filmPOLSKA – I Never Cry

Jak naj­da­lej stąd / I Never Cry

[Tickets]

PL/IRL 2020, 100 min, OmU

R/B: Piotr Domalewski

K: Piotr Sobociński jr.

S: Agnieszka Glińska

M: Hania Rani

D: Zofia Stafiej, Kinga Preis, Arkadiusz Jakubik, Dawid Tulej u. a.

Ola ist sieb­zehn, ziem­lich dick­köp­fig und träumt vor allem von einem eige­nen Auto – denn damit kann man dem Alltag einer tris­ten Kleinstadt ent­flie­hen, die immer ein Stück zu eng ist. Ihren Vater hat sie ewig nicht mehr gese­hen, denn der schuf­tet in Irland für die Familie.

Dann kommt aus hei­te­rem Himmel die Nachricht: Ihr Vater hat­te einen töd­li­chen Arbeitsunfall. Jemand muss nach Irland fah­ren, um die nöti­gen Formalitäten zu erle­di­gen und ihn nach Hause zu über­füh­ren. Da ihre Mutter kein Wort Englisch spricht, macht sich Ola allein auf den Weg, um mit der Aussicht auf die Erbschaft viel­leicht doch den Traum vom Auto zu fül­len. Dort taucht sie tief ein in den Alltag der zahl­lo­sen Migranten, wel­che die iri­sche Wirtschaft am Laufen halten.

Wenn Ken Loach Pole wäre, hät­te er die­sen Film gemacht. Piotr Domalewski bedient sich in Bildsprache und Erzähltechnik beim Meister des Sozialdramas und haucht damit dem Genre neu­es Leben ein. Das gelingt vor allem dank der Hauptdarstellerin Zofia Stafiej, die über­zeu­gend einen unge­stü­men Teenie ver­kör­pert, der lang­sam zur Erwachsenen reift.

Piotr Domalewski (geb. 1983) stu­dier­te Schauspiel in Kraków und Regie in Katowice, bevor er mit sei­nem Langspiel-Debüt „Cicha noc / Stille Nacht“ auf Anhieb beim Filmfestival in Gdynia den Hauptpreis gewann.

Vorführungen in Kooperation mit dem FilmFestival Cottbus

30.08. / 20:15 / fsk Kino  [Tickets]

wei­te­re filmPOLSKA Termine:

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  • filmPOLSKA – I Never Cry

    filmPOLSKA – I Never Cry

    Jak naj­da­lej stąd / I Never Cry

    PL/IRL 2020, 100 min, OmU

    R/B: Piotr Domalewski

    K: Piotr Sobociński jr.

    S: Agnieszka Glińska

    M: Hania Rani

    D: Zofia Stafiej, Kinga Preis, Arkadiusz Jakubik, Dawid Tulej u. a.

    Ola ist sieb­zehn, ziem­lich dick­köp­fig und träumt vor allem von einem eige­nen Auto – denn damit kann man dem Alltag einer tris­ten Kleinstadt ent­flie­hen, die immer ein Stück zu eng ist. Ihren Vater hat sie ewig nicht mehr gese­hen, denn der schuf­tet in Irland für die Familie.

    Dann kommt aus hei­te­rem Himmel die Nachricht: Ihr Vater hat­te einen töd­li­chen Arbeitsunfall. Jemand muss nach Irland fah­ren, um die nöti­gen Formalitäten zu erle­di­gen und ihn nach Hause zu über­füh­ren. Da ihre Mutter kein Wort Englisch spricht, macht sich Ola allein auf den Weg, um mit der Aussicht auf die Erbschaft viel­leicht doch den Traum vom Auto zu fül­len. Dort taucht sie tief ein in den Alltag der zahl­lo­sen Migranten, wel­che die iri­sche Wirtschaft am Laufen halten.

    Wenn Ken Loach Pole wäre, hät­te er die­sen Film gemacht. Piotr Domalewski bedient sich in Bildsprache und Erzähltechnik beim Meister des Sozialdramas und haucht damit dem Genre neu­es Leben ein. Das gelingt vor allem dank der Hauptdarstellerin Zofia Stafiej, die über­zeu­gend einen unge­stü­men Teenie ver­kör­pert, der lang­sam zur Erwachsenen reift.

    Piotr Domalewski (geb. 1983) stu­dier­te Schauspiel in Kraków und Regie in Katowice, bevor er mit sei­nem Langspiel-Debüt „Cicha noc / Stille Nacht“ auf Anhieb beim Filmfestival in Gdynia den Hauptpreis gewann.

    Vorführungen in Kooperation mit dem FilmFestival Cottbus

    30.08. / 20:15 / fsk Kino  [Tickets]

    wei­te­re filmPOLSKA Termine:
  • filmPOLSKA 2021

    filmPOLSKA 2021

    Sorry, this ent­ry is only available in Deutsch.

    filmPOLSKA ist das größ­te pol­ni­sche Filmfestival in Deutschland und wird vom Polnischen Institut Berlin ver­an­stal­tet. In den Jahren 2006–2020 zeig­te das Festival in ver­schie­de­nen Kinos Berlins und Brandenburgs ins­ge­samt 1.574 Filme. 324 Filmemacher/innen waren beim Festival zu Gast.

    Insgesamt sie­ben Filme kon­kur­rie­ren die­ses Jahr im Wettbewerb (der kom­plett im fsk zu sehen ist), dar­un­ter gleich zwei Coming-Of-Age-Geschichten: Piotr Domalewski wid­met sich mit sei­nem in Cottbus mit dem Hauptpreis aus­ge­zeich­ne­ten “Jak naj­da­lej stąd / I Never Cry” [Tickets] den pre­kä­ren Lebensbedingungen der pol­ni­schen Arbeitsmigrant*innen in England mit Ken Loach-Anklängen, wäh­rend Tomasz Jurkiewicz in sei­nem Debüt “Każdy ma swo­je lato / Everyone Has A Summer” [Tickets] als Generationenfilm von der ers­ten gro­ßen Liebessehnsucht erzählt. “Sweat” [Tickets] zeigt den Alltag der Fitness-Trainerin und Influencerin Sylwia (​gespielt von Magdalena Koleśnik) und wirft einen ung­la­mou­rö­sen Blick hin­ter die Kulissen per­fekt insze­nier­ter Online-Persönlichkeiten.Um die Verquickung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft geht es in Mariusz Wilczyńskis hoch­am­bi­tio­nier­tem, düs­te­rem Animationsfilm “Zabij to i wyje­dź z tego mias­ta / Kill It And Leave This Town“ [Tickets], an dem der Regisseur 14 Jahre lang arbei­te­te. Der ers­te Langfilm des Regisseurs fei­er­te 2020 in der Sektion Encounters der Berlinale sei­ne Premiere. Grzegorz Zaricznys auf wah­ren Begebenheiten und mit “rea­len” Charakteren insze­nier­tes Drama “Proste rzec­zy / Simple Things” [Tickets] berich­tet von der Schwierigkeit, einen Neustart auf dem Land zu wagen, wenn die fami­liä­re Vergangenheit einen nicht los­lässt. Dokumentarisch wird es dann mit Eliza Kubarskas atem­be­rau­bend foto­gra­fier­tem “Ściana cie­ni / Die Wand der Schatten“ [Tickets], der das Abhängigkeitsverhältnis von Sherpas und Alpinist*innen zum Anlass nimmt, über die Grenzen des Tourismus und Macht(un)gleichgewichte nach­zu­den­ken. Und Agnieszka Polska lie­fert mit “Hura. Wciąż żyje­my! / Hurrah, We Are Still Alive!” [Tickets] einen Polit-Thriller und Genrefilm um eine Schauspieltruppe, der ihr Regisseur abhan­den gekom­men ist.

    Hinzu kom­men außer­habl des Wettbewerbs Małgorzata Szumowskas mes­ser­schar­fe Gesellschaftssatire “Śniegu już nig­dy nie będ­zie / Der Masseur” [Tickets] und Agnieszka Hollands “Šarlatán / Charlatan“ [Tickets], sowie fol­gen­des Kurzfilmprogramm:

    Im Trickfilm-Programm “Polish Animation” [Tickets] erle­ben wir in aktu­el­len Filmen jun­ger Regisseur*innen in diver­sen Animationstechniken die Erforschung des eige­nen Körpers, eine vir­tu­os insze­nier­te Seelenwanderung, einen comic­haft über­zeich­ne­ten Kampf mit dem Körpergewicht, eine im Sterben lie­gen­de Frau bei ihren letz­ten Atemzügen und dar­über hin­aus, eine zwie­lich­ti­ge Vogelretterin mit dunk­len Geheimnissen, eine moder­ne Hexenjagd mit tra­gi­schem Ausgang, einen nächt­li­chen Wandel im Rausch und das in Metaphern ver­pack­te Ringen mit einer trau­ma­ti­schen Kindheit.

    Installation:
    Das für iPads und iPhones opti­mier­te Augmented-Reality-Projekt “Przyszłość będ­zie świet­la­na / Die Zukunft wird leuch­tend sein” von Wiola Sowa erwei­tert die bestehen­de Realität nicht um eine neue Dimension, son­dern  degra­diert sie, indem sie Informationen aus dem Bild schnei­det und ihm so „Narben“ zufügt. Damit bezieht sich die Arbeit auf Pandemie-Erfahrungen und ruft Verlustgefühle her­vor. In filmPOLSKA-Kinos hän­gen Plakate mit dem QR-Code zum Projekt. Die Arbeit ist für die Anzeige auf iPads und iPhones opti­miert, läuft aber auch auf eini­gen Android-Geräten.

    Przyszłość będ­zie świet­la­na / The Future Will Be Bright © Wiola Sowa

    Termine:

  • JFBB – Jüdisches Filmfestival Berlin Brandenburg 2021

    JFBB – Jüdisches Filmfestival Berlin Brandenburg 2021

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    Wir freu­en uns, auch die­ses Jahr das jüdi­sche Filmfestival bei uns zu Gast zu haben, dies­mal mit mehr Filmen und mehr Gästen. Fünf aktu­el­le Dokumentarfilme, von denen sich vier direkt oder indi­rekt auf die Shoah bezie­hen und vier Spielfilme aus der DDR und Polen. Die Spielfilme sind Teil der Reihe deutsch-pol­ni­sche Zeitreise,

    in Die Passagierin kommt es bei einer Schiffspassage zur Begegnung zwi­schen der Überlebenden Marta und einer ehe­ma­li­gen KZ-Aufseherin, ein Kammerspiel inmit­ten der end­lo­sen, atlan­ti­schen Weite. Andrzej Wajdas Das gelob­te Land por­trai­tiert ein jüdisch, pol­nisch, deut­sches Trio mit Aufstiegsambitionen zur Zeit der Industrialisierung Ende des 19ten Jahrhunderts. Epische 180 Minuten, und das mein­te 1974 eine Filmreise/eine Reise im Film. Chronik eines Mordes kon­fron­tiert die Jüdin Ruth, die ver­schleppt wur­de und deren Eltern im KZ umka­men, mit den Mördern, die wei­ter­hin unge­stört in Amt und Würden unter uns waren. Die Schauspielerin wagt einen melo­dra­ma­ti­schen Ansatz: die gro­ße Liebe (am Theater, unter Schauspielern). Mark bekommt als Jude Berufsverbot, Maria ver­folgt ihren Weg erfolg­reich wei­ter, bis sie sich radi­kal umentscheidet.
    Unter den Dokumentarfilmen ist Displaced eine erneu­te Auseinandersetzung der drit­ten Generation der Holocaust Überlebenden mit der eige­nen Familiengeschichte. Ein wei­te­rer Versuch, das Schweigen auf­zu­bre­chen. Love, it was not the­ma­ti­siert die Abhängigkeitsverhältnisse zwi­schen Opfer und Täter. Die Jüdin Helena, in Auschwitz inhaf­tiert, gefällt einem SS Offizier, er wähnt sich in Liebe, jeder­zeit sei­ner Macht bewußt und extrem bru­tal, wie es sei­ne Totenkopfblechmarke ver­spricht. Sie ver­sucht ihr Leben zu ret­ten und für ihre Mitgefangenen zu spre­chen. Muranow war lan­ge ein Ort bun­ten Gewimmels, mehr­heit­lich jüdisch bewohnt. Nach dem Überfall auf Polen wur­de es zum Warschauer Ghetto und beim Aufstand 1943 fast voll­stän­dig zer­stört. Eine Spurensuche heu­te, wo Ort und Bewohner nichts mit der Vergangenheit zu ver­bin­den scheint. Walter Kaufmann- welch ein Leben por­trai­tiert natür­lich den Schriftsteller, der als jüdi­sches Kind wäh­rend des 12 jäh­ri­gen Reichs nach Großbritannien ent­kam, dort als Deutscher inhaf­tiert auf einem Seelenfänger nach Australien ver­schifft wur­de und schließ­lich der Seefahrt und dem Schreiben frön­te. Zum Abschluß des Festivals bei uns führt Ziyara in ein ganz ande­res Land: Marokko. Lange leb­ten Muslime und Juden hier rela­tiv pro­blem­los zusam­men, auch die Familie der Regisseurin. Eine wei­te­re Spurensuche.

    Termine:

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  • Curveball

    Curveball

    a film by Johannes Naber. Starts September 9th at the fsk. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Although he alre­a­dy has sear­ched Iraq unsuc­cessful­ly for wea­pons of mass des­truc­tion as a mem­ber of a UN mis­si­on, German bio-wea­pons expert Arndt Wolf is still obses­sed with the idea that Saddam Hussein is hiding some­thing. Nobody around him is inte­res­ted in this topic any more. This chan­ges abrupt­ly when an Iraqi asyl­um see­ker claims to have been invol­ved in the manu­fac­tu­re of bio­lo­gi­cal wea­pons. The German Federal Intelligence Service sum­mons Dr. Wolf to ascer­tain the legi­ti­ma­cy of the claims made by the infor­mant, who has been given the code name “Curveball”. Meanwhile, the 911 attacks have shaken the world and put Americans on edge… Johannes Naber shrewd­ly obser­ves the bur­geo­ning fri­end­ship bet­ween two unli­kely men who find them­sel­ves engul­fed by the absurd dra­ma they have set in moti­on. Moreover, as we are war­ned from the out­set, this is – unfort­u­na­te­ly – a true sto­ry. Naber’s outra­ge is con­ta­gious. Even tho­se pre­vious­ly awa­re of the facts can­not be any­thing but dumb­s­truck as the sur­re­al sequence of events unfold that were to lead to the 2003 Iraq invasion.

    Credits:

    DE 2019, 108 Min.
    Regie: Johannes Naber
    Kamera: Sten Mende
    Schnitt: Anne Jünemann
    Darsteller: Sebastian Blomberg, Dar Salim, Virginia Kull, Michael Wittenborn, Thorsten Merten

    Trailer:
    CURVEBALL | Offizieller Trailer | Ab 9. September im Kino
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  • Thomas Brasch: Aus meinen Augenfenstern

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    Im Rahmen des inter­na­tio­na­les lite­ra­tur­fes­ti­val ber­lin [ilb] 2021 zei­gen wir am 12.9. ein Thomas Brasch Programm:

    Thomas Brasch [1945–2001] war Dichter, Dramatiker, Autor, Filmschaffender und Übersetzer. In allen Bereichen scho­nungs­los, unkon­ven­tio­nell und unnach­gie­big, gleich­zei­tig fein­füh­lig und sanft. Als Kind jüdisch-kom­mu­nis­ti­scher Eltern wuchs Brasch in der DDR auf, wo sein Vater zum stell­ver­tre­ten­den Kulturminister auf­stieg, wäh­rend er selbst mit sei­ner Kritik an den real­so­zia­lis­ti­schen Verhältnissen aneck­te. 1976 ver­ließ er das Land, um in der BRD sein Schaffen fort­zu­set­zen. Zwischen den 70er und 90er Jahren kon­fron­tier­te er das Publikum scharf­sin­nig und ori­gi­nell mit den Widersprüchen der deut­schen Nachkriegszeit. Seine Werke, dar­un­ter zahl­rei­che Gedichte, der Roman „Vor den Vätern ster­ben die Sohne“ und der Film „Engel aus Eisen“, zeich­nen sich durch eine kla­re Bildsprache und einen „beschwingt aggres­si­ven“ Witz [SZ] aus. Das ilb zeigt in Filmvorführungen, Performances und Lesungen die Facetten sei­nes Schaffens.

    U.a. mit Annett Gröschner D, Andreas Kleinert D, Matthias Mücke D. Claus Peymann D [live zuge­schal­tet], Masha Qrella D, Hilde Stark D, Hanns Zischler D und Alexander Polzin, der das Programm der Brasch-Reihe mitgestaltete.


    So., 12.09.2021; 12:00 Uhr – fsk Kino [Tickets]

    THOMAS BRASCH: AUS MEINEN AUGENFENSTERN
    ENGEL AUS EISEN“. FILMVORFUHRUNG

    Das Filmdebut des Dramatikers Thomas Brasch, das 1981 im Auftrag des Zweiten Deutschen Fernsehens ent­stand, erhielt im Jahr sei­ner Entstehung den Bayerischen Filmpreis. Erzählt wird die wah­re Geschichte des jugend­li­chen Bandenchefs Werner Gladow, der zur Zeit der Berliner Luftbrücke Raubzuge durch Berlin unter­nahm. Lebensnah demons­triert er Figuren, „in denen sich die Widerspruche und die Verstörung der Menschen nach dem Krieg beson­ders deut­lich zei­gen.“ [Lexikon des inter­na­tio­na­len Films]

    Engel aus Eisen

    So., 12.09.2021; 14:30 Uhr – fsk Kino [Tickets]

    THOMAS BRASCH: AUS MEINEN AUGENFENSTERN
    DOMINO“. FILMVORFUHRUNG

    Der mit Katharina Thalbach, Bernhard Wicki und Anne Bennent hoch­ka­ra­tig besetz­te Spielfilm von 1982 han­delt von einer jun­gen Theaterschauspielerin, die sich unsi­cher zwi­schen Fiktion und Realität bewegt und nach dem Tod ihres Mentors end­gül­tig den Halt ver­liert. „Die Geschichte die­ser künst­le­ri­schen Identitätskrise ist mit Versatzstucken des Zaubermärchens zu einem viel­schich­ti­gen, ver­track­ten Zeitbild ver­bun­den, zu einem Essay über Realitätsprobleme.“ [Lexikon des inter­na­tio­na­len Films]

    Domino

    So., 12.09.2021; 16:30 Uhr – fsk Kino [Tickets]

    THOMAS BRASCH: AUS MEINEN AUGENFENSTERN
    DER PASSAGIERWELCOME TO GERMANY”. FILMVORFUHRUNG

    Braschs vier­ter und letz­ter Spielfilm von 1988 mit Tony Curtis in der Hauptrolle han­delt von einem Hollywood-Regisseur, der in Westberlin einen Film dre­hen will, um eige­ne Erlebnisse aus der Nazizeit zu bewäl­ti­gen: 1942 war er einer von 13 jüdi­schen KZ-Häftlingen, die als Statisten für einen anti­se­mi­ti­schen Film aus­ge­wählt wur­den, wobei er den Tod eines Freundes ver­schul­de­te. Der Film beleuch­tet „die Schwierigkeit, die Vergangenheit durch Kunst bewäl­ti­gen zu kön­nen.“ [Lexikon des inter­na­tio­na­len Films]

    Der Passagier

    So., 12.09.2021; 18:30 Uhr – fsk Kino [Tickets]

    THOMAS BRASCH: AUS MEINEN AUGENFENSTERN
    CHRISTOPH RÜTER: „BRASCH, DAS WÜNSCHEN UND DAS FÜRCHTEN

    Der Dokumentarfilm über Thomas Brasch, der 2011 auf der Berlinale urauf­ge­führt wur­de, stellt eine Montage von hin­ter­las­se­nen Interviews, Selbstgesprächen, pri­va­ten Beobachtungen sowie Archivaufnahmen, Fernsehbeiträgen und Filmausschnitten dar, die sich zu einem künst­le­ri­schen und per­sön­li­chen Porträt des Künstlers fügt. Im Anschluss folgt ein Gespräch über Brasch als Filmemacher mit Christoph Rüter, Joachim von Vietinghoff und Hanns Zischler.

  • Coup

    Coup

    A film by Sven O. Hill. Starts August 26th at the fsk.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    ummer 1988: a 22-year-old bank employee, fami­ly man, and rocker embezz­les mil­li­ons from a bank. But not with a pis­tol and “hands up”, but rather by dis­co­ve­ring a secu­ri­ty hole and using an inge­nious COUP to move the loot asi­de, and cle­ars off with the money to Australia. Only from the­re on the pho­ne does he tell his girl­fri­end about it. But she doesn’t want to fol­low. He didn’t expect that.

    His refu­ge in an Australian luxu­ry hotel is simi­lar to that in a gol­den cage, the gro­wing lon­ging for their litt­le son beco­mes immense. His girl­fri­end gives him the choice: come back to a des­pi­sed avera­ge life, but to his bel­oved son, or live the dis­si­pa­ted life of a mil­lionaire, wit­hout his son. “I sto­le that money for you! For us! What do I do now?”

    Credits:

    DE 2019, 81 Min.
    Regie & Buch: Sven O. Hill
    Kamera: Sven O. Hill
    Montage: Sven O. Hill, Hendrik Schmitt
    mit: Daniel Michel, Paula Kalenberg, Tomasz Robak, Rocko Schamoni, Laurens Walter, Fabienne Hollweg
    e

    Trailer:
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  • Der Atem des Meeres

    Der Atem des Meeres

    Sorry, this ent­ry is only available in Deutsch.

     

    ein Film von Pieter-Rim de Kroon.

     

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

     

    DER ATEM DES MEERES – ein poe­ti­scher Kinodokumentarfilm über das beein­dru­cken­de Universum des größ­ten Marschlandes der Welt: das Wattenmeer. Im Rhythmus von Ebbe und Flut erzählt DER ATEM DES MEERES vom Wattenmeer, von den Menschen und der Natur, die die­se außer­ge­wöhn­li­che Region for­men. Von Den Helder in den Niederlanden über die ost­frie­si­schen Küsten bis nach Skallingen in Dänemark erstreckt sich eine Ansammlung von Inseln und Gemeinden, wovon jede ihren eige­nen Charakter, ihre eige­nen Besonderheiten hat. Doch sie alle gehö­ren zum Wattenmeer, das seit 20 Jahren den Titel UNESCO-Weltnaturerbe trägt.
    Ständig wech­seln­des Licht, Nebel, und Wind ver­än­dern die Landschaft und Lebensräume von Seehunden, Krabben und Flundern. Das kom­ple­xe Binnensystem, mit sei­ner ein­zig­ar­ti­gen Flora und Fauna birgt unzäh­li­ge Geschichten und ein­zig­ar­ti­ge Lebensformen, deren Entdeckung DER ATEM DES MEERES erleb­bar macht.
    Mal rich­tet sich der Blick auf klei­ne Details, mal auf das gro­ße Ganze. Zugvögel und Touristen, die jedes Jahr kom­men und gehen, die Veränderung der Farbgebung von Watt und Wasser und der fas­zi­nie­ren­de Wechsel der Gezeiten sind ein sich wie­der­ho­len­der Zyklus.
    DER ATEM DES MEERES ist ein poe­ti­scher Kinodokumentarfilm, der eine Region vol­ler Gegensätze zeigt. Das Wattenmeer ist geprägt von Stille und Sturm, Leben und Tod und natür­lich vom Ein- und Ausatmen des Meeres, dem bestim­men­den Faktor, nach dem sich alles richtet.

     

     

     

     

    Credits:

     

    NL/DE 2020, 105 Min.,
    Regie: Pieter-Rim de Kroon
    Kamera: Victor Dekker
    Schnitt: Erik Disselhoff

     

    Trailer:

     

     

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  • Der Masseur

    Der Masseur

    a film by Malgorzata Szumowska. Starts August 26th at the fsk. In Polish with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    A sen­si­ti­ve stu­dy of the iso­la­ti­on felt par­ti­cu­lar­ly by women in uni­form­ly ste­ri­le suburbia.

    One fog­gy mor­ning, a mys­te­rious figu­re appears in the sub­urbs of a lar­ge eas­tern European city and offers his ser­vices as a mas­seur. He’s an attrac­ti­ve man from the authen­tic, exo­tic East, and he has a gift: his hands can heal, and his eyes peer into the souls of lonely women. To them, his Ukrainian accent sounds like a song from the olden days, like a peaceful melo­dy from their child­hood, when the world was still a safe place. Zhenia, as he is cal­led, chan­ges their lives.

    Credits:

    OT: ŚNIEGU JUŻ NIGDY NIE BĘDZIE – Never Gonna Snow Again
    PL/DE 2020, 115 Min., poln. OmU
    Regie & Buch: Małgorzata Szumowska & Michał Englert
    Kamera: Michał Englert P.S.C.
    Schnitt: Jaroslaw Kaminski, Agata Cierniak
    mit: Alec Utgoff, Maja Ostaszewska, Agata Kulesza, Lukasz Simlat, Weronika Rosati, Katarzyna Figura, Andrzej Chyra

    Trailer:
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  • Die Dohnal

    Die Dohnal

    a film by Sabine Derflinger. Starts July 29th at the fsk.

    [Credits] [Termine] [Trailer]

    There are films that sur­face at the very right time – or you dis­co­ver them at the very right moment in histo­ry (or in your own bio­gra­phy). Cinephiles know this kind of bliss of “being awa­ken­ed” by a film. DIE DOHNAL pro­vi­des exact­ly this kind of expe­ri­ence at a time of deep poli­ti­cal des­pair in Austria. Johanna Dohnal, who­se poli­ti­cal care­er spans three deca­des, was one of the very first expli­cit­ly femi­nist poli­ti­ci­ans in Europe. And out­spo­ken she was! She work­ed on a femi­nist pro­ject she hers­elf was hel­ping crea­te, at a time when the Social Democratic Party of Austria was still firm­ly roo­ted in Central-European-style machis­mo while main­tai­ning its role in the move­ment of non-ali­gned sta­tes in Europe. As a mem­ber of the Austrian socia­list govern­ment and the first Austrian minis­ter for Women’s Affairs from 1990 to 1994, Dohnal was respon­si­ble for foun­ding Austria’s first women’s refu­ge as well as cri­mi­na­li­zing of marital rape. Yet her lega­cy remains yet to be dis­co­ver­ed and re-exami­ned. DIE DOHNAL makes a first step, and it makes Dohnal come ali­ve. Which is a bliss in its own right. (Katja Wiederspahn)

    Credits:

    AT 2019, 104 Min.,
    Regie: Sabine Derflinger
    Drehbuch: Sabine Derflinger
    Kamera: Christine A. Maier, Eva Testor
    Schnitt: Niki Mossböck
    mit: Annemarie Aufreiter, Johanna-Helen Dohnal, Ingrid Dohnal, Sonja Ablinger, Ferdinand Lacina, Elfe Semotan, Trautl Brandstaller, Brigitte Ederer, Hanna Herbst, Julia Herr, Käthe Kratz, Alice Schwarzer.

    Trailer:
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  • Gunda

    Gunda

    a film by Victor Kossakovsky. Without dialogue.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Gunda is the prot­ago­nist of this gent­le black-and-white docu­men­ta­ry tri­ptych. She takes care of her litt­le ones, accom­pa­nies them on a jour­ney of dis­co­very and then takes a break to rech­ar­ge her bat­te­ries. She ten­ta­tively approa­ches the came­ra. Does she know what her fate is? What might she be thin­king? What does she think of us? Gunda is one of seve­ral hundred mil­li­on pigs that inha­bit the pla­net, along­side a bil­li­on catt­le, repre­sen­ted in the film by two graceful­ly moo­ing cows, and over 20 bil­li­on chi­ckens, exem­pli­fied here by a one-leg­ged chi­cken stumb­ling its way through the world. Whether roo­ting through the mud, swat­ting away flies or sear­ching for worms, they all are heroes. And film essay­ist Victor Kossakovsky is and remains ada­mant: after this film meat con­sump­ti­on is impos­si­ble. His indi­gna­ti­on about the igno­rance of humans in gene­ral and the degra­da­ti­on of the­se crea­tures in par­ti­cu­lar flows into his con­cep­tual­ly mini­ma­list, but visual­ly bril­li­ant medi­ta­ti­on. Gunda is an inti­ma­te por­trait. An inter­ven­ti­on in the form of a mode­st ges­tu­re. A film that ascri­bes maje­s­tic great­ness to the under­dogs. And makes us think. In the very least.

    Credits:

    NO/US 2020, 93 Min.
    Regie: Victor Kossakovsky
    Buch: Victor Kossakovsky, Ainara Vera
    Kamera: Egil Håskjold Larsen, Victor Kossakovsky
    Schnitt: Victor Kossakovsky, Ainara Vera

    Trailer:
    GUNDA | Offizieller Trailer
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