Archiv: Termine

  • [:de]Sad Jokes[:]

    [:de]Sad Jokes[:]

    [:de]

    Ein Film von Fabian Stumm.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ein jun­ger Filmemacher, der sich von der eige­nen Biografie und Lebensgeschichte inspi­rie­ren lässt? Was nach einem alten Hut klingt, wird bei Fabian Stumm zu etwas sehr Besonderen….
    Sein neu­er Film Sad Jokes etwa ist eine direk­te Reaktion auf das Debüt Knochen und Namen, was dazu führt, dass im Zweitling nun ein Regisseur namens Joseph zwi­schen Uraufführung und Kinostart sei­nes ers­ten Films schon an den Ideen für den nächs­ten feilt. Derweil zeigt sich, dass er über die schon eine Weile zurück­lie­gen­de Trennung vom Ex doch noch nicht so wirk­lich hin­weg ist, wäh­rend das Kümmern um den klei­nen Sohn dadurch erschwert wird, dass des­sen Mutter und Josephs bes­te Freundin Sonya mit schwe­ren Depressionen kämpft.
    Die trau­ri­gen Witze, die Stumms fan­tas­ti­schem Film sei­nen Namen geben, sind hier Programm. Sad Jokes ver­eint Humor und Tragik mit einer Leichtigkeit, die hier­zu­lan­de eher sel­ten gelingt. … Wobei Stumm, der oben­drein auch noch ein Händchen für Slapstick hat, letz­te­re so echt, glaub­wür­dig und wit­zig schreibt wie lan­ge nie­mand mehr im deut­schen Kino.
    Zum Ereignis wird sein Film aber auch, weil er sei­nen Schauspielenden (dar­un­ter Marie-Lou Sellem, Godehard Giese, Knut Berger oder Anneke Kim Sarnau) mit oft nur einer ein­zi­gen Szene eine wun­der­ba­re Bühne zum Glänzen bie­tet. Und weil es nicht nur ein berüh­ren­der Film über Erwachsenen-Alltag und Kunstschaffen ist, son­dern neben­bei auch mit gro­ßer Selbstverständlichkeit wich­ti­ge Themen wie que­e­re Elternschaft oder psy­chi­sche Gesundheit ver­han­delt … ohne je über­frach­tet zu wir­ken.
    Patrick Heidmann | indie­ki­no
    INDIEKINO: In der Eingangssequenz Ihres neu­en Films erzäh­len ver­schie­de­ne Menschen vor der Kamera Witze. Welcher gefällt Ihnen per­sön­lich am bes­ten?
    Fabian Stumm: Ich kann mich schwer ent­schei­den. Ich glau­be, der mit dem Oktopus, obwohl er sehr lang ist. Die Frau, die ihn erzählt, ist mei­ne Mutter. Sie ist die Komikerin in unse­rer Familie. Aber sie ver­tut sich, wie man sieht, ger­ne mal in der Pointe.

    Credits:

    DE 2024, 96 Min., in deutsch mit eng­li­schen Untertiteln
    Regie: Fabian Stumm
    Kamera: Michael Bennett

    Schnitt: Kaspar Panizza
    mit Fabian Stumm, Haley Louise Jones, Justus Meyer, Ulrica Flach, Jonas Dassler, Godehard Giese, Marie-Lou Sellem

    Trailer:
    SAD JOKES Trailer Deutsch | German [HD]
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    [:en]

    A film by Fabian Stumm. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Joseph and Sonya share an inti­ma­te fri­end­ship and their young son, whom they’re rai­sing tog­e­ther. While Joseph, a film direc­tor, is dou­bly preoc­cu­p­ied with a new idea for a film and with the after­math of a pre­vious rela­ti­onship, Sonya suf­fers from depres­si­on. When she is hos­pi­ta­li­zed, Joseph must jugg­le both his ever­y­day com­mit­ments and his artis­tic ambitions.

    Credits:

    DE 2024, 96 Min., deutsch-eng­lisch-schwe­disch-ita­lie­ni­sche Originalfassung, teil­wei­se mit deut­schen Untertiteln
    Regie: Fabian Stumm
    Kamera: Michael Bennett

    Schnitt: Kaspar Panizza
    mit Fabian Stumm, Haley Louise Jones, Justus Meyer, Ulrica Flach, Jonas Dassler, Godehard Giese, Marie-Lou Sellem

    Trailer:
    SAD JOKES Trailer Deutsch | German [HD]
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    [:]
  • [:de]Favoriten[:]

    [:de]Favoriten[:]

    [:de]

    Ein Film von Ruth Beckermann. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Über drei Jahre beglei­tet die Filmemacherin Ruth Beckermann eine Klasse im Alter von sie­ben bis zehn Jahren und ihre enga­gier­te Lehrerin in einer gro­ßen Schule im Wiener Bezirk Favoriten. Der Film nimmt uns mit in den Unterricht und lässt uns die täg­li­chen Abenteuer, Kämpfe, Niederlagen und Erfolge der Kinder ganz nah mit­er­le­ben. Der Stadtteil Favoriten war einst ein Arbeiterbezirk, heu­te spricht ein Großteil der Kinder an den dor­ti­gen Grundschulen nicht Deutsch als Erstsprache. Mit gro­ßer Sensibilität beglei­tet der Film die Kinder, wäh­rend ihre Lehrerin ihnen dabei hilft, einen Platz in einer Welt zu fin­den, in der sie sich oft nicht zuge­hö­rig füh­len. Indem wir die „Favoriten“ ken­nen ler­nen, erle­ben wir mit ihnen eine beweg­te Zeit, die ihre Zukunft ent­schei­dend prä­gen wird.

    Ruth Beckermanns neu­er Film ist eine Langzeitbeobachtung, die den Blick auf die struk­tu­rel­len Probleme im Schulsystem lenkt und die Perspektive der Kinder ernst nimmt. Ein erstaun­lich hei­te­res Porträt einer unge­wöhn­li­chen Gemeinschaft, das Fragen stellt, auf die vie­le von uns eine Antwort suchen. Ein Film über das Lehren und das Lernen und dar­über, wie die Zukunft unse­rer Gesellschaft auch im Klassenzimmer aus­ge­han­delt wird.

    Credits:

    AT 2024, 118 Min.
    Regie: Ruth Beckermann

    Kamera: Johannes Hammel
    Schnitt: Dieter Pichler

    Trailer:
    Favoriten (offi­zi­el­ler Trailer) – Ein Film von Ruth Beckermann
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    [:en]

    A film by Ruth Beckermann. In German.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Beid, Hafsa, Melissa, Manessa, Mohammad… 25 child­ren and their dedi­ca­ted tea­cher. We wan­ted to find out who they are and beco­me fami­li­ar with their skills and stra­te­gies, their joys, fears and hard­ships,” says direc­tor Ruth Beckermann. More than 60 per­cent of all child­ren in Viennese pri­ma­ry schools do not speak German as their first lan­guage. At the same time, the­re is an acu­te shorta­ge of tea­chers and super­vi­sors. Such adver­se con­di­ti­ons are the start­ing point of Ruth Beckermann’s docu­men­ta­ry Favoriten, for which the Austrian film­ma­ker of The Waldheim Waltz and Mutzenbacher fol­lo­wed a Viennese pri­ma­ry school class for three years. The result is an asto­nis­hin­gly cheerful por­trait of an unu­su­al com­mu­ni­ty. A film about tea­ching and lear­ning and the often very sur­pri­sing expe­ri­en­ces some­whe­re in between.

    Credits:

    AT 2024, 118 Min.
    Regie: Ruth Beckermann

    Kamera: Johannes Hammel
    Schnitt: Dieter Pichler

    Trailer:
    Favoriten (offi­zi­el­ler Trailer) – Ein Film von Ruth Beckermann
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    [:]
  • [:de]Ellbogen[:]

    [:de]Ellbogen[:]

    [:de]

    Ein Film von Aslı Özarslan. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Weißt du noch, was du wer­den woll­test, als du noch klein warst? Du woll­test Ärztin wer­den. Mama woll­te immer, dass du Arzthelferin wirst. Aber du woll­test Ärztin wer­den“, erzählt Semra ein­mal zu ihrer klei­nen Schwester Hazal, um sie auf­zu­mun­tern. Die küh­le Antwort: „Ich woll­te nie Ärztin wer­den. Als ich klein war, woll­te ich Popstar wer­den.“ Ob Ärztin, Arzthelferin oder Popstar, bis dato kann die jun­ge Frau aus dem Wedding trotz vie­ler Bewerbungen über­haupt kei­nen Beruf oder Ausbildungsplatz vor­wei­sen, nicht zu einer ein­zi­gen Vorstellung wur­de sie ein­ge­la­den. Das stresst und frus­triert, doch an ihrem 18. Geburtstag soll gefei­ert wer­den, dass es kracht, und der gemei­ne Alltag bleibt daheim. Mit den Freundinnen Elma, Gül und Ebru zieht Hazel durch die Stadt, Höhepunkt soll der Besuch im cools­ten Club der Stadt sein, doch dort ist Schluss: kein Einlass, da zu auf­ge­bre­zelt. Die extre­me Wut über die erneu­te Zurückweisung ent­lädt sich bei Hazel in einer Weise, dass sie als Ausweg nur noch die Flucht aus dem Land sieht, und so sitzt sie schon am nächs­ten Tag in dem ihr unbe­kann­ten Istanbul. Konnte sie in Berlin wegen ihrer tür­ki­schen Backgrounds nie rich­tig ankom­men, fin­det sie sich in der für sie frem­den Türkei auch nicht zurecht.
    Die Berliner Regisseurin Asli Özarslan (ihr Dokumentarfilm Dil Leyla war 2017 bei uns zu sehen), ver­filmt hier den gleich­na­mi­gen Roman von Fatma Aydemir kon­se­quent aus jun­ger, weib­li­cher, migran­ti­scher Perspektive. Die Protagonistin möch­te eigent­lich ein für sie nor­ma­les Leben füh­ren, wehrt sich aber gegen alle ihr von ver­schie­de­nen Seiten zuge­schrie­be­nen Rollen, in Deutschland wie in der Türkei, und gerät so zwi­schen alle Stühle. Mit größt­mög­li­cher Präzision und Einfühlung erzählt Ellbogen die Geschichte eines der vie­len jun­gen Menschen, die aus der Gesellschaft ver­drängt wer­den, die eigent­lich die ihre ist.

    Credits:


    DE/TK/FR 2024, 86 Min., Originalfassung mit deut­schen und eng­li­schen Untertiteln
    Regie: Aslı Özarslan

    Kamera: Andac Karabeyoglu-Thomas
    Schnitt: David J. Achilles, Ana Branea
    mit: Melia Kara, Doğa Gürer, Jale Arıkan, Haydar Şahin, Orhan Kiliç, Jamilah Bagdach, Asya Utku, Mina Sağdıç 

    Trailer:
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    [:en]

    A film by Aslı Özarslan. In German and Turkish with German and English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Hazal’s grea­test wish is to have a life. In spi­te of many appli­ca­ti­ons, she isn’t invi­ted to a sin­gle job inter­view. Instead, she is stuck in a Job Centre trai­ning pro­gram that fails to open up any new oppor­tu­ni­ties for her. But on her 18th bir­th­day, Hazal feels powerful. It is like the old days when she and her fri­ends belie­ved they could achie­ve any­thing as long as they stuck tog­e­ther. It’s only when they’re queu­e­ing to get into a hip club that Hazal feels they don’t belong the­re. And she’s right. The boun­cer refu­ses to let them in. On their way home, they’re ver­bal­ly abu­sed by an arro­gant stu­dent. The situa­ti­on escala­tes, Hazal’s frus­tra­ti­on about all the rejec­tions erupts into a fatal act. Hazal flees head­long to Istanbul, a stran­ge city in a coun­try unknown to her. There, she has to sur­vi­ve on her own, no mat­ter what the cost.
    Ellbogen tells the sto­ry of a young woman who is pushed out of socie­ty and has to reset the cour­se of her life. We want to run through the night with her; we want to know what hap­pens next – for her, and for us all.

    Credits:


    DE/TK/FR 2024, 86 Min., Originalfassung mit deut­schen und eng­li­schen Untertiteln
    Regie: Aslı Özarslan

    Kamera: Andac Karabeyoglu-Thomas
    Schnitt: David J. Achilles, Ana Branea
    mit: Melia Kara, Doğa Gürer, Jale Arıkan, Haydar Şahin, Orhan Kiliç, Jamilah Bagdach, Asya Utku, Mina Sağdıç 

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    [:]
  • [:de]Favoriten[:]

    [:de]Favoriten[:]

    [:de]

    Ein Film von Ruth Beckermann. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Über drei Jahre beglei­tet die Filmemacherin Ruth Beckermann eine Klasse im Alter von sie­ben bis zehn Jahren und ihre enga­gier­te Lehrerin in einer gro­ßen Schule im Wiener Bezirk Favoriten. Der Film nimmt uns mit in den Unterricht und lässt uns die täg­li­chen Abenteuer, Kämpfe, Niederlagen und Erfolge der Kinder ganz nah mit­er­le­ben. Der Stadtteil Favoriten war einst ein Arbeiterbezirk, heu­te spricht ein Großteil der Kinder an den dor­ti­gen Grundschulen nicht Deutsch als Erstsprache. Mit gro­ßer Sensibilität beglei­tet der Film die Kinder, wäh­rend ihre Lehrerin ihnen dabei hilft, einen Platz in einer Welt zu fin­den, in der sie sich oft nicht zuge­hö­rig füh­len. Indem wir die „Favoriten“ ken­nen ler­nen, erle­ben wir mit ihnen eine beweg­te Zeit, die ihre Zukunft ent­schei­dend prä­gen wird.

    Ruth Beckermanns neu­er Film ist eine Langzeitbeobachtung, die den Blick auf die struk­tu­rel­len Probleme im Schulsystem lenkt und die Perspektive der Kinder ernst nimmt. Ein erstaun­lich hei­te­res Porträt einer unge­wöhn­li­chen Gemeinschaft, das Fragen stellt, auf die vie­le von uns eine Antwort suchen. Ein Film über das Lehren und das Lernen und dar­über, wie die Zukunft unse­rer Gesellschaft auch im Klassenzimmer aus­ge­han­delt wird.

    In dem Film ver­schrän­ken sich struk­tu­rel­le und indi­vi­du­el­le Perspektiven. Denn zum einen wirft „Favoriten“ einen Blick auf ein von Mangel und Ungleichheit bestimm­tes Bildungssystem, in dem bei aller Einfühlsamkeit und Hingabe der Lehrerin, die von Deutsch, Mathe über den Schwimmunterricht bis hin zum Klassenausflug alles zu ver­ant­wor­ten hat, am Ende nur die Leistung zählt. Zum ande­ren sieht man jun­gen Individuen dabei zu, wie sie Welt, Sprache und sozia­les Miteinander begrei­fen, wie sie an Aufgaben wach­sen und dar­an schei­tern, wie sie ver­zwei­feln und neu­en Mut fas­sen.
    Dieser über­aus leben­di­ge Raum, den zu betrach­ten schön ist, anrüh­rend, trau­rig und manch­mal auch lus­tig, steht in „Favoriten“ im Zentrum, auch wenn das Systemische immer mit­wirkt. Je näher die Schüler:innen dem Moment kom­men, an dem sich ihre wei­te­re Schulbildung ent­schei­det – Mittelschule oder, was für die wenigs­ten von ihnen in Betracht kommt, der Übertritt ins Gymnasium – arbei­tet sich das in den Vordergrund.“ Esther Buss | Filmdienst

    Credits:

    AT 2024, 118 Min., in deutsch mit eng­li­schen Untertiteln
    Regie: Ruth Beckermann
    Kamera: Johannes Hammel
    Schnitt: Dieter Pichler 

    Trailer:
    Favoriten (offi­zi­el­ler Trailer) – Ein Film von Ruth Beckermann
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    [:en]

    A film by Ruth Beckermann. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Beid, Hafsa, Melissa, Manessa, Mohammad… 25 child­ren and their dedi­ca­ted tea­cher. We wan­ted to find out who they are and beco­me fami­li­ar with their skills and stra­te­gies, their joys, fears and hard­ships,” says direc­tor Ruth Beckermann. More than 60 per­cent of all child­ren in Viennese pri­ma­ry schools do not speak German as their first lan­guage. At the same time, the­re is an acu­te shorta­ge of tea­chers and super­vi­sors. Such adver­se con­di­ti­ons are the start­ing point of Ruth Beckermann’s docu­men­ta­ry Favoriten, for which the Austrian film­ma­ker of The Waldheim Waltz and Mutzenbacher fol­lo­wed a Viennese pri­ma­ry school class for three years. The result is an asto­nis­hin­gly cheerful por­trait of an unu­su­al com­mu­ni­ty. A film about tea­ching and lear­ning and the often very sur­pri­sing expe­ri­en­ces some­whe­re in between.

    Credits:

    AT 2024, 118 Min.
    Regie: Ruth Beckermann

    Kamera: Johannes Hammel
    Schnitt: Dieter Pichler

    Trailer:
    Favoriten (offi­zi­el­ler Trailer) – Ein Film von Ruth Beckermann
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    [:]
  • [:de]Sad Jokes[:]

    [:de]Sad Jokes[:]

    [:de]

    Ein Film von Fabian Stumm.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ein jun­ger Filmemacher, der sich von der eige­nen Biografie und Lebensgeschichte inspi­rie­ren lässt? Was nach einem alten Hut klingt, wird bei Fabian Stumm zu etwas sehr Besonderen….
    Sein neu­er Film Sad Jokes etwa ist eine direk­te Reaktion auf das Debüt Knochen und Namen, was dazu führt, dass im Zweitling nun ein Regisseur namens Joseph zwi­schen Uraufführung und Kinostart sei­nes ers­ten Films schon an den Ideen für den nächs­ten feilt. Derweil zeigt sich, dass er über die schon eine Weile zurück­lie­gen­de Trennung vom Ex doch noch nicht so wirk­lich hin­weg ist, wäh­rend das Kümmern um den klei­nen Sohn dadurch erschwert wird, dass des­sen Mutter und Josephs bes­te Freundin Sonya mit schwe­ren Depressionen kämpft.
    Die trau­ri­gen Witze, die Stumms fan­tas­ti­schem Film sei­nen Namen geben, sind hier Programm. Sad Jokes ver­eint Humor und Tragik mit einer Leichtigkeit, die hier­zu­lan­de eher sel­ten gelingt. … Wobei Stumm, der oben­drein auch noch ein Händchen für Slapstick hat, letz­te­re so echt, glaub­wür­dig und wit­zig schreibt wie lan­ge nie­mand mehr im deut­schen Kino.
    Zum Ereignis wird sein Film aber auch, weil er sei­nen Schauspielenden (dar­un­ter Marie-Lou Sellem, Godehard Giese, Knut Berger oder Anneke Kim Sarnau) mit oft nur einer ein­zi­gen Szene eine wun­der­ba­re Bühne zum Glänzen bie­tet. Und weil es nicht nur ein berüh­ren­der Film über Erwachsenen-Alltag und Kunstschaffen ist, son­dern neben­bei auch mit gro­ßer Selbstverständlichkeit wich­ti­ge Themen wie que­e­re Elternschaft oder psy­chi­sche Gesundheit ver­han­delt … ohne je über­frach­tet zu wir­ken.
    Patrick Heidmann | indie­ki­no
    INDIEKINO: In der Eingangssequenz Ihres neu­en Films erzäh­len ver­schie­de­ne Menschen vor der Kamera Witze. Welcher gefällt Ihnen per­sön­lich am bes­ten?
    Fabian Stumm: Ich kann mich schwer ent­schei­den. Ich glau­be, der mit dem Oktopus, obwohl er sehr lang ist. Die Frau, die ihn erzählt, ist mei­ne Mutter. Sie ist die Komikerin in unse­rer Familie. Aber sie ver­tut sich, wie man sieht, ger­ne mal in der Pointe.

    Credits:

    DE 2024, 96 Min., in deutsch mit eng­li­schen Untertiteln
    Regie: Fabian Stumm
    Kamera: Michael Bennett

    Schnitt: Kaspar Panizza
    mit Fabian Stumm, Haley Louise Jones, Justus Meyer, Ulrica Flach, Jonas Dassler, Godehard Giese, Marie-Lou Sellem

    Trailer:
    SAD JOKES Trailer Deutsch | German [HD]
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    [:en]

    A film by Fabian Stumm. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Joseph and Sonya share an inti­ma­te fri­end­ship and their young son, whom they’re rai­sing tog­e­ther. While Joseph, a film direc­tor, is dou­bly preoc­cu­p­ied with a new idea for a film and with the after­math of a pre­vious rela­ti­onship, Sonya suf­fers from depres­si­on. When she is hos­pi­ta­li­zed, Joseph must jugg­le both his ever­y­day com­mit­ments and his artis­tic ambitions.

    Credits:

    DE 2024, 96 Min., deutsch-eng­lisch-schwe­disch-ita­lie­ni­sche Originalfassung, teil­wei­se mit deut­schen Untertiteln
    Regie: Fabian Stumm
    Kamera: Michael Bennett

    Schnitt: Kaspar Panizza
    mit Fabian Stumm, Haley Louise Jones, Justus Meyer, Ulrica Flach, Jonas Dassler, Godehard Giese, Marie-Lou Sellem

    Trailer:
    SAD JOKES Trailer Deutsch | German [HD]
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    [:]
  • [:de]Die Kinder aus Korntal[:]

    [:de]Die Kinder aus Korntal[:]

    [:de]

    Ein Film von Julia Charakter.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Richtig fas­sungs­los war ich, als gegen Ende des Filmes der bis 2022 akti­ve Geistliche Vorsteher der Brüdergemeinde gera­de­zu dreist Erkenntnisse aus der Soziologie umdreht und die Traumata und psy­chi­schen Schwierigkeiten der ehe­ma­li­gen Heimkinder qua­si deren „nie­de­rer“ Geburt zuschreibt. Ebenso erschre­ckend ist die Beschwerde eines gläu­bi­gen Ehepaars, wahr­schein­lich stell­ver­tre­tend für dor­ti­ge Bürger, dass ihre Spenden an die Brüdergemeinde jetzt als Schmerzensgeld für die Opfer ver­wen­det wer­den.
    Internate, Klöster, Waisenhäuser, Sportvereine … die Liste lie­ße sich lan­ge fort­set­zen. Immer wie­der kom­men über­all neue Fälle von Missbrauch von Schutzbefohlenen ans Licht. 2014 geriet die Evangelische Brüdergemeinde in Korntal, einem beschau­li­chen Ort in der Nähe von Stuttgart, in den Fokus. Ein ehe­ma­li­ger Zögling hat­te sich auf­raf­fen kön­nen, mit sei­ner Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen, anstatt sich umzu­brin­gen, wie eini­ge sei­ner frü­he­ren Leidensgenossen. Daraufhin mel­de­ten sich über 170 wei­te­re Betroffene, die in dem Heim bis weit in die 2000er Jahre hin­ein eben­falls sys­te­ma­ti­scher psy­chi­scher, kör­per­li­cher und/oder sexua­li­sier­ter Gewalt aus­ge­setzt waren, aus­ge­übt von Angehörigen der pie­tis­ti­schen Bruderschaft, Hausangestellten oder soge­nann­ten Pateneltern im Ort. Die Kinder waren Waisen oder kamen aus „schwie­ri­gen Verhältnissen“, es gab kei­ner­lei Kontrolle, sie waren ihren Peinigern aus­ge­lie­fert. Schwer trau­ma­ti­siert und nicht sel­ten gebro­chen gehen sie als Erwachsene durchs Leben. Sechs von ihnen berich­ten vom Erlebten, dazu kom­men Mitglieder der „Aufklärungskommission“, rang­ho­he Gemeindemitglieder und Ortsansässige zu Wort.

    Je län­ger Die Kinder aus Korntal läuft, des­to deut­li­cher wird, dass das Einstehen für die schwe­re Schuld, die die Brüdergemeinde auf sich gela­den hat, und eine ech­te Aufarbeitung der Taten noch lan­ge nicht pas­siert sind. Vielmehr schwingt unter­schwel­lig immer das Gefühl mit: Jetzt muss es auch mal gut sein mit die­ser lei­di­gen alten Geschichte.“ Elisa Reznicek | Haus des Dokumentarfilms

    Korntal
    Credits:


    DE 2023, 90 Min., Deutsch mit eng­li­schen Untertiteln
    Regie: Julia Charakter

    Kamera: Jonas Eckert
    Schnitt: Jonas Eckert, Julia Charakter 

    Trailer:
    DIE KINDER AUS KORNTAL Trailer Deutsch | German [HD]
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    [:en]

    A film by Julia Charakter. Starts September 26th at the fsk. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In Korntal, a small town of 9,000 souls in Baden-Württemberg, hundreds of child­ren were abu­sed in the homes of the Evangelical Brethren sin­ce the 1950s. Forced labour, phy­si­cal punish­ment and sexua­li­sed vio­lence were the order of the day. To date, more than 150 for­mer child­ren have bro­ken their silence, more than 80 per­pe­tra­tors have been iden­ti­fied. Because the lat­ter cover­ed for each other and the neigh­bours loo­ked away, the child­ren were defen­ce­l­ess against the abu­se for deca­des. When the scan­dal was expo­sed in 2013, the com­mu­ni­ty and the vil­la­ge were hosti­le at first: That which must not be can­not be. It was only when the pres­su­re from the out­side grew that the com­mu­ni­ty initia­ted a pro­cess of deal­ing with the scan­dal. But it is con­tro­ver­si­al: vic­tims are re-trau­ma­tis­ed, their state­ments doub­ted. To this day the child­ren from Korntal are fight­ing for inves­ti­ga­ti­on and compensation.

    The film focu­ses on the vic­tims and avo­ids all dra­ma­tis­a­ti­on. What hap­pen­ed was dra­ma­tic enough, after all. When tes­ti­mo­nies are only play­ed as audio-recor­dings to pro­tect the spea­k­ers, a simp­le ani­ma­ti­on fills the visu­al gaps. When tho­se respon­si­ble today speak, the came­ra stays res­trai­ned and does not judge. That is not neces­sa­ry any­way, becau­se the incon­ceiva­ble rela­ti­vi­sa­ti­on of the cri­mes speaks loud­ly enough – in Korntal as else­whe­re.
    Luc-Carolin Ziemann

    Credits:


    DE 2023, 90 Min., Deutsch mit eng­li­schen Untertiteln
    Regie: Julia Charakter

    Kamera: Jonas Eckert
    Schnitt: Jonas Eckert, Julia Charakter 

    Trailer:
    DIE KINDER AUS KORNTAL Trailer Deutsch | German [HD]
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    [:]
  • [:de]Ellbogen[:]

    [:de]Ellbogen[:]

    [:de]

    Ein Film von Aslı Özarslan. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Weißt du noch, was du wer­den woll­test, als du noch klein warst? Du woll­test Ärztin wer­den. Mama woll­te immer, dass du Arzthelferin wirst. Aber du woll­test Ärztin wer­den“, erzählt Semra ein­mal zu ihrer klei­nen Schwester Hazal, um sie auf­zu­mun­tern. Die küh­le Antwort: „Ich woll­te nie Ärztin wer­den. Als ich klein war, woll­te ich Popstar wer­den.“ Ob Ärztin, Arzthelferin oder Popstar, bis dato kann die jun­ge Frau aus dem Wedding trotz vie­ler Bewerbungen über­haupt kei­nen Beruf oder Ausbildungsplatz vor­wei­sen, nicht zu einer ein­zi­gen Vorstellung wur­de sie ein­ge­la­den. Das stresst und frus­triert, doch an ihrem 18. Geburtstag soll gefei­ert wer­den, dass es kracht, und der gemei­ne Alltag bleibt daheim. Mit den Freundinnen Elma, Gül und Ebru zieht Hazel durch die Stadt, Höhepunkt soll der Besuch im cools­ten Club der Stadt sein, doch dort ist Schluss: kein Einlass, da zu auf­ge­bre­zelt. Die extre­me Wut über die erneu­te Zurückweisung ent­lädt sich bei Hazel in einer Weise, dass sie als Ausweg nur noch die Flucht aus dem Land sieht, und so sitzt sie schon am nächs­ten Tag in dem ihr unbe­kann­ten Istanbul. Konnte sie in Berlin wegen ihrer tür­ki­schen Backgrounds nie rich­tig ankom­men, fin­det sie sich in der für sie frem­den Türkei auch nicht zurecht.
    Die Berliner Regisseurin Asli Özarslan (ihr Dokumentarfilm Dil Leyla war 2017 bei uns zu sehen), ver­filmt hier den gleich­na­mi­gen Roman von Fatma Aydemir kon­se­quent aus jun­ger, weib­li­cher, migran­ti­scher Perspektive. Die Protagonistin möch­te eigent­lich ein für sie nor­ma­les Leben füh­ren, wehrt sich aber gegen alle ihr von ver­schie­de­nen Seiten zuge­schrie­be­nen Rollen, in Deutschland wie in der Türkei, und gerät so zwi­schen alle Stühle. Mit größt­mög­li­cher Präzision und Einfühlung erzählt Ellbogen die Geschichte eines der vie­len jun­gen Menschen, die aus der Gesellschaft ver­drängt wer­den, die eigent­lich die ihre ist.

    Credits:


    DE/TK/FR 2024, 86 Min., Originalfassung mit deut­schen und eng­li­schen Untertiteln
    Regie: Aslı Özarslan

    Kamera: Andac Karabeyoglu-Thomas
    Schnitt: David J. Achilles, Ana Branea
    mit: Melia Kara, Doğa Gürer, Jale Arıkan, Haydar Şahin, Orhan Kiliç, Jamilah Bagdach, Asya Utku, Mina Sağdıç 

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    [:en]

    A film by Aslı Özarslan. In German and Turkish with German and English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Hazal’s grea­test wish is to have a life. In spi­te of many appli­ca­ti­ons, she isn’t invi­ted to a sin­gle job inter­view. Instead, she is stuck in a Job Centre trai­ning pro­gram that fails to open up any new oppor­tu­ni­ties for her. But on her 18th bir­th­day, Hazal feels powerful. It is like the old days when she and her fri­ends belie­ved they could achie­ve any­thing as long as they stuck tog­e­ther. It’s only when they’re queu­e­ing to get into a hip club that Hazal feels they don’t belong the­re. And she’s right. The boun­cer refu­ses to let them in. On their way home, they’re ver­bal­ly abu­sed by an arro­gant stu­dent. The situa­ti­on escala­tes, Hazal’s frus­tra­ti­on about all the rejec­tions erupts into a fatal act. Hazal flees head­long to Istanbul, a stran­ge city in a coun­try unknown to her. There, she has to sur­vi­ve on her own, no mat­ter what the cost.
    Ellbogen tells the sto­ry of a young woman who is pushed out of socie­ty and has to reset the cour­se of her life. We want to run through the night with her; we want to know what hap­pens next – for her, and for us all.

    Credits:


    DE/TK/FR 2024, 86 Min., Originalfassung mit deut­schen und eng­li­schen Untertiteln
    Regie: Aslı Özarslan

    Kamera: Andac Karabeyoglu-Thomas
    Schnitt: David J. Achilles, Ana Branea
    mit: Melia Kara, Doğa Gürer, Jale Arıkan, Haydar Şahin, Orhan Kiliç, Jamilah Bagdach, Asya Utku, Mina Sağdıç 

    Trailer:
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    [:]
  • [:de]Favoriten[:]

    [:de]Favoriten[:]

    [:de]

    Ein Film von Ruth Beckermann. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Über drei Jahre beglei­tet die Filmemacherin Ruth Beckermann eine Klasse im Alter von sie­ben bis zehn Jahren und ihre enga­gier­te Lehrerin in einer gro­ßen Schule im Wiener Bezirk Favoriten. Der Film nimmt uns mit in den Unterricht und lässt uns die täg­li­chen Abenteuer, Kämpfe, Niederlagen und Erfolge der Kinder ganz nah mit­er­le­ben. Der Stadtteil Favoriten war einst ein Arbeiterbezirk, heu­te spricht ein Großteil der Kinder an den dor­ti­gen Grundschulen nicht Deutsch als Erstsprache. Mit gro­ßer Sensibilität beglei­tet der Film die Kinder, wäh­rend ihre Lehrerin ihnen dabei hilft, einen Platz in einer Welt zu fin­den, in der sie sich oft nicht zuge­hö­rig füh­len. Indem wir die „Favoriten“ ken­nen ler­nen, erle­ben wir mit ihnen eine beweg­te Zeit, die ihre Zukunft ent­schei­dend prä­gen wird.

    Ruth Beckermanns neu­er Film ist eine Langzeitbeobachtung, die den Blick auf die struk­tu­rel­len Probleme im Schulsystem lenkt und die Perspektive der Kinder ernst nimmt. Ein erstaun­lich hei­te­res Porträt einer unge­wöhn­li­chen Gemeinschaft, das Fragen stellt, auf die vie­le von uns eine Antwort suchen. Ein Film über das Lehren und das Lernen und dar­über, wie die Zukunft unse­rer Gesellschaft auch im Klassenzimmer aus­ge­han­delt wird.

    In dem Film ver­schrän­ken sich struk­tu­rel­le und indi­vi­du­el­le Perspektiven. Denn zum einen wirft „Favoriten“ einen Blick auf ein von Mangel und Ungleichheit bestimm­tes Bildungssystem, in dem bei aller Einfühlsamkeit und Hingabe der Lehrerin, die von Deutsch, Mathe über den Schwimmunterricht bis hin zum Klassenausflug alles zu ver­ant­wor­ten hat, am Ende nur die Leistung zählt. Zum ande­ren sieht man jun­gen Individuen dabei zu, wie sie Welt, Sprache und sozia­les Miteinander begrei­fen, wie sie an Aufgaben wach­sen und dar­an schei­tern, wie sie ver­zwei­feln und neu­en Mut fas­sen.
    Dieser über­aus leben­di­ge Raum, den zu betrach­ten schön ist, anrüh­rend, trau­rig und manch­mal auch lus­tig, steht in „Favoriten“ im Zentrum, auch wenn das Systemische immer mit­wirkt. Je näher die Schüler:innen dem Moment kom­men, an dem sich ihre wei­te­re Schulbildung ent­schei­det – Mittelschule oder, was für die wenigs­ten von ihnen in Betracht kommt, der Übertritt ins Gymnasium – arbei­tet sich das in den Vordergrund.“ Esther Buss | Filmdienst

    Credits:

    AT 2024, 118 Min., in deutsch mit eng­li­schen Untertiteln
    Regie: Ruth Beckermann

    Kamera: Johannes Hammel
    Schnitt: Dieter Pichler 

    Trailer:
    Favoriten (offi­zi­el­ler Trailer) – Ein Film von Ruth Beckermann
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    [:en]

    A film by Ruth Beckermann. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Beid, Hafsa, Melissa, Manessa, Mohammad… 25 child­ren and their dedi­ca­ted tea­cher. We wan­ted to find out who they are and beco­me fami­li­ar with their skills and stra­te­gies, their joys, fears and hard­ships,” says direc­tor Ruth Beckermann. More than 60 per­cent of all child­ren in Viennese pri­ma­ry schools do not speak German as their first lan­guage. At the same time, the­re is an acu­te shorta­ge of tea­chers and super­vi­sors. Such adver­se con­di­ti­ons are the start­ing point of Ruth Beckermann’s docu­men­ta­ry Favoriten, for which the Austrian film­ma­ker of The Waldheim Waltz and Mutzenbacher fol­lo­wed a Viennese pri­ma­ry school class for three years. The result is an asto­nis­hin­gly cheerful por­trait of an unu­su­al com­mu­ni­ty. A film about tea­ching and lear­ning and the often very sur­pri­sing expe­ri­en­ces some­whe­re in between.

    Credits:

    AT 2024, 118 Min.
    Regie: Ruth Beckermann

    Kamera: Johannes Hammel
    Schnitt: Dieter Pichler

    Trailer:
    Favoriten (offi­zi­el­ler Trailer) – Ein Film von Ruth Beckermann
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    [:]
  • [:de]Rohbau[:]

    [:de]Rohbau[:]

    [:de]

    Ein Film von Tuna Kaptan.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ist es das schlech­te Gewissen, hilf­lo­se Panik, Einsicht oder Angst vor den Konsequenzen, was den Architekten Lutz dazu bringt, die 14-jäh­ri­ge Irsa zurück nach Albanien zu brin­gen? Nach der Pleite sei­nes eige­nen Büros bekam von einem Kollegen gna­den­hal­ber einen Job als Bauleiter bei einem Projekt für Luxuswohnungen. Auch alle erfor­der­li­chen Maßnahmen jen­seits der Grauzone, die zur Einhaltung von Terminen und Ausgaben nötig sind, fal­len in sei­nen Aufgaben- und Verantwortungsbereich, so auch, wie hier, Unfälle.
    Ein ille­gal beschäf­tig­ter Bauarbeiter aus Albanien ver­un­glückt töd­lich und muss unauf­fäl­lig besei­tigt wer­den. Überraschend jedoch ver­schafft sich am nächs­ten Tag Irsa, die jun­ge Tochter des Mannes, des­sen Leiche Lutz gera­de im Fluss ver­senkt hat, Zugang zur Baustelle. Während er gera­de mit einem Investoren-Paar ver­han­delt und Aussicht auf einen beruf­li­chen Neustart im gro­ßen Stil wit­tert, lässt sie nicht locker bei der Suche nach dem Vater. In die Enge gedrängt, macht er sich mit dem Mädchen auf Richtung Süden.
    Angenehm zurück­hal­tend, ohne spek­ta­ku­lä­re Szenen erzählt erzählt der Film von unge­heu­er­li­cher, aber all­täg­li­cher Realität:
    „Die Baubranche mit ihren vie­len ille­gal beschäf­tig­ten unsicht­ba­ren ArbeiterInnen bil­det die Kulisse für Lutz und Irsa. Der tra­gi­sche Unfall in der Hafencity Hamburg im November 2023 mit fünf Toten ver­deut­licht die Vulnerabilität ille­gal beschäf­tig­ter MigrantInnen, ins­be­son­de­re derer aus Herkunftsländern, die weder EU- noch Schengen-Mitglied sind. Irsas Suche nach ihrem Vater und ihrem Grundbedürfnis nach einem Dach über dem Kopf ste­hen im kras­sen Kontrast zu Lutz‘ Streben nach beruf­li­chem Erfolg. Die erzwun­ge­ne Verbindung zwi­schen ihnen wirft Fragen nach Schuld und dem System der Ausbeutung auf…“
    Tuna Kaptan

    Credits:

    DE 2023, 86 Min., Deutsch, Englisch, Albanisch mit dt. UT
    Regie: Tuna Kaptan
    Kamera: Ben Bernhard
    Schnitt: Beatrice Babin
    mit: Angjela Prenci, Peter Schneider

    Trailer:
    ROHBAU | Trailer | Kinostart: 26. September 2024
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    [:en]

    A film by Tuna Kaptan. Starts September 26th at the fsk. In German, English and Albanian with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    The con­s­truc­tion site of a luxu­ry buil­ding pro­ject at night: The ambi­tious con­s­truc­tion mana­ger Lutz has hired ille­gal con­s­truc­tion workers to save cos­ts. But a tra­gic acci­dent occurs. The next day, a mee­ting with inves­tors is sud­den­ly dis­rupt­ed by 14-year-old Irsa, who is loo­king for her father. While Lutz sen­ses an oppor­tu­ni­ty to make his mark on a mul­ti-mil­li­on dol­lar pro­ject, Irsa’s despe­ra­ti­on keeps dri­ving her towards him. To keep her off his con­s­truc­tion site, he deci­des to take her away. On their jour­ney tog­e­ther, a bond deve­lo­ps, mark­ed by clo­sen­ess and distance, guilt and responsibility.

    Credits:

    DE 2023, 86 Min., Deutsch, Englisch, Albanisch mit dt. UT
    Regie: Tuna Kaptan
    Kamera: Ben Bernhard
    Schnitt: Beatrice Babin
    mit: Angjela Prenci, Peter Schneider

    Trailer:
    ROHBAU | Trailer | Kinostart: 26. September 2024
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    [:]
  • [:de]Die Kinder aus Korntal – mit Gast[:]

    [:de]Die Kinder aus Korntal – mit Gast[:]

    [:de]

    Ein Film von Julia Charakter. Am 27.9. mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch mit der Regisseurin.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Richtig fas­sungs­los war ich, als gegen Ende des Filmes der bis 2022 akti­ve Geistliche Vorsteher der Brüdergemeinde gera­de­zu dreist Erkenntnisse aus der Soziologie umdreht und die Traumata und psy­chi­schen Schwierigkeiten der ehe­ma­li­gen Heimkinder qua­si deren „nie­de­rer“ Geburt zuschreibt. Ebenso erschre­ckend ist die Beschwerde eines gläu­bi­gen Ehepaars, wahr­schein­lich stell­ver­tre­tend für dor­ti­ge Bürger, dass ihre Spenden an die Brüdergemeinde jetzt als Schmerzensgeld für die Opfer ver­wen­det wer­den.
    Internate, Klöster, Waisenhäuser, Sportvereine … die Liste lie­ße sich lan­ge fort­set­zen. Immer wie­der kom­men über­all neue Fälle von Missbrauch von Schutzbefohlenen ans Licht. 2014 geriet die Evangelische Brüdergemeinde in Korntal, einem beschau­li­chen Ort in der Nähe von Stuttgart, in den Fokus. Ein ehe­ma­li­ger Zögling hat­te sich auf­raf­fen kön­nen, mit sei­ner Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen, anstatt sich umzu­brin­gen, wie eini­ge sei­ner frü­he­ren Leidensgenossen. Daraufhin mel­de­ten sich über 170 wei­te­re Betroffene, die in dem Heim bis weit in die 2000er Jahre hin­ein eben­falls sys­te­ma­ti­scher psy­chi­scher, kör­per­li­cher und/oder sexua­li­sier­ter Gewalt aus­ge­setzt waren, aus­ge­übt von Angehörigen der pie­tis­ti­schen Bruderschaft, Hausangestellten oder soge­nann­ten Pateneltern im Ort. Die Kinder waren Waisen oder kamen aus „schwie­ri­gen Verhältnissen“, es gab kei­ner­lei Kontrolle, sie waren ihren Peinigern aus­ge­lie­fert. Schwer trau­ma­ti­siert und nicht sel­ten gebro­chen gehen sie als Erwachsene durchs Leben. Sechs von ihnen berich­ten vom Erlebten, dazu kom­men Mitglieder der „Aufklärungskommission“, rang­ho­he Gemeindemitglieder und Ortsansässige zu Wort.

    Je län­ger Die Kinder aus Korntal läuft, des­to deut­li­cher wird, dass das Einstehen für die schwe­re Schuld, die die Brüdergemeinde auf sich gela­den hat, und eine ech­te Aufarbeitung der Taten noch lan­ge nicht pas­siert sind. Vielmehr schwingt unter­schwel­lig immer das Gefühl mit: Jetzt muss es auch mal gut sein mit die­ser lei­di­gen alten Geschichte.“ Elisa Reznicek | Haus des Dokumentarfilms

    Korntal
    Credits:


    DE 2023, 90 Min., Deutsch mit eng­li­schen Untertiteln
    Regie: Julia Charakter

    Kamera: Jonas Eckert
    Schnitt: Jonas Eckert, Julia Charakter 

    Trailer:
    DIE KINDER AUS KORNTAL Trailer Deutsch | German [HD]
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    [:en]

    A film by Julia Charakter. Starts September 26th at the fsk. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In Korntal, a small town of 9,000 souls in Baden-Württemberg, hundreds of child­ren were abu­sed in the homes of the Evangelical Brethren sin­ce the 1950s. Forced labour, phy­si­cal punish­ment and sexua­li­sed vio­lence were the order of the day. To date, more than 150 for­mer child­ren have bro­ken their silence, more than 80 per­pe­tra­tors have been iden­ti­fied. Because the lat­ter cover­ed for each other and the neigh­bours loo­ked away, the child­ren were defen­ce­l­ess against the abu­se for deca­des. When the scan­dal was expo­sed in 2013, the com­mu­ni­ty and the vil­la­ge were hosti­le at first: That which must not be can­not be. It was only when the pres­su­re from the out­side grew that the com­mu­ni­ty initia­ted a pro­cess of deal­ing with the scan­dal. But it is con­tro­ver­si­al: vic­tims are re-trau­ma­tis­ed, their state­ments doub­ted. To this day the child­ren from Korntal are fight­ing for inves­ti­ga­ti­on and compensation.

    The film focu­ses on the vic­tims and avo­ids all dra­ma­tis­a­ti­on. What hap­pen­ed was dra­ma­tic enough, after all. When tes­ti­mo­nies are only play­ed as audio-recor­dings to pro­tect the spea­k­ers, a simp­le ani­ma­ti­on fills the visu­al gaps. When tho­se respon­si­ble today speak, the came­ra stays res­trai­ned and does not judge. That is not neces­sa­ry any­way, becau­se the incon­ceiva­ble rela­ti­vi­sa­ti­on of the cri­mes speaks loud­ly enough – in Korntal as else­whe­re.
    Luc-Carolin Ziemann

    Credits:


    DE 2023, 90 Min., Deutsch mit eng­li­schen Untertiteln
    Regie: Julia Charakter

    Kamera: Jonas Eckert
    Schnitt: Jonas Eckert, Julia Charakter 

    Trailer:
    DIE KINDER AUS KORNTAL Trailer Deutsch | German [HD]
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