Liebe auf den ersten Schlag

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Der Ori­gi­nal­ti­tel ist schla­gen­der: „Les Com­bat­tants“ (Die Kämp­fen­den) und dar­um geht es auch mehr, als um eine wei­te­re roman­ti­sche Komö­die.

Es beginnt schon mit einem Selbstverteidigungs-Demonstrationskampf, wo der jun­ge Arn­aud die bur­schi­ko­se Made­lei­ne aus nächs­ter Nähe ken­nen­lernt. Zunächst gewinnt sie beim Ring­kampf die Ober­hand, doch kann er sich am Ende durch einen unfai­ren Biss aus der Affä­re zie­hen. Made­lei­ne, vom bal­di­gen Welt­un­ter­gang über­zeugt, will sich den Her­aus­for­de­run­gen der posta­po­ka­lyp­ti­schen Welt phy­si­sch stel­len kön­nen, und absol­viert des­halb ein selbst­ent­wi­ckel­tes Här­te­trai­ning und mel­det sich schließ­li­ch zu einem Armee-Survivalcamp an. Arn­aud, der zurück­hal­ten­de, lie­bens­wer­te Schlaf­fi, hat sich inzwi­schen sosehr in die coo­le Sparrings-Partnerin ver­guckt, dass er ihr unge­fragt folgt. Der mili­tä­ri­sche Drill und der gefor­der­te Gehor­sam im Camp steht ihrem Intel­lekt und Wider­stands­geist aller­dings schwer im Weg, und auch er hat bald die Scha­nu­ze voll. Die bei­den machen sich als­bald davon, und in den Wäl­dern Aqui­tai­nes ist jetzt das ech­te Über­le­bens­trai­ning gefragt.

LIEBE AUF DEN ERSTEN SCHLAG ist so unro­man­ti­sch wie sei­ne Haupt­per­so­nen, der schweig­sa­me Tisch­ler Arn­aud und die des­il­lu­sio­nier­te Bür­ger­toch­ter Made­lei­ne. Wenn schon zu zweit Rol­ler gefah­ren wer­den muss, dann nur schwei­gend im strö­men­den Regen, wenn Made­lei­ne ein Geschenk mit­bringt, dann sind es gefro­re­ne Küken für Arn­auds Frett­chen. Gera­de des­halb ist LIEBE AUF DEN ERSTEN SCHLAG eine der inter­es­san­tes­ten Lie­bes­ge­schich­ten die seit Lan­gem im Kino zu sehen waren: an kei­ner Stel­le ist schon vor­her klar, was als nächs­tes pas­siert und immer wie­der ent­wi­ckelt der Film, genauso übri­gens wie Arn­aud, einen über­ra­schen­den Sinn für Humor. “ Hen­dri­ke Bake | indie­ki­no Ber­lin

Neben ande­ren Prei­sen gab es bei der dies­jäh­ri­gen Cesar-Verleihung einen Preis­se­gen für das die Rol­len­bil­der gebürs­te­te Werk: für das Bes­te Debut, die Bes­te Haupt­dar­stel­le­rin und den Bes­ten Nach­wuchs­dar­stel­ler

 

les combattants

les com­bat­tants

OT: Les Com­bat­tants

F 2014, 98 Min., franz. OmU

R.: Tho­mas Cail­ley
K.: David Cail­ly
S.: Lili­an Cor­beille

D.: Kévin Azaïs, Adè­le Haen­el, Antoi­ne Lau­rent, Bri­git­te Roüan