Autor: fsk

  • Ballade von der weißen Kuh

    Ballade von der weißen Kuh

    ein Film von Behtash Sanaeeha, Maryam Moghaddam.

    [indie­ki­no Club] [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Minas Mann ist tot, hin­ge­rich­tet. Ein Justizirrtum, wie sich ein Jahr spä­ter her­aus­stellt. Eine finan­zi­el­le Entschädigung soll ihr über den Verlust hin­weg­hel­fen und der sie­ben­jäh­ri­gen gehör­lo­sen Tochter das Leben erleich­tern. Aber Minas Trauer sitzt tief, und so leicht lässt sie sich nicht abschüt­teln.
    Während die Witwe ihren Kampf gegen ein System auf­nimmt, das nicht auf Widerstand ein­ge­stellt ist, steht plötz­lich Reza vor der Tür. Er ist angeb­lich ein Freund ihres Mannes, der alte Schulden zu beglei­chen wünscht. Mina ist zunächst miss­trau­isch, nimmt sei­ne Hilfe und Freundlichkeit jedoch bald dank­bar an, als ihr selbst Kraft, Geld und Hoffnung schwin­den. Noch ahnt sie nicht, dass Rezas Vergangenheit unmit­tel­bar mit ihrem Schicksal ver­bun­den ist, bis auch die­se Wahrheit irgend­wann ans Licht gerät und Mina erneut vor eine schwe­re Prüfung gestellt wird.
    Der meis­ter­haf­te Film von Behtash Sanaeeha und Maryam Moghaddam, bei dem Moghaddam als Regisseurin und (groß­ar­ti­ge) Hauptdarstellerin eine Doppelrolle über­nimmt, kon­zen­triert sich voll und ganz auf die Frau im Zentrum des Geschehens. Die Kamera folgt Mina durch den Alltag und streift dabei immer wie­der ihr Gesicht, schaut ihr oft und lan­ge in die schwe­ren Augen, die so viel mehr sagen als jedes Wort. Aber auch in ihrem tief­sit­zen­den Schmerz lässt sie sich nicht ein­schüch­tern. Mit einer hart­nä­cki­gen Wut im Bauch stellt sie sich den Lügen des Überwachungsstaates eben­so ent­ge­gen wie Demütigungen, als etwa der Schwiegervater das Sorgerecht für ihre Tochter ein­klagt. Allein Mina weiß, wie weit sie zu gehen bereit ist.“
    Pamela Jahn | indiekino.de
    „Das ist ein wuch­ti­ger, wüten­der Film, der ein­mal mehr die Aussagen all jener ira­ni­schen Künstler und Filmemacherinnen bestä­tigt, dass die­ser Staat sich nicht um kri­ti­sche Kunst küm­mert, so lan­ge sie die Dinge nicht direkt und wört­lich auf den Punkt bringt. Das mensch­li­che Drama die­ser Figuren lässt sich eben ohne wei­te­res auf den Monster’s Ball (US Film über eine Henker – Opfernwitwe Beziehung) redu­zie­ren. Zumal bis auf Reza die staat­li­chen Funktionäre gesichts- und per­sön­lich­keits­los gezeigt wer­den.“ Sennhausers Filmblog

    Credits:


    Ghasideyeh gave sefid
    IR/FR 2020, 105 Min., far­si OmU
    Buch und Regie: Behtash Sanaeeha, Maryam Moghaddam
    Kamera: Amin Jafari
    Schnitt: Ata Mehrad, Behtash Sanaeeha
    mit Maryam Moghaddam, Alireza Sanifar, Pourya Rahimisam, Avin Purraoufi, Farid Ghobadi, Lili Farhadpour

    Trailer:
    Ballad of a White Cow (Ghasideyeh gave sefid) new clip offi­ci­al from Berlin Film Festival 2021
    Im Kino mit deut­schen Untertiteln
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    a film by Behtash Sanaeeha, Maryam Moghaddam. In Farsi with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Mina’s life is tur­ned upsi­de down when she lear­ns that her hus­band Babak was inno­cent of the crime for which he was exe­cu­ted. The aut­ho­ri­ties apo­lo­gi­se for the mista­ke and offer the pro­s­pect of finan­cial com­pen­sa­ti­on. Mina starts a silent batt­le against a cyni­cal sys­tem for her own and her daughter’s sake. Just as her money is run­ning out, a stran­ger named Reza knocks at her door, say­ing he has come to repay a debt he owed to Babak. Mina is guard­ed at first, but incre­asing­ly lets Reza into her life, una­wa­re of the secret that ties them to one ano­ther.
    Behtash Sanaeeha and Maryam Moghaddam mas­terful­ly pre­sent guilt and ato­ne­ment, a clas­sic tro­pe of Iranian film, as a cine­ma of small, pre­cise ges­tu­res and spaces. Maryam Moghaddam excels in the role of a Mina caught bet­ween loneli­ne­ss and her strugg­le for self-determination.

    Credits:


    Ghasideyeh gave sefid
    IR/FR 2020, 105 Min., far­si OmU
    Buch und Regie: Behtash Sanaeeha, Maryam Moghaddam
    Kamera: Amin Jafari
    Schnitt: Ata Mehrad, Behtash Sanaeeha
    mit Maryam Moghaddam, Alireza Sanifar, Pourya Rahimisam, Avin Purraoufi, Farid Ghobadi, Lili Farhadpour

    Trailer:
    Ballad of a White Cow (Ghasideyeh gave sefid) new clip offi­ci­al from Berlin Film Festival 2021
    Im Kino mit deut­schen Untertiteln
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  • Lunana

    Lunana

    ein Film von Pawo Choyning Dorji.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Das Glück der Bevölkerung liegt der Regierung im klei­nen Bhutan sehr am Herzen, trotz­dem sind vie­le jun­ge Menschen davon über­zeugt, ihres eher im Ausland zu fin­den, so auch Uygen. Der Lehramtsstudent hat das Visa für die ange­streb­te Musikerkarriere in Australien schon in der Tasche, aber der Traum muss war­ten. Davor steht noch ein Jahr Referendariat, und dazu wird er in das klei­ne, tat­säch­lich exis­tie­ren­de Bergdorf Lununa ver­setzt, das in fast 4000m Höhe und acht Tagesmärsche von der letz­ten Kleinstadt ent­fernt liegt. So erklärt sich auch, dass hier­hin noch kei­ne Stromleitung den Weg gefun­den hat – ganz zu schwei­gen von den neus­ten Segnungen der Kommunikationsindustrie, die auch Bhutan schon längst erreicht hat, wie in Sing me a Song zu sehen ist. Bei der Ankunft dort ist Uygen trotz freund­lichs­tem Empfang ent­setzt über die­se und ande­re Mängel, kann aber nicht sogleich wie­der weg.
    Hendrike Bake schreibt in „Indiekino“ dazu: »Dass sich [im Laufe des Films] sei­ne Einstellung ändert, ist wenig über­ra­schend, aber es ist schön, wie natu­ra­lis­tisch und ein­fühl­sam der Film die­se Veränderung erzählt und dabei Inszenierung und Dokumentarisches sanft ver­knüpft.« Die Dorfbewohner spie­len näm­lich sich selbst und brin­gen eige­ne Geschichten mit, und auch Probleme, die nicht nur die Abgeschiedenheit des Ortes auf­wirft, wer­den ange­spro­chen. Die behut­sam erzähl­te Geschichte in der groß­ar­ti­gen Landschaft fügt sich mit einer guten Portion Humor zu einem zau­ber­haf­ten Film zusam­men.
    Überraschenderweise fand Lunana – Ein Yak im Klassenzimmer, wie er im Original heißt, einen Platz auf der kürz­lich ent­schie­de­nen, zum Teil unge­wöhn­lich gut aus­ge­wähl­ten „Oscar-Auslands“-Shortlist, zusam­men u.a. mit Drive my Car, Abteil Nr. 6 und Grosse Freiheit.

    Credits:


    BT/CN 2021, 109 Min., Dzongkha OmU
    Buch und Regie: Pawo Choyning Dorji
    Schnitt: Hsiao-Yun Ku
    Kamera: Jigme Tenzing
    mit: Sherab Dorji, Ugyen Norbu Lhendup, Pem Zam, Kelden Lhamo Gurung

    Trailer:
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    a film by Pawo Choyning Dorji. In Dzongkha with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Struggling with his pro­fes­si­on as a tea­cher, Ugyen is sent to Lunana in nor­t­hern Bhutan for his final year of trai­ning. With a warm wel­co­me, the local child­ren try to win him over but they do not have much time.

    Credits:


    BT/CN 2021, 109 Min., Dzongkha OmU
    Buch und Regie: Pawo Choyning Dorji
    Schnitt: Hsiao-Yun Ku
    Kamera: Jigme Tenzing
    mit: Sherab Dorji, Ugyen Norbu Lhendup, Pem Zam, Kelden Lhamo Gurung

    Trailer:
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  • Night Nursery

    Night Nursery

    ein Film von Moumouni Sanou. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In der Kreisstadt Bobo-Dioulasso, in der Nähe von Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou, geben Sexarbeiterinnen ihren Nachwuchs in die Obhut von Frau Coda, einer älte­ren Dame, die sich seit Jahrzehnten um Kinder küm­mert, deren Mütter nachts auf der Straße ihr Geld ver­die­nen. Dem Filmemacher Moumouni Sanou ist es über die Jahre gelun­gen, das Vertrauen aller Beteiligten zu gewin­nen und einen tie­fen Einblick in das Leben von Odile und Farida zu bekom­men, die bei­de auf die Dienste von Frau Coda ange­wie­sen sind. Zärtlich und sehr genau beob­ach­tet er alle Aspekte ihres Lebens, Hausarbeit, Freizeit, inti­me Momente des Mutterseins, auch ihre Beziehung zu Frau Coda und wie die­se ihre Kinder erzieht. Im Mittelpunkt des Films ste­hen die Erfahrungen von Frauen. Männer und Väter sind abwe­send, außer in den mal amü­san­ten, mal zutiefst erschüt­tern­den Geschichten, die Farida und Odile von ihrer Arbeit erzäh­len. Sanous zurück­hal­ten­der, respekt­vol­ler Blick macht die Vorzüge hori­zon­ta­len Filmemachens deut­lich, das sich durch größt­mög­li­che Aufmerksamkeit und Sensibilität den Protagonisten gegen­über auszeichnet.

    Credits:

    Garderie noc­turne
    UV/FR/DE 2021, 67 Min., Dioula OmU,
    Regie Moumouni Sanou
    Kamera: Pierre Laval
    Schnitt: François Sculier
    mit: Odile Kambou, Fatim Tiendrebeogo 

    Trailer:
    Night Nursery | Official Trailer | Berlinale 2021
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    a film by Moumouni Sanou. In Dioula with German subtitles .

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In der Kreisstadt Bobo-Dioulasso, in der Nähe von Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou, geben Sexarbeiterinnen ihren Nachwuchs in die Obhut von Frau Coda, einer älte­ren Dame, die sich seit Jahrzehnten um Kinder küm­mert, deren Mütter nachts auf der Straße ihr Geld ver­die­nen. Dem Filmemacher Moumouni Sanou ist es über die Jahre gelun­gen, das Vertrauen aller Beteiligten zu gewin­nen und einen tie­fen Einblick in das Leben von Odile und Farida zu bekom­men, die bei­de auf die Dienste von Frau Coda ange­wie­sen sind. Zärtlich und sehr genau beob­ach­tet er alle Aspekte ihres Lebens, Hausarbeit, Freizeit, inti­me Momente des Mutterseins, auch ihre Beziehung zu Frau Coda und wie die­se ihre Kinder erzieht. Im Mittelpunkt des Films ste­hen die Erfahrungen von Frauen. Männer und Väter sind abwe­send, außer in den mal amü­san­ten, mal zutiefst erschüt­tern­den Geschichten, die Farida und Odile von ihrer Arbeit erzäh­len. Sanous zurück­hal­ten­der, respekt­vol­ler Blick macht die Vorzüge hori­zon­ta­len Filmemachens deut­lich, das sich durch größt­mög­li­che Aufmerksamkeit und Sensibilität den Protagonisten gegen­über auszeichnet.

    Credits:

    Garderie noc­turne
    UV/FR/DE 2021, 67 Min., Dioula OmU,
    Regie Moumouni Sanou
    Kamera: Pierre Laval
    Schnitt: François Sculier
    mit: Odile Kambou, Fatim Tiendrebeogo 

    Trailer:
    Night Nursery | Official Trailer | Berlinale 2021
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  • Sing Me a Song

    Sing Me a Song

    ein Film von Thomas Balmès.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Das Recht auf Glück ist in Bhutan per Gesetz Ziel allen staat­li­chen Handelns. Dokumentationen wie Die Ökonomie des Glücks, Speed – Auf der Suche nach der ver­lo­re­nen Zeit oder What Happiness Is such­ten und suchen nach dem Geheimnis der Lebenszufriedenheit der Einwohner des bud­dhis­ti­schen Himalaya-Staates.
    Glück ist jedoch eine sehr brü­chi­ge Angelegenheit. Regisseur Thomas Balmés dreh­te 2012 erst­mals im wun­der­ba­ren und weit abseits gele­ge­nen Kloster in Laya sei­nen Film namens, genau, Happiness, wo er den damals 8‑jährigen Peyangki por­trä­tiert, der auf Wunsch sei­ner Mutter mit Leib und Seele Mönch wer­den will. Der Regisseur regis­triert die hohe Anziehungskraft moder­ner Medien, kurz nach deren Einzug in der Abgeschiedenheit der Berge. Acht Jahre spä­ter sind Smartphone und Internet im Kloster Standard. Peyangki ist Teenager und hat sich online ver­liebt, in Internetsängerin Nguen aus Bhutans Hauptstadt Thiumphu. Er setzt alles dar­an, sie zu tref­fen, und auch sie setzt gro­ße Hoffnungen in ihn und sei­ne finan­zi­el­len Möglichkeiten. Eine aus­sichts­lo­se Liebe, und es scheint, als hal­te die Sache mit dem glück­li­chen Leben auch in Buthan lei­der nur bis zur wirt­schaft­lich-gesell­schaft­li­chen Anpassung an den Rest der Welt.

    Credits:

    FR/DE/CH 2019, 90 Min., Dzongkha OmU,
    Regie & Kamera: Thomas Balmès,
    Schnitt: Alex Cardon, Ronan Sinquin


    Trailer:
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    a film by Thomas Balmès. Starts December 9th at the fsk. In Dzongkha with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    16-year-old Peyangki has lived as a monk in a monas­tery in the moun­ta­ins of Bhutan sin­ce ear­ly child­hood. His smart­phone is the con­nec­tion to the world, in it he has seen ever­y­thing – and he has fal­len in love. He met Nguen on WeChat, the Chinese face­book. For months, the two exch­an­ge mes­sa­ges day and night, Peyangki sings for her, she reve­als her wis­hes and hopes for the future. It is first, total love that chan­ges ever­y­thing and turns the life of a teen­ager upsi­de down.

    He for­got that he wan­ted to make money; for­got that he wan­ted to return from the monas­tery to his fami­ly. Now he wants to go to town, and meet Nguen – becau­se so far they’­ve only met vir­tual­ly. „Sing Me a Song” will accom­pa­ny the young monk on his jour­ney to the capi­tal and his first mee­ting with Nguen.

    Credits:

    FR/DE/CH 2019, 90 Min., Dzongkha OmU,
    Regie & Kamera: Thomas Balmès,
    Schnitt: Alex Cardon, Ronan Sinquin


    Trailer:
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  • Bilder (m)einer Mutter

    Bilder (m)einer Mutter

    ein Film von Melanie Lischker.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Eine schein­bar ganz nor­ma­le Kindheit in den 80er Jahren, fest­ge­hal­ten auf unzäh­li­gen Videokassetten. Darauf eine Kleinfamilie in der jeder sei­ne Rolle spielt. Doch über dem Alltag liegt eine Schatten. Der Vater doku­men­tiert mit sei­ner Kamera fast neben­läu­fig wie die Mutter zwi­schen Weihnachten und Schulfest immer mehr zum Schatten ihrer selbst wird. Zuerst ver­schwin­det sie aus den Videoaufnahmen, dann schließ­lich ganz aus dem Familienleben. Mit dem Film for­dert die Regisseurin ihre Familie her­aus,
    das jah­re­lan­ge Schweigen um den Verlust ihrer Mutter zu bre­chen. Ein Tagebuch wird gefun­den und die alten Super8 Filme des Vaters, auf denen die Mutter noch ver­liebt in die Kamera lach­te.
    Wir tau­chen ein in die Lebensgeschichte von Gabi, die sich als Teenager weg­träumt aus der bay­ri­schen Kleinstadt und von ihren alt­ba­cke­nen Eltern. Trotz der revo­lu­tio­nä­ren Klischees der 70er Jahre, bleibt die Ehe für das Paar der ein­zig logi­sche Weg in die Selbstständigkeit. Das dama­li­ge Klima zwi­schen Emanzipation und behä­bi­gen Denkmustern färbt ab auf die Biografie der jun­gen Frau. Fragmente aus Gesellschaft und Politik zei­gen Plenarsäle vol­ler Männer und Flugzeuge ohne Pilotinnen. Gabi har­dert mit der Umsetzung ihrer Träume wäh­rend ihr Mann Karriere macht.
    Die Kamera beglei­tet den tra­gi­schen Lebensweg einer Frau, die in die Mutterrolle stol­per­te und die­se nie rich­tig anneh­men konnte.

    Credits:

    DE 2021, 78 Min, dt. OmeU,
    Regie & Buch: Melanie Lischker,
    Kamera: Thomas Lischker, Melanie Lischker,
    Schnitt: Mechthild Barth, Melanie Lischker


    Trailer:
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    a film byMelanie Lischker. In German with eng­lish subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    What must a woman have been through for her to sim­ply not have a role in her fami­ly any lon­ger?” Through Super‑8 and video mate­ri­al that her father had pains­ta­kin­gly coll­ec­ted, Melanie Lischker tells the sto­ry of her mother and, with it, that of an enti­re generation.

    Credits:

    DE 2021, 78 Min, ,
    Regie & Buch: Melanie Lischker,
    Kamera: Thomas Lischker, Melanie Lischker,
    Schnitt: Mechthild Barth, Melanie Lischker


    Trailer:
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  • The Power of the Dog

    The Power of the Dog

    ein Film von Jane Campion.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Montana in den 1920er Jahren: Die Brüder George und Phil füh­ren gemein­sam eine Ranch. Als George die Witwe Rose hei­ra­tet, die den Teenager Peter mit in die Ehe bringt, gerät ihr Kräfteverhältnis aus dem Gleichgewicht: Phil, der Mann fürs Grobe, posi­tio­niert sich immer stär­ker gegen George, den sich kul­ti­viert geben­den Schreibtischmann, vor allem aber gegen die ver­letz­li­che Rose. Eine gespann­te Atmosphäre, unter der zunächst Peter am meis­ten zu lei­den hat. Campions Neo-Western kommt ohne viel äußer­li­che Action aus und kon­zen­triert sich auf die dyna­mi­sche Widersprüchlichkeit der Figurenkonstellation.
    (Barbara Schweizerhof)

    Credits:

    NZ/AU 2021, 126 Min, engl. OmU
    Regie: Jane Campion
    Kamera: Ari Wegner
    Schnitt: Peter Scibberas
    mit: Benedict Cumberbatch
    Jesse Plemons
    Kirsten Dunst
    Kodi Smit-McPhee


    Trailer:
    The Power of the Dog | Official Teaser | Netflix
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    a film by Jane Campion. Starts December 16th at the fsk. In English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Set in Montana in the 1920s, Jane Campion’s hot­ly anti­ci­pa­ted new film is an enthr­al­ling revi­sio­nist wes­tern awa­sh in sub­li­me expan­ses and nuan­ce, cap­tu­ring a land­scape and a peo­p­le dri­ven by the fan­ta­sy and fol­ly of wes­tern expan­si­on. Adapted from Thomas Savage’s cult novel of the same name, The Power of the Dog tells the sto­ry of suc­cessful ran­cher brot­hers George (Jesse Plemons) and Phil (Benedict Cumberbatch) Burbank, who­se rela­ti­onship sours when the more mild-man­ne­red George mar­ries local widow Rose (Kirsten Dunst).

    Rose and her son Peter (Kodi Smit-McPhee) arri­ve at the Burbank ranch — see­mingly who­le­so­me and naï­ve — and attempt to fit into the family’s com­plex dyna­mic of new money, but are con­ti­nu­al­ly sty­mied by an uns­po­ken brot­her­ly bond. Phil’s past as a clas­sics scho­lar at Yale is bare­ly dis­cer­ni­ble as he sports a tough and dir­ty exte­ri­or, while fre­quent­ly refer­ring to the anti­cs of his men­tor Bronco Bill. Cumberbatch shi­nes in this fero­cious per­for­mance as a cow­boy to the core, who­se hurtful, macho quips toward Peter and his mother hint at a sim­me­ring men­ace and a capa­ci­ty for erra­tic cruel­ty and vio­lence; a kind of camou­fla­ge that only ser­ves to repress deep-sea­ted trau­ma and latent desire.

    Proving once again that she is one of today’s grea­test film­ma­kers, Campion deli­vers a fasci­na­ting stu­dy of mas­cu­li­ni­ty and inter­nal tor­ment, sub­ver­ting the codes of the wes­tern — and of the male gaze — in a uni­ver­se that is always shif­ting in tone, ren­de­red with stun­ning cine­ma­to­gra­phy by Ari Wegner, a dis­ori­en­ting score by Jonny Greenwood, and a ter­ri­fic ensem­ble cast.

    Credits:

    NZ/AU 2021, 126 Min, engl. OmU
    Regie: Jane Campion
    Kamera: Ari Wegner
    Schnitt: Peter Scibberas
    mit: Benedict Cumberbatch
    Jesse Plemons
    Kirsten Dunst
    Kodi Smit-McPhee


    Trailer:
    The Power of the Dog | Official Teaser | Netflix
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  • Adam

    Adam

    ein Film von Maryam Touzani.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Während vie­le Filme im letz­ten Monat von Paar- und Familienbeziehungen han­del­ten, sind im Programm der nächs­ten Wochen die Begegnungen von Fremden prä­sent, die sich gera­de durch wid­ri­ge Umstände ver­bun­den füh­len. Adam, das Spielfilmdebüt der Marokkanerin Maryam Touzani, die auch das Drehbuch schrieb, war­tet mit Einblicken in die Kunst des Teigknetens auf. Ein schö­nes Tutorial, so kurz vorm Fest. Abla, Bäckerin, allein­er­zie­hend, abge­schot­tet, freun­det sich wider Willen mit Samia an, die schwan­ger ist und eine Bleibe braucht. Die Backstubenwohnung irgend­wo in einer Seitengasse mit­ten in Casablanca, wo Msemen und Rziza aus dem Fenster her­aus ver­kauft wer­den, ist der Ort der Geborgenheit für die bei­den Frauen und Ablas Tochter Warda. Was folk­lo­ris­tisch und kit­schig hät­te aus­ufern kön­nen, wur­de ein Film vol­ler Nuancen, schö­nen Momenten und einer wahr­haf­ti­gen Geschichte.
    Wäre Adam aus einem Teigklumpen gekne­tet und geformt wor­den und nicht aus Möttke, hät­te sich viel­leicht alles anders ent­wi­ckelt. Aber zu spät.
    „Der Spielfilm Adam ist aus der per­sön­li­chen Begegnung der Regisseurin Maryam Touzani mit einer jun­gen Frau in ihrer Jugend ent­stan­den, die für bei­de schmerz­haft, für die Filmemacherin aber inspi­rie­rend war und unaus­lösch­li­che Spuren hin­ter­ließ. Vertieft wur­de die Erfahrung, als die­se selbst Mutter wur­de: ‚Als ich zum ers­ten Mal mein eige­nes Kind in mei­nem Körper spür­te, als ich sah, dass mein Bauch sich in den Bauch einer Mutter ver­wan­del­te, dach­te ich an jene Frau zurück, der ich damals begeg­net war. Ich fühl­te eine Dringlichkeit, die Geschichte von damals zu erzäh­len und dann zu ver­fil­men. Das half mir, die Wunden jener Begegnung zu hei­len, die Erfahrung des Verlustes, der Not, der Verleugnung, der Trauer jener Frau, aber auch die Freude zu genie­ßen, sel­ber Mutter gewor­den zu sein. So nahm der Film Adam Gestalt an.‘“
    Hanspeter Stalder | Der ande­re Film

    Credits:

    MA/FR 2019, 98 Min., arab. OmU
    Regie: Maryam Touzani
    Kamera: Adil Ayoub
    Schnitt: Julie Naas
    mit: Douae Belkhaouda, Aziz Hattab, Hasna Tamtaoui u. a.


    Trailer:
    ADAM Trailer German Deutsch (2021)
    im Kino mit deut­schen Untetiteln
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    a film by Maryam Touzani. Starts In Arabic with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Abla runs a popu­lar bak­ery in the nar­row streets of Casablanca’s old town. Mother of eight-year-old Warda, the wido­wed for­ty-some­thing is facing a busy day-to-day life. When her rou­ti­ne is bro­ken by a knock on the door, she is still una­wa­re that her life is about to chan­ge fore­ver. On the door­step stands Samia, a pregnant young woman asking for a place to stay in exch­an­ge for help around the house and in the bak­ery. While Abla does not want to enga­ge with this stran­ger pro­mi­sing not­hing but trou­ble, litt­le Warda imme­dia­te­ly takes to Samia. One night tur­ning into seve­ral, the cool­ly detached Abla incre­asing­ly fails to hide the fact that Samia is an unex­pec­ted asset to her bak­ery busi­ness as well as her enti­re life. Adam is a bit­ters­weet dra­ma, car­ri­ed by the excep­tio­nal Belgian-Moroccan star actress Lubna Azabal.

    Credits:

    MA/FR 2019, 98 Min., arab. OmU
    Regie: Maryam Touzani
    Kamera: Adil Ayoub
    Schnitt: Julie Naas
    mit: Douae Belkhaouda, Aziz Hattab, Hasna Tamtaoui u. a.


    Trailer:
    ADAM Trailer German Deutsch (2021)
    im Kino mit deut­schen Untetiteln
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  • Drive my car

    Drive my car

    ein Film von Ryûsuke Hamaguchi.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Nach Lee Chang-Dongs BURNING (2018) ist Ryûsuke Hamaguchi mit DRIVE MY CAR die zwei­te umwer­fen­de Verfilmung eines Stoffes von Haruki Murakami gelun­gen. Murakamis Erzählungen über trau­ri­ge Menschen erzäh­len oft davon, dass es hel­fen kann, sich Zeit zu neh­men, um irgend­wo zu sit­zen, wie der Erzähler im Roman „Der Aufziehvogelmann“, der sich, als er nicht mehr wei­ter­weiß, mona­te­lang auf einen öffent­li­chen Platz setzt, bis etwas pas­siert. In DRIVE MY CAR lässt sich der Regisseur und Schauspieler Yûsuke im Auto her­um­fah­ren, wenn nichts mehr hilft. Das hat den Vorteil, eine lee­re Zeit zu erzeu­gen, in der er den­ken kann, und er kommt irgend­wo an, an einer Müllverbrennungsanlage, am Meer, an einem Dorf, an dem ein furcht­ba­res Unglück gesche­hen ist – und etwas ver­än­dert sich.

    Die ers­te Dreiviertelstunde des Films erzählt die Vorgeschichte der Erzählung, dann erst lau­fen die Titel über das Bild. Yûsuke (Hidetoshi Nishijima) und sei­ne Frau Oto (Reika Kirishima) hat­ten gera­de Sex, sie erzählt eine Geschichte von einem jun­gen Mädchen, die immer wie­der in das Haus eines Schulfreundes ein­dringt, und jedes Mal ein Objekt aus des­sen Zimmer mit­nimmt und ein eige­nes Okjekt hin­ter­lässt. Die bei­den malen sich die Geschichte in ver­schie­de­nen Situationen wei­ter aus: ein Künstlerpaar, sie ist Drehbuchautorin beim Fernsehen. Ihre Beziehung scheint glück­lich und pro­duk­tiv, und auch nach­dem Yûsuke sei­ne Frau zufäl­lig beim Sex mit dem jun­gen Schauspieler Kôji (Masaki Okada) beob­ach­tet hat, scheint sich nichts in ihrem Zusammenleben zu ver­än­dern. Gemeinsam trau­ern sie am Todestag ihrer Tochter, gemein­sam spin­nen sie Geschichten wei­ter und schla­fen mit­ein­an­der. Bis ein furcht­ba­res Unglück passiert.

    Zwei Jahre spä­ter beginnt die eigent­li­che Geschichte des Films. Yûsuke, der sich auf expe­ri­men­tel­le Inszenierungen mit Übertiteln und Schauspielern aus ver­schie­de­nen Sprachräumen spe­zia­li­siert hat, ist nach Hiroshima ein­ge­la­den wor­den, wo er sei­ne Inszenierung von Tschechows „Onkel Wanja“ mit einem neu­en Ensemble insze­nie­ren soll. Aus Versicherungsgründen erhält er eine Fahrerin, die schweig­sa­me jun­ge Misaki (Tôko Miura). Der Film ver­webt die Produktion des Theaterstücks und die exis­ten­ti­el­len Krisen der Figuren in „Onkel Wanja“ mit denen von Yûsuke, Kôji, Oto und Misaki. Wie um sich selbst zu befrei­en und sich im Geheimen an Kôji zu rächen, gibt Yûsuke ihm die Rolle des Wanja, der alles ver­liert und mit sei­ner Trauer und Enttäuschung wei­ter­le­ben muss.

    Wie in Yûsukes (und wohl auch Ryûsuke Hamaguchis) Theatermethode geht es aber auch um die klei­nen Momente, in denen zwi­schen Menschen und Schauspielern „etwas pas­siert“, wie Yûsuke nach einer Szene zwi­schen einer chi­ne­sisch und einer in korea­ni­scher Zeichensprache spre­chen­den Darstellerin sagt. Die zurück­hal­ten­den, sehr beherrsch­ten Menschen, die der Film zeigt, öff­nen sich nur lang­sam. Die Momente, in denen die pure Emotion durch­bricht, sind um so über­wäl­ti­gen­der. Die sich all­mäh­lich ent­wi­ckeln­de Nähe zwi­schen Yûsuke und der Fahrerin Misaki, deren Geschichte am Ende des Film erzählt wird, ist dabei beson­ders inten­siv. Ein stil­ler, klu­ger Film, der in Cannes den Preis für das Beste Drehbuch, den Kritikerpreis und den Preis der Ökumenischen Jura gewann.

    Tom Dorow | indiekino.de

    Credits:

    ドライブ・マイ・カー Doraibu mai kâ
    JP 2021, 179 Min., japan. OmU
    Regie: Ryûsuke Hamaguchi
    Drehbuch: Ryûsuke Hamaguchi, Haruki Murakami, Takamasa Oe
    Kamera: Hidetoshi Shinomiya
    Schnitt: Azusa Yamazaki
    mit: Hidetoshi Nishijima, Tôko Miura, Masaki Okada, Reika Kirishima

    Trailer:
    Drive My Car Trailer OmdU Deutsch | German
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    a film by Ryûsuke Hamaguchi. In Japanese with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    2021 has been an annus mira­bi­lis for Ryusuke Hamaguchi, who has pre­mie­red two fea­ture films, both very dif­fe­rent, both equal­ly mas­ter­ly. After the the­ma­ti­cal­ly con­nec­ted tri­ptych of WHEEL OF FORTUNE AND FANTASY, Hamaguchi del­ves into more expan­si­ve­ly nove­li­stic ter­ri­to­ry, alt­hough the source is a short sto­ry by Haruki Murakami.
    An exten­ded pre­face intro­du­ces us to a Tokyo cou­ple, actor and direc­tor Yusuke and screen­wri­ter Oto, who­se pen­chant for ero­tic sto­rytel­ling hints at pos­si­bi­li­ties that will con­ti­nue to trou­ble Yusuke. Two years later, he arri­ves in Hiroshima to direct Chekhov’s Uncle Vanya at a theat­re fes­ti­val and is assi­gned a young woman named Misaki as his dri­ver. After a trou­bled rehear­sal pro­cess and Yusuke’s pro­blems with a trou­ble­so­me young actor, Yusuke and the initi­al­ly reser­ved Misaki begin to com­mu­ni­ca­te.
    A three-hour run­ning time allows Hamaguchi to uns­pool a subt­ly, den­se­ly pat­ter­ned nar­ra­ti­ve to maxi­mum effect, with Chekhov’s dra­ma sub­li­mi­nal­ly reso­na­ting as a back­ground sub­text. Quietly moving, intellec­tual­ly invol­ving, DRIVE MY CAR is argu­ab­ly the most matu­re and most ele­gant dra­ma of 2021. (Jonathan Romney)

    Credits:

    ドライブ・マイ・カー Doraibu mai kâ
    JP 2021, 179 Min., japan. OmU
    Regie: Ryûsuke Hamaguchi
    Drehbuch: Ryûsuke Hamaguchi, Haruki Murakami, Takamasa Oe
    Kamera: Hidetoshi Shinomiya
    Schnitt: Azusa Yamazaki
    mit: Hidetoshi Nishijima, Tôko Miura, Masaki Okada, Reika Kirishima

    Trailer:
    Drive My Car Trailer OmdU Deutsch | German
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  • Vater – OtacVater – Otac

    Vater – OtacVater – Otac

    ein Film Srdan Golubovic. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Nachdem Nikolas Frau einen Selbstmordversuch unter­nom­men hat, wer­den dem Gelegenheitsarbeiter sei­ne bei­den Kinder weg­ge­nom­men und bei Pflegeeltern unter­ge­bracht, zunächst angeb­lich vor­über­ge­hend. Doch nach einer Begutachtung der Wohnverhältnisse befin­det der Leiter des Sozialamts des klei­nen ser­bi­schen Dorfes, Nikola sei zu arm, um ein ange­mes­se­nes Lebensumfeld für die Kinder zu gewähr­leis­ten. Der zurück­hal­ten­de Mann beschließt, eine Beschwerde beim Ministerium für Soziales in Belgrad ein­zu­le­gen. Die 300 Kilometer dort­hin will er zu Fuß zurück­zu­le­gen. Er will den Behörden zei­gen, wie weit er für sei­ne Kinder zu gehen bereit ist – im wahrs­ten Sinne des Wortes.
    Srdan Golubović erzählt in authen­ti­schen, bewe­gen­den Bildern von der Ungleichheit der Verhältnisse. Sein stil­ler, aber zäher Protagonist erforscht nicht nur das Land, son­dern auch die Grenzen zwi­schen Recht und Unrecht. Entschlossen, sei­ner wach­sen­den Verzweiflung nicht nach­zu­ge­ben, unter­nimmt der beharr­li­che Vater eine Heldenreise, die das Wort Held neu definiert.

    Credits:

    RS, FR, DE, SL, HR, BA 2020, 99 Min., ser­bi­sche OmU
    Regie: Srdan Golubovic
    Drehbuch: Srdan Golubovic, Ognjen Svilicic
    Kamera: Aleksandar Ilić
    Schnitt: Petar Marković
    mit: Goran Bogdan, Boris Isaković,
    Nikola Rakocevic, Milan Maric
    Länge: 99 Minuten


    Trailer:
    Father (Otac) (2020) | Trailer | Goran Bogdan | Boris Isakovic | Nada Sargin | Srdan Golubovic
    im Kino mit deut­schen Untetiteln
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    a film by Srdan Golubovic. In Serbian with German subtitles

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    After Nikola’s wife has attempt­ed sui­ci­de, the casu­al labourer’s two child­ren are taken away from him and pla­ced with fos­ter par­ents. A tem­po­ra­ry arran­ge­ment, it is alle­ged. However, fol­lo­wing an assess­ment of Nikola’s housing con­di­ti­ons, the head of the social wel­fa­re office in their small Serbian vil­la­ge deci­des that Nikola is too poor to pro­vi­de an ade­qua­te living envi­ron­ment for his child­ren. The reti­cent Nikola deci­des to lodge a com­plaint with the Ministry of Social Affairs in Belgrade. He is deter­mi­ned to cover the 300 kilo­me­t­res to the capi­tal on foot. In this way, he intends to show the aut­ho­ri­ties how far he is wil­ling to go for his child­ren – lite­ral­ly.
    Srdan Golubović finds authen­tic, moving images to tell this tale of ine­qua­li­ty. His quiet but resi­li­ent prot­ago­nist explo­res not only the coun­try, but also the boun­da­ries bet­ween right and wrong. Resolved not to give in to his moun­ting despe­ra­ti­on, this ten­acious father embarks on a heroic jour­ney that rede­fi­nes the word hero.

    Credits:

    RS, FR, DE, SL, HR, BA 2020, 99 Min., ser­bi­sche OmU
    Regie: Srdan Golubovic
    Drehbuch: Srdan Golubovic, Ognjen Svilicic
    Kamera: Aleksandar Ilić
    Schnitt: Petar Marković
    mit: Goran Bogdan, Boris Isaković,
    Nikola Rakocevic, Milan Maric
    Länge: 99 Minuten


    Trailer:
    Father (Otac) (2020) | Trailer | Goran Bogdan | Boris Isakovic | Nada Sargin | Srdan Golubovic
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  • Die Zähmung der Bäume – Taming the GardenDie Zähmung der Bäume – Taming the Garden 

    Die Zähmung der Bäume – Taming the GardenDie Zähmung der Bäume – Taming the Garden 

    ein Film von Salomé Jashi. 

    [Indiekino Club] [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ein Mann sam­melt Bäume.
    Gut – Bäume sind kei­ne Briefmarken oder Sammeltassen, aber was es bedeu­tet wenn ein über 100-jäh­ri­ger Baum aus­ge­gra­ben, abtrans­por­tiert und über das Meer zu sei­nem Bestimmungsort, einem Privatpark , ver­schifft wird, ist schwer zu for­mu­lie­ren – aber ele­men­tar ein­fach zu emp­fin­den.
    Salome Saschi fin­det in ihrem Film Bilder, die uns tief im Unterbewussten bewe­gen. Wenn eine Dorfgemeinschaft dem ver­kauf­ten Baum wie in einer Trauerprozession nach­zieht, oder ein rie­si­ger Baum auf einem Frachtkahn über das Meer gescho­ben wird.
    Bäume beglei­ten Generationen von Menschen, ein 100 jäh­ri­ger Baum 4 Generationen, ein 200 jäh­ri­ger Baum 8 Generationen. Deutschlands berühm­tes­te Baumdenkmäler sind 500 bis 1200 Jahre alt, ent­spre­chen 20 bis 48 Generationen, die neben die­sen Bäumen ihr Leben gelebt haben.
    Auch bei uns wird Bäumen oft ihre Alltäglichkeit zum Verhängnis, man bemerkt sie erst wenn sie krank sind oder gefällt wer­den sol­len, wenn sie irgend­ei­nem Plan im Wege ste­hen.
    So ist „Die Zähmung der Bäume“ ein Plädoyer dafür gewor­den Bäume zu bemer­ken,
    und in sei­ner jewei­li­gen Umgebung über die Geschichte eines Baums nach­zu­den­ken.
    Die meis­ten Baumdenkmäler in Deutschland sind Bäume die sich auf einer Dorfalmende oder einem Park erhal­ten haben.
    Viele hun­dert­jäh­ri­ge Bäume bil­den Alleen aus der Gründerzeit, oder ste­hen in Parks, Friedhöfen und in pri­va­ten Gärten, vor allem gegen Ende des zwei­ten Weltkrieges wur­den in den städ­ti­schen Parks vie­le Bäume durch die Bombardierungen zer­stört, oder in den ers­ten Nachkriegsjahren als Brennstofflieferant abge­holzt. Dadurch sind über 100 jäh­ri­ge Bäume auch in Deutschland in besie­del­ten Gebieten sehr sel­ten.
    In Wäldern die forst­wirt­schaft­lich genutzt wer­den ste­hen auch Laubbäume sel­ten län­ger als 100 Jahre.

    Credits:

    CH/DE/GE 2021, 92 Min., geor­gi­sche OmU
    Regie und Buch: Salomé Jashi

    Kamera: Goga Devdariani, Salomé Jashi
    Schnitt: Chris Wrightenn

    Trailer:
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    a film by Salomé Jashi. In Gerogian with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    A powerful man, who is also the for­mer prime minis­ter of Georgia, has deve­lo­ped an exqui­si­te hob­by. He coll­ects cen­tu­ry old trees along Georgia’s coast­li­ne. He com­mis­si­ons his men to uproot them and bring them to his pri­va­te gar­den. Some of the­se trees are as tall as 15-flo­or-buil­dings. And in order to trans­plant a tree of such dimen­si­ons some other trees are chop­ped down, elec­tric cables are shifted and new roads are paved through man­da­rin plantations.

    The film moves the con­cept of uproo­ting from its meta­pho­ri­cal mea­ning into an oppres­si­ve, tan­gi­ble and yet sur­re­al reality.

    Credits:

    CH/DE/GE 2021, 92 Min., geor­gi­sche OmU
    Regie und Buch: Salomé Jashi

    Kamera: Goga Devdariani, Salomé Jashi
    Schnitt: Chris Wrightenn

    Trailer:
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