In meinem Kopf ein Universum

jetzt im fsk Kino

ein Film von Maciej Pieprzyca

Ihr Sohn ist nicht mehr als Gemüse“ bekommt die Mutter von einer wenig empa­thi­schen Ärztin zu hören. Es ist das Jahr 1987, wir befin­den uns in Polen, doch nicht nur hier ist das Wissen um schwe­re Nervenerkrankungen noch nicht sehr ent­wi­ckelt. Mateus ist sechs, sie­ben Jahre alt und sitzt im Rollstuhl. Sprechen kann er nicht, bewegt sich nur rob­bend, doch im Gegensatz zu der Ärztin ahnen die Eltern, dass ihr Sohn alles ande­re als ein Gemüse ist. Die Jahre ver­ge­hen, Mateus wird älter. (…) Bald lässt ein Voice Over-Kommentar (mehr …)

Kategorie: archiv

  • In meinem Kopf ein Universum

    In meinem Kopf ein Universum

    jetzt im fsk Kino

    ein Film von Maciej Pieprzyca

    Ihr Sohn ist nicht mehr als Gemüse“ bekommt die Mutter von einer wenig empa­thi­schen Ärztin zu hören. Es ist das Jahr 1987, wir befin­den uns in Polen, doch nicht nur hier ist das Wissen um schwe­re Nervenerkrankungen noch nicht sehr ent­wi­ckelt. Mateus ist sechs, sie­ben Jahre alt und sitzt im Rollstuhl. Sprechen kann er nicht, bewegt sich nur rob­bend, doch im Gegensatz zu der Ärztin ahnen die Eltern, dass ihr Sohn alles ande­re als ein Gemüse ist. Die Jahre ver­ge­hen, Mateus wird älter. (…) Bald lässt ein Voice Over-Kommentar (mehr …)

  • Tristia – Eine Schwarzmeer Odyssee

    Tristia – Eine Schwarzmeer Odyssee

    Einmal um das Schwarze Meer, das unbe­kann­te und sagen­um­wo­be­ne Gewässer. Stanislaw Muchas Odyssee führt durch sie­ben Länder: dort, wo die Grenze zwi­schen Asien und Europa ver­läuft. „Die Komik und Tragik im Film ent­ste­he allei­ne durch die star­ken Kontraste am Schwarzen Meer. So gebe es vie­le schö­ne aber noch mehr häss­li­che Orte.“ (Duisburger Protokolle) „Anstelle von Kulturwissenschaftlern und Historikern kom­men Menschen am Wegrand zu Wort, denen der Überlebenskampf ins Gesicht geschrie­ben ist. Sie posie­ren flüch­ti­ge Momente lang vor der Kamera und wer­den in ver­meint­lich bana­le Small Talks ver­wi­ckelt, die nie län­ger als zwei­ein­halb Minuten dau­ern.“ (epd film)

    tristia2D 2014, 98 Min.,

    Regie: Stanislaw Mucha

  • Nordlichter 2015

    Nordlichter 2015

    30.April – 13.Mai

    Nordlichter – das sind 5 neue Skandinavische Filme aus dem Programm der Nordischen Filmtage Lübeck:
    Ich bin dein, der Preisträgerfilm der nor­we­gisch-paki­sta­ni­schen Regisseurin Iram Haq, dreht sich um eine jun­ge Frau, die sich mit den Erwartungen an sie aus­ein­an­der­set­zen muss. – Lukas Moodysson (Fucking Amal, Tilsammens) erzählt in Wir sind die Besten von Bobo und (mehr …)

  • Bande de filles

    Bande de filles

    ein Film von Céline Sciamma

    Marieme lebt mit ihrer Familie in der Pariser Banlieue. Die Mutter sorgt fürs Einkommen, der gro­ße Bruder kom­man­diert alle her­um und sie ver­sorgt die jün­ge­ren Schwestern. Außerfamiliär ist es nicht bes­ser. In der Nachbarschaft geben Jungs den Ton an und (mehr …)

  • Leviathan

    Leviathan

    Die Halbinsel Kola an der Barentsee – hier lebt Kolja mit Lilya, sei­ner zwei­ten Frau und Roma, sei­nem Sohn aus ers­ter Ehe, in einem Haus samt Werkstatt mit wun­der­ba­rem Blick über die Bucht. Seit Generationen ist der Grund im Besitz sei­ner Familie, aber jetzt hat der aktu­el­le Bürgermeister des Ortes den Wert des Grundstücks erkannt. Er will es kau­fen und droht mit Enteignung, als sich Kolja wei­gert. Der Automechaniker wen­det sich an sei­nen alten Armeefreund Dmitri, einen erfolg­rei­chen Anwalt aus Moskau. Sollte man vor Gericht (mehr …)

  • Sacro Gra – Das andere Rom

    Sacro Gra – Das andere Rom

    GRA ist ein Autobahnring, der die ita­lie­ni­sche Hauptstadt auf 70 km Länge umkreist. In sei­nem preis­ge­krön­ten Film inter­es­siert sich Regisseur Gianfranco Rosi weni­ger für die Mammutautobahn an sich, son­dern für die unzäh­li­gen Geschichten und Figuren um sie her­um. Er por­trä­tiert unge­wöhn­li­che Menschen, die hier an der Peripherie, im Niemandsland leben: Der Biologe Francesco führt einen ver­zwei­fel­ten Kampf gegen (mehr …)

  • Eine neue Freundin

    Eine neue Freundin

    Claire und Laura waren bes­te Freundinnen. Als Laura stirbt, bricht nicht nur für Lauras Ehemann David eine Welt zusam­men, son­dern auch für Claire. Nach Tagen rafft sie sich auf, um David zu besu­chen. Auf ihr Klingeln reagiert nie­mand. Da die Tür ange­lehnt ist, tritt sie ein – und über­rascht David in Lauras Kleidern. In ihrem vor­bild­lich gut­bür­ger­li­chen Universum – Häuschen, Bürojob, Doppelpärchenessen – löst der Anblick ein klei­nes Erdbeben aus. Dennoch besucht sie ihn auf sein Bitten hin erneut. Ohne es recht zu wol­len, (mehr …)

  • 183 Tage – Der Auschwitz-Prozess

    auschwitz183 Tage – Der Auschwitz-Prozeß  In einer Zeit, wo nur noch weni­ge Überlebende und Zeugen von den Machenschaften der Nationalsozialisten berich­ten kön­nen, gewin­nen Bild- und Tondokumente immer mehr an Bedeutung: Dieser Film ist ein Beispiel dafür, wie die­se Dokumente genutzt wer­den kön­nen, um Zusammenhänge auf­zu­zei­gen, aber auch wei­ter­hin die (mehr …)

  • Timbuktu

    Timbuktu

    [indie­ki­no Club]

    Das tat­säch­li­che Timbuktu hat mit dem mythi­schen Ort der Vergangenheit wenig zu tun, denn dem Sand der Sahara lässt sich nichts ent­ge­gen­set­zen. Aus der Wüste kom­men auch die Dschihadisten in die Stadt, lang­sam ent­steht eine Atmosphäre der laten­ten Bedrohung durch die Besatzer, die in der Stadt rum­lun­gern und Schritt für Schritt Verbote und Restriktionen durch­set­zen. Die Familie von Kidame und Satima lebt drau­ßen vor der Stadt, aber der Kommandant der Miliz beginnt um Satima zu werben.

    Tatsächlich wur­de Timbuktu 2012 durch eine Splittergruppe von Steinzeit-isla­mis­ten besetzt, die die Scharia ein­führ­ten und his­to­ri­sche mus­li­mi­sche Stätten beschä­dig­ten. Sissako hat das Thema nicht dra­ma­ti­siert, son­dern beob­ach­tet genau die all­mäh­li­che Brutalisierung des Alltags der Menschen durch die Eindringlinge, die ihre Macht demons­trie­ren. Der Film bleibt dadurch sowohl kon­kret bei einer poli­ti­schen Strömung als auch uni­ver­sell als Zeugnis der Unterdrückung als rei­ner Selbstzweck.

    Das Tolle dar­an ist, wie Sissako, der schon mit sei­nen Filmen Bamako (2006) und Heremakono (2002) über­rasch­te, all dies nicht als das gro­ße Jenseits unse­rer Vorstellungskraft insze­niert, son­dern als Alltag und Normalität. Und das heißt nicht, dass er die Härte und die Gewalttätigkeit der Situation aus­spart oder baga­tel­li­siert, im Gegenteil, er fängt sie von der ers­ten Szene an ein, aber auf eine lako­ni­sche Weise.“
    (Cristina Nord, TAZ)

    Mali 2014, 97 Min., ara­bisch, bam­ba­ra, franz. OmU

    Regie:
    Abderrahmane Sissako

    Buch:
    Abderrahmane Sissako, Kessen Tall,
    Kamera:
    Sofian El Fani
    Schnitt:
    Nadia Ben Rachid

    mit: Abel Jafri, Toulou Kiki, Kettly Noel

  • Das merkwürdige Kätzchen

    Das merkwürdige Kätzchen

    Ein Film von Ramon Zürcher.

     [Credits]  [Trailer]

    An einem Samstag im Herbst sind Karin und Simon bei ihren Eltern und der jüngs­ten Schwester Clara zu Besuch. Die Zusammenkunft der Familie ist Anlass für ein gemein­sa­mes Abendessen, zu dem im Verlauf des Tages auch wei­te­re Verwandte erschei­nen. Während die Familienangehörigen die Wohnung mit ihren Gesprächen, Alltagshandlungen und Kochvorbereitungen bele­ben, strei­fen die Katze und der Hund durch die Räume. Auch sie wer­den zu einem zentralen
    Bestandteil die­ses fami­liä­ren Alltagsreigens, der immer wie­der über­höh­te Elemente auf­weist, die einer natu­ra­lis­ti­schen Darstellungsweise ent­ge­gen­wir­ken. So öff­nen sich Nebenräume zwi­schen Familiendrama, Märchen und dem Psychogramm einer Mutter.

    Credits:

    Deutschland 2013.
    Regie, Buch, Schnitt: Ramon Zürcher

    Kamera: Alexander Haßkerl
    Kostüme: Dorothée Bach
    Ton: Benjamin Kalisch
    Musik: Thee More Shallows
    Szenenbild: Matthias Werner, Sabine Kassebaum
    Maske: Vivien Rahn
    Herstellungsleitung: Myriam Eichler
    Producer: Johanna Bergel, Silvan Zürcher

    Produktion: dffb, Berlin, in Koproduktion mit Ramon und Silvan Zürcher und Alexander Haßkerl

    Darsteller: Jenny Schily (Mutter), Anjorka Strechel (Karin), Mia Kasalo (Clara), Luk Pfaff (Simon), Matthias Dittmer (Vater), Armin Marewski (Schwager), Leon Alan Beiersdorf (Jonas), Sabine Werner (Tante), Kath-
    leen Morgeneyer (Hanna), Monika Hetterle (Großmutter), Gustav Körner
    (Nachbarsjunge), Lea Draeger (Frau auf Balkon)

    Format: DCP, Farbe. Länge: 72 Minuten. Sprache: Deutsch.
    Uraufführung: 11. Februar 2013, Forum der Berlinale

     

    Trailer:

    „Das merk­wür­di­ge Kätzchen” Trailer

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