Widows – Tödliche Witwen

Ein Film von Steve McQueen.

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Der neue Film des bri­ti­schen Regisseurs Steve McQueen (Hunger, Shame, 12 Years a Slave) basiert auf einer TV-Krimiserie aus den 80er Jahren, geschrie­ben von Lynda La Plante. Um von aktu­el­len Umständen zu erzäh­len, ver­legt Steve McQueen die Geschichte von London in den 80ern ins heu­ti­ge Chicago. Die Witwen sind vier Frauen, deren Männer bei einem miss­glück­ten Raub getö­tet wer­den. Sie hin­ter­las­sen ihren Frauen unver­mu­te­te Schulden, wodurch ihr schein­bar gesi­cher­tes Leben droht, wie ein Kartenhaus zusam­men­zu­bre­chen. Ein mög­li­cher Weg aus die­ser Notsituation fin­det sich in dem Notizbuch des ver­stor­be­nen Ehemanns von Veronica (gespielt von Viola Davis), in dem der Plan für den nächs­ten Coup skiz­ziert ist. Die vier Frauen schlie­ßen sich zu einer Art Notgemeinschaft zusam­men und tun das, was nie­mand ihnen zutraut, um sich gemein­sam aus dem Sumpf zu ziehen.

In Filmen wür­den sich oft Frauen gegen­sei­tig has­sen müs­sen, sagt Steve McQueen, der umge­kehr­te Fall, dass sich Frauen zusam­men­schlie­ßen und sich gegen­sei­tig respek­tie­ren, ist viel zu sel­ten erzählt. Das ist das eine. Das ande­re sind gesell­schaft­li­che Fragen, der sozia­le und finan­zi­el­le Hintergrund der Frauen wird immer auch mit­er­zählt. „Widows“ ist vor­der­grün­dig ein span­nen­den Thriller, der auf die Frage hin­aus­läuft, ob die vier Witwen erwischt wer­den oder nicht. Der Film ver­han­delt zugleich aber viel mehr, es geht um Politik, Klasse, Ethnie, Kriminalität. Ein Blick auf das Lokale (Chicago) als Methode, um Globales zu sehen, schreibt Steve McQueen in sei­nem Kommentar zum Film.

 

 

Credits:
GB/US 2018, 130 Min., engl. OmU
Regie: Steve McQueen
Kamera: Sean Bobbitt
Schnitt: Joe Walker
mit: Viola Davis, Michelle Rodriguez, Elizabeth Debicki, Cynthia Erivo, , Colin Farrell, Brian Tyree Henry, Daniel Kaluuya, Jacki Weaver, Carrie Coon, Robert Duvall, Liam Neeson

frei­ge­ge­ben ab 16 Jahren (FSK)

 

Termine:

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Trailer: