Autor: fsk

  • Global Family

    Global Family

    Ein Film von Andreas Köhler und Melanie Andernach.

    Cabtan Shaash könn­te heu­te Sportminister in Somalia sein, viel­leicht sogar Ministerpräsident. Einst war er einer der bes­ten Fußballspieler des Landes, eine Berühmtheit („Wir wären so etwas wie die Töchter von Franz Beckenbauer.“), doch der Bürgerkrieg mach­te alles zunich­te und ver­streu­te die Familie über die gan­ze Welt. Shaash lebt mit sei­ner Tochter Yasmin und deren Kindern in Deutschland, einer sei­ner Brüder in Italien, ande­re Familienmitglieder in Kanada. Imra, Shaashs 88 Jahre alte Mutter, hat es nach Äthiopien ver­schla­gen, wo sie von ihrer Nichte gepflegt wird. Als Imra plötz­lich gezwun­gen ist, ihr Exil zu ver­las­sen, muss die Familie schnell eine Lösung finden.
    Shaash und Yasmin fah­ren nach Äthiopien und sehen zum ers­ten Mal seit 30 Jahren ihre Mutter und Großmutter wie­der. Die Emotionen schie­ßen über, unter­schied­li­che Erfahrungen pral­len auf­ein­an­der. Der Besuch aus Deutschland ist geschockt über die slum­ar­ti­gen Lebensumstände und wird mit hohen Erwartungen kon­fron­tiert. Und über allem schwebt die Frage: Was pas­siert mit Imra?

    (…) eine geer­de­te Variante zur breit ange­leg­ten Doku Human Flow von Ai Weiwei.“
    Christian Horn, programmkino.de

    Gewinner „Bester Dokumentarfilm” auf dem Max-Ophüls Festival 2018

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    Credits:
    Deutschland 2018,  91 Min., Dt., Som., Ital. mit dt. UT 
    Regie: Andreas Köhler, Melanie Andernach
    Kamera: Andreas Köhler
    Schnitt: Nicole Kortlüke, Carina Mergens

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    Termine:

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    [nbsp]A film by Andreas Köhler and Melanie Andernach, Starts June, 30th at the fsk.

    Yasmin has lived an almost nor­mal life as a German ever sin­ce she was three years old. The fami­ly fled from Somalia during the civil war and now lives scat­te­red around the glo­be. When Yasmin’s grand­mo­ther no lon­ger wants to stay in her Ethiopian exi­le, a trans­na­tio­nal fami­ly dra­ma evol­ves, cir­cling around the essen­ti­al ques­ti­on: Where is Granny to live? And sud­den­ly, the fami­ly con­fronts their own aspi­ra­ti­ons: Have they actual­ly arri­ved whe­re they want to be? GLOBAL FAMILY is a twistful docu­men­ta­ry about a trans­na­tio­nal fami­ly dra­ma, in which four gene­ra­ti­ons of a refu­gee fami­ly each pur­sue their own dreams of fami­ly, home, and future.

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    Credits:
    Deutschland 2018,  91 Min., Dt., Som., Ital. mit dt. UT 
    Regie: Andreas Köhler, Melanie Andernach
    Kamera: Andreas Köhler
    Schnitt: Nicole Kortlüke, Carina Mergens

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    Termine:

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  • Nordlichter 2018

    Nordlichter 2018

    Die 4. Ausgabe des skan­di­na­vi­schen Filmfestivals bringt wie­der neue Filme aus Island, Dänemark, Schweden, Finnland und Norwegen.
    Alle Filme im ori­gi­nal mit deut­schen Untertiteln.

    Yarden / The Yard Der Journalist und allein­er­zie­hen­de Vater Anders ver­liert sei­ne Arbeit, nach­dem er eine Rezension sei­nes eige­nen Buches ver­öf­fent­licht hat. Um Arbeitslosigkeit zu ver­mei­den, nimmt er eine Stelle bei Yarden, der Verladestation für PKWs im Hafen von Malmö, an. Beim dem Job wird sei­ne Identität auf eine fünf­stel­li­ge Nummer redu­ziert. Und die Beziehung zu sei­nem puber­tä­ren Sohn wird durch den neu­en Job auch nicht einfacher.
    Schweden/D 2016, 80 min, schwed. OmU, Regie: Måns Månsson

    Yarden (Måns Månsson, 2016) – Officiell trailer

    Fantasten Claus führt ein Doppelleben. Am Tag ver­kauft er erfolg­reich Autos in der Kopenhagener Innenstadt, gibt sich als smar­ter Geschäftsmann, in der Nacht wird er zum lei­den­schaft­li­chen Spieler am Poker- oder Roulette-Tisch. Als Claus in erheb­li­che Spielschulden gerät, hat sein 19-jäh­ri­ger Sohn Silas plötz­lich eine Gruppe kri­mi­nel­ler gewalt­tä­ti­ger Männer am Hals. Claus muß sein eige­nes Leben aufs Spiel zu set­zen, um sei­nen Sohn zu retten.
    Dänemark 2017, 97 min., dän. OmU Regie: Christian Dyekjær

    Fantasten – Hovedtrailer

    Viraali / Virality Das gro­ße Spiel mit dem Bitcoin-Hype bringt vier Charaktere im moder­nen Helsinki auf unter­schied­lichs­te Weise zusam­men. Ein Polizist mit gro­ßem Interesse an einer auf­stre­ben­den Cellistin, ein intel­li­gen­ter Hacker, ein jun­ger erfolgs­süch­ti­ger Rapper und ein geschie­de­ner Bankkaufmann wer­den dabei Teil einer span­nungs­ge­la­de­nen Kriminalgeschichte.
    Finnland 2017, 110 Min., finn. OmU, Regie: Thomas Laine

    Viraali / Virality (2017) – Official Teaser Trailer 4K

    Hoggeren / The Tree Feller Den 39-jäh­ri­gen Anders zieht es weg vom gewöhn­li­chen Großstadtleben – zurück auf Land, zurück zur Farm sei­ner ver­stor­be­nen Eltern. Sein ein­zi­ger Wunsch ist es, allein im Wald zu sein und sich beim ziel­lo­sen Baumfällen in der kör­per­li­chen Arbeit zu ver­lie­ren. Die Ruhe wird jedoch wie­der und wie­der durch sei­ne auf­dring­li­chen Verwandten gestört, mit ste­tig wich­ti­gen Hinweisen, was er und wie er Dinge zu tun hat.
    Norwegen 2017, 82 min, norw. OmU, Regie: Jorunn Myklebust Syversen#

    Hoggeren | Trailer | Mer Film

    Blóðberg / Homecoming Gunnar, erfolg­rei­cher, den­noch frus­trier­ter Autor von Selbsthilfe-Büchern, hat eine ver­heim­lich­te Tochter aus einer frü­he­ren Affäre, die nun mit sei­nem Sohn David liiert ist. Während Gunnar ver­sucht, die jun­ge Beziehung zu sabo­tie­ren, wächst ein Lügenberg.
    Island 2015, 100 min, isl. OmU, Regie: Björn Hlynur Haraldsson

    Keep Frozen Der Job als Hafenarbeiter an den Kais von Reykjavik ist nur etwas für ech­te Kerle. In 16-Stunden-Schichten ent­la­den sie den tief­ge­kühl­ten Fang der rie­si­gen Hochseetrawler. Bei 30 Grad minus, tief im Bauch des Schiffes wuch­ten sie sto­isch 25 Kilo schwe­re Kartons umher, damit der Kran sie her­aus­hie­ven kann.
    Island 2016, 68 Min., islän­di­sche OmU, Regie: Hulda Ros Gudnadottir
    Am Montag, 11.6. mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch mit Hulda Ros Gudnadottir.

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  • Kinders

    Kinders

    Ein Film von Arash und Arman T. Riahi.

    Ein diver­ses Porträt von Kindheit, erzählt als klas­si­sche Held*innenreise.
    Die fas­zi­nie­ren­de wie berüh­ren­de spiel­film­na­he Doku erzählt, wie Kindern und Jugendlichen aus pre­kä­ren Verhältnissen mit Musik gehol­fen wird, ihr Leben in den Griff zu krie­gen. Die Brüder Arash und Arman T. Riahi haben eini­ge von ihnen ein Jahr lang beim Musizieren beglei­tet. Als erfah­re­ne Regisseure hal­ten sich dabei stets im Hintergrund und las­sen lie­ber den klei­nen Stars den Vortritt – bei Proben, in Familienszenen oder wenn sie vor der Kamera unbe­fan­gen und selbst­re­flek­tie­rend von ihren Ängsten und Träumen erzählen.

    Ö 2017, 95 Min., Buch und Regie: Arash und Arman T. Riahi, Kamera Mario Minichmayr, Riahi Brothers, Schnitt: David Arno Schwaiger

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  • Kolyma

    Kolyma

    Ein Film von Stanislaw Mucha.

    Man darf nichts zu ver­lie­ren haben, um heu­te hier leben zu wol­len.“ So lau­tet das Motto über die­sem Film, in dem Lachen und Verzweiflung dicht bei­ein­an­der­lie­gen. Die „Straße der Knochen“, so genannt nach den sibi­ri­schen Zwangsarbeitern, die hier ums Leben kamen oder ermor­det wur­den, ist auch im moder­nen Russland eine ver­ges­se­ne Region. Der Sommer ist kurz, der Winter lang – sehr lang – und die Menschen, die sich der Kamera stel­len, sind manch­mal viel­leicht ein­fach froh, dass sich jemand mit ihnen unter­hält. Die Landschaft ist karg, der Permafrost-Boden taut manch­mal auf, hier und da liegt Schnee, in der Tundra reg­net es häu­fig, nur sel­ten ist mal die Sonne zu sehen. Die Fahrt beginnt in der Hafenstadt Magadan, einem gott­ver­las­se­nen Nest, inzwi­schen Hauptstadt der Region. Links und rechts der Straße sind die Spuren der Sowjetherrschaft zu sehen: die Ruinen der Arbeitslager, ver­las­se­ne Minen, halb fer­ti­ge Wohnhäuser. Doch im Mittelpunkt ste­hen die Menschen, die hier leben. Manche sind hier gestran­det, eini­ge kamen als Flüchtlinge, ande­re waren Häftlinge, nur weni­ge haben ihre Wurzeln hier. „Ihr fahrt über einen Friedhof, ver­gesst das nicht“, sagt der alte Mann, der viel­leicht ein Ex-Häftling ist. Früher war Kolyma ein Synonym für den Gulag, für das unmensch­li­che System der so genann­ten „Besserungslager“, die als sowje­ti­sche Tradition von den Zaren über­nom­men wur­den und bis Ende der 80er Jahre in Betrieb waren. Hunderttausende von Menschen wur­den hier­her ver­bannt, vie­le aus poli­ti­schen oder reli­giö­sen Gründen, aber auch Schwerkriminelle sowie straf­fäl­lig gewor­de­ne Menschen, die je nach Auffassung des jewei­li­gen Regimes als „sozi­al schäd­lich“ gal­ten. Das konn­ten Adlige sein, aber auch Geschäftsleute. Als Häftlinge leis­te­ten sie Zwangsarbeit, arbei­te­ten unter elen­den Bedingungen in Goldminen oder im Uranabbau, ohne Strahlenschutz. So wird die Fahrt über 2000 Kilometer ent­lang dem Kolyma zur Reise in die Vergangenheit.

    Ähnlich wie in sei­ner Schwarzmeer-Reise „Tristia“ hat Stanislaw Mucha wie­der ein Roadmovie als Filmcollage gedreht. Die Kamera bleibt meist sta­tisch, was ganz gut ist, denn das, was zu sehen ist, muss manch­mal erst­mal sacken. Die Gesprächspartner, die Stanislaw Mucha gefun­den hat, sind eine Auswahl exqui­si­ter Originale, lau­ter schrä­ge Typen. Da gibt es einen Hobbyphysiker, der sei­nen Vater mit­hil­fe von Strom ver­jün­gen möch­te – das soll­te man übri­gens kei­nes­falls ver­su­chen nach­zu­ma­chen. Eisangler sind zu sehen, Goldgräber mit selbst­ge­bau­ten Werkzeugen, ein Mann, der ein pri­va­tes Straflagermuseum auf­ge­baut hat, Flüchtlinge aus der Ukraine, ein ehe­ma­li­ger Schwerverbrecher und Zwangsarbeiter, ein zor­ni­ger Ex-Soldat lässt sich nur durch Akkordeonklänge beru­hi­gen … Dazu lie­fert Stanislaw Mucha ori­gi­nel­le Bilder aus dem sibi­ri­schen Alltag: tief­ge­kühl­te Pferdeköpfe auf dem Markt, Kunst aus Eis, wovon es hier reich­lich gibt. Alles ohne Kommentar und Erklärungen, was manch­mal etwas ver­wir­rend wirkt, zumal die Chronologie ganz col­la­ge­ty­pisch im Hintergrund bleibt. Unterbrochen wer­den die Interviews von bei­na­he bizar­ren Hobby-Kulturpräsentationen. Häufig sind es Kindertanzgruppen, die – ganz im Stil der Ex-Sowjetunion – Tänze und Songs zei­gen. Diese skur­ri­len Revuenummern, gleich­zei­tig rüh­rend und komisch, tra­gen ein biss­chen Leichtigkeit in den Film, der im Grunde vom Leben mit einer trau­ri­gen Vergangenheit han­delt, vom Wissen dar­über, was Menschen hier ande­ren Menschen ange­tan haben. Am Ende gibt es dazu ein inter­es­san­tes Statement, und viel­leicht war die gesam­te Reise von 2025 Kilometern bis Jakutsk nur die Vorbereitung für den Schluss. Wie stark strahlt das Leid über dem Land auf die fol­gen­den Generationen ab?

    Aber sogar in Sibirien ist die neue Zeit ein­ge­zo­gen: Die fröh­li­che jun­ge Frau am Hot Dog-Stand kann mit dem Begriff „Gulag“ gar nichts mehr anfan­gen. Sie ver­steht „Gulasch“.
    Gaby Sikorski | programmkino.de

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    Credits:
    Deutschland 2017, 85 Min., rus­sisch, deut­sche OmU
    Buch, Regie: Stanislaw Mucha
    Kamera: Enno Endlicher
    Schnitt: Stanislaw Mucha, Emil Rosenberger 

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    Termine:

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    Kolyma [Offizieller Trailer Deutsch HD German]
    film by Stanislaw Mucha. In rus­si­an and ger­man with ger­man subtitles.

    Goulash?,” the young woman loo­king out of the hatch of a com­bi­ned hot dog and piz­za stand on the side of the win­dy Kolyma rou­te asks again. No, Stanislaw Mucha did ask for “Gulag”. And he is asto­nis­hed to find that here, whe­re the Soviet penal and labour camp sys­tem shaped the natu­ral and living envi­ron­ment for deca­des, the term isn’t com­mon­ly used. Actually, for all intents and pur­po­ses, the filmmaker’s jour­ney seems to be more of a trip through word­scapes. It beg­ins in Magadan Bay, which ear­ned its nick­na­me “gate to hell” as the port of ent­ry for the forced labou­rers. It con­ti­nues along the “lon­gest gra­vey­ard in the world”, as the long distance road from the Sea of Okhotsk to Yakutsk is occa­sio­nal­ly cal­led. But it also cros­ses the paths of the living, tho­se who stay­ed here or were born here, who more often than not have bet­ter things to do than to revol­ve around that geni­us loci. Encounters as inspi­ring elec­tric dischar­ges on the hori­zon of expec­ta­ti­ons – like tho­se elec­tric pul­ses an ama­teur phy­si­ci­an picked up along the way wants to use to reju­ve­na­te his old father.

    When the pre­sent over­wri­tes the past, when the Putin era super­im­po­ses the Soviet era, when the eter­nal peri­phery is allo­wed to actively par­ti­ci­pa­te in the snapshots made of it, the result are bone dry punch lines: for exam­p­le that slow moti­on pop music video Mucha tre­ats a girls’ dancing trou­pe to as he dri­ves by.

    Sylvia Görke | DOK Leipzig

    Credits:
    Deutschland 2017, 85 Min., rus­sisch, deut­sche OmU
    Buch, Regie: Stanislaw Mucha
    Kamera: Enno Endlicher
    Schnitt: Stanislaw Mucha, Emil Rosenberger 

    Termine:

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    Kolyma [Offizieller Trailer Deutsch HD German]
  • The Rider

    The Rider

    Ein Film von Chloé Zhao.

    [indie­ki­no club]

    In Chloe Zhaos auch schon wun­der­ba­rem Debut Songs my brot­her taught me fragt eine Lehrerin in einer doku­men­ta­ri­schen Szene ihre Klasse nach den Berufswünschen. Während die Mädchen „Lehrerin“, „Ärztin“, „Sängerin“ und ande­res ant­wor­ten, pla­nen die Jungen uni­so­no eine Karriere als „Bull-“ bzw. „Rodeorider“.
    Hier im Reservat lernt die Regisseurin auch Brady ken­nen, einen jun­gen Cowboy, Pferdeflüsterer und ehe­ma­li­ger Rodeo-Champion india­ni­scher Herkunft. Rodeo – das ist in der offe­nen Wildnis der Heartlands South Dakotas aller­dings kein schnö­der Beruf, son­dern bedeu­tet den jun­gen Männern ALLES. Die Wettkämpfer bewun­dern ihre Champions, sie hal­ten zusam­men, küm­mern sich nach den nicht sel­te­nen Unfällen umein­an­der und machen sich sehr viel vor. Brady, Mittelpunkt des Films, spielt sei­ne Geschichte (aber nicht sich) qua­si selbst. Mit einer jün­ge­ren behin­der­ten Schwester und dem Vater lebt er auf und von der klei­nen Pferdefarm etwas abseits inmit­ten des hüge­li­gen Weidelandes. Nach einem Unfall am Stier und einer Metallplatte im Kopf ist ihm das Reiten ver­bo­ten, und zu sei­ner Verzweiflung muss auch noch sein Lieblingspferd ver­kauft wer­den, dabei dreht sich alles bei ihm ums Rodeo und die Arbeit mit und der Liebe zu Pferden. Hin- und her­ge­ris­sen zwi­schen sei­nem alten und zukünf­ti­gen Leben muss Brady sei­ne Identität neu aus­lo­ten, noch aber kann und will er nicht loslassen.

    Ich will unse­ren Jungs sagen, dass es okay ist, ver­letz­lich zu sein, dass sie nicht sein müs­sen wie die toug­hen Gewinnertypen, die man sonst im Kino sieht. Ich möch­te unse­ren Söhnen sagen, dass sie ruhig geplatz­te Träume haben kön­nen, aber wah­re Helden die­je­ni­gen sind, die trotz­dem wei­ter­träu­men.“ Chloé Zhao

    … ein bild­star­ker moder­ner Western, der die tra­di­tio­nel­len Männlichkeitsideale des länd­lich gepräg­ten Teils der USA auf fast schon zärt­li­che Weise hinterfragt.“
    Christoph Petersen | filmstarts.de

    In what will easi­ly go down as one of the best examp­les of this unu­su­al cas­ting pro­cess [means: to cast the real-life sub­jects of a sto­ry to por­tray them­sel­ves], Zhao has taken a ten­der nar­ra­ti­ve and trans­for­med it into a breath­ta­kin­gly beau­tiful dra­ma that shoots straight to the heart. … the spi­rit that emana­tes from the set­ting, cha­rac­ters, rela­ti­onships and direc­tion is bril­li­ant.“ Kiko Martinez, San Antonio Current

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    Credits:
    USA 2017, 104 Min., engl. OmU
    Regie: Chloé Zhao
    Kamera: Joshua James Richards

    Schnitt: Alex O’Flinn
    Darsteller: Brady Jandreau, Tim Jandreau, Lily Jandreau, Lane Scott

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    Termine:

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    https://eplay-prod.s3-eu-west‑1.amazonaws.com/store/asset_preview/87172/file/video_mp4/130453e5199497372e95d3ccb717d299.mp4A film by Chloé Zhao. Inn eng­lish with ger­man subtitles.

    A horse’s pur­po­se is to run in the prai­ries; a cowboy’s is to ride.” So, what does a cow­boy beco­me when he can no lon­ger ride? This is the ques­ti­on at the cent­re of Chloé Zhao’s The Rider, and the defi­ning con­flict for its prot­ago­nist, Brady Blackburn. A skil­led rodeo cow­boy and hor­se trai­ner, Brady suf­fers a near-fatal acci­dent that abrupt­ly halts his care­er and forces him to con­tem­p­la­te what a new life could look like.

    The abili­ty to ride defi­nes a man’s worth in Brady’s world. Though riding and hor­ses are never far from his thoughts, Brady now spends his days working at the local super­mar­ket and his nights drin­king with his bud­dies. With his mother gone and with a bor­der­line alco­ho­lic father with a gambling pro­blem, Brady finds hims­elf respon­si­ble­for his 15-year-old sis­ter, Lilly. With his limi­t­ed edu­ca­ti­on, money and local fame may seem easie­st to come by in the world of rodeo, but so are inju­ry and even death.

    Returning to the docu­dra­ma tech­ni­que that ear­ned her debut fea­ture, Songs My Brothers Taught Me, cri­ti­cal accla­im, Zhao inte­gra­tes the real lives of her actors into her sto­rytel­ling. Majestically cap­tu­red by Joshua James Richards‘ inti­ma­te pho­to­gra­phy, the dus­ty, expan­si­ve land­scapes pro­vi­de the can­vas for Zhao’s art. Stoic and fearless with a rare sen­se of authen­ti­ci­ty, she embraces the huma­ni­ty of its cha­rac­ters and explo­res defi­ni­ti­ons of mas­cu­li­ni­ty wit­hout glo­ri­fi­ca­ti­on or judgment. The Rider is less a wes­tern than a film about the real American west.
    KERRI CRADDOCKTIFF

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    Credits:
    USA 2017, 104 Min., engl. OmU
    Regie: Chloé Zhao
    Kamera: Joshua James Richards

    Schnitt: Alex O’Flinn
    Darsteller: Brady Jandreau, Tim Jandreau, Lily Jandreau, Lane Scott
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    Termine:

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  • 12 Tage

    12 Tage

    Ein Film von Raymond Depardon.

    Zwölf Tage – das ist die Frist, inner­halb derer in Frankreich ein Patient nach der Zwangseinweisung eine Anhörung vor Gericht bekom­men muss. Zehn Fälle doku­men­tiert Depardon, mit Kameras, die jeweils kon­zen­triert den Patienten oder die rich­ter­li­che Instanz in den Blick neh­men, unter­bro­chen von ein paar Raumeinstellungen. Die Sachlichkeit der Methode hilft der Empathie des Zuschauers auf die Sprünge: In sel­te­ner Klarheit sieht man den gro­ßen Schmerz, der allen psy­chi­schen Erkrankungen zugrun­de liegt.

    70. Internationale Filmfestspiele von Cannes – Séances Spéciales


    Credits:

    OT: 12 jours
    F 2017, 87 Min., frz. OmU
    Regie: Raymond Depardon
    Kamera: Raymond Depardon
    Schnitt: Simon Jacquet

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    A film by Raymond Depardon.  In french with ger­man subtitles.

    Every year in France, 92,000 peo­p­le are pla­ced under psych­ia­tric care wit­hout their con­sent. By law, the hos­pi­tal has 12 days to bring each pati­ent befo­re a judge. Based on medi­cal records and a doctor’s recom­men­da­ti­ons, a cru­cial decis­i­on has to be made – will the pati­ent stay or lea­ve? Granted access to the­se hea­rings for the first time, Raymond Depardon cap­tures the­se extra­or­di­na­ry encoun­ters bet­ween jus­ti­ce and psych­ia­try. “We film­ed 72 hea­rings and our enga­ge­ment was streng­the­ned by cont­act with trou­bled pati­ents who mana­ged to bear wit­ness with gre­at digni­ty and sen­si­ti­vi­ty. Above all the­se are peo­p­le who are suf­fe­ring; their words are valuable, nor mere­ly dis­tur­bed or ins­a­ne, but clear and stron­gand con­cer­ned with their future lives. 12 DAYS pres­ents ten of the­se pati­ents.” (Raymond Depardon)
    70. Internationale Filmfestspiele von Cannes – Séances Spéciales

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    Credits:
    OT: 12 jours
    F 2017, 87 Min., frz. OmU
    Regie: Raymond Depardon
    Kamera: Raymond Depardon
    Schnitt: Simon Jacquet

  • Am Strand

    Am Strand

    Ein Film von Dominik Cooke.

    Schon ein­mal, 2007, war Saoirse Ronan in der Verfilmung eines Romans von Ian McEwan zu sehen, in „Abbitte“. Da spiel­te sie ein 13-jäh­ri­ges Mädchen, das im Sommer des Jahres 1935 die ero­ti­sche Spannung zwi­schen ihrer älte­ren Schwester und dem Sohn der Haushälterin regis­triert und mit einer fal­schen Beobachtung das Leben der bei­den zer­stört. Ronan ver­lieh die­sem Mädchen eine wun­der­vol­le Ambivalenz: nach­denk­lich, auf­merk­sam und kom­pli­ziert, für ihr Alter viel zu klug und doch unschul­dig, weil ihr die Sexualität der Erwachsenen noch ver­schlos­sen ist. Auch in „Am Strand“ wird es um Sexualität gehen, vor allem um die Angst davor, um Anziehung und Prüderie, um Begierde und Scheu.

    Es ist der Sommer 1962. Florence (Saoirse Ronan) und Edward (Billy Howle), bei­de Anfang 20, haben soeben gehei­ra­tet. Nun sit­zen sie in einem lang­wei­li­gen, bie­de­ren Hotel am Chesil Beach in Dorset und essen zu Abend. Eine selt­sa­me Spannung liegt über dem Dinner, die Unterhaltung kommt nicht recht in Gang, man ahnt, dass etwas nicht stimmt. Die bevor­ste­hen­de Hochzeitsnacht legt sich wie Mehltau über die­sen Spätnachmittag. Nun erfährt der Zuschauer in Rückblenden, wie Florence und Edward sich ken­nen gelernt haben, wer sie eigent­lich sind. Florence stammt aus einer rei­chen, kon­ser­va­ti­ven Familie, ihr her­ri­scher Vater ist ein erfolg­rei­cher Geschäftsmann. Edwards Vater hin­ge­gen ist ein­fa­cher Lehrer, sei­ne Mutter ist nach einem Unfall geis­tig behin­dert. Florence spielt in einem Streichquartett meis­ter­haft Violine, Edward will ein­mal Autor wer­den. Zwei Menschen, wie sie unter­schied­li­cher nicht sein könn­ten. Der Liebe tut dies kei­nen Abbruch. Doch als Edward jetzt, im faden Hotelzimmer, Florence unge­schickt auf die Pelle rückt, stürmt die ent­setz­te Braut aus dem Hotel zum Chesil Beach. Der nun fol­gen­den Auseinandersetzung ist Edward nicht gewachsen…

    Der Roman ist berühmt für sein Ende, in dem McEwan auf weni­gen Seiten den Rest von Edwards Leben refe­riert. Die Absicht ist klar: Dieser eine Abend am Strand von Chesil war von höchs­ter Bedeutung. Regiedebütant Dominic Cooke fin­det für den Schluss eine ange­neh­me­re Lösung, die den Zuschauer etwas wei­cher auf­fängt. Das ändert aber nichts an der Traurigkeit des Films, denn hier geht vor allem um ver­pass­te Lebenschancen, um falsch geleb­tes Leben und die Reue dar­über. Saoirse Ronan und Billy Howle machen die­ses Bedauern ein­drück­lich deut­lich: zwei Menschen, die noch zu jung sind für das, was an die­sem Abend auf sie zukommt. Besonders Ronan, die sel­ten schö­ner war als in die­sem Film, über­zeugt als eigent­lich selbst­be­wuss­tes Mädchen, das sich wort­reich gegen die kon­ser­va­ti­ven Eltern wehrt und sogar gegen die Atombombe demons­triert, mit Sex aber gar nichts am Hut hat. Die Rückblenden fügen sich naht­los in die Erzählung ein. Jede Szene aus der Vergangenheit offen­bart, dass die bei­den Liebenden sich frü­her woh­ler mit­ein­an­der gefühlt haben als aus­ge­rech­net jetzt, in der Hochzeitsnacht. Natürlich ist dies auch ein Film über das England der frü­hen sech­zi­ger Jahre und die Lustfeindlichkeit, die damals geherrscht haben muss. Miteinander zu schla­fen, die Jungfernschaft zu ver­lie­ren, hat­te für die­se Generation etwas zutiefst Verstörendes, die Eltern waren kei­ne gro­ße Hilfe. Dass nur weni­ge Jahre spä­ter mit der Beatlemania und den Swinging Sixties eine neue Ära der Freiheit begann, wie Cooke am Ende kurz andeu­tet, macht die­se ver­un­glück­te Hochzeitsnacht noch absur­der und beklemmender.
    Michael Ranze | programmkino.de

    Credits:
    On Chesil Beach
    England 2017, 110 Min., engl. OmU
    Regie: Dominic Cooke
    Kamera: Sean Bobitt
    Schnitt: Nick Fenton
    Darsteller: Saoirse Ronan, Billy Howle, Anne Marie-Duff, Adrian Scarborough, Emily Watson, Samuel West

    A film by Dominik Cooke. In eng­lish with ger­man sub­tit­les. In the ear­ly 1960s, a young cou­ple on their honey­moon strugg­le to phy­si­cal­ly con­nect in this sen­si­ti­ve adapt­a­ti­on of Ian McEwan’s acclai­med short novel. As Florence (Saoirse Ronan, Brooklyn) and Edward (Billy Howle, Dunkirk) sett­le down for their first din­ner as a mar­ried cou­ple, a ner­vous ener­gy fills the air. But while it might appear the fled­gling hus­band and wife are suf­fe­ring from wed­ding night jit­ters, it beco­mes appa­rent that some­thing else is crea­ting the divi­de as the ine­vi­ta­bi­li­ty of phy­si­cal inti­ma­cy looms ever clo­ser. Gorgeously len­sed by Sean Bobbitt (12 Years a Slave) and impec­ca­bly adapt­ed for the screen by McEwan hims­elf, Dominic Cooke’s quiet­ly heart­brea­king debut is a work of subt­le res­traint, cap­tu­ring the intri­ca­ci­es of the source mate­ri­al with grace and deli­ca­cy. Ronan shi­nes as the hesi­tant young bri­de, ably sup­port­ed by rising star Howle, both of whom express so much, even when their cha­rac­ters strugg­le to find the words. For a film in which many emo­ti­ons remain uns­po­ken, this melan­cho­lic love sto­ry speaks pro­found­ly about the fra­gi­li­ty of human rela­ti­onships and the des­truc­ti­ve natu­re of silence.  [nbsp] Credits: On Chesil Beach England 2017, 110 Min., engl. OmU Regie: Dominic Cooke Kamera: Sean Bobitt Schnitt: Nick Fenton Darsteller: Saoirse Ronan, Billy Howle, Anne Marie-Duff, Adrian Scarborough, Emily Watson, Samuel West [nbsp] Termine:
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  • Meine Tochter – Figlia Mia

    Meine Tochter – Figlia Mia

    Ein Film von Laura Bispuri.

    Die zehn­jäh­ri­ge Vittoria wächst in einem vom Tourismus unbe­rühr­ten sar­di­schen Dorf auf. Eines Tages trifft sie bei einem Rodeo die unge­stü­me Angelica, die so ganz anders als ihre für­sorg­li­che Mutter Tina ist. Vittoria ahnt nicht, dass die bei­den Frauen ein Geheimnis ver­bin­det. Seit lan­ger Zeit schon besucht Tina Angelica auf ihrem her­un­ter­ge­kom­me­nen Hof, wo sie mit eini­gen alten Pferden und einem treu­en Hund in den Tag hin­ein­lebt. Tina ist nicht wohl dabei, dass Angelica und ihre Tochter Vittoria sich näher ken­nen­ler­nen. Als die ver­schul­de­te Angelica aufs Festland zie­hen möch­te, bie­tet sie ihr erleich­tert finan­zi­el­le Unterstützung an, sie kann jedoch wei­te­re Begegnungen der bei­den nicht ver­hin­dern. Das Mädchen ist fas­zi­niert von die­ser Frau, die vor nichts Angst hat, ihre eige­nen Wege geht und mit der sie die Insel neu entdeckt.
    Wie schon in ihrem Regiedebüt Vergine giura­ta beglei­tet Laura Bispuri eine Heldin, die sich mit ver­schie­de­nen Vorbildern kon­fron­tiert sieht, die­se imi­tiert und hin­ter­fragt und sich dabei ihrer selbst bewusst wird. Das war­me Licht des sar­di­schen Sommers beglei­tet Vittoria bei ihrer auf­wüh­len­den Expedition.
    Berlinale 2018: Wettbewerb

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    Credits:
    Italien / Deutschland / Schweiz 2018, 100 Min., ital. OmU
    Regie: Laura Bispuri
    Buch: Francesca Manieri, Laura Bispuri
    Kamera: Vladan Radovic
    Schnitt: Carlotta Cristiani
    mit:
    Valeria Golino (Tina)
    Alba Rohrwacher (Angelica)
    Sara Casu (Vittoria)
    Udo Kier (Bruno)
    Michele Carboni (Umberto)

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    Termine:

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    A film by Laura Bispuri. In ita­li­an with ger­man subtitles.

    Ten-year-old Vittoria is gro­wing up in a Sardinian vil­la­ge untouch­ed by tou­rism. One day at a rodeo she meets the impe­tuous Angelica, who is com­ple­te­ly dif­fe­rent to her own caring mother Tina. Vittoria does not suspect that the two women are con­nec­ted by a secret. Tina has been visi­ting Angelica for a long time on the run-down farm whe­re Angelica lives a hap­py-go-lucky life with some old hor­ses and a faithful dog. Tina is not at all hap­py about Angelica and her daugh­ter Vittoria get­ting to know each other. In debt, Angelica deci­des to move to the main­land. Relieved, Tina offers her finan­cial sup­port, but she can­not pre­vent fur­ther encoun­ters bet­ween the two. Captivated by this fearless, inde­pen­dent woman, Vittoria beg­ins redis­co­ve­ring the island with her.
    As in her direc­ting debut, Vergine giura­ta, Laura Bispuri once again fol­lows her prot­ago­nist as she encoun­ters, imi­ta­tes and ques­ti­ons seve­ral role models until she gra­du­al­ly dis­co­vers who she is. The warm light of a Sardinian sum­mer accom­pa­nies Vittoria on her tur­bu­lent journey.
    Berlinale 2018: Compwetition
     


     
    Credits:
    Italien / Deutschland / Schweiz 2018, 100 Min., ital. OmU
    Regie: Laura Bispuri
    Buch: Francesca Manieri, Laura Bispuri
    Kamera: Vladan Radovic
    Schnitt: Carlotta Cristiani
    mit:
    Valeria Golino (Tina)
    Alba Rohrwacher (Angelica)
    Sara Casu (Vittoria)
    Udo Kier (Bruno)
    Michele Carboni (Umberto)

     
    Termine:
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  • Augenblicke: Gesichter einer Reise

    Augenblicke: Gesichter einer Reise

    Ein Film von Agnes Varda und JR.

    Mit Filmen wie „Cleo – Mittwoch zwi­schen 5 und 7“ präg­te die 1928 gebo­re­ne Agnès Varda das moder­ne Kino als inno­va­ti­ve Filmemacherin mit. Der über ein hal­bes Jahrhundert jün­ge­re Fotograf und Streetart-Künstler Juste Ridicule ali­as JR tat sich in den letz­ten Jahren her­vor, als er bei­spiels­wei­se Fotos von Menschen aus den Banlieues an abriss­rei­fe Häuser pla­ka­tier­te oder mit dem Graffitikünstler Blu am stadt­be­kann­ten Graffiti an der Berliner Cuvry-Brache arbei­te­te. Wenn sich Varda und Ridicule zusam­men­tun, tref­fen also zwei Generationen auf­ein­an­der, die einen künst­le­ri­schen Blick auf die Welt teilen.

    In einem umge­bau­ten Kamera-Van, der über eine Fotokabine ver­fügt und über­gro­ße Poster dru­cken kann, fah­ren Varda und JR durch Frankreich. Auf einem Bauernhof in der Provence oder am Strand der Normandie, wo ein deut­scher Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg in die Brandung gekippt ist, foto­gra­fie­ren die Künstlerin und der Künstler ansäs­si­ge Menschen wie eine Kellnerin oder Ziegenbauern. Die Porträts befes­ti­gen sie an aus­ge­wähl­ten Fassaden, an Zügen oder auch mal an den Containern im Hafen von Le Havre, wo sie Porträts der Ehefrauen der Arbeiter anbrin­gen. Auf Motivsuche erge­ben sich immer wie­der Zufälle und Fügungen, die das per Crowdfunding finan­zier­te Kunstprojekt beeinflussen.

    Es geht um Landschaften und Gesichter und natür­lich um Agnès Varda und JR selbst. Der essay­is­ti­sche Film nimmt sich Zeit für fein­sin­ni­ge Beobachtungen und Anekdoten. Wie in „Agnès‘ Strände“ aus dem Jahr 2008 erin­nert sich Varda an ihre Vergangenheit und lässt sich sogar zum Arzt beglei­ten, wo sie den neus­ten Stand ihrer unheil­ba­ren Augenkrankheit erfährt. In einer Szene besu­chen Varda und JR das Grab des Fotografen Henri Cartier-Bresson und sei­ner Frau Martine Francke, in einer ande­ren erwei­sen sie der berühm­ten Louvre-Szene aus Jean-Luc Godards „Außenseiterbande“ eine Referenz. Gegenwärtiges trifft auf Vergangenes, Heiterkeit auf Melancholie. Das Gefühl, das die­ser poe­ti­sche Film ver­mit­telt, liegt irgend­wo dazwischen.
    Christian Horn | programmkino.de

    Credits:
    OT: Visages villages
    Frankreich 2017, 89 Min., frz. OmU
    Regie & Buch: JR, Agnès Varda
    Kamera: Claire Duguet (Bonnieux, Reillanne, Usine), Nicolas Guicheteau (Paris, Usine, le Nord), Valentin Vignet (BnF, côte Normande), Romain Le Bonniec (Vexin, Le Havre, Pirou), Raphael Minnesota (Musée du Louvre), Roberto De Angelis (Cuisine, Suisse), Julia Fabr
    Schnitt: Agnès Varda, Maxime Pozzi-Garcia
    Musik: Matthieu Chedid aka ‑M-
    Mitwirkende: JR, Agnès Varda, Jean-Paul Beaujon, Amaury Bossy, Yves Boulen, Jeannine Carpentier, Marie Douvet, Jean-Luc Godard

    Termine:

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    AUGENBLICKE: Gesichter einer Reise | Offizieller Trailer Deutsch HD

    Film by Agnes Varda and JR.  In french with ger­man subtitles.

    Agnes Varda and JR have things in com­mon: their pas­si­on for images in gene­ral and more par­ti­cu­lar­ly ques­ti­on­ning the places whe­re they are show­ed, how they are shared, exposed.
    Agnès cho­se cinema.
    JR cho­se to crea­te open-air pho­to­gra­phic galleries.
    When Agnès and JR met in 2015, they imme­dia­te­ly wan­ted to work tog­e­ther, shoot a film in France, far from the cities.
    Random encoun­ters or pre­pared pro­jects, they will go towards the others and get them to fol­low them on their trip with JR’s pho­to­gra­phic truck.
    The film is also about their fri­end­ship that grows during the shoo­ting, bet­ween sur­pri­ses and mali­ce, laug­hing of their differences.


     
    Credits:
    OT: Visages villages
    Frankreich 2017, 89 Min., frz. OmU
    Regie & Buch: JR, Agnès Varda
    Kamera: Claire Duguet (Bonnieux, Reillanne, Usine), Nicolas Guicheteau (Paris, Usine, le Nord), Valentin Vignet (BnF, côte Normande), Romain Le Bonniec (Vexin, Le Havre, Pirou), Raphael Minnesota (Musée du Louvre), Roberto De Angelis (Cuisine, Suisse), Julia Fabr
    Schnitt: Agnès Varda, Maxime Pozzi-Garcia
    Musik: Matthieu Chedid aka ‑M-
    Mitwirkende: JR, Agnès Varda, Jean-Paul Beaujon, Amaury Bossy, Yves Boulen, Jeannine Carpentier, Marie Douvet, Jean-Luc Godard

    Termine:

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    AUGENBLICKE: Gesichter einer Reise | Offizieller Trailer Deutsch HD

  • The Cleaners (OmU)

    The Cleaners (OmU)

    Ein Film von Hans Block & Moritz Riesewieck.

    Es war die schlimms­te Drohung, die ich in letz­ter Zeit hör­te, und sie kam von Mark Zuckerberg. Er sprach vor Publikum auf der jähr­li­chen FB-Entwickler-Versammlung: „Man muss opti­mis­tisch sein, wenn man die Welt ver­än­dern will. Wir tun es mit jeder wei­te­ren Verbindung. Mit jeder wei­te­ren Innovation. Tag für Tag.“ Es sind nicht die bekann­ten Daten-Missbrauchs-Vorwürfe, son­dern das gro­ße Ganze der „sozia­len Medien“, war­um mich die­ser Schluss des Films The Cleaners schau­dern lässt. „Cleaners“ sind die Menschen, die den welt­wei­ten Datendreck ent­sor­gen und uns vor schlim­men Dingen in den ein­schlä­gi­gen Internet-Plattformen schüt­zen sol­len, indem sie alles, was neu gepos­tet wird, begut­ach­ten und in Sekunden ent­schei­den: „igno­rie­ren oder löschen“. Es gibt Tausende die­ser „Content Moderators“, die meis­ten in Manila, die damit (wahr­schein­lich wenig) Geld ver­die­nen und ihre Psyche einer gro­ßen Gefahr aus­set­zen. Der Film hat eini­ge von Ihnen getrof­fen. Es ist ein har­ter Job, und kul­tu­rel­le Missverständnisse, wie das Löschen eines preis­ge­krön­ten Vietnamkriegs-Fotos, weil dar­auf ein nack­tes Kind zu sehen ist, sind vor­pro­gram­miert. Aber eigent­lich geht es um viel viel mehr und tie­fer, was die bei­den Regisseure nach schwie­ri­ger Recherchearbeit gestal­tung­be­wusst zei­gen. Achtung: im letz­ten Drittel muss man auf eini­ge weni­ge bru­ta­le Bilder gefasst sein.

    Credits:
    D 2018, 88 Min. engl. OmU
    Regie: Hans Block, Moritz Riesewieck
    Kamera: Axel Schneppat, Max Preiss
    Schnitt: Philipp Gromov, Hansjörg Weissbrich, Markus CM Schmidt
    Musik: Paradox Paradise (John Gürtler, Jan Miserre, Lars Voges)

    Termine:

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    The Cleaners – Offizieller Trailer HD

    film by Hans Block & Moritz Riesewieck. 

    Dive into a secret, third-world shadow indus­try of online con­tent mode­ra­ti­on. Here we meet five “digi­tal sca­ven­gers,” a handful of thou­sands of peo­p­le out­sour­ced from Silicon Valley who­se job is to dele­te “inap­pro­pria­te” con­tent off of the inter­net. In a par­al­lel strugg­le, we meet peo­p­le around the glo­be who­se lives are dra­ma­ti­cal­ly affec­ted by online cen­sor­ship. A typi­cal “clea­ner” must obser­ve and rate thou­sands of inten­se images every day, from war zone pho­to­gra­phy to por­no­gra­phy, lea­ding to las­ting psy­cho­lo­gi­cal impacts. Yet under­neath their work lies pro­found ques­ti­ons around what makes an image art or pro­pa­gan­da and what defi­nes journalism.

    The Cleaners reve­als the bit­ter rea­li­ty that social media is as much a tool for expres­si­on as it is a plat­form for radi­cal­i­zed social and poli­ti­cal opi­ni­ons, the impacts of which are still unknown. Debut direc­tors Hans Block and Moritz Riesewieck unpack an urgent con­ver­sa­ti­on sur­roun­ding Silicon Valley’s con­trol over our per­cep­ti­on of free speech that we must all grapp­le with as it threa­tens to unra­vel the fabric of our socie­ty: both online and IRL.


     
    Credits:
    D 2018, 88 Min. engl. OmU
    Regie: Hans Block, Moritz Riesewieck
    Kamera: Axel Schneppat, Max Preiss
    Schnitt: Philipp Gromov, Hansjörg Weissbrich, Markus CM Schmidt
    Musik: Paradox Paradise (John Gürtler, Jan Miserre, Lars Voges)

     
    Termine:
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    The Cleaners – Offizieller Trailer HD