Ellbogen

[:de]Ellbogen[:]

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Ein Film von Aslı Özarslan. 

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

Weißt du noch, was du wer­den woll­test, als du noch klein warst? Du woll­test Ärztin wer­den. Mama woll­te immer, dass du Arzthelferin wirst. Aber du woll­test Ärztin wer­den“, erzählt Semra ein­mal zu ihrer klei­nen Schwester Hazal, um sie auf­zu­mun­tern. Die küh­le Antwort: „Ich woll­te nie Ärztin wer­den. Als ich klein war, woll­te ich Popstar wer­den.“ Ob Ärztin, Arzthelferin oder Popstar, bis dato kann die jun­ge Frau aus dem Wedding trotz vie­ler Bewerbungen über­haupt kei­nen Beruf oder Ausbildungsplatz vor­wei­sen, nicht zu einer ein­zi­gen Vorstellung wur­de sie ein­ge­la­den. Das stresst und frus­triert, doch an ihrem 18. Geburtstag soll gefei­ert wer­den, dass es kracht, und der gemei­ne Alltag bleibt daheim. Mit den Freundinnen Elma, Gül und Ebru zieht Hazel durch die Stadt, Höhepunkt soll der Besuch im cools­ten Club der Stadt sein, doch dort ist Schluss: kein Einlass, da zu auf­ge­bre­zelt. Die extre­me Wut über die erneu­te Zurückweisung ent­lädt sich bei Hazel in einer Weise, dass sie als Ausweg nur noch die Flucht aus dem Land sieht, und so sitzt sie schon am nächs­ten Tag in dem ihr unbe­kann­ten Istanbul. Konnte sie in Berlin wegen ihrer tür­ki­schen Backgrounds nie rich­tig ankom­men, fin­det sie sich in der für sie frem­den Türkei auch nicht zurecht.
Die Berliner Regisseurin Asli Özarslan (ihr Dokumentarfilm Dil Leyla war 2017 bei uns zu sehen), ver­filmt hier den gleich­na­mi­gen Roman von Fatma Aydemir kon­se­quent aus jun­ger, weib­li­cher, migran­ti­scher Perspektive. Die Protagonistin möch­te eigent­lich ein für sie nor­ma­les Leben füh­ren, wehrt sich aber gegen alle ihr von ver­schie­de­nen Seiten zuge­schrie­be­nen Rollen, in Deutschland wie in der Türkei, und gerät so zwi­schen alle Stühle. Mit größt­mög­li­cher Präzision und Einfühlung erzählt Ellbogen die Geschichte eines der vie­len jun­gen Menschen, die aus der Gesellschaft ver­drängt wer­den, die eigent­lich die ihre ist.

Credits:


DE/TK/FR 2024, 86 Min., Originalfassung mit deut­schen und eng­li­schen Untertiteln
Regie: Aslı Özarslan

Kamera: Andac Karabeyoglu-Thomas
Schnitt: David J. Achilles, Ana Branea
mit: Melia Kara, Doğa Gürer, Jale Arıkan, Haydar Şahin, Orhan Kiliç, Jamilah Bagdach, Asya Utku, Mina Sağdıç 

Trailer:
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[:en]

A film by Aslı Özarslan. In German and Turkish with German and English subtitles.

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

Hazal’s grea­test wish is to have a life. In spi­te of many appli­ca­ti­ons, she isn’t invi­ted to a sin­gle job inter­view. Instead, she is stuck in a Job Centre trai­ning pro­gram that fails to open up any new oppor­tu­ni­ties for her. But on her 18th bir­th­day, Hazal feels powerful. It is like the old days when she and her fri­ends belie­ved they could achie­ve any­thing as long as they stuck tog­e­ther. It’s only when they’re queu­e­ing to get into a hip club that Hazal feels they don’t belong the­re. And she’s right. The boun­cer refu­ses to let them in. On their way home, they’re ver­bal­ly abu­sed by an arro­gant stu­dent. The situa­ti­on escala­tes, Hazal’s frus­tra­ti­on about all the rejec­tions erupts into a fatal act. Hazal flees head­long to Istanbul, a stran­ge city in a coun­try unknown to her. There, she has to sur­vi­ve on her own, no mat­ter what the cost.
Ellbogen tells the sto­ry of a young woman who is pushed out of socie­ty and has to reset the cour­se of her life. We want to run through the night with her; we want to know what hap­pens next – for her, and for us all.

Credits:


DE/TK/FR 2024, 86 Min., Originalfassung mit deut­schen und eng­li­schen Untertiteln
Regie: Aslı Özarslan

Kamera: Andac Karabeyoglu-Thomas
Schnitt: David J. Achilles, Ana Branea
mit: Melia Kara, Doğa Gürer, Jale Arıkan, Haydar Şahin, Orhan Kiliç, Jamilah Bagdach, Asya Utku, Mina Sağdıç 

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