Die Spur

Ein Film von Agnieszka Hol­land. Ab 4.1. im fsk.

Dus­ze­j­ko, eine pen­sio­nier­te Brü­cken­bau­in­ge­nieu­rin, lebt zurück­ge­zo­gen in einem Berg­dorf an der pol­nisch-tsche­chi­schen Gren­ze. Sie ist cha­ris­ma­tisch, exzen­trisch, eine lei­den­schaft­li­che Astro­lo­gin und strik­te Vege­ta­rie­rin. Eines Tages sind ihre gelieb­ten Hun­de ver­schwun­den. Wenig spä­ter ent­deckt sie in einer ver­schnei­ten Win­ter­nacht ihren toten Nach­barn und bei des­sen Lei­che eine Hirsch­fähr­te. Wei­te­re Män­ner ster­ben auf mys­te­riö­se Wei­se. Alle hat­ten ihren fes­ten Platz in der dörf­li­chen Gemein­schaft, alle waren pas­sio­nier­te Jäger. Haben wil­de Tie­re die Män­ner auf dem Gewis­sen? Oder lässt sich ein Mensch zu einem blu­ti­gen Rache­feld­zug hin­rei­ßen? Irgend­wann fällt der Ver­dacht auf Dus­ze­j­ko …
Nach ihrem Aus­flug in die Welt der Seri­en mel­det sich Agnieszka Hol­land mit einem sub­ver­si­ven Kri­mi auf der gro­ßen Lein­wand zurück. Pokot spielt in einer Land­schaft mit wech­seln­den Jah­res­zei­ten, deren wil­de Schön­heit jedoch nicht über Kor­rup­ti­on, Grau­sam­keit und Dumm­heit ihrer Bewoh­ner hin­weg­täuscht. Fest ver­wur­zelt in der Rea­li­tät der pol­ni­schen Pro­vinz, ist der Film so anar­chis­tisch wie sei­ne Hel­din – ein wag­hal­si­ger Gen­re­mix aus komi­scher Detek­tivsto­ry, span­nen­dem Öko­thril­ler und femi­nis­ti­schem Mär­chen.

Ber­li­na­le 2017: Sil­ber­ner Bär Alfred-Bau­er-Preis


 
Credits:

Pokot
Polen / Deutsch­land / Tsche­chi­sche Repu­blik / Schwe­den / Slo­wa­ki­sche Repu­blik 2017

pol­ni­sche OmU, 128 Min.

Regie: Agnieszka Hol­land
in Zusam­men­ar­beit mit Kasia Ada­mik
Kame­ra: Jol­an­ta Dylew­ska, Rafał Para­dow­ski
Schnitt: Pavel Hrd­lič­ka

mit: Agnieszka Man­dat (Dus­ze­j­ko)
Wik­tor Zbo­row­ski (Mato­ga)
Miros­lav Kro­bot (Boros)
Jakub Giers­zał (Dyzio)
Patri­cia Vol­ny (Dobra Nowina/Good News)
Borys Szyc (Wnę­trz­ak)