Author Archives: Christian Suhren

Axiom

a Film by Jöns Jönsson. Starts June 30th at the fsk. In German with English subtitles. 

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

Julius is an elo­quent young muse­um atten­dant loved by his friends, col­leagues and his girl­friend. One day he invi­tes his fel­low workers to join him for a sai­ling trip on his aristo­cra­tic family’s boat. But some­thing goes wrong. Julius is not who he seems to be.
Moritz von Treuenfels is the per­fect choice to embo­dy this char­ming young man whom we glad­ly fol­low at first, only to feel less and less com­for­ta­ble with the con­tra­dic­tions that ari­se from his flu­id approach to life. In this finely writ­ten and direc­ted film about iden­ti­ty and social beha­viour, Jöns Jönsson pushes the idea of “fake it till you make it” to its brea­king point. Julius impres­ses ever­yo­ne with his world­ly know­ledge and free-flowing con­ver­sa­ti­on embo­dy­ing modern ide­als of self-reinven­ti­on. Yet his beha­viou­ral pat­terns are in con­flict with the rules of socie­ty. Unfolding with a fle­xi­bi­li­ty that echoes that of the prot­ago­nist, Axiom is a fasci­na­ting explo­ra­ti­on of this dis­quie­ting con­tra­dic­tion that is both vis­ceral and intel­lec­tual­ly dizzying.

Credits:

DE 2021, 113 Min.,
Regie & Buch: Jöns Jönsson
Kamera: Johannes Louis
Schnitt: Stefan Oliveira-Pita
mit: Moritz von Treuenfels, Ricarda Seifried, Thomas Schubert, Zejhun Demirov, Sebastian Klein, Leo Meier, Ines Marie Westernströer

Trailer:
From: Cineuropa
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Abteil Nr. 6

a film by Juho Kuosmanen. Starts March 31st at the fsk. In Finnish and Russian with German subtitles,

[Credits] [Tickets] [Trailer]

Originally plan­ned as a joint train trip with her lover, the shy Finn Laura embarks on the jour­ney to the arc­tic port of Murmansk to visit anci­ent rock pain­tings alo­ne by herself. Forced to share the long ride and a tiny slee­ping car with a Russian miner, the unex­pec­ted encoun­ter leads the occup­ants of Compartment no. 6 to face the truth about their own year­ning for human connection.

Credits:

Hytti nro 6, Compartment No. 6
FI/DE/EE/RU 2021, 107 Min., russ. finn. OmU
Regie: Juho Kuosmanen
Kamera: Jani-Petteri Passi
Schnitt: Jussi Rautaniemi
mit: Seidi Haarla, Jury Borisov, Yulija Aug

Trailer:
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Starlet

Die 20-jäh­ri­ge Jane arbei­tet im San Fernando Valley als Porno-Darstellerin. Mit ihrer Kollegin Melissa lebt sie in einem Haus, das Melissas Freund und Manager Mikey gehört und oft auch als Filmset dient. Um ihr kar­ges Zimmer ein biss­chen gemüt­li­cher zu machen, klap­pert Jane die umlie­gen­den Flohmärkte ab. In einer Thermoskanne, die sie als Vase benut­zen will, fin­det sie 10.000 Dollar. Spontan geht sie ein­kau­fen – dann pla­gen sie Gewissensbisse. Doch die ahnungs­lo­se Verkäuferin Sadie (Besedka Johnson), eine ver­schlos­se­ne Witwe von 85 Jahren, lässt Jane gar nicht erst zu Wort kom­men, als die von ihrem Fund erzäh­len will. Jane will nun her­aus­fin­den, ob Sadie das vie­le Geld nötig hat, und es ihr nur dann zurück­ge­ben. Frech drängt sie sich ins Leben der alten Frau, um sie ken­nen zu ler­nen, bis sich lang­sam eine unge­wöhn­li­che Freundschaft ent­wi­ckelt. Doch auch Melissa benö­tigt immer wie­der Janes Aufmerksamkeit: Sie ist dro­gen­süch­tig, und ihre Unzuverlässigkeit und ihr chro­ni­scher Geldmangel wer­den zum Problem …
„Starlet” ist ein Film über Vertrauen und Vertrauensmissbrauch. Sadie und Jane sind bei­de auf sich allein gestellt und leben wie in einem Kokon: Sadie ver­lässt ihr leicht ver­wahr­los­tes Haus fast nur noch zum wöchent­li­chen Bingo, Jane lebt in einer asep­ti­schen Welt, in der es außer dem Job kaum mehr gibt als Computerspielen auf der Couch und Drogen. Die Bildgestaltung des Films ist äußerst gelun­gen. Oft scheint Jane sich in einer licht­durch­flu­te­ten Traumwelt zu bewe­gen. Der ele­gi­sche Elektrosoundtrack trägt eben­falls zu die­ser ent­rück­ten Atmosphäre bei. Dann wie­der­um setzt der Film auf die doku­men­ta­risch anmu­ten­de Nähe der Handkamera und strafft Szenen mit sicht­ba­ren Jumpcuts. (…). Ein wun­der­ba­rer Film. (BR – KinoKino)

STARLET ent­wirft die klas­si­sche Geschichte der unwahr­schein­li­chen Freundschaft als zar­tes, pas­tell­far­be­nes, son­nen­ge­tränk­tes, flüch­tig-spon­ta­nes Gewebe und war­tet mit zwei Entdeckungen auf: Mariel Hemingways Tochter Dree in der Rolle der Jane und Besedka Johnson, die im Greisinnenalter ihr Debüt als Sadie gibt.” (Viennale)

USA 2012, 103 Min., engl. OmU 

Regie:  Sean S. Baker

Darsteller:  Dree Hemingway, Besedka Johnson, Stella Maeve, James Ransone, Karren Karagulian