Kategorie: archiv

  • Landshaft

    Landshaft

    Ein Film von Daniel Kötter. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Während der Berlinale ver­lieh der Verband der deut­schen Filmkritik LANDSHAFT jüngst den Preis der deut­schen Filmkritik 2023 in der Kategorie Bester Dokumentarfilm. Die Jurybegründung: „Wie sich ein Krieg in die Landschaft zurück­zieht und sich dort als stum­me geo­po­li­ti­sche Formation abbil­det, wäh­rend die Menschen ihrem Leben wei­ter nach­ge­hen – davon erzählt in ein­drück­li­chen, aber immer auch respekt­voll Distanz wah­ren­den Bildern unser Gewinnerfilm. Hier ist nichts embedded, hier gibt es kei­ne gro­ßen Ereignisse und höchs­tens einen Aufruhr unter den Schafen. Auf trü­ge­ri­sche Weise scheint sich alles dem Zyklus der Natur unter­zu­ord­nen, wäh­rend der Konflikt jeder­zeit wie­der aus­bre­chen kann – so gesche­hen zuletzt im Spätsommer 2023. Für sei­ne glei­cher­ma­ßen sub­ti­le wie behut­sa­me Annäherung an die Menschen und Tiere, die im von Bergen ein­ge­heg­ten arme­nisch-aser­bai­dscha­ni­schen Grenzgebiet leben, geht der Preis für den Besten Dokumentarfilm an Daniel Kötter für sei­nen Film LANDSHAFT.“

    In Form einer Reise folgt Daniel Kötters kon­tem­pla­ti­ve doku­men­ta­ri­sche Arbeit mensch­li­chen und nicht-mensch­li­chen Akteuren im Osten Armeniens vom Sewan See bis zur seit dem Karabach-Krieg 2020 aser­bai­dscha­nisch kon­trol­lier­ten Sotk-Goldmine. Landshaft ent­wirft die Psychogeographie einer geo­po­li­tisch auf­ge­la­de­nen Gegend und ihrer Bewohner zwi­schen Krieg und Vertreibung, zwi­schen einst und jetzt, noch vor dem im September 2023 eska­lier­ten der Konflikt um die Region Berg-Karabach, als Aserbaidschan die selbst­er­nann­te Republik mili­tä­risch ein­nahm und hun­dert­tau­sen­de Armenier flie­hen mussten.

    Credits:

    DE 2023 96 Min., arme­nisch mit deut­schen Untertiteln,
    Regie, Buch, Kamera, Schnitt: Daniel Kötter 

    Trailer:
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    A film by Daniel Kötter. In Armenian with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Landshaft sket­ches the psy­cho­geo­gra­phy of a geo­po­li­ti­cal­ly char­ged land­scape and its inha­bi­tants bet­ween extra­c­ti­vism, war and dis­pla­ce­ment. In the form of a jour­ney in eas­tern Armenia, the film fol­lows human and non-human actors as they make their way through the land­scape, from Lake Sevan to the Sotk gold mine, occu­p­ied by Azerbaijan sin­ce the Karabakh War in 2020.

    Credits:

    DE 2023 96 Min., arme­nisch mit deut­schen und eng­li­schen Untertiteln,
    Regie, Buch, Kamera, Schnitt: Daniel Kötter 

    Trailer:
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  • May December

    May December

    Ein Film von Todd Haynes. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Zusammen mit Julienne Moore und Nathalie Portman gelingt Todd Haynes ein raf­fi­niert gebau­tes und gespiel­tes Psychodrama, des­sen Grundstein auf tat­säch­lich Geschehenem basiert, des­sen Schwerpunkt aber anders lagert.
    Bei frü­he­ren TV-Verfilmungen stand das skan­dal­träch­ti­ge ver­bo­te­ne und geahn­de­te Liebesverhältnis, bzw. der sexu­el­le Missbrauch eines 13-jäh­ri­gen, der hier Joe heißt, durch eine drei­mal so alte ver­hei­ra­te­te zwei­fa­che Mutter, hier Gracie genannt, vor 20 Jahren im Mittelpunkt. Diesmal geht es zuvor­derst um die Auswirkungen des Besuchs von Fernsehstar Elisabeth und ihrer Beziehung zu Gracie. Die soll sie näm­lich in einem die­ser „TV-Movies“ ver­kör­pern und möch­te, so sagt sie, für die Rolle leib­haf­tig recher­chie­ren. Joe und Gracie haben nach ihrer Haft, in der sie das ers­te der drei gemein­sa­men Kinder zu Welt brach­te, und sei­ner Volljährigkeit gehei­ra­tet und sind noch immer glück­lich zusam­men. Um ein mög­lichst wahr­heits­ge­treu­es Bild zu pro­du­zie­ren, wird dem Eindringen der Schauspielerin in ihr Leben zuge­stimmt. Durch Elisabeths Einsatz, ihrem Befragen aller Beteiligten und der Auseinandersetzung mit Gracie bekommt die per­fek­te Oberfläche dann doch Risse und Verletzungen wer­den sicht­bar. Die bei­den Frauen ver­brin­gen viel Zeit mit­ein­an­der, aller­dings bleibt stets nebu­lös, was sie wirk­lich von­ein­an­der wol­len und wel­che Ziele sie ver­fol­gen. Während Gracie sich unbe­merkt in Widersprüche ver­strickt, ver­sucht sich Elisabeth in Manipulationen und Grenzüberschreitungen. Und viel­leicht war­tet der Mittdreißiger Joe auch nur dar­auf, ein neu­es Leben zu begin­nen, wenn die Kinder end­lich aus dem Haus sind.
    „… die Geschichte einer ver­bo­te­nen Liebe als intri­gan­tes Verwirrspiel mit Humor und ver­füh­re­ri­schen Fallstricken. … Dass sich Todd Haynes der Verfilmung die­ser ver­bo­te­nen Liebesgeschichte ange­nom­men hat, klingt zunächst nicht unge­wöhn­lich. Filme wie Far From Heaven und Carol haben gezeigt, mit wie­viel Kunstfertigkeit und Leidenschaft der Regisseur in sei­nen Melodramen immer wie­der die Trugbilder des ame­ri­ka­ni­schen Traums plat­zen lässt.“ Pamela Jahn | RAY Magazin

    Credits:

    US 2023, 113 Min., engl. OmU
    Regie: Todd Haynes
    Kamera: Christopher Blauvelt
    Schnitt: Affonso Gonçalves
    mit Natalie Portman, Julianne Moore, Charles Melton, Piper Curda, Elizabeth Yu, Gabriel Chung

    Trailer:
    MAY DECEMBER – Trailer OmU German | Deutsch
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    A film by Todd Haynes. In English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    20 years ago, the love affair of Gracie Atherton-Yu (Julianne Moore) and her hus­band Joe (Charles Melton), 23 years her juni­or, was the talk of the nati­on. Today, the two actors are still mar­ried and their twins are about to gra­dua­te from high school. When Hollywood wants to make a film of her life, Elizabeth Berry (Natalie Portman) arri­ves to rese­arch her role as Gracie. But soon the fami­ly idyll threa­tens to fall apart: Joe has never real­ly dealt with the scan­dal and the gos­sip – and the lon­ger Elizabeth and Gracie stu­dy each other, the more the simi­la­ri­ties and dif­fe­ren­ces bet­ween the two women begin to blur.

    Credits:

    US 2023, 113 Min., engl. OmU
    Regie: Todd Haynes
    Kamera: Christopher Blauvelt
    Schnitt: Affonso Gonçalves
    mit Natalie Portman, Julianne Moore, Charles Melton, Piper Curda, Elizabeth Yu, Gabriel Chung

    Trailer:
    MAY DECEMBER – Trailer OmU German | Deutsch
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  • Alle die Du bist

    Alle die Du bist

    Ein Film von Michael Fetter Nathansky. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Nadine (Aenne Schwarz) weiß was los ist: Kollegen haben sie geru­fen, da ihr Mann Paul (Carlo Ljubek) ein­mal mehr eine Panikattacke bekom­men hat und sich in der Fabrik ver­schanzt hat. Trotz der Warnungen der Kollegen geht Nadine zu ihm – und steht vor einem Rind! Liebevoll umarmt sie es und hat kurz dar­auf ein Kind im Arm. Beide Variationen von Paul, bzw. Versionen von Paul, so wie Nadine sie wahrnimmt.

    Doch inzwi­schen sieht sie Paul meist ein­fach „nur“ als Paul, ein Mann um die 30, so wie Nadine. Nach den omi­nö­sen sie­ben Jahren Beziehung hat sich bei dem Paar längst Routine ein­ge­stellt, zwei Kinder sind da, Leben und Arbeit gehen ihren all­zu gewohn­ten Gang. Dazu kommt, dass es in der Fabrik Probleme gibt, die Arbeitsplätze unsi­cher sind, Gehaltskürzungen nicht mehr rei­chen, Entlassungen dro­hen. Mit zuneh­men­der Verzweiflung, vor allem aber Traurigkeit, ver­sucht Nadine das Gefühl wie­der­auf­le­ben zu las­sen, wegen dem sie sich einst in Paul verliebte.

    Nicht nur als Rind und Kind, auch als älte­re Frau sieht man Paul bis­wei­len, aber nicht zu oft. Es genügt, dass Michael Fetter Nathansky die­se Idee zu Beginn andeu­tet, um zu ver­ste­hen wor­um es geht: Um den sub­jek­ti­ven Blick auf ande­re Menschen, der oft eine ande­re Dimension offen­bart, als sie ein Unbeteiligter, emo­tio­nal nicht invol­vier­ter haben wür­de. Man kennt die­ses Konzept etwa aus dem Film „Schwer ver­liebt“ von den Farrelly-Brüdern, in denen ein Mann nur die inne­re Schönheit von Frauen wahr­nahm, wäh­rend sie Äußerlich nicht den kon­ven­tio­nel­len Schönheitsidealen ent­spra­chen. Auch Birgit Möller spiel­te letz­tes Jahr in „Franky Five Star“ mit der Darstellung unter­schied­li­cher Persönlichkeiten, die unter­schied­li­che Aspekte ihrer Hauptfigur repräsentierten.

    So ein extre­mes Konzept funk­tio­niert dann am bes­ten, wenn es nicht Selbstzweck ist, son­dern nur Mittel, um einen Einblick in die Emotionen der Figuren zu bekom­men. Und das ist bei Michael Fetter Nathanskys „Alle die du bist“ der Fall, erst der zwei­te Film, den der 31jährige Regisseur gedreht hat. Und wie schon in sei­nem Debüt „Sag du es mir“, in dem er eine Geschichte aus drei ver­schie­de­nen Perspektiven erzähl­te, spielt Fetter Nathansky auch hier mit Erzählformen, die aber stets im Dienst der Figuren stehen.

    Immer wie­der schnei­det er zwi­schen der Gegenwart, in der die Beziehung zwi­schen Nadine und Paul an ihr Ende gekom­men zu sein scheint und der Vergangenheit, als das Paar sich ken­nen­lern­te, hin und her, mar­kiert durch einen leich­ten Wechsel des Bildformates. Der Beginn und das mög­li­che Ende der Beziehung ste­hen also neben­ein­an­der, der sich ver­än­dern­de Blick, mit dem Nadine Paul betrach­tet, wird so unmit­tel­bar deut­lich. Und ganz neben­bei wird in „Alle die du bist“ auch noch die Welt der Arbeiterklasse sicht­bar, wird eine Welt jen­seits der bür­ger­li­chen Existenz sicht­bar. Auch das ein Grund, war­um Michael Fetter Nathansky zu den inter­es­san­tes­ten jun­gen deut­schen Regisseuren zählt, die sich trau­en, inhalt­lich und sti­lis­tisch neue, unge­wöhn­li­che Wege zu gehen.

    Michael Meyns | programmkino.de

    Credits:

    DE/ES 2024, 108 Min., Deutsch mit eng­li­schen UT
    Regie: Michael Fetter Nathansky
    Kamera: Jan Mayntz
    Schnitt: Andrea Mertens
    mit Aenne Schwarz, Carlo Ljubek, Youness Aabbaz, Sara Fazilat, Naila Schuberth

    Trailer:
    ALLE DIE DU BIST (Trailer)
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    A film by Michael Fetter Nathansky. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Single mother Nadine lea­ves her home in Brandenburg at the age of 24 to take a job near Cologne in a fac­to­ry ser­ving the coal indus­try. There, she meets the impul­si­ve Paul who­se per­so­na­li­ty seems so mul­ti­face­ted to her that she lite­ral­ly sees him in many dif­fe­rent gui­ses. After a long time, she final­ly feels like hers­elf again. The two beco­me a cou­ple and a deep love deve­lo­ps bet­ween them. But, seven years later, her life is dif­fe­rent. Nadine’s job is threa­ten­ed by struc­tu­ral chan­ges in the indus­try and her view of Paul has also alte­red. She now only sees him in his “own” exter­nal form which is beco­ming incre­asing­ly ali­en to her. Although Paul is a devo­ted fami­ly man, Nadine’s love for him beg­ins to dis­in­te­gra­te. She deci­des to fight this fee­ling and to relo­ca­te the dif­fe­rent lay­ers of his being that she was once able to see. Set against the back­drop of one of the lar­gest open-cast mining are­as in Europe, Alle die Du bist is a social-rea­list and, at the same time, magi­cal love film. Aenne Schwarz and Carlo Ljubek vivid­ly embo­dy the cou­ple at the cent­re of this pas­sio­na­te, playful plea for the loving gaze.

    Credits:

    DE/ES 2024, 108 Min., Deutsch mit eng­li­schen UT
    Regie: Michael Fetter Nathansky
    Kamera: Jan Mayntz
    Schnitt: Andrea Mertens
    mit Aenne Schwarz, Carlo Ljubek, Youness Aabbaz, Sara Fazilat, Naila Schuberth

    Trailer:
    ALLE DIE DU BIST (Trailer)
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  • Showing up

    Showing up

    Ein Film von Kelly Reichardt.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Der aktu­el­le Film von Kelly Reichardt kommt nun end­lich ins fsk!

    „Filme über Künstler*innen befas­sen sich nur sel­ten mit dem, was die­se in ihrem Alltag tun – oder pro­kras­ti­nie­rend nicht tun. Gerade des­halb ist Kelly Reichardts SHOWING UP eine sol­che Offenbarung – und als Wende im Schaffen die­ser Autorin und Regisseurin ein aus­ge­spro­che­nes Vergnügen. Ein Hauch von Humor fin­det sich oft in Reichardts Filmen, aber die­ser hier ist durch und durch eine Komödie – wenn auch cha­rak­te­ris­ti­scher­wei­se eine phi­losophische, ent­spann­te, melan­cho­li­sche. In Portland, Oregon – einer Bastion der US-Gegenkultur –, berei­tet die Bildhauerin Lizzy ihre Soloausstellung vor. Dabei lässt sie sich von den Widrigkeiten des Lebens ablen­ken: von ihrem psy­chisch kran­ken Bruder, ihrem schrul­li­gen Vater, einer ego­is­tisch-nach­läs­si­gen Vermieterin und Künstlerkollegin sowie einer ver­letz­ten Taube. In der Rolle der wort­kar­gen Lizzy zeigt Reichardts Stammschauspielerin Michelle Williams eine ganz neue komi­sche Seite ihres Talents.“ (Jonathan Romney)

    In ihrer bereits vier­ten Zusammenarbeit gelingt Reichardt und ihrer wun­der­ba­ren Hauptdarstellerin Michelle Williams das bemer­kens­wert detail­lier­te Porträt einer Künstlerin im künstlerverliebten Portland. Mit bezau­bern­der Leichtigkeit erle­ben wir die Bildhauerin Lizzy in den letz­ten Wochen vor ihrer gro­ßen Galerieausstellung, der noch jede Menge Feinschliff fehlt. Das Chaos des Alltags, die Anforderungen des Brotjobs und die Nöte des Umfelds machen es nicht gera­de leich­ter … Es ist vor allem der lei­se Humor, abseits gängiger Künstler:innen-Klischees oder sati­ri­scher Überzeichnung, der SHOWING UP zum so amüsanten wie gro­ßen Kino macht. (Nada Torucar)

    Credits:

    US 2022 | 108 Min., engl. OmU
    Regie & Schnitt: Kelly Reichardt
    Kamera: Christopher Blauvelt
    mit: Michelle Williams, Hong Chau, Judd Hirsch, André Benjamin, Heather Lawless, Amanda Plummer

    Trailer:
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    A film by Kelly Reichardt.In English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Films about artists and the art life rare­ly grapp­le with the ever­y­day busi­ness of what artists do – or, in their pro­cras­ti­na­ti­on, don’t do. That’s why Kelly Reichardt’s SHOWING UP is such a reve­la­ti­on – and, as a wry depar­tu­re in this writer-director’s care­er, such an out­right plea­su­re.
    Reichardt’s films have often been touch­ed with humour, but here she has made an out-and-out come­dy – alt­hough cha­rac­te­risti­cal­ly, a phi­lo­so­phi­cal, laid­back, melan­cho­lic one. It’s set in Portland, Oregon – an endu­ring bas­ti­on of US coun­ter­cul­tu­re – whe­re strugg­ling sculp­tor Lizzy (Michelle Williams) is plan­ning her own show. Committed though she is, she is easi­ly dis­trac­ted by life’s incon­ve­ni­en­ces: her trou­bled brot­her (John Magaro); her cran­ky father (Judd Hirsch) and his freel­oa­ding house guests (a deli­cious comic turn by Amanda Plummer and Matt Malloy); an ego­tis­ti­cal, negli­gent land­la­dy and fel­low artist (Hong Chau); and a pige­on which enters Lizzy’s life at the worst pos­si­ble moment. As taci­turn, tight-wound Lizzy, Reichardt regu­lar Williams shows a who­le new dead­pan comic side to her talent, as the director’s focus on the ordi­na­ry and the uneventful opens up a rich vein of comic nuan­ce and even, at times, joy­ous far­ce. (Jonathan Romney)

    Credits:

    US 2022 | 108 Min., engl. OmU
    Regie & Schnitt: Kelly Reichardt
    Kamera: Christopher Blauvelt
    mit: Michelle Williams, Hong Chau, Judd Hirsch, André Benjamin, Heather Lawless, Amanda Plummer

    Trailer:
    Showing Up | Official Trailer HD | A24
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  • Das leere Grab

    Das leere Grab

    Ein Film von Agnes Lisa Wegner & Cece Mlay.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Songea, Tansania. John Mbano ist fest ent­schlos­sen, die Gebeine sei­nes Urgroßvaters Songea Mbano zu fin­den, der von der deut­schen Kolonialarmee ermor­det wur­de. Seine Familie hat über Generationen hin­weg an einem geplün­der­ten Grab getrau­ert, denn Songea Mbanos Schädel wur­de damals zu ras­sis­ti­schen Forschungszwecken nach Deutschland gebracht. John und sei­ne Frau tre­ten eine Reise an, die ihr Leben ver­än­dert. Mit gro­ßer Zielstrebigkeit begin­nen sie ihre Nachforschungen und fah­ren schließ­lich nach Berlin, um dort nach den Knochen ihres Vorfahren zu suchen. Hier begeg­nen sie einer Gruppe von Aktivist*innen, die dafür kämp­fen, Leugnung und Versäumnisse in der Aufarbeitung der deut­schen Kolonialgeschichte sicht­bar zu machen.

    „Unser Film … gibt dem Publikum die Möglichkeit, etwas zu erfah­ren, was viel zu lan­ge unter den Teppich gekehrt wur­de. Und er stellt ent­schei­den­de Fragen: Wie lebt eine Familie, eine Community mit einem inter­ge­ne­ra­tio­nel­len Trauma? Wer ist ver­ant­wort­lich für die tat­säch­li­che Restitution der Ahnen? Welche Rolle spie­len Familien und Communities in die­sem Prozess? Wer hat die Geduld, die Beharrlichkeit, nach den jewei­li­gen Vorfahren zu suchen, und wie wird das finan­ziert? Und wor­auf alles hin­aus­läuft: Wie wol­len wir mit­ein­an­der leben?” Agnes Lisa Wegner & Cece Mlay

    Filmgespräch am 27.5. mit dem Aktivisten und Protagonisten Konradin Kunze

    Credits:

    DE/TZ 2023, 97 Min., Suaheli, Deutsch und Englisch OmU
    Regie: Agnes Lisa Wegner, Cece Mlay
    Kamera: Marcus Winterbauer
    Schnitt: Donni Schoenemond

    Trailer:
    DAS LEERE GRAB Trailer [HD]
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    A film by Agnes Lisa Wegner & Cece Mlay. In Swahili, German and English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Songea, Tanzania. John Mbano is on a mis­si­on to find the human remains of his gre­at-grand­fa­ther, Songea Mbano, who was exe­cu­ted by the German colo­ni­al army. The family’s mour­ning has been pas­sed down through the gene­ra­ti­ons at Songea’s gra­ve in which his head never found a res­t­ing place. Instead, it was ship­ped to Germany for racist rese­arch. John and his wife Cesilia embark on a life-chan­ging jour­ney. Buoyed by their resi­li­ence as they rese­arch, they final­ly deci­de to tra­vel to Berlin to find the remains of John’s ances­tor. There, they encoun­ter acti­vists who­se voices are fight­ing Germany’s cul­tu­re of deni­al. Along with them, the Mbanos con­front tho­se in power with their need to bring their ances­tor home. What fol­lows is a rol­ler­co­as­ter ride of new hopes and fami­li­ar dis­ap­point­ments. Even the his­to­ric visit of the German Federal President to John’s home­town fails to bring the bel­oved ances­tor back home. The family’s search con­ti­nues.
    Das lee­re Grab offers a per­so­nal per­spec­ti­ve: behind the glo­bal deba­te about the return of ances­tral remains, we find real peo­p­le. People vio­la­ted by a colo­ni­al past and its after­math to this day. Their strugg­le paves a way to a future disen­tan­gled from a pain­ful past.

    Credits:

    DE/TZ 2023, 97 Min., Suaheli, Deutsch und Englisch OmU
    Regie: Agnes Lisa Wegner, Cece Mlay
    Kamera: Marcus Winterbauer
    Schnitt: Donni Schoenemond

    Trailer:
    DAS LEERE GRAB Trailer [HD]
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  • Ein Traum von Revolution

    Ein Traum von Revolution

    Ein Film von Petra Hoffmann. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Vor 45 Jahren, mit dem Sieg der Revolution in Nicaragua, beginnt eine Ära der Hoffnung. Eine jun­ge Generation über­nimmt die Regierung mit dem ehr­gei­zi­gen Ziel, eine gerech­te­re und sozia­le­re Gesellschaft aufzubauen.

    Allein aus Westdeutschland rei­sen in den 80er Jahren 15.000 „BrigadistInnen“ zum Wiederaufbau des aus­ge­blu­te­ten Landes nach Nicaragua: Liberale, Grüne, GewerkschafterInnen, SozialdemokratInnen, Linke und Kirchenvertreter ern­ten Kaffee und Baumwolle, bau­en Schulen, Kindergärten und Krankenstationen. Keine Bewegung hat so vie­le Menschen mobi­li­siert. Auch die Regisseurin Petra Hoffmann ist mit dabei. 45 Jahre nach dem Sieg der Revolution fragt sie nach, was aus den Wünschen und Träumen der RevolutionärInnen und ihrer UnterstützerInnen gewor­den ist.

    Credits:

    DE 2024, 95 Min., spa­ni­sche OmeU
    Regie & Schnitt: Petra Hoffmann
    Kamera: Börres Weiffenbach, Patrick Waldmann
    Schnitt: Rafael Maier, BFS

    Trailer:
    Ein Traum von Revolution (Teaser HD)
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    A film by Petra Hoffmann. Film with QnA on Tuesday April 23rd 17:30 in Spanish with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    On July 19, 1979, the Sandinista People’s Revolution in Nicaragua over­th­rew the bru­tal dic­ta­tor Somoza and made the world dream.

    The con­s­truc­tion of a new, more social and just socie­ty “bet­ween the blocks” see­med pos­si­ble. Tens of thou­sands from all over the world tra­vel to the small Central American coun­try to sup­port the young govern­ment and rebuild the plun­de­red country.

    From what was then West Germany alo­ne, over 15,000 sup­port­ers made their way to the small Central American coun­try. In inter­na­tio­nal bri­ga­des, they har­ve­s­ted cof­fee and cot­ton, built schools, kin­der­gar­tens and health cen­ters to rebuild the maltrea­ted coun­try. The purcha­se of “Nica cof­fee” beco­mes a sym­bol of inter­na­tio­nal soli­da­ri­ty with the country.

    The Contra, which is sup­port­ed by Somoza sup­port­ers and the USA, attempts to over­throw the revo­lu­ti­on and res­to­re the old balan­ce of power.

    The civil war cos­ts the lives of 50,000 Nicarguans and German “recon­s­truc­tion hel­pers” are also kid­nap­ped and kil­led by the Contra in the 1980s.

    And then the unbe­lie­va­ble hap­pens: in April 2018, stu­dents pro­tes­ted against the for­mer revo­lu­tio­na­ry hero and cur­rent pre­si­dent Daniel Ortega. Over 400 peo­p­le were shot dead by para­mi­li­ta­ries. The coun­try sinks into a blood­bath. Ortega’s inter­na­tio­nal sup­port­ers are also incre­asing­ly being tar­ge­ted. They have been coll­ec­ting money for pro­jects in Nicaragua for 45 years. Today, they fear for their lives and are fle­e­ing the coun­try. Those who remain no lon­ger dare to rai­se their voices against the for­mer revo­lu­tio­na­ry hero.

    Credits:

    DE 2024, 95 Min., spa­ni­sche OmeU
    Regie & Schnitt: Petra Hoffmann
    Kamera: Börres Weiffenbach, Patrick Waldmann
    Schnitt: Rafael Maier, BFS

    Trailer:
    Ein Traum von Revolution (Teaser HD)
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  • Robot Dreams

    Robot Dreams

    Ein Film von Pablo Berger.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Dog ist ein­sam. Nach den all­abend­li­chen Cheese-Maccharoni sitzt er allein vor dem Fernseher und switcht sich durch die Kanäle, nur die neu­gie­ri­gen Tauben schau­en von außen herein.

    Doch plötz­lich gibt ein Reklame-Spot Hoffnung. Ein Roboter-Freund als do-it-yours­elf-Bausatz wird Freude und Spaß in Dog’s Leben brin­gen. Wir befin­den uns im som­mer­li­chen New York der 80er, und in den Straßen und Parks tobt das Leben, in das Dog und Robot fort­an ein­tau­chen. Rollschuhfahren, Breakdance, auch Punk-Posen lernt Robot schnell, und Dog ist an sei­ner Seite ein durch und durch glück­li­cher Hund. Aber der Ausflug nach Coney Island mit aus­gie­bi­gem Badespaß bekommt dem Blech-Kumpanen nicht, er ros­tet rapi­de. Um ihm zu hel­fen, muss Dog ihn allei­ne los, und kann nicht zurück. Eine sehn­suchts­vol­le lan­ge und trau­ri­ge Zeit für die bei­den Freunde beginnt – kön­nen sie wie­der zusam­men­kom­men, wer­den sie sich wiederfinden?

    „… allein auf­grund des Cartoon-Looks mit sei­nen knal­li­gen Farben, kla­ren Formen, detail­lier­ten Hintergründen und rund­um gelun­ge­nen Figurendesigns kommt man nicht drum­her­um, sich in die­sen Film zu ver­lie­ben. Robot Dreams ist ein klei­ner, aber sehr fei­ner Zeichentrickstreifen mit tol­lem Stil, gro­ßem Mut zum stil­len Erzählen und dem Herz am rech­ten Fleck.“ Christian Neffe | kino-zeit

    Die schein­bar sim­pel daher­kom­men­den Zeichnungen kön­nen dazu ver­lei­ten, ROBOT DREAMS als Kinderfilm ein­zu­schät­zen. Doch all‘ die aus­ge­ar­bei­te­ten Details, die Filmzitate, das dra­ma­ti­sche Potenzial und die Handarbeit – die 150.000 ein­zel­nen Bilder wur­de von 60 Leuten in über x Jahren lie­be­voll ein­zeln gezeich­net, begeis­tert auch alle Ü10. Man braucht also kein Alibikind, um zu kom­men. Viele Herzen hat der dia­log­lo­se Film schon erwär­men kön­nen. Ausgestattet mit dem Grand Prix beim Animationsfestival in Annecy bekam er den gro­ßen GOYA, den Europäischen Filmpreis und wur­de OSCAR-nominiert.

    „Mit sei­ner lie­be­voll ent­wor­fe­nen, bis ins kleins­te Detail ein­falls­reich ange­räum­ten, gemal­ten Welt stellt Robot Dreams ein glän­zen­des Exempel jener hohen Kunst dar, aus dem frei flot­tie­ren­den Garn der Fantasie Gedanken und Gefühle wie Gold zu spin­nen.“ epd-Film | Alexandra Seitz

    Nach der Graphic Novel „Robo und Hund“ von Sara Varon.

    Credits:

    ES/FR 2023 | 102 Min., ohne Dialog
    Regie: Pablo Berger
    Schnitt: Fernando Franco

    Trailer:
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    A film by Pablo Berger. No dialogue.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Dog orders a robot online to keep him com­pa­ny. The two beco­me best fri­ends. Pablo Berger’s (Fresh Blood win­ner 2012 for BLANCANIEVES) quir­ky ani­ma­ti­on film about the tou­ch­ing sto­ry of a fri­end­ship bet­ween Dog and his robot bud­dy, is an ode to old New York and recalls Stephen Spielberg’s A.I. It stuns us with a colorful and with much love for details visi­on that is enchan­ting in style and content.

    Credits:

    ES/FR 2023 | 102 Min., ohne Dialog
    Regie: Pablo Berger
    Schnitt: Fernando Franco

    Trailer:
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  • Die Vision der Claudia Andujar

    Die Vision der Claudia Andujar

    Ein Film von Heidi Specogna. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Claudia Andujar hat­te sich als Fotoreporterin in New York schon einen Namen gemacht, als sie 1960 begann, sich für die indi­ge­ne Bevölkerungsgruppen des bra­si­lia­ni­schen Amazonasgebiets zu inter­es­sie­ren. Die bedroh­te Lebenswelt der Yanomami nahm in Engagement und Arbeit der renom­mier­ten Fotografin ab da gro­ßen Raum ein. Nachdem sie zwei Jahre ohne Kontakt zur Außenwelt bei und mit ihnen gelebt hat­te und die Menschen ihr ver­trau­ten, begann sie ihre foto­gra­fi­sche Dokumentation. Die war mehr als Selbstzweck. Sie half, Gesundheitsakten für eine (über)lebenswichtige Impfung gegen von Weißen ein­ge­schlepp­te Krankheiten zu erstel­len. Die Bilder soll­ten auch zei­gen und auf­klä­ren, welch‘ unge­heu­res Unrecht dort im Namen des Profits und Fortschritts geschieht.

    Der Film mischt nicht nur geschickt die leben­di­gen Erzählungen der Protagonistin mit ihren Fotos und ihrer eige­nen, eben­falls trau­ma­ti­schen Geschichte, son­dern schlägt im letz­ten Teil auch noch die Brücke zur Gegenwart. Der Blick rich­tet sich auf die jun­ge Generation der Yanomami und ihren immer noch erfor­der­li­chen Kampf gegen die Zerstörung ihrer Heimat, gegen Folgen von Abholzung und die Vergiftung der Flüsse mit Quecksilber. Und sie führt ihn eben­falls mit bild­ge­ben­den Medien, mit Fotos und Filmen für die Öffentlichkeit.

    „Der Film macht deut­lich, was Claudia Andujars Fotografien so bedeut­sam macht. Es ist nicht der eth­no­gra­fi­sche Blick auf das Fremde, son­dern die Perspektive einer Frau auf Menschen, die ihr selbst einen Sinn im Leben gege­ben haben. Ihre Fotos sind wert­schät­zend; sie urtei­len nicht.” Thomas Klein | Filmdienst

    Ein Großteil der Fotografien von Claudia Andujar ist im Museum of Contemporary Art Inhotim aus­ge­stellt. In den Hamburger Deichtorhallen sind ihre Werke bis zum 11. August zu sehen.

    Credits:

    DE/CH 2024, 88 Min., por­tu­gie­sisch, fran­zö­si­sche OmU
    Regie: Heidi Specogna
    Kamera: Johann Feindt
    Schnitt: Kaya Inan

    Trailer:
    Die Vision der Claudia Andujar [Offizieller Trailer DEUTSCH HD] – Ab 9. Mai im Kino
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    A film by Heidi Specogna. In Portugese and French with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Claudia Andujar’s life has been shaped by num­e­rous dra­ma­tic events. From her escape from the Holocaust to her work in Brazil, whe­re she found her life’s mis­si­on: the pro­tec­tion of the Yanomami peo­p­le in the Amazon regi­on. In her docu­men­ta­ry „The Vision of Claudia Andujar”, German Film Award win­ner Heidi Specogna unfolds a mul­ti-face­ted por­trait of the renow­ned artist. Following in the foot­s­teps of her poli­ti­cal and poe­tic pho­to­graphs, we tra­vel to the high­ly end­an­ge­red rain­fo­rest regi­on – and dis­co­ver Andujar’s legacy.

    The moving docu­men­ta­ry „The Vision of Claudia Andujar” covers the life and work of renow­ned pho­to­grapher, huma­nist and acti­vist Claudia Andujar. Since the 1950s, she has been pas­sio­na­te­ly com­mit­ted to the rights and pro­tec­tion of the indi­ge­nous Amazonian peo­p­les. With award-win­ning pho­to­graphs and a lifel­ong com­mit­ment, she fights against the bru­tal actions of gold dig­gers, militi­as, tim­ber com­pa­nies, catt­le ran­chers and their explo­ita­ti­on. Heidi Specogna’s film del­ves into Andujar’s life sto­ry, which is also shaped by her flight from the Holocaust and final­ly led her to her new home in Brazil. The film team visits the Amazon regi­on, which is now more threa­ten­ed than ever, and the Yanomami peo­p­le living the­re, to who­se pro­tec­tion Claudia Andujar has dedi­ca­ted her life. There we meet a young gene­ra­ti­on of indi­ge­nous peo­p­le who are informing the public about the acu­te thre­at to their habi­tat with films they have made them­sel­ves: Their docu­men­ta­ries report on the devas­ta­ting effects of slash-and-burn agri­cul­tu­re, loo­ting and envi­ron­men­tal des­truc­tion in the Amazon regi­on – and at the same time docu­ment the rich tra­di­ti­ons and uni­que habi­tat of their people.

    »The open, undis­gu­i­sed gaze of the peo­p­le in the came­ra touch­ed me and arou­sed my curio­si­ty about Claudia Andujar.« Heidi Specogna

    Credits:

    DE/CH 2024, 88 Min., por­tu­gie­sisch, fran­zö­si­sche OmU
    Regie: Heidi Specogna
    Kamera: Johann Feindt
    Schnitt: Kaya Inan

    Trailer:
    Die Vision der Claudia Andujar [Offizieller Trailer DEUTSCH HD] – Ab 9. Mai im Kino
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  • Eureka

    Eureka

    Ein Film von Lisandro Alonso. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Lisandro Alsonsos Film EUREKA ist ein mal bedrü­cken­des, mal berü­cken­des Werk in drei Teilen, lose ver­bun­den durch die Themen der Landnahme und der Dezimierung indi­ge­ner Lebensräume. Der ers­te Teil spielt in Mexiko, im spä­ten 19. Jahrhundert. Der Revolverheld Murphy (Viggo Mortensen) ist auf der Suche nach sei­ner Tochter. Doch gibt sich EUREKA kei­ner Heldenreise hin, son­dern nutzt sie bloß als Bewegungsrichtung durch einen nichts­sa­gen­den Ort, getränkt in Alkoholismus und bei­läu­fi­ge Morde. Sobald der Film in der Konfrontation von Murphy mit sei­ner Tochter ins Melodramatische abdrif­tet, schal­tet Lisandro um: in das Pine Ridge-Reservat in South Dakota im Jahre 2019, wo sich die Polizistin Alaina (Alaina Clifford) auf ihre Schicht vor­be­rei­tet. Der ers­te Teil läuft dabei noch im Fernsehen im Hintergrund, und mit ihm die Ideologie des wil­den Westens mit sei­nen wei­ßen Heroen. Während Alainas zuneh­mend erschöp­fen­der nächt­li­cher Schicht sehen wir die Auswirkungen die­ser Ideologie, näm­lich die Verdrängung und Prekarisierung der über­le­ben­den indi­ge­nen Bevölkerung in von Drogen und Verwahrlosung geplag­te Reservate. Der drit­te Teil reist nach Brasilien ins Jahr 1975, zur Zeit der Ölkrise und des Goldrauschs, der die bis heu­te anhal­ten­de Vertreibung und Ermordung indi­ge­ner Menschen im Amazonasgebiet zur Folge hat­te.
    Um nar­ra­ti­ve Konventionen küm­mert sich Lisandro Alonso wenig. Wer sich jedoch auf sei­nen asso­zia­ti­ven Erzählstil ein­lässt, wird mit einem Film belohnt, der neben Elend auch viel Schönheit fin­det. Gerade im drit­ten Teil wei­tet sich der Blick, die mensch­li­chen Akteur*innen ste­hen nicht mehr im Fokus, son­dern wer­den ein­ge­bet­tet in eine spru­deln­de, sin­gen­de, rau­schen­de Umwelt. Hier ent­ste­hen Momente des Einklangs, der Utopie, auch wenn sie dem Zyklus aus Gier und Gewalt nicht lan­ge standhalten.

    Yorick Berta | indiekino

    Credits:

    AR/DE/FR/MX/PT 2023, 146 Min., cha­ti­no, eng­lisch, lako­ta, por­tu­gie­sisch OmU
    Regie: Lisandro Alonso
    Kamera: Timo Salminen, Mauro Herce
    Schnitt: Gonzalo Del Val

    Mit: Alaina Clifford, Sadie Lapointe, Viggo Mortensen, Chiara Mastroianni, Adanilo Costa, Rafi Pitts,

    Trailer:
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    A film by Lisandro Alonso. In Chatino, English, Lakota, Portuguese with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Alaina is tired of the drea­ry tasks that come with her job as a poli­ce offi­cer on the Pine Ridge Reservation in South Dakota, and deci­des to stop ans­we­ring her radio. Her nie­ce spends a long night wai­ting for her to no avail, then deci­des that she, too, wants to dis­ap­pear. A magic poti­on made by her grand­fa­ther will allow her to tra­vel through space and time. EUREKA beg­ins as a wes­tern in black and white, with Viggo Mortensen in the role of a cow­boy, and turns into a cine­ma­tic flight to the indi­ge­nous peo­p­les of the Americas, from the United States to Mexico to the Amazon jungle.

    Credits:

    AR/DE/FR/MX/PT 2023, 146 Min., cha­ti­no, eng­lisch, lako­ta, por­tu­gie­sisch OmU
    Regie: Lisandro Alonso
    Kamera: Timo Salminen, Mauro Herce
    Schnitt: Gonzalo Del Val

    Mit: Alaina Clifford, Sadie Lapointe, Viggo Mortensen, Chiara Mastroianni, Adanilo Costa, Rafi Pitts,

    Trailer:
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  • Vom Ende eines Zeitalters …

    Vom Ende eines Zeitalters …

    Ein Film von Christoph Hübner und Gabriele Voss.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Was war? Was bleibt? Was kommt?

    Alle reden vom Klimawandel. Und dass sich etwas ändern muss. Im Ruhrgebiet geht das Zeitalter der Kohle zu Ende. Schon lan­ge und lang­sam, als letz­te Zeche schließt die Zeche Prosper/Haniel in Bottrop.

    Die Geschichte des Ruhrgebiets ist seit 150 Jahren eine Migrationsgeschichte, in deren Kern immer die Frage stand, wie kön­nen wir zusam­men­ar­bei­ten und leben. Die all­täg­li­che Beantwortung die­ser Frage stif­te­te den Menschen damals ihre Identität. Heute fehlt der gemein­sa­me Arbeitgeber.

    Sind die Bewohner*innen des Ruhrgebiets auf der Suche nach einer neu­en Identität? Helfen die Industriedenkmäler und Museumsstücke, die auf den ehe­ma­li­gen Abraumhalten aus­ge­stellt wer­den? Die weit­hin leuch­ten­den Kulturfestivals?

    Während man in den 60er Jahren in den Zechen-Siedlungen noch stolz gesagt hat: Wir hel­fen uns selbst und haben durch Vereine und Brauchtum die Möglichkeit gemein­sam zu gestal­ten, war­tet man heu­te auf die Politik, oder wen­det sich ent­täuscht ab, weil zu wenig geschieht.

    Die Filmschaffenden Christoph Hübner und Gabriele Voss haben über 40 Jahre die Veränderungen im Ruhrgebiet beob­ach­tet und die­je­ni­gen beglei­tet, deren Leben und Arbeit davon geprägt war. Ein Spagat zwi­schen all­ge­mei­ner Entwicklung und Einzelschicksalen von Menschen. Dabei wird deut­lich: Strukturwandel bedeu­tet nicht nur, dass Zechen schlie­ßen und Landschaften rekul­ti­viert wer­den müs­sen. Auch der sozia­le Zusammenhalt der Menschen muss sich neu defi­nie­ren. Ein Filmprojekt, das aus der Zeit fällt – und doch von ihr erzählt. Ein Film, in dem das Ende noch nicht zu Ende ist und die Zukunft schon begon­nen hat.

    Credits:

    DE 2023, 155 Min., Deutsch
    Regie: Christoph Hübner und Gabriele Voss
    Kamera: Christoph Hübner
    Schnitt: Gabriele Voss

    Trailer:
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    A film by Christoph Hübner and Gabriele Voss. In German.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    A film about the end of the coal mining era in the Ruhrgebiet area.

    Credits:

    DE 2023, 155 Min., Deutsch
    Regie: Christoph Hübner und Gabriele Voss
    Kamera: Christoph Hübner
    Schnitt: Gabriele Voss

    Trailer:
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