Black Tea

Ein Film von Abderrahmane Sissako.

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

Aya, eine jun­ge ivo­ri­sche Frau, sagt an ihrem Hochzeitstag zum Erstaunen und Entsetzen aller „Nein“. Sie lässt die Elfenbeinküste hin­ter sich und beginnt ein neu­es Leben in Guangzhou, China. In die­sem pul­sie­ren­den Viertel, „Chocolate City“ genannt, zählt die afri­ka­ni­sche Diaspora offi­zi­ell 20000 Menschen, geschätzt wird aber ein viel­fa­ches. Hier trifft die afri­ka­ni­sche auf die chi­ne­si­sche Kultur, hier fin­det Aya Arbeit in einem tra­di­tio­nel­len Tee-Laden. Der chi­ne­si­sche Besitzer Cai weist sie in die Kunst der Teezeremonie ein und lang­sam ent­wi­ckelt sich eine zärt­li­che Liebe zwi­schen den bei­den, eine behut­sa­me und sinn­li­che Annäherung, gelei­tet von Interesse, Neugier und Offenheit.
Abderrahmane Sissako (Regisseur u.a. von Bamako und TimbuktuBlack Tea ist sein sechs­ter Film im fsk-Kino) wirft einen höchst fas­zi­nie­ren­den Blick auf die Verflechtung der Kulturen in unse­rer heu­ti­gen glo­ba­li­sier­ten Welt. Recherchiert haben Sissako und sei­ne Drehbuchautorin Kessen Tall in Guangzhou, gedreht aber wur­de in Taiwan.
„China und Afrika unter­hal­ten viel­fa­che Beziehungen, da liegt es doch nahe, dass Menschen sich auch pri­vat näher­kom­men. Allerdings sind die Beziehungen nicht immer kon­flikt­frei: Rassismus ist in China stark ver­brei­tet, bei den Wirtschaftsbeziehungen geht es um Weltmachtpolitik und nicht um Völkerfreundschaft.
Abderrahmane Sissako weiß das alles, aber ihm geht es um eine posi­ti­ve Utopie: Black Tea hat etwas von der Traumatmosphäre des gro­ßen Studiokinos. Die Kultur des Tees, die auf jahr­hun­der­te­al­tem Wissen und auf Plantagen in wun­der­schö­nen Landschaften beruht, ist so etwas wie eine moder­ne Religion, auf die sich ein Mann aus China und eine Frau aus der Elfenbeinküste eini­gen kön­nen. Je mehr Aya und Cai ein­an­der näher­kom­men, des­to deut­li­cher wird auch eine lan­ge Geschichte der Beziehungen zwi­schen China und Afrika erkenn­bar. Politik ist all­ge­gen­wär­tig in Black Tea, aber sie bleibt im Hintergrund. Im Vordergrund sehen wir eine fast schon zere­mo­ni­el­le, äußerst sub­til insze­nier­te Romanze mit Hindernissen, die zum Schönsten gehört, das man zuletzt im Kino sehen konn­te.“
Bert Rebhandl | Tip-Magazin

Credits:

FR/MR/LU/TW/CI 2024, 111 Min., Mandarin, Französisch, Englisch, Portugiesisch OmU
Regie: Abderrahmane Sissako
Kamera: Aymerick Pilarski
Schnitt: Nadia Ben Rachid
mit Nina Mélo, Chang Han, Wu Ke-Xi, Michael Chang

Trailer:
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Kategorie: Vorstellung

  • Black Tea

    Black Tea

    Ein Film von Abderrahmane Sissako.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Aya, eine jun­ge ivo­ri­sche Frau, sagt an ihrem Hochzeitstag zum Erstaunen und Entsetzen aller „Nein“. Sie lässt die Elfenbeinküste hin­ter sich und beginnt ein neu­es Leben in Guangzhou, China. In die­sem pul­sie­ren­den Viertel, „Chocolate City“ genannt, zählt die afri­ka­ni­sche Diaspora offi­zi­ell 20000 Menschen, geschätzt wird aber ein viel­fa­ches. Hier trifft die afri­ka­ni­sche auf die chi­ne­si­sche Kultur, hier fin­det Aya Arbeit in einem tra­di­tio­nel­len Tee-Laden. Der chi­ne­si­sche Besitzer Cai weist sie in die Kunst der Teezeremonie ein und lang­sam ent­wi­ckelt sich eine zärt­li­che Liebe zwi­schen den bei­den, eine behut­sa­me und sinn­li­che Annäherung, gelei­tet von Interesse, Neugier und Offenheit.
    Abderrahmane Sissako (Regisseur u.a. von Bamako und TimbuktuBlack Tea ist sein sechs­ter Film im fsk-Kino) wirft einen höchst fas­zi­nie­ren­den Blick auf die Verflechtung der Kulturen in unse­rer heu­ti­gen glo­ba­li­sier­ten Welt. Recherchiert haben Sissako und sei­ne Drehbuchautorin Kessen Tall in Guangzhou, gedreht aber wur­de in Taiwan.
    „China und Afrika unter­hal­ten viel­fa­che Beziehungen, da liegt es doch nahe, dass Menschen sich auch pri­vat näher­kom­men. Allerdings sind die Beziehungen nicht immer kon­flikt­frei: Rassismus ist in China stark ver­brei­tet, bei den Wirtschaftsbeziehungen geht es um Weltmachtpolitik und nicht um Völkerfreundschaft.
    Abderrahmane Sissako weiß das alles, aber ihm geht es um eine posi­ti­ve Utopie: Black Tea hat etwas von der Traumatmosphäre des gro­ßen Studiokinos. Die Kultur des Tees, die auf jahr­hun­der­te­al­tem Wissen und auf Plantagen in wun­der­schö­nen Landschaften beruht, ist so etwas wie eine moder­ne Religion, auf die sich ein Mann aus China und eine Frau aus der Elfenbeinküste eini­gen kön­nen. Je mehr Aya und Cai ein­an­der näher­kom­men, des­to deut­li­cher wird auch eine lan­ge Geschichte der Beziehungen zwi­schen China und Afrika erkenn­bar. Politik ist all­ge­gen­wär­tig in Black Tea, aber sie bleibt im Hintergrund. Im Vordergrund sehen wir eine fast schon zere­mo­ni­el­le, äußerst sub­til insze­nier­te Romanze mit Hindernissen, die zum Schönsten gehört, das man zuletzt im Kino sehen konn­te.“
    Bert Rebhandl | Tip-Magazin

    Credits:

    FR/MR/LU/TW/CI 2024, 111 Min., Mandarin, Französisch, Englisch, Portugiesisch OmU
    Regie: Abderrahmane Sissako
    Kamera: Aymerick Pilarski
    Schnitt: Nadia Ben Rachid
    mit Nina Mélo, Chang Han, Wu Ke-Xi, Michael Chang

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  • Step across the border

    Step across the border

    Ein Film von Nicolas Humbert und Werner Prenzel.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ein Film vol­ler Musik von Fred Frith, sowohl solo, als auch gemein­sam mit ande­ren Musikern. „Was ist ein Musiker ande­res, als ein Organisator von Sounds?“ fragt Frith. Die Regisseure haben das beher­zigt und sich als Organisatoren von Bildern betä­tigt, die ver­dammt gut zu sei­ner Musik pas­sen: Also los : Step across the Border!

    Fred Frith, John Zorn, Arto Lindsay, Ciro Battista, Iva Bitová, Bob Ostertag, Joey Baron, Jonas Mekas, Robert Frank – ver­eint in einer Zelluloid-Improvisation über Rhythmus, Bilderlust und Lebensfreude. Konzertmitschnitte, Interviews in her­un­ter­ge­kom­me­nen Hotelzimmern und Kamerafahrten durch Metropolen wie New York und Tokio ver­mi­schen sich zu einer mit­rei­ßen­den Klangreise. Musik und Bild sind eigen­stän­dig, kei­nes unter­wirft sich dem ande­ren und doch erge­ben sich Überschneidungen, die mal komisch, mal absurd, mal ein­fach schön sind – wie die Maisfelder im Wind, die einen magi­schen Augenblick lang im Rhythmus von Friths Improvisationen schwin­gen. Step Across The Border ist ein schwarz-wei­ßes Augenzwinkern über den Zusammenhang zwi­schen Schnellbahnen, Stürmen und elek­tri­schen Gitarren und ein meis­ter­haf­ter Diskurs über den Geist des Musik- und des Filme-Machens.” (DOK.fest München 2024)

    Credits:

    CH/DE 1989, 90 Min., engl. OmU,
    Regie: Nicolas Humbert, Werner Prenzel
    Kamera: Oscar Salgado
    mit den Musiker*innen: Fred Frith, Iva Bittova, Tom Cora, Pavel Fajt, Eitetsu Hayashi, Zeena Parkins, Tim Hodgekison, Arto Lindsey, Bob Ostertag, John Zorn u.v.a.

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  • Das Fest geht weiter!

    Das Fest geht weiter!

    Ein Film von Robert Guédiguian. 

    [Credits] [Tickets& Termine] [Trailer]


    Nach einem Ausflug ins afri­ka­ni­sche Mali kehrt der fran­zö­si­sche Regisseur Robert Guédiguian für Das Fest geht wei­ter in sei­ne Heimat Marseille zurück, der Stadt in der er einen Großteil sei­ner Filme insze­niert hat, deren Menschen und Macken er kennt und por­trä­tiert wie kein Zweiter. Fast doku­men­ta­risch mutet sein Blick daher an, sozia­lis­tisch und huma­nis­tisch, wenn­gleich auch zuneh­mend skeptisch.Am 5. November 2018 stürz­ten in Marseille zwei Gebäude ein, acht Menschen kamen unter den Trümmern ums Leben. Schauplatz war das Viertel Noailles, unweit des Hafens gele­gen, dort wo das tra­di­tio­nel­le Marseille noch deut­li­cher zu spü­ren ist, als in den schi­cke­ren, moder­ne­ren Vierteln. …
    Mit Bildern der ein­ge­stürz­ten Häuser beginnt Das Fest geht wei­ter und ver­or­tet sich dadurch kon­kret in Raum und Zeit, auch wenn sich im Folgenden die Geschichte um fik­ti­ve Figuren ent­wi­ckelt. Die wer­den aller­dings von Schauspielern ver­kör­pert, die schon oft in den Filmen von Robert Guédiguian zu sehen waren, die dadurch fast eben­so wie Einwohner von Marseille wir­ken, wie der Autor und Regisseur selbst zu einer Art Chronist sei­ner Heimatstadt gewor­den ist.
    Hauptfigur ist Rosa, Witwe, Mutter von zwei schon erwach­se­nen Söhnen. Als Krankenschwester arbei­tet sie, bald will sie in den Ruhestand gehen, was für eine umtrie­bi­ge, sozi­al enga­gier­te Person wie sie es ist, kaum denk­bar erscheint. Nicht nur im Krankenhaus, auch im Privaten küm­mert sich Rosa eher um ande­re Menschen als um sich selbst … . Aus die­sem Grund kan­di­diert die umtrie­bi­ge Rosa auch bei den bald anste­hen­den Kommunalwahlen, ange­sichts ihrer Beliebtheit im Viertel steht ihrem Einzug in den Stadtrad nichts ent­ge­gen. Doch dann lernt Rosa Alice Vater Henri ken­nen, der gera­de sein klei­nes Buchgeschäft auf­ge­ge­ben hat und sich nun end­gül­tig aus­schließ­lich den schö­nen Dingen des Lebens wid­men möch­te. Zum ers­ten Mal seit sehr lan­ger Zeit spürt Rosa das Bedürfnis, sich mehr um sich selbst zu küm­mern.
    Auf dem Papier könn­te man Das Fest geht wei­ter für eine leich­te, harm­lo­se roman­ti­sche Komödie hal­ten, in der ein älte­res Paar ein spä­tes Glück erlebt. Doch auch wenn Robert Guédiguian nicht mit Bildern glei­ßen­der Sonnenuntergänge spart, in denen Marseille traum­haft schön wirkt, hat sein Film auch eine ande­re Ebene. Als aus­ge­wie­se­ner Sozialist hat der inzwi­schen 71jährige Regisseur immer wie­der die Notwendigkeit und Bedeutung von per­sön­li­chem Engagement the­ma­ti­siert, vom gesell­schaft­li­chen Miteinander, von Bürgerinitiativen und leb­haf­ten, laut­star­ken Protesten.“ Michael Meyns

    Credits:

    Et la fête con­ti­nue ! 
    FR/IT 2023, 106 Min., frz. OmU
    Regie: Robert Guédiguian
    Kamera: Pierre Milon
    Schnitt: Bernard Sasia
    mit: Ariane Ascaride, Jean-Pierre Darroussin, Gérard Meylan, Lola Naymark, Grégoire Leprince-Ringuet, Robinson Stévenin.

    Trailer:
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  • Zikaden

    Zikaden

    Ein Film von  Ina Weisse.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Isabell erkennt erschro­cken, dass ihre Eltern nicht mehr allei­ne zurecht­kom­men, und muss sich küm­mern. Während sie pen­delt, zwi­schen Berlin und dem bran­den­bur­gi­schen Land, wo ihr einst berühm­ter Architekten-Vater ein Haus im moder­nis­ti­schen Stil hat bau­en las­sen, sucht sie ver­zwei­felt Pflegepersonal. Die Eltern müs­sen auch noch davon über­zeugt wer­den, sich hel­fen zu las­sen. In die­ser ange­spann­ten Situation trifft Isabell im Ort immer wie­der auf die eigen­wil­li­ge Anja, eine allein­er­zie­hen­de Mutter, die mit ihren eige­nen Herausforderungen zu kämp­fen hat. Als Anja und ihre klei­ne Tochter Greta zuneh­mend in Isabells Leben tre­ten, ent­steht eine uner­war­te­te Bindung zwi­schen den bei­den Frauen. Gleichzeitig beginnt Isabell, an dem Leben zu zwei­feln, das sie bis­lang für sicher und ver­traut hielt, zumal ihre Ehe mit Philippe ers­te Risse zeigt.
    Ina Weisse: „Ist zwi­schen den bei­den sehr unter­schied­li­chen Frauen, die aus ganz unter­schied­li­chen Milieus kom­men, eine Freundschaft mög­lich? Sie tref­fen in einer schwie­ri­gen Phase ihres Lebens auf­ein­an­der. Sie rin­gen um Selbstbestimmung. Sie  sind so damit beschäf­tigt, sich um  ande­re zu küm­mern, dass sie sich selbst ver­ges­sen haben. Die Annäherung, wie sie sich gegen­sei­tig beob­ach­ten, vor­ein­an­der zurück­wei­chen, ver­un­si­chert sind und dann wie­der auf­ein­an­der zuge­hen, die­se Zwischentöne sind inter­es­sant für mich.“ 
    „… ein Film, der immer in Bewegung ist, obwohl Stasis herrscht, Eiszeit in den som­mer­li­chen Bildern von Kamerafrau Judith Kaufmann, der kei­nen fes­ten Boden unter die Füße bekommt im ste­ten Rhythmus, den Hansjörg Weißbrich ein­mal mehr traum­wand­le­risch sicher gefun­den hat: eine Frau, naja, am Rande des Nervenzusammenbruchs, der das Leben zu ent­glei­ten droht, die har­mo­ni­sche Fassade vor ihren Augen zer­brö­selt. Entsprechend kreist alles um das Haus der Eltern in der Provinz, das der Vater ent­wor­fen und gebaut hat, ein Haus vol­ler Geister und Erinnerungen.“ Thomas Schultze |SPOT media & film

    Credits:

    DE/FR 2024, 100 Min.
    Regie:  Ina Weisse 

    Kamera: Judith Kaufmann
    Schnitt: Hansjörg Weißbrich
    mit Nina Hoss, Saskia Rosendahl, Vincent Macaigne, Thorsten Merten

    Trailer:
    ZIKADEN | Trailer deutsch
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  • Black Tea

    Black Tea

    Ein Film von Abderrahmane Sissako.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Aya, eine jun­ge ivo­ri­sche Frau, sagt an ihrem Hochzeitstag zum Erstaunen und Entsetzen aller „Nein“. Sie lässt die Elfenbeinküste hin­ter sich und beginnt ein neu­es Leben in Guangzhou, China. In die­sem pul­sie­ren­den Viertel, „Chocolate City“ genannt, zählt die afri­ka­ni­sche Diaspora offi­zi­ell 20000 Menschen, geschätzt wird aber ein viel­fa­ches. Hier trifft die afri­ka­ni­sche auf die chi­ne­si­sche Kultur, hier fin­det Aya Arbeit in einem tra­di­tio­nel­len Tee-Laden. Der chi­ne­si­sche Besitzer Cai weist sie in die Kunst der Teezeremonie ein und lang­sam ent­wi­ckelt sich eine zärt­li­che Liebe zwi­schen den bei­den, eine behut­sa­me und sinn­li­che Annäherung, gelei­tet von Interesse, Neugier und Offenheit.
    Abderrahmane Sissako (Regisseur u.a. von Bamako und TimbuktuBlack Tea ist sein sechs­ter Film im fsk-Kino) wirft einen höchst fas­zi­nie­ren­den Blick auf die Verflechtung der Kulturen in unse­rer heu­ti­gen glo­ba­li­sier­ten Welt. Recherchiert haben Sissako und sei­ne Drehbuchautorin Kessen Tall in Guangzhou, gedreht aber wur­de in Taiwan.
    „China und Afrika unter­hal­ten viel­fa­che Beziehungen, da liegt es doch nahe, dass Menschen sich auch pri­vat näher­kom­men. Allerdings sind die Beziehungen nicht immer kon­flikt­frei: Rassismus ist in China stark ver­brei­tet, bei den Wirtschaftsbeziehungen geht es um Weltmachtpolitik und nicht um Völkerfreundschaft.
    Abderrahmane Sissako weiß das alles, aber ihm geht es um eine posi­ti­ve Utopie: Black Tea hat etwas von der Traumatmosphäre des gro­ßen Studiokinos. Die Kultur des Tees, die auf jahr­hun­der­te­al­tem Wissen und auf Plantagen in wun­der­schö­nen Landschaften beruht, ist so etwas wie eine moder­ne Religion, auf die sich ein Mann aus China und eine Frau aus der Elfenbeinküste eini­gen kön­nen. Je mehr Aya und Cai ein­an­der näher­kom­men, des­to deut­li­cher wird auch eine lan­ge Geschichte der Beziehungen zwi­schen China und Afrika erkenn­bar. Politik ist all­ge­gen­wär­tig in Black Tea, aber sie bleibt im Hintergrund. Im Vordergrund sehen wir eine fast schon zere­mo­ni­el­le, äußerst sub­til insze­nier­te Romanze mit Hindernissen, die zum Schönsten gehört, das man zuletzt im Kino sehen konn­te.“
    Bert Rebhandl | Tip-Magazin

    Credits:

    FR/MR/LU/TW/CI 2024, 111 Min., Mandarin, Französisch, Englisch, Portugiesisch OmU
    Regie: Abderrahmane Sissako
    Kamera: Aymerick Pilarski
    Schnitt: Nadia Ben Rachid
    mit Nina Mélo, Chang Han, Wu Ke-Xi, Michael Chang

    Trailer:
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  • Black Tea

    Black Tea

    Ein Film von Abderrahmane Sissako.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Aya, eine jun­ge ivo­ri­sche Frau, sagt an ihrem Hochzeitstag zum Erstaunen und Entsetzen aller „Nein“. Sie lässt die Elfenbeinküste hin­ter sich und beginnt ein neu­es Leben in Guangzhou, China. In die­sem pul­sie­ren­den Viertel, „Chocolate City“ genannt, zählt die afri­ka­ni­sche Diaspora offi­zi­ell 20000 Menschen, geschätzt wird aber ein viel­fa­ches. Hier trifft die afri­ka­ni­sche auf die chi­ne­si­sche Kultur, hier fin­det Aya Arbeit in einem tra­di­tio­nel­len Tee-Laden. Der chi­ne­si­sche Besitzer Cai weist sie in die Kunst der Teezeremonie ein und lang­sam ent­wi­ckelt sich eine zärt­li­che Liebe zwi­schen den bei­den, eine behut­sa­me und sinn­li­che Annäherung, gelei­tet von Interesse, Neugier und Offenheit.
    Abderrahmane Sissako (Regisseur u.a. von Bamako und TimbuktuBlack Tea ist sein sechs­ter Film im fsk-Kino) wirft einen höchst fas­zi­nie­ren­den Blick auf die Verflechtung der Kulturen in unse­rer heu­ti­gen glo­ba­li­sier­ten Welt. Recherchiert haben Sissako und sei­ne Drehbuchautorin Kessen Tall in Guangzhou, gedreht aber wur­de in Taiwan.
    „China und Afrika unter­hal­ten viel­fa­che Beziehungen, da liegt es doch nahe, dass Menschen sich auch pri­vat näher­kom­men. Allerdings sind die Beziehungen nicht immer kon­flikt­frei: Rassismus ist in China stark ver­brei­tet, bei den Wirtschaftsbeziehungen geht es um Weltmachtpolitik und nicht um Völkerfreundschaft.
    Abderrahmane Sissako weiß das alles, aber ihm geht es um eine posi­ti­ve Utopie: Black Tea hat etwas von der Traumatmosphäre des gro­ßen Studiokinos. Die Kultur des Tees, die auf jahr­hun­der­te­al­tem Wissen und auf Plantagen in wun­der­schö­nen Landschaften beruht, ist so etwas wie eine moder­ne Religion, auf die sich ein Mann aus China und eine Frau aus der Elfenbeinküste eini­gen kön­nen. Je mehr Aya und Cai ein­an­der näher­kom­men, des­to deut­li­cher wird auch eine lan­ge Geschichte der Beziehungen zwi­schen China und Afrika erkenn­bar. Politik ist all­ge­gen­wär­tig in Black Tea, aber sie bleibt im Hintergrund. Im Vordergrund sehen wir eine fast schon zere­mo­ni­el­le, äußerst sub­til insze­nier­te Romanze mit Hindernissen, die zum Schönsten gehört, das man zuletzt im Kino sehen konn­te.“
    Bert Rebhandl | Tip-Magazin

    Credits:

    FR/MR/LU/TW/CI 2024, 111 Min., Mandarin, Französisch, Englisch, Portugiesisch OmU
    Regie: Abderrahmane Sissako
    Kamera: Aymerick Pilarski
    Schnitt: Nadia Ben Rachid
    mit Nina Mélo, Chang Han, Wu Ke-Xi, Michael Chang

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  • Black Tea

    Black Tea

    Ein Film von Abderrahmane Sissako.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Aya, eine jun­ge ivo­ri­sche Frau, sagt an ihrem Hochzeitstag zum Erstaunen und Entsetzen aller „Nein“. Sie lässt die Elfenbeinküste hin­ter sich und beginnt ein neu­es Leben in Guangzhou, China. In die­sem pul­sie­ren­den Viertel, „Chocolate City“ genannt, zählt die afri­ka­ni­sche Diaspora offi­zi­ell 20000 Menschen, geschätzt wird aber ein viel­fa­ches. Hier trifft die afri­ka­ni­sche auf die chi­ne­si­sche Kultur, hier fin­det Aya Arbeit in einem tra­di­tio­nel­len Tee-Laden. Der chi­ne­si­sche Besitzer Cai weist sie in die Kunst der Teezeremonie ein und lang­sam ent­wi­ckelt sich eine zärt­li­che Liebe zwi­schen den bei­den, eine behut­sa­me und sinn­li­che Annäherung, gelei­tet von Interesse, Neugier und Offenheit.
    Abderrahmane Sissako (Regisseur u.a. von Bamako und TimbuktuBlack Tea ist sein sechs­ter Film im fsk-Kino) wirft einen höchst fas­zi­nie­ren­den Blick auf die Verflechtung der Kulturen in unse­rer heu­ti­gen glo­ba­li­sier­ten Welt. Recherchiert haben Sissako und sei­ne Drehbuchautorin Kessen Tall in Guangzhou, gedreht aber wur­de in Taiwan.
    „China und Afrika unter­hal­ten viel­fa­che Beziehungen, da liegt es doch nahe, dass Menschen sich auch pri­vat näher­kom­men. Allerdings sind die Beziehungen nicht immer kon­flikt­frei: Rassismus ist in China stark ver­brei­tet, bei den Wirtschaftsbeziehungen geht es um Weltmachtpolitik und nicht um Völkerfreundschaft.
    Abderrahmane Sissako weiß das alles, aber ihm geht es um eine posi­ti­ve Utopie: Black Tea hat etwas von der Traumatmosphäre des gro­ßen Studiokinos. Die Kultur des Tees, die auf jahr­hun­der­te­al­tem Wissen und auf Plantagen in wun­der­schö­nen Landschaften beruht, ist so etwas wie eine moder­ne Religion, auf die sich ein Mann aus China und eine Frau aus der Elfenbeinküste eini­gen kön­nen. Je mehr Aya und Cai ein­an­der näher­kom­men, des­to deut­li­cher wird auch eine lan­ge Geschichte der Beziehungen zwi­schen China und Afrika erkenn­bar. Politik ist all­ge­gen­wär­tig in Black Tea, aber sie bleibt im Hintergrund. Im Vordergrund sehen wir eine fast schon zere­mo­ni­el­le, äußerst sub­til insze­nier­te Romanze mit Hindernissen, die zum Schönsten gehört, das man zuletzt im Kino sehen konn­te.“
    Bert Rebhandl | Tip-Magazin

    Credits:

    FR/MR/LU/TW/CI 2024, 111 Min., Mandarin, Französisch, Englisch, Portugiesisch OmU
    Regie: Abderrahmane Sissako
    Kamera: Aymerick Pilarski
    Schnitt: Nadia Ben Rachid
    mit Nina Mélo, Chang Han, Wu Ke-Xi, Michael Chang

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  • Im Prinzip Familie

    Im Prinzip Familie

    Ein Film von Daniel Abma.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In einem Haus am Ufer eines idyl­li­schen Sees, umge­ben von dich­ten Wäldern, arbei­ten drei Erzieher:innen im Schichtdienst in einer Wohngruppe. Die Kinder nen­nen sie Herr Wagner, Frau Wagner und Herr Gerecke. Kochen, waschen, ein­kau­fen und die Kinder mit dem Kleintransporter zur Schule und Freizeitaktivitäten zu brin­gen, gehört eben­so zu ihrem Alltag, wie zuhö­ren, trös­ten, auf dem Sofa kuscheln, Filmabende und Gute-Nacht-Geschichten vor­le­sen. Die Betreuer:innen wol­len kei­ne Ersatzeltern sein, und den­noch zei­gen, wie sich ein fami­liä­res Miteinander anfüh­len kann.

    Alle fünf Kinder, die hier leben, ver­eint vor allem eines: der Wunsch eines Tages nach Hause zurück­zu­keh­ren. Dafür set­zen sich die Erzieher:innen uner­müd­lich ein: sie spre­chen mit Vormund, Eltern und Jugendamt, doku­men­tie­ren, orga­ni­sie­ren, set­zen gemein­sam Ziele und tref­fen Verabredungen – und sind nicht sel­ten dar­über ent­täuscht, dass die­se nicht ein­ge­hal­ten wer­den. Das erin­nert an einen Kampf gegen Windmühlen, an den Grenzen eines über­for­der­ten Systems.

    Was frü­her das Dorf war, ist heu­te der kom­ple­xe Apparat der Kinder- und Jugendhilfe. Spätestens seit der Pandemie gilt das Berufsfeld als sys­tem­re­le­vant, und den­noch bleibt die beson­de­re wie her­aus­for­dern­de Arbeit der Fachkräfte, ihr enga­gier­ter Einsatz zum Wohl der Kinder, meist unsicht­bar. IM PRINZIP FAMILIE gewährt über ein Jahr lang einen inti­men Einblick in den Alltag der Kinder- und Jugendhilfe und rich­tet den Fokus auf die Menschen im Hintergrund, die Tag für Tag dar­an arbei­ten, den Kindern das zu geben, was sie am meis­ten brau­chen: Geborgenheit und jeman­den, der auf ihrer Seite steht.

    Der Film ist nomi­niert für den Deutschen Kamerapreis (Kamera: Johannes Praus) und wur­de u.a. mit dem ver.di-Preis für Solidarität, Menschlichkeit und Fairness (DOK Leipzig Filmfestival 2024) und dem Perception Change Award der Vereinten Nationen beim Filmfestival Visions du Réel 2025 in der Schweiz ausgezeichnet.

    Credits:

    DE 2024, 91 Min., dt. OmeU
    Regie: Daniel Abma

    Kamera: Johannes Praus
    Schnitt: Jana Dugnus 

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  • Oslo Stories: Träume

    Oslo Stories: Träume

    Ein Film von Dag Johan Haugerud.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Nach Oslo-Stories: Liebe, die­sem Filmjuwel, dass sich bis­her viel zu vie­le haben ent­ge­hen las­sen, kommt hier schon der nächs­te Teil von Dag Johan Haugeruds Oslo-Trilogie ins Kino, und er bringt wert­vol­les Gepäck mit – den Goldenen Bären der letz­ten Berlinale. Die Tradition des Festivals, expli­zit poli­tisch zu lesen­de Filme aus­zu­zeich­nen, wur­de dies­mal unter­bro­chen. Träume ist des­we­gen nicht min­der auf­re­gend.
    Die 17-jäh­ri­ge Johanne ver­liebt sich Hals über Kopf in ihre neue Lehrerin. Im spä­te­ren Verlangen, die­se wich­ti­ge Zeit für sich fest­zu­hal­ten, ver­packt sie die Erlebnisse in eine Erzählung. Als erst ihre Mutter, und spä­ter auch ihre Großmutter, eine bekann­te Dichterin, den Text lesen, ist die Aufregung groß. Bewunderung und Stolz, Sorge und sogar Konkurrenzangst wech­seln sich ab, und zwi­schen den Frauen drei­er Generationen gibt es viel Gesprächsbedarf.
    Träume ist einer­seits ein sehr ein­fa­cher Film, der eine klei­ne Geschichte ohne dra­ma­ti­sche Wendungen erzählt. Andererseits ist Träume ein sehr kom­ple­xer Film, der auf meh­re­ren klug ver­schach­tel­ten Ebenen dar­über nach­denkt, wie Texte, die Realität, die sie beschrei­ben, und die Menschen, die sie ver­fas­sen oder rezi­pie­ren, mit­ein­an­der ver­bun­den sind, und wie ihre Bedeutungen einer per­ma­nen­ten Veränderung unter­wor­fen sind – je nach­dem wer was wann war­um wo sagt oder hört, oder auch ver­schweigt. Und schließ­lich ist Träume ein sehr freund­li­cher, tröst­li­cher Film, der von Wandelbarkeit erzählt. Wo die meis­ten Filme ver­su­chen, eine mehr­deu­ti­ge und unor­dent­li­che Realität in eine sinn­haf­te Geschichte zu ver­wan­deln, unter­nimmt Träume das Gegenteil. Jede Szene, jede Person, jede Form des Diskurses fügt der Welt, die Träume abbil­det, eine neue Facette hin­zu, macht sie grö­ßer, offe­ner, viel­fäl­ti­ger. Für mich hät­te Träume ein­fach immer wei­ter gehen kön­nen.“ Hendrike Bake | indiekino

    Die drei „Oslo-Stories“ bil­den eine ein­zig­ar­ti­ge Filmtrilogie. Liebe (Venedig Wettbewerb 2024), Träume (Berlinale Goldener Bär 2025) und Sehnsucht / Sex (Berlinale Panorama 2024) sind drei jeweils eigen­stän­di­ge Filme mit neu­en Figuren und einer unab­hän­gi­gen Geschichte, und jeder ist ein Ereignis. Getrennt von­ein­an­der wer­fen sie jeweils einen neu­en Blick auf die Dinge, die unser Leben bestim­men. Erzählen von Liebe, Sehnsucht und Träumen, hin­ter­fra­gen Identität, Gender und Sexualität, ent­wer­fen mit fas­zi­nie­ren­den Charakteren und klu­gen Dialogen gewitzt und nah­bar Utopien, wie wir auch zusam­men­le­ben könn­ten. Und Oslo sehen wir aus der Perspektive der Protagonisten: inner­städ­tisch bei Träume, hoch auf den Dächern bei Sehnsucht / Sex und in Liebe wird stän­dig der Oslofjord mit der Fähre überquert.

    Goldener Bär – Berlinale 2025

    Credits:

    NO 2024, 110 Min., nor­we­gi­sche OmU
    Regie: Dag Johan Haugerud

    Kamera: Cecilie Semec
    Schnitt: Jens Christian Fodstad
    mit: Ella Øverbye, Selome Emnetu, Ane Dahl Torp, Anne Marit Jacobsen

    Trailer:
    DREAMS (SEX LOVE) International Trailer

    Im Kino mit deut­schen Untertiteln.

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  • Asadur: Die Suche nach verlorener Identität

    Asadur: Die Suche nach verlorener Identität

    Ein Film von Memet Emin Yildiz. Am 21.6. um 16:00 im fsk Kino.

    [Tickets]

    Ein Dokumentarfilm, der die zutiefst bewe­gen­de Reise arme­ni­scher Waisenkinder wäh­rend des Völkermords an den Armeniern und Asadur’s per­sön­li­chen Kampf um sei­ne arme­ni­sche Identität por­trä­tiert, einer Dokumentation, die das Leben des 80-jäh­ri­gen Asadur zeigt, der noch immer in Malatya (Türkei) lebt. Fast sein gan­zes Leben lang trug Asadur eine ver­bor­ge­ne Vergangenheit mit sich: Seine Großeltern – unter den weni­gen ver­blie­be­nen Armeniern in ihrer Heimat – waren gezwun­gen, zum Islam zu kon­ver­tie­ren und ihre Herkunft zu ver­ber­gen, um in der Zeit nach dem Völkermord an den Armeniern zu über­le­ben, bei dem unzäh­li­ge Menschen star­ben und gan­ze Gemeinden aus­ge­löscht wur­den. Daher erfuhr Asadur erst mit 25 Jahren von sei­nen arme­ni­schen Wurzeln, war jedoch über Jahrzehnte hin­weg gezwun­gen, dies geheim zu halten.

    Mit 60 Jahren ent­schloss er sich, sei­ne Identität wie­der­zu­ent­de­cken: Er lern­te die arme­ni­sche Sprache und nahm anstel­le sei­nes tür­ki­schen Namens jenen sei­nes Großvaters an – „Asadur“. Der Dokumentarfilm beleuch­tet durch sei­ne per­sön­li­chen Schilderungen die emo­tio­na­len und kul­tu­rel­len Herausforderungen der Wiederentdeckung einer lan­ge unter­drück­ten Herkunft und rückt die bis heu­te spür­ba­ren Folgen des arme­ni­schen Völkermords in den Fokus, die das arme­ni­sche Selbstverständnis welt­weit prägen.

    DE 2024, 50 Min., türk. OmU
    Alexis Kalk (Co-Produzent) und Mesut Ethem Kavalli (Script Consultant) aus dem Filmteam wer­den nach der Vorführung an einer Diskussion teilnehmen.