183 Tage – Der Auschwitz-Prozess

auschwitz183 Tage – Der Auschwitz-Prozeß  In einer Zeit, wo nur noch weni­ge Über­le­ben­de und Zeu­gen von den Machen­schaf­ten der Natio­nal­so­zia­lis­ten berich­ten kön­nen, gewin­nen Bild- und Ton­do­ku­men­te immer mehr an Bedeu­tung: Die­ser Film ist ein Bei­spiel dafür, wie die­se Doku­men­te genutzt wer­den kön­nen, um Zusam­men­hän­ge auf­zu­zei­gen, aber auch wei­ter­hin die Erin­ne­rung wach­zu­hal­ten und immer wie­der zu sen­si­bi­li­sie­ren, jen­seits aller not­wen­di­gen Auf­klä­rung. „Fünf­zehn Jah­re gin­gen ins Land der Täter, bis eine deut­sche Staats­an­walt­schaft erst­mals sys­te­ma­ti­sche Ermitt­lun­gen gegen Ange­hö­ri­ge der Lager-SS von Ausch­witz ein­lei­te­te. Obschon die Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den von Amts wegen ver­pflich­tet waren, die von Deut­schen began­ge­nen Ver­bre­chen auf­zu­klä­ren, blie­ben die im Konzentrations- und Ver­nich­tungs­la­ger Ausch­witz (1940–1945) ver­üb­ten Mas­sen­mor­de weit­ge­hend ohne Ver­fol­gung. Am 20. Dezem­ber 1963 wur­de der größ­te Straf­pro­zess der deut­schen Nach­kriegs­ge­schich­te auf­ge­nom­men. Der vom hes­si­schen Gene­ral­staats­an­walt Fritz Bau­er initi­ier­te Pro­zess, der 183 Ver­hand­lungs­ta­ge andau­er­te, hat für die Öffent­lich­keit eine über­ra­gen­de Bedeu­tung erlangt. In dem Ver­fah­ren kam die Stim­me der Opfer zu Gehör. 211 Auschwitz-Überlebende sag­ten in Frank­furt am Main aus. Was nun das Kon­zept des Films betrifft, so ist dies ein Mikro­kos­mos im gro­ßen Makro­kos­mos anhand von vier Ange­klag­ten und die dazu­ge­hö­ri­gen Zeu­gen­aus­sa­gen, Eröff­nungs­be­schlüs­se und Urteils­ver­kün­dun­gen. Wir gehen sozu­sa­gen mit einer Lupe auf das Han­deln von vier Men­schen ein, von 8.000 Män­nern und Frau­en des Wach­per­so­nals von Ausch­witz, die zu einem sehr gro­ßen Teil für all das was in Ausch­witz geschah, stell­ver­tre­tend ver­ant­wort­li­ch waren.“ (Produktion/Verleih)

D 2014,  174 Min.

Buch & Regie: Janu­sch Koz­mins­ki,

Kame­ra: Ange­li­ka Weber Janusz Potow­ski, Schnitt: Valen­tin Metz

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