Ein Film von Karim Moussaoui.
Algerien heute. In einem Land zwischen Tradition und Moderne, das den bis in die 2000er-Jahre andauernden Bürgerkrieg noch nicht hinter völlig sich gelassen hat und von sozialen wie religiösen Gegensätzen geprägt wird, gibt es viel zu erzählen.
Hier sind es drei Geschichten aus verschiedenen Landesteilen und Milieus, die wie Zahnräder ineinandergreifen, als wollten sie das Land zusammen am Laufen halten. Der wohlhabende Mourad verfährt sich eines nachts in eine ihm unbekannte Gegend und sieht zufällig, wie zwei Männer einen dritten schwer verprügeln. Handlungsunfähig vor Angst schafft er es nicht, die Polizei zu rufen, und macht sich hernach bittere Vorwürfe.
Eine wunderbare Tanzszene und eine bollywoodeske Musikeinlage beschert uns die zweite Episode. Mourads junger Fahrer Djalil bringt die Nachbarn Aicha, ihre Schwester und ihren Vater übers Land zu einer entfernten Hochzeit. Eine Lebensmittelvergiftung setzt die beiden anderen ausser Gefecht, so dass Djalil und Aicha, die einst ein Paar waren, ein Nacht für sich haben. Eine Autopanne am nächsten Tag führt zum Arzt Dahman, der bald heiraten will. Geldprobleme plagen ihn, aber weit Schlimmeres kommt hervor: er soll während des Bürgerkriegs an einer Massenvergewaltigung beteiligt gewesen sein. Zwar kann er seine Unschuld beweisen, aber er war dabei und hat der Frau nicht geholfen. Jetzt verlangt sie, er solle ihr Kind adoptieren.
Regisseur Karim Moussaoui: „Der Film erzählt die Geschichte von drei Menschen, die sich an einem bestimmten Punkt ihres Lebens fragen, ob sie die richtigen Entscheidungen getroffen haben, auch deshalb, weil sie von ihrer Vergangenheit eingeholt werden.“
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Credits:
En attendant les hirondelles
Frankreich, Deutschland, Algerien, Katar 2017, 113 Min., arab. OmU
Regie: Karim Moussaoui
Kamera: David Chambille
Schnitt: Thomas Marchand
mit: Mohamed Djouhri, Sonia Mekkiou, Hania Amar, Mehdi Ramdani, Chawki Amari, Saadia Gacem, Hassan Kachach, Nadia Kaci, Samir El Hakim, Aure Atika
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Termine:
- noch keine oder keine mehr
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[nbsp]A film by Karim Moussaoui. In Arabic with German subtitles.
Algeria today. Past and present collide in the lives of a newly wealthy property developer, a young woman torn between the path of reason and sentiment and an ambitious neurologist impeded by wartime wrongdoings. Three stories that plunge us into the human soul of a contemporary Arab society.
“Some of the best scenes lie in this middle section, which at times recalls Abbas Kiarostami’s THROUGH THE OLIVE TREES, with two young people who, despite their mutual attraction, keep repelling each other like magnets as they wander along the winding roads of the desert. In one standout moment, Djalil and Aicha escape into an empty bar, where the latter performs a marvelous dance for an audience of one. And later on, their pivotal meet-up gets hijacked by a marching band, as if the famous entr’acte from Leo Carax’s HOLY MOTORS found its way into the Algerian backlands.” (Jordan Mintzer)
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Credits:
En attendant les hirondelles
Frankreich, Deutschland, Algerien, Katar 2017, 113 Min., arab. OmU
Regie: Karim Moussaoui
Kamera: David Chambille
Schnitt: Thomas Marchand
mit: Mohamed Djouhri, Sonia Mekkiou, Hania Amar, Mehdi Ramdani, Chawki Amari, Saadia Gacem, Hassan Kachach, Nadia Kaci, Samir El Hakim, Aure Atika
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Termine:
- noch keine oder keine mehr
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