Archiv: Termine

  • [:de]Verbrannte Erde[:]

    [:de]Verbrannte Erde[:]

    [:de]

    Ein Film von Thomas Arslan. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Nach Im Schatten (2010, am 27. & 28.7. noch­mal im fsk) kommt end­lich der zwei­te Teil der Trilogie um den Berufskriminellen Trojan, gespielt von Mišel Matičević, ins Kino. Trojan, der aus einer ande­ren Zeit zu stam­men scheint, geht pro­fes­sio­nell und nüch­tern sei­ner Tätigkeit als Spezialist für Einbruchsdiebstahl nach. Wortkarg und ziel­ori­en­tiert ver­sucht er, wie­der auf die Beine zu kom­men, geht zurück nach Berlin, um dort anzu­knüp­fen, wo er vor vier­zehn Jahren abbre­chen muss­te, um sich in Sicherheit zu brin­gen. Schließlich wird ihm ein Job anver­traut, er sucht sich ein Team von eben­bür­ti­gen Spezialisten zusam­men, es geht end­lich wie­der los…Der Kameramann Reinhold Vorschneider kre­iert eine Nachtwelt vol­ler Lichter und Schatten, die die Protagonisten nie preis­gibt. Aber wir glau­ben Trojan zu ken­nen und erkun­den mit ihm das Labyrinth, ahnen den Verrat und wis­sen: dies ist erst der zwei­te Teil der Trilogie und Trojan wird über­le­ben. Oder?

    Was Christoph Hochhäusler schon im Vorjahr auf dem Festival bewie­sen hat­te, mit sei­nem wun­der­bar sinn­li­chen Bis ans Ende der Nacht, setzt sein Berliner-Schule-Kollege Arslan nun fort. Er ent­wirft ein Kino, das sich nicht zwi­schen Genre- und Autorenfilm ent­schei­den muss, zwi­schen Erdung und Veredelung, das sich nicht um sich selbst betrü­gen muss und des­halb so frei­mü­tig von Betrügereien erzählt — weil sie mit­un­ter viel schö­ner sein kön­nen als die soge­nann­te ehr­li­che Arbeit. Thomas Arslan hat sei­nem Meisterverbrecher Trojan 14 Jahre nach Im Schatten einen eben­bür­ti­gen zwei­ten Film geschenkt. Das ist vor allem wegen sei­nes Hauptdarstellers Mišel Matičević ein abso­lu­ter Glücksfall für das deut­sche Kino. Matičević ver­steht es, Intellekt und Physis zu ver­bin­den, Gefahr und Moralität, die Überschätzung der eige­nen Unverwundbarkeit und die sub­ti­le Vorahnung des Verhängnisses…“
    Daniel Moersener, Zeit Online, Artikel zur Berlinale 2024

    Credits:

    DE 2024, 101 Min., dt. OmeU
    Regie: Thomas Arslan
    Kamera: Reinhold Vorschneider
    Schnitt: Reinaldo Pinto Almeida
    mit Mišel Matičević, Marie Leuenberger, Alexander Fehling, Tim Seyfi, Bilge Bingül, Marie-Lou Sellem, Katrin Röver, Anja Schneider, Tamer Yiğit

    Trailer:
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    [:en]

    A film by Thomas Arslan. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Following In the Shadows, the film Scorched Earth is the second part of Thomas Arslan’s Trojan tri­lo­gy. Twelve years after care­er cri­mi­nal Trojan was forced to flee Berlin, the search for con­tracts leads him back to the city. Trojan is bro­ke and urgen­tly needs a new job. But Berlin has chan­ged and his old cont­acts are no lon­ger of much use. Plus, Trojan’s maxim of only ever working for cash is hard to fol­low in an incre­asing­ly digi­ta­li­sed world. So it takes some time befo­re the midd­le­wo­man Rebecca final­ly offers him the pro­s­pect of a lucra­ti­ve con­tract: a pain­ting by Caspar David Friedrich is to be sto­len from a muse­um. The heist unites Trojan with geta­way dri­ver Diana, his for­mer mate Luca and the young Chris. Everything looks pro­mi­sing, but the shadowy cli­ent and his hench­man Victor have their own plans for the pain­ting. Soon it beco­mes less about the money and more about get­ting out alive.

    Credits:

    DE 2024, 101 Min., dt. OmeU
    Regie: Thomas Arslan
    Kamera: Reinhold Vorschneider
    Schnitt: Reinaldo Pinto Almeida
    mit Mišel Matičević, Marie Leuenberger, Alexander Fehling, Tim Seyfi, Bilge Bingül, Marie-Lou Sellem, Katrin Röver, Anja Schneider, Tamer Yiğit

    Trailer:
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    [:]
  • [:de]Ein kleines Stück vom Kuchen[:]

    [:de]Ein kleines Stück vom Kuchen[:]

    [:de]

    Ein Film von Maryam Moghaddam & Behtash Sanaeeha. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Unter den Fachbesucher*innen galt er schnell als Geheimtip, beim rest­li­chen Berlinale-Publikum wur­de er bald zum Liebling – der ira­ni­sche Wettbewerbsbeitrag My Favourite Cake / Ein klei­nes Stück vom Kuchen. Die berüh­ren­de Geschichte von Annäherung und Zuneigung zwei­er ein­sa­mer Menschen ist zugleich eine des Widerstandes gegen die Vorschriften einer Gesellschaft, die Verletzungen ihrer Sitten- und Moralvorstellungen sehr schnell und sehr hart ahn­det.
    Seit ihr Mann vor 30 Jahren starb, lebt Mihan allein in ihrem klei­nen Haus mit Garten in Teheran. Bei den regel­mä­ßi­gen Kaffeekränzchen mit Freundinnen wird ger­ne alles bespro­chen, so wird neben den Berichten von (natür­lich ver­bo­te­nen) amou­rö­sen Abenteuern ger­ne auch mal die DVD der letz­ten Darmspiegelung her­um­ge­reicht. Dabei bekommt sie immer wie­der zu hören, sie sol­le sich doch auch einen neu­en Begleiter suchen – schließ­lich sei sie ja mit ihren 70 Jahren noch fit und attrak­tiv. Schließlich fasst sich Mahin in Herz und geht auf die Suche. Als ihr der eben­falls ver­wit­we­te Taxifahrer Faramarz begeg­net und gefällt, ergreift sie selbst­be­wusst die Initiative und lädt ihn zu sich ein. Die bei­den kom­men ver­ste­hen sich, ver­ab­re­den sich, es gibt Wein, Tanz und natür­lich selbst­ge­ba­cke­nen Kuchen. Aber vor­sich­tig müs­sen sie sein, denn schon erkun­digt sich die Nachbarin nach den unbe­kann­ten Stimmen im Haus.
    Weil sie die Menschen rea­li­täts­nah so zei­gen, wie sie sind und was sie tun, und damit Grenzen des Erlaubten ver­let­zen, durf­ten Maryam Moghaddam und Behtash Sanaeeha (Ballade von der wei­ßen Kuh, 2021 eben­falls im Berlinale Wettbewerb) nicht nach Berlin rei­sen. So trägt Mihan im Haus kei­nen Hijab und trinkt Wein. Es sei aber an der Zeit, die­se stan­dar­di­sier­ten Vorgaben im ira­ni­schen Kino zu durch­bre­chen, so erklär­te Darstellerin Lily Farhadpour, die als Menschenrechts-Aktivistin bereits Gefängniserfahrung hat, bei der Pressekonferenz. Diese zärt­li­che und (gele­gent­lich schwarz-) humo­ri­ge Liebesgeschichte zeigt schon­mal, wie es geht.

    Credits:

    Keyke mah­boo­be man / My favou­ri­te cake
    IR/FR/SE/DE 2024, 97 Min., far­si OmU
    Regie: Maryam Moghaddam, Behtash Sanaeeha
    Kamera: Mohammad Haddadi
    Schnitt: Ata Mehrad, Behtash Sanaeeha, Ricardo Saraiva
    mit: Lily Farhadpour, Esmail Mehrabi, 

    Trailer:
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    [:en]

    A film by Maryam Moghaddam & Behtash Sanaeeha. In Farsi with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    The 70-year-old Mahin has been living alo­ne in Tehran sin­ce her hus­band died and her daugh­ter left for Europe. One after­noon, tea with fri­ends leads her to break her soli­ta­ry rou­ti­ne and revi­ta­li­se her love life. But as Mahin opens hers­elf up to a new romance, what beg­ins as an unex­pec­ted encoun­ter quick­ly evol­ves into an unpre­dic­ta­ble, unfor­gettable evening.

    Credits:

    Keyke mah­boo­be man / My favou­ri­te cake
    IR/FR/SE/DE 2024, 97 Min., far­si OmU
    Regie: Maryam Moghaddam, Behtash Sanaeeha
    Kamera: Mohammad Haddadi
    Schnitt: Ata Mehrad, Behtash Sanaeeha, Ricardo Saraiva
    mit: Lily Farhadpour, Esmail Mehrabi, 

    Trailer:
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  • [:de]Am I OK?[:]

    [:de]Am I OK?[:]

    [:de]

    Ein Film von Stephanie Allynne & Tig Notaro. In Englisch.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Lucy und Jane sind seit ihrer Jugend bes­te Freundinnen. Sie leben in Los Angeles, wo Jane in einer Werbeagentur tätig ist und sich Lucy in einem Spa ver­dingt, wäh­rend sie eigent­lich Malerin sein will. Lucy hadert aber vor allem mit ihrer Sexualität. Erst jetzt, im Alter von 32 Jahren, will sie sich ein­ge­ste­hen, dass sie les­bisch ist. Just in dem Moment erhält Jane ein Angebot ihrer Firma, eine Dependance in London auf­zu­bau­en – dort leb­te sie, bis ihre Eltern mit ihr im Teenageralter in die USA kamen. Bevor sie geht, möch­te sie Lucy aber noch hel­fen, zu sich zu fin­den, doch dann kommt es zum schwe­ren Streit zwi­schen bei­den Frauen.

    Dass Am I OK? weni­ger eine Coming-out-Geschichte ist als eine über die tie­fe und dadurch nicht unkom­pli­zier­te Freundschaft zwei­er Frauen, ist die eigent­li­che Überraschung die­ses von Lauren Pomerantz geschrie­be­nen Films – und sei­ne gro­ße Stärke. Die Erkenntnis, dass für nicht weni­ge Menschen – ob que­er oder nicht – oft die engen, pla­to­ni­schen Beziehungen im Leben die ein­deu­tig wich­ti­ge­ren (und auch erzäh­le­risch ergie­bi­ge­ren) sind, kommt ja in Film und Fernsehen sonst eher zu kurz.
    All das wäre nur halb so sehens­wert, wür­den Johnson und Mizuno (die durch Alex Garlands Ex-Machina bekannt wur­de und seit­her in jedem sei­ner Filme zu sehen war) nicht so ein groß­ar­ti­ges, glaub­wür­di­ges Freundinnenduo abge­ben. Gerade gegen­sätz­lich genug, aber nie bloß plum­pes Klischee. Den rasan­ten, unge­mein poin­tier­ten, jedoch nie unna­tür­lich wir­ken­den Dialogwitz, der längst nicht nur an Notaros Stand-up-Progamme erin­nert, erwe­cken die bei­den mit so viel Authentizität und Frische zum Leben, dass es die reins­te Freude ist. Und die Gefahr, dass die Queerness der Geschichte zum blo­ßen Running Gag ohne Hand und Fuß ver­kommt, besteht bei lau­ter les­bi­schen Frauen, die die krea­ti­ve Verantwortung hin­ter der Kamera tra­gen, zum Glück eben­falls nicht. Langer Rede kur­zer Sinn: Witziger und char­man­ter hat man sich in die­sem Jahr im Kino noch kaum amü­siert.”
    Patrick Heidmann | epd Film

    Credits:

    US 2022, 86 Min., engl., OV
    Regie & Schnitt: Stephanie Allynne & Tig Notaro
    Kamera: Cristina Dunlap
    Schnitt: Kayla Emter · Glen Scantlebury
    mit: Dakota Johnson, Sonoya Mizuno, Jermaine Fowler, Kiersey Clemons, Molly Gordon

    Trailer:
    Am I Ok? | Official Trailer | Max
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    [:en]

    A film by Stephanie Allynne & Tig Notaro. In English.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Lucy is a 32-year-old woman living in Los Angeles with her best fri­end Jane and working as a recep­tio­nist at a spa. She finds litt­le satis­fac­tion in her roman­tic life, inclu­ding with her fri­end Ben, who beco­mes frus­tra­ted at her con­tin­ued avo­id­ance of his advan­ces. Jane recei­ves a work pro­mo­ti­on that will requi­re her to relo­ca­te to London, and goes out for drinks with Lucy and Jane’s boy­fri­end Danny to cele­bra­te. After Jane con­fes­ses to kis­sing a fema­le fri­end as a teen­ager, Lucy drun­ken­ly tells her that she thinks she might be a les­bi­an. Jane encou­ra­ges her to explo­re her fee­lings, sug­gest­ing that Lucy should pur­sue her flir­ta­tious mas­sa­ge the­ra­pist co-worker Brittany.

    Lucy invi­tes Brittany to her house for din­ner, but recei­ves mixed signals as Brittany shares about her ex-boy­fri­end, but also decla­res her sexua­li­ty to be „on the spec­trum” and kis­ses her befo­re lea­ving. Jane brings Lucy to a les­bi­an bar, but Lucy is shy and soon lea­ves after see­ing Jane kis­sing other women on the dance flo­or; the two fight and stop spea­king. Lucy meets up with Brittany again. The two have sex, but Brittany quick­ly lea­ves the fol­lo­wing mor­ning and beco­mes distant, later recon­ci­ling with her ex-boy­fri­end. Meanwhile, Jane deals with the pres­su­res of her upco­ming move, inclu­ding her self-absor­bed co-worker Kat and Danny’s con­fes­si­on that he does not want to join Jane in London as she assu­med he would.

    Lucy quits her job to return to her pas­si­on of pain­ting, and beg­ins mee­ting other women on dating apps. She comes out to Ben, and the two recon­ci­le as fri­ends. After going on a „ham­mock retre­at” with Kat, Jane makes up with Lucy, exci­ted­ly offe­ring sup­port for the chan­ges in her life. Lucy offers to dri­ve Jane to the air­port as she heads to London, only to reve­al that she will be joi­ning her on the trip to help ease her transition.

    Credits:

    US 2022, 86 Min., engl., OV
    Regie & Schnitt: Stephanie Allynne & Tig Notaro
    Kamera: Cristina Dunlap
    Schnitt: Kayla Emter · Glen Scantlebury
    mit: Dakota Johnson, Sonoya Mizuno, Jermaine Fowler, Kiersey Clemons, Molly Gordon

    Trailer:
    Am I Ok? | Official Trailer | Max
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    [:]
  • [:de]Crossing – Auf der Suche nach Tekla[:]

    [:de]Crossing – Auf der Suche nach Tekla[:]

    [:de]

    Ein Film von Levan Akin. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In jedem Road-Movie steckt immer auch ein Weg der Hauptfigur zu sich selbst, und Crossing schickt die Georgierin Lia los. Nach dem Tod ihrer gelieb­ten Schwester, die sie lan­ge pfleg­te, hat die streng wir­ken­de, pen­sio­nier­te Lehrerin das Gefühl, kei­ne Perspektive im Leben und nichts mehr zu ver­lie­ren zu haben. Allerdings hat sie einen Auftrag mit­be­kom­men: sie soll ihre ver­schol­le­ne trans Nichte Tekla, der sie einst sehr nahe stand, fin­den. Als ihr jun­ger Nachbar Achi behaup­tet, Teklas Adresse in Istanbul – eine Stadt, in der man gut ver­schwin­den kann, wenn man will – zu ken­nen, und zudem Englisch zu spre­chen, nimmt sie ihn wider­stre­bend mit auf die Suche. Die Reise ver­än­dert Lia zuse­hends. Durch ihre Beziehung zu Achi und ihre Begegnungen mit der trans Community in Istanbul, ins­be­son­de­re mit der lebens­lus­ti­gen, enga­gier­ten Anwältin Evrim, öff­net sich Lia all­mäh­lich und sieht die Welt und ihren Platz dar­in mit ande­ren Augen. Alle drei Protagonist:innen eint, in ihrem Leben gro­ße Opfer gebracht und Einschränkungen in Kauf genom­men zu haben, um die herr­schen­de Hegemonie, im per­sön­li­chen wie poli­ti­schem Umfeld, nicht zu stö­ren. Crossing ist ein leben­di­ger, unge­schön­ter Film über Solidarität, über die klei­nen Gesten der Güte, und des Verständnisses zwi­schen Fremden und inner­halb der Familie.
    In vie­ler­lei Hinsicht ist er auch ein Liebesbrief an Istanbul und sei­ne Geschichte, trotz der offen­sicht­li­chen, durch die Straßenkinder Izzet und Gulpembe ins Bild auf­ge­nom­me­nen Armut:
    „Istanbul ist ein Ort, an dem man auf engs­tem Raum gegen­sätz­li­che Welten antref­fen kann. Die eine Straße ist sehr reli­gi­ös, und wenn man zwei Straßen wei­ter­geht, ist man plötz­lich in einer quee­ren Oase, wo Männer händ­chen­hal­tend her­um­lau­fen. Diese Ambivalenz woll­te ich im Film dar­stel­len. Wenn Lia und Achi im Film ins que­e­re Viertel gehen, ist der kur­ze Weg, den sie gehen, der tat­säch­li­che Weg in der Realität. In Istanbul leben die unter­schied­lichs­ten Religionen, Menschen und, nicht zu ver­ges­sen, Katzen und Hunde.“ Levan Akin
    Teddy – Preis der Jury 2024 Berlinale – Panorama

    Credits:

    SE/DK/FR/TR/GE 2023, 105 Min., geor­gisch, tür­kisch, engl. OmU
    Regie: Levan Akin
    Kamera: Lisabi Fridell
    Schnitt: Emma Lagrelius, Levan Akin
    mit: Mzia Arabuli, Lucas Kankava, Deniz Dumanlı

    Trailer:
    CROSSING – Trailer OmU German | Deutsch
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    [:en]

    A film by Levan Akin. In Georgian, Turkish and English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Lia, a reti­red tea­cher, has made a pro­mi­se to find out what hap­pen­ed to her long-lost nie­ce, Tekla. When Lia lear­ns from a neigh­bour, Achi, that Tekla might have left their Georgian home­land and be living in Turkey, Lia and Achi set off tog­e­ther to find her. Arriving in Istanbul, they dis­co­ver a beau­tiful city full of con­nec­tions and pos­si­bi­li­ties. But sear­ching for someone who never inten­ded to be found is har­der than they expec­ted – until they meet Evrim, a lawy­er fight­ing for trans rights. As Lia and Achi wea­ve their way through the city’s back­streets, Tekla starts to feel clo­ser than ever.
    Levan Akin’s fourth fea­ture film is fil­led with an impres­si­ve emo­tio­nal imme­dia­cy. Two initi­al­ly hesi­tant stran­gers over­co­me not only ideo­lo­gi­cal but also inter­nal boun­da­ries on their mis­si­on and join forces. The topo­gra­phy of the city plays just as important a role in this ode to huma­ni­ty as the array of cha­rac­ters that live within it.

    Credits:

    SE/DK/FR/TR/GE 2023, 105 Min., geor­gisch, tür­kisch, engl. OmU
    Regie: Levan Akin
    Kamera: Lisabi Fridell
    Schnitt: Emma Lagrelius, Levan Akin
    mit: Mzia Arabuli, Lucas Kankava, Deniz Dumanlı 

    Trailer:
    CROSSING – Trailer OmU German | Deutsch
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    [:]
  • [:de]Im Schatten[:]

    [:de]Im Schatten[:]

    [:de]

    Ein Film von Thomas Arslan.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Trojan ist ein pro­fes­sio­nel­ler Verbrecher, der auf Raubüberfälle spe­zia­li­siert ist. Aus dem Gefängnis ent­las­sen, macht er dort wei­ter, wo er vor sei­ner Verhaftung auf­ge­hört hat­te. Doch muss er jetzt wie­der fast von Null anfan­gen. Seinem aus­ge­präg­ten Bedürfnis nach Unabhängigkeit stel­len sich zahl­rei­che Hindernisse in den Weg. Er steht fast ohne Geld da und der Großteil sei­ner alten Kontakte erweist sich als wenig zuver­läs­sig. Richard Bauer, der Trojan sei­nen Anteil aus einem frü­he­ren Coup schul­det, hat nicht vor ihn aus­zu­zah­len. Stattdessen setzt er sei­ne Leute auf Trojan an, um ihn los­zu­wer­den. Durch die Vermittlung von Dora Hillmann, mit der er nach lan­ger Zeit wie­der zusam­men­trifft, eröff­net sich ihm die Möglichkeit auf einen Geldtransporterüberfall. Als Trojan gemein­sam mit sei­nem alten Freund Nico die Vorbereitungen für den Job trifft, hängt sich auch der kor­rup­te Polizist Meyer an ihn dran. In einem Geflecht aus Misstrauen, Verrat, Beschattung und Gewalt muss Trojan den Überblick behalten.

    Erster Teil der Trojan Trilogie von Thomas Arslan. Der 2. Teil ist Verbrannte Erde

    Der Tagesspiegel: Solche Geschichten wer­den im Kriminalgenre immer wie­der erzählt – doch sel­ten so, wie Thomas Arslan es in sei­nem Film „Im Schatten“ macht. Arslan ist ein eisern kon­se­quen­ter Regisseur, der sei­nen kar­gen, exak­ten Stil (Berliner Schule!) nicht preis­gibt, bloß weil er mal ins Genrekino wech­selt. Seine Gangster sind kei­ne coo­len Sprücheklopfer wie Tarantinos „Reservoir Dogs“. Sie umgibt nicht die exis­ten­zia­lis­ti­sche Aura der Helden von Jean-Pierre Melville. Auch die Melancholie und obses­si­ve Getriebenheit, die man aus den Filmen Michael Manns kennt, geht ihnen ab.

    Credits:

    DE 2010, 85 Min., DF
    Regie: Thomas Arslan
    Kamera: Reinhold Vorschneider
    Schnitt: Bettina Blickwede
    mit Mišel Matičević, Karoline Eichhorn, Uwe Bohm, Rainer Bock, David Scheller, Peter Kurth

    Trailer:
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    [:en]

    A film by Thomas Arslan. On July 27th and 28th at the fsk. In German.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Trojan is released from jail and goes straight back to his pro­fes­si­on as a cri­mi­nal. He gets hold of a wea­pon and looks out for new jobs. In just a few takes, Thomas Arslan sets up the anony­mous world of his gangs­ter prot­ago­nist by fal­ling back on motifs and cha­rac­ters from the gen­re. The back­room of a car work­shop, par­king lots, fur­nis­hed apart­ments. One meets men and women who dis­trust each other becau­se they are all out to line their own pockets. The set­ting chan­ges con­stant­ly, with sur­veil­lan­ce and cha­se sce­nes pro­vi­ding a dyna­mic nar­ra­ti­ve rhythm. Since crime makes up Trojan’s dai­ly exis­tence, the film con­cen­tra­tes enti­re­ly on the tech­ni­cal natu­re of a life out­side the law. The redu­ced and clear-cut images – shot with a Red came­ra – high­light the exact sequence of events. Im Schatten is a gen­re film that focu­ses con­sis­t­ent­ly on the mecha­nics and exter­nal pro­cess of a crime. It deve­lo­ps a sen­se of gre­at sus­pen­se, wit­hout bur­de­ning its figu­res with per­so­nal sto­ries. Each hand move­ment has to be right. All of a sud­den, the ques­ti­on of whe­ther Trojan will mana­ge to start the geta­way car on time beco­mes a gre­at movie moment.

    Credits:

    DE 2010, 85 Min., DF
    Regie: Thomas Arslan
    Kamera: Reinhold Vorschneider
    Schnitt: Bettina Blickwede
    mit Mišel Matičević, Karoline Eichhorn, Uwe Bohm, Rainer Bock, David Scheller, Peter Kurth

    Trailer:
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  • [:de]Averroès & Rosa Parks[:]

    [:de]Averroès & Rosa Parks[:]

    [:de]

    Ein Film von Nicolas Philibert. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Averroes und und Rosa Parks sind zwei Abteilungen des Krankenhauses von Saint-Maurice bei Paris. Benannt wur­den sie nach dem im 12.Jh täti­gen mus­li­mi­schen Philosophen und Arzt Ibn Ruschd (lati­ni­siert Averroes), und der US-ame­ri­ka­ni­schen Bürgerrechtsikone Rosa Parks. Die Namen sind auch Auftrag, es gilt, in der Einrichtung, wo einst auch der Dichter Paul Verlaine und der Marquis de Sade unter­ge­bracht waren, den Patient:innen mit not­wen­di­gem Respekt zu begeg­nen.
    Die ers­ten Einstellungen schau­en von oben: Eine Drohnenkamera kreist über den rie­si­gen Gebäudekomplex, es ist schwer zu ent­schei­den, was zu sehen ist – Parkanlage oder Gefängnis. Hier sind sta­tio­nä­ren psych­ia­tri­schen Abteilungen unter­ge­bracht, aus denen man­che der Tagesbesucher zum Klinikboot Adamant kom­men. Der Dokumentarfilm Auf der Adamant gewann 2021 den Goldenen Bären der Berlinale. Mit Averroès & Rosa Parks legt Nicolas Phillibert jetzt eine zwei­te, kon­zen­trier­te­re Arbeit zum Thema nach. Der Film besteht zum gro­ßen Teil aus Gesprächen zwi­schen dem Personal und den dort unter­ge­brach­ten Patient:innen (von denen eini­ge sich selbst ein­ge­lie­fert haben, und man­che bald ent­las­sen wer­den sol­len), unauf­dring­lich gefilmt aus gebüh­ren­der Distanz. Die hier behan­del­ten Menschen lei­den unter schwer­wiegenden Krankheitsbildern wie Schizophrenie, Bipolare Störung, Angst- und Panikattacken oder Psychosen, die ihnen ein Leben ohne medizi­nische Behandlung und Aufsicht häu­fig unmög­lich machen.
    Der Film lässt sich Zeit, und bei jedem „Interview“ genann­tem Gespräch gibt es die Möglichkeit, die Einzelnen zu sehen und das Gesagte mit den eige­nen Erfahrungen und wei­te­ren, grö­ße­ren Zusammenhängen abzu­glei­chen. Der Mitleid- oder Abwertungsfalle kann dadurch ent­gan­gen wer­den, ohne erleb­tes, erfah­re­nes und prak­ti­sches Leid zu baga­tel­li­sie­ren. Das ist so fas­zi­nie­rend wie erhel­lend, auch eine Gruppensitzung mit auch poli­ti­schen Themen ist span­nen­der und ergie­bi­ger als 99% der Talkrunden, in gleich wel­chem Medium.
    Keine gro­ße Rolle spielt, aber jeder­zeit erkenn­bar ist zudem die pre­kä­re Situation des Krankenhausbetriebs und die Belastung des Personals.
    „Ein äußerst gelun­ge­nes und fes­seln­des Werk“ Screen International

    Credits:

    FR 2024, 143 Min., franz. OmU
    Regie & Kamera: Nicolas Philibert
    Schnitt: Nicolas Philibert, Janusz Baranek

    mit: den Patient:innen und den Betreuer:innen der Averroès und Rosa Parks Krankenhauseinheiten im Esquirol Krankenhaus, Charenton-le-Pont, Paris.

    Trailer:
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    [:en]

    A film by Nicolas Philibert. In French with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Averroès” and “Rosa Parks” are two psych­ia­tric units at the Esquirol Hospital in Paris. They belong to the same net­work as the “Adamant”, the floa­ting day cli­nic on the river Seine at the heart of Nicolas Philibert’s film Sur l’Adamant, win­ner of the Golden Bear at the 2023 Berlinale. In Averroès & Rosa Parks, Philibert con­ti­nues his explo­ra­ti­on of this topic. From indi­vi­du­al inter­views to mee­tings bet­ween pati­ents and carers, the film­ma­ker focu­ses on show­ing a form of psych­ia­try that con­ti­nu­al­ly stri­ves to make room for and reha­bi­li­ta­te the pati­ents’ words. Little by litt­le, each one eases open the door to their world. But within an incre­asing­ly worn-out health sys­tem, how can the for­sa­ken be given a place in socie­ty among the rest?

    Credits:

    FR 2024, 143 Min., franz. OmU
    Regie & Kamera: Nicolas Philibert
    Schnitt: Nicolas Philibert, Janusz Baranek

    mit: den Patient:innen und den Betreuer:innen der Averroès und Rosa Parks Krankenhauseinheiten im Esquirol Krankenhaus, Charenton-le-Pont, Paris.

    Trailer:
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  • [:de]Ein kleines Stück vom Kuchen[:]

    [:de]Ein kleines Stück vom Kuchen[:]

    [:de]

    Ein Film von Maryam Moghaddam & Behtash Sanaeeha. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Unter den Fachbesucher*innen galt er schnell als Geheimtip, beim rest­li­chen Berlinale-Publikum wur­de er bald zum Liebling – der ira­ni­sche Wettbewerbsbeitrag My Favourite Cake / Ein klei­nes Stück vom Kuchen. Die berüh­ren­de Geschichte von Annäherung und Zuneigung zwei­er ein­sa­mer Menschen ist zugleich eine des Widerstandes gegen die Vorschriften einer Gesellschaft, die Verletzungen ihrer Sitten- und Moralvorstellungen sehr schnell und sehr hart ahn­det.
    Seit ihr Mann vor 30 Jahren starb, lebt Mihan allein in ihrem klei­nen Haus mit Garten in Teheran. Bei den regel­mä­ßi­gen Kaffeekränzchen mit Freundinnen wird ger­ne alles bespro­chen, so wird neben den Berichten von (natür­lich ver­bo­te­nen) amou­rö­sen Abenteuern ger­ne auch mal die DVD der letz­ten Darmspiegelung her­um­ge­reicht. Dabei bekommt sie immer wie­der zu hören, sie sol­le sich doch auch einen neu­en Begleiter suchen – schließ­lich sei sie ja mit ihren 70 Jahren noch fit und attrak­tiv. Schließlich fasst sich Mahin in Herz und geht auf die Suche. Als ihr der eben­falls ver­wit­we­te Taxifahrer Faramarz begeg­net und gefällt, ergreift sie selbst­be­wusst die Initiative und lädt ihn zu sich ein. Die bei­den kom­men ver­ste­hen sich, ver­ab­re­den sich, es gibt Wein, Tanz und natür­lich selbst­ge­ba­cke­nen Kuchen. Aber vor­sich­tig müs­sen sie sein, denn schon erkun­digt sich die Nachbarin nach den unbe­kann­ten Stimmen im Haus.
    Weil sie die Menschen rea­li­täts­nah so zei­gen, wie sie sind und was sie tun, und damit Grenzen des Erlaubten ver­let­zen, durf­ten Maryam Moghaddam und Behtash Sanaeeha (Ballade von der wei­ßen Kuh, 2021 eben­falls im Berlinale Wettbewerb) nicht nach Berlin rei­sen. So trägt Mihan im Haus kei­nen Hijab und trinkt Wein. Es sei aber an der Zeit, die­se stan­dar­di­sier­ten Vorgaben im ira­ni­schen Kino zu durch­bre­chen, so erklär­te Darstellerin Lily Farhadpour, die als Menschenrechts-Aktivistin bereits Gefängniserfahrung hat, bei der Pressekonferenz. Diese zärt­li­che und (gele­gent­lich schwarz-) humo­ri­ge Liebesgeschichte zeigt schon­mal, wie es geht.

    Credits:

    Keyke mah­boo­be man / My favou­ri­te cake
    IR/FR/SE/DE 2024, 97 Min., far­si OmU
    Regie: Maryam Moghaddam, Behtash Sanaeeha
    Kamera: Mohammad Haddadi
    Schnitt: Ata Mehrad, Behtash Sanaeeha, Ricardo Saraiva
    mit: Lily Farhadpour, Esmail Mehrabi, 

    Trailer:
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    [:en]

    A film by Maryam Moghaddam & Behtash Sanaeeha. In Farsi with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    The 70-year-old Mahin has been living alo­ne in Tehran sin­ce her hus­band died and her daugh­ter left for Europe. One after­noon, tea with fri­ends leads her to break her soli­ta­ry rou­ti­ne and revi­ta­li­se her love life. But as Mahin opens hers­elf up to a new romance, what beg­ins as an unex­pec­ted encoun­ter quick­ly evol­ves into an unpre­dic­ta­ble, unfor­gettable evening.

    Credits:

    Keyke mah­boo­be man / My favou­ri­te cake
    IR/FR/SE/DE 2024, 97 Min., far­si OmU
    Regie: Maryam Moghaddam, Behtash Sanaeeha
    Kamera: Mohammad Haddadi
    Schnitt: Ata Mehrad, Behtash Sanaeeha, Ricardo Saraiva
    mit: Lily Farhadpour, Esmail Mehrabi, 

    Trailer:
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    [:]
  • [:de]Verbrannte Erde[:]

    [:de]Verbrannte Erde[:]

    [:de]

    Ein Film von Thomas Arslan. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Nach Im Schatten (2010, am 27. & 28.7. noch­mal im fsk) kommt end­lich der zwei­te Teil der Trilogie um den Berufskriminellen Trojan, gespielt von Mišel Matičević, ins Kino. Trojan, der aus einer ande­ren Zeit zu stam­men scheint, geht pro­fes­sio­nell und nüch­tern sei­ner Tätigkeit als Spezialist für Einbruchsdiebstahl nach. Wortkarg und ziel­ori­en­tiert ver­sucht er, wie­der auf die Beine zu kom­men, geht zurück nach Berlin, um dort anzu­knüp­fen, wo er vor vier­zehn Jahren abbre­chen muss­te, um sich in Sicherheit zu brin­gen. Schließlich wird ihm ein Job anver­traut, er sucht sich ein Team von eben­bür­ti­gen Spezialisten zusam­men, es geht end­lich wie­der los…Der Kameramann Reinhold Vorschneider kre­iert eine Nachtwelt vol­ler Lichter und Schatten, die die Protagonisten nie preis­gibt. Aber wir glau­ben Trojan zu ken­nen und erkun­den mit ihm das Labyrinth, ahnen den Verrat und wis­sen: dies ist erst der zwei­te Teil der Trilogie und Trojan wird über­le­ben. Oder?

    Was Christoph Hochhäusler schon im Vorjahr auf dem Festival bewie­sen hat­te, mit sei­nem wun­der­bar sinn­li­chen Bis ans Ende der Nacht, setzt sein Berliner-Schule-Kollege Arslan nun fort. Er ent­wirft ein Kino, das sich nicht zwi­schen Genre- und Autorenfilm ent­schei­den muss, zwi­schen Erdung und Veredelung, das sich nicht um sich selbst betrü­gen muss und des­halb so frei­mü­tig von Betrügereien erzählt — weil sie mit­un­ter viel schö­ner sein kön­nen als die soge­nann­te ehr­li­che Arbeit. Thomas Arslan hat sei­nem Meisterverbrecher Trojan 14 Jahre nach Im Schatten einen eben­bür­ti­gen zwei­ten Film geschenkt. Das ist vor allem wegen sei­nes Hauptdarstellers Mišel Matičević ein abso­lu­ter Glücksfall für das deut­sche Kino. Matičević ver­steht es, Intellekt und Physis zu ver­bin­den, Gefahr und Moralität, die Überschätzung der eige­nen Unverwundbarkeit und die sub­ti­le Vorahnung des Verhängnisses…“
    Daniel Moersener, Zeit Online, Artikel zur Berlinale 2024

    Credits:

    DE 2024, 101 Min., dt. OmeU
    Regie: Thomas Arslan
    Kamera: Reinhold Vorschneider
    Schnitt: Reinaldo Pinto Almeida
    mit Mišel Matičević, Marie Leuenberger, Alexander Fehling, Tim Seyfi, Bilge Bingül, Marie-Lou Sellem, Katrin Röver, Anja Schneider, Tamer Yiğit

    Trailer:
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    [:en]

    A film by Thomas Arslan. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Following In the Shadows, the film Scorched Earth is the second part of Thomas Arslan’s Trojan tri­lo­gy. Twelve years after care­er cri­mi­nal Trojan was forced to flee Berlin, the search for con­tracts leads him back to the city. Trojan is bro­ke and urgen­tly needs a new job. But Berlin has chan­ged and his old cont­acts are no lon­ger of much use. Plus, Trojan’s maxim of only ever working for cash is hard to fol­low in an incre­asing­ly digi­ta­li­sed world. So it takes some time befo­re the midd­le­wo­man Rebecca final­ly offers him the pro­s­pect of a lucra­ti­ve con­tract: a pain­ting by Caspar David Friedrich is to be sto­len from a muse­um. The heist unites Trojan with geta­way dri­ver Diana, his for­mer mate Luca and the young Chris. Everything looks pro­mi­sing, but the shadowy cli­ent and his hench­man Victor have their own plans for the pain­ting. Soon it beco­mes less about the money and more about get­ting out alive.

    Credits:

    DE 2024, 101 Min., dt. OmeU
    Regie: Thomas Arslan
    Kamera: Reinhold Vorschneider
    Schnitt: Reinaldo Pinto Almeida
    mit Mišel Matičević, Marie Leuenberger, Alexander Fehling, Tim Seyfi, Bilge Bingül, Marie-Lou Sellem, Katrin Röver, Anja Schneider, Tamer Yiğit

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    [:]
  • [:de]Crossing – Auf der Suche nach Tekla[:]

    [:de]Crossing – Auf der Suche nach Tekla[:]

    [:de]

    Ein Film von Levan Akin. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In jedem Road-Movie steckt immer auch ein Weg der Hauptfigur zu sich selbst, und Crossing schickt die Georgierin Lia los. Nach dem Tod ihrer gelieb­ten Schwester, die sie lan­ge pfleg­te, hat die streng wir­ken­de, pen­sio­nier­te Lehrerin das Gefühl, kei­ne Perspektive im Leben und nichts mehr zu ver­lie­ren zu haben. Allerdings hat sie einen Auftrag mit­be­kom­men: sie soll ihre ver­schol­le­ne trans Nichte Tekla, der sie einst sehr nahe stand, fin­den. Als ihr jun­ger Nachbar Achi behaup­tet, Teklas Adresse in Istanbul – eine Stadt, in der man gut ver­schwin­den kann, wenn man will – zu ken­nen, und zudem Englisch zu spre­chen, nimmt sie ihn wider­stre­bend mit auf die Suche. Die Reise ver­än­dert Lia zuse­hends. Durch ihre Beziehung zu Achi und ihre Begegnungen mit der trans Community in Istanbul, ins­be­son­de­re mit der lebens­lus­ti­gen, enga­gier­ten Anwältin Evrim, öff­net sich Lia all­mäh­lich und sieht die Welt und ihren Platz dar­in mit ande­ren Augen. Alle drei Protagonist:innen eint, in ihrem Leben gro­ße Opfer gebracht und Einschränkungen in Kauf genom­men zu haben, um die herr­schen­de Hegemonie, im per­sön­li­chen wie poli­ti­schem Umfeld, nicht zu stö­ren. Crossing ist ein leben­di­ger, unge­schön­ter Film über Solidarität, über die klei­nen Gesten der Güte, und des Verständnisses zwi­schen Fremden und inner­halb der Familie.
    In vie­ler­lei Hinsicht ist er auch ein Liebesbrief an Istanbul und sei­ne Geschichte, trotz der offen­sicht­li­chen, durch die Straßenkinder Izzet und Gulpembe ins Bild auf­ge­nom­me­nen Armut:
    „Istanbul ist ein Ort, an dem man auf engs­tem Raum gegen­sätz­li­che Welten antref­fen kann. Die eine Straße ist sehr reli­gi­ös, und wenn man zwei Straßen wei­ter­geht, ist man plötz­lich in einer quee­ren Oase, wo Männer händ­chen­hal­tend her­um­lau­fen. Diese Ambivalenz woll­te ich im Film dar­stel­len. Wenn Lia und Achi im Film ins que­e­re Viertel gehen, ist der kur­ze Weg, den sie gehen, der tat­säch­li­che Weg in der Realität. In Istanbul leben die unter­schied­lichs­ten Religionen, Menschen und, nicht zu ver­ges­sen, Katzen und Hunde.“ Levan Akin
    Teddy – Preis der Jury 2024 Berlinale – Panorama

    Credits:

    SE/DK/FR/TR/GE 2023, 105 Min., geor­gisch, tür­kisch, engl. OmU
    Regie: Levan Akin
    Kamera: Lisabi Fridell
    Schnitt: Emma Lagrelius, Levan Akin
    mit: Mzia Arabuli, Lucas Kankava, Deniz Dumanlı

    Trailer:
    CROSSING – Trailer OmU German | Deutsch
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    [:en]

    A film by Levan Akin. In Georgian, Turkish and English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Lia, a reti­red tea­cher, has made a pro­mi­se to find out what hap­pen­ed to her long-lost nie­ce, Tekla. When Lia lear­ns from a neigh­bour, Achi, that Tekla might have left their Georgian home­land and be living in Turkey, Lia and Achi set off tog­e­ther to find her. Arriving in Istanbul, they dis­co­ver a beau­tiful city full of con­nec­tions and pos­si­bi­li­ties. But sear­ching for someone who never inten­ded to be found is har­der than they expec­ted – until they meet Evrim, a lawy­er fight­ing for trans rights. As Lia and Achi wea­ve their way through the city’s back­streets, Tekla starts to feel clo­ser than ever.
    Levan Akin’s fourth fea­ture film is fil­led with an impres­si­ve emo­tio­nal imme­dia­cy. Two initi­al­ly hesi­tant stran­gers over­co­me not only ideo­lo­gi­cal but also inter­nal boun­da­ries on their mis­si­on and join forces. The topo­gra­phy of the city plays just as important a role in this ode to huma­ni­ty as the array of cha­rac­ters that live within it.

    Credits:

    SE/DK/FR/TR/GE 2023, 105 Min., geor­gisch, tür­kisch, engl. OmU
    Regie: Levan Akin
    Kamera: Lisabi Fridell
    Schnitt: Emma Lagrelius, Levan Akin
    mit: Mzia Arabuli, Lucas Kankava, Deniz Dumanlı 

    Trailer:
    CROSSING – Trailer OmU German | Deutsch
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