Auf der Jagd

Ein Film von Alice Agneskirchner.

Zum Beginn sieht man Wölfe lau­fen – ein sehr ursprüng­li­cher Anblick. Sie schnü­ren im Trab durchs Gelände, sehr schnell, sehr ziel­stre­big. Der Wolf ist nicht nur ein Wildtier, er ist Angstgegner und gleich­zei­tig Konkurrent des Menschen, wenn es um den Anspruch auf Beute geht. Falls man die Natur als Kriegsschauplatz oder als Sport- und Freizeitgelände betrach­tet, je nach Grundeinstellung, dann hat der Mensch den Wolf besiegt. Im Verlauf des Films wird das Zusammenleben von Mensch und Wolf noch eine grö­ße­re Rolle spie­len. Hier, am Anfang eines Films über das Miteinander von Mensch und Natur, wer­den schon mal die Claims abge­steckt: Steinzeitliche Zeichnungen zei­gen Jagdbilder, der Mensch woll­te schon früh das fest­hal­ten und bewah­ren, was ihn beschäf­tigt. Und auch heu­te noch gibt es Jäger, doch in fes­ten Ritualen, nach von Menschen gemach­ten Gesetzen. Die Natur umgab den Menschen, sie war weder freund­lich noch feind­lich, sie war ein­fach, und der Mensch war Teil von ihr. Damit ist es schon lan­ge vorbei.

Der Eindruck, den die exqui­si­ten Naturaufnahmen erwe­cken, täuscht. Der Wald, so wie man ihn aus den Märchenbüchern kennt, exis­tiert prak­tisch nicht mehr. Lediglich ca. 10 Prozent der deut­schen Waldgebiete wer­den nicht bewirt­schaf­tet, und das bedeu­tet: 90 Prozent der Wälder sind Teile der Kulturlandschaft, sie gehö­ren jeman­dem, wer­den beauf­sich­tigt und viel­sei­tig genutzt oder aus­ge­nutzt. Vor allem wer­den sie bejagt, denn alle Gebiete, die nicht zu Städten oder Ortschaften gehö­ren, unter­lie­gen dem Jagdgesetz und müs­sen (!) bejagt wer­den. Die Wildtiere haben sich in die­ser Landschaft einen Platz suchen müs­sen, der immer knap­per wird. Sie wer­den nur gedul­det, wo sie nicht im Weg sind oder Räume bean­spru­chen, die der Mensch nut­zen will. Das gilt auch für den Wolf, der mitt­ler­wei­le wie­der in Deutschland hei­misch gewor­den ist. Aber was wür­de gesche­hen, wenn es kei­ne Aufsicht gäbe? Könnten die Tiere dann über­haupt überleben?

Für das Jagen gibt es eine eige­ne Bürokratie, die – wie das so üblich ist mit dem Amtsschimmel – wenig Rücksicht nimmt auf indi­vi­du­el­le Probleme oder land­schaft­li­che Besonderheiten. Es gibt Abschussquoten, die ein­ge­hal­ten wer­den müs­sen. Und wenn zu wenig Rehe im Wald her­um­lau­fen, dann wird der Jäger bestraft, weil er sei­ne Quote nicht erfüllt hat. Wenn die Wolfsrudel dafür sor­gen, dass Rehe und Hirsche wie­der mehr wan­dern, dann wer­den die mög­li­chen Jagdergebnisse schlech­ter vor­her­seh­bar. Und wenn die Gämsen, die in den Bayrischen Alpen abge­schos­sen wer­den, um die Quoten zu erfül­len, immer jün­ger wer­den, wann wer­den sie wohl aus­ge­stor­ben sein?

Alice Agneskirchner glie­dert ihren Film the­ma­tisch in meh­re­re, lose mit­ein­an­der ver­bun­de­ne Teile, die jeweils für sich ste­hen und erst gemein­sam wir­ken: Landschaft und Jagd, das Tier als Nahrungsmittel, der Wolf als Rückkehrer in die Kulturlandschaft, der Kampf der Jäger gegen das Aussterben der Gams. Sie stellt als Autorin und Filmemacherin wich­ti­ge Fragen. Dabei kon­fron­tiert sie den Wolf mit dem Menschen als Jäger – ist der Mensch gut oder böse, weil er jagt? Ist es der Wolf? Eine Frau liest einer Kindergruppe den Anfang der Geschichte von „Bambi“ vor, ein frü­her lite­ra­ri­scher Höhepunkt der Vermenschlichung von Tieren. Ein Jäger sagt dazu: „Wir iden­ti­fi­zie­ren uns mit dem Reh, nicht mit dem Jäger.“ Und damit hat er meis­tens recht. Das Bambi-Syndrom bezeich­net die Moralisierung und Infantilisierung der Natur, ein weit ver­brei­te­tes Phänomen: Alles, was natür­lich ist, muss gut sein und ist gut, weil es natür­lich ist; alles vom Menschen Gemachte ist schlecht: Technik, Zivilisation … Aber was könn­te man ändern? Die Jägerinnen und Jäger, die im Film zu Worte kom­men, sind alles ande­re als zyni­sche Bösewichte. Ihnen ist klar, dass sie eine gro­ße Verantwortung tra­gen, wenn sie Tiere töten. Und wie sieht es aus mit jeman­dem, der sich ein­fach ein Schnitzel im Supermarkt kauft? Hier wer­den auch Grundeinstellungen hin­ter­fragt: Gibt es hier­zu­lan­de über­haupt noch einen „natür­li­chen“ Bezug zum Tier? Das Filmteam besucht in Kanada eine Gruppe indi­ge­ner Algonquin-Frauen, die gemein­sam auf die Jagd gehen. Für sie gehört das zur Tradition ihres Volkes, ihre Rituale unter­schei­den sich extrem von denen im deut­schen Jagdleben. Diese fröh­lich kichern­den, her­um­bal­lern­den Algonquin-Frauen haben ein staat­lich ver­brief­tes Recht zu jagen, weil sie Angehörige eines indi­ge­nen Volkes sind. Macht sie das natür­li­cher oder viel­leicht sogar zu bes­se­ren Menschen?

Auf all die­se Fragen gibt es kei­ne leich­ten Antworten, son­dern es scheint, als ob immer mehr Fragen ent­ste­hen, und die schwie­rigs­te lau­tet: Wie wol­len wir künf­tig unse­re Welt ver­wal­ten? Mit ihrem Film, der mit einem spar­sa­men Kommentar aus­kommt (Sprecher: Patrick Winczewski), lie­fert Alice Agneskirchner wich­ti­ge Denkanstöße. Dazu gibt es wun­der­schö­ne Bilder von Feld, Wald und Wiesen, und von den Tieren, die dort leben.

Gaby Sikorski | programmkino.de

Credits:
Deutschland 2018, 96 Min.
Buch und Regie: Alice Agneskirchner
Kamera: Johannes Imdahl, Owen Prümm
Montage: André Hammesfahr
Kommentar: Patrick Winczewski
Musik: Gert Wilden Jr.

Termine:

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AUF DER JAGDWEM GEHÖRT DIE NATUR | Trailer | Deutsch HD German

Autor: fsk

  • Auf der Jagd

    Auf der Jagd

    Ein Film von Alice Agneskirchner.

    Zum Beginn sieht man Wölfe lau­fen – ein sehr ursprüng­li­cher Anblick. Sie schnü­ren im Trab durchs Gelände, sehr schnell, sehr ziel­stre­big. Der Wolf ist nicht nur ein Wildtier, er ist Angstgegner und gleich­zei­tig Konkurrent des Menschen, wenn es um den Anspruch auf Beute geht. Falls man die Natur als Kriegsschauplatz oder als Sport- und Freizeitgelände betrach­tet, je nach Grundeinstellung, dann hat der Mensch den Wolf besiegt. Im Verlauf des Films wird das Zusammenleben von Mensch und Wolf noch eine grö­ße­re Rolle spie­len. Hier, am Anfang eines Films über das Miteinander von Mensch und Natur, wer­den schon mal die Claims abge­steckt: Steinzeitliche Zeichnungen zei­gen Jagdbilder, der Mensch woll­te schon früh das fest­hal­ten und bewah­ren, was ihn beschäf­tigt. Und auch heu­te noch gibt es Jäger, doch in fes­ten Ritualen, nach von Menschen gemach­ten Gesetzen. Die Natur umgab den Menschen, sie war weder freund­lich noch feind­lich, sie war ein­fach, und der Mensch war Teil von ihr. Damit ist es schon lan­ge vorbei.

    Der Eindruck, den die exqui­si­ten Naturaufnahmen erwe­cken, täuscht. Der Wald, so wie man ihn aus den Märchenbüchern kennt, exis­tiert prak­tisch nicht mehr. Lediglich ca. 10 Prozent der deut­schen Waldgebiete wer­den nicht bewirt­schaf­tet, und das bedeu­tet: 90 Prozent der Wälder sind Teile der Kulturlandschaft, sie gehö­ren jeman­dem, wer­den beauf­sich­tigt und viel­sei­tig genutzt oder aus­ge­nutzt. Vor allem wer­den sie bejagt, denn alle Gebiete, die nicht zu Städten oder Ortschaften gehö­ren, unter­lie­gen dem Jagdgesetz und müs­sen (!) bejagt wer­den. Die Wildtiere haben sich in die­ser Landschaft einen Platz suchen müs­sen, der immer knap­per wird. Sie wer­den nur gedul­det, wo sie nicht im Weg sind oder Räume bean­spru­chen, die der Mensch nut­zen will. Das gilt auch für den Wolf, der mitt­ler­wei­le wie­der in Deutschland hei­misch gewor­den ist. Aber was wür­de gesche­hen, wenn es kei­ne Aufsicht gäbe? Könnten die Tiere dann über­haupt überleben?

    Für das Jagen gibt es eine eige­ne Bürokratie, die – wie das so üblich ist mit dem Amtsschimmel – wenig Rücksicht nimmt auf indi­vi­du­el­le Probleme oder land­schaft­li­che Besonderheiten. Es gibt Abschussquoten, die ein­ge­hal­ten wer­den müs­sen. Und wenn zu wenig Rehe im Wald her­um­lau­fen, dann wird der Jäger bestraft, weil er sei­ne Quote nicht erfüllt hat. Wenn die Wolfsrudel dafür sor­gen, dass Rehe und Hirsche wie­der mehr wan­dern, dann wer­den die mög­li­chen Jagdergebnisse schlech­ter vor­her­seh­bar. Und wenn die Gämsen, die in den Bayrischen Alpen abge­schos­sen wer­den, um die Quoten zu erfül­len, immer jün­ger wer­den, wann wer­den sie wohl aus­ge­stor­ben sein?

    Alice Agneskirchner glie­dert ihren Film the­ma­tisch in meh­re­re, lose mit­ein­an­der ver­bun­de­ne Teile, die jeweils für sich ste­hen und erst gemein­sam wir­ken: Landschaft und Jagd, das Tier als Nahrungsmittel, der Wolf als Rückkehrer in die Kulturlandschaft, der Kampf der Jäger gegen das Aussterben der Gams. Sie stellt als Autorin und Filmemacherin wich­ti­ge Fragen. Dabei kon­fron­tiert sie den Wolf mit dem Menschen als Jäger – ist der Mensch gut oder böse, weil er jagt? Ist es der Wolf? Eine Frau liest einer Kindergruppe den Anfang der Geschichte von „Bambi“ vor, ein frü­her lite­ra­ri­scher Höhepunkt der Vermenschlichung von Tieren. Ein Jäger sagt dazu: „Wir iden­ti­fi­zie­ren uns mit dem Reh, nicht mit dem Jäger.“ Und damit hat er meis­tens recht. Das Bambi-Syndrom bezeich­net die Moralisierung und Infantilisierung der Natur, ein weit ver­brei­te­tes Phänomen: Alles, was natür­lich ist, muss gut sein und ist gut, weil es natür­lich ist; alles vom Menschen Gemachte ist schlecht: Technik, Zivilisation … Aber was könn­te man ändern? Die Jägerinnen und Jäger, die im Film zu Worte kom­men, sind alles ande­re als zyni­sche Bösewichte. Ihnen ist klar, dass sie eine gro­ße Verantwortung tra­gen, wenn sie Tiere töten. Und wie sieht es aus mit jeman­dem, der sich ein­fach ein Schnitzel im Supermarkt kauft? Hier wer­den auch Grundeinstellungen hin­ter­fragt: Gibt es hier­zu­lan­de über­haupt noch einen „natür­li­chen“ Bezug zum Tier? Das Filmteam besucht in Kanada eine Gruppe indi­ge­ner Algonquin-Frauen, die gemein­sam auf die Jagd gehen. Für sie gehört das zur Tradition ihres Volkes, ihre Rituale unter­schei­den sich extrem von denen im deut­schen Jagdleben. Diese fröh­lich kichern­den, her­um­bal­lern­den Algonquin-Frauen haben ein staat­lich ver­brief­tes Recht zu jagen, weil sie Angehörige eines indi­ge­nen Volkes sind. Macht sie das natür­li­cher oder viel­leicht sogar zu bes­se­ren Menschen?

    Auf all die­se Fragen gibt es kei­ne leich­ten Antworten, son­dern es scheint, als ob immer mehr Fragen ent­ste­hen, und die schwie­rigs­te lau­tet: Wie wol­len wir künf­tig unse­re Welt ver­wal­ten? Mit ihrem Film, der mit einem spar­sa­men Kommentar aus­kommt (Sprecher: Patrick Winczewski), lie­fert Alice Agneskirchner wich­ti­ge Denkanstöße. Dazu gibt es wun­der­schö­ne Bilder von Feld, Wald und Wiesen, und von den Tieren, die dort leben.

    Gaby Sikorski | programmkino.de

    Credits:
    Deutschland 2018, 96 Min.
    Buch und Regie: Alice Agneskirchner
    Kamera: Johannes Imdahl, Owen Prümm
    Montage: André Hammesfahr
    Kommentar: Patrick Winczewski
    Musik: Gert Wilden Jr.

    Termine:

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    AUF DER JAGDWEM GEHÖRT DIE NATUR | Trailer | Deutsch HD German
  • In den Gängen

    In den Gängen

    Ein Film von Thomas Stuber.

    In den Gängen“ erzählt die Geschichte von drei Personen, die gemein­sam in einem Großmarkt arbei­ten. Da ist Christian, der gera­de ange­fan­gen hat und von Bruno, der sich um ihn fast väter­lich küm­mert, ange­lernt wird und da ist Marion aus der Süßwarenabteilung, in die sich Christian verguckt.
    Die Arbeit besteht vor­nehm­lich aus Gabelstaplerfahren, Waren ein­räu­men und sor­tie­ren – in einem Mikrokosmos, einer Paralellwelt.
    Alle Personen schei­nen in ihrem Universum, ihrer Vergangenheit gefan­gen zu sein. Alle tra­gen ihr Päckchen und doch auch – still und ver­schlos­sen – eine gro­ße, ziel­lo­se Sehnsucht in sich. Es stellt sich her­aus, dass nicht da drau­ßen, außer­halb des Großmarktes, die Erfüllung ihrer nicht genau beschreiba­ren Träume war­tet, son­dern ihnen die Arbeitsstätte Halt und Schutz gibt und außer­halb die Bedrohung, die Verunsicherung lauert.
    Ein Film vol­ler Empathie, getra­gen von einem wun­der­ba­ren Humanismus, ganz mini­mal und lako­nisch erzählt, was an die Filme von Aki Kaurismäki den­ken lässt und der es schafft, ganz zurück­hal­tend eine Melancholie in Szene zu set­zen und dabei kei­nes­wegs auf­dring­lich oder gar kit­schig zu wirken.

    Berlinale 2018 Wettbewerb

    Film des Monats Mai – Evangelische Filmjury

    Credits:
    Deutschland 2018, 125 Min.

    Regie: Thomas Stuber
    Buch: Clemens Meyer, Thomas Stuber
    Kamera: Peter Matjasko
    Schnitt: Kaya Inan
    mit:
    Franz Rogowski (Christian), Sandra Hüller (Marion), Peter Kurth (Bruno), Andreas Leupold (Rudi), Michael Specht (Paletten-Klaus), Ramona Kunze-Libnow (Irina), Henning Peker (Wolfgang), Steffen Scheumann (Norbert), Matthias Brenner (Jürgen), Gerdy Zint (Tino)

    Termine:

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  • Gutland

    Gutland

    Ein Film von Govinda Van Maele.

    GUTLAND ist die Geschichte einer unfrei­wil­li­gen Verwandlung, die Jens lang­sam und unbe­merkt ereilt. Der Deutsche kommt zu Fuß über die Felder in das Dorf Schandelsmillen in Luxemburg. Er sei auf der Durchreise, sagt er, und suche nach Arbeit, und das, obwohl die Ernte schon fast getan ist. Zunächst ist er glück­los, man beäugt ihn so miss­trau­isch, wie es eben Fremden in Dörfern pas­siert. Quasi über Nacht jedoch, nach einem Abend beim bier­se­li­gen Dorffest und einer Liebelei mit der Tochter des Bürgermeisters ändert sich die Lage des Außenseiters über­ra­schend. Er bekommt Arbeit, eine Unterkunft und nach und nach mehr Zugang zur Dorfgemeinschaft, als ihm manch­mal lieb ist. Die Beziehung zu Lucy bleibt trotz Intensivierung wei­ter undurch­sich­tig. Aber in die­sem eigen­wil­li­gen und schön foto­gra­fier­ten Werk ist sowie­so nur wenig so, wie es scheint. Klar ist auch, dass Jens eini­ges zu ver­ber­gen hat, am aller­meis­ten sich selbst, und dabei das Untertauchen in der Gemeinschaft Schutz bie­tet. Nëmmen, auch die Bewohner haben einen Plan, und gehen mit der sprich­wört­li­chen Bauernschläue ans Werk. Die Atmosphäre ist, ohne kon­kret bedroh­lich zu sein, zuneh­mend mys­te­ri­ös und etwas unheim­lich, was Jens nicht zuletzt bei einer ein­dring­li­chen NORTH BY NORTHWEST-Reminizenz zu spü­ren bekommt. Doch die Ordnung, die ist am Ende wie­der­her­ge­stellt, nicht wahr?

    »Mit Leichtig­keit lässt er [Govinda Van Maele] die pit­to­res­ke Heimatfilmidylle in den Schlund des bit­ter­bö­sen Genrefilms bli­cken, oh­ne sich in gän­gi­gen Muster von Thriller oder Horror zu verfan­gen. Die sur­rea­le Färbung, die vie­le der Geheimnisse umgibt, bet­tet sich pass­ge­nau in das Sozialgefüge des Landle­bens ein. „Gutland“ ist kein Film der das Land als ein rei­nes Setting begreift, um das dar­in ver­bor­ge­ne Horrorsze­nario nach außen zu keh­ren. Van Maele füllt die Abgeschiedenheit mit Leben und fin­det so einen erfri­schenden, neu­en Entwurf der fil­mi­schen Stadtflucht.« Karsten Munt | programmkino.de


     
    Luxemburg, Belgien, Deutschland 2017, 107 Min.
    Regie & Buch Govinda Van Maele
    mit: Frederick Lau, Vicky Krieps, Marco Lorenzini, Leo Folschette, Gerard Blaschette, Irina Blanaru u.a
     
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  • Bonjour Paris – Jeune Femme

    Bonjour Paris – Jeune Femme

    Ein Film von Léonor Sérraill.

    [indie­ki­no Club]

    Die Beziehung am Ende, ohne Job, Wohnung oder Geld, die alten Freunde genervt, eilt Paula wie eine mensch­li­che Flipperkugel über die Straßen eines durch­ka­pi­ta­li­sier­ten Paris, «das die Menschen nicht mag». Sie sei nicht klug, aber ehr­lich, sagt sie von sich, und auch das will ihr kaum einer glau­ben, aber es stimmt. Ganz auf die cha­mä­le­on­haf­ten Emotionen sei­ner Protagonistin mit den ver­schie­den­far­bi­gen Augen ver­trau­end, umschifft die­ses Spielfilmdebüt die gefähr­lich nahen Klippen des Miserabilismus, setzt statt­des­sen auf die vita­len Ressourcen inmit­ten des Chaos. Und auf die Blicke einer Perserkatze, die in den soge­nann­ten sozia­len Medien alle Klickrekorde bre­chen würde.

    Jeune femme ist eine Tour de force mit einer for­mi­da­blen Hauptdarstellerin – ein wenig erin­nert der Film an Noémie Lvovskys Meisterwerk „Oublie moi“ aus den neun­zi­ger Jahren, aber die Energien, die dank Laetitia Dosch die Geschichte durch­strö­men, erge­ben mehr als genug Widerwillen und Eigensinn.” Ekkehard Knörer

    Credits:
    OT: Jeune Femme
    Frankreich 2017, 97 Min., frz. OmU
    Regie: Léonor Sérraill
    Kamera: Émilie Noblet
    Schnitt: Clémence Carré
    mit:
    Laetitia Dosch
    Grégoire Monsaingeon
    Souleymane Seye Ndiaye
    Léonie Simaga
    Nathalie Richard

    Termine:

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  • Directions

    Directions

    Ein Film von Stephan Komandarev. 

    Misho ist ein klei­ner Geschäftsmann, der sich neben­bei als
    Taxifahrer ver­dingt, um über die Runden zu kom­men. Bei einem Treffen
    mit sei­nem Bankberater stellt er fest, dass sich das Bestechungsgeld für ein
    Kredit ver­dop­pelt hat. Misho will ehr­lich blei­ben und sich der
    kor­rum­pier­ten Bank auf lega­lem Wege wider­set­zen. Die Beschwerdestelle,
    die sei­nen Fall bear­bei­tet, hilft ihm aller­dings nicht. Im Gegenteil, sie
    möch­te nun selbst ein Stück vom Kuchen abha­ben. In ver­zwei­fel­ter Wut
    erschießt Misho erst den Bankier und ver­sucht anschlie­ßend Selbstmord zu
    begehen.
    Der tra­gi­sche Vorfall ent­zün­det eine hit­zi­ge Debatte in einem Radiotalk.
    Während immer mehr Menschen sich in der Radioshow zu Wort melden,
    fah­ren fünf Taxifahrer ihre Nachtschicht, jeder für sich auf der Suche nach
    der glück­li­chen Wendung in ihrem Leben. Jede Taxifahrt erzählt eine
    Episode, gefilmt in nur einem ein­zi­gen, nicht unter­bro­che­nen Take. So
    wer­den wir als Beifahrer Zeugen mensch­li­cher Abgründe und Heldentaten.

    Als ehe­ma­li­ger Arzt (…) ver­such­te ich eine Heilung für unse­re kranke
    Gesellschaft zu fin­den. Der ers­te Schritt, um die Krankheit zu verstehen
    und die rich­ti­ge Heilungsmethode zu fin­den, ist eine ehrliche
    Bestandsaufnahme der funk­ti­ons­ge­stör­ten Aspekte des Lebens in meinem
    Land zu machen. Ich habe mich dran­ge­macht die­se Bestandsaufnahme zum
    Kern mei­nes Filmes zu machen. Es ist mei­ne Hoffnung, dass der Film
    emo­tio­na­le Reaktionen her­vor­ruft und eine Debatte aus­löst – sowohl zu
    Hause, als auch im Ausland – dar­über, wo wir als Zivilisation ste­hen und in
    wel­che Richtung wir uns fort­be­we­gen.“ – Regisseur und Drehbuchautor
    Stephan Komandarev

    Bulgarien, Deutschland, Mazedonien 2017, 103 Min., bul­ga­risch, eng­li­sche OmU
    Originaltitel: Posoki
    Regie: Stephan Komandarev
    Drehbuch: Simeon Ventsislavov, Stephan Komandarev
    Kamera: Vesselin Hristov
    Schnitt: Nina Altaparmakova
    Darsteller: Vassil Vasilev–Zuek, Ivan Barnev, Assen Blatechki, Dobrin Dosev, Guerassim Gueorguiev, Irini Zhambonas, Vasil Banov, Troyan Gogov, Dimitar Banenkin, Stefan Denolyubov
     

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    DIRECTIONS | Trailer OV w/Engl. Subt. from ARRI Media GmbH on Vimeo.

  • filmPOLSKA 2018

    filmPOLSKA 2018

    Vom 26. April. – 3. Mai läuft das 13. pol­ni­sche Filmfestival in Berlin auch wie­der im fsk und zeigt 14 Filme aus dem umfang­rei­chen Programm (mehr unter www.filmpolska.de):

    Trailer:

    Termine:

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    Kurzbeschreibungen:

    Dzikie Roże / Wild Roses 93′ poln. OmU, Regie: Anna Jadowska
    Packendes Psychogramm einer jun­gen Frau in der pol­ni­schen Provinz, die ihr Kind aus einer Affäre zu einem erst 16-jäh­ri­gen Jugendlichen zur Adoption freigibt.
    Do. 26.4. 20:00 GAST: Anna Jadowska

    Wild Roses

    Twój Vincent / Loving Vincent
    88′ engl. OmU, Regie: Dorota Kobiela, Hugh Welchman
    Eine ani­mier­te, als Kriminalfilm auf­ge­bau­te Filmbiografie, die sich mit den Umständen von Vincent van Goghs Tod beschäftigt.
    Do., 26.4. 22:00

    Loving Vincent

    Człowiek z magicz­nym pudełkiem / The Man with the Magic Box
    103′ poln. OmU, Regie: Bodo Kox
    Originelles Sci-Fi Abenteuer: In dem dys­to­pi­schen Warschau der Zukunft ver­liebt sich Neuankömmling Adam in die reser­vier­te Goria.
    Fr., 27.4. 20:00 GAST: Bodo Kox

     

    The Man with the Magic Box

    Plac Zabaw / Playground
    81′ poln. OmU, Regie: Bartosz M. Kowalski
    Aus purer Langeweile ent­füh­ren Szymek und sein bes­ter Freund Czarek am letz­ten Schultag in einem pol­ni­schen Provinzkaff einen Dreijährigen.
    Fr., 27.4. 22:15

    Playground

    Twarz / Mug
    91′ poln. OmU, Regie: Małgorzata Szumowska
    Beim Bau der größ­ten Jesusstatue der Welt ver­un­glückt Jacek und kehrt mit völ­lig ent­stell­tem Gesicht zurück.
    Sa. 28.4. 20:00 GAST: Agnieszka Podsiadlik

    Mug

    Pomiędzy Słowami / Beyond Words
    85 Min., dt/poln/engl OmeU, Regie: Ursula Antoniak
    Michael ist ein pol­ni­scher Anwalt mit Wohnsitz in Berlin. Ein ech­ter Schnösel. Eines Tages jedoch steht sein Vater vor der Tür, den Michael ewig nicht gese­hen hat.
    Sa. 28.4. 22:00

    Beyond Words

    Der Prinz und der Dybbuk / The Prince and the Dybbuk
    82′ OmU Regie: Elwira Niewiera, Piotr Rosolowski
    Ein Portrait des pol­ni­schen Filmemachers Michal Waszynski, der im Laufe sei­nes Lebens ver­schie­de­ne Identitäten annahm, um sei­ne jüdi­sche Vergangenheit und Homosexualität zu verschleiern.
    So., 29.4. 20:00 GAST: Elwira Niewiera Wieża.

    The Prince and the Dybbuk

    Jasny dzień / Tower, a bright day
    106′ poln. OmeU, Regie: Jagoda Szelc
    Bei der Erstkommunion von Mulas Pflegetochter Nina reist auch die leib­li­che Mutter an.
    So. 29.4. 22:00

    Tower, a bright day

    Opera o Polsce / Opera about Poland
    41′ OmeU, Regie: Piotr Stasik
    Eindrücklicher audio­vi­su­el­ler Filmessay, der mit künst­le­ri­schen Bildern und einem elek­tri­sie­ren­den Soundtrack den Versuch unter­nimmt, die Lage der Nation zu beschrei­ben. Doppelprogramm mit:
    Pierwszy Polak na Marsie / First Pole on Mars 37′ OmeU, Regie: Piotr Stasik
    Mo., 30.4. 20:00 GAST: Piotr Stasik

    Opera about Poland

    Pewnego razu w lis­topad­zie / Once upon a time in November
    92′ poln. OmU, Regie: Andrzej Jakimowski

    Ein beun­ru­hi­gen­des Porträt einer aggres­si­ven Gesellschaft, in wel­cher der sozia­le Absturz auch für Menschen aus der Mittelschicht erschre­ckend real ist.
    Mo, 30.4. 22:00

    Once upon a time in November

    Cicha Noc / Silent Night
    97′ poln. OmU, Regie: Piotr Domalewski
    Eine sub­ti­le Behandlung der Probleme heim­keh­ren­der, pol­ni­scher Arbeitsmigranten, die auf Unverständnis und Entfremdung treffen.
    Di, 1.5. 20:00

    Silent Night

    Powidoki / Afterimage
    100′ poln. OmeU, Regie: Andrzej Wajda
    Die letz­ten Lebensjahre des Malers und Pioniers der pol­ni­schen Avantgarde Wladyslaw Strzeminski (1893−1952).
    Di., 1.5. 22:00

    Wołyń / Wolhynien
    OmU 149′, Regie: Wojciech Smarzowski
    Ein Spielfilm über das Massaker von Wolhynien im Jahr 1943
    Mi. 2.5. 20:00

    Wolhynien

    Ptaki śpie­wa­ją w Kigali / Birds Are Singing in Kigali
    113′ poln. OmU, Regie: Joanna Kos-Krauze, Krzysztof Krauze
    Die psy­cho­lo­gi­schen Konsequenzen des Vökermords in Ruanda anhand eines Fallbeispiels.  Mi., 2.5. 22:30

    Birds Are Singing in Kigali
  • Alfilm – 9. Arabisches Filmfestival Berlin

    Alfilm – 9. Arabisches Filmfestival Berlin

    Das Arabische Filmfestival Berlin ist vom 15. bis zum 18.04. ist wie­der zu Gast im fsk und zeigt acht Filme aus dem umfang­rei­chen Programm:

    Der Dokumentarfilm „17“ beglei­tet das jor­da­ni­sche U‑17 Frauenfußballteam bei der Vorbereitung zur FIFA U‑17 Frauenweltmeisterschaft und zeigt die Leidenschaft der Mädchen für die­sen Sport, der tra­di­tio­nell den Männern vor­be­hal­ten ist. (15.04. um 18:00 Uhr)

    Der Spielfilm „Volubilis“ erzählt von dem jun­gen Ehepaar Abdelkader und Malika, die noch bei der Familie woh­nen müs­sen, weil bei­de zu wenig Geld ver­die­nen, um eine eige­ne Wohnung mie­ten zu kön­nen. Ein Fehler Abdelkaders zei­tigt bald bit­te­re Konsequenzen. (15.04. um 20:00)

    Mit über 50 Jahren ver­lässt Nuhad zum ers­ten Mal ihr Heimatland Syrien und lässt dort Mann und Tochter zurück. Der Dokumentarfilm „I used to sleep on the roof­top“ schil­dert ihr Bemühen um Asyl in Beirut und erzählt neben­bei von ihrer Freundschaft mit der Filmemacherin (15.04. um 22:00 Uhr)

    Der ägyp­ti­sche Spielfilm „Withered Green“ han­delt von den Schwestern Iman und Noha, von der alten Liebe der älte­ren und der Verlobung der jün­ge­ren Schwester. (16.04. um 20:00. Zu Gast: Regisseur Mohammad Hammad)

    In „A memo­ry in kha­ki“ spürt Regisseur Alfoz Tanjour den Biographien von Landsleuten nach, die aus poli­ti­schen Gründen ihre Heimat Syrien ver­las­sen muss­ten. (16.04. um 22:00 )

    Mein Paradies“ erkun­det 25 Jahre nach der Aufnahme eines Klassenfotos, wie sich die mul­ti­eth­ni­sche Gesellschaft im kur­di­schen Teil Syriens in unter­schied­li­che eth­ni­sche und kon­fes­sio­nel­le Lager gespal­ten hat. (17.04. um 20:00. Zu Gast: Regisseur Ekrem Heydo)

    Der Spielfilm „Madame Courage“ zeich­net ein küh­les, rea­lis­ti­sches Portrait einer ver­lo­re­nen Jugend Algeriens, die von Armut, Gewalt, Drogen und Arbeitslosigkeit geprägt ist. (17.04. um 22:00)

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    Mehr Inforamtion zu den Filmen und Trailer gibt es auf der Festivalwebseite
    www.alfilm.de

     

     

  • Early Man

    Early Man

    Ein Film von Nick Park.

    Viele Menschen füh­len sich heu­te über­for­dert, den stei­gen­den Ansprüchen der immer moder­ne­ren Welt nicht gewach­sen, sozu­sa­gen von der Zeit über­rollt. Der neue Film der Aardman Studios und ihres bekann­tes­ten Regisseurs Nick Park nimmt sich die­ses mensch­li­chen Grundproblems an, er zeigt uns, dass es bereits im Pleistozän schwie­rig war, mit der Zeit zu gehen, wäh­rend ande­re schon rit­ten. Die Evolution ließ Teile der Bevölkerung immer wie­der im Stich, wäh­rend sich ande­re wei­ter­ent­wi­ckel­ten, wenn man das so nen­nen möch­te. In „Early Man“ wird der Stamm von Steinzeitmenschen, der sich noch über­legt, statt Kaninchen mal was gro­ßes, näm­lich ein Mammut zu jagen, mit der begin­nen­den Bronzezeit kon­fron­tiert. Dug und sein treu­er Freund, das Wildschwein Hognob, schlei­chen sich an den Hof des eit­len Lord Nooth, der den Steinzeitlern ihr grü­nes Tal weg­neh­men will und ihnen eine Zukunft als Arbeitssklaven in sei­nen Erzminen in Aussicht stellt. Sie wer­den ent­tarnt und über­re­den Nooth, dass die Zukunft des Stammes durch ein Fußballspiel gegen die arro­gan­ten Bronzemenschen ent­schie­den wird. Ja, die ers­ten Vorläufer von Fußbällen wur­den schon in den Höhlen der Höhlenmenschen gefun­den. Nick Park hält sich wie immer streng an die (his­to­ri­sche) Realität. Viel Spaß!

    USA/GB/F 2018, 89 Min., engl. OmU & dt. Fassung, Regie: Nick Park, Kamera: Dave Alex Riddett, Schnitt: Sim Evan Jones, mit den Stimmen von engl. OV: Eddie Redmayne (Dug), Tom Hiddleston ( Lord Nooth), Maisie Williams (Goona), Timothy Spall (Chief Bobnar)
    dt. Fassung: Friedrich Mücke (Dug), Kaya Yanar (Lord Nooth, Dino), Palina Rojinski (Goona)

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  • Pio

    Pio

    Ein Film von  Jonas Carpignano.

    Der 14-jäh­ri­ge Pio lebt in einer Roma-Familiengemeinschaft, die in der süd­ita­lie­ni­schen Stadt Gioia Tauro meh­re­re Wohnblocks bewohnt. In der Hafenstadt gibt es kaum Perspektiven, Zusammenhalt nur inner­halb der eige­nen Community, not­falls auch gegen ande­re Ausgegrenzte wie die afri­ka­ni­schen Flüchtlinge, deren Lebensverhältnisse noch schlech­ter sind. Als sein Bruder und sein Vater ver­haf­tet wer­den, fühlt sich Pio ver­pflich­tet, für die Mutter und die jün­ge­ren Geschwister Geld zu ver­die­nen und er fängt des­halb an, klei­ne­re und grö­ße­re Verbrechen zu begehen.

    Bereits in „Mediterranea“, dem Spielfilmdebüt von Jonas Carpignano, spielt Pio eine klei­ne­re Nebenrolle. Jetzt dreht sich der gan­ze Film um ihn, die Rolle sei­nes bes­ten Freundes ist mit Koudous Seihon besetzt, dem Hauptdarsteller aus „Mediterranea“. Beide Laiendarsteller wis­sen, was sie spie­len, denn sie brin­gen ihre eige­nen Lebenserfahrungen in die Filme Carpignanos mit ein.

    Credits:
    A Ciambra

    Deutschland, Frankreich, Italien, USA 2017, 120 Min., ital. OmU
    Regie: Jonas Carpignano 
    Buch: Jonas Carpignano 
    Kamera: Tim Curtin 
    Schnitt: Affonso Gonçalves 
    mit:
    Pio Amato, Koudous Seihon, Damiano Amato

    Termine:

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  • Rhinland, Fontane

    Rhinland, Fontane

    Ein Film von Bernhard Sallmann. 

    Rhinland. Fontane“ ist nach „Oderland.Fontane“ der zwei­te Teil, der sich mit den „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ beschäftigt.
    Darin ver­ar­bei­tet der Filmemacher die Texte Fontanes, die von der Arbeit von Torfstechern, kapi­ta­lis­ti­schen Verhältnisse, preu­ßi­schem Militarismus und Selbstreflexionen han­deln. Auf der Bildebene sehen wir in lan­gen Einstellungen gegen­wär­ti­ge Landschaften, die sich zu den „his­to­ri­schen“ Texten auf sehr wun­der­ba­re, gar nicht so betu­li­che, son­dern sehr sinn­li­che Weise einfügen.
    „Die Welt und ihr Wesen auf­zu­spü­ren, ist Sallmanns Absicht“ (Ralph Eue)

    D.2017, 67 Min., 
    Regie, Buch & Kamera: Bernhard Sallmann
    Schnitt: Christoph Krüger