Siebzehn

Ein Film von Monja Art. Ab 27.4. im fsk. (Nicht mit MIT SIEBZEHN verwechseln)

Paula ist sehr gut in der Schule und verliebt in eine Mitschülerin. Gleichzeitig wird sie von einem anderen Mädchen in ihrer Klasse ständig genervt. Ihre Person zeichnet aus, dass sie meist sehr gelassen mit den post-pubertären Ausschweifungen der anderen umgeht. Sie scheint ein wenig darüber zu stehen. Fortwährende Intrigen, Aufregungen und Gemeinheiten scheinen ihr eine Zeit lang nichts anhaben zu können, bis sie doch immer mehr in die rücksichtslosen Machenschaften hineingezogen wird. Egoistisches, hartes Teenagerleben sind mit ihren milden, romantischen Ambitionen unvereinbar.

Der Film verzichtet sehr angenehm auf einseitige Zuweisungen und deutet manchmal die Möglichkeit an, die Erzählung in eine andere Richtung laufen zu lassen und so dem Zuschauer punktuell andere Optionen eröffnet. Dabei umschifft er auch glüchlicherweise die üblichen stereotypen und klischeehaften Beschreibungen von Personen und deren Umgebung.

Wer sich dabei an den Film „Raus aus Amal“ erinnert fühlt, liegt überhaut nicht so daneben.

Für ihren ersten langen Spielfilm Siebzehn, bei dem sie für Regie und Drehbuch verantwortlich zeichnete, wurde Monja Art 2017 mit dem Filmfestival Max Ophüls Preis ausgezeichnet.

Begründung der Jury:
„Sensibel und entschlossen inszeniert erzählt dieser wunderbare Film von der ersten oder auch der zweiten Liebe, tiefen Sehnsüchten, der inneren Unsicherheit und der Suche nach der eigenen Identität. Es ist überaus erstaunlich, dass man diese wiederkehrenden Geschichten vom Erwachsenwerden so erfrischend und emotional mitreißend neu erfinden kann.“

Hauptdarstellerin Elisabeth Wabitsch erhielt den Max Ophüls Preis als beste Nachwuchsschauspielerin.

Ö 2017, 104 Min.
Regie, Buch: Monja Art
Kamera: Caroline Bobek
Schnitt: Monja Art, Claudia Linzer
Darsteller: Elisabeth Wabitsch, Anaelle Dézsy, Alexandra Schmidt, Alexander Wychodil,
Christopher Schärf u. a.