Kategorie: archiv

  • The Assistant

    The Assistant

    Ein Film von Kitty Green.

    [Credits] [Tickets und Termine] [Trailer]

    Ein wei­te­rer Tag im Büro: Jane, die neue Assistentin eines mäch­ti­gen Medienmoguls, war als Erste da und wird am Ende des Films als Letzte wie­der gehen. Sie erle­digt ihre Aufgaben, erträgt die stän­di­gen Feindseligkeiten ihrer Kollegen und wid­met sich dem wach­sen­den Stapel an Arbeit mit Sorgfalt und Präzision: Terminpläne aus­dru­cken, Reisen orga­ni­sie­ren, Mittagessen bestel­len, das Büro ihres Chefs auf­räu­men. Ohne dass er jemals auf der Leinwand erscheint, ist der Chef all­ge­gen­wär­tig, bei Jane eben­so wie bei den Zuschauer*innen. Wir hören ihn durch das Telefon, als er Jane zurecht­weist, und wir sehen eine gan­ze Reihe attrak­ti­ver Frauen, die auf sei­ne Anweisung hin in die Firma kom­men. Als Janes Misstrauen und ihr Unbehagen über­hand­neh­men, offen­bart sich, dass sie Teil eines miss­bräuch­li­chen Systems ist.
    Mit visu­el­ler Strenge und erzäh­le­ri­scher Ruhe rich­tet Kitty Greens fes­seln­des Spielfilmdebüt den Fokus auf die repres­si­ven Vorgänge am Arbeitsplatz. Sie schil­dert den Missbrauch, der hin­ter geschlos­se­nen Türen statt­fin­det, aus der Perspektive der­je­ni­gen, die ihn wil­lent­lich oder unwil­lent­lich ermög­li­chen. Am Ende haben wir viel­leicht nicht viel gese­hen, aber umso mehr verstanden.

    Kritik in der Zeit


    Credits:

    US 2019, 87 Min., engl. OmU,
    Regie: Kitty Green
    Kamera: Michael Latham
    Schnitt: Kitty Green, Blair McClendon
    mit Julia Garner, Matthew Macfadyen, Makenzie Leigh, Kristine Froseth


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    A film by Kitty Green. In English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets und Termine] [Trailer]

    Another day at the office. Jane, the new assistant to a powerful media mogul, is the first to arri­ve and, by the end of the film, will be the last to lea­ve. She does her job, endu­res her col­le­agues’ con­stant hosti­li­ty and appli­es hers­elf to her gro­wing pile of tasks with pains­ta­king pre­cis­i­on: prin­ting out sche­du­les, arran­ging tra­vel, orde­ring lunch and tidy­ing up her boss’s office. Without him ever once put­ting in an appearance in front of the came­ra, his exis­tence is none­thel­ess all-per­va­si­ve – for both Jane and the audi­ence. We hear him on the other end of the pho­ne repri­man­ding Jane; we also wit­ness the array of attrac­ti­ve young women who are pay­ing a visit to the com­pa­ny at his behest. Jane’s sus­pi­ci­ons and dis­com­fort spin out of con­trol as it beco­mes clear that she is part of an abu­si­ve sys­tem.
    Assembled with visu­al rigour and nar­ra­ti­ve quietu­de, Kitty Green’s grip­ping fic­tion­al debut homes in on oppres­si­ve prac­ti­ces in a work­place and depicts the abu­se taking place behind clo­sed doors from the per­spec­ti­ve of tho­se who are its wil­ling or unwil­ling enablers. By the end, we may not have seen much, but we under­stand everything.


    Credits:

    US 2019, 87 Min., engl. OmU,
    Regie: Kitty Green
    Kamera: Michael Latham
    Schnitt: Kitty Green, Blair McClendon
    mit Julia Garner, Matthew Macfadyen, Makenzie Leigh, Kristine Froseth


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  • Niemand ist bei den Kälbern

    Niemand ist bei den Kälbern

    ein Film von Sabrina Sarabi.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Kulturlandschaft, soweit das Auge blickt, unter­bro­chen von Gehöften hier und da, moder­ne Windmühlen sind fürs Vertikale zustän­dig, und das Fest der frei­wil­li­gen Feuerwehr ist der Höhepunkt des Sommers. Hier, in einem Ort im Nordosten des Landes, lebt und arbei­tet Christin mit ihrem lang­jäh­ri­gen Freund Jan auf dem Milchbetrieb sei­nes Vaters. Daneben ver­sorgt sie noch ihren alko­hol­kran­ken Vater und ist selbst mitt­ler­wei­le einem heim­li­chen Schluck Kirschlikör nicht abge­neigt. Als der Windkraftanlagentechniker Klaus auf­taucht, macht die jun­ge Frau ihm Avancen. Er fragt sie nach ihren Träumen, und sie muss pas­sen – und plötz­lich wird ihr klar, dass es so für sie nicht wei­ter­ge­hen kann – aber was kann sie wie ändern?
    „Mit beein­dru­cken­der Präzision fängt Sabrina Sarabi die sozia­le Kälte die­ses Arbeitsalltags ein und lässt ihre Protagonistin wie­der ein Gespür für ihr eige­nes Begehren ent­wi­ckeln. Sie kommt ihren Figuren dabei immer näher, bis die­se ihren stil­len Aggressionen schließ­lich frei­en Lauf las­sen.
    Hauptdarstellerin Saskia Rosendahl gibt dem Verloren sein ihrer Christin eine ner­vö­se Energie, bei der die Lebenslust unter der Routine und Abgeklärtheit durch­scheint.“ Jonas Nestroy | IFFMH
    Saskia Rosendahl wur­de bei den Intern. Filmfestspielen in Locarno der Preis als Beste Darstellerin verliehen.

    Credits:


    DE 2021, 116 Min., dt. O.m.engl. U., optio­na­le Audiodeskription bei Greta
    Buch und Regie: Sabrina Sarabi
    nach dem Roman von Alina Herbing
    Kamera: Max Preiss
    Schnitt: Heike Parplies
    mit: Saskia Rosendahl, Rik Okon, Godehard Giese, Enno Trebs, Peter Moltzen, Anne Weinknecht

    Trailer:
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    a film by Sabrina Sarabi. Starts January 20th at the fsk. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    It‘s high sum­mer in the midd­le of nowhe­re, Mecklenburg, Germany. Five hou­ses, one bus stop, cows, and not­hing but fields. Twenty-four-year-old Christin (Saskia Rosendahl) lives on the farm of her long-term boy­fri­end Jan, twen­ty-five (Rick Okon). The exci­ting post-reuni­fi­ca­ti­on years that defi­ned her child­hood are long gone.
    Her rela­ti­onship is love­l­ess. Her father drinks. Christin, too, keeps the cher­ry liqueur under her car seat. In the shim­me­ring heat of sum­mer, time seems to stand still – until for­ty-six-year-old wind ener­gy engi­neer Klaus (Godehard Giese) arri­ves from Hamburg and sets the world spin­ning again.

    Credits:


    DE 2021, 116 Min., dt. O.m.engl. U.
    Buch und Regie: Sabrina Sarabi
    nach dem Roman von Alina Herbing
    Kamera: Max Preiss
    Schnitt: Heike Parplies
    mit: Saskia Rosendahl, Rik Okon, Godehard Giese, Enno Trebs, Peter Moltzen, Anne Weinknecht

    Trailer:
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  • The Lost Daughter – Frau im DunkelnThe Lost Daughter

    The Lost Daughter – Frau im DunkelnThe Lost Daughter

    ein Film von Maggie Gyllenhaal.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    „Eine Literaturwissenschaftlerin macht Urlaub auf einer grie­chi­schen Insel und genießt die Zeit am Strand, bis eine Großfamilie auf­taucht und ihre Ruhe stört. Dabei ist es nicht nur das lau­te Treiben, das die Frau irri­tiert. Die Präsenz einer jun­gen Mutter und ihrer klei­nen Tochter wecken Erinnerungen an ihre eige­ne Vergangenheit als Mutter zwei­er Töchter, die sich, als die Mädchen klein waren, von der Mutterrolle über­for­dert fühl­te und eine radi­ka­le Entscheidung traf. Die Adaption des gleich­na­mi­gen Romans von Elena Ferrante chan­giert ele­gant zwi­schen zwei Zeitebenen und ver­webt sie zum Porträt einer Frau, die sich von klas­si­schen Rollenbildern löst, dafür aber die Bürde laten­ter Scham mit sich trägt. Mit gro­ßer Sensibilität arbei­tet die Inszenierung die unglei­chen Verhältnisse zwi­schen den Geschlechtern her­aus und den Druck, der dadurch auf der ful­mi­nant ver­kör­per­ten Protagonistin las­tet.” Filmdienst
    „Gyllenhaal hat Ferrantes Buch selbst adap­tiert, die Textur ihrer Bilder lässt den lite­ra­ri­schen Ursprung manch­mal fast ver­ges­sen. Noch im kleins­ten visu­el­len Detail steckt ein Information aus Ledas Leben – selbst aus den zwan­zig Jahren, die „The Lost Daughter“ über­springt. Die jun­ge Leda, wenn sie mal in ihrer unge­lieb­ten Mutterrolle auf­geht, hat ein Spiel mit ihren Töchtern: Es gewinnt, wer geschickt genug ist, die Haut einer Orange in einem Stück zu schä­len. Das ist auch „The Lost Daughter“: ein Geduldspiel, kunst­voll und zer­brech­lich.” Andreas Busche | Tagesspiegel

    Credits:


    US/GB/GR/IL 2021, 121 Min., engl. OmU
    Buch und Regie: Maggie Gyllenhaal
    nach dem Roman „Frau im Dunkeln” von Elena Ferrante
    Kamera: Hélène Louvart
    Schnitt: Affonso Gonçalves
    mit: Olivia Colman, Jessie Buckley, Dakota Johnson, Ed Harris, Peter Sarsgaard, Paul Mescal, Dagmara Dominczyk, Alba Rohrwacher

    Trailer:
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    a film by Maggie Gyllenhaal.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Alone on a sea­si­de vaca­ti­on, Leda beco­mes con­su­med with a young mother and daugh­ter as she wat­ches them on the beach. Unnerved by their com­pel­ling rela­ti­onship, (and their rau­cous and men­acing exten­ded fami­ly), Leda is over­whel­med by her own memo­ries of the ter­ror, con­fu­si­on and inten­si­ty of ear­ly mother­hood. An impul­si­ve act shocks Leda into the stran­ge and omi­nous world of her own mind, whe­re she is forced to face the uncon­ven­tio­nal choices she made as a young mother and their consequences.

    Credits:


    US/GB/GR/IL 2021, 121 Min., engl. OmU
    Buch und Regie: Maggie Gyllenhaal
    nach dem Roman „Frau im Dunkeln” von Elena Ferrante
    Kamera: Hélène Louvart
    Schnitt: Affonso Gonçalves
    mit: Olivia Colman, Jessie Buckley, Dakota Johnson, Ed Harris, Peter Sarsgaard, Paul Mescal, Dagmara Dominczyk, Alba Rohrwacher


    Trailer:
    The Lost Daughter | Official Trailer | Netflix
    Im Kino mit deut­schen Untertiteln
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  • Ballade von der weißen Kuh

    Ballade von der weißen Kuh

    ein Film von Behtash Sanaeeha, Maryam Moghaddam.

    [indie­ki­no Club] [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    „Minas Mann ist tot, hin­ge­rich­tet. Ein Justizirrtum, wie sich ein Jahr spä­ter her­aus­stellt. Eine finan­zi­el­le Entschädigung soll ihr über den Verlust hin­weg­hel­fen und der sie­ben­jäh­ri­gen gehör­lo­sen Tochter das Leben erleich­tern. Aber Minas Trauer sitzt tief, und so leicht lässt sie sich nicht abschüt­teln.
    Während die Witwe ihren Kampf gegen ein System auf­nimmt, das nicht auf Widerstand ein­ge­stellt ist, steht plötz­lich Reza vor der Tür. Er ist angeb­lich ein Freund ihres Mannes, der alte Schulden zu beglei­chen wünscht. Mina ist zunächst miss­trau­isch, nimmt sei­ne Hilfe und Freundlichkeit jedoch bald dank­bar an, als ihr selbst Kraft, Geld und Hoffnung schwin­den. Noch ahnt sie nicht, dass Rezas Vergangenheit unmit­tel­bar mit ihrem Schicksal ver­bun­den ist, bis auch die­se Wahrheit irgend­wann ans Licht gerät und Mina erneut vor eine schwe­re Prüfung gestellt wird.
    Der meis­ter­haf­te Film von Behtash Sanaeeha und Maryam Moghaddam, bei dem Moghaddam als Regisseurin und (groß­ar­ti­ge) Hauptdarstellerin eine Doppelrolle über­nimmt, kon­zen­triert sich voll und ganz auf die Frau im Zentrum des Geschehens. Die Kamera folgt Mina durch den Alltag und streift dabei immer wie­der ihr Gesicht, schaut ihr oft und lan­ge in die schwe­ren Augen, die so viel mehr sagen als jedes Wort. Aber auch in ihrem tief­sit­zen­den Schmerz lässt sie sich nicht ein­schüch­tern. Mit einer hart­nä­cki­gen Wut im Bauch stellt sie sich den Lügen des Überwachungsstaates eben­so ent­ge­gen wie Demütigungen, als etwa der Schwiegervater das Sorgerecht für ihre Tochter ein­klagt. Allein Mina weiß, wie weit sie zu gehen bereit ist.“
    Pamela Jahn | indiekino.de
    „Das ist ein wuch­ti­ger, wüten­der Film, der ein­mal mehr die Aussagen all jener ira­ni­schen Künstler und Filmemacherinnen bestä­tigt, dass die­ser Staat sich nicht um kri­ti­sche Kunst küm­mert, so lan­ge sie die Dinge nicht direkt und wört­lich auf den Punkt bringt. Das mensch­li­che Drama die­ser Figuren lässt sich eben ohne wei­te­res auf den Monster’s Ball (US Film über eine Henker – Opfernwitwe Beziehung) redu­zie­ren. Zumal bis auf Reza die staat­li­chen Funktionäre gesichts- und per­sön­lich­keits­los gezeigt wer­den.“ Sennhausers Filmblog

    Credits:


    Ghasideyeh gave sefid
    IR/FR 2020, 105 Min., far­si OmU
    Buch und Regie: Behtash Sanaeeha, Maryam Moghaddam
    Kamera: Amin Jafari
    Schnitt: Ata Mehrad, Behtash Sanaeeha
    mit Maryam Moghaddam, Alireza Sanifar, Pourya Rahimisam, Avin Purraoufi, Farid Ghobadi, Lili Farhadpour

    Trailer:
    Ballad of a White Cow (Ghasideyeh gave sefid) new clip offi­ci­al from Berlin Film Festival 2021
    Im Kino mit deut­schen Untertiteln
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    a film by Behtash Sanaeeha, Maryam Moghaddam. In Farsi with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Mina’s life is tur­ned upsi­de down when she lear­ns that her hus­band Babak was inno­cent of the crime for which he was exe­cu­ted. The aut­ho­ri­ties apo­lo­gi­se for the mista­ke and offer the pro­s­pect of finan­cial com­pen­sa­ti­on. Mina starts a silent batt­le against a cyni­cal sys­tem for her own and her daughter’s sake. Just as her money is run­ning out, a stran­ger named Reza knocks at her door, say­ing he has come to repay a debt he owed to Babak. Mina is guard­ed at first, but incre­asing­ly lets Reza into her life, una­wa­re of the secret that ties them to one ano­ther.
    Behtash Sanaeeha and Maryam Moghaddam mas­terful­ly pre­sent guilt and ato­ne­ment, a clas­sic tro­pe of Iranian film, as a cine­ma of small, pre­cise ges­tu­res and spaces. Maryam Moghaddam excels in the role of a Mina caught bet­ween loneli­ne­ss and her strugg­le for self-determination.

    Credits:


    Ghasideyeh gave sefid
    IR/FR 2020, 105 Min., far­si OmU
    Buch und Regie: Behtash Sanaeeha, Maryam Moghaddam
    Kamera: Amin Jafari
    Schnitt: Ata Mehrad, Behtash Sanaeeha
    mit Maryam Moghaddam, Alireza Sanifar, Pourya Rahimisam, Avin Purraoufi, Farid Ghobadi, Lili Farhadpour

    Trailer:
    Ballad of a White Cow (Ghasideyeh gave sefid) new clip offi­ci­al from Berlin Film Festival 2021
    Im Kino mit deut­schen Untertiteln
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  • Lunana

    Lunana

    ein Film von Pawo Choyning Dorji.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Das Glück der Bevölkerung liegt der Regierung im klei­nen Bhutan sehr am Herzen, trotz­dem sind vie­le jun­ge Menschen davon über­zeugt, ihres eher im Ausland zu fin­den, so auch Uygen. Der Lehramtsstudent hat das Visa für die ange­streb­te Musikerkarriere in Australien schon in der Tasche, aber der Traum muss war­ten. Davor steht noch ein Jahr Referendariat, und dazu wird er in das klei­ne, tat­säch­lich exis­tie­ren­de Bergdorf Lununa ver­setzt, das in fast 4000m Höhe und acht Tagesmärsche von der letz­ten Kleinstadt ent­fernt liegt. So erklärt sich auch, dass hier­hin noch kei­ne Stromleitung den Weg gefun­den hat – ganz zu schwei­gen von den neus­ten Segnungen der Kommunikationsindustrie, die auch Bhutan schon längst erreicht hat, wie in Sing me a Song zu sehen ist. Bei der Ankunft dort ist Uygen trotz freund­lichs­tem Empfang ent­setzt über die­se und ande­re Mängel, kann aber nicht sogleich wie­der weg.
    Hendrike Bake schreibt in „Indiekino“ dazu: »Dass sich [im Laufe des Films] sei­ne Einstellung ändert, ist wenig über­ra­schend, aber es ist schön, wie natu­ra­lis­tisch und ein­fühl­sam der Film die­se Veränderung erzählt und dabei Inszenierung und Dokumentarisches sanft ver­knüpft.« Die Dorfbewohner spie­len näm­lich sich selbst und brin­gen eige­ne Geschichten mit, und auch Probleme, die nicht nur die Abgeschiedenheit des Ortes auf­wirft, wer­den ange­spro­chen. Die behut­sam erzähl­te Geschichte in der groß­ar­ti­gen Landschaft fügt sich mit einer guten Portion Humor zu einem zau­ber­haf­ten Film zusam­men.
    Überraschenderweise fand Lunana – Ein Yak im Klassenzimmer, wie er im Original heißt, einen Platz auf der kürz­lich ent­schie­de­nen, zum Teil unge­wöhn­lich gut aus­ge­wähl­ten „Oscar-Auslands“-Shortlist, zusam­men u.a. mit Drive my Car, Abteil Nr. 6 und Grosse Freiheit.

    Credits:


    BT/CN 2021, 109 Min., Dzongkha OmU
    Buch und Regie: Pawo Choyning Dorji
    Schnitt: Hsiao-Yun Ku
    Kamera: Jigme Tenzing
    mit: Sherab Dorji, Ugyen Norbu Lhendup, Pem Zam, Kelden Lhamo Gurung

    Trailer:
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    a film by Pawo Choyning Dorji. In Dzongkha with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Struggling with his pro­fes­si­on as a tea­cher, Ugyen is sent to Lunana in nor­t­hern Bhutan for his final year of trai­ning. With a warm wel­co­me, the local child­ren try to win him over but they do not have much time.

    Credits:


    BT/CN 2021, 109 Min., Dzongkha OmU
    Buch und Regie: Pawo Choyning Dorji
    Schnitt: Hsiao-Yun Ku
    Kamera: Jigme Tenzing
    mit: Sherab Dorji, Ugyen Norbu Lhendup, Pem Zam, Kelden Lhamo Gurung

    Trailer:
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  • Night Nursery

    Night Nursery

    ein Film von Moumouni Sanou. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In der Kreisstadt Bobo-Dioulasso, in der Nähe von Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou, geben Sexarbeiterinnen ihren Nachwuchs in die Obhut von Frau Coda, einer älte­ren Dame, die sich seit Jahrzehnten um Kinder küm­mert, deren Mütter nachts auf der Straße ihr Geld ver­die­nen. Dem Filmemacher Moumouni Sanou ist es über die Jahre gelun­gen, das Vertrauen aller Beteiligten zu gewin­nen und einen tie­fen Einblick in das Leben von Odile und Farida zu bekom­men, die bei­de auf die Dienste von Frau Coda ange­wie­sen sind. Zärtlich und sehr genau beob­ach­tet er alle Aspekte ihres Lebens, Hausarbeit, Freizeit, inti­me Momente des Mutterseins, auch ihre Beziehung zu Frau Coda und wie die­se ihre Kinder erzieht. Im Mittelpunkt des Films ste­hen die Erfahrungen von Frauen. Männer und Väter sind abwe­send, außer in den mal amü­san­ten, mal zutiefst erschüt­tern­den Geschichten, die Farida und Odile von ihrer Arbeit erzäh­len. Sanous zurück­hal­ten­der, respekt­vol­ler Blick macht die Vorzüge hori­zon­ta­len Filmemachens deut­lich, das sich durch größt­mög­li­che Aufmerksamkeit und Sensibilität den Protagonisten gegen­über auszeichnet.

    Credits:

    Garderie noc­turne
    UV/FR/DE 2021, 67 Min., Dioula OmU,
    Regie Moumouni Sanou
    Kamera: Pierre Laval
    Schnitt: François Sculier
    mit: Odile Kambou, Fatim Tiendrebeogo 

    Trailer:
    Night Nursery | Official Trailer | Berlinale 2021
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    a film by Moumouni Sanou. In Dioula with German subtitles .

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In der Kreisstadt Bobo-Dioulasso, in der Nähe von Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou, geben Sexarbeiterinnen ihren Nachwuchs in die Obhut von Frau Coda, einer älte­ren Dame, die sich seit Jahrzehnten um Kinder küm­mert, deren Mütter nachts auf der Straße ihr Geld ver­die­nen. Dem Filmemacher Moumouni Sanou ist es über die Jahre gelun­gen, das Vertrauen aller Beteiligten zu gewin­nen und einen tie­fen Einblick in das Leben von Odile und Farida zu bekom­men, die bei­de auf die Dienste von Frau Coda ange­wie­sen sind. Zärtlich und sehr genau beob­ach­tet er alle Aspekte ihres Lebens, Hausarbeit, Freizeit, inti­me Momente des Mutterseins, auch ihre Beziehung zu Frau Coda und wie die­se ihre Kinder erzieht. Im Mittelpunkt des Films ste­hen die Erfahrungen von Frauen. Männer und Väter sind abwe­send, außer in den mal amü­san­ten, mal zutiefst erschüt­tern­den Geschichten, die Farida und Odile von ihrer Arbeit erzäh­len. Sanous zurück­hal­ten­der, respekt­vol­ler Blick macht die Vorzüge hori­zon­ta­len Filmemachens deut­lich, das sich durch größt­mög­li­che Aufmerksamkeit und Sensibilität den Protagonisten gegen­über auszeichnet.

    Credits:

    Garderie noc­turne
    UV/FR/DE 2021, 67 Min., Dioula OmU,
    Regie Moumouni Sanou
    Kamera: Pierre Laval
    Schnitt: François Sculier
    mit: Odile Kambou, Fatim Tiendrebeogo 

    Trailer:
    Night Nursery | Official Trailer | Berlinale 2021
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  • Sing Me a Song

    Sing Me a Song

    ein Film von Thomas Balmès.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Das Recht auf Glück ist in Bhutan per Gesetz Ziel allen staat­li­chen Handelns. Dokumentationen wie Die Ökonomie des Glücks, Speed – Auf der Suche nach der ver­lo­re­nen Zeit oder What Happiness Is such­ten und suchen nach dem Geheimnis der Lebenszufriedenheit der Einwohner des bud­dhis­ti­schen Himalaya-Staates.
    Glück ist jedoch eine sehr brü­chi­ge Angelegenheit. Regisseur Thomas Balmés dreh­te 2012 erst­mals im wun­der­ba­ren und weit abseits gele­ge­nen Kloster in Laya sei­nen Film namens, genau, Happiness, wo er den damals 8‑jährigen Peyangki por­trä­tiert, der auf Wunsch sei­ner Mutter mit Leib und Seele Mönch wer­den will. Der Regisseur regis­triert die hohe Anziehungskraft moder­ner Medien, kurz nach deren Einzug in der Abgeschiedenheit der Berge. Acht Jahre spä­ter sind Smartphone und Internet im Kloster Standard. Peyangki ist Teenager und hat sich online ver­liebt, in Internetsängerin Nguen aus Bhutans Hauptstadt Thiumphu. Er setzt alles dar­an, sie zu tref­fen, und auch sie setzt gro­ße Hoffnungen in ihn und sei­ne finan­zi­el­len Möglichkeiten. Eine aus­sichts­lo­se Liebe, und es scheint, als hal­te die Sache mit dem glück­li­chen Leben auch in Buthan lei­der nur bis zur wirt­schaft­lich-gesell­schaft­li­chen Anpassung an den Rest der Welt.

    Credits:

    FR/DE/CH 2019, 90 Min., Dzongkha OmU,
    Regie & Kamera: Thomas Balmès,
    Schnitt: Alex Cardon, Ronan Sinquin


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    a film by Thomas Balmès. Starts December 9th at the fsk. In Dzongkha with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    16-year-old Peyangki has lived as a monk in a monas­tery in the moun­ta­ins of Bhutan sin­ce ear­ly child­hood. His smart­phone is the con­nec­tion to the world, in it he has seen ever­y­thing – and he has fal­len in love. He met Nguen on WeChat, the Chinese face­book. For months, the two exch­an­ge mes­sa­ges day and night, Peyangki sings for her, she reve­als her wis­hes and hopes for the future. It is first, total love that chan­ges ever­y­thing and turns the life of a teen­ager upsi­de down.

    He for­got that he wan­ted to make money; for­got that he wan­ted to return from the monas­tery to his fami­ly. Now he wants to go to town, and meet Nguen – becau­se so far they’­ve only met vir­tual­ly. „Sing Me a Song” will accom­pa­ny the young monk on his jour­ney to the capi­tal and his first mee­ting with Nguen.

    Credits:

    FR/DE/CH 2019, 90 Min., Dzongkha OmU,
    Regie & Kamera: Thomas Balmès,
    Schnitt: Alex Cardon, Ronan Sinquin


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  • Bilder (m)einer Mutter

    Bilder (m)einer Mutter

    ein Film von Melanie Lischker.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Eine schein­bar ganz nor­ma­le Kindheit in den 80er Jahren, fest­ge­hal­ten auf unzäh­li­gen Videokassetten. Darauf eine Kleinfamilie in der jeder sei­ne Rolle spielt. Doch über dem Alltag liegt eine Schatten. Der Vater doku­men­tiert mit sei­ner Kamera fast neben­läu­fig wie die Mutter zwi­schen Weihnachten und Schulfest immer mehr zum Schatten ihrer selbst wird. Zuerst ver­schwin­det sie aus den Videoaufnahmen, dann schließ­lich ganz aus dem Familienleben. Mit dem Film for­dert die Regisseurin ihre Familie her­aus,
    das jah­re­lan­ge Schweigen um den Verlust ihrer Mutter zu bre­chen. Ein Tagebuch wird gefun­den und die alten Super8 Filme des Vaters, auf denen die Mutter noch ver­liebt in die Kamera lach­te.
    Wir tau­chen ein in die Lebensgeschichte von Gabi, die sich als Teenager weg­träumt aus der bay­ri­schen Kleinstadt und von ihren alt­ba­cke­nen Eltern. Trotz der revo­lu­tio­nä­ren Klischees der 70er Jahre, bleibt die Ehe für das Paar der ein­zig logi­sche Weg in die Selbstständigkeit. Das dama­li­ge Klima zwi­schen Emanzipation und behä­bi­gen Denkmustern färbt ab auf die Biografie der jun­gen Frau. Fragmente aus Gesellschaft und Politik zei­gen Plenarsäle vol­ler Männer und Flugzeuge ohne Pilotinnen. Gabi har­dert mit der Umsetzung ihrer Träume wäh­rend ihr Mann Karriere macht.
    Die Kamera beglei­tet den tra­gi­schen Lebensweg einer Frau, die in die Mutterrolle stol­per­te und die­se nie rich­tig anneh­men konnte.

    Credits:

    DE 2021, 78 Min, dt. OmeU,
    Regie & Buch: Melanie Lischker,
    Kamera: Thomas Lischker, Melanie Lischker,
    Schnitt: Mechthild Barth, Melanie Lischker


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    a film byMelanie Lischker. In German with eng­lish subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    “What must a woman have been through for her to sim­ply not have a role in her fami­ly any lon­ger?” Through Super‑8 and video mate­ri­al that her father had pains­ta­kin­gly coll­ec­ted, Melanie Lischker tells the sto­ry of her mother and, with it, that of an enti­re generation.

    Credits:

    DE 2021, 78 Min, ,
    Regie & Buch: Melanie Lischker,
    Kamera: Thomas Lischker, Melanie Lischker,
    Schnitt: Mechthild Barth, Melanie Lischker


    Trailer:
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  • The Power of the Dog

    The Power of the Dog

    ein Film von Jane Campion.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Montana in den 1920er Jahren: Die Brüder George und Phil füh­ren gemein­sam eine Ranch. Als George die Witwe Rose hei­ra­tet, die den Teenager Peter mit in die Ehe bringt, gerät ihr Kräfteverhältnis aus dem Gleichgewicht: Phil, der Mann fürs Grobe, posi­tio­niert sich immer stär­ker gegen George, den sich kul­ti­viert geben­den Schreibtischmann, vor allem aber gegen die ver­letz­li­che Rose. Eine gespann­te Atmosphäre, unter der zunächst Peter am meis­ten zu lei­den hat. Campions Neo-Western kommt ohne viel äußer­li­che Action aus und kon­zen­triert sich auf die dyna­mi­sche Widersprüchlichkeit der Figurenkonstellation.
    (Barbara Schweizerhof)

    Credits:

    NZ/AU 2021, 126 Min, engl. OmU
    Regie: Jane Campion
    Kamera: Ari Wegner
    Schnitt: Peter Scibberas
    mit: Benedict Cumberbatch
    Jesse Plemons
    Kirsten Dunst
    Kodi Smit-McPhee


    Trailer:
    The Power of the Dog | Official Teaser | Netflix
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    a film by Jane Campion. Starts December 16th at the fsk. In English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Set in Montana in the 1920s, Jane Campion’s hot­ly anti­ci­pa­ted new film is an enthr­al­ling revi­sio­nist wes­tern awa­sh in sub­li­me expan­ses and nuan­ce, cap­tu­ring a land­scape and a peo­p­le dri­ven by the fan­ta­sy and fol­ly of wes­tern expan­si­on. Adapted from Thomas Savage’s cult novel of the same name, The Power of the Dog tells the sto­ry of suc­cessful ran­cher brot­hers George (Jesse Plemons) and Phil (Benedict Cumberbatch) Burbank, who­se rela­ti­onship sours when the more mild-man­ne­red George mar­ries local widow Rose (Kirsten Dunst).

    Rose and her son Peter (Kodi Smit-McPhee) arri­ve at the Burbank ranch — see­mingly who­le­so­me and naï­ve — and attempt to fit into the family’s com­plex dyna­mic of new money, but are con­ti­nu­al­ly sty­mied by an uns­po­ken brot­her­ly bond. Phil’s past as a clas­sics scho­lar at Yale is bare­ly dis­cer­ni­ble as he sports a tough and dir­ty exte­ri­or, while fre­quent­ly refer­ring to the anti­cs of his men­tor Bronco Bill. Cumberbatch shi­nes in this fero­cious per­for­mance as a cow­boy to the core, who­se hurtful, macho quips toward Peter and his mother hint at a sim­me­ring men­ace and a capa­ci­ty for erra­tic cruel­ty and vio­lence; a kind of camou­fla­ge that only ser­ves to repress deep-sea­ted trau­ma and latent desire.

    Proving once again that she is one of today’s grea­test film­ma­kers, Campion deli­vers a fasci­na­ting stu­dy of mas­cu­li­ni­ty and inter­nal tor­ment, sub­ver­ting the codes of the wes­tern — and of the male gaze — in a uni­ver­se that is always shif­ting in tone, ren­de­red with stun­ning cine­ma­to­gra­phy by Ari Wegner, a dis­ori­en­ting score by Jonny Greenwood, and a ter­ri­fic ensem­ble cast.

    Credits:

    NZ/AU 2021, 126 Min, engl. OmU
    Regie: Jane Campion
    Kamera: Ari Wegner
    Schnitt: Peter Scibberas
    mit: Benedict Cumberbatch
    Jesse Plemons
    Kirsten Dunst
    Kodi Smit-McPhee


    Trailer:
    The Power of the Dog | Official Teaser | Netflix
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  • Adam

    Adam

    ein Film von Maryam Touzani.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Während vie­le Filme im letz­ten Monat von Paar- und Familienbeziehungen han­del­ten, sind im Programm der nächs­ten Wochen die Begegnungen von Fremden prä­sent, die sich gera­de durch wid­ri­ge Umstände ver­bun­den füh­len. Adam, das Spielfilmdebüt der Marokkanerin Maryam Touzani, die auch das Drehbuch schrieb, war­tet mit Einblicken in die Kunst des Teigknetens auf. Ein schö­nes Tutorial, so kurz vorm Fest. Abla, Bäckerin, allein­er­zie­hend, abge­schot­tet, freun­det sich wider Willen mit Samia an, die schwan­ger ist und eine Bleibe braucht. Die Backstubenwohnung irgend­wo in einer Seitengasse mit­ten in Casablanca, wo Msemen und Rziza aus dem Fenster her­aus ver­kauft wer­den, ist der Ort der Geborgenheit für die bei­den Frauen und Ablas Tochter Warda. Was folk­lo­ris­tisch und kit­schig hät­te aus­ufern kön­nen, wur­de ein Film vol­ler Nuancen, schö­nen Momenten und einer wahr­haf­ti­gen Geschichte.
    Wäre Adam aus einem Teigklumpen gekne­tet und geformt wor­den und nicht aus Möttke, hät­te sich viel­leicht alles anders ent­wi­ckelt. Aber zu spät.
    „Der Spielfilm Adam ist aus der per­sön­li­chen Begegnung der Regisseurin Maryam Touzani mit einer jun­gen Frau in ihrer Jugend ent­stan­den, die für bei­de schmerz­haft, für die Filmemacherin aber inspi­rie­rend war und unaus­lösch­li­che Spuren hin­ter­ließ. Vertieft wur­de die Erfahrung, als die­se selbst Mutter wur­de: ‚Als ich zum ers­ten Mal mein eige­nes Kind in mei­nem Körper spür­te, als ich sah, dass mein Bauch sich in den Bauch einer Mutter ver­wan­del­te, dach­te ich an jene Frau zurück, der ich damals begeg­net war. Ich fühl­te eine Dringlichkeit, die Geschichte von damals zu erzäh­len und dann zu ver­fil­men. Das half mir, die Wunden jener Begegnung zu hei­len, die Erfahrung des Verlustes, der Not, der Verleugnung, der Trauer jener Frau, aber auch die Freude zu genie­ßen, sel­ber Mutter gewor­den zu sein. So nahm der Film Adam Gestalt an.‘“
    Hanspeter Stalder | Der ande­re Film

    Credits:

    MA/FR 2019, 98 Min., arab. OmU
    Regie: Maryam Touzani
    Kamera: Adil Ayoub
    Schnitt: Julie Naas
    mit: Douae Belkhaouda, Aziz Hattab, Hasna Tamtaoui u. a.


    Trailer:
    ADAM Trailer German Deutsch (2021)
    im Kino mit deut­schen Untetiteln
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    a film by Maryam Touzani. Starts In Arabic with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Abla runs a popu­lar bak­ery in the nar­row streets of Casablanca’s old town. Mother of eight-year-old Warda, the wido­wed for­ty-some­thing is facing a busy day-to-day life. When her rou­ti­ne is bro­ken by a knock on the door, she is still una­wa­re that her life is about to chan­ge fore­ver. On the door­step stands Samia, a pregnant young woman asking for a place to stay in exch­an­ge for help around the house and in the bak­ery. While Abla does not want to enga­ge with this stran­ger pro­mi­sing not­hing but trou­ble, litt­le Warda imme­dia­te­ly takes to Samia. One night tur­ning into seve­ral, the cool­ly detached Abla incre­asing­ly fails to hide the fact that Samia is an unex­pec­ted asset to her bak­ery busi­ness as well as her enti­re life. Adam is a bit­ters­weet dra­ma, car­ri­ed by the excep­tio­nal Belgian-Moroccan star actress Lubna Azabal.

    Credits:

    MA/FR 2019, 98 Min., arab. OmU
    Regie: Maryam Touzani
    Kamera: Adil Ayoub
    Schnitt: Julie Naas
    mit: Douae Belkhaouda, Aziz Hattab, Hasna Tamtaoui u. a.


    Trailer:
    ADAM Trailer German Deutsch (2021)
    im Kino mit deut­schen Untetiteln
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