Ein Film von Angela Schanelec. Ab 11.6.im fsk. Preview und Filmgespräch mit Angela Schanelec am 12.6. 20:00 (Moderation: Ekkehard Knoerer)
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Ein gewöhnlicher Arbeitstag auf der Baustelle. Den 40-jährigen Kranführer Thomas erreicht ein Anruf von seiner Frau Carla, er soll sie im Krankenhaus abholen. Dort trifft er sie weinend an und erfährt, dass sie einen Autounfall hatte. Carla erzählt von ihrem Tanzpartner David, mit dem sie sich ein Haus auf dem Land anschauen wollte und der bei dem Unfall ums Leben gekommen ist. Sie versucht mit aller Ehrlichkeit ihrem Mann offen alles zu erzählen, doch Thomas zieht sich mehr und mehr in sich zurück. Sie verstehen einander nicht. Ein Film über die Herausforderung, die Leben bedeutet, und über die Suche einer gemeinsamen Sprache.
„In einer farblich geradezu zerfließenden Bildsprache kreist der Film sinnlich und körperlich um die unbeantwortbare Frage, was Menschen zusammenhält und beieinanderbleiben lässt. Das nahezu quadratische Bildformat grenzt dabei nicht etwa ein, sondern führt die Figuren sogar näher zusammen und lässt sie Ausdrucksmöglichkeiten jenseits der Sprache finden.“ Filmdienst
Angela Schanelec im Interview (Auszug):
FG.: Der Film erzählt drei Tage, wenn ich richtig gezählt habe.
A.S.: Drei Tage in der Geschichte von Thomas und Carla, ja. Es ist die Geschichte dieser Tage, die Zeit geht weiter, aber der Zustand des Schmerzes verändert sich nicht.
So habe ich es auch wahrgenommen und mich gefragt, warum trotzdem keine Schwere aufkommt und ich in Momenten sogar lachen musste.
Vielleicht lacht man, weil die Verzweiflung der Figuren manchmal kollidiert mit einer profanen, gleichmütigen Umgebung. Thomas und Carla haben, nachdem ihre Liebe durch das, was geschehen ist, infrage gestellt ist, keinen Plan mehr, keine Idee, was sie tun sollen, wie ihr Leben weitergehen soll. Aber es geht ja weiter, Dinge passieren, Freunde tauchen auf, Träume kommen ans Licht.
Zum Beispiel der Regen im Tiergarten oder das Blasorchester.
Ja. Manchmal finde ich auch komisch, was man sagt, wenn man ehrlich sein will. Da musste ich auch beim Schreiben lachen. Sprache hat einfach ein Eigenleben und manchmal beherrschen wir sie nicht.


Credits:
DE/FR 2026, 96 Min., deutsche OmeU
Regie & Schnitt: Angela Schanelec
Kamera: Marius Panduru
mit: Vladimir Vulević, Agathe Bonitzer, Birte Schnöink, Pauline Rebmann, Ben Carter
Audiodeskriptionen, Untertitel und Hörverstärkung mit der Greta App
Trailer:
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