Autor: fsk

  • What our fathers did: A Nazi legacy

    What our fathers did: A Nazi legacy

    Ein Film von David Evans.

    [Pres­se­zo­ne]

    In „What our fathers did: A Nazi lega­cy“ kreu­zen sich die Wege der Nachfahren von Opfern und Tätern. Philippe Sands ist der Enkel einer Familie jüdi­schen Glaubens aus Lwiw (Lemberg) in der Ukraine, in Großbritannien auf­ge­wach­sen, ein bekann­ter Jurist mit Schwerpunkt auf Menschen- und Staatsrecht. Sein Buch ‚Torture Team‘ doku­men­tiert die Arbeit der Juristen, die die Grundlagen für die Legalisierung der Folterpraktiken schu­fen, die sich Bush für den ‚Krieg gegen den Terror‘ wünsch­te. Bei Recherchen zu einem ande­ren Buch lern­te Sands Niklas Frank ken­nen, den Sohn des füh­ren­den Juristen des drit­ten Reichs, glü­hen­den Hitler-Verehrers und Generalgouverneurs von Polen, Hans Frank. Niklas mach­te ihn mit Horst von Wächter bekannt, einem Freund. Wächters Vater war Gouverneur von Galizien, eben­falls Jurist und Offi der SS. Lwiw gehör­te zu sei­nem Machtbereich.

    Alle drei bege­ben sich auf eine Reise in die Vergangenheit, an die­sen Ort. Die bei­den Freunde kön­nen unter­schied­li­cher nicht sein, geprägt durch ihre kon­trä­ren Familienbeziehungen domi­nie­ren bei Frank Abscheu und Hass, bei Wächter Liebe und Realitätsverleugnung gegen­über den Eltern. 

    Man hört und sieht, dass er kei­ne Erkenntnisse zulas­sen möch­te, die ihn aus dem Gefängnis der Vergangenheit befrei­en würden. 

    GB 2015 96 Min., engl. OmU
    Regie : David Evans

    Drehbuch : Philippe Sands
    Kamera : Philipp Blaubach, Matt Gray, Sam Hardy
    Schnitt : David Charap
    Protagonisten : Philippe Sands, Niklas Frank, Horst von Wächter

    A film by David Evans. n eng­lish with ger­man sub­tit­les.

    [Pres­se­zo­ne]

    Three men tra­vel through Europe, visi­ting sites of Nazi war cri­mes in Poland and the Ukraine. For two of the three, the jour­ney con­fronts them with the deeds of their fathers. Niklas Frank is the son of Hans Frank, once General Governor of Poland, also known as the „but­cher of Poland”. Horst von Wächter’s father Otto was Governor of Galicia. The man who initia­ted the jour­ney is renow­ned lawy­er Philippe Sands, who lost part of his fami­ly in the Holocaust. During the cour­se of the three men’s encoun­ter with the past, con­flicts emer­ge. While Horst von Wächter defends his father, Hans Frank is fil­led with an almost obses­si­ve hat­red. Two sons, two com­ple­te­ly dif­fe­rent truths. The film is an extra­or­di­na­ry docu­ment about the lega­cy of mass mur­de­rers and their influence on the descendants.  GB 2015 96 Min., engl. OmU Regie : David Evans Drehbuch : Philippe Sands Kamera : Philipp Blaubach, Matt Gray, Sam Hardy Schnitt : David Charap Protagonisten : Philippe Sands, Niklas Frank, Horst von Wächter
  • Stromaufwärts

    Stromaufwärts

    A film by Marion Hänsel.  In french with ger­man subtitles.

    [Pressezone]

    Homer and Joé, two taci­turn men aged around fif­ty, sail a small boat up a river in Croatia. Until recent­ly, neither knew of the other’s exis­tence, but now their father has died it turns out they are half-brot­hers. Looking for traces of the man of who shaped their lives so dif­fer­ent­ly, they encoun­ter a third tra­vel­ler, the mys­te­rious Irishman Sean, and their tour through the wild land­scape of Croatia beco­mes a real psy­cho­lo­gi­cal challenge.

    »Certain peo­p­le find it diff­cult to talk about them­sel­ves for many dif­fe­rent reasons. My cha­rac­ters, Homer and Joé, half­brot­hers, are such peo­p­le. Homer, trau­ma­tis­ed by an absent father who igno­red his exis­tence, Joé by the vio­lence of this same father. e lack of words, of ver­bal com­mu­ni­ca­ti­on inte­rests me and can be found in a num­ber of my lms. e silen­ces, what is left unsaid, lea­ves room for the spectator’s inter­pre­ta­ti­on, their per­so­nal ima­gi­na­ti­on. I like that. As to the nar­ra­ti­on, I have the impres­si­on that I am dig­ging into earth that I alre­a­dy know but that I want to go deeper. If Joé and Homer are half-brot­hers, it is not by chan­ce. In some of my pre­vious Films, blood-ties, filia­ti­on, the image of the father or his absence are stron­gly pre­sent. Upstream is part of this same lineage.« Marion Hänsel

     

    (En amont du fleuve)
    Belgien/Niederlande/Kroatien 2016, 90 Min.
    Regie: Marion Hänsel
    Buch: Marion Hänsel, Hubert Mingarelli
    Mit: Olivier Gourmet, Sergi López, John Lynch
    Kamera: Didier Frateur
    Schnitt: Michèle Hubinon
    Produktion: Marion Hänsel, Digna Sinke

    Trailer Stromaufwärts from Peripher Filmverleih on Vimeo.A film by Marion Hänsel.  In french with ger­man subtitles.

    [Pressezone]

    Homer and Joé, two taci­turn men aged around fif­ty, sail a small boat up a river in Croatia. Until recent­ly, neither knew of the other’s exis­tence, but now their father has died it turns out they are half-brot­hers. Looking for traces of the man of who shaped their lives so dif­fer­ent­ly, they encoun­ter a third tra­vel­ler, the mys­te­rious Irishman Sean, and their tour through the wild land­scape of Croatia beco­mes a real psy­cho­lo­gi­cal challenge.

    »Certain peo­p­le find it diff­cult to talk about them­sel­ves for many dif­fe­rent reasons. My cha­rac­ters, Homer and Joé, half­brot­hers, are such peo­p­le. Homer, trau­ma­tis­ed by an absent father who igno­red his exis­tence, Joé by the vio­lence of this same father. e lack of words, of ver­bal com­mu­ni­ca­ti­on inte­rests me and can be found in a num­ber of my lms. e silen­ces, what is left unsaid, lea­ves room for the spectator’s inter­pre­ta­ti­on, their per­so­nal ima­gi­na­ti­on. I like that. As to the nar­ra­ti­on, I have the impres­si­on that I am dig­ging into earth that I alre­a­dy know but that I want to go deeper. If Joé and Homer are half-brot­hers, it is not by chan­ce. In some of my pre­vious Films, blood-ties, filia­ti­on, the image of the father or his absence are stron­gly pre­sent. Upstream is part of this same lineage.« Marion Hänsel

     

    (En amont du fleuve)
    Belgien/Niederlande/Kroatien 2016, 90 Min.
    Regie: Marion Hänsel
    Buch: Marion Hänsel, Hubert Mingarelli
    Mit: Olivier Gourmet, Sergi López, John Lynch
    Kamera: Didier Frateur
    Schnitt: Michèle Hubinon
    Produktion: Marion Hänsel, Digna Sinke

    Trailer Stromaufwärts from Peripher Filmverleih on Vimeo.

  • dokfilmwoche 2017

    dokfilmwoche 2017

    Zum fünf­ten Mal ver­sam­melt die dok­film­wo­che zwi­schen 31. August und 6. September im fsk Kino und Sputnik aktu­el­le doku­men­ta­ri­sche Arbeiten, die die Welt und ihre Zustände zwi­schen Diesseits und Jenseits ver­mes­sen, in Formen die so unter­schied­lich sind, wie die Bilder, die sie dabei zu Tage fördern.

    Mehr auf der dok­film­wo­chen-Webseite

    Hier eine ers­te Übersicht:

    Von der Geburtsvorbereitung über die rich­ti­gen Umgangsformen bis zur Bestattung zei­gen Jörg Adolph und Ralf Bücheler Versuche in die mehr und weni­ger all­täg­li­chen Verrichtungen des­sen ein­zu­füh­ren, was man am Ende Leben nennt. (LEBEN GEBRAUCHSANLEITUNG).

    Drei Bauern und ihre Arbeit beforscht fil­misch Sigmund Steiner, und bringt dar­in auch die Figur des eige­nen abwe­sen­den Vaters zum Erscheinen. (HOLZ, ERDE, FLEISCH)

    Drei Söhne zeigt David Evans und por­trä­tiert sie auf weit unter­schied­li­chen Wegen mit einer his­to­ri­schen Last umzu­ge­hen (WHAT OUR FATHERS DID)

    Der Schauspieler Eric Caravaca spürt sei­ner mit drei Jahren ver­stor­be­nen gro­ßen Schwester nach und stösst dabei auf fran­zö­si­sche Kolonialgeschichte (CARRE 35).

    Einen fer­nen Dialog zwi­schen ihren leib­li­chen Eltern, die sich seit 25 Jahren nicht mehr gese­hen haben insze­niert Carlotta Kittel und schreibt damit ihre eige­nen Geschichte, durch Widerstände (ER SIE ICH)

    Eli Roland Sachs hat sei­nen Bruder an einen Gott namens Allah ver­lo­ren, nun sucht er ihn wie­der­zu­fin­den (BRUDER JAKOB)

    In Argentinien fin­det Nora Fingscheidt eine men­no­ni­ti­sche Gemeinschaft, die ihren Wunsch eines Lebens fern­ab der Welt und in Gott gegen den unaus­weich­li­chen Wandel ver­tei­di­gen. (OHNE DIESE WELT)

    Ganz im Diesseits befragt Merzak Allouache Menschen nach ihren Orientierungen auf etwas, das jen­seits die­ser Welt liegt und ent­deckt dabei eine ganz eige­ne Ökonomie. (INVESTIGATING PARADISE).

    Den Weg eines jun­gen Rekruten im argen­ti­ni­schen Militär fängt Manuel Abramovich in ein­dring­li­chen Bildern ein, und erzählt von einem Coming of Age in einer tota­len Institution (SOLDADO)

    Nach trot­zi­gen Resten von Leben in dem, was von der einst größ­ten Mangan Mine der Welt hält Rati Oneli aus­schau (CITY OF THE SUN)

    In der Gegend um Fukushima berich­tet Thorsten Trimpop vom Verhältnis zwi­schen Bewohner*innen und einer Landschaft zwi­schen tie­fer tra­di­tio­nel­ler Verbundenheit und jüngs­ter Kontamination. (FURUSATO)

    Zusammen mit Dorfbewohner*innen aus der Minderheit der Bunong erar­bei­tet Mehdi Sahebi ein Bild des Landraubs in Kambodscha und sei­ner viel­fa­chen Verheerungen. (MIRR)

    In tra­di­tio­nel­len ira­ni­schen Häusern ist Hashti ein zen­tra­ler Raum der in die ande­ren Bereiche lei­tet. Daniel Kötter betrach­tet den Stadtrand von Teheran als Zone des Übergangs im Haus der isla­mi­schen Republik. (HASHTI TEHRAN)

    Michael Glawogger woll­te einen Film dre­hen, der ein Bild zeich­net, das von kei­nem ande­ren Thema zusam­men­ge­lei­tet wird als der eige­nen Neugier. Nach sei­nem plötz­li­chen Tod hat Monika Willi aus dem ver­blie­ben Material ein fas­zi­nie­ren­des Kaleidoskop mon­tiert. (UNTITLED).

    Hier der Trailer:

    Dokfilmwoche 2017 – Trailer from Peripher Filmverleih on Vimeo.

  • Die Wunde

    Die Wunde

    Ein Film von John Trengove.

    Rituale sind fes­te Bestandteile im sozia­len Leben tra­di­tio­nel­ler Gesellschaften. Sie mar­kie­ren den Wechsel von einer Lebensphase in die nächs­te und fol­gen einem fes­ten Zeremoniell. Die Normalität ist außer Kraft gesetzt, die Zeit suspendiert.
    Sehr beein­dru­ckend und fast doku­men­ta­risch beginnt John Trengoves Film mit solch eimen Ritual, näm­lich dem der Beschneidung jun­ger Männer, weiß bemalt und in geschürz­tem Gewand, denen böse Geister, Jugend und Zartheit aus­ge­trie­ben wer­den sol­len. Man könn­te es auch ein Schlachtfest nen­nen. Das gan­ze fin­det auf dem Land statt, nahe einem Dorf der Xhosa, die in Südafrika ansäs­sig sind. Nach dem blu­ti­gen Höhepunkt beginnt eine Zeit der Kontemplation in klei­nen Hütten im Wald, um die Wunden hei­len zu las­sen und zu ler­nen, was man als Mann wis­sen muß: Bäume fäl­len, Tiere töten, Schmerzen nie­der­rin­gen und unmas­ku­li­ne Neigungen unter­drü­cken. Durch die­se Zeit wer­den sie von Älteren beglei­tet, die sie pfle­gen und anlei­ten. Einer von ihnen ist Xolani, er lebt in Queenstown, und soll sich beson­ders um Kwanda aus Johannesburg küm­mern, den der Vater für ver­zär­telt hält, ein Städter halt. Kwanda steht dem, was er durch­zu­ste­hen hat, kri­tisch gegen­über, läßt es aber über sich erge­hen. Ist das Ritual nur ein bru­ta­les Überbleibsel aus der Vergangenheit oder schärft es tat­säch­lich das Bewusstsein für das Erwachsenwerden, dafür, die Verantwortung für das eige­ne Leben zu übernehmen?
    Wie Waldgeister schlei­chen die Gruppen der jun­gen Erwachsenen mit ihren Begleitern durch die Landschaft. Während sie nicht wis­sen, wohin die Reise geht, lädt sich das Verhältnis zwi­schen Xolani und Kwanda lang­sam auf. Begehren, Provokation und Aggression wech­seln sich ab. Die bei­den sind ziem­lich unter­schied­li­che Städter: Für den Älteren bedeu­tet die Stadt öko­no­mi­sche Basis und Fluchtort, weil sei­ne Homosexualität im Dorf nichts zu suchen hat. Der jün­ge­re genießt die Freiheit , die für ihn selbst­ver­ständ­lich ist. Als Brandbeschleuniger taucht Vija auf, ein Bilderbuchmacho, der auf dem Land lebt, eine Familie gegrün­det etc.. Sein Verhältnis zu Xolani dreht sich nicht nur um Sex, aber er nutzt des­sen Sehnsucht und Sensibilität ganz selbst­ver­ständ­lich für sich aus. „Die Wunde“ spie­gelt unglaub­lich facet­ten­reich eine Gesellschaft, die von Gewalt und Herrschaftsansprüchen domi­niert wird und dabei wie eine Platte mit Sprung auf der Stelle tritt. Eben eine Männergesellschaft.

    Südafrika / Deutschland / Niederlande / Frankreich 2016
    Xhosa mit dt. Untertiteln, 88 Min.
    Regie: John Trengove
    Buch: John Trengove, Thando Mgqolozana, Malusi Bengu
    Kamera: Paul Özgür 
    Schnitt: Matthew Swanepoel
    Mit: Nakhane Touré, Bongile Mantsai, Niza Jay Ncoyini

    Die Wunde – Trailer für die offi­zi­el­le Website from Salzgeber & Co. Medien GmbH on Vimeo.A Film by John Trengove.  In Xhosa with ger­man subtitles.

    Eastern Cape, South Africa. A lonely fac­to­ry worker, Xolani, takes time off his job to assist during an annu­al Xhosa cir­cumcis­i­on initia­ti­on into man­hood. In a remo­te moun­tain camp that is off limits to women, young men, pain­ted in white och­re, recup­er­a­te as they learn the mas­cu­li­ne codes of their cul­tu­re. In this envi­ron­ment of machis­mo and aggres­si­on, Xolani cares for a defi­ant initia­te from Johannesburg, Kwanda, who quick­ly lear­ns Xolani’s best kept secret, that he is in love with ano­ther man. Having first explo­red male cir­cumcis­i­on in his short film Ibhokhwe, South African direc­tor John Trengove revi­sits this topic and other ritu­als of mas­cu­li­ni­ty in his first fea­ture. The ten­si­on that builds inex­orab­ly throug­hout the film deri­ves on the one hand from the young Kwanda who incre­asing­ly calls into ques­ti­on the patri­ar­chal codes of the initia­ti­on, as well as the unbe­ara­ble cri­sis buil­ding in Xolani as he must choo­se bet­ween the tra­di­tio­nal world that he knows, and his own fulfillment.

    Südafrika / Deutschland / Niederlande / Frankreich 2016
    Xhosa mit dt. Untertiteln, 88 Min.
    Regie: John Trengove
    Buch: John Trengove, Thando Mgqolozana, Malusi Bengu
    Kamera: Paul Özgür 
    Schnitt: Matthew Swanepoel
    Mit: Nakhane Touré, Bongile Mantsai, Niza Jay Ncoyini

    Die Wunde – Trailer für die offi­zi­el­le Website from Salzgeber & Co. Medien GmbH on Vimeo.

  • Banana Pancakes and the Lonely Planet

    Banana Pancakes and the Lonely Planet

    Ein Film von Daan Veldhuizen.

    Reisen ist in Mode. Der Filmemacher Daan Veldhuizen betrach­tet das ent­le­ge­ne Dorf Muang Ngoi in Indochina und lässt Jugendliche, die da leben, auf jene tref­fen, die als Backpacker oder Individualtouristen hier­her rei­sen. Selten hat ein Film die unter­schied­li­chen Aspekte des Reisens so unauf­ge­regt, anre­gend und umfas­send auf den Punkt gebracht. Muang Ngoi ist mit sei­ner Lage am Fluss allein schon land­schaft­lich ein­zig­ar­tig, aber man kann das, was der Filmemacher beob­ach­tet, übertragen auf unge­zähl­te ande­re Länder. Der Film beginnt in der Regenzeit, wenn die Jugendlichen vor Ort mit ihren Träumen noch allein sind, und glei­tet naht­los über zu den mit dem Wetterwechsel ein­tru­deln­den Backpackers, die mit dem Lonely Planet im Gepäck hier­her zum Geheimtipp gefun­den haben und für eine kur­ze Zeit aus­stei­gen wol­len. Sie suchen unter ande­rem jene Einfachheit, die Menschen in Muang Ngoi für sich überwinden möch­ten. Shai hat stu­diert und will schnell Geld ver­die­nen mit den TouristInnen, Khao ist Bauer und will eine Familie auf­bau­en. Die bei­den Locals sind sozu­sa­gen unse­re Reisebegleiter und ste­hen für zwei mög­li­che Verhaltensmuster im Dorf. Daan Veldhuizen, der auch die Kamera führte, betrach­tet die Anreisenden ein Stück weit mit den Augen der bei­den, die da sind, und gibt über sie auch den Widersprüchlichkeiten im Dorf genügend Raum.“ trigon-Film

    Laos / Niederlande 2015, 85 Min., Lao, Englisch, Französisch, Niederländisch, Hebräisch mit dt. Ut. 
    Buch, Kamera & Regie: Daan Veldhuizen
    Schnitt: Daan Veldhuizen, Jos Driessen

    https://1f5ad49-trailerloop-production.s3.amazonaws.com/uploads/asset_preview/video/file/47224/mp4_mTbp3EDe__cZhA.mp4A film by Daan Veldhuizen. S

    When back­pa­ckers come to a small vil­la­ge in rural Laos, their arri­val divi­des the local popu­la­ti­on and dis­rupts the rela­ti­onship bet­ween two child­hood fri­ends. A com­plex East-meets-West sto­ry, told in a cine­ma­to­gra­phic lan­guage that is as rich as it is confrontational.

    While the advent of tou­rists radi­cal­ly chan­ged the ori­gi­nal rela­ti­ons within a vil­la­ge some­whe­re in the north of Laos, Banana Pancakes and the Children of Sticky Rice is not a film about good against evil. The back­pa­ckers are not basi­cal­ly loo­king to unsett­le the place; this is just a side-effect of their arri­val. And the vil­la­gers do dream of more wealth and luxu­ry. The film does­n’t con­demn, but does tack­le the cul­tu­re clash in crys­tal clear images and scenes.
    The lan­guage in which this hap­pens is bey­ond ciné­ma véri­té. Daan Veldhuizen con­s­tructs situa­tions in such a way that they are more expe­ri­en­ces than recor­dings. The uni­que ele­ment of Banana Pancakes is that this also appli­es to the cen­tral the­me of the film. You can feel the unea­se that emer­ges when tou­rists pene­tra­te the vil­la­ge. Undoubtedly with the best of inten­ti­ons, but so reco­g­nisable and embar­ras­sing it gives rise to sur­ro­ga­te shame.

    Laos / Niederlande 2015, 85 Min., Lao, Englisch, Französisch, Niederländisch, Hebräisch mit dt. Ut. 
    Buch, Kamera & Regie: Daan Veldhuizen
    Schnitt: Daan Veldhuizen, Jos Driessen

  • Mr. Long

    Mr. Long

    Ein Film von Sabu.

    The maverick direc­tor Sabu has made a hit­man fable that’s like Charlie Chaplin meets Takeshi Miike. The weird thing is, it works.“ fasst Variety zusam­men. An Stelle eines eige­nen Textes möch­te ich ger­ne aus dem Berlinale-Taz-Blog von Autor Detlef Kuhlbrodt zitieren:

    Die ers­ten Minuten von Mr. Long, die in Taiwan spie­len, ist man so gebannt wie bei den Hongkong-Filmen von Johnny To. Mr. Long, beginnt also wie ein Yakuza-Film und wird dann lang­sa­mer. Eben hat­te der Held, ein Auftragskiller aus Taiwan, noch acht Leute umge­bracht. Sein nächs­ter Auftrag in Japan geht schief. Schwer ver­letzt und ohne Pass fin­det er sich in einem ver­las­se­nen Viertel einer Kleinstadt wie­der, trifft einen klei­nen Jungen und des­sen dro­gen­süch­ti­ge Mutter. Der Junge hilft ihm, bringt Verbandszeug, Kleidung und Porree. Aus ein­fachs­ten Zutaten berei­tet der meist schwei­gen­de Killer (er spricht kein Japanisch) schmack­haf­te Suppen und hilft der Mutter beim Drogenentzug.

    Alles scheint gut zu wer­den, bis die Gangster von frü­her auf­tau­chen. Wem „Chasuke’s Journey“ (2015), zu schön schien, wird von „Mr. Long“ begeis­tert sein. Von den Bildern, den Tempowechseln, den nicht­li­nea­ren Passagen, dem Mut zur aus­führ­li­chen Erzählung; von der Tonspur, den Schauspielern; der Komik auch. Glücklich gehe ich nach Hause.“

    Die Filmographie des japa­ni­schen Regisseurs Sabu (eigent­lich Tanaka Hiroyuki) umfasst sehr ver­schie­de­ne Genres und Macharten. Im fsk-Kino zeig­ten wir sei­ne Filme The Blessing Bell (2003) und Kanikosen (2011).
    Hauptdarsteller Chen Chang ist in Taiwan ein Star, er film­te u.a. mit Wong-Kar-wai und Ang Lee. Bei uns war zuletzt in The Assassin von Hou Hsiao Hsien zu sehen.

    Japan/Hongkong/ Taiwan/D 2017, 129 Min. Mandarin, Japanisch, Taiwanesisch mit dt. Untertiteln
    Regie & Buch: [wiki­link alt=„Hiroyuki Tanaka”]Sabu [/wikilink]

    Kamera: Koichi Furuya 
    Schnitt: Georg Petzold 
    mit:.: Chen Chang, Yiti Yao, Runyin Bai

    https://filme.kinofreund.com/file/d/EZR4KK5O18FZS5SVA film by Sabu. In Mandarin, Japanese, Taiwanese with ger­man subtitles.

    The maverick direc­tor Sabu has made a hit­man fable that’s like Charlie Chaplin meets Takeshi Miike. The weird thing is, it works.“  Variety

    Professional hit­man Long takes on an assign­ment in Japan. When things go awry, he has to flee. Badly inju­red, he takes refu­ge in a deser­ted part of a small town. A young boy brings him water and clot­hing. Long installs hims­elf in one of the dila­pi­da­ted hou­ses whe­re he pre­pa­res simp­le meals for the eight-year-old Jun. Jun’s mother Lily is a drug addict and, like Long, comes from Taiwan. The news of Long’s tasty coo­king quick­ly spreads throug­hout the neigh­bour­hood, and Long’s neigh­bours orga­ni­se a mobi­le food stall for him. Soon, peo­p­le are queu­ing up for Long’s nood­le soup. Lily mana­ges to kick her habit with Long’s help and, for a while, it looks as though this could mark the begin­ning of a new life for this com­mu­ni­ty which fate has thrown together.
    The search for a way out of a spi­ral of vio­lence, for a quiet life and emo­tio­nal secu­ri­ty are topics that per­va­de Japanese direc­tor Sabu’s oeu­vre. Seamlessly strin­ging tog­e­ther the rug­ged ver­na­cu­lar of gangs­ter films with the ten­der moments of a bur­geo­ning love sto­ry, his new work com­bi­nes per­fect­ly cho­reo­gra­phed out­breaks of vio­lence with con­tem­pla­ti­ve coo­king sce­nes and sur­pri­sing moments of slap­stick comedy.

    Japan/Hongkong/ Taiwan/D 2017, 129 Min. Mandarin, Japanisch, Taiwanesisch mit dt. Untertiteln
    Regie & Buch: Sabu 

    Kamera: Koichi Furuya 
    Schnitt: Georg Petzold 
    mit:.: Chen Chang, Yiti Yao, Runyin Bai

    https://filme.kinofreund.com/file/d/EZR4KK5O18FZS5SV

  • Abluka – Jeder misstraut jedem

    Abluka – Jeder misstraut jedem

    Ein Film von Emin Alper.

    Istanbul ist nicht wie­der­zu­er­ken­nen. Finster und unwohn­lich, fast apo­ka­lyp­tisch wirkt die Stadt, in die Kadir heim­kommt, als er nach 10 Jahren aus der Haft ent­las­sen wird – und da weiß er noch nicht, wie eng es wer­den wird um ihn. Als Informant soll er als Gegenleistung für sei­ne vor­zei­ti­ge Entlassung im Auftrag der staat­li­chen Terrorismusabwehr Müll auf Sprengsätze durch­wüh­len und die Straßen nach ver­däch­ti­gen Subjekten aus­spä­hen. Doch zunächst sucht er sei­nen jün­ge­ren Bruder Ahmet auf. Ist auch er ein ver­däch­ti­ges Subjekt, oder kann er ihm noch trau­en? Ahmet tötet als Bezirksangestellter streu­nen­de Hunde, ver­steckt aber eines Tages ein ange­schos­se­nes Tier. Eine letz­te mensch­li­che Regung, die ihn zum Ziel der Fahnder macht, und Kedir in eine gefähr­li­che Zwickmühle bringt.

    Der Film erscheint wie ein Kommentar zur heu­ti­gen Türkei, wur­de jedoch vor dem Putsch 2016 gedreht. Die Muster von Misstrauen und Verrat im Film sind auch all­ge­mein­gül­tig und nicht rein auf die Türkei zuge­schnit­ten zu lesen. Wer mehr dar­über wis­sen will, kann den Regisseur selbst befra­gen. Am Fr., 8.9.17 ist Emir Alper zu Gast bei uns im Kino.

    »Die Türkei, ein Albtraum: Emin Alper, des­sen ers­ter Spielfilm Beyond the Hill 2012 im Forum der Berlinale lief, zeich­net sur­rea­le, Rembrandt-glei­che Tableaux der lau­ern­den poli­ti­schen Gewalt sei­nes Landes, der Einsamkeit und Paranoia, die dar­aus resul­tiert.« Tagesspiegel

    Türkei 2015 119 min. türk. OmU, 
    Regie & Buch: [wikilink]Emin Alper[/wikilink]
    Kamera: Adam Jandrup, 
    Schnitt: Osman Bayraktaroglu, 
    mit: Mehmet Özgür, Berkay Ates, Tülin Özen, Müfit Kayacan

    https://1f5ad49-trailerloop-production.s3.amazonaws.com/uploads/asset_preview/video/file/45141/mp4_5LfVcs6OTA1LvA.mp4A film by Emin Alper. In tür­ki­sh with ger­man subtitles.

    Istanbul ist nicht wie­der­zu­er­ken­nen. Finster und unwohn­lich, fast apo­ka­lyp­tisch wirkt die Stadt, in die Kadir heim­kommt, als er nach 10 Jahren aus der Haft ent­las­sen wird – und da weiß er noch nicht, wie eng es wer­den wird um ihn. Als Informant soll er als Gegenleistung für sei­ne vor­zei­ti­ge Entlassung im Auftrag der staat­li­chen Terrorismusabwehr Müll auf Sprengsätze durch­wüh­len und die Straßen nach ver­däch­ti­gen Subjekten aus­spä­hen. Doch zunächst sucht er sei­nen jün­ge­ren Bruder Ahmet auf. Ist auch er ein ver­däch­ti­ges Subjekt, oder kann er ihm noch trau­en? Ahmet tötet als Bezirksangestellter streu­nen­de Hunde, ver­steckt aber eines Tages ein ange­schos­se­nes Tier. Eine letz­te mensch­li­che Regung, die ihn zum Ziel der Fahnder macht, und Kedir in eine gefähr­li­che Zwickmühle bringt.

    Der Film erscheint wie ein Kommentar zur heu­ti­gen Türkei, wur­de jedoch vor dem Putsch 2016 gedreht. Die Muster von Misstrauen und Verrat im Film sind auch all­ge­mein­gül­tig und nicht rein auf die Türkei zuge­schnit­ten zu lesen. Wer mehr dar­über wis­sen will, kann den Regisseur selbst befra­gen. Am Fr., 8.9.17 ist Emir Alper zu Gast bei uns im Kino.

    »Die Türkei, ein Albtraum: Emin Alper, des­sen ers­ter Spielfilm Beyond the Hill 2012 im Forum der Berlinale lief, zeich­net sur­rea­le, Rembrandt-glei­che Tableaux der lau­ern­den poli­ti­schen Gewalt sei­nes Landes, der Einsamkeit und Paranoia, die dar­aus resul­tiert.« Tagesspiegel

    Türkei 2015 119 min. türk. OmU, 
    Regie & Buch: Emin Alper, 
    Kamera: Adam Jandrup, 
    Schnitt: Osman Bayraktaroglu, 
    mit: Mehmet Özgür, Berkay Ates, Tülin Özen, Müfit Kayacan

  • Ana, mon Amour

    Ana, mon Amour

    Ein Film von Călin Peter Netzer.

    Das sie beim ers­ten Treffen über Nietzsche spre­chen ist nicht das ein­zi­ge Ungewöhnliche an der Begegnung zwi­schen Toma und Ana, bei­de Studenten, bei­de jung und doch belas­tet durch die Geschichte, durch ihre Eltern, durch die Erbschaft eines Landes, das erst vor kur­zem der Diktatur ent­kom­men ist. Während aus einem Nebenzimmer Sexgeräusche zu hören sind, hat Ana einen Anfall, unbe­stimm­te Magenschmerzen pla­gen sie, und wer­den sie noch jah­re­lang ver­fol­gen, wäh­rend sich ihre Beziehung ent­wi­ckelt und schließ­lich zugrun­de geht. Was wir hier sehen ist mög­li­cher­wei­se eine Rückblende, viel­leicht auch nur eine Erinnerung von Toma, der auf der Coach sei­nes Psychiaters liegt, die Beziehung zu Ana ist vor­bei, sei­ne Haare sind inzwi­schen deut­lich lich­ter als der unge­stü­me Lockenschopf, den er in den zeit­lich frü­he­ren Szenen der Geschichte trug. Jahrelang war es Ana, die bei einer Psychotherapeutin nach Antworten auf ihre Störungen such­te, die von einer mal inzes­tuö­sen, mal miss­bräuch­li­chen Beziehung zu ihrem Vater berich­te­te, die kaum pro­ble­ma­ti­scher war, als das Verhältnis von Toma zu sei­nen Eltern. Fließend wird zwi­schen der Gegenwart und unter­schied­lich weit zurück­lie­gen­den Vergangenheiten hin- und her­ge­schnit­ten (Cutterin Dana Bunescu bekam 2017 den Silbernen Bären), Bezüge zwi­schen heu­te und ges­tern ange­deu­tet, vor allem die Frage auf­ge­wor­fen, inwie­fern die Vergangenheit die Gegenwart beein­flusst. Und genau dies ist das Thema des zeit­ge­nös­si­schen rumä­ni­schen Kinos, das immer wie­der davon erzählt, wie die Ceausescu-Diktatur und die mit ihr ein­her­ge­hen­de Korruption die Menschen präg­te und auch heu­te, inzwi­schen ein Viertel Jahrhundert nach dem Tod des Diktators noch beein­flusst. (…) Fließend sind dabei die Übergänge zwi­schen brei­te­ren gesell­schaft­li­chen Entwicklungen und der per­sön­li­chen Ebene, die bei Netzer im Zentrum steht. Gleich bei­de Elternpaare von Ana und Toma sind gelin­de gesagt zer­rüt­tet und über­tra­gen – zwar unbe­wusst aber unaus­weich­lich – ihre Verhaltensweisen auf die nächs­te Generation. Fast schon fata­lis­tisch wäre das zu nen­nen, wenn es nicht so fas­zi­nie­rend, so genau und klug und wahr­haf­tig beob­ach­tet wäre, wie es Netzer in sei­nem her­aus­ra­gen­den Film tut. Michael Meyns | programmkino.de

    Rumänien 2017, 127 Min. , rum. OmU 
    Regie: [wikilink]Calin Peter Netzer[/wikilink]
    Kamera: Andrei Butică 
    Schnitt: Dana Bunescu 
    mit: Mircea Postelnicu, Diana Cavallioti, Carmen Tanase, Vasile Muraru

    https://1f5ad49-trailerloop-production.s3.amazonaws.com/uploads/asset_preview/video/file/44386/mp4_y2P1FdT9S604vg.mp4A film by Călin Peter Netzer. In roma­ni­an with ger­man subtitles.

    Toma and Ana meet at uni­ver­si­ty. A love affair beg­ins that is full of hopes and dreams and suf­fu­sed by the fee­ling that each needs the other in equal mea­su­re. Ana has a com­pli­ca­ted fami­ly back­ground and suf­fers from seve­re panic attacks. Middle-class Toma is as sho­cked as he is fasci­na­ted by the deep well of des­pair he encoun­ters in his bel­oved. Toma gives Ana his com­ple­te sup­port and takes her to see a string of doc­tors. At the same time the two begin to iso­la­te them­sel­ves from their fami­lies and fri­ends. Ana’s weak­ne­ss appears to make Toma stron­ger. When she falls pregnant, Ana embarks on a the­ra­py based on ana­ly­ti­cal psy­cho­ana­ly­sis from which she emer­ges a stron­ger per­son. But then Toma’s world beg­ins to topp­le … Călin Peter Netzer’s film blends roman­tic dra­ma with a stu­dy of men­tal ill­ness and how it is over­co­me. Unfolding like a com­plex puz­zle struc­tu­red around Toma’s psy­cho­ana­ly­ti­cal ses­si­ons, the nar­ra­ti­ve plun­ges into the past in a series of sus­tained flash­backs. Scenes from a com­plex mar­ria­ge that reve­al num­e­rous con­nec­tions to the repres­sed depths and taboos of Romanian society.

    Rumänien 2017, 127 Min. , rum. OmU 
    Regie: Calin Peter Netzer 
    Kamera: Andrei Butică 
    Schnitt: Dana Bunescu 
    mit: Mircea Postelnicu, Diana Cavallioti, Carmen Tanase, Vasile Muraru

  • Western

    Western

    Ein Film Valeska Grisebach.

    Sie hat erst drei Spielfilme gedreht, und doch stellt sich schon in den ers­ten Minuten von Western das typi­sche Valeska-Grisebach-Gefühl ein. Es mag das Tempo sein, die genaue Beobachtung, eine Art zu spre­chen und die Betonung, oder auch die Bilder, die die­sen Eindruck erwe­cken, was sehr schön ist und mir gefällt. Nun hat ihr neu­er Film einen ande­ren Ansatz als Mein Stern und Sehnsucht. Er lehnt sich, wie der Titel schon sagt, an ein Genre an, samt Pferd, Lagerfeuer und Konfrontation in der Fremde.
    Meinhard ist ein Loner, wie er im (Film-)Buche steht. Ungebunden wie er ist, kann er selbst­be­stimmt, ruhig und schein­bar über­legt sei­nen Weg gehen, auch mal gegen den Strom. Er stösst als Neuer zu dem Bautrupp, der nach Bulgarien fährt, um in den dor­ti­gen Bergen ein klei­nes Wasserkraftwerk zu errich­ten. Die Unterkunft bau­en und die deut­sche Fahne his­sen ist eins – zag­haf­te Einwände aus sei­nem Mund dazu wer­den nicht ger­ne gehört. Der Kontakt mit den Einheimischen ist eigent­lich nicht vor­ge­se­hen, lässt sich aber nicht ganz ver­mei­den. Meinhard for­ciert ihn frei­wil­lig als ein­zi­ger aus dem Lager. Er schafft trotz der Sprachbarriere eine Annäherung, die zwar ganz prak­ti­sche Probleme lösen könn­te, sei­ne Arbeitskollegen aber irri­tiert. Besonders Vorarbeiter Vincent fühlt sich pro­vo­ziert. Sein Gegenpart hin­ge­gen möch­te eigent­lich lie­ber sei­nen eige­nen Weg suchen, als sich mit ihm auseinanderzusetzen.

    ” … Was wie ein Film im zurück­hal­ten­den Beobachtermodus erscheint, bei dem das Leben ins Bild hin­ein­schwappt, ist viel mehr als das: eine lebens­lus­ti­ge Erforschung des Anderen. Grisebach ist nicht nur offen für das Alberne und das Sentimentale, das um die Ecke schaut, wenn sich Leute kaum ver­ste­hen, aber unbe­dingt ver­ste­hen wol­len. Sie for­dert glei­cher­ma­ßen Konflikte wie Annäherungen her­aus: die Geschichte, die unter ande­rem Wasserknappheit und eine aus­blei­ben­de Kiesellieferung als phy­si­sche Krisenherde zu bie­ten hat, nimmt sich viel Zeit für die Schilderung der zärt­li­chen Sehnsucht nach pri­mä­rer Verständigung, …” Frédéric Jaeger | critic.de

    Deutschland, Österreich, Bulgarien, 2017, 121 Min., deutsch,bulgarisch,englische OmU

    Regie & Buch: [wikilink]Valeska Grisebach[/wikilink]

    Kamera: Bernhard Keller
    Schnitt: Bettina Böhler

    Mit Meinhard Neumann, Reinhardt Wetrek, Syuleyman Alilov Letifov, Veneta Frangipova, Viara Borisova

    WESTERN (Offizieller Trailer)

    film by Valeska Grisebach. In ger­man, bul­ga­ri­an and eng­lish with ger­man subtitles.

    A group of German con­s­truc­tion workers start a tough job at a remo­te site in the Bulgarian coun­try­si­de. The for­eign land awa­kens the men’s sen­se of adven­ture, but they are also con­fron­ted with their own pre­ju­di­ce and mis­trust due to the lan­guage bar­ri­er and cul­tu­ral dif­fe­ren­ces. The stage is quick­ly set for a show­down when men begin to com­pe­te for reco­gni­ti­on and favor from the local villagers.

    Deutschland, Österreich, Bulgarien, 2017, 121 Min., deutsch,bulgarisch,englische OmU

    Regie & Buch: [wikilink]Valeska Grisebach[/wikilink]

    Kamera: Bernhard Keller
    Schnitt: Bettina Böhler

    Mit Meinhard Neumann, Reinhardt Wetrek, Syuleyman Alilov Letifov, Veneta Frangipova, Viara Borisova

    WESTERN (Offizieller Trailer)

  • Dragon InnRerun: Two King Hu Films

    Dragon InnRerun: Two King Hu Films

    Zwei Klassiker des Wuxia-Genres wur­den vom Taiwan Film Institut sorg­fäl­tig restau­riert und als hoch­auf­lö­sen­de (4K) Kopie remas­te­red. Beide Filme sind von King Hu ( 胡金銓 胡金铨, Hú Jīnquán) und ste­hen jetzt auch mit deut­scher Untertitelung neu zu Verfügung.

    [indie­ki­no Club]

    Sein drit­ter Film, DRAGON INN, brach sei­ner­zeit sämt­li­che Zuschauerrekorde in diver­sen asia­ti­schen Ländern und gilt als rich­tungs­wei­send für das Genre des Martial Arts Actionfilms. Die poe­ti­schen Bilder und die cho­reo­gra­fier­ten Kamfszenen such­ten ihres­glei­chen. Eine Besonderheit in sei­nen Filmen war auch der Einsatz weib­li­cher Helden, die sich als Kämpfer gleich­be­rech­tigt in der Männerwelt beweg­ten und bei aller Härte nie ihre Weiblichkeit verloren.

     

    Das durf­te auch bei dem als Meisterwerk geprie­se­ne A TOUCH OF ZEN, der in den Wettbewerb von Cannes ein­ge­la­den wur­de, erlebt wer­den. Das Lexikon des inter­na­tio­na­len Films schwärmt: »Ein Abenteuerfilm in per­fek­ter Inszenierung, der auf­wen­dig aus­ge­stat­te­ten Historienfilm, fan­tas­ti­sche Gespenstergeschichte, rasan­te Schwertkämpfe und Zen-Buddhismus zu einer reiz­vol­len Einheit ver­bin­det. Kameratechnisch teils vir­tu­os, ver­dich­tet der Film die tri­via­len Handlungsmuster auf einer meta­pho­ri­schen Ebene zu einer Fabel über Sinn und Zweck von Gewalt.« Wir zei­gen bei­de Filme in Sondervorstellungen.

    Hier gibt es einen aus­führ­li­chen Beitrag im Filmdienst

     

    DRAGON INN (Die Herberge zum Drachentor | 龍門客棧 / 龙门客栈 Lóngmén Kèzhàn) TW 1967 111 Min. OmU

    A TOUCH OF ZEN (Ein Hauch von Zen | 俠女 Hsia Nu) TW 1971 180 Min. OmU

    Trailer Dragon Inn

    Trailer A Touch of ZenWe have two WUXIA-Classics by King Hu in our Programm:

    DRAGON INN, Tsao, the emperor’s first eunuch, has suc­cessful­ly bested General Yu, his poli­ti­cal oppo­nent. The gene­ral was behea­ded and his remai­ning child­ren have been exi­led from China. As the child­ren are being escor­ted to the wes­tern bor­der of the Chinese empire, Tsao plots to have the child­ren kil­led. Tsao’s secret poli­ce lie in ambush at the deso­la­te Dragon Gate Inn. Martial arts expert Hsiao shows up at the inn, wan­ting to meet the inn­kee­per. Unknown to the secret poli­ce is that the inn­kee­per, Wu Ning, was one of the general’s lieu­ten­ants and has sum­mo­ned Hsiao to help the child­ren. A brot­her-sis­ter mar­ti­al-artist team (child­ren of ano­ther Yu lieu­ten­ant) also show up to help. These four race to find Yu’s child­ren and lead them to safety.

     

    A TOUCH OF ZEN,

    The sto­ry is lar­ge­ly seen through the eyes of Gu, who is a well-mea­ning but unam­bi­tious scho­lar and pain­ter, with a ten­den­cy towards being clum­sy and inef­fec­tu­al. A stran­ger arri­ves in town wan­ting his por­trait pain­ted by Gu, but his real objec­ti­ve is to bring a fema­le fugi­ti­ve back to the city for exe­cu­ti­on on behalf of the East Chamber guards. The fugi­ti­ve, Yang, is befri­en­ded by Gu and tog­e­ther they plot against the cor­rupt Eunuch Wei who wants to era­di­ca­te all trace of her fami­ly after her father attempts to warn the Emperor of the eunuch’s cor­rup­ti­on. His daugh­ter fled, and Abbot Hui inter­ven­ed to pro­tect them.

    The stran­ger, Yang and her fri­ends are all supe­ri­or war­ri­ors. The stran­ger has a spe­cial fle­xi­ble sword that bends and that he can wear within his belt, making him seem unarmed.

    One of the uni­que aspects of the film is that Gu is a non-com­ba­tant all the way through the film and only beco­mes invol­ved when he sleeps with Yang. Upon doing so, he is no lon­ger the naï­ve bumbling inno­cent, but ins­tead beco­mes con­fi­dent and asser­ti­ve, and when Yang’s plight is reve­a­led, he insists on being part of it – and even comes up with a fien­dish „Ghost Trap” for the East Chamber guards. This is a plan to use a sup­po­sedly haun­ted site to play tricks on the guards to make them belie­ve they are prey to the undead. He first spreads rumours of ghosts, with his mother play­ing a part. The film then brief­ly uses split-screen with six sepa­ra­te views to show the spread of the­se rumours.

    In the after­math, Gu walks through the car­na­ge laug­hing at the inge­nui­ty of his plan until the true cost of human life dawns upon him. He sees Abbot Hui and his fol­lo­wers arri­ve to help bury the dead.

    After the batt­le, Gu is unable to find Yang, who he is told has left him and does not want him to fol­low her. He tracks her down at the monas­tery of the saint­ly and powerful Abbot Hui Yuan, whe­re she has given birth to a child by Gu and beco­me a nun. She tells Gu that their desti­ny tog­e­ther has ended and gives Gu their child. Later, when Gu and the child are tra­cked down by Hsu Hsien-Chen, the evil com­man­der of Eunuch Wei’s army, Yang and Abbot Hui come to Gu’s res­cue. In the ensuing batt­le, Hsu is kil­led and Yang and Abbot Hui are bad­ly inju­red (the lat­ter blee­ding gol­den blood). The film famously ends with the inju­red Yang stag­ge­ring towards a sil­hou­et­ted figu­re, pre­su­ma­b­ly Abbot Hui, seen medi­ta­ting with the set­ting sun forming a halo around his head, an image sug­gest­ing the Buddha and enlightenment.

     

    DRAGON INN (Die Herberge zum Drachentor | 龍門客棧 / 龙门客栈 Lóngmén Kèzhàn) TW 1967 111 Min. OmU

    A TOUCH OF ZEN (Ein Hauch von Zen | 俠女 Hsia Nu) TW 1971 180 Min. OmU

    Trailer Dragon Inn

    Trailer A Touch of Zen