dokfilmwoche 2017

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Zum fünf­ten Mal ver­sam­melt die dok­film­wo­che zwi­schen 31. August und 6. September im fsk Kino und Sputnik aktu­el­le doku­men­ta­ri­sche Arbeiten, die die Welt und ihre Zustände zwi­schen Diesseits und Jenseits ver­mes­sen, in Formen die so unter­schied­lich sind, wie die Bilder, die sie dabei zu Tage fördern.

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Hier eine ers­te Übersicht:

Von der Geburtsvorbereitung über die rich­ti­gen Umgangsformen bis zur Bestattung zei­gen Jörg Adolph und Ralf Bücheler Versuche in die mehr und weni­ger all­täg­li­chen Verrichtungen des­sen ein­zu­füh­ren, was man am Ende Leben nennt. (LEBEN GEBRAUCHSANLEITUNG).

Drei Bauern und ihre Arbeit beforscht fil­misch Sigmund Steiner, und bringt dar­in auch die Figur des eige­nen abwe­sen­den Vaters zum Erscheinen. (HOLZ, ERDE, FLEISCH)

Drei Söhne zeigt David Evans und por­trä­tiert sie auf weit unter­schied­li­chen Wegen mit einer his­to­ri­schen Last umzu­ge­hen (WHAT OUR FATHERS DID)

Der Schauspieler Eric Caravaca spürt sei­ner mit drei Jahren ver­stor­be­nen gro­ßen Schwester nach und stösst dabei auf fran­zö­si­sche Kolonialgeschichte (CARRE 35).

Einen fer­nen Dialog zwi­schen ihren leib­li­chen Eltern, die sich seit 25 Jahren nicht mehr gese­hen haben insze­niert Carlotta Kittel und schreibt damit ihre eige­nen Geschichte, durch Widerstände (ER SIE ICH)

Eli Roland Sachs hat sei­nen Bruder an einen Gott namens Allah ver­lo­ren, nun sucht er ihn wie­der­zu­fin­den (BRUDER JAKOB)

In Argentinien fin­det Nora Fingscheidt eine men­no­ni­ti­sche Gemeinschaft, die ihren Wunsch eines Lebens fern­ab der Welt und in Gott gegen den unaus­weich­li­chen Wandel ver­tei­di­gen. (OHNE DIESE WELT)

Ganz im Diesseits befragt Merzak Allouache Menschen nach ihren Orientierungen auf etwas, das jen­seits die­ser Welt liegt und ent­deckt dabei eine ganz eige­ne Ökonomie. (INVESTIGATING PARADISE).

Den Weg eines jun­gen Rekruten im argen­ti­ni­schen Militär fängt Manuel Abramovich in ein­dring­li­chen Bildern ein, und erzählt von einem Coming of Age in einer tota­len Institution (SOLDADO)

Nach trot­zi­gen Resten von Leben in dem, was von der einst größ­ten Mangan Mine der Welt hält Rati Oneli aus­schau (CITY OF THE SUN)

In der Gegend um Fukushima berich­tet Thorsten Trimpop vom Verhältnis zwi­schen Bewohner*innen und einer Landschaft zwi­schen tie­fer tra­di­tio­nel­ler Verbundenheit und jüngs­ter Kontamination. (FURUSATO)

Zusammen mit Dorfbewohner*innen aus der Minderheit der Bunong erar­bei­tet Mehdi Sahebi ein Bild des Landraubs in Kambodscha und sei­ner viel­fa­chen Verheerungen. (MIRR)

In tra­di­tio­nel­len ira­ni­schen Häusern ist Hashti ein zen­tra­ler Raum der in die ande­ren Bereiche lei­tet. Daniel Kötter betrach­tet den Stadtrand von Teheran als Zone des Übergangs im Haus der isla­mi­schen Republik. (HASHTI TEHRAN)

Michael Glawogger woll­te einen Film dre­hen, der ein Bild zeich­net, das von kei­nem ande­ren Thema zusam­men­ge­lei­tet wird als der eige­nen Neugier. Nach sei­nem plötz­li­chen Tod hat Monika Willi aus dem ver­blie­ben Material ein fas­zi­nie­ren­des Kaleidoskop mon­tiert. (UNTITLED).

Hier der Trailer:

Dokfilmwoche 2017 – Trailer from Peripher Filmverleih on Vimeo.