Ein Film von Lauro Cress.
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Lauro Cress‘ mehrfach preisgekrönte filmische Übertragung von Stefan Zweigs gleichnamigen psychologischem Roman in die Gegenwart bleibt nah an der Vorlage, wo zwei Welten aufeinanderprallen: hier ein Bundeswehr-Ausbildungsstützpunkt im brandenburgischen Hinterland und eine Villa mit wohlhabender Familie.
Ein Bowlingabend, ein Missverständnis – und ein kurzer Moment, der alles verändert. Der junge Soldat Isaac will Ilona imponieren, indem er ihre schlecht gelaunte Schwester Edith mit körperlichem Nachdruck zum Mitspielen auffordert. Erst als sie kraftlos zu Boden sinkt, sieht er den Rollstuhl an der Seite: Edith ist seit einem Motorradunfall querschnittsgelähmt. Voller Scham sucht Isaac ihre Nähe, und wird von ihrem Vater freundlich in die Familie aufgenommen. Edith lebt in seiner Anwesenheit auf, zumal beide die für sie einst tragische Leidenschaft zum Moto-Cross verbindet. Aber was empfindet Isaac wirklich für sie?
Zwischen Mitleid, Zuneigung und Projektion entwickelt sich eine Beziehung, die bald gefährlich kippt. Isaac imponiert die selbstbewusste Edith, und verwechselt möglicherweise sein Bedürfnis nach Anerkennung mit Liebe, Edith erhofft sich von ihm eine andere Nähe als die einengende ihrer Familie und mehr Eigenständigkeit. Der Film erzählt mit großer Sensibilität und klassenbewusstem Blick von Sehnsucht, von der Angst, nie wirklich jemand gewesen zu sein – und von der Kraft, sich selbst zurückzuerobern. „Ein elektrisierendes Schauspieler*innen-Ensemble, ein fein beobachtetes Drehbuch und eine Regie, die mit Sehgewohnheiten bricht, machen dieses Debüt zu einem der eindrucksvollsten Filme des Jahres.“ Goethe-Institut
„… ganz großes Verdienst eines jungen Regisseurs: eine eigene Sicht auf diese Dinge mitzubringen und mit jungen Schauspielern eine kraftvolle Interpretation klassischer Literatur abzuliefern, die man als Zuschauer, würde ich behaupten, gar nicht als solche spürt.“
Andreas Dresen, Jurymitgied Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern 2025




Credits:
DE 2015, 104 Min., deutsche OmeU
Regie Lauro Cress
Kamera Jan David Gunther
Schnitt Ilya Gavrilenkov
mit: Giulio Brizzi, Ladina von Frisching, Thomas Loibl, Livia Matthes, Jan Fassbender
Audiodeskriptionen, Untertitel und Hörverstärkung mit der Greta App
Trailer:
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