Hallelujah: Leonard Cohen, a Journey, a Song

Ein Film von Daniel Geller und Dayna Goldfine. 

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

Neulich beim Aqua-Fitness gab es zur Unterstützung des Takthaltens eine beson­ders scheuß­li­che Disko-Techno-Version, ges­tern auf der Strandpromenade an der Ostsee eine ver­hal­te­ne mit Solo-Trompete: HALLELUJA ist über­all. Kaum eine Hochzeit, Beerdigung, Casting-Show, Straßenmusikerin kommt mehr ohne eine – text­lich ger­ne ent­schärf­te – Version aus, und Musikerinnen, die was auf sich hal­ten, rei­chern ihre Auftritte damit an, eben­so myria­den TV-Sendungen, Serien, Shows und Filme. Was ist mit die­sem Song, der offen­sicht­lich die meis­ten Menschen rund um den Globus zu rüh­ren ver­mag? Der Film erzählt die Geschichte des Liedes, das Leonard Cohen beim Schreiben über Jahre auf meta­phy­si­scher Suche Strophe auf Strophe, die genaue Anzahl bleibt im Dunkeln, ver­län­ger­te. Die Annäherung an den Poeten und Sänger über ein ein­zi­ges Lied, viel­leicht sein, so legt der Film nahe, wich­tigs­tes, ist hier sehr schlüs­sig, aber nicht das ein­zig Interessante. Von Menschen, die dem Musiker nahe stan­den und mit der Entstehung oder dem Song all­ge­mein zu tun hat­ten, hören wir von der unglaub­li­chen Veröffentlichungsgeschichte, wie der Song trotz­dem in die Welt kam und von wem. Dazu gibt es eini­ge klu­ge Kommentare und Überlegungen zum Musikgeschäft all­ge­mein und dar­über hin­aus. Meine Lieblings-Interpretation von HALLELUJA ist übri­gens nach wie vor die von John Cale von 1991, trotz eini­ger hüb­scher unter den Aufnahmen, die im Netz zu fin­den sind.
„Kann man das Genie eines so viel­sei­ti­gen Dichters, über des­sen Leben es knapp 20 Filme gibt, auf einen Song kon­zen­trie­ren? Die erstaun­li­che Antwort gibt die­ser Film, der es schafft, die wich­tigs­ten bio­gra­fi­schen Wendepunkte zu erwäh­nen und doch im Kern nur die Geschichte von »Hallelujah« zu erzäh­len. Dabei ist es erstaun­lich, …, wie wech­sel­voll Cohens Beziehung zu sei­nem eige­nen Lied war und wie er sich am Ende damit ret­te­te.“ epd-film

Credits:

USA 2021 116 MIn., engl. OmU
Regie & Buch: Daniel Geller, Dayna Goldfine
Kamera: Dan Geller
Schnitt: Dayna Goldfine, Bill Weber, Dan Geller

Trailer:
nach oben

A film by Daniel Geller and Dayna Goldfine. In English with German subtitles.

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

When Leonard Cohen retur­ned after a five-year hia­tus with the 1984 album “Various Positions”, Columbia Records boss Walter Yetnikoff did not even want to release it. A foo­lish mis­judgment when you con­sider that it con­tai­ned one of Cohen’s most per­so­nal and influ­en­ti­al songs in the form of “Hallelujah”. The LP’s small initi­al run was one of the reasons why the song is not always attri­bu­ted to Cohen, but rather to Jeff Buckley, based on his sen­si­ti­ve cover.
The docu­men­ta­ry beg­ins as a bio­gra­phi­cal search for clues that uses a sin­gle song to out­line the Canadian poet and singer’s lifel­ong search for tran­s­cen­dence. “Hallelujah” is the right choice for this, becau­se Cohen used the song not only to explo­re his rela­ti­onship to his Jewish roots, but also to allude to eph­emeral lon­gings. He also rew­ro­te it seve­ral times, adding ver­ses about past love affairs and sexu­al reve­la­ti­ons. However, no song and no cul­tu­ral expres­si­on can escape inter­pre­ta­ti­on.
In the second part of the film, Geller and Goldfine explain how the song chan­ged in stran­ge ways as more and more per­for­mers cover­ed it – John Cale and Rufus Wainwright (for SHREK) are just two of them. Once a hymn to the incom­pa­ti­bi­li­ty of search and ful­fill­ment, the song was reli­gious­ly sim­pli­fied, flat­ten­ed, and beca­me a wed­ding hit. (Dominik Kamalzadeh)

Credits:

USA 2021 116 MIn., engl. OmU
Regie & Buch: Daniel Geller, Dayna Goldfine
Kamera: Dan Geller
Schnitt: Dayna Goldfine, Bill Weber, Dan Geller

Trailer:
nach oben