Das Mädchen und die Spinne

ein Film von Ramon und Silvan Zürcher

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Lisa zieht aus der WG mit Mara aus, um künf­tig allein zu woh­nen. An den bei­den Umzugstagen und in der Nacht dazwi­schen geht vie­les zu Bruch, ande­res renkt sich ein.
Der Film ist fili­gran und geo­me­trisch auf­ge­baut wie das Netz der titel­ge­ben­den Spinne. Er spielt fast aus­schließ­lich in Innenräumen und wirkt damit unwill­kür­lich auch wie ein Resümee der Pandemiezeit mit ihren Paradoxien. Der Wechsel von einer Bleibe in die ande­re und die Energie, die frei­ge­setzt wird, wenn eine Geschichte endet und eine neue beginnt, ver­set­zen das Figurenensemble in einen beson­de­ren Aggregatzustand. Das Resultat ist eine Art Jam Session, bei der auch Totemtiere eine Rolle spie­len. „Als hal­te eine gehei­me Kraft die Dinge zusam­men“, wie es ein­mal heißt. Dieser Magnetismus wird erzeugt durch die orga­ni­sche Art des Filmemachens der Brüder Zürcher. Kadrierung, Perspektive und Tiefenschärfe sind wesent­li­che Bestandteile ihrer Filmsprache. Motive und Figuren wer­den in rasan­tem Tempo mon­tiert. Zwischen Bewegungen, Blicken, Geräuschen, Farben und Details herrscht stän­di­ge Spannung: Alle die­se Elemente stüt­zen sich gegen­sei­tig wie die Karten in einem schwin­del­erre­gend hohen Kartenhaus.

Credits:

CH 2021, 98 Min., deut­sche Fassung,
Regie:
Ramon Zürcher, Silvan Zürcher
Kamera: Alex Haßkerl
Schnitt: Ramon Zürcher, Katharina Bhend
mit: Henriette Confurius, Liliane Amuat, Ursina Lardi, Flurin Giger, André M. Hennicke, Ivan Georgiev, Dagna Litzenberger Vinet, Lea Draeger, Sabine Timoteo, Birte Schnöink

Trailer:

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