über eine Dichterin, deren Leben und ihr Schaffen hin­aus­he­ben. …Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann gelingt Regina Schilling eine so sinn­li­che wie intel­lek­tu­el­le Annäherung an eine der bedeu­tends­ten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts, ein fil­mi­sches Porträt, das die Zerbrechlichkeit und Kraft einer Künstlerin fei­ert, die sich jeder Vereinnahmung ent­zog und deren Werk bis heu­te eine visio­nä­re Wucht besitzt.“
    Joachim Kurz | kino-zeit.de
    „So fliegt einem das gan­ze miso­gy­ne Katastrophen-Jahrhundert noch ein­mal rich­tig um die Ohren.“ filmdienst.de

    Credits:

    DE/AT 2026, 95 Min., deut­sche OmeU
    Regie:  Regina Schilling
    Kamera: Johann Feindt
    Schnitt: Carina Mergens
    mit: Sandra Hüller

    Audiodeskriptionen, Untertitel und Hörverstärkung mit der Greta App

    Trailer:
    Ingeborg Bachmann – Jemand, der ein­mal ich war | Offizieller Trailer | Jetzt im Kino
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  • DAO

    DAO

    Ein Film von Alain Gomis. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Der Film beginnt mit einer Definition sei­nes Titels: „Das Dao ist die unauf­hör­li­che, krei­sen­de Bewegung, die durch alles fließt und die Vielfalt der Welt ver­bin­det.“ Anschließend führt er uns zum Casting von Gloria, einer Frau, deren Tochter kurz vor ihrer Hochzeit steht. Eine Stimme aus dem Off, die das Casting lei­tet, erklärt: „Der ers­te Schritt ist, die­se Familie zu bil­den.“ Schauspieler*innen und Laien wer­den gecas­tet und zusam­men­ge­bracht, um als Verwandte gemein­sam eine Hochzeit in Paris zu fei­ern und in Guinea-Bissau gemein­sam den Tod ihres Familienoberhaupts zu betrau­ern. Während sie zwi­schen die­sen bei­den Welten hin- und her­rei­sen, wer­den indi­vi­du­el­le Geschichten und gemein­sa­me kul­tu­rel­le Wurzeln durch Fakten und Fiktion ver­wo­ben. Liebe, Lachen, Rituale, Schmerz und Geschichte sind mit­ein­an­der ver­floch­ten: eine unauf­hör­li­che, krei­sen­de Bewegung, die die Realität umrahmt.

    Credits:

    FR/SN/GW 2026 , 185 Min., Französisch, Wolof, Manjak, Guineabissauisches Kreol OmU
    Regie: Alain Gomis
    Kamera: Céline Bozon, Amath Niane, Mabeye Deme
    Montage: Alain Gomis, Fabrice Rouaud, Assetou Koné, Dimitri Ouedraogo, Elizabeth Ndiaye, Moustapha Mbalo Dieng
    mit Katy Correa, D’Johé Kouadio, Samir Guesmi, Mike Etienne, Nicolas Gomis, Fara Baco Gomis, Poundo Gomis

    Trailer:
    DAO (Berlinale Wettbewerb) | Deutscher Trailer
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  • The Love that Remains

    The Love that Remains

    Ein Film von Hlynur Pálmason.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Gemeinsam mit ihren drei Kindern und Familienhund „Panda“ füh­ren Anna und Magnús ein unauf­ge­reg­tes Leben an der wei­ten Küste Islands. Magnús, der von allen nur Maggi genannt wird, ist als Hochseefischer oft tage­lang auf dem Meer, wäh­rend Anna auf ihren Durchbruch als Künstlerin hofft. Dazwischen wan­dern sie mit den Kindern in den Bergen, ste­chen Fische auf den Seen, lau­fen Schlittschuh, schie­ßen Bogen, sam­meln Heidelbeeren oder beob­ach­ten Wildpferde und Wale. Dabei haben sich Anna und Maggi schon vor einer gan­zen Weile getrennt. Doch irgend­wie schaf­fen es die bei­den nicht, auch ihre Leben von­ein­an­der zu trennen.

    „The Love that Remains erzählt von der Natur, dar­über, was wir erschaf­fen, erneu­ern und zer­stö­ren, was uns eint und trennt sowie von feh­len­der Kommunikation und wider­sprüch­li­chen Gefühlen. Aber in ers­ter Linie geht es um Familie. Das ist der Kern des Films und damit steht er dann doch in einer Linie mit mei­nen frü­he­ren Kurz- und Spielfilmen.
    Wir nei­gen dazu, die Welt als gro­ßes Ganzes zu sehen, wie etwa in der Politik. Für mich aber sind die klei­nen und inti­men Momente das Wichtigste im Leben. Die Dinge, die uns nahe gehen, wie Familie, Geschwister, Kinder, die Natur und der Ort, den wir bewoh­nen. Nach Godland (Ende Juni im fsk) woll­te ich eine Geschichte erzäh­len, die im Heute spielt und unse­re jet­zi­ge Welt erkun­det. Ich woll­te die Orte fil­men, die mich umge­ben, mei­ne Heimat, mei­nen Garten ohne etwas künst­lich erbau­en zu müs­sen. Ich woll­te die Welt zei­gen, wie sie wirk­lich ist.
    Ich muss­te und woll­te einen Film über das Intime, das Alltägliche und sogar das Hässliche machen und nicht über das Epische, Perfekte oder Besondere. The Love that Remains ist ein sehr per­sön­li­cher, fami­liä­rer und eigen­ar­ti­ger Film – er hat etwas Träumerisches und Fluides.“
    Hlynur Pálmason

    Credits:

    IS/FR/DK/SE 2025, 109 Min., islän­di­sche OmU
    Regie & Kamera:  Hlynur Pálmason
    Schnitt: Julius Krebs Damsbo
    mit: Saga Garðarsdóttir, Ída Mekkín Hlynsdóttir, Grímur Hlynsson, Anders Mossling, Sverrir Gudnason

    Trailer:
    The Love that Remains (Trailer OmU) – Saga Garðarsdóttir, Sverrir Guðnason
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  • Mauern aus Sand

    Mauern aus Sand

    Ein Film von Čejen Černić Čanak. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Die Mauern aus Sand bestehen aus Sandsäcken, die dem Flussdeich hel­fen sol­len, das gefähr­li­che jähr­li­che Hochwasser zu ban­nen. Wie alle aus dem Dorf hilft auch Marko, ein sport­li­cher, hilfs­be­rei­ter Automechaniker, beim Schleppen und Stapeln. Die Zukunft die­ses belieb­ten jun­gen Mannes scheint in geord­ne­te Bahnen zu füh­ren, mit attrak­ti­ver Freundin, siche­rer Ausbildung, ein­ge­bet­tet in Dorfgemeinschaft und Familie – bis sein Kindheitsfreund Slaven plötz­lich aus Berlin heim­kehrt, weil er sei­nen Vater beer­di­gen muss. Zwischen den übli­chen aus­ge­tausch­ten Floskeln sind die Spannungen unüber­seh­bar, beson­ders Markos Mutter reagiert ableh­nend auf den Nachbarsohn. Vor Jahren scheint etwas gesche­hen zu sein, was ver­ges­sen und ver­gra­ben gehört, will Marko sei­nen Stand in der Gemeinschaft behal­ten. Kann sein emo­tio­na­ler Schutzwall (eine naja, etwas auf­dring­li­che Metapher) hal­ten?
    Es dau­er­te vie­le Jahre, bis Autor Tomislav Zajec jeman­den für geeig­net hielt, sein das Drehbuch, ein Herzensprojekt, zu ver­fil­men. Die Regisseurin Čejen Černić Čanak war erst nicht sicher, ob sie wirk­lich die Richtige für die Geschichte zwei­er jun­ger Männer im länd­li­chen Kroatien ist, fing aber nach Lesen des Drehbuchs zum Glück Feuer. Sie setzt das gro­ße Drama des Plots behut­sam und mit genau­em Blick in Szene.
    „Das unsen­ti­men­tal erzähl­te, auf­merk­sam beob­ach­te­te que­e­re Beziehungsdrama erzählt von Selbstfindung und Selbstbehauptung im länd­li­chen Raum. Das (Wieder-) Erwachen einer lan­ge ver­lo­ren geglaub­ten Liebe steht hier im Zentrum eines Films, der eine ele­men­ta­re Frage stellt: Wie viel Kraft und Mut braucht es, um end­lich zu sich selbst zu ste­hen?“ programmkino.de

    Credits:

    HR/LT 2025, 88 Min., kroa­ti­sche Originalfassung mit deut­schen Untertiteln
    Regie:  Čejen Černić Čanak
    Kamera: Marko Brdar
    Schnitt: Slaven Zečević
    mit: Lav Novosel, Andrija Žunac, Leon Grgić, Franka Mikolaci

    Trailer:
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  • Ein Sommer in Paris

    Ein Sommer in Paris

    Ein Film von Valentine Cadic. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Zu den Olympischen Sommerspielen 2024 reist eine etwas unbe­hol­fen wir­ken­de jun­ge Französin aus der Normandie nach Paris. Durch wid­ri­ge Umstände kann sie aller­dings nicht wie geplant die Schwimmwettbewerbe sehen; zudem über­for­dert sie die Großstadt. Und auch die Wiederbegegnung mit ihrer Halbschwester ver­läuft nur bedingt har­mo­nisch. Dennoch lässt sich die Besucherin gern durch Paris trei­ben.
    „Wie sich die Hauptfigur Blandine in Ein Sommer in Paris durch die fran­zö­si­sche Hauptstadt bewegt, erin­nert in man­chem an die Touristen in Playtime von Jacques Tati. Wie die­se will sich auch die jun­ge Frau bezau­bern las­sen, erlebt dann aber alle tou­ris­ti­schen Highlights ledig­lich am Rande: den Eiffelturm über Ausschnitte der Lichtspiele bei Nacht, Notre-Dame von der Seine aus und den olym­pi­schen Rummel am ehes­ten als Zuschauerin vor Großleinwänden, mit extro­ver­tier­te­ren Sportfans, die ihr die Sicht ver­sper­ren.
    Blandine lässt sich aller­dings eben­so wenig zu dra­ma­ti­schen Gesten hin­rei­ßen wie der Film um sie her­um. Die exis­ten­zi­el­len Fragen oder auch Ängste, die Blandine durch­aus beschäf­ti­gen, schei­nen zwar auf, wer­den durch die sym­pa­thi­sche Gelassenheit der Figur aber stets abge­fe­dert. Diese ten­diert zudem nicht dazu, ihre Gefühle zu ver­ber­gen. Zu den amü­san­tes­ten Momenten des Films zäh­len eben­so unver­blüm­te wie umständ­li­che Erklärungen, die Blandine anstel­le von direk­ten Antworten gibt. Dabei ist en pas­sant von einer Beziehung mit einer Frau zu erfah­ren, die just vor den Olympischen Spielen zer­brach, von der beson­de­ren Verehrung für die Sportlerin Béryl Gastaldello, von einem beschei­de­nen Dasein als Klavierlehrerin und von ver­streu­ten Erinnerungen an ihre Kindheit. Was bei Blandine aber offen­bar kei­ne so tie­fen Spuren hin­ter­las­sen hat, dass sie sich nicht wei­ter durch Paris trei­ben lie­ße. Auch wenn ihre Augen mit­un­ter ori­en­tie­rungs­los umher­schwei­fen – für neue Erfahrungen bleibt sie immer offen.“
    Valentine Cadic | Filmdienst

    Credits:

    Le ren­dez-vous de l’é­té
    FR 2025, 77 Min., fran­zö­si­sche OmU
    Regie:  Valentine Cadic
    Kamera: Naomi Amarger
    Montage: Lisa Raymond
    mit Blandine Madec, India Hair, Arcadi Radeff, Matthias Jacquin, Lou Deleuze, Béryl Gastaldello

    Trailer:
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  • Meine Frau weint

    Meine Frau weint

    Ein Film von Angela Schanelec.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ein gewöhn­li­cher Arbeitstag auf der Baustelle. Den 40-jäh­ri­gen Kranführer Thomas erreicht ein Anruf von sei­ner Frau Carla, er soll sie im Krankenhaus abho­len. Dort trifft er sie wei­nend an und erfährt, dass sie einen Autounfall hat­te. Carla erzählt von ihrem Tanzpartner David, mit dem sie sich ein Haus auf dem Land anschau­en woll­te und der bei dem Unfall ums Leben gekom­men ist. Sie ver­sucht mit aller Ehrlichkeit ihrem Mann offen alles zu erzäh­len, doch Thomas zieht sich mehr und mehr in sich zurück. Sie ver­ste­hen ein­an­der nicht. Ein Film über die Herausforderung, die Leben bedeu­tet, und über die Suche einer gemein­sa­men Sprache. 
    „In einer farb­lich gera­de­zu zer­flie­ßen­den Bildsprache kreist der Film sinn­lich und kör­per­lich um die unbe­ant­wort­ba­re Frage, was Menschen zusam­men­hält und bei­ein­an­der­blei­ben lässt. Das nahe­zu qua­dra­ti­sche Bildformat grenzt dabei nicht etwa ein, son­dern führt die Figuren sogar näher zusam­men und lässt sie Ausdrucksmöglichkeiten jen­seits der Sprache fin­den.“ Filmdienst

    Angela Schanelec im Interview (Auszug):
    FG.: Der Film erzählt drei Tage, wenn ich rich­tig gezählt habe.
    A.S.: Drei Tage in der Geschichte von Thomas und Carla, ja. Es ist die Geschichte die­ser Tage, die Zeit geht wei­ter, aber der Zustand des Schmerzes ver­än­dert sich nicht.
    So habe ich es auch wahr­ge­nom­men und mich gefragt, war­um trotz­dem kei­ne Schwere auf­kommt und ich in Momenten sogar lachen muss­te.
    Vielleicht lacht man, weil die Verzweiflung der Figuren manch­mal kol­li­diert mit einer pro­fa­nen, gleich­mü­ti­gen Umgebung. Thomas und Carla haben, nach­dem ihre Liebe durch das, was gesche­hen ist, infra­ge gestellt ist, kei­nen Plan mehr, kei­ne Idee, was sie tun sol­len, wie ihr Leben wei­ter­ge­hen soll. Aber es geht ja wei­ter, Dinge pas­sie­ren, Freunde tau­chen auf, Träume kom­men ans Licht.
    Zum Beispiel der Regen im Tiergarten oder das Blasorchester.
    Ja. Manchmal fin­de ich auch komisch, was man sagt, wenn man ehr­lich sein will. Da muss­te ich auch beim Schreiben lachen. Sprache hat ein­fach ein Eigenleben und manch­mal beherr­schen wir sie nicht.

    Credits:

    DE/FR 2026, 96 Min., deut­sche OmeU
    Regie & Schnitt:  Angela Schanelec
    Kamera: Marius Panduru
    mit: Vladimir Vulević, Agathe Bonitzer, Birte Schnöink, Pauline Rebmann, Ben Carter

    Audiodeskriptionen, Untertitel und Hörverstärkung mit der Greta App

    Trailer:
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  • Wolken über Lützerath

    Wolken über Lützerath

    Ein Film von Lukas Reiter. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In Lützerath ver­läuft für Blinker, Ronni und die Bundestagsabgeordnete Kathrin Henneberger die 1,5 Grad-Grenze. Auf unter­schied­li­che Art kämp­fen sie für den Erhalt des Dorfes im rhei­ni­schen Braunkohlerevier. Während Blinker auf Barrikaden setzt und Ronni sich auf die Medienstrategie der Besetzung kon­zen­triert, ver­sucht die ört­li­che Grünen-Abgeordnete den Protest zu unter­stüt­zen und muss eine schwe­re Niederlage ein­ste­cken, als die Ampelkoalition dem Kohlekompromiss mit RWE zustim­men – der zwar den Ausstieg bis 2030 fest­hält, aber Lützerath dem Konzern opfert. Nach der Räumung blei­ben Bilder der Zerstörung, Erinnerungen und erst lang­sam hei­len­de Wunden.

    Credits:

    DE 2025, 110 Min., deut­sche OmeU
    Regie & Kamera:  
    Lukas Reiter
    Schnitt: Christoph Hans

    Trailer:
    WOLKEN ÜBER LÜTZERATH | Trailer | Kinostart: 18.05.26
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  • filmPOLSKA reloaded – Travel Essentials

    filmPOLSKA reloaded – Travel Essentials

    Rzeczy niez­będ­ne
    am 27.5.. 18:00 im fsk. Einführung: Bartek Tesarz (Polnisches Institut Berlin)

    [Tickets]

    Eigentlich will sich die hoch­schwan­ge­re Kriegsjournalistin Ada eine Auszeit bei ihrem Partner in Hamburg gön­nen. Doch dann bekommt sie aus Polen ein Buch zuge­schickt, in dem eine Frau ihre Missbrauchserfahrungen als Kind schil­dert – ver­se­hen mit einer per­sön­li­chen Widmung und einer Telefonnummer. Gegen jede Vernunft macht sich Ada auf den Weg in ihre alte Heimat. Dort trifft sie sich mit Roksana, der Autorin des Buchs. Diese bit­tet Ada, mit ihr in die pol­ni­sche Provinz zu fah­ren, wo bei­de auf­ge­wach­sen sind. Vielleicht kön­nen sie nach dem Tod von Roksanas Vater ihre Mutter dazu brin­gen, das Schweigen über die Ereignisse von damals zu bre­chen.
    Das odd cou­ple macht sich auf den Weg, um zu rekon­stru­ie­ren, was gesche­hen ist – oder ob sich Roksana die Geschichte viel­leicht nur aus­ge­dacht hat.

    Kamila Taraburas Langfilm-Debüt ist eine fein­füh­li­ge Mischung aus Roadmovie, Thriller, Krimi und Psychoporträt, das vie­le über­ra­schen­de Wendungen nimmt, um par­al­lel meh­re­re Geschichten zu erzäh­len. Dabei kann sich die Regisseurin vor allem auf ihre traum­haft inter­agie­ren­den Hauptdarstellerinnen Dagmara Domińczyk (Ada) und Katarzyna Warnke (Roksana) ver­las­sen, deren Schweigen oft bered­ter ist als ihre Worte. [Rainer Mende] 

    PL/LT 2024, 101 Min., poln. OmU, Regie: Kamila Tarabura, mit: Dagmara Domińczyk, Katarzyna Warnke, Małgorzata Hajewska-Krzysztofik, Andrzej Konopka 

    wei­te­re filmPOLSKA Termine:

    • vorbei 
    TRAVEL ESSENTIALS (Rzeczy niez­będ­ne) dra­ma I 2024 I Poland, Germany

  • Scherbenland

    Scherbenland

    Ein Film von  Lutz Pehnert und Ferdinand Hübner.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Scherbenland erzählt von einer Band, deren ers­tes Album mit der Frage begann: „Warum geht es mir so dre­ckig?“ – und von einer Stadt, die durch ihre Lieder ver­än­dert wur­de. Anfang der 1970er Jahre wird Kreuzberg zum Experimentierfeld einer Gegenkultur. Mit Songs wie „Macht kaputt, was euch kaputt macht“, „Alles ver­än­dert sich“ und „Der Traum ist aus“ geben Ton Steine Scherben einer Generation eine Stimme. Ihre Musik beglei­tet Hausbesetzungen, poli­ti­sche Kämpfe und die Suche nach einem ande­ren Leben.

    Der Film folgt den Spuren die­ser Zeit und fragt: Was ist von die­sem Aufbruch geblie­ben? Und was pas­siert, wenn die Hymnen der Scherben auf die Songs der Gegenwart tref­fen? Im Berlin von heu­te begeg­net „Scherbenland“ Musiker:innen, deren Lieder vom Leben im Kiez erzäh­len – dar­un­ter das Rap-Trio RAPK und die Songwriterin Maike Rosa Vogel. Ihre Musik ent­steht aus dem Alltag eines Bezirks, der sich zwi­schen Mythos, Gentrifizierung und neu­er kul­tu­rel­ler Energie bewegt. Ein Film über Musik und Poesie als Widerstand – damals und heu­te. Und über die Frage, ob bei­des noch immer die Kraft hat, eine Stadt zu verändern.

    Credits:

    DE 2026, 100 Min., Deutsche OF
    Regie:  Lutz Pehnert und Ferdinand Hübner
    Kamera: Thomas Lütz, Thomas Hering, Florian Geyer
    Schnitt: Thomas Kleinwächter

    Trailer:
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    A film by  Lutz Pehnert and Ferdinand Hübner. On May 3rd at the fsk. In German.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Scherbenland tells the sto­ry of a band who­se first album began with the ques­ti­on: „Why am I so mise­ra­ble?” – and of a city trans­for­med by their songs. In the ear­ly 1970s, Kreuzberg beca­me a test­ing ground for a coun­ter­cul­tu­re. With songs like „Destroy What Destroys You,” „Everything Changes,” and „The Dream Is Over,” Ton Steine ​​Scherben gave a voice to a generation.

    Credits:

    DE 2026, 100 Min., Deutsche OF
    Regie:  Lutz Pehnert und Ferdinand Hübner
    Kamera: Thomas Lütz, Thomas Hering, Florian Geyer
    Schnitt: Thomas Kleinwächter

    Trailer:
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