Kategorie: archiv

  • The Old Oak

    The Old Oak

    Ein Film von Ken Loach.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    TJ Ballantyne ist Betreiber des Pubs The Old Oak in einer ehe­ma­li­gen Grubenstadt in Nordengland, wo nicht nur der Ausverkauf leer­ste­hen­der Häuser (damit der Werteverfall aller Immobilien) an aus­wär­ti­ge Investoren die Gemüter umtreibt. Die Schließungen sozia­ler Einrichtungen und Geschäfte, die Arbeits- und Aussichtslosigkeit machen den Menschen zu schaf­fen. Als eine Gruppe syri­scher Geflüchteter im Ort unter­ge­bracht wird, wird es nicht als Chance für neu­en Möglichkeiten gese­hen, son­dern als Gefahr. Zusammen mit der jun­gen Fotografin Yara, deren Vater wohl in Syrien ver­misst wird, ver­sucht TJ, gegen alle Anfeindungen ein soli­da­ri­sches, alle ein­schlie­ßen­des Netzwerk auf­zu­bau­en. Dass er für eine gemein­sa­me Kantine das unge­nutz­te Hinterzimmer des Pubs her­rich­tet, zuvor aber eine geplan­te Versammlung gegen die „Fremden“ dort unter­sagt hat, bringt sei­ne Stammgäste zunächst gegen ihn auf.
    In ihrer klei­nen Utopie zei­gen Loach und sein Autor Laverty ein­mal mehr die Zusammenhänge und Auswirkungen einer rein aufs Ökonomische gerich­te­ten Politik auf. Für alle, denen das Ende zu posi­tiv ist, gibt es einen Trost: die Geschichte hat sich, so oder so ähn­lich, tat­säch­lich ereig­net.
    „Loachs [und Lavertys] Anliegen ist klar: Syrische Flüchtlinge und eng­li­sche Arbeiter ste­hen auf der­sel­ben Stufe. Sie alle sind Unterdrückte und Opfer, ent­we­der von Kriegen oder Marktinteressen. Flüchtlinge zu has­sen, ihnen gar die Schuld an den eige­nen Problemen zu geben, nur weil die Boulevard-Medien dazu ansta­cheln, hat des­halb kei­nen Sinn. Loach plä­diert des­halb für Selbsthilfe. Die Kantine im „Old Oak“ ist so etwas wie eine prag­ma­ti­sche Lösung im Kleinen, ohne staat­li­che Vorgaben oder Hilfe. Hier begeg­nen sich frem­de Menschen, um Vorurteile abzu­bau­en und sich gegen­sei­tig bei ihren Problemen zu hel­fen. Wer gemein­sam isst, ver­steht sich bes­ser.
    Das steht im wun­der­ba­ren Gegensatz zur aktu­el­len Politik, die vor unkon­trol­lier­ten Flüchtlingsströmen warnt – und dar­um kon­se­quen­ter­wei­se in die­sem Film gar nicht vor­kommt.“
    Michael Ranze | Filmdienst

    Credits:

    GB/FR/BE 2023, 113 Min., engl. OmU
    Regie: Ken Loach
    Drehbuch: Paul Laverty
    Kamera: Robbie Ryan
    Schnitt: Jonathan Morris
    mit: Dave Turner, Ebla Mari, Debbie Honeywood, Reuben Bainbridge

    Trailer:

    OmU!

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    A film by Ken Loach. In English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    A pub as a place of divi­si­on, but also inter­ac­tion: In his new film, Ken Loach is once again a keen-sigh­ted, warm-hear­ted seis­mo­graph of British socie­ty. The Old Oak is the only remai­ning public place whe­re peo­p­le in the once thri­ving North English mining com­mu­ni­ty of Easington can meet. After 30 years of decli­ne, TJ Ballantyne, the land­lord, is despe­ra­te to save the pub, but with the arri­val of Syrian refu­gees two dif­fe­rent rea­li­ties meet head-on. When TJ makes fri­ends with Yara, a young Syrian woman, the two try to bring the two cul­tures clo­ser tog­e­ther. For a bet­ter future – and for The Old Oak.

    Credits:

    GB/FR/BE 2023, 113 Min., engl. OmU
    Regie: Ken Loach
    Drehbuch: Paul Laverty
    Kamera: Robbie Ryan
    Schnitt: Jonathan Morris
    mit: Dave Turner, Ebla Mari, Debbie Honeywood, Reuben Bainbridge

    Trailer:

    OmU!

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  • Fremont

    Fremont

    Ein Film von Babak Jalali.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    „Das Kino kann ein Glückskeks sein“ 
Daniel Nehm | Die Zeit
    „In ihrer afgha­ni­schen Heimat arbei­te­te Donya [Anaita Wali Zada, tat­säch­lich vor Jahren von dort geflo­hen] als Übersetzerin für die ame­ri­ka­ni­schen Besatzer, nun lebt sie in Fremont, einer klei­nen Schlafstadt in der Nähe von San Francisco. Unspektakulär läuft das Leben hier ab, tags­über arbei­tet Donya in einer Fabrik, in der Glückskekse her­ge­stellt wer­den, … nachts lei­det sie an Schlaflosigkeit. Kein dra­ma­ti­sches Trauma plagt sie – so wie die gesam­ten 90 Minuten des Films betont undra­ma­tisch ablau­fen – doch immer wie­der fragt sich Donya, war­um gera­de sie über­lebt hat, wäh­rend so vie­le Menschen im Krieg star­ben. Warum lebt sie ein zwar beschei­de­nes, aber doch ange­neh­mes Leben, war­um hat­te sie soviel Glück?
    Als idea­le Metapher auf dem Weg zur Erkenntnis funk­tio­nie­ren dabei die Glückskekse, jenes leicht süße Gebäck, in des­sen Inneren sich eine mehr oder weni­ger sin­ni­ge Lebensweisheit befin­det. Nicht zu prä­zi­se, aber auch nicht zu vage soll die­se sein, erklärt ihr Chef Donya, nicht zu opti­mis­tisch, aber auch nicht pes­si­mis­tisch. Eine schwie­ri­ge Balance also, die auch Babak Jalalis Film erfolg­reich hält: Irgendwo zwi­schen Komödie und Drama bewegt sich „Fremont“, in einer Welt der klei­nen, genau­en Beobachtungen, vol­ler lako­ni­scher Momente, mit lebens­na­hen Figuren, die Empathie aus­lö­sen und die man ger­ne beob­ach­tet. Das ange­sichts die­ses Tonfalls und beson­ders der ruhi­gen, im klas­si­schen 4:3 Format kadrier­ten Bilder unwei­ger­lich Vergleiche zu Jim Jarmusch wach wer­den ist kein Vorwurf, im Gegenteil: Mit sei­nem vier­ten Film „Fremont“ ist Babak Jalali ein bemer­kens­wer­tes Kleinod gelun­gen, voll von ganz eige­nen Charakteren und klei­nen, wah­ren Lebensweisheiten.“
    Michael Meyns | programmkino.de

    „Auch wenn es die­se Inhaltsangabe nicht gleich ver­mu­ten lässt, han­delt es sich bei „Fremont“ von dem ira­nisch-stäm­mi­gen, in London leben­den Regisseur Babak Jalali um eine leicht­fü­ßi­ge, intel­li­gen­te Komödie, in der am lau­fen­den Band wit­zi­ge Dinge pas­sie­ren, die die Hauptfigur sto­isch hin­nimmt. Ganz egal, ob Donya sich mit ihren Nachbarn unter­hält, sich über die Leidenschaft eines Restaurantbesitzers für Soap Operas wun­dert oder die Blind-Date-Erfahrungen einer Kollegin mit anhö­ren muss: Jalali fin­det stets lako­ni­sche, prä­zi­se geschrie­be­ne Dialoge und Situationen, die auf sei­ne Vorbilder, Jim Jarmusch und natür­lich Aki Kaurismäki, ver­wei­sen.” Filmdienst

    Credits:

    US 2023, 91 Min., engl.-farsi–kantonesische OmU
    Regie & Schnitt: Babak Jalali
    Kamera: Laura Valladao
    mit Anaita Wali Zada, Hilda Schmelling, Jeremy Allen White, Avis See-tho 

    Trailer:
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    A film by Babak Jalali. In English, Farsi and Kantonese with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Beautiful and trou­bled 20-some­thing Donya, an Afghan trans­la­tor who used to work with the U.S. govern­ment, has trou­ble slee­ping. She lives by hers­elf in Fremont, California, in a buil­ding with other Afghan immi­grants and often dines alo­ne at a local restau­rant wat­ching soap operas. Her rou­ti­ne chan­ges when she’s pro­mo­ted to wri­ting the for­tu­nes at her job at a for­tu­ne coo­kie fac­to­ry in the city. As her for­tu­nes are read by stran­gers throug­hout the Bay, Donya’s smol­de­ring lon­ging dri­ves her to send a mes­sa­ge out to the world, unsu­re whe­re it will lead.

    Shot in black and white, and with warmth and a wry sen­se of humor, direc­tor Babak Jalali has craf­ted a loving por­trait of a young woman haun­ted by the past but still fil­led with desi­re for com­pa­n­ion­ship and con­nec­tion. Featuring a cast of unfor­gettable, uni­que cha­rac­ters, and ancho­red by a begui­ling debut per­for­mance from real-life Afghan refu­gee Anaita Wali Zada, Fremont is an ode to the curious beau­ty of try­ing to build a new life in a stran­ge land.

    Credits:

    US 2023, 91 Min., engl.-farsi–kantonesische OmU
    Regie & Schnitt: Babak Jalali
    Kamera: Laura Valladao
    mit Anaita Wali Zada, Hilda Schmelling, Jeremy Allen White, Avis See-tho 

    Trailer:
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  • BlackBerry

    BlackBerry

    Ein Film von Matt Johnson.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Zwei unglei­che Unternehmer – der hoch­in­tel­li­gen­te Innovator Mike Lazaridis und der knall­har­te Geschäftsmann Jim Balsillie – tun sich zusam­men. Mit einem Gerät, das der eine erfun­den hat und der ande­re ver­mark­tet, haben sie inner­halb von zehn Jahren welt­weit Erfolg. Es nennt sich BlackBerry und revo­lu­tio­niert die Art, wie die Welt arbei­tet, spielt und kom­mu­ni­ziert. Aber gera­de als das BlackBerry zu neu­en Höhenflügen ansetzt, beginnt es im Nebel der Smartphone-Kriege, Managementkrisen und Ablenkungsmanöver schon wie­der die Orientierung zu ver­lie­ren, was schließ­lich zum Zusammenbruch eines der erfolg­reichs­ten Unternehmen in der Geschichte der Technologie- und Geschäftswelt führt.
    Johnsons frü­he­re Werke (The Dirties, Operation Avalanche) zei­gen Filmfreaks, die getrie­ben sind von der Idee, selbst mit der Kamera etwas auf Film zu ban­nen, das in Wirklichkeit unglaub­lich, wenn nicht unmög­lich erscheint. Seine Geschichten han­deln von schein­bar unschein­ba­ren Menschen, die etwas errei­chen wol­len, das bis­her noch nie­man­dem gelun­gen ist. Mit dem ihm eige­nen, bei­ßen­den Humor ver­blüfft er uns die­ses Mal mit der Story von zwei Kanadiern, die zwi­schen gemein­sa­men Filmabenden ein Werkzeug erfan­den, das aus unse­rem Leben nicht mehr weg­zu­den­ken ist.

    „Dank einer nost­al­gisch-iro­ni­schen 90er und 00er Ästhetik, der per­ma­nen­ten Gegenüberstellung von Geek-Kultur und Corporate Warfare und unzäh­li­gen Film‑, Game- und Pop/Rock-Zitaten gelingt Johnson dabei eine Tragikomödie, die sich wie­sel­flink zwi­schen Wayne’s World, The Social Network und Wallstreet bewegt.„
    Sennhausers Film Blog

    Credits:

    CA 2023, 121 Min., engl. OmU
    Regie: Matt Johnson
    Kamera: Jared Raab
    Schnitt:Curt Lobb
    mit Jay Baruchel, Glenn Howerton, Matt Johnson, Cary Elwes, Saul Rubinek, Michael Ironside, Rich Sommer, Sungwon Cho, Michelle Giroux, Mark Critch

    Trailer:

    OmU!

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    A film by Matt Johnson. In English, with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Two mis­mat­ched entre­pre­neurs – egg­head inno­va­tor Mike Lazaridis and cut-throat busi­ness­man Jim Balsillie – joi­n­ed forces in an endea­vour that was to beco­me a world­wi­de hit in litt­le more than a deca­de. The device that one of them inven­ted and the other sold was the BlackBerry, an addic­ti­ve mobi­le pho­ne that chan­ged the way the world work­ed, play­ed and com­mu­ni­ca­ted. But just as BlackBerry was rising to new peaks, it also star­ted losing its way through the fog of Smartphone wars, manage­ment inde­cis­i­on and out­side dis­trac­tions, even­tual­ly lea­ding to the break­down of one of the most suc­cessful ven­tures in the histo­ry of the tech and busi­ness worlds.
    In his ear­lier works (The Dirties, Operation Avalanche), Matt Johnson has pro­ven how irre­sis­ti­ble an urge it is for cine­as­tes equip­ped with a came­ra to cap­tu­re on film that which seems incre­di­ble, or even impos­si­ble. His are the sto­ries of see­mingly unre­mar­kab­le indi­vi­du­als who are tempt­ed to achie­ve some­thing that nobo­dy else has. Coupled with his own brand of sava­ge humour, Johnson ama­zes us with this sto­ry of two Canadian guys who, in bet­ween movie nights, inven­ted the tool that, for bet­ter or worse, chan­ged our way of doing pret­ty much everything.

    Credits:

    CA 2023, 121 Min., engl. OmU
    Regie: Matt Johnson
    Kamera: Jared Raab
    Schnitt:Curt Lobb
    mit Jay Baruchel, Glenn Howerton, Matt Johnson, Cary Elwes, Saul Rubinek, Michael Ironside, Rich Sommer, Sungwon Cho, Michelle Giroux, Mark Critch

    Trailer:

    OmU!

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  • There is a Stone

    There is a Stone

    Ein Film von Tatsunari Ota.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Eine zufäl­li­ge Begegnung am Fluss, ein flüch­ti­ges Zusammensein, ein Tag Auszeit – Tatsunari Otas Film erkun­det eine Welt ohne Produktivität und fin­det Freude an Müßiggang und Verspieltheit – wun­der­schön in sei­ner Beiläufigkeit, über­ra­schend in Details.
    Eine jun­ge Frau recher­chiert für ein neu­es Reiseprojekt. Von der Burg, die sie sucht, ist jedoch außer einer Hinweistafel nichts mehr zu fin­den. Auf dem Weg zurück zur Bahn kommt sie an ein Flussbett und ent­deckt auf der ande­ren Seite einen Mann, der geschickt Steine übers Wasser sprin­gen lässt. Nach anfäng­li­cher Unsicherheit spa­zie­ren sie zusam­men am Fluss ent­lang, und als er ver­schie­de­ne Spiele vor­schlägt, ver­gisst sie all­mäh­lich Arbeit und Zeit. Beide ver­tie­fen sich in die Suche nach ihren „Lieblingssteinen”, jon­glie­ren mit Ästen und ver­brin­gen Zeit mit­ein­an­der, als wären sie wie­der Kinder. Doch als die Sonne unter­geht, geht die Zeit, die sie gemein­sam ver­bracht haben, zu Ende.
    Vertändelt man sei­ne Zeit beim Schauen eines Films, der sei­nen Blick auf das Vertändeln von Zeit, das Spiel, und schein­bar unnüt­zes Tun rich­tet?
    John Berra von Screen-Daily meint, ganz sicher nicht:
    „Die Aufnahmen des Kameramanns Yuji Fukaya sind gera­de­zu hyp­no­ti­sie­rend. Er nutzt die Academy Ratio, um ein Gefühl der Abgeschlossenheit in der länd­li­chen Umgebung zu erzeu­gen. … Obwohl eine Reihe von ange­mes­sen zurück­hal­ten­den Arrangements des Komponisten Shu Oh spar­sam ein­ge­setzt wird, besteht die Hauptbegleitung in Naru Sakamotos Sounddesign, das das sanf­te Plätschern des Baches und ande­re natür­li­che Elemente mit trance­ar­ti­ger Wirkung unter­streicht.
    An Ogawa und Tsuchi Kano sind in ihren namen­lo­sen Rollen völ­lig unge­küns­telt und stel­len ein Paar sehn­süch­ti­ger, aber vor­sich­ti­ger Seelen dar, ohne dass es einer Hintergrundgeschichte bedarf. Diese flüch­ti­ge Freundschaft hat einen ganz eige­nen Rhythmus, aber wer sich dar­auf ein­lässt, wird in There Is A Stone einen loh­nen­den Ausflug fin­den, der aus dem schein­bar Alltäglichen behut­sam beson­ders ech­te Momente herausholt.“

    Credits:

    Ishi ga aru – 石がある
    Jp 2022, 104 Min., japan. OmU
    Regie: Tatsunari Ota
    Kamera: Yuji Fukaya
    Schnitt: Keiko Okawa
    mit:An Ogawa, Tsuchi Kanou

    Trailer:
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    A film by Tatsunari Ota. In japa­ne­se with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    As ele­gant and decep­tively simp­le as its title, Tatsunari Ota’s Ishi ga aru, redu­ces nar­ra­ti­ve and plot to ques­ti­ons of time, move­ment, and encoun­ter.
    The film opens with a name­l­ess woman arri­ving in a small town, out of see­ming nowhe­re. “Is the­re any­thing nice around here?” she asks a local, “Something fasci­na­ting?” Her inquiry met with a near-blank sta­re, she thus drifts, even­tual­ly encoun­tering a man skip­ping stones by the river. Together they pass the after­noon enga­ged in playful out­door acti­vi­ties like balan­cing sticks, stack­ing stones and more. Finally, they part – their time tog­e­ther curtail­ed by the ine­vi­ta­ble waning day­light – with the unex­pec­ted emo­tio­nal import of their time tog­e­ther left ripp­ling like the water over one of their sub­mer­ged peb­bles.
    While struc­tu­red around cen­tral cha­rac­ters and nar­ra­ti­ve in natu­re, the film invi­tes a form of spec­ta­tor­ship more clo­se­ly asso­cia­ted with dance or per­for­mance art. Throughout, Ota empha­si­s­es the phy­si­cal and emo­tio­nal exch­an­ges bet­ween stran­gers, as well as bet­ween humans and natu­re. As if in respon­se to the woman’s ear­ly query, Ishi ga aru quiet­ly reo­ri­ents our expec­ta­ti­ons and under­stan­ding of fascination.

    Credits:

    Ishi ga aru – 石がある
    Jp 2022, 104 Min., japan. OmU
    Regie: Tatsunari Ota
    Kamera: Yuji Fukaya
    Schnitt: Keiko Okawa
    mit:An Ogawa, Tsuchi Kanou

    Trailer:
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  • The Quiet Girl

    The Quiet Girl

    Ein Film von Colm Bairéad.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Das beein­dru­cken­de Debut des Iren Colm Bairéad ist ein ruhi­ger, ein stil­ler Film. Zurückhaltend wie sei­ne Hauptfigur, die neun­jäh­ri­ge Cáit, lebt vom genau­en Hinschauen, Spüren, von vor­sich­ti­gem Herantasten. Zu Beginn ver­steckt sie sich vor ihren Geschwistern im hohen Gras, und wird von der Kamera ent­deckt.
    In den 80-er Jahren war Armut in der Republik Irland kein Fremdwort, und auch der Hof von Cáits Familie ist unr­e­ta­bel. Man lebt beengt, der Vater ver­spielt und ver­trinkt das weni­ge Geld, die Mutter ver­nach­läs­sigt fast zwangs­läu­fig die Kinderschar. Als sie erneut ein Kind erwar­tet, wird aus­sor­tiert, und das fami­li­en­un­kon­for­me Mädchen zeit­wei­se bei einem ent­fernt ver­wand­ten Ehepaar unter­ge­bracht. Seán und Eibhlín sind ver­gleichs­wei­se wohl­ha­bend und kön­nen die Kleine gut auf­neh­men. Während Eibhín sich rüh­rend um Cáit küm­mert, ver­hält sich Seán zunächst abwei­send und unfreund­lich.
    Dass sich dies grund­le­gend ändert, ist qua­si film­ge­mäß vor­be­stimmt, doch die Annäherung von Kind und Ersatzvater wird auf eine sel­ten schö­ne und undra­ma­ti­sche Weise gezeigt. Kleine Gesten, Blicke und Ermunterungen zeu­gen von zuneh­men­der Vertrautheit, wenn es auch in die­ser Familie Geheimnisse gibt.
    „ … Diese Cáit mag nicht viel spre­chen. Dafür aber nimmt sie mit allen Sinnen wahr, auf­merk­sam und sen­si­bel. Und der Film tut es mit ihr. Colm Bairéad lässt die Kamera zu einem Sinnesorgan des künf­ti­gen Erinnerns wer­den; er erzählt ohne die übli­chen dra­ma­tur­gi­schen Konflikte, sucht nie das gro­ße Drama. Wohltuend ist das und unauf­dring­lich. Das ist auch das bes­te Adjektiv, um die­sen Film zu beschrei­ben – nichts drängt sich auf, alles ist inwen­di­ges Erleben.
    … Cáit sol­le sich nicht ob ihrer Schweigsamkeit sor­gen, sagt Séan ein­mal am Strand zu ihr; zu vie­le Menschen wür­den die Chance ver­pas­sen, nichts zu sagen, und dabei viel kaputt machen. Dasselbe gilt auch für vie­le Filme, die es ver­pas­sen, mit den Bildern zu erzäh­len, und statt­des­sen alles zer­re­den. Das Debüt von Colm Bairéad fin­det dar­in sei­ne eige­ne meis­ter­haf­te Form.“
    Sebastian Seidler | Filmdienst

    Credits:

    An Cailín Ciúin
    IR 2022, 95 Min., gälisch, eng­li­sche OmU
    Regie: Colm Bairéad
    Kamera: Kate McCullough
    Schnitt: John Murphy
    mit: Carrie Crowley, Andrew Bennett, Catherine Clinch

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    A film by Colm Bairéad. In Gaelic and English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    “There are no secrets in this house. Do you hear me? … If the­re are secrets in a house, the­re is shame in that house.”

    Four siblings, a mother torn bet­ween care and hel­p­less­ness, a cur­sing father and a wet mat­tress every mor­ning: the­se are the things that make up quiet young Cáit’s life. Her par­ents deci­de it’s best if she spends the sum­mer at the farm of two rela­ti­ves she has never met. Lush green trees flank the road lea­ding up to their pro­per­ty, a respectful silence per­va­ding their bright, clean house. Here, ten­der­ly loo­ked after by Eibhlín, Cáit final­ly feels loved and safe. Initial aloof­ness like­wi­se starts giving way to a deeper bond bet­ween her and Seán, with whom she feeds the cal­ves. The mat­tress stays dry. And yet, in the midst of the scrag­gly beau­ty of the Irish coun­try­si­de, cer­tain secrets seem to lin­ger, which Cáit beg­ins to face with new­found cou­ra­ge and confidence.

    Credits:

    An Cailín Ciúin
    IR 2022, 95 Min., gälisch, eng­li­sche OmU
    Regie: Colm Bairéad
    Kamera: Kate McCullough
    Schnitt: John Murphy
    mit: Carrie Crowley, Andrew Bennett, Catherine Clinch

    Trailer:
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  • Monster im Kopf

    Monster im Kopf

    Ein Film von Christina Ebelt. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Hochschwanger sitzt Sandra im Gefängnis und kämpft ener­gisch dar­um, dass ihr Kind auch nach der Geburt bei ihr bleibt. Doch die Sozialarbeiterin und das Jugendamt sind skep­tisch, ob sie ihr das zutrau­en. Sie befürch­ten, wenn Sandra unter Druck gerät, fällt sie in alte Muster zurück und hat sich nicht im Griff. Erst durch geschickt in die Erzählung ein­ge­wo­be­ne Rückblenden erfah­ren wir, wie es über­haupt so weit kom­men konn­te.” (Filmfest München)
    Das Impulsive, die Unberechenbarkeit und die Gewaltausbrüche der Hauptfigur machen es nicht leicht, einen Zugang zur Hauptperson zu fin­den, was aber genau die Intention des Films ist: Nicht durch eili­ge Schuldzuweisungen die Ambiguität der Protagonistin zu unter­lau­fen. Eine Figur voll­stän­dig ver­ste­hen zu kön­nen, viel­leicht auch beu­gen zu wol­len, wird in den bes­ten Momenten zurecht wider­spro­chen. So bleibt immer ein Rest in der Schwebe und wir dür­fen uns nur ein wenig nähern, was aber aus­reicht, um letzt­lich ein gro­ßes Mitgefühl zu erzeugen. 

    Credits:

    DE 2023, 94 Min.
    Regie: Christina Ebelt
    Kamera: Bernhard Keller
    Schnitt: Florian Riedel
    mit Franziska Hartmann, Slavko Popadić, Martina Eitner-Acheampong

    Trailer:
    MONSTER IM KOPF – Offizieller Trailer
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    A film by Christina Ebelt. In German.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Sandra is impul­si­ve. Sandra is in jail. Sandra is also pregnant. A cine­ma­tic tour de force with a fan­ta­sti­cal­ly ira­te protagonist.

    Far along in her pregnan­cy, Sandra is ada­mant that her child remain with her after it is born, even though she is ser­ving a pri­son sen­tence. The social worker and the youth wel­fa­re office are skep­ti­cal about whe­ther she in a con­di­ti­on to rai­se the child. They fear that if Sandra is sub­jec­ted to stress, she will revert to her old pat­tern of beha­vi­or and lose her com­po­sure. Only through flash­backs cle­ver­ly woven into the nar­ra­ti­ve do we learn how ever­y­thing could have come to this.

    Credits:

    DE 2023, 94 Min.
    Regie: Christina Ebelt
    Kamera: Bernhard Keller
    Schnitt: Florian Riedel
    mit Franziska Hartmann, Slavko Popadić, Martina Eitner-Acheampong

    Trailer:
    MONSTER IM KOPF – Offizieller Trailer
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  • Tótem

    Tótem

    Ein Film von Lila Avilés. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In ihrem zwei­ten Film ver­lässt Lila Avilés die engen Hotelzimmer ihres Debüts „The Chambermaid”, aber der Zusammenhang zwi­schen mensch­li­chen Beziehungen und Innenräumen bleibt Thema. Schauplatz ist ein gro­ßes Haus, in dem Familie und Freund*innen ein zwei­fa­ches Ritual bege­hen: Der Maler und jun­ge Vater Tona hat Geburtstag, und da es wohl sein letz­ter ist, wird zugleich Abschied gefei­ert. Entsprechend hat auch der Film zwei Seelen: Hinter der Hektik und Spontaneität beim Vorbereiten und Feiern tut sich jene archa­isch-spi­ri­tu­el­le Tiefendimension auf, die im Titel anklingt. Tonas geschwäch­ter Körper bleibt zunächst unsicht­bar. Im schüt­zen­den Zimmer sam­melt er Kraft für die Zeremonie, bei der er die gan­ze Liebe und Zuneigung erfährt, die er für sei­ne letz­te Reise braucht. So sorg­sam wie der Patriarch sei­ne gelieb­ten Bonsaibäumchen gestal­tet Avilés ihre fil­mi­sche Miniatur, hilft Handlungslinien und Gefühlen auf den rich­ti­gen Weg, schnei­det Nebensächliches und Überflüssiges weg. Der Film berei­tet den Weggang eines Menschen vor, ist aber vol­ler Lebenszeichen und ‑for­men: Tiere, Insekten, Pflanzen und ein Defilee wun­der­ba­rer Menschen, ver­eint in der Kraft des Miteinanders.

    „Wie der Betrachter auf den ver­schie­de­nen Elementen und Details eines gro­ßen Gemäldes aus frü­he­ren Zeiten ver­weilt und dann den Blick wei­ter­zie­hen lässt, so erfasst auch der Film auf ruhi­ge und bedäch­ti­ge Weise die­se Familie in ihrer unge­wöhn­li­chen Situation, stellt mal den einen, mal die ande­re in den Mittelpunkt und wech­selt dann in den Nebenraum, nimmt eine ande­re Perspektive ein. Das gelingt. Ist span­nend und kurz­wei­lig. Denn als Zuschauer:in zeich­net man die­ses Familienportrait im Kopf nach, macht sich nach und nach ein Bild von jedem Einzelnen und der Familie als Ganzem. Dabei schweift der fil­mi­sche Blick auch ab und ent­wirft ganz neben­bei ganz unge­wöhn­li­che, aber groß­ar­ti­ge Kinobilder, die er durch das zurück­ge­nom­me­ne Sounddesign ein­mal mehr wir­ken lässt. ..” Verena Schmöller | kino-zeit.de

    Credits:

    MX DK FR 2023 95 Minuten
    spa­ni­sche OmU (deut­sche und eng­li­sche Untertitel)
    Regie, Buch: Lila Avilés
    Kamera: Diego Tenorio
    Schnitt: Omar Guzmán
    mit: Naíma Sentíes
    Monserrat Marañon
    Marisol Gasé
    Saori Gurza
    Teresita Sánchez

    Trailer:
    TÓTEM – offi­zi­el­ler Kinotrailer – ab 09.11. im Kino
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    A film by Lila Avilés. In Spanish with German and English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In her second film after The Chambermaid in 2018, Lila Avilés lea­ves behind the cram­ped hotel rooms of her debut but con­ti­nues to work on the con­nec­tion bet­ween rela­ti­onships and inte­ri­or spaces. This time, the set­ting is a lar­ge house whe­re, over the cour­se of a long day, fami­ly and fri­ends meet for a dual ritu­al: it is the bir­th­day of young father and pain­ter Tona, but as it will likely be his last, it is also a fare­well cerem­o­ny. There is dua­li­ty in the film’s soul, too, with the fren­zy of pre­pa­ra­ti­ons and the spon­ta­n­ei­ty of the cele­bra­ti­on con­ce­al­ing the pro­found­ly archaic and spi­ri­tu­al dimen­si­on of the title. Tona’s wea­k­en­ed body is initi­al­ly invi­si­ble, pro­tec­ted in a room whe­re he tri­es to sum­mon up the strength requi­red for the huma­nist cerem­o­ny in which he will be show­e­red with all the love and affec­tion nee­ded to face his final jour­ney.
    Like the cha­rac­ter of the bon­sai-loving patri­arch, Avilés takes meti­cu­lous care in sha­ping her own minia­tu­re, ben­ding tra­jec­to­ries and fee­lings, pru­ning all frills and excess. A film that pre­pa­res for loss, Tótem amas­ses signs and forms of life: ani­mals, insects, plants and a para­de of won­derful human beings who are stron­ger together.

    Credits:

    MX DK FR 2023 95 Minuten
    spa­ni­sche OmU (deut­sche und eng­li­sche Untertitel)
    Regie, Buch: Lila Avilés
    Kamera: Diego Tenorio
    Schnitt: Omar Guzmán
    mit: Naíma Sentíes
    Monserrat Marañon
    Marisol Gasé
    Saori Gurza
    Teresita Sánchez

    Trailer:
    TÓTEM – offi­zi­el­ler Kinotrailer – ab 09.11. im Kino
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  • Notes on a Summer

    Notes on a Summer

    Ein Film von Diego Llorente.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Die „Kurzen Notizen eines Sommers“ – es wird viel per SMS kom­mu­ni­ziert – han­deln von der Mitt-Zwanzigerin Marta, Universitätsangestellte in Madrid. Sie gera­de mit ihrem Freund Leo zusam­men­ge­zo­gen und fährt anschlie­ßend für einen kur­zen Urlaub zurück in ihren Heimatort an die Atlantikküste im Norden Spaniens. So schön die Gegend dort ist, so abge­hängt ist sie öko­no­misch. Während die Hauptstadt für einen siche­ren Arbeitsplatz und eine sta­bi­le Beziehung steht, erscheint der jun­gen Frau Asturien als eine Art ver­lo­re­nes Paradies, wo sie sich zusam­men mit den Freundinnen zurück in die Teenager-Zeit bea­men kann. Dazu kommt dann noch die Begegnung mit mit ihrem Exfreund Pablo, dem sie einst den Laufpass gab. Das mög­li­che Abenteuer mit ihm reizt sie, und so wird die Beziehung, unver­bind­lich natür­lich, reak­ti­viert. Aber zur Hochzeit von Martas Freundin ist auch Leo ein­ge­la­den.
    Es ist eine ein­fa­che, uni­ver­sel­le Geschichte, die uns Diego Llorente hier in klei­nen Alltagsvignetten anbie­tet, unauf­ge­regt mit Rohmerschem Touch und bewun­derns­wert natür­lich erzählt und gespielt.
    Ein som­mer­li­cher Film über Lust und Liebe und Entscheidungen, die man tref­fen
    muss (oder auch nicht).

    Credits:

    ES 2023, 83 Min., span. OmU
    Regie: Diego Llorente
    Kamera: Adrián Hernandez
    Schnitt: Diego Llorente
    mit: Katia Borlado, Antonio Araque, Álvaro Quintana, Rocío Suáre

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    A Film by Diego Llorente.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Marta loves her new life in Madrid with boy­fri­end Leo, but when a trip home for the sum­mer rea­wa­kens an old romance, she beg­ins to ques­ti­on her choices.

    Credits:

    ES 2023, 83 Min., span. OmU
    Regie: Diego Llorente
    Kamera: Adrián Hernandez
    Schnitt: Diego Llorente
    mit: Katia Borlado, Antonio Araque, Álvaro Quintana, Rocío Suáre

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  • Das Versprechen – Architekt BV Doshi

    Das Versprechen – Architekt BV Doshi

    Ein Film von Jan Schmidt-Garre.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Balkrishna Doshi ist 1927 gebo­ren, aber er war der jüngs­te Architekt der Welt. Alles, wor­über jun­ge Architekten heu­te dis­ku­tie­ren, setz­te er schon vor Jahrzehnten um.

    Seit den 60er Jahren bau­te er nach­hal­tig: mit loka­len Materialien, ener­gie­spa­rend, mit natür­li­cher Klimatisierung.

    Seit den 80er Jahren bau­te er sozi­al: kos­ten­güns­ti­ge Siedlungen, die von den Slum-Bewohnern der indi­schen Großstädte wei­ter­ent­wi­ckelt wur­den und ihnen den sozia­len Aufstieg ermöglichten.

    2018 erhielt er dafür den Nobelpreis der Architektur, den Pritzker Architecture Prize.

    Im Januar 2023 ver­starb BV Doshi hoch­be­tagt „als ein glück­li­cher Mensch“, wie Regisseur Jan Schmidt-Garre schreibt.

    „Ein ein­fühl­sa­mes Portrait eines gro­ßen Architekten, das die inni­ge Verbindung von Mensch und gebau­ter Umwelt beleuch­tet, die im Zentrum von Doshis Schaffen steht. Keiner der übli­chen Starchitecture-Filme, son­dern ein Blick auf den Menschen und auf das Indien, die Doshis Bauten geprägt haben.“

    Credits:

    Das Versprechen – Architekt BV Doshi
    D 2023, 90 Min., engl. OmU
    Regie: Jan Schmidt-Garre
    Kamera: Diethard Prengel
    Schnitt: Sarah. J. Levine

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    A film by Jan Schmidt-Garre.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Balkrishna Doshi (1927−2023) is one of India’s most influ­en­ti­al 20th cen­tu­ry archi­tects and reci­pi­ent of the Pritzker Architecture Prize. Doshi and his prac­ti­ce Vastu-Shilpa has a port­fo­lio span­ning over 70 years, inclu­ding col­la­bo­ra­ti­ons with both Le Corbusier and Louis Kahn. The film intro­du­ces view­ers to his famous buil­dings and offers an exclu­si­ve look into his work pro­cess. Doshi shares his sources of inspi­ra­ti­on and moti­va­ti­on and is also a bril­li­ant sto­rytel­ler. His pre­sence of mind, his humor and his wis­dom crea­te the image of a man from whom we can not only learn to build human­ly, but from whom we can learn – to be human.

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    Credits:

    Das Versprechen – Architekt BV Doshi
    D 2023, 90 Min., engl. OmU
    Regie: Jan Schmidt-Garre
    Kamera: Diethard Prengel
    Schnitt: Sarah. J. Levine
    

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  • Anatomie eines Falls

    Anatomie eines Falls

    Ein Film von Justine Triet. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Cannes: Palme d’or 2023

    Sie muss erst etwas erle­ben, bevor sie schrei­ben kann, sagt die Schriftstellerin Sandra (Sandra Hüller) zu der jun­gen Studentin, die sie für ihre Doktorarbeit inter­viewt. In einem abge­le­gen Chalet in den fran­zö­si­schen Alpen wohnt Sandra, die eigent­lich aus Deutschland stammt, wegen ihres Mannes aber nach Frankreich gezo­gen ist und die Sprache gut beherrscht. Doch in der Ehe mit Samuel (Samuel Theis) scheint es zu kri­seln, offen­bar um das Interview zu stö­ren lässt Samuel lau­te Musik laufen.

    Kurz nach­dem die Studentin das Haus ver­las­sen hat wird Samuel tot auf­ge­fun­den, augen­schein­lich aus der drit­ten Etage des Chalets gestürzt, ob durch Selbstmord oder Fremdeinwirkung bleibt offen. Die Ermittlungen der Polizei geben kein kla­res Bild, das Fehlen von ein­deu­ti­gen Beweisen lässt auch Sandra als Tatverdächtige mög­lich wer­den. Zusammen mit ihrem Anwalt Vincent (Swann Arlaud) berei­tet sie sich auf eine mög­li­che Anklage vor und so kommt es auch: Die Autorin steht wegen Mord vor Gericht und auch ihr Sohn Daniel (Milo Machado-Graner) muss als Zeuge aussagen.

    Weite Teile von Justine Triets „Anatomy of a Fall“ spie­len vor Gericht, minu­ti­ös wird die lang­wie­ri­ge Verhandlung geschil­dert, die Aussagen von Sandra, Daniel und ande­ren Zeugen. Doch auch wenn der Titel deut­lich auf Otto Premingers Klassiker „Anatomy of a Murder“ anspielt hat Triet ande­res im Sinn als einen blo­ßen Gerichtsfilm. Sie erzählt von der schwie­ri­gen, oft nicht zu beant­wor­ten­den Suche nach der Wahrheit, nach Fakten, vom meist zum schei­tern ver­ur­teil­ten Versuch, sich anhand von weni­gen Indizien, ver­spreng­ten Aussagen, Tonbandaufzeichnungen und ande­ren Hinweisen, ein kla­res Bild zu machen.

    Unweigerlich muss man hier an #metoo den­ken, an die unzäh­li­gen Fälle, in denen in den letz­ten Jahren ein Mensch unter Verdacht geriet und schnell auf Grund weni­ger Hinweise, ein­zel­nen Zeugenaussagen von der öffent­li­chen Meinung ver­ur­teilt wur­de, mal zu recht, mal aber auch zu unrecht.

    In „Anatomy of a Fall“ ist es nun inter­es­san­ter­wei­se eine Frau, deren Ambivalenzen sie ver­däch­tig macht, die aber vor allem eine kom­ple­xe Person ist, die nicht ein­fach auf einen kla­ren Nenner zu brin­gen ist. Allein die Sprache macht es schwie­rig: Als Deutsche in einem frem­den Land, gut Französisch spre­chend, aber vor Gericht dann doch auf das uni­ver­sel­le Englisch zurück­grei­fend, was aller­dings für kei­nen der Beteiligten die Muttersprache ist. Lost in Translation sozu­sa­gen, was erst recht für man­che Zeugenaussagen gilt, aber auch für schein­bar objek­ti­ve Tonbandaufnahmen. Einen Streit zwi­schen dem Paar hat­te Samuel ins­ge­heim auf­ge­nom­men, der nun als Beweis der Anklage dient. Doch wie ein­deu­tig ist das, was man da hört eigent­lich? Anfangs unter­legt Triet die Tonbandaufnahme noch mit den Bildern des Streites, spä­ter springt sie in den Gerichtssaal zurück, so dass man nur hört, aber kei­ne Bilder mehr sieht. Und wenn dann Geschirr zer­bricht, Dinge zu Boden fal­len muss man sich fra­gen, was denn da genau pas­siert ist und letzt­end­lich zum Schluss kom­men, dass man es nicht genau weiß.

    Das mag unbe­frie­di­gend sein, gera­de vor Gericht, gera­de in der Realität, wenn es um #metoo-Vorwürfe geht, aber gera­de in sol­chen Fällen darf sich eine demo­kra­ti­sche Gesellschaft glück­lich schät­zen, dass die Unschuldsvermutung gilt. In die­sem Sinne ist es nur kon­se­quent, wie Justine Triet ihren Film enden lässt, wie sie sich einer kla­ren Antwort in Bezug auf Sandras Schuld ent­zieht. In der Rolle der undurch­schau­ba­ren Schriftstellerin bril­liert Sandra Hüller, die zum zwei­ten Mal mit Triet zusam­men­ar­bei­te­te und mit ihrer Darstellung stark dazu bei­getra­gen haben dürf­te, das ihre Regisseur als erst drit­te Frau nach Jane Campion und Julia Ducournau mit der Goldenen Palme aus­ge­zeich­net wurde.

    Michael Meyns | programmkino.de

    Credits:

    Anatomie d’u­ne chu­te
    FR 2023, 151 Min., frz. OmU
    Regie: Justine Triet
    Kamera: Simon Beaufils
    Schnitt: Laurent Sénéchal
    mit: Sandra Hüller, Swann Arlaud, Milo Machado Graner, Antoine Reinartz, Samuel Theis, Jehnny Beth, Saadia Bentaïeb, Camille Rutherford

    Trailer:
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    A film by Justine Triet. In French with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Sandra, Samuel and their visual­ly impai­red son Daniel have been living in a remo­te moun­tain loca­ti­on for the past year. When Samuel is found dead out­side the house, an inves­ti­ga­ti­on for death in sus­pi­cious cir­cum­s­tances is laun­ched. Amidst the uncer­tain­ty, Sandra is indic­ted: Was it sui­ci­de or homic­i­de ? A year later Daniel attends his mother’s tri­al, a veri­ta­ble dis­sec­tion of his par­ents’ relationship.

    Cannes: Palme d’or 2023

    Credits:

    Anatomie d’u­ne chu­te
    FR 2023, 151 Min., frz. OmU
    Regie: Justine Triet
    Kamera: Simon Beaufils
    Schnitt: Laurent Sénéchal
    mit: Sandra Hüller, Swann Arlaud, Milo Machado Graner, Antoine Reinartz, Samuel Theis, Jehnny Beth, Saadia Bentaïeb, Camille Rutherford

    Trailer:
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