Kategorie: archiv

  • Wovon sollen wir träumen

    Wovon sollen wir träumen

    Ein Film von Milena Aboyan und Constantin Hatz. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Milena Aboyans Debut Elaha lief vor drei Jahren bei der Berlinale, jetzt hat sie mit dem dama­li­gen Drehbuchautor Constantin Hatz gemein­sam Regie geführt: Wovon sol­len wir träu­men pre­mier­te beim Max-Ophüls-Preis und bekam neben dem Preis der Ökomenischen Jury auch den Publikumspreis „Spielfilm“ zuge­spro­chen. Eher Langzeitbeobachtung als Momentaufnahme, zeigt der Film behut­sam und mit hoher psy­cho­lo­gi­scher Glaubwürdigkeit auf, wie beim Zusammenleben alles mit­ein­an­der zusam­men­hängt und wie Empathie und Nähe mög­lich, aber auch gleich­zei­tig schwie­rig sein kön­nen. Evîn, Laura und Julia tref­fen sich zufäl­lig an einer Lebensmittelausgabestelle für Bedürftige, als die Kurdin Evîn dort von einem Mann ras­sis­tisch belei­digt wird, ihr die Freigängerin Laura zur Hilfe kommt und, als die Situation eska­liert, die Polizei in Person von Julia schlich­ten soll.
    Wir sehen, wie jede ein­zel­ne der drei Frauen mit eige­nen Problemen kämpft. Sichtbar sind dabei die Sorge um das Bleiberecht, der Gefängnisaufenthalt und die häus­li­che Gewalt. Weiter dar­un­ter ver­ber­gen sich aber Traumata, auch sol­che, die von den Eltern an die Kinder wei­ter­ge­ge­ben wur­den.
    Zum Schluss räumt der Film sei­nen Protagonistinnen zwar weni­ger die Möglichkeit einer Befreiung ein, geschwei­ge denn einer Rebellion, schenkt ihnen aber einen ver­söhn­lich-trös­ten­den Ausblick.
    „Noch wei­ter im epi­so­dischen Erzählen geht »Wovon sol­len wir träu­men« von Milena Aboyan und Constantin Hatz, der die Lebenswege drei­er Frauen (und ihrer Beziehungen) so meis­ter­haft ver­bin­det, dass einem unwei­ger­lich ‚Short Cuts‘ von Altman dazu ein­fällt.“ epd-Film

    Credits:

    DE 2025, 108 Min., Dt., Kurd., Engl., mit dt. UT
    Regie: Milena Aboyan, Constantin Hatz 
    Kamera: Rafael Starman
    Schnitt: Elias Ben Engelhardt, Marco Rottig
    mit: Lea van Acken, Luise Aschenbrenner, Bayan Layla, Valerie Tscheplanowa, Louis Nitsche

    Trailer:
    WOVON SOLLEN WIR TRÄUMEN Trailer – ab 19. Februar 2026 im Kino
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    A film by Milena Aboyan and Constantin Hatz. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    The paths of three women cross at a food dis­tri­bu­ti­on point. A woman on day release stands pro­tec­tively in front of a Kurdish woman who is being raci­al­ly insul­ted by a man. The con­fron­ta­ti­on escala­tes and a poli­ce­wo­man arri­ves. For a moment, the fates of the three women inter­sect and frag­ments come tog­e­ther to form a mosaic that reve­als each individual’s strugg­le for survival.

    Credits:

    DE 2025, 108 Min., Dt., Kurd., Engl., mit dt. UT
    Regie: Milena Aboyan, Constantin Hatz 
    Kamera: Rafael Starman
    Schnitt: Elias Ben Engelhardt, Marco Rottig
    mit: Lea van Acken, Luise Aschenbrenner, Bayan Layla, Valerie Tscheplanowa, Louis Nitsche

    Trailer:
    WOVON SOLLEN WIR TRÄUMEN Trailer – ab 19. Februar 2026 im Kino
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  • Blue Moon

    Blue Moon

    Ein Film von Richard Linklater. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Sie wis­sen ja, dass es in der Ehe heißt ‚in guten wie in schlech­ten Zeiten‘? Ich glau­be, ich bin in mei­nem Leben jetzt im ‚schlech­ten‘ Teil ange­langt, und das geschah so lei­se, dass ich es nicht ein­mal bemerkt habe.“
    Richard Linklaters Blue Moon erzählt die Geschichte des Songwriters Lorenz Hart, des­sen beruf­li­ches und pri­va­tes Leben wäh­rend der Premierenfeier für das Musical „Oklahoma!“, mit dem sein ehe­ma­li­ger Partner, der Komponist Richard Rodgers, einen gro­ßen Erfolg fei­ert, ins Wanken gerät. Der Film, in dem eine Vielzahl von Schriftsteller*innen, Schauspieler*innen, Musiker*innen, Freund*innen und Protegés auf­tre­ten – eine Parade der Berühmten und derer, die es wer­den wol­len –, schil­dert über 100 Minuten in Echtzeit die Ereignisse in der Bar Sardi’s am Abend des 31. März 1943. Das Ergebnis ist eine Betrachtung über Freundschaft, Kunst und Liebe: Am Ende die­ses Abends wird Hart einer Welt, die sich durch den Krieg unwi­der­ruf­lich ver­än­dert hat, und der schein­ba­ren Unmöglichkeit der Liebe ins Auge gese­hen haben. Mit beein­dru­cken­den Darbietungen von Ethan Hawke als Lorenz Hart, Andrew Scott als Richard Rodgers, Margaret Qualley als Harts Schützling Elizabeth und Bobby Cannavale als Barkeeper, Freund und Vertrauter von Hart sowie Linklaters Talent fürs Komödiantische, gelingt es, die Ereignisse die­ses ein­zig­ar­ti­gen Abends per­fekt einzufangen.

    Eine Hommage an den guten alten Broadway, Abgesang auf jene Zeit in der Entertainmentindustrie, als der Esprit noch mehr zähl­te als der Profit. Ein Narr, wer da nicht an die klas­si­schen und die neu­en Medien von heu­te denkt, an Quoten und Clickbaits. Oder dar­an, dass das Geld zuneh­mend auch in der Politik regiert, gera­de in US-Amerika. (…)
    Linklaters Film erzählt in leich­tem Ton von einem Todgeweihten, einem, dem das Herz gebro­chen wur­de, der aber nicht las­sen kann von sei­ner Passion. Es ist wie mit den Songtexten von Lorenz Hart: Die schöns­ten Zeilen hat er der unglück­li­chen Liebe gewid­met.“ Christiane Peitz | Tsp.

    Credits:

    US/IE 2025, 100 Min., engl. OmU
    Regie: Richard Linklater 
    Kamera: Shane F. Kelly
    Schnitt: Sandra Adair
    mit: Ethan Hawke, Margaret Qualley, Bobby Cannavale, Andrew Scott

    Trailer:
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    A film by Richard Linklater. In English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    You know how in mar­ria­ge they say ‘for bet­ter or for worse’? I think, in terms of my life, I have ente­red the ‘for worse’ part, and it hap­pen­ed so quiet­ly I didn’t even reco­gni­ze it.”
    Richard Linklater’s Blue Moon tells the sto­ry of the legen­da­ry lyri­cist Lorenz Hart bra­ve­ly facing the future as his pro­fes­sio­nal and pri­va­te life unra­vel during the ope­ning night par­ty for his for­mer part­ner Richard Rodgers’ hit show, “Oklahoma!”. In 100 minu­tes, the film uns­pools in real-time the events in Sardi’s bar on the evening of March 31, 1943. It is a medi­ta­ti­on on fri­end­ship, art and love, fea­turing a rich tapestry of wri­ters, actors, musi­ci­ans, fri­ends and pro­té­gés – a para­de of the famous and the soon-to-be-famous. By the time this night is over, Hart will have con­fron­ted both a world irre­vo­ca­bly chan­ged by the war, and the see­ming impos­si­bi­li­ty of love.
    With powerful per­for­man­ces from Ethan Hawke as Lorenz Hart, Andrew Scott as Richard Rodgers, Margaret Qualley as Hart’s pro­té­gé Elizabeth and Bobby Cannavale as Hart’s bar­ten­der, bud­dy and con­fidan­te, the film per­fect­ly cap­tures, with Linklater’s deft, comic touch, a sin­gu­lar, asto­nis­hing moment in time.

    Credits:

    US/IE 2025, 100 Min., engl. OmU
    Regie: Richard Linklater 
    Kamera: Shane F. Kelly
    Schnitt: Sandra Adair
    mit: Ethan Hawke, Margaret Qualley, Bobby Cannavale, Andrew Scott

    Trailer:
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  • filmPOLSKA reloaded – Flowers Of Ukraine

    filmPOLSKA reloaded – Flowers Of Ukraine

    Kwiaty Ukrainy / Flowers Of Ukraine
    am 25.2. 18:00 im fsk

    [Tickets]

    UKR/PL 2024
    R: Adelina Borets
    70 min, OmeU
    K: Bohdan Rozumnyi & Bogdan Borysenko
    S: Agata Cierniak & Mateusz Wojtyński
    M: DakhaBrakha

    Inmitten von rie­si­gen Beton-Wohnblöcken hat sich die 67-jäh­ri­ge Natalia ein grü­nes Refugium geschaf­fen. Der etwas strup­pi­ge, gelieb­te und gepfleg­te Garten ist nicht nur Nutzfläche, son­dern auch Rückzugsgebiet, Energietankstelle und Ort der Begegnung. Aber auch in Kyiw wird jedes freie Fleckchen bebaut und die Bauunternehmer haben die­ses Filetstück schon lan­ge für ihre Baupläne im Auge. Als sie Bagger anrol­len las­sen, gibt sich das Energiebündel Natalia nicht geschla­gen. Die agi­le Rentnerin orga­ni­siert den Widerstand und kann das kol­lek­ti­ve klei­ne Paradies ret­ten – vorerst.

    Doch bald gibt es Wichtigeres als Unkrautjäten und Gemüseernte. Im März 2022 befin­det sich der Garten plötz­lich im Kriegsgebiet und Natalia muss neue Schwierigkeiten bewäl­ti­gen. Statt zwi­schen Stauden und Bäumen sitzt sie nun immer wie­der im Bunker, Verwandte und Freunde ver­las­sen das Land. Aber mit einer gehö­ri­gen Portion Galgenhumor, Erfindungsgeist und jeder Menge Lebensfreude meis­tert Natalia auch die­se Herausforderung – denn wie die Ukraine ist sie stolz, zäh, ideen­reich und soll­te nie unter­schätzt werden.

    Adelina Borets ist ein stim­mi­ges, warm­her­zi­ges Sozialporträt gelun­gen, das trotz sei­nes erns­ten Themas durch eine hin­rei­ßen­de Protagonistin zum Feel-Good-Movie wird. [Rainer Mende]

     

    wei­te­re filmPOLSKA Termine:

    • vorbei 
    Flowers of Ukraine 2024 | Documentary Trailer
  • filmPOLSKA reloaded – White Courage

    filmPOLSKA reloaded – White Courage

    Am 28.1. um 18:00. Einführung: Bartek Tesarz (Polnisches Institut Berlin)

    [Tickets]

    Zakopane in den Dreißigerjahren, hier leben die Góralen: Im süd­polni­schen Hochgebirge spricht man sei­ne eige­ne Sprache, pflegt sei­ne alpi­nen Traditionen und hält Abstand zu ande­ren – auch zu Polen. Hier fin­den zwei Familien zuein­an­der, die durch stra­te­gi­sche Heirat ihre Situation ver­bes­sern wol­len. Aber wie so oft sind Liebe und Heirat zwei ver­schie­de­ne Dinge – der älte­re, beson­ne­ne Maciek soll die schö­ne Bronka hei­ra­ten, obwohl sie ein Verhältnis mit sei­nem jün­ge­ren, unge­stü­men Bruder Jędrek hat und sogar ein Kind von ihm erwar­tet. Koszałka beschränkt sich nicht auf ein folk­lo­ris­ti­sches Kammerspiel um Liebe und Gehorsam. Vielmehr ent­wi­ckelt er die Geschichte über einen län­ge­ren Zeitraum und ver­leiht ihr damit auch eine poli­ti­sche Dimension. Denn 1939 mar­schiert die deut­sche Wehrmacht in der Hohen Tatra ein und die Góralen müs­sen sich ent­schei­den – kol­la­bo­rie­ren sie und sichern ihren Wohlstand oder blei­ben sie rebel­lisch und ris­kie­ren damit ihr Leben? [Rainer Mende]

    Biała odwa­ga
    PL 2024
    R/K: Marcin Koszałka
    111 min, OmeU
    B: Łukasz M. Maciejewski & Marcin Koszałka
    S: Agnieszka Glińska
    M: Jacek Grudzień
    D: Filip Pławiak, Julian Świeżewski, Jakub Gierszał, Sandra Drzymalska, Wiktoria Gorodeckaja, Andrzej Konopka u. a.

    BIAŁA ODWAGA – Zwiastun PL (Official Trailer)
  • Das Beste liegt noch vor uns

    Das Beste liegt noch vor uns

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ein Film über das Kino. Die Geschichte eines Filmemachers, des­sen Leben stets vom Kino geprägt war und des­sen Filme stets sein eige­nes Leben beglei­tet haben. Giovanni dreht einen Film, der im Jahr 1956 spielt, zur Zeit der sowje­ti­schen Invasion in Ungarn. Er glaubt fest an die­ses Projekt: Er ist über­zeugt, dass es not­wen­dig ist, die Geschichte der ita­lie­ni­schen Kommunistischen Partei zu die­ser Zeit zu erzäh­len und wie sie die Gelegenheit ver­passt hat, sich von der Sowjetunion zu lösen und end­lich einen unab­hän­gi­gen Weg ein­zu­schla­gen. Aber heu­te erin­nert sich nie­mand mehr an die­se Ereignisse, die Welt hat sich ver­än­dert, eben­so wie die Art und Weise, wie Filme gedreht wer­den. Während Giovanni über­zeugt ist, dass er einen poli­ti­schen Film dreht, ist sei­ne Schauspielerin gegen­tei­li­ger Meinung: Ihrer Ansicht nach dreht Giovanni einen Liebesfilm und merkt es nicht (und viel­leicht hat sie recht). Giovannis Frau Paola geht heim­lich zu einem Psychoanalytiker, um den Mut zu fin­den, ihn zu ver­las­sen. Außerdem pro­du­ziert sie zum ers­ten Mal einen Film, der nicht von Giovanni ist: einen Actionfilm eines jun­gen, auf­stre­ben­den Regisseurs.
    Obwohl die Welt um ihn her­um immer schwie­ri­ger zu ent­schlüs­seln und zu akzep­tie­ren ist, will Giovanni sich nicht mit einer ent­täu­schen­den Realität abfin­den. Und vor allem will er den Traum, sie ver­än­dern zu kön­nen, nicht auf­ge­ben. Und wenn das Leben und die Geschichte ihm dies nicht erlau­ben, dann ver­wan­delt das Kino mit sei­ner anste­cken­den Kraft und Energie die Realität und macht Träume mög­lich. Während er also am Set beschäf­tigt ist, berei­tet er zwei wei­te­re Filme vor und stellt sie sich vor: die Liebesgeschichte eines Paares über meh­re­re Jahrzehnte hin­weg und THE SWIMMER, basie­rend auf der Kurzgeschichte von John Cheever. Als ob die lee­ren Lücken im Leben immer durch das Kino gefüllt wer­den müss­ten.
    Ich woll­te, dass der Film Giovannis Gedanken und Gefühlen folgt. Dazu brauch­te ich, wäh­rend ich eine Geschichte (oder bes­ser gesagt meh­re­re Geschichten) erzähl­te, ein offe­nes und frei­es Drehbuch, das ver­schie­de­ne Ebenen, Töne und Stile ent­hal­ten konn­te. Der Film durch­läuft ver­schie­de­ne Krisen und über­win­det sie dann dank des Kinos, das die magi­sche Kraft hat, uns die Leichtigkeit und den Wunsch, glück­lich zu sein, wie­der­ent­de­cken zu las­sen. Trotz allem.
    Nanni Moretti

    Credits:

    l sol del­l’av­ve­ni­re
    IT/FR 2023, 95 Min., ital. OmU
    Regie: Nanni Moretti
    Kamera: Michele D’Attanasio
    Schnitt: Clelio Benevento
    mit: Nanni Moretti, Margherita Buy, Silvio Orlando, Barbora Bobulova, Mathieu Amalric

    Trailer:
    DAS BESTE LIEGT NOCH VOR UNS I OmU-Trailer, deutsch I Ab 12. Februar im Kino!
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    A film by Nanni Moretti. In Italian with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    IL SOL DELLAVVENIRE is a com­plex, mul­ti-laye­red film by Nanni Moretti about his past work and pre­sent-day poli­ti­cal life in Italy. Moretti’s new alter ego is named Giovanni, a left-wing film­ma­ker who is suf­fe­ring at home and at work in equal mea­su­re. While his screen­wri­ter wife is sum­mo­ning up the cou­ra­ge to lea­ve him, he hims­elf feels like a power­less wit­ness of the degra­da­ti­on of the Italian cine­ma he was once so proud of. The uto­pian film he’s shoo­ting, set in a popu­lar dis­trict of Rome during 1956 the Hungarian Uprising, is hal­ted for lack of funds and scor­ned by the strea­ming plat­form inves­tors who could save it. Perhaps Giovanni is an echo of Michele Apicella, that other famous Moretti alter ego who rea­ched the end of the road with his mas­ter­pie­ce PALOMBELLA ROSSA. He still sings Franco Battiato songs behind the wheel, swims in a pool and there’s even a cir­cus cal­led Budavari. Does Moretti at age 70 dream of who he was at 35, thus ris­king get­ting caught up in his own nost­al­gia? Did he ever accept the fact that peo­p­le are not what he wan­ted them to be? Nevertheless, he hasn’t aban­do­ned his ide­als in a coun­try now gover­ned by the extre­me right, even if defeat seems near. (Francisco Ferreira)

    Credits:

    l sol del­l’av­ve­ni­re
    IT/FR 2023, 95 Min., ital. OmU
    Regie: Nanni Moretti
    Kamera: Michele D’Attanasio
    Schnitt: Clelio Benevento
    mit: Nanni Moretti, Margherita Buy, Silvio Orlando, Barbora Bobulova, Mathieu Amalric

    Trailer:
    DAS BESTE LIEGT NOCH VOR UNS I OmU-Trailer, deutsch I Ab 12. Februar im Kino!
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  • The Chronology of Water

    The Chronology of Water

    Ein Film von Kristen Stewart. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Schauspielerin Kristen Stewarts Regiedebüt basiert auf dem gleich­na­mi­gen auto­bio­gra­fi­schen Roman der ame­ri­ka­ni­schen Autorin Lidia Yuknavitch. Darin erzählt sie von sexu­el­lem Missbrauch in der Kindheit, von der Entdeckung der Worte und des Wassers als Fluchten. Von Drogen, Selbstzerstörung, Beziehungen. Selbstheilung und einer Begegnung in einem Schreibseminar mit Ken Kesey – dem Autor von „Einer flog über das Kuckucksnest”. Stewart hüllt die Erzählung in traum­glei­che Bilder. Nahaufnahmen, 16-mm-Format, Spiegelungen, schnel­le Schnitte. Sie packt anschei­nend alle Mittel aus der Trickkiste des ana­lo­gen Films aus, setzt die­se aber doch behut­sam genug ein, damit es noch bedacht und nicht zu viel erscheint. Schnell fin­det man sich im Sog der inten­si­ven Bilderwelten und der poe­ti­schen und doch schmerz­li­chen Erzählung im Off. Literaturprogramme. Partys. Die Erkundung der eige­nen Sexualität. Der Verlust eines Kindes. Das Schwimmen als Metapher ihres Lebens. Lidia ver­bin­det die Punkte ihrer Biografie ehr­lich und berüh­rend.
    Selbstverständlich kann eine Hollywood-Größe wie Kristen Stewart geschätz­te Kolleg*innen um sich ver­sam­meln, und so ist der Cast ein­fach sehr gut. Kim Gordon hat einen Auftritt. Jim Belushi als lebens­süch­ti­ger Kesey schaut so ver­schmitzt und ver­lo­ren unter sei­nem Anglerhut her­vor, wie man sich einen altern­den Hippie-Autor vor­stel­len mag. Zwischen Kesey und Lidia ent­fal­ten sich auch groß­ar­ti­ge Momente der Intimität und des Ausatmens, die den Fluss an Stilmitteln vor­teil­haft unter­bre­chen und den Fokus auf die Charaktere legen. Imogen Poots schenkt ihrer Lidia ein lau­tes, unge­stü­mes Lachen, mit dem sie hel­den­haft durch alle Höhen und Tiefen navi­giert, ohne zu über­zeich­nen. Eine kraft­vol­le Verfilmung auto­fik­tio­na­ler Literatur, die auf die Komplexität sei­nes Vorbilds und die Sprache des Kinos setzt.“
    Clarissa Lempp | indiekino

    Credits:

    US/FR/LV 2025, 128 Min., engl. OmU
    Regie: Kristen Stewart
    Kamera: Corey C. Waters
    Schnitt: Olivia Neergaard-Holm
    mit: Imogen Poots, Thora Birch, Susannah Flood, Tom Sturridge, Kim Gordon, Michael Epp, Jim Belushi

    Trailer:
    THE CHRONOLOGY OF WATER – Kristen Stewarts radi­ka­les Regiedebüt | Trailer | OmdU
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    A film by Kristen Stewart. In English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Based on the bel­oved memoir by Lidia Yuknavitch and mar­king the direc­to­ri­al debut of Kristen Stewart, The Chronology of Water is a raw and unflin­ching por­trait of sur­vi­val, sexua­li­ty, and self-inven­ti­on. The film traces Lidia’s life from her ear­liest memo­ries in the Pacific Northwest, as a pro­mi­sing swim­mer, through frac­tu­red rela­ti­onships, near-mother­hood, addic­tion, and encoun­ters with artis­tic heroes. Told as a flu­id memo­ry wash, the sto­ry trans­forms trau­ma into art, embo­dy­ing Yuknavitch’s defi­ant voice that made her work a modern cult clas­sic. It is not only a chro­nic­le of a woman beco­ming a wri­ter, but a vis­ce­ral jour­ney through the wrecka­ge and resi­li­ence of a life lived against the grain.

    Credits:

    US/FR/LV 2025, 128 Min., engl. OmU
    Regie: Kristen Stewart
    Kamera: Corey C. Waters
    Schnitt: Olivia Neergaard-Holm
    mit: Imogen Poots, Thora Birch, Susannah Flood, Tom Sturridge, Kim Gordon, Michael Epp, Jim Belushi

    Trailer:
    THE CHRONOLOGY OF WATER – Kristen Stewarts radi­ka­les Regiedebüt | Trailer | OmdU

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  • Prinzessin Mononoke

    Prinzessin Mononoke

    Ein Film von Hayao Miyazaki. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Hayao Miyazakis PRINZESSIN MONONOKE (1997, deut­sche Erstaufführung 2001) gehör­te neben AKIRA (1991) und GHOST IN THE SHELL (1997) zu den ers­ten Animes für Erwachsene, die in deut­schen Kinos zu sehen waren. Der Film, der in Japan erfolg­rei­cher war als James Camerons TITANIC und immer­hin als Abschlussfilm der Berlinale 1998 lief, erreich­te im Kino nur 70.000 Zuschauer*innen und war jah­re­lang nur in der deut­schen Synchronfassung erhält­lich. Nun hat Studio Ghibli eine sorg­fäl­tig restau­rier­te digi­ta­le 4‑K-Fassung erstellt.

    Für alle, die Zeichentrick bis dahin nur in der kind­ge­rech­ten, strom­li­ni­en­för­mi­gen Disneyvariante kann­ten, war die wen­dungs­rei­che Geschichte mit ihren kom­ple­xen Figuren, schil­lern­den Waldgeistern und nied­li­chen Nebenfiguren eine Offenbarung. Prinz Ashitaka wird von einem Fluch befal­len und ver­lässt auf der Suche nach Heilung sein Heimatdorf. Weit weg von zu Hause gelangt er zu einer Eisenhütte, in der die Menschen unter Leitung ihrer Herrscherin Eboshi Edelmetalle ver­ar­bei­ten, und zu deren Betrieb sie den Wald abhol­zen. Ashitaka gerät mit­ten in den erbit­ter­ten Konflikt zwi­schen den Menschen und den Tieren und Geistern des Waldes, auf deren Seite auch Prinzessin Mononoke kämpft, die bei Wölfen auf­wuchs und alle Menschen hasst. 

    Credits:

    Mononoke-hime
    Japan 1997, 128 Min., japa­ni­sche OmU
    Regie: Hayao Miyazaki
    Kamera: Atsushi Okui
    Schnitt: Hayao Miyazaki, Takeshi Seyama

    Trailer:
    PRINCESS MONONOKE | Official Trailer

    Im Kino mit deut­schen Untertiteln.

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    A film by Hayao Miyazaki. In Japanese with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Princess Mononoke[a] is a 1997 Japanese ani­ma­ted his­to­ri­cal fan­ta­sy film writ­ten and direc­ted by Hayao Miyazaki. Set in the Muromachi peri­od of Japanese histo­ry, the film fol­lows Ashitaka, a young Emishi prin­ce who jour­neys west to cure his cur­sed arm and beco­mes embroi­led in the con­flict bet­ween the forest of the gods and a near­by town, as well as the feud bet­ween Lady Eboshi, the town’s lea­der, and San, a human girl rai­sed by wol­ves. Produced by Toshio Suzuki, ani­ma­ted by Studio Ghibli, and dis­tri­bu­ted by Toho, it stars the voices of Yōji Matsuda, Yuriko Ishida, Yūko Tanaka, Kaoru Kobayashi, Masahiko Nishimura, Tsunehiko Kamijō, Akihiro Miwa, Mitsuko Mori, and Hisaya Morishige.

    Credits:

    Mononoke-hime
    Japan 1997, 128 Min., japa­ni­sche OmU
    Regie: Hayao Miyazaki
    Kamera: Atsushi Okui
    Schnitt: Hayao Miyazaki, Takeshi Seyama

    Trailer:
    PRINCESS MONONOKE | Official Trailer

    Im Kino mit deut­schen Untertiteln.

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  • Ungeduld des Herzens

    Ungeduld des Herzens

    Ein Film von Lauro Cress. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Lauro Cress‘ mehr­fach preis­ge­krön­te fil­mi­sche Übertragung von Stefan Zweigs gleich­na­mi­gen psy­cho­lo­gi­schem Roman in die Gegenwart bleibt nah an der Vorlage, wo zwei Welten auf­ein­an­der­pral­len: hier ein Bundeswehr-Ausbildungsstützpunkt im bran­den­bur­gi­schen Hinterland und eine Villa mit wohl­ha­ben­der Familie.
    Ein Bowlingabend, ein Missverständnis – und ein kur­zer Moment, der alles ver­än­dert. Der jun­ge Soldat Isaac will Ilona impo­nie­ren, indem er ihre schlecht gelaun­te Schwester Edith mit kör­per­li­chem Nachdruck zum Mitspielen auf­for­dert. Erst als sie kraft­los zu Boden sinkt, sieht er den Rollstuhl an der Seite: Edith ist seit einem Motorradunfall quer­schnitts­ge­lähmt. Voller Scham sucht Isaac ihre Nähe, und wird von ihrem Vater freund­lich in die Familie auf­ge­nom­men. Edith lebt in sei­ner Anwesenheit auf, zumal bei­de die für sie einst tra­gi­sche Leidenschaft zum Moto-Cross ver­bin­det. Aber was emp­fin­det Isaac wirk­lich für sie?
    Zwischen Mitleid, Zuneigung und Projektion ent­wi­ckelt sich eine Beziehung, die bald gefähr­lich kippt. Isaac impo­niert die selbst­be­wuss­te Edith, und ver­wech­selt mög­li­cher­wei­se sein Bedürfnis nach Anerkennung mit Liebe, Edith erhofft sich von ihm eine ande­re Nähe als die ein­engen­de ihrer Familie und mehr Eigenständigkeit. Der Film erzählt mit gro­ßer Sensibilität und klas­sen­be­wuss­tem Blick von Sehnsucht, von der Angst, nie wirk­lich jemand gewe­sen zu sein – und von der Kraft, sich selbst zurück­zu­er­obern. „Ein elek­tri­sie­ren­des Schauspieler*innen-Ensemble, ein fein beob­ach­te­tes Drehbuch und eine Regie, die mit Sehgewohnheiten bricht, machen die­ses Debüt zu einem der ein­drucks­volls­ten Filme des Jahres.“ Goethe-Institut
    „… ganz gro­ßes Verdienst eines jun­gen Regisseurs: eine eige­ne Sicht auf die­se Dinge mit­zu­brin­gen und mit jun­gen Schauspielern eine kraft­vol­le Interpretation klas­si­scher Literatur abzu­lie­fern, die man als Zuschauer, wür­de ich behaup­ten, gar nicht als sol­che spürt.“
    Andreas Dresen, Jurymitgied Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern 2025

    Credits:

    DE 2015, 104 Min., deut­sche OmeU
    Regie Lauro Cress
    Kamera Jan David Gunther
    Schnitt Ilya Gavrilenkov
    mit: Giulio Brizzi, Ladina von Frisching, Thomas Loibl, Livia Matthes, Jan Fassbender 

    Audiodeskriptionen, Untertitel und Hörverstärkung mit der Greta App

    Trailer:
    Ungeduld des Herzens [Offizieller Trailer DEUTSCH HD] – Ab 5. Februar im Kino
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    A film by Lauro Cress. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    What beg­ins as a ges­tu­re of com­pas­si­on beco­mes a dan­ge­rous tempt­a­ti­on to feel like a savi­or. In Ungeduld des Herzens (Impatience of the Heart), direc­tor Lauro Cress trans­po­ses Stefan Zweig’s tim­e­l­ess sto­ry of com­pas­si­on and moral over­load into the pre­sent day – an inten­se psy­cho­lo­gi­cal dra­ma about the lon­ging for clo­sen­ess, the limits of empa­thy, and the impos­si­bi­li­ty of living for others. Winner of the Max Ophüls Prize 2025 (Best Feature Film, Best Young Actor), the film is an out­stan­ding exam­p­le of new German auteur cine­ma – powerful, tou­ch­ing, and with gre­at emo­tio­nal clarity.

    A bow­ling night, a misunderstanding—and a moment that chan­ges two lives. Young sol­dier Isaac wants to impress his sis­ter when he asks the grum­py Edith to play. Only when she slumps to the flo­or does he noti­ce the wheel­chair bes­i­de her. Driven by shame, Isaac seeks out the woman he has hurt. An unu­su­al rela­ti­onship deve­lo­ps bet­ween the two – full of com­pas­si­on, hope and gro­wing depen­dence. But the more Isaac tri­es to “heal” Edith, the deeper they both beco­me ent­an­gled in a web of guilt, self-decep­ti­on and longing.

    With impres­si­ve images and gre­at emo­tio­nal pre­cis­i­on, Ungeduld des Herzens tells of the dan­ge­rous line bet­ween love and pity – and how easi­ly help can turn into paternalism.

    Freely adapt­ed from the novel by Stefan Zweig.

    Credits:

    DE 2015, 104 Min., deut­sche OmeU
    Regie Lauro Cress
    Kamera Jan David Gunther
    Schnitt Ilya Gavrilenkov
    mit: Giulio Brizzi, Ladina von Frisching, Thomas Loibl, Livia Matthes, Jan Fassbender 

    Trailer:
    Ungeduld des Herzens [Offizieller Trailer DEUTSCH HD] – Ab 5. Februar im Kino
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  • Delegation

    Delegation

    Ein Film von Asaf Saban. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Wie Tausende ande­re jun­ge Menschen aus Israel reist eine Gruppe quer durch Polen, um an authen­ti­schen Schauplätzen etwas über die Geschichte ihrer Vorfahren und dere­nys­te­ma­ti­sche Vernichtung durch die deut­schen NS-Besatzer zu erfah­ren. Dabei wer­den Frisch, Ido, Nitz und ihre Klassenkamerad*innen nicht nur von Zeitzeugen beglei­tet, son­dern auch von Sehnsüchten und Sorgen, wel­che alle Teenager in die­sem Alter umtrei­ben – die ers­te Liebe, die ers­te Enttäuschung, die ers­te Identitätssuche, die ers­te Fernreise ohne den kon­trol­lie­ren­den Blick der Eltern.

    Das Coming-of-Age-Roadmovie zeigt einer­seits eine Reise, die pro­to­ty­pisch für jene Mischung aus hoch­emo­tio­na­ler Geschichtsstunde und Partytour ist, wie sie vie­le Jugendliche aus Israel erlebt haben, bevor sie in die Armee ein­ge­zo­gen wur­den. Gleichzeitig schil­dert der Film ein fili­gra­nes Beziehungsdreieck, das von einer Überdosis an Impressionen und Hormonen kräf­tig durch­ge­rüt­telt wird. Der Film schafft es gekonnt, die Bustour weder als blo­ßes Erinnerungskultur-Theater zu dis­kre­di­tie­ren noch sie pathe­tisch zu über­hö­hen. Vielmehr zeich­net er ein warm­her­zi­ges, glaub­wür­di­ges Panorama über das Erwachsenwerden und die Schwierigkeiten der
    Erinnerungskultur im 21. Jahrhundert – auch dank der her­aus­ra­gen­den Leistungen der jun­gen Hauptdarsteller*innen, allen vor­an Neomi Harari als drauf­gän­ge­ri­sche und gleich­zei­tig ver­letz­li­che Nitzan.
    [Rainer Mende]

    Credits:

    Ha’Mishlahat
    IL/PL/DE 2023, 101 Min., Polish, English, Hebrew
    OmU
    Regie: Asaf Saban
    Kamera: Bogumił Godfrejów
    Schnitt: Michal Oppenheim
    mit: Neomi Harari, Yoav Bavly, Leib Lev Levin,
    Ezra Dagan, Alma Dishy u. a.

    Trailer:
    Delegation | Trailer [HD]
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    A film by Asaf Saban. In Polish, English, Hebrew with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    They want you to say some­thing in Hebrew. Like a pray­er or bles­sing.” – “I don’t know what to say, so … like … I pre­fer not to do that.” – “Ok, but just some­thing short. And then they’ll lea­ve you alone.”

    The end of school is approa­ching. Together with their class and a Shoah sur­vi­vor, Frisch, Nitzan and Ido embark on a bus trip through Poland to visit for­mer con­cen­tra­ti­on camps and memo­ri­als of the Shoah. The trip, which is cus­to­ma­ry for teen­agers in Israel, con­fronts them with their iden­ti­ty, some­ti­mes in a very emo­tio­nal way. Simultaneously, as on every school trip, group dyna­mics, emo­tio­nal con­fu­si­on and con­flicts of desi­re are also pre­sent. Ha’Mishlahat tells of a cul­tu­re of remem­brance from the per­spec­ti­ve of young Israelis, who­se lively ener­gy col­l­i­des with a sta­tic sys­tem of memo­ri­al sites and modes. tells of a cul­tu­re of remem­brance from the per­spec­ti­ve of young Israelis, who­se lively ener­gy col­l­i­des with a sta­tic sys­tem of memo­ri­al sites and modes.

    Credits:

    Ha’Mishlahat
    IL/PL/DE 2023, 101 Min., Polish, English, Hebrew
    OmU
    Regie: Asaf Saban
    Kamera: Bogumił Godfrejów
    Schnitt: Michal Oppenheim
    mit: Neomi Harari, Yoav Bavly, Leib Lev Levin,
    Ezra Dagan, Alma Dishy u. a.

    Trailer:
    Delegation | Trailer [HD]
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  • Faruk

    Faruk

    Ein Film von Aslı Özge. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Der über 90-jäh­ri­ge Faruk wird zuse­hends zur Hauptfigur des Films, den sei­ne Tochter über den dro­hen­den Abriss sei­nes Wohnblocks in Istanbul dreht. In der Hoffnung, den Abriss des Hauses, in dem er meh­re­re Jahrzehnte sei­nes Lebens ver­bracht hat, noch abzu­wen­den, besucht Faruk regel­mä­ßig Sitzungen der Gebäudeverwaltung. Während die Tochter ihren Vater filmt, begin­nen die Grenzen zwi­schen Realität und Fiktion zu ver­schwim­men.
    Gedreht an Originalschauplätzen, basie­rend auf wah­ren Begebenheiten und inspi­riert von rea­len Personen, gibt Aslı Özges neu­er Film Einblick in das Leben eines betag­ten Mannes in der leb­haf­ten Metropole Istanbul. Im Vordergrund ste­hen dabei neben den Folgen von Gentrifizierung auch die Verstrickungen inner­halb einer kom­ple­xen Vater-Tochter-Beziehung.

    Es ist schön zu sehen, wie spar­sam und bei­läu­fig Aslı Özge klei­ne Pointen setzt, so wie das Leben selbst: Was dem alten Mann an der zukünf­ti­gen Wohnung miss­fällt, ist nicht zuletzt, dass sie kei­nen Balkon mehr haben wird, nur einen fran­zö­si­schen. Dabei hat er sei­nen alten nie mehr benutzt. Nicht, seit sei­ne Frau gestor­ben war. Der lee­re Balkon bewahrt ihr Andenken.“ Kerstin Decker | Tsp.

    Credits:

    DE/TR/FR 2024, 97 Min., tür­ki­sche OmU
    Regie: Aslı Özge
    Kamera: Emre Erkmen
    Schnitt: Andreas Samland, Aslı Özge
    mit: Faruk Özge, Derya Erkenci, Gönül Gezer, Nurdan Çakmak, Semih Arslanoğlu, Fikret Özge

    Trailer:
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    A film by Aslı Özge. In Turkish with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Faruk, a man in his nine­ties, incre­asing­ly beco­mes the prot­ago­nist in the film his daugh­ter is making about the impen­ding demo­li­ti­on of his block of flats in Istanbul. In the hope of delay­ing the demo­li­ti­on of a buil­ding he has been living in for deca­des, Faruk regu­lar­ly attends buil­ding manage­ment mee­tings. As the daugh­ter films her father, the boun­da­ries bet­ween rea­li­ty and fic­tion begin to blur.
    Shot in authen­tic loca­ti­ons and based on real cha­rac­ters and events, Aslı Özge’s new film offers an insight into the life of an elder­ly man in the bust­ling metro­po­lis of Istanbul. Alongside explo­ring the impli­ca­ti­ons of gen­tri­fi­ca­ti­on, the work also del­ves into the com­ple­xi­ties of a father-daugh­ter relationship.

    Credits:

    DE/TR/FR 2024, 97 Min., tür­ki­sche OmU
    Regie: Aslı Özge
    Kamera: Emre Erkmen
    Schnitt: Andreas Samland, Aslı Özge
    mit: Faruk Özge, Derya Erkenci, Gönül Gezer, Nurdan Çakmak, Semih Arslanoğlu, Fikret Özge

    Trailer:
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