Wochenenden in der Normandie

weekends

Vor vie­len Jah­ren kauf­ten sich Syl­vet­te und Ulrich und ihre Freun­de Chris­ti­ne und Jean, alle jung ver­hei­ra­tet, zwei neben­ein­an­der ste­hen­de Feri­en­häu­ser am Meer. Seit­her tref­fen sie sich dort regel­mä­ßig, und inzwi­schen genie­ßen auch die halb erwach­se­nen Kin­der die Wochen­en­den. Eines Tages aber steht Chris­ti­ne völ­lig auf­ge­löst vor der Tür: Jean hat sich unver­mit­telt und sofort von ihr getrennt. Ulrich und Syl­vet­te sind rat­los. Wie sol­len sie sich ver­hal­ten, falls sie Par­tei ergrei­fen sol­len? Wie, wenn die impul­si­ve Chris­ti­ne ihnen pein­li­che Aus­brü­che beschert? Und was tun, wenn der son­st so dis­tan­ziert wir­ken­de Jean ganz selbst­ver­ständ­li­ch die neue Freun­din mit ins Haus bringt? Und wir steht es eigent­li­ch um die eige­ne Ehe? Mit lei­sem Humor, aber ohne Iro­nie erzählt der Film von einer Tren­nung nach lan­ger Ehe, die ihre Aus­wir­kun­gen auf die gesam­te Umge­bung hat.
»Mein Ansatz ist eher mini­ma­lis­ti­sch. Ich habe mir gesagt: sprich über das Leben, aber blei­be an einem Ort, ähn­li­ch wie ein guter Doku­men­tar­fil­mer, der unse­re Augen für die Welt öff­nen will. Mal sehen, was da so pas­siert. Und so bewe­gen wir uns in der Tat prak­ti­sch nur auf dem Gelän­de mit den bei­den Häu­sern und der Stra­ße dazwi­schen. Plus eini­ger Neben­schau­plät­ze, die qua­si dazu­ge­hö­ren: der Strand, der Bahn­hof, der Super­markt. Und alles geschieht an die­sen Wochen­en­den. Der gan­ze Rest, das Leben der Prot­ago­nis­ten in der Stadt die Woche hin­durch, bleibt bewusst aus­ge­blen­det. Wir wis­sen als Zuschau­er nicht alles über die Per­so­nen, wir sehen nur einen Aus­schnitt, und das gefällt mir. Inter­es­san­ter­wei­se gab die­se Beschrän­kung auf die Wochen­en­den mei­ner Co-Autorin Sophie Fil­liè­res und mir beim Schrei­ben viel Frei­heit. Wir konn­ten uns immer neu aus­den­ken, was wohl in der Zwi­schen­zeit gesche­hen sein moch­te, und wir hat­ten Spaß dar­an, uns sel­ber und das Publi­kum zu über­ra­schen.« Anne Vil­lacèque

OT: Week-ends
F 2014, franz. OmU, 90 Min.

Buch: Anne Vil­lacèque, Sophie Fil­liè­res
Regie: Anne Vil­lacèque
mit: Karin Viard, Noé­mie Lvovs­ky, Jac­ques Gam­blin, Ulrich Tukur, Auré­lia Petit, Ili­a­na Zabe­th, u.A.
Web­sei­te: www.kairosfilm.de