Archiv: Termine

  • [:de]Sleeping Dogs – Manche Lügen sterben nie[:]

    [:de]Sleeping Dogs – Manche Lügen sterben nie[:]

    [:de]

    Ein Film von Adam Cooper.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Russell Crowe könn­te es sich mal so rich­tig gemüt­lich machen, statt­des­sen wer­den ihm immer wie­der Rollen anver­traut, die psy­chisch wie phy­sisch extrem for­dern, z.B. als Exorzist des Vatikans. Oder in Sleeping dogs, als ehe­ma­li­ger Cop der Mordkommission, der unter Alzheimer lei­det und nach einer anstren­gen­der Behandlung in sei­nen eige­nen vier Wänden auf­wacht und zurück in die Wirklichkeit fin­den muss. Dabei hilft ein Anruf, es geht um einen alten Fall, der damals über­führ­te Täter sitzt in der Todeszelle, aber nicht mehr lan­ge. Roy Freeman (Crowe) wird gebe­ten, sich an das Verbrechen zu erin­nern, denn viel­leicht wird ein Unschuldiger hin­ge­rich­tet. Freeman ver­sucht zu begrei­fen, wer er war und was es mit dem Fall auf sich hat­te. Die Fetzen der Erinnerung fügen sich lang­sam zu einem Bild zusam­men. Es ist das opu­len­te Gemälde eines Blutbades. Einmal in Bewegung gesetzt, hört das Rad nicht mehr auf, sich zu dre­hen. J. Remis, der alte Partner aus der der Mordkommission taucht auf, die Wissenschaftlerin L. Baines kann­te das Opfer Dr. Wieder nicht nur aus Arbeitszusammenhängen sehr gut, ihr Liebhaber H. Greenwood war dar­über mehr als irri­tiert. Kurz, die Szenerie belebt sich rasant. Während Freeman ursprüng­lich vor­hat­te, sein Gedächtnis zu trai­nie­ren, ist er in Wirklichkeit längst dabei, akri­bisch Teile eines Puzzles zusam­men­zu­fü­gen, in einem Film Noir mit unge­wis­sem Ausgang, an des­sen Ende er aber die Fähigkeit, sich wie­der erin­nern zu kön­nen, ver­flu­chen wird.

    Credits:


    DE 2023, 90 Min., engl. OV
    Regie: Adam Cooper

    Kamera: Ben Nott
    Schnitt: Matt Villa
    mit: Russell Crowe, Karen Gillan, Marton Csokas, Tommy Flanagan, Thomas M. Wright

    Trailer:
    SLEEPING DOGS | Official Trailer (Russell Crowe) | Paramount Movies
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    [:en]

    A film by Adam Cooper. In English.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In this grip­ping crime thril­ler, Russell Crowe stars as Roy Freeman, an ex-homic­i­de detec­ti­ve with a frac­tu­red memo­ry, forced to revi­sit a case he can’t remember.

    As a man’s life hangs in the balan­ce on death row, Freeman must pie­ce tog­e­ther the bru­tal evi­dence from a deca­de-old mur­der inves­ti­ga­ti­on, unco­ve­ring a sinis­ter web of buried secrets and betra­yals lin­king to his past.

    With only instincts to trust, he faces a chil­ling truth – some­ti­mes it’s best to let slee­ping dogs lie.

    Credits:


    DE 2023, 90 Min., engl. OV
    Regie: Adam Cooper

    Kamera: Ben Nott
    Schnitt: Matt Villa
    mit: Russell Crowe, Karen Gillan, Marton Csokas, Tommy Flanagan, Thomas M. Wright

    Trailer:
    SLEEPING DOGS | Official Trailer (Russell Crowe) | Paramount Movies
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    [:]
  • [:de]Averroès & Rosa Parks[:]

    [:de]Averroès & Rosa Parks[:]

    [:de]

    Ein Film von Nicolas Philibert. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Averroes und und Rosa Parks sind zwei Abteilungen des Krankenhauses von Saint-Maurice bei Paris. Benannt wur­den sie nach dem im 12.Jh täti­gen mus­li­mi­schen Philosophen und Arzt Ibn Ruschd (lati­ni­siert Averroes), und der US-ame­ri­ka­ni­schen Bürgerrechtsikone Rosa Parks. Die Namen sind auch Auftrag, es gilt, in der Einrichtung, wo einst auch der Dichter Paul Verlaine und der Marquis de Sade unter­ge­bracht waren, den Patient:innen mit not­wen­di­gem Respekt zu begeg­nen.
    Die ers­ten Einstellungen schau­en von oben: Eine Drohnenkamera kreist über den rie­si­gen Gebäudekomplex, es ist schwer zu ent­schei­den, was zu sehen ist – Parkanlage oder Gefängnis. Hier sind sta­tio­nä­ren psych­ia­tri­schen Abteilungen unter­ge­bracht, aus denen man­che der Tagesbesucher zum Klinikboot Adamant kom­men. Der Dokumentarfilm Auf der Adamant gewann 2021 den Goldenen Bären der Berlinale. Mit Averroès & Rosa Parks legt Nicolas Phillibert jetzt eine zwei­te, kon­zen­trier­te­re Arbeit zum Thema nach. Der Film besteht zum gro­ßen Teil aus Gesprächen zwi­schen dem Personal und den dort unter­ge­brach­ten Patient:innen (von denen eini­ge sich selbst ein­ge­lie­fert haben, und man­che bald ent­las­sen wer­den sol­len), unauf­dring­lich gefilmt aus gebüh­ren­der Distanz. Die hier behan­del­ten Menschen lei­den unter schwer­wiegenden Krankheitsbildern wie Schizophrenie, Bipolare Störung, Angst- und Panikattacken oder Psychosen, die ihnen ein Leben ohne medizi­nische Behandlung und Aufsicht häu­fig unmög­lich machen.
    Der Film lässt sich Zeit, und bei jedem „Interview“ genann­tem Gespräch gibt es die Möglichkeit, die Einzelnen zu sehen und das Gesagte mit den eige­nen Erfahrungen und wei­te­ren, grö­ße­ren Zusammenhängen abzu­glei­chen. Der Mitleid- oder Abwertungsfalle kann dadurch ent­gan­gen wer­den, ohne erleb­tes, erfah­re­nes und prak­ti­sches Leid zu baga­tel­li­sie­ren. Das ist so fas­zi­nie­rend wie erhel­lend, auch eine Gruppensitzung mit auch poli­ti­schen Themen ist span­nen­der und ergie­bi­ger als 99% der Talkrunden, in gleich wel­chem Medium.
    Keine gro­ße Rolle spielt, aber jeder­zeit erkenn­bar ist zudem die pre­kä­re Situation des Krankenhausbetriebs und die Belastung des Personals.
    „Ein äußerst gelun­ge­nes und fes­seln­des Werk“ Screen International

    Credits:

    FR 2024, 143 Min., franz. OmU
    Regie & Kamera: Nicolas Philibert
    Schnitt: Nicolas Philibert, Janusz Baranek

    mit: den Patient:innen und den Betreuer:innen der Averroès und Rosa Parks Krankenhauseinheiten im Esquirol Krankenhaus, Charenton-le-Pont, Paris.

    Trailer:
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    [:en]

    A film by Nicolas Philibert. In French with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Averroès” and “Rosa Parks” are two psych­ia­tric units at the Esquirol Hospital in Paris. They belong to the same net­work as the “Adamant”, the floa­ting day cli­nic on the river Seine at the heart of Nicolas Philibert’s film Sur l’Adamant, win­ner of the Golden Bear at the 2023 Berlinale. In Averroès & Rosa Parks, Philibert con­ti­nues his explo­ra­ti­on of this topic. From indi­vi­du­al inter­views to mee­tings bet­ween pati­ents and carers, the film­ma­ker focu­ses on show­ing a form of psych­ia­try that con­ti­nu­al­ly stri­ves to make room for and reha­bi­li­ta­te the pati­ents’ words. Little by litt­le, each one eases open the door to their world. But within an incre­asing­ly worn-out health sys­tem, how can the for­sa­ken be given a place in socie­ty among the rest?

    Credits:

    FR 2024, 143 Min., franz. OmU
    Regie & Kamera: Nicolas Philibert
    Schnitt: Nicolas Philibert, Janusz Baranek

    mit: den Patient:innen und den Betreuer:innen der Averroès und Rosa Parks Krankenhauseinheiten im Esquirol Krankenhaus, Charenton-le-Pont, Paris.

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    [:]
  • [:de]Goodbye Julia[:]

    [:de]Goodbye Julia[:]

    [:de]

    Ein Film von Mohamed Kordofani.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Zwei Frauen, die sich nor­ma­ler­wei­se nie begeg­net wären: Die Geschichte einer unge­wöhn­li­chen und her­aus­for­dern­den Freundschaft spielt vor dem Hintergrund der sich anbah­nen­den Abstimmung über die Ablösung des Südsudan vom Norden im Jahr 2011, ist aber auch heu­te noch höchst aktu­ell und scheint lei­der zeit­los zu sein.
    Mona, bis zu ihrer Heirat mit dem Tischler Akram gefei­er­te nord-suda­ne­si­sche Sängerin und gut situ­iert, macht sich mit­schul­dig am Tod von Julias Mann. Julia lebt mit ihrem Sohn Daniel, wie die meis­ten Südsudanes:innen im Norden des Landes, in äußerst pre­kä­ren Verhältnissen. Um ihr Gewissen zu beru­hi­gen, nimmt die gläu­bi­ge Muslimin Mona die Katholikin Julia spon­tan als Hausangestellte bei sich auf. Nun weiß weder Julia, dass ihr Mann nicht mehr lebt, noch weiß Akram, der eigent­li­che Täter, wer Julia wirk­lich ist. Die bei­den Frauen freun­den sich an und unter­stüt­zen sich gegen­sei­tig, aber wie lan­ge kann Mona die­se Gebäude aus Lügen und Geheimnissen auf­recht erhal­ten?
    Schön ein­ge­fan­gen, in lan­gen Einstellungen und vie­len Nahaufnahmen, ist die stim­mi­ge Chemie zwi­schen den Darstellerinnen, und bei­de ver­lei­hen ihren Charakteren die nöti­ge Tiefe. Dabei sind sie zwar Öffentlichkeit gewohnt, aber Laien beim Film: Eiman Yousif (Mona) ist real auch suda­ne­si­sche Sängerin, und Siran Riak (Julia) stand als Miss Südsudan bereits im Rampenlicht.
    „Ehe-Zwist als Prolog zur Teilung der Nation: Bewunderungswürdig ele­gant zeigt Re­gisseur Mohamed Kordofani, wie Rassismus die Zwei-Klassen-Gesellschaft des Su­dans prägt – das führ­te 2011 zur Spaltung. Der wohl ers­te suda­ne­si­sche Spielfilm in deut­schen Kinos ist ein klei­nes Meisterwerk.“ Anne-Katrin Müller | kunst+film

    Credits:

    SD/SE/DE/SA/FR/EG 2023, 120 Min., arab. OmU,
    Regie: Mohamed Kordofani
    Kamera: Pierre de Villiers
    mit: Eiman Yousif, Siran Riak, Nazar Gomaa, Ger Duany 

    Trailer:
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    [:en]

    A film by Mohamed Kordofani.
    In Arabic with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Wracked by guilt after cove­ring up a mur­der, Mona a nor­t­hern Sudanese reti­red sin­ger in a ten­se mar­ria­ge tri­es to make amends by taking in the deceased’s sou­thern Sudanese widow, Julia, and her son, Daniel, into her home. Unable to con­fess her trans­gres­si­ons to Julia, Mona deci­des to lea­ve the past behind and adjust to a new sta­tus quo, una­wa­re that the country’s turm­oil may find its way into her home and put her face to face with her sins.

    Credits:

    SD/SE/DE/SA/FR/EG 2023, 120 Min., arab. OmU,
    Regie: Mohamed Kordofani
    Kamera: Pierre de Villiers
    mit: Eiman Yousif, Siran Riak, Nazar Gomaa, Ger Duany 

    Trailer:
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    [:]
  • [:de]Verbrannte Erde[:]

    [:de]Verbrannte Erde[:]

    [:de]

    Ein Film von Thomas Arslan. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Nach Im Schatten (2010, am 27. & 28.7. noch­mal im fsk) kommt end­lich der zwei­te Teil der Trilogie um den Berufskriminellen Trojan, gespielt von Mišel Matičević, ins Kino. Trojan, der aus einer ande­ren Zeit zu stam­men scheint, geht pro­fes­sio­nell und nüch­tern sei­ner Tätigkeit als Spezialist für Einbruchsdiebstahl nach. Wortkarg und ziel­ori­en­tiert ver­sucht er, wie­der auf die Beine zu kom­men, geht zurück nach Berlin, um dort anzu­knüp­fen, wo er vor vier­zehn Jahren abbre­chen muss­te, um sich in Sicherheit zu brin­gen. Schließlich wird ihm ein Job anver­traut, er sucht sich ein Team von eben­bür­ti­gen Spezialisten zusam­men, es geht end­lich wie­der los…Der Kameramann Reinhold Vorschneider kre­iert eine Nachtwelt vol­ler Lichter und Schatten, die die Protagonisten nie preis­gibt. Aber wir glau­ben Trojan zu ken­nen und erkun­den mit ihm das Labyrinth, ahnen den Verrat und wis­sen: dies ist erst der zwei­te Teil der Trilogie und Trojan wird über­le­ben. Oder?

    Was Christoph Hochhäusler schon im Vorjahr auf dem Festival bewie­sen hat­te, mit sei­nem wun­der­bar sinn­li­chen Bis ans Ende der Nacht, setzt sein Berliner-Schule-Kollege Arslan nun fort. Er ent­wirft ein Kino, das sich nicht zwi­schen Genre- und Autorenfilm ent­schei­den muss, zwi­schen Erdung und Veredelung, das sich nicht um sich selbst betrü­gen muss und des­halb so frei­mü­tig von Betrügereien erzählt — weil sie mit­un­ter viel schö­ner sein kön­nen als die soge­nann­te ehr­li­che Arbeit. Thomas Arslan hat sei­nem Meisterverbrecher Trojan 14 Jahre nach Im Schatten einen eben­bür­ti­gen zwei­ten Film geschenkt. Das ist vor allem wegen sei­nes Hauptdarstellers Mišel Matičević ein abso­lu­ter Glücksfall für das deut­sche Kino. Matičević ver­steht es, Intellekt und Physis zu ver­bin­den, Gefahr und Moralität, die Überschätzung der eige­nen Unverwundbarkeit und die sub­ti­le Vorahnung des Verhängnisses…“
    Daniel Moersener, Zeit Online, Artikel zur Berlinale 2024

    Credits:

    DE 2024, 101 Min., dt. OmeU
    Regie: Thomas Arslan
    Kamera: Reinhold Vorschneider
    Schnitt: Reinaldo Pinto Almeida
    mit Mišel Matičević, Marie Leuenberger, Alexander Fehling, Tim Seyfi, Bilge Bingül, Marie-Lou Sellem, Katrin Röver, Anja Schneider, Tamer Yiğit

    Trailer:
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    [:en]

    A film by Thomas Arslan. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Following In the Shadows, the film Scorched Earth is the second part of Thomas Arslan’s Trojan tri­lo­gy. Twelve years after care­er cri­mi­nal Trojan was forced to flee Berlin, the search for con­tracts leads him back to the city. Trojan is bro­ke and urgen­tly needs a new job. But Berlin has chan­ged and his old cont­acts are no lon­ger of much use. Plus, Trojan’s maxim of only ever working for cash is hard to fol­low in an incre­asing­ly digi­ta­li­sed world. So it takes some time befo­re the midd­le­wo­man Rebecca final­ly offers him the pro­s­pect of a lucra­ti­ve con­tract: a pain­ting by Caspar David Friedrich is to be sto­len from a muse­um. The heist unites Trojan with geta­way dri­ver Diana, his for­mer mate Luca and the young Chris. Everything looks pro­mi­sing, but the shadowy cli­ent and his hench­man Victor have their own plans for the pain­ting. Soon it beco­mes less about the money and more about get­ting out alive.

    Credits:

    DE 2024, 101 Min., dt. OmeU
    Regie: Thomas Arslan
    Kamera: Reinhold Vorschneider
    Schnitt: Reinaldo Pinto Almeida
    mit Mišel Matičević, Marie Leuenberger, Alexander Fehling, Tim Seyfi, Bilge Bingül, Marie-Lou Sellem, Katrin Röver, Anja Schneider, Tamer Yiğit

    Trailer:
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    [:]
  • [:de]Gagarin – Einmal schwerelos und zurück[:]

    [:de]Gagarin – Einmal schwerelos und zurück[:]

    [:de]

    ein Film von Fanny Liatard und Jérémy Trouilh.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Gagarin erzählt die Geschichte von Youri (Alseni Bathily), der guten Seele einer Nachbarschaft, der an der Idee und an den Erinnerungen eines soli­da­ri­schen Zusammenlebens fest­hält, bis es nicht mehr geht.
    Youri ist der selbst­er­nann­te Hausmeister einer 60er Jahre Siedlung in einer Vorstadt von Paris namens Gagarin. Obwohl er und sei­ne Freunde sich größ­te Mühe geben, kön­nen sie nicht ver­hin­dern, dass die Stadt beschließt, dass die Siedlung abge­ris­sen wer­den soll.
    Nach und nach zie­hen alle weg, nur Youri hat für sich beschlos­sen zu blei­ben. Erst mal fin­det Youri neue Freunde. Das Roma Mädchen Diana (Lyna Khoudri, The French Dispatch) ist fas­zi­niert von sei­nem Einsiedlertum und der Dealer Dali (Finnegan Oldfield, Corsage) lebt auch noch irgend­wo im Gebäudekomplex. Dann aber wird die ille­ga­le Siedlung von Dianas Familie von der Stadt auf­ge­löst. Und auch Dali ver­schwin­det nach eine gewalt­tä­ti­gen Auseinandersetzung mit den Bauarbeitern, die Gagarin ver­sie­geln und für die Sprengung vor­be­rei­ten. Als letz­ter Bewohner lebt Youri in der Siedlung wie in einem Raumschiff. Youri weiß, dass er sich in eine Sackgasse manö­vriert hat, und dass sei­ne Umgebung immer lebens­feind­li­cher wird. Aber Youri ist stur, er will sei­ne Mission, wie einen Parabelflug been­den und so arbei­tet er an einem Countdown, an des­sen Ende die Hochhaussiedlung Gagarin für ihn um Hilfe rufen soll. Leider zählt wäh­rend­des­sen noch ein ande­rer Countdown von 10 bis 0.

    Credits:

    FR 2020, 95 Min., franz. OmU
    Regie: Fanny Liatard, Jérémy Trouilh

    Kamera: Victor Seguin
    Schnitt: Daniel Darmon
    mit Alseni Bathily, Lyna Khoudri, Jamil McCraven, Finnegan Oldfield, Farida Rahouadj, Denis Lavant

    Trailer:
    Gagarin – Einmal schwe­re­los und zurück TLR 24p OmU Trailer
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    [:en]

    A film by Fanny Liatard and Jérémy Trouilh. In French with German subtitles.

    [Credits] [https://booking.cinetixx.de/frontend/#/movie/2278359999/2389522445] [Trailer]

    Gagarin erzählt die Geschichte von Youri (Alseni Bathily), der guten Seele einer Nachbarschaft, der an der Idee und an den Erinnerungen eines soli­da­ri­schen Zusammenlebens fest­hält, bis es nicht mehr geht.
    Youri ist der selbst­er­nann­te Hausmeister einer 60er Jahre Siedlung in einer Vorstadt von Paris namens Gagarin. Obwohl er und sei­ne Freunde sich größ­te Mühe geben, kön­nen sie nicht ver­hin­dern, dass die Stadt beschließt, dass die Siedlung abge­ris­sen wer­den soll.
    Nach und nach zie­hen alle weg, nur Youri hat für sich beschlos­sen zu blei­ben. Erst mal fin­det Youri neue Freunde. Das Roma Mädchen Diana (Lyna Khoudri, The French Dispatch) ist fas­zi­niert von sei­nem Einsiedlertum und der Dealer Dali (Finnegan Oldfield, Corsage) lebt auch noch irgend­wo im Gebäudekomplex. Dann aber wird die ille­ga­le Siedlung von Dianas Familie von der Stadt auf­ge­löst. Und auch Dali ver­schwin­det nach eine gewalt­tä­ti­gen Auseinandersetzung mit den Bauarbeitern, die Gagarin ver­sie­geln und für die Sprengung vor­be­rei­ten. Als letz­ter Bewohner lebt Youri in der Siedlung wie in einem Raumschiff. Youri weiß, dass er sich in eine Sackgasse manö­vriert hat, und dass sei­ne Umgebung immer lebens­feind­li­cher wird. Aber Youri ist stur, er will sei­ne Mission, wie einen Parabelflug been­den und so arbei­tet er an einem Countdown, an des­sen Ende die Hochhaussiedlung Gagarin für ihn um Hilfe rufen soll. Leider zählt wäh­rend­des­sen noch ein ande­rer Countdown von 10 bis 0.

    Credits:

    FR 2020, 95 Min., franz. OmU
    Regie: Fanny Liatard, Jérémy Trouilh

    Kamera: Victor Seguin
    Schnitt: Daniel Darmon
    mit Alseni Bathily, Lyna Khoudri, Jamil McCraven, Finnegan Oldfield, Farida Rahouadj, Denis Lavant

    Trailer:
    Gagarin – Einmal schwe­re­los und zurück TLR 24p OmU Trailer
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  • [:de]Was will der Lama mit dem Gewehr?[:]

    [:de]Was will der Lama mit dem Gewehr?[:]

    [:de]

    Ein Film von Pawo Choyning Dorji.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Im Jahr 2006 hält die Modernisierung Einzug im Königreich Bhutan: Als letz­tes Land der Erde erhält Bhutan Zugang zu Fernsehen und Internet. Doch die größ­te Veränderung steht noch bevor: Die Einführung der Demokratie. Nach sei­nem Oscar-nomi­nier­ten Spielfilmdebüt Lunana lie­fert Pawo Choyning Dorji mit The Monk and the Gun eine wit­zi­ge und warm­her­zi­ge Politsatire mit über­ra­schen­den Wendungen.

    Es war eine klei­ne Sensation: Im Jahr 2022 wur­de ein bhu­ta­ni­scher Filmemacher mit sei­nem ers­ten Spielfilm für die Oscars nomi­niert. Sein Film Lunana, den er aus­schließ­lich mit Solarenergie gedreht hat­te, fei­er­te gros­se Erfolge und lock­te allein in der Schweiz 15’000 Menschen in die Kinos. Mit The Monk and the Gun mel­det sich Pawo Choyning Dorji mit einem eben­so ver­gnüg­li­chen wie auch wohl­tu­en­den Film zurück: Während die Bevölkerung gera­de James Bond, das Fernsehen und das Internet ent­deckt hat, beschließt der König, sein Land wei­ter zu moder­ni­sie­ren, indem er Wahlen anbe­raumt, um ein par­la­men­ta­ri­sches System ein­zu­füh­ren. Doch kaum steht der poli­ti­sche Wandel bevor, beginnt die Machtgier die Gemüter der sonst so sanft­mü­ti­gen Bevölkerung zu erhit­zen. Dorji schickt drei Figuren auf die Reise, deren Wege sich vor atem­be­rau­ben­der Kulisse kreu­zen wer­den: Wahlleiterin Tshering Yangden soll in den Bergdörfern Testwahlen durch­füh­ren und ein jun­ger Mönch für die geheim­nis­vol­le Zeremonie sei­nes Meisters zwei Schusswaffen fin­den, wäh­rend ein US-ame­ri­ka­ni­scher Waffensammler ein altes Gewehr sucht.

    Was will ein Mönch mit einer Waffe? Dorjis pazi­fis­ti­sche Antwort ist in Zeiten wie die­sen schlicht eine Wohltat und die Seitenhiebe auf den Kapitalismus sind urko­misch. In sei­nem zwei­ten Spielfilm ent­puppt sich der jun­ge Regisseur als begna­de­ter Geschichtenerzähler, der das Publikum über die Motive sei­ner Figuren bis zum Schluss rät­seln lässt und die Spannung bra­vou­rös auf­recht­erhält. Ohne zu urtei­len und mit viel Respekt rich­tet Dorji sei­nen Blick auf das Geschehen und auf einen Moment in sei­ner Heimat, in dem poli­ti­sche Veränderungen mit den tra­di­tio­nel­len bud­dhis­ti­schen Werten kollidieren.

    Credits:

    The Monk and the Gun
    BT 2023, 107 Min., Dzongkha, Englisch OmU
    Regie: Pawo Choyning Dorji

    Kamera: Jigme Tenzing
    Schnitt: Hsiao-Yun Ku

    mit: Tandin Wangchuk, Deki Lhamo, Pema Zangmo Sherpa, Tandin Sonam, Harry Einhorn, Choeying Jatsho, Tandin Phubz, Yuphel Lhendup Selden, Kelsang Choejay

    Trailer:
    WAS WILL DER LAMA MIT DEM GEWEHR? l OmU Trailer
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    [:en]

    A film by Pawo Choyning Dorji. In Dzongkha and English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Kingdom of Bhutan, 2006. Modernization has final­ly arri­ved. Bhutan beco­mes the last coun­try in the world to con­nect to the inter­net and tele­vi­si­on, and now the big­gest chan­ge of all: demo­cra­cy. To teach the peo­p­le how to vote, the aut­ho­ri­ties orga­ni­ze a mock elec­tion, but the locals seem uncon­vin­ced. Traveling to rural Bhutan whe­re reli­gi­on is more popu­lar than poli­tics, the elec­tion super­vi­sor dis­co­vers that a monk is plan­ning a mys­te­rious cerem­o­ny for the elec­tion day.

    Credits:

    The Monk and the Gun
    BT 2023, 107 Min., Dzongkha, Englisch OmU
    Regie: Pawo Choyning Dorji

    Kamera: Jigme Tenzing
    Schnitt: Hsiao-Yun Ku

    mit: Tandin Wangchuk, Deki Lhamo, Pema Zangmo Sherpa, Tandin Sonam, Harry Einhorn, Choeying Jatsho, Tandin Phubz, Yuphel Lhendup Selden, Kelsang Choejay

    Trailer:
    WAS WILL DER LAMA MIT DEM GEWEHR? l OmU Trailer
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  • [:de]Crossing – Auf der Suche nach Tekla[:]

    [:de]Crossing – Auf der Suche nach Tekla[:]

    [:de]

    Ein Film von Levan Akin. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In jedem Road-Movie steckt immer auch ein Weg der Hauptfigur zu sich selbst, und Crossing schickt die Georgierin Lia los. Nach dem Tod ihrer gelieb­ten Schwester, die sie lan­ge pfleg­te, hat die streng wir­ken­de, pen­sio­nier­te Lehrerin das Gefühl, kei­ne Perspektive im Leben und nichts mehr zu ver­lie­ren zu haben. Allerdings hat sie einen Auftrag mit­be­kom­men: sie soll ihre ver­schol­le­ne trans Nichte Tekla, der sie einst sehr nahe stand, fin­den. Als ihr jun­ger Nachbar Achi behaup­tet, Teklas Adresse in Istanbul – eine Stadt, in der man gut ver­schwin­den kann, wenn man will – zu ken­nen, und zudem Englisch zu spre­chen, nimmt sie ihn wider­stre­bend mit auf die Suche. Die Reise ver­än­dert Lia zuse­hends. Durch ihre Beziehung zu Achi und ihre Begegnungen mit der trans Community in Istanbul, ins­be­son­de­re mit der lebens­lus­ti­gen, enga­gier­ten Anwältin Evrim, öff­net sich Lia all­mäh­lich und sieht die Welt und ihren Platz dar­in mit ande­ren Augen. Alle drei Protagonist:innen eint, in ihrem Leben gro­ße Opfer gebracht und Einschränkungen in Kauf genom­men zu haben, um die herr­schen­de Hegemonie, im per­sön­li­chen wie poli­ti­schem Umfeld, nicht zu stö­ren. Crossing ist ein leben­di­ger, unge­schön­ter Film über Solidarität, über die klei­nen Gesten der Güte, und des Verständnisses zwi­schen Fremden und inner­halb der Familie.
    In vie­ler­lei Hinsicht ist er auch ein Liebesbrief an Istanbul und sei­ne Geschichte, trotz der offen­sicht­li­chen, durch die Straßenkinder Izzet und Gulpembe ins Bild auf­ge­nom­me­nen Armut:
    „Istanbul ist ein Ort, an dem man auf engs­tem Raum gegen­sätz­li­che Welten antref­fen kann. Die eine Straße ist sehr reli­gi­ös, und wenn man zwei Straßen wei­ter­geht, ist man plötz­lich in einer quee­ren Oase, wo Männer händ­chen­hal­tend her­um­lau­fen. Diese Ambivalenz woll­te ich im Film dar­stel­len. Wenn Lia und Achi im Film ins que­e­re Viertel gehen, ist der kur­ze Weg, den sie gehen, der tat­säch­li­che Weg in der Realität. In Istanbul leben die unter­schied­lichs­ten Religionen, Menschen und, nicht zu ver­ges­sen, Katzen und Hunde.“ Levan Akin
    Teddy – Preis der Jury 2024 Berlinale – Panorama

    Credits:

    SE/DK/FR/TR/GE 2023, 105 Min., geor­gisch, tür­kisch, engl. OmU
    Regie: Levan Akin
    Kamera: Lisabi Fridell
    Schnitt: Emma Lagrelius, Levan Akin
    mit: Mzia Arabuli, Lucas Kankava, Deniz Dumanlı

    Trailer:
    CROSSING – Trailer OmU German | Deutsch
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    [:en]

    A film by Levan Akin. In Georgian, Turkish and English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Lia, a reti­red tea­cher, has made a pro­mi­se to find out what hap­pen­ed to her long-lost nie­ce, Tekla. When Lia lear­ns from a neigh­bour, Achi, that Tekla might have left their Georgian home­land and be living in Turkey, Lia and Achi set off tog­e­ther to find her. Arriving in Istanbul, they dis­co­ver a beau­tiful city full of con­nec­tions and pos­si­bi­li­ties. But sear­ching for someone who never inten­ded to be found is har­der than they expec­ted – until they meet Evrim, a lawy­er fight­ing for trans rights. As Lia and Achi wea­ve their way through the city’s back­streets, Tekla starts to feel clo­ser than ever.
    Levan Akin’s fourth fea­ture film is fil­led with an impres­si­ve emo­tio­nal imme­dia­cy. Two initi­al­ly hesi­tant stran­gers over­co­me not only ideo­lo­gi­cal but also inter­nal boun­da­ries on their mis­si­on and join forces. The topo­gra­phy of the city plays just as important a role in this ode to huma­ni­ty as the array of cha­rac­ters that live within it.

    Credits:

    SE/DK/FR/TR/GE 2023, 105 Min., geor­gisch, tür­kisch, engl. OmU
    Regie: Levan Akin
    Kamera: Lisabi Fridell
    Schnitt: Emma Lagrelius, Levan Akin
    mit: Mzia Arabuli, Lucas Kankava, Deniz Dumanlı 

    Trailer:
    CROSSING – Trailer OmU German | Deutsch
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    [:]
  • [:de]Sleeping Dogs – Manche Lügen sterben nie[:]

    [:de]Sleeping Dogs – Manche Lügen sterben nie[:]

    [:de]

    Ein Film von Adam Cooper.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Russell Crowe könn­te es sich mal so rich­tig gemüt­lich machen, statt­des­sen wer­den ihm immer wie­der Rollen anver­traut, die psy­chisch wie phy­sisch extrem for­dern, z.B. als Exorzist des Vatikans. Oder in Sleeping dogs, als ehe­ma­li­ger Cop der Mordkommission, der unter Alzheimer lei­det und nach einer anstren­gen­der Behandlung in sei­nen eige­nen vier Wänden auf­wacht und zurück in die Wirklichkeit fin­den muss. Dabei hilft ein Anruf, es geht um einen alten Fall, der damals über­führ­te Täter sitzt in der Todeszelle, aber nicht mehr lan­ge. Roy Freeman (Crowe) wird gebe­ten, sich an das Verbrechen zu erin­nern, denn viel­leicht wird ein Unschuldiger hin­ge­rich­tet. Freeman ver­sucht zu begrei­fen, wer er war und was es mit dem Fall auf sich hat­te. Die Fetzen der Erinnerung fügen sich lang­sam zu einem Bild zusam­men. Es ist das opu­len­te Gemälde eines Blutbades. Einmal in Bewegung gesetzt, hört das Rad nicht mehr auf, sich zu dre­hen. J. Remis, der alte Partner aus der der Mordkommission taucht auf, die Wissenschaftlerin L. Baines kann­te das Opfer Dr. Wieder nicht nur aus Arbeitszusammenhängen sehr gut, ihr Liebhaber H. Greenwood war dar­über mehr als irri­tiert. Kurz, die Szenerie belebt sich rasant. Während Freeman ursprüng­lich vor­hat­te, sein Gedächtnis zu trai­nie­ren, ist er in Wirklichkeit längst dabei, akri­bisch Teile eines Puzzles zusam­men­zu­fü­gen, in einem Film Noir mit unge­wis­sem Ausgang, an des­sen Ende er aber die Fähigkeit, sich wie­der erin­nern zu kön­nen, ver­flu­chen wird.

    Credits:


    DE 2023, 90 Min., engl. OV
    Regie: Adam Cooper

    Kamera: Ben Nott
    Schnitt: Matt Villa
    mit: Russell Crowe, Karen Gillan, Marton Csokas, Tommy Flanagan, Thomas M. Wright

    Trailer:
    SLEEPING DOGS | Official Trailer (Russell Crowe) | Paramount Movies
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    [:en]

    A film by Adam Cooper. In English.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In this grip­ping crime thril­ler, Russell Crowe stars as Roy Freeman, an ex-homic­i­de detec­ti­ve with a frac­tu­red memo­ry, forced to revi­sit a case he can’t remember.

    As a man’s life hangs in the balan­ce on death row, Freeman must pie­ce tog­e­ther the bru­tal evi­dence from a deca­de-old mur­der inves­ti­ga­ti­on, unco­ve­ring a sinis­ter web of buried secrets and betra­yals lin­king to his past.

    With only instincts to trust, he faces a chil­ling truth – some­ti­mes it’s best to let slee­ping dogs lie.

    Credits:


    DE 2023, 90 Min., engl. OV
    Regie: Adam Cooper

    Kamera: Ben Nott
    Schnitt: Matt Villa
    mit: Russell Crowe, Karen Gillan, Marton Csokas, Tommy Flanagan, Thomas M. Wright

    Trailer:
    SLEEPING DOGS | Official Trailer (Russell Crowe) | Paramount Movies
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    [:]
  • [:de]Gagarin – Einmal schwerelos und zurück[:]

    [:de]Gagarin – Einmal schwerelos und zurück[:]

    [:de]

    ein Film von Fanny Liatard und Jérémy Trouilh.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Gagarin erzählt die Geschichte von Youri (Alseni Bathily), der guten Seele einer Nachbarschaft, der an der Idee und an den Erinnerungen eines soli­da­ri­schen Zusammenlebens fest­hält, bis es nicht mehr geht.
    Youri ist der selbst­er­nann­te Hausmeister einer 60er Jahre Siedlung in einer Vorstadt von Paris namens Gagarin. Obwohl er und sei­ne Freunde sich größ­te Mühe geben, kön­nen sie nicht ver­hin­dern, dass die Stadt beschließt, dass die Siedlung abge­ris­sen wer­den soll.
    Nach und nach zie­hen alle weg, nur Youri hat für sich beschlos­sen zu blei­ben. Erst mal fin­det Youri neue Freunde. Das Roma Mädchen Diana (Lyna Khoudri, The French Dispatch) ist fas­zi­niert von sei­nem Einsiedlertum und der Dealer Dali (Finnegan Oldfield, Corsage) lebt auch noch irgend­wo im Gebäudekomplex. Dann aber wird die ille­ga­le Siedlung von Dianas Familie von der Stadt auf­ge­löst. Und auch Dali ver­schwin­det nach eine gewalt­tä­ti­gen Auseinandersetzung mit den Bauarbeitern, die Gagarin ver­sie­geln und für die Sprengung vor­be­rei­ten. Als letz­ter Bewohner lebt Youri in der Siedlung wie in einem Raumschiff. Youri weiß, dass er sich in eine Sackgasse manö­vriert hat, und dass sei­ne Umgebung immer lebens­feind­li­cher wird. Aber Youri ist stur, er will sei­ne Mission, wie einen Parabelflug been­den und so arbei­tet er an einem Countdown, an des­sen Ende die Hochhaussiedlung Gagarin für ihn um Hilfe rufen soll. Leider zählt wäh­rend­des­sen noch ein ande­rer Countdown von 10 bis 0.

    Credits:

    FR 2020, 95 Min., franz. OmU
    Regie: Fanny Liatard, Jérémy Trouilh

    Kamera: Victor Seguin
    Schnitt: Daniel Darmon
    mit Alseni Bathily, Lyna Khoudri, Jamil McCraven, Finnegan Oldfield, Farida Rahouadj, Denis Lavant

    Trailer:
    Gagarin – Einmal schwe­re­los und zurück TLR 24p OmU Trailer
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    [:en]

    A film by Fanny Liatard and Jérémy Trouilh. In French with German subtitles.

    [Credits] [https://booking.cinetixx.de/frontend/#/movie/2278359999/2389522445] [Trailer]

    Gagarin erzählt die Geschichte von Youri (Alseni Bathily), der guten Seele einer Nachbarschaft, der an der Idee und an den Erinnerungen eines soli­da­ri­schen Zusammenlebens fest­hält, bis es nicht mehr geht.
    Youri ist der selbst­er­nann­te Hausmeister einer 60er Jahre Siedlung in einer Vorstadt von Paris namens Gagarin. Obwohl er und sei­ne Freunde sich größ­te Mühe geben, kön­nen sie nicht ver­hin­dern, dass die Stadt beschließt, dass die Siedlung abge­ris­sen wer­den soll.
    Nach und nach zie­hen alle weg, nur Youri hat für sich beschlos­sen zu blei­ben. Erst mal fin­det Youri neue Freunde. Das Roma Mädchen Diana (Lyna Khoudri, The French Dispatch) ist fas­zi­niert von sei­nem Einsiedlertum und der Dealer Dali (Finnegan Oldfield, Corsage) lebt auch noch irgend­wo im Gebäudekomplex. Dann aber wird die ille­ga­le Siedlung von Dianas Familie von der Stadt auf­ge­löst. Und auch Dali ver­schwin­det nach eine gewalt­tä­ti­gen Auseinandersetzung mit den Bauarbeitern, die Gagarin ver­sie­geln und für die Sprengung vor­be­rei­ten. Als letz­ter Bewohner lebt Youri in der Siedlung wie in einem Raumschiff. Youri weiß, dass er sich in eine Sackgasse manö­vriert hat, und dass sei­ne Umgebung immer lebens­feind­li­cher wird. Aber Youri ist stur, er will sei­ne Mission, wie einen Parabelflug been­den und so arbei­tet er an einem Countdown, an des­sen Ende die Hochhaussiedlung Gagarin für ihn um Hilfe rufen soll. Leider zählt wäh­rend­des­sen noch ein ande­rer Countdown von 10 bis 0.

    Credits:

    FR 2020, 95 Min., franz. OmU
    Regie: Fanny Liatard, Jérémy Trouilh

    Kamera: Victor Seguin
    Schnitt: Daniel Darmon
    mit Alseni Bathily, Lyna Khoudri, Jamil McCraven, Finnegan Oldfield, Farida Rahouadj, Denis Lavant

    Trailer:
    Gagarin – Einmal schwe­re­los und zurück TLR 24p OmU Trailer
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  • [:de]Was will der Lama mit dem Gewehr?[:]

    [:de]Was will der Lama mit dem Gewehr?[:]

    [:de]

    Ein Film von Pawo Choyning Dorji.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Im Jahr 2006 hält die Modernisierung Einzug im Königreich Bhutan: Als letz­tes Land der Erde erhält Bhutan Zugang zu Fernsehen und Internet. Doch die größ­te Veränderung steht noch bevor: Die Einführung der Demokratie. Nach sei­nem Oscar-nomi­nier­ten Spielfilmdebüt Lunana lie­fert Pawo Choyning Dorji mit The Monk and the Gun eine wit­zi­ge und warm­her­zi­ge Politsatire mit über­ra­schen­den Wendungen.

    Es war eine klei­ne Sensation: Im Jahr 2022 wur­de ein bhu­ta­ni­scher Filmemacher mit sei­nem ers­ten Spielfilm für die Oscars nomi­niert. Sein Film Lunana, den er aus­schließ­lich mit Solarenergie gedreht hat­te, fei­er­te gros­se Erfolge und lock­te allein in der Schweiz 15’000 Menschen in die Kinos. Mit The Monk and the Gun mel­det sich Pawo Choyning Dorji mit einem eben­so ver­gnüg­li­chen wie auch wohl­tu­en­den Film zurück: Während die Bevölkerung gera­de James Bond, das Fernsehen und das Internet ent­deckt hat, beschließt der König, sein Land wei­ter zu moder­ni­sie­ren, indem er Wahlen anbe­raumt, um ein par­la­men­ta­ri­sches System ein­zu­füh­ren. Doch kaum steht der poli­ti­sche Wandel bevor, beginnt die Machtgier die Gemüter der sonst so sanft­mü­ti­gen Bevölkerung zu erhit­zen. Dorji schickt drei Figuren auf die Reise, deren Wege sich vor atem­be­rau­ben­der Kulisse kreu­zen wer­den: Wahlleiterin Tshering Yangden soll in den Bergdörfern Testwahlen durch­füh­ren und ein jun­ger Mönch für die geheim­nis­vol­le Zeremonie sei­nes Meisters zwei Schusswaffen fin­den, wäh­rend ein US-ame­ri­ka­ni­scher Waffensammler ein altes Gewehr sucht.

    Was will ein Mönch mit einer Waffe? Dorjis pazi­fis­ti­sche Antwort ist in Zeiten wie die­sen schlicht eine Wohltat und die Seitenhiebe auf den Kapitalismus sind urko­misch. In sei­nem zwei­ten Spielfilm ent­puppt sich der jun­ge Regisseur als begna­de­ter Geschichtenerzähler, der das Publikum über die Motive sei­ner Figuren bis zum Schluss rät­seln lässt und die Spannung bra­vou­rös auf­recht­erhält. Ohne zu urtei­len und mit viel Respekt rich­tet Dorji sei­nen Blick auf das Geschehen und auf einen Moment in sei­ner Heimat, in dem poli­ti­sche Veränderungen mit den tra­di­tio­nel­len bud­dhis­ti­schen Werten kollidieren.

    Credits:

    The Monk and the Gun
    BT 2023, 107 Min., Dzongkha, Englisch OmU
    Regie: Pawo Choyning Dorji

    Kamera: Jigme Tenzing
    Schnitt: Hsiao-Yun Ku

    mit: Tandin Wangchuk, Deki Lhamo, Pema Zangmo Sherpa, Tandin Sonam, Harry Einhorn, Choeying Jatsho, Tandin Phubz, Yuphel Lhendup Selden, Kelsang Choejay

    Trailer:
    WAS WILL DER LAMA MIT DEM GEWEHR? l OmU Trailer
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    [:en]

    A film by Pawo Choyning Dorji. In Dzongkha and English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Kingdom of Bhutan, 2006. Modernization has final­ly arri­ved. Bhutan beco­mes the last coun­try in the world to con­nect to the inter­net and tele­vi­si­on, and now the big­gest chan­ge of all: demo­cra­cy. To teach the peo­p­le how to vote, the aut­ho­ri­ties orga­ni­ze a mock elec­tion, but the locals seem uncon­vin­ced. Traveling to rural Bhutan whe­re reli­gi­on is more popu­lar than poli­tics, the elec­tion super­vi­sor dis­co­vers that a monk is plan­ning a mys­te­rious cerem­o­ny for the elec­tion day.

    Credits:

    The Monk and the Gun
    BT 2023, 107 Min., Dzongkha, Englisch OmU
    Regie: Pawo Choyning Dorji

    Kamera: Jigme Tenzing
    Schnitt: Hsiao-Yun Ku

    mit: Tandin Wangchuk, Deki Lhamo, Pema Zangmo Sherpa, Tandin Sonam, Harry Einhorn, Choeying Jatsho, Tandin Phubz, Yuphel Lhendup Selden, Kelsang Choejay

    Trailer:
    WAS WILL DER LAMA MIT DEM GEWEHR? l OmU Trailer
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