Autor: fsk

  • Berlinale goes Kiez

    Berlinale goes Kiez

    Dieses Jahr wird bei uns mal wie­der ein roter Teppich vor der Tür lie­gen, denn wir haben die „Berlinale goes Kiez“ Sektion bei uns zu Gast. Wann? Am 22.2. Es gibt drei Filme die jeweils im bei­den Sälen par­al­lel gezeigt wer­den. Tickets bekommt man bei der Berlinale und ein paar Karten dür­fen wir auch im Kino ver­kau­fen (ab 19.2.). Wir sind gespannt, aber nicht ver­ges­sen: Das Kino gibt es auch ohne Berlinale.
    Hier die Filme, die für uns aus­ge­wählt wurden:

    Forum:
    W Ukrainie – In Ukraine
    Zerbombte Straßen, zer­stör­te rus­si­sche Panzer, Abendessen im U‑Bahn-Bunker: Bild für Bild tau­chen Tomasz Wolski und Piotr Pawlus unter die Oberfläche repro­du­zier­ba­rer Kriegsbilder – hin­ein in die Realität, in der das Land seit dem 24. Februar 2022 lebt.
    Piotr Pawlus, Tomasz Wolski ∙
    Polen, Deutschland ∙ Dokumentarische Form ∙ 85‚ ∙ Ukrainisch, Russisch
    22.02. 15:30 fsk Kino (mehr)

    Panorama:
    Silver Haze
    Franky ist Krankenschwester und kommt aus einer rau­en Gegend in Ostlondon. Als sie sich Hals über Kopf in ihre Patientin Florence ver­liebt, ver­än­dert das ihr Leben tief­grei­fend. Ein Film über Vergangenheitsbewältigung, sozia­le Herkunft und die Suche nach Zugehörigkeit. Sacha Polak ∙ Niederlande, Vereinigtes Königreich ∙ 103‚ ∙ Englisch 22.02. 18:00 fsk Kino (mehr)


    Berlinale Classics:
    Mapantsula
    Ein klei­ner Ganove, der sich in Soweto durch­zu­schla­gen ver­sucht, gerät in den Sog der Anti-Apartheid-Bewegung. Ein län­ge­rer Gefängnisaufenthalt und der Druck der Polizei, Bürgerrechtler zu denun­zie­ren, mün­den in einen poli­ti­schen Bewußtwerdungsprozeß. An Originalschauplätzen gedreht, rückt der doku­men­ta­ri­sche Spielfilm auf span­nend-unter­halt­sa­me Weise die Rassendiskriminierung in ihrer all­täg­li­chen und all­ge­gen­wär­ti­gen Form in den Blickpunkt; ein Plädoyer gegen die Amerikanisierung des Landes und für bes­se­re Lebensbedingungen der Schwarzen.
    Oliver Schmitz ∙ Südafrika, Australien, Vereinigtes Königreich ∙ 1988 ∙ 104‚ ∙
    Englisch, Zulu, Afrikaans 22.02. 21:00 fsk Kino (mehr)

    Dieses Jahr wird bei uns mal wie­der ein roter Teppich vor der Tür lie­gen, denn wir haben die „Berlinale goes Kiez“ Sektion bei uns zu Gast. Wann? Am 22.2. Es gibt drei Filme die jeweils im bei­den Sälen par­al­lel gezeigt wer­den. Tickets bekommt man bei der Berlinale und ein paar Karten dür­fen wir auch im Kino ver­kau­fen. Wir sind gespannt, aber nicht ver­ges­sen: Das Kino gibt es auch ohne Berlinale.
    Hier die Filme, die für uns aus­ge­wählt wurden:

    Forum:
    W Ukrainie – In Ukraine
    Zerbombte Straßen, zer­stör­te rus­si­sche Panzer, Abendessen im U‑Bahn-Bunker: Bild für Bild tau­chen Tomasz Wolski und Piotr Pawlus unter die Oberfläche repro­du­zier­ba­rer Kriegsbilder – hin­ein in die Realität, in der das Land seit dem 24. Februar 2022 lebt.
    Piotr Pawlus, Tomasz Wolski ∙
    Polen, Deutschland ∙ Dokumentarische Form ∙ 85‚ ∙ Ukrainisch, Russisch
    22.02. 15:30 fsk Kino (mehr)

    Panorama:
    Silver Haze
    Franky ist Krankenschwester und kommt aus einer rau­en Gegend in Ostlondon. Als sie sich Hals über Kopf in ihre Patientin Florence ver­liebt, ver­än­dert das ihr Leben tief­grei­fend. Ein Film über Vergangenheitsbewältigung, sozia­le Herkunft und die Suche nach Zugehörigkeit. Sacha Polak ∙ Niederlande, Vereinigtes Königreich ∙ 103‚ ∙ Englisch 22.02. 18:00 fsk Kino (mehr)


    Berlinale Classics:
    Mapantsula
    Ein klei­ner Ganove, der sich in Soweto durch­zu­schla­gen ver­sucht, gerät in den Sog der Anti-Apartheid-Bewegung. Ein län­ge­rer Gefängnisaufenthalt und der Druck der Polizei, Bürgerrechtler zu denun­zie­ren, mün­den in einen poli­ti­schen Bewußtwerdungsprozeß. An Originalschauplätzen gedreht, rückt der doku­men­ta­ri­sche Spielfilm auf span­nend-unter­halt­sa­me Weise die Rassendiskriminierung in ihrer all­täg­li­chen und all­ge­gen­wär­ti­gen Form in den Blickpunkt; ein Plädoyer gegen die Amerikanisierung des Landes und für bes­se­re Lebensbedingungen der Schwarzen.
    Oliver Schmitz ∙ Südafrika, Australien, Vereinigtes Königreich ∙ 1988 ∙ 104‚ ∙
    Englisch, Zulu, Afrikaans 22.02. 21:00 fsk Kino (mehr)

  • Alle wollen geliebt werden

    Alle wollen geliebt werden

    Ein Film von Katharina Woll.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Am 11.3. mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch mit Regisseurin Katharina Woll, Produzent Markus Kaatsch & Darstellerin Anne Ratte-Polle

    Bei Katharina Woll hat ihre Protagonistin Ina einen Beruf, eini­ge Patient*innen, einen Freund, einen Ex-Mann, eine Teenager-Tochter und oben­drauf eine Mutter mit Geburtstagsfeier. Alle ver­fol­gen eige­ne Ziele, brau­chen Hilfe, erwar­ten Entscheidungen, Zuwendung und Entlastung. Ina, die Psychotherapeutin, ist für alle da: „Geht schon!“ oder„Ich schaff das!“ sind stän­di­ge Begleiter. Die Mutter stört rück­sichts­los eine Therapiesitzung, der Freund will mit ihr wegen eines Jobs nach Finnland, die Tochter droht damit, zum Vater zu zie­hen, und ihre Ärztin hat kei­ne Zeit für eine Erklärung des neu­en Untersuchungsbefundes. Während für Ina alle ande­ren wich­tig sind, steht sie in ALLE WOLLEN GELIEBT WERDEN im Mittelpunkt, phä­no­me­nal dar­ge­stellt von Anne Ratte-Polle. Eine Komödie, die nie die fei­ne Linie und Leichtigkeit ver­liert – nur ein­mal, da wird es rich­tig schön laut…

    Die Männer soll­ten in dem Film immer schon nur Nebenrollen spie­len und auf kei­nen Fall den gro­ßen Platz auf der Leinwand ein­neh­men. Männliche Erzählperspektiven ver­kör­pert von männ­li­chen Schauspielern, haben wir ja zur Genüge. Mir war es wich­tig Frauen in den Mittelpunkt zu stel­len. Die Zukunft ist weib­lich.“ Katharina Woll

    Credits:

    DE 2022, 80 Min., deut­sche OmeU
    Regie: Katharina Woll
    Kamera: Matan Radin
    Schnitt: Kai Minierski
    mit: Anne Ratte-Polle, Lea Drinda, Ulrike Willenbacher, Urs Jucker, Hassan Akkouch

    Trailer:
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    A film by Katharina Woll. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    An incisi­ve psy­cho­lo­gi­cal pro­fi­le that’s fil­led with subt­le ten­si­on but never loses its deli­ca­cy and grace.

    Ina is a the­ra­pist, the mother of a rebel­lious teenage girl, and a part­ner to a man who has always put his own care­er first. She puts everyone’s needs ahead of her own until one hot sum­mer day, when her self-cen­te­red mother cele­bra­tes her 70th bir­th­day, some­thing hap­pens that will chan­ge everything.

    Credits:

    DE 2022, 80 Min., deut­sche OmeU
    Regie: Katharina Woll
    Kamera: Matan Radin
    Schnitt: Kai Minierski
    mit: Anne Ratte-Polle, Lea Drinda, Ulrike Willenbacher, Urs Jucker, Hassan Akkouch

    Trailer:
    nach obenAlle wollen geliebt werden
  • Broker

    Broker

    Ein Film von Hirokazu Kore-Eda.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ein Gangsterduo, das Babys stiehlt und ver­kauft, und eine Prostituierte, die ein Verbrechen began­gen hat, sind auf der Flucht vor einer Handvoll Geldeintreiber und einem Ermittlerinnen-Duo auf der Suche nach dem gro­ßen Coup … Was nach Action-gela­de­nem Drama klingt, wird in den Händen von Hirokazu Kore-eda, des wohl freund­lichs­ten Regisseurs der Welt, zu einer ver­träum­ten Patchwork-Familiengeschichte. Sang-hye­on (Song Kang Ho), Wäschereibesitzer und Vater einer Tochter, die er nur sel­ten zu sehen bekommt, und sein Freund Dong-soo (Gang Dong Won), der selbst in einem Waisenhaus auf­ge­wach­sen ist, haben ein klei­nes Adoptions-„Business“ auf­ge­baut: Sie steh­len Kinder, die in einer Babyklappe abge­legt wer­den, und ver­mit­teln sie an kauf­kräf­ti­ge Paare, die für eine lega­le Adoption nicht in Frage kom­men – zum Beispiel, weil sie unver­hei­ra­tet sind, oder homo­se­xu­ell. Als der klei­ne Woo-sung abge­legt wird, lässt die anony­me Mutter einen Zettel da „Ich kom­me dich abho­len“. Meist stimmt das nicht, aber am nächs­ten Tag steht So-young (Lee Ji Eun) tat­säch­lich vor der Tür, um ihren Sohn zu sehen. Dong-soo fängt sie ab, und als sie erfährt, was die „Broker“ vor­ha­ben, beschließt sie mit­zu­kom­men, um bei der Auswahl der Eltern zu hel­fen und einen Teil des Geldes zu kas­sie­ren. So beginnt ein Roadtrip, den Kore-eda dazu nutzt, Fragen nach Eltern- und Kindsein zu stel­len und von zar­ten Verbindungen zu erzäh­len, die sich den Kategorien von Mutter-Vater-Kind ent­zie­hen.“
    Hendrike Bake | Indiekino
    „Das Schöne an den Filmen Koreedas ist, dass sie auf die Tränendrüsen drü­cken, ohne auf die Tränendrüsen zu drü­cken.“ Martin Gobbin | critic.de
    Der Japaner Kore-Eda dreh­te hier erst­mals in Korea, und so ist es mög­lich, dass neben Pop-Ikone Lee Ji Eun auch Schauspiel-Star Song Kang Ho (Parasite) eine Hauptrolle besetzt und in Cannes mit der ent­spre­chen­den Palme geehrt wurde.

    Credits:

    브로커
    KR / JP 2022, 129 Min., kore­an. OmU
    Regie. Schnitt & Buch: Hirokazu Kore-Eda
    Kamera: Kyung-pyo Hong
    mit: Song Kang-ho, Gang Dong Won, Doona Bae, Lee Ji Eun, Lee Joo Young

    Trailer:
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    A film by Hirokazu Kore-Eda. In Korean with German suntitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    A man and his fri­end occa­sio­nal­ly ste­al babies from the church’s baby box and sell them on the adop­ti­on black mar­ket. However, when a young mother comes back after having aban­do­ned her baby, she dis­co­vers them and deci­des to go with them on a road-trip to inter­view the baby’s poten­ti­al parents.

    Credits:

    브로커
    KR / JP 2022, 129 Min., kore­an. OmU
    Regie. Schnitt & Buch: Hirokazu Kore-Eda
    Kamera: Kyung-pyo Hong
    mit: Song Kang-ho, Gang Dong Won, Doona Bae, Lee Ji Eun, Lee Joo Young

    Trailer:
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  • Saint Omer

    Saint Omer

    Ein Film von Alice Diop.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Der viel­fach aus­ge­zeich­ne­te ers­te Spielfilm Saint Omer von Dokumentarregisseurin Alice Diop beglei­tet die jun­ge Akademikerin Rama zu einem Gerichtstermin, in dem eine unfass­ba­re Tat ver­han­delt wird: eine aus dem Senegal stam­men­de Frau hat ihr Baby im Meer ertrin­ken las­sen. Es scheint, als war­te die Angeklagte selbst durch den Prozess auf eine Antwort auf die Frage nach dem Warum?. Die aus Paris ange­reis­te Rama iden­ti­fi­ziert sich mit der Angeklagten und plant eine Reportage. Das Verfahren beginnt, aber nach den ers­ten Aussagen wird klar, dass nichts klar ist. Wer sitzt hier wirk­lich auf der Anklagebank? Und wie schnell kann ein Urteil gefällt wer­den ange­sichts die­ser unvor­stell­ba­ren Tötung?
    Inspiriert von einer wah­ren Begebenheit erzählt Alice Diop von Brüchen in weib­li­chen Biografien und eine Geschichte der kul­tu­rel­len Unterschiede – nicht nur zwi­schen Minderheiten und der Mehrheitsgesellschaft, son­dern auch inner­halb der Diaspora. Ein packen­der, intel­li­gen­ter Film über uni­ver­sel­le Fragen von Wahrheit, Ausgrenzung und Mutterschaft, streng und intensiv.

    Saint Omer wid­met sich Themen wie Mutterschaft und Rassismus, ohne sie the­sen­haft aus­zu­for­mu­lie­ren oder in dra­ma­ti­schen Konflikten auf­zu­lö­sen. Der Film ist dabei zugleich genau und unver­bind­lich. Es geht um Überschneidungen, aber nicht um deckungs­glei­che Erfahrungen. Mehrmals beschwört Diop dabei ein weib­li­ches Gemeinschaftsgefühl her­auf. Während einer Vorlesung von Rama schnei­det sie auf inter­es­sier­te Studentinnen; und die Verhandlung schafft durch Aufnahmen von wis­sen­den Zuhörerinnen eine ver­ständ­nis­vol­le Atmosphäre, die ledig­lich eini­ge Male durch das bös­ar­ti­ge Gepolter des Staatsanwalts gestört wird.“ Filmdienst

    SAINT OMER wur­de beim Filmfestival Venedig mit dem Großen Preis der Jury aus­ge­zeich­net und ist offi­zi­el­ler Kandidat Frankreichs für den Auslands-Oscar 2023.

    Credits:

    FR 2022, 123 Min., franz. OmU
    Regie: Alice Diop
    Kamera: Claire Mathon
    Schnitt: Amrita David
    Mit Kayije Kagame, Guslagie Malanda, Valérie Dréville, Aurélia Petit u. a.

    Trailer:
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    A film by Alice Diop. In French with German subtitles

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    French direc­tor Alice Diop has explo­red intra­fa­mi­li­al frac­tures in Afro-European fami­lies in a series of nota­ble docu­men­ta­ries, most recent­ly NOUS (2021). SAINT OMER, her first work of fic­tion, is co-writ­ten with acclai­med aut­hor Marie Ndiaye and con­ti­nues this pro­ject within the frame­work of a cle­ver­ly mir­rored cour­t­room dra­ma – crea­ting one of the most asto­nis­hing fic­tion debuts of the year. The start­ing point is a fait divers about a young woman from Senegal who aban­do­ned her 15-month-old baby to the tide on a beach in nor­t­hern France. On the one hand, Diop fol­lows this woman’s tri­al in an empha­ti­cal­ly sober tone, with the accu­sed pre­sen­ting hers­elf neither as a vic­tim of cir­cum­s­tances nor as a con­sci­en­ce­l­ess per­pe­tra­tor. This choice of sta­ging alre­a­dy crea­tes a sort of defa­mi­lia­riza­ti­on that makes clear attri­bu­ti­ons and simp­le ans­wers dif­fi­cult. However, the film turns out to be even more com­plex due to the fact that the­re is an out­side per­spec­ti­ve to boot: Rama, a young nove­list working on the anci­ent Medea myth, is atten­ding the tri­al. Rama is pregnant, but that’s not the only reason the woman’s sto­ry trig­gers doubts in her about her own self-image. Diop tells a sto­ry of cul­tu­ral dif­fe­ren­ces – not only bet­ween mino­ri­ties and the majo­ri­ty socie­ty, but also within the dia­spo­ra. (Dominik Kamalzadeh)

    Credits:

    FR 2022, 123 Min., franz. OmU
    Regie: Alice Diop
    Kamera: Claire Mathon
    Schnitt: Amrita David
    Mit Kayije Kagame, Guslagie Malanda, Valérie Dréville, Aurélia Petit u. a.

    Trailer:
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  • Return to Dust

    Return to Dust

    Ein Film von Li Ruijun.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ma und Guiying füh­ren bei­de ein iso­lier­tes und pro­blem­be­la­de­nes Leben: Der schweig­sa­me Bauer Ma ist das letz­te unver­hei­ra­te­te Mitglied sei­ner Familie; Guiying ist behin­dert und unfrucht­bar, über das im länd­li­chen China übli­che Heiratsalter ist sie weit hin­aus. In der zwi­schen ihnen arran­gier­ten Ehe tref­fen sie als zwei Fremde auf­ein­an­der, die Vereinzelung und Demütigungen gewohnt sind. Die Heirat könn­te alles nur noch ver­schlim­mern, doch für Ma und Guiying wird sie zur Chance. Sie ent­de­cken ihre gemein­sa­me Bestimmung. Sie ler­nen, Nähe zuzu­las­sen, sich aus­zu­spre­chen, für­ein­an­der zu sor­gen und sogar zu lächeln – trotz der har­ten Feldarbeit, mit der sie ihren Lebensunterhalt bestrei­ten, und der Herausforderungen, die sie gemein­sam bewäl­ti­gen müs­sen.
    Regisseur Li Ruijun, der für die Dreharbeiten in sein Heimatdorf Gaotai in der nord­west­chi­ne­si­schen Provinz Gansu zurück­ge­kehrt ist, the­ma­ti­siert Ausbeutung, Zwangsverstädterung, Armut und Verlust von Traditionen durch Entwurzelung. Doch vor allem geht es ihm dar­um, wie sei­ne arg­lo­sen und ver­letz­li­chen Figuren die Welt sehen. Ihnen gel­ten sei­ne Liebe und sein Vertrauen. Ein zutiefst mensch­li­cher Film von unauf­dring­li­cher Zärtlichkeit.

    Es gibt Filme, die wie die chi­ne­si­sche Bau­ern­tra­gö­die Return to Dust auf den ers­ten Blick unpo­li­tisch wir­ken, aber im Nachhinein in ihrer abgrün­di­gen Düsternis wie ei­ne ästhe­ti­sche Widerstandsgeste erschei­nen.” Andreas Kilb | FAZ

    Credits:

    Yin Ru Chen Yan
    CN 2022, 132 Min., chin. OmU
    Regie & Schnitt: Li Ruijun
    Kamera: Wang Weihua
    mit: Wu Renlin, Hai Qing

    Trailer:
    Return to Dust – Trailer OV/d/f
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    A film by Li Ruijun. In Chisese with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ma and Guiying lead lives that are simi­lar­ly shel­te­red and dif­fi­cult. He is a reti­cent far­mer, the last of his fami­ly to remain unmar­ried; she is dis­ab­led and infer­ti­le, and long past what is con­side­red to be mar­ry­ing age in rural China. Their arran­ged mar­ria­ge, uniting two peo­p­le who are accus­to­med to iso­la­ti­on and humi­lia­ti­on, would appear to force them into a rela­ti­onship that will make life worse for both of them. But ins­tead, they sei­ze the oppor­tu­ni­ty to rise abo­ve them­sel­ves and dis­co­ver their shared desti­ny. They learn how to beco­me clo­se com­pa­n­ions, how to speak up, how to care for each other and even how to smi­le. All this in spi­te of the hard work requi­red of them by their quint­essen­ti­al bond with the land and the tri­als that await them on their com­mon path. Against a back­drop of topics such as the explo­ita­ti­on of farm workers, forced urba­ni­sa­ti­on, the uproo­ting of tra­di­ti­ons and pover­ty, Li Ruijun – who returns to his birth­place of Gaotai, in the nor­t­hern pro­vin­ce of Gansu – prio­ri­ti­ses the cha­rac­ters’ world­view, with its inher­ent nai­ve­ty and fra­gi­li­ty, through an act of trust and love that infu­ses the film with subt­le ten­der­ness and pro­found humanity.

    Credits:

    CN 2022, 132 Min., chin. OmU
    Regie & Schnitt: Li Ruijun
    Kamera: Wang Weihua
    mit: Wu Renlin, Hai Qing

    Trailer:
    Return to Dust – Trailer OV/d/f
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  • Berlin JWD

    Berlin JWD

    Ein Film von Bernhard Sallmann. Am 21. + 22.1. 15:45. Am 21.1. mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Eine Winterreise nach (J)anz (W)eit (D)raußen oder JWD, wie man in Berlin sagt. Die mär­ki­schen Landschaften hin­ter der Stadtgrenze wur­den am Ende des 19. Jahrhunderts von pro­le­ta­ri­schen Erholungssuchenden über­rannt. Kurz dar­auf fraß der Moloch Großstadt die schein­bar unschul­di­ge Idylle: Gentrifizierung Neunzehn Punkt Null. Seitdem wech­seln Um‑, Ab- und Aufbrüche in nicht vor­her­seh­ba­rer Folge. Wie Exkremente einer ver­gan­ge­nen Zukunft lie­gen die ehe­ma­li­gen Rieselfelder, zer­fal­le­nen Grenzanlagen, auf­ge­las­se­nen Fabriken, ange­fan­ge­nen Verkehrswege, neu­en Siedlungen und begrün­ten Müllberge in der Landschaft ver­streut. Der nie gänz­lich ver­klin­gen­de Straßenlärm und die Verbrennungsmotoren unse­rer Tage tönen heu­te schon wie ein totes Echo von morgen. 

    Credits:

    DE 2022, 74 Min, ohne Dialog,
    Regie & Kamera: Bernhard Sallmann
    Schnitt: Christoph Krüger.

    Trailer:
    BERLIN JWD | Trailer deutsch ger­man [HD]
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    A film by Bernhard Sallmann. On January 21st and 22nd at the fsk. No dialogue

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    After a four-part cycle based on Theodor Fontane’s Wanderungen durch die Mark Brandenburg („Ramblings through Brandenburg”) (Oderland, Rhinland, Spreeland, Havelland), Bernhard Sallmann turns to urban land­scapes for his latest docu­men­ta­ry BERLIN JWD (G 2022) – more pre­cis­e­ly, he explo­res the area bet­ween the Ringbahn in Berlin and the city limits. At the end of the 19th cen­tu­ry, the area was a desti­na­ti­on „janz weit drau­ßen” (“very far away”) for the „pro­le­ta­ri­an mas­ses”. Now, the­re is natu­re, indus­tri­al zones, con­s­truc­tion sites, his­to­ri­cal buil­dings, newer buil­dings, and many indi­ca­ti­ons of uphe­aval. The viewer’s eyes can take a delightful “stroll” through the obser­va­tions, pho­to­gra­phed pre­cis­e­ly with a fixed came­ra and during the cour­se of the chan­ging sea­sons, while the ears hear the sound of the places. Sometimes peo­p­le appear in the pic­tu­re. Though the­re is no dia­lo­gue, this is not a silent Berlin film. The fact that names such as Spree-Teltow Pyramid, Arkenberge, Dichtervillen descri­be quite ordi­na­ry places is also very much Berlin. (Birgit Kohler)

    Credits:

    DE 2022, 74 Min, ohne Dialog,
    Regie & Kamera: Bernhard Sallmann
    Schnitt: Christoph Krüger.

    Trailer:
    BERLIN JWD | Trailer deutsch ger­man [HD]
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  • Tara

    Tara

    Ein Film von Volker Sattel & Francesa Bertin.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    TARA – das ist ein klei­ner Fluss am Rande der süd­ita­lie­ni­schen Hafenstadt Taranto. Der gleich­na­mi­ge Dokumentarfilm von Volker Sattel und Francesca Bertin hält sich zunächst an des­sen Ufern auf, zeigt idyl­li­sche Badeszenen mit Jung und Alt, den Wind im Gras, einen Marienaltar im Schilf und unter Wasser auf­ge­nom­me­ne Pflanzen. Die Einheimischen spre­chen dem Wasser hei­len­de, magi­sche Kräfte zu, auch eine Legende mit einem Esel rankt sich um den „Fluss des Glücks“.
    Allmählich wei­tet sich das Panorama um die benach­bar­ten Fabrikschlote, kon­ta­mi­nier­te Wasserproben, den Bau des gigan­ti­schen ört­li­chen Stahlwerks in den 60er Jahren, eine Deponie mit gif­ti­gen Altlasten und die anti­ke Geschichte der Gegend, vor allem aber um Menschen, die in der maro­den Industriestadt nicht auf­ge­ben und dem Unrecht und Niedergang ihre Ideen und Initiativen ent­ge­gen­set­zen. Mit visu­ell star­ken Bildern, ruhig und eher bei­läu­fig wird so vom ​Scheitern der Versprechungen des Fortschritts und Resistenz glei­cher­ma­ßen erzählt. (Birgit Kohler)
    (21. – 24.1., am 24.1. mit Filmgespräch)

    Credits:

    DE/IT 2022, 86 Min., ital. OmU,
    Regie: Volker Sattel & Francesa Bertin
    Kamera: Volker Sattel, Thilo Schmidt
    Schnitt: Bettina Blickwede

    Trailer:
    Trailer | Tara | Sattel Volker, Francesca Bertin
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    A Film by Volker Sattel & Francesa Bertin. In itlai­an with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    The Tara is a river on the out­skirts of Taranto who­se waters are belie­ved to have heal­ing pro­per­ties; bathing the­re is a tra­di­ti­on for the inha­bi­tants of the city. Starting from this buco­lic place, Volker Sattel and Francesca Bertin take us on a jour­ney through a ter­ri­to­ry whe­re myths clash with rea­li­ty and whe­re so-cal­led “pro­gress” has taken a hea­vy toll on natu­re and society.

    Credits:

    DE/IT 2022, 86 Min., ital. OmU,
    Regie: Volker Sattel & Francesa Bertin
    Kamera: Volker Sattel, Thilo Schmidt
    Schnitt: Bettina Blickwede

    Trailer:
    Trailer | Tara | Sattel Volker, Francesca Bertin
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  • Utama

    Utama

    Ein Film von Alejandro Loayza Grisi. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Im tro­cke­nen boli­via­ni­schen Hochland der Anden lebt ein älte­res Quechua-Ehepaar. Mitten in einer Dürre erkrankt Virginio und ver­bringt sei­ne letz­ten Tage im Wissen um sei­nen bevor­ste­hen­den Tod damit, sei­ne Krankheit vor Sisa zu ver­ber­gen. Alles ver­än­dert sich durch die Ankunft des Enkels Clever, der mit Neuigkeiten zu Besuch kommt. Die drei stel­len sich auf unter­schied­li­che Weise der Dürre, den Veränderungen und dem Sinn des Lebens.

    Sie leben fern von dem, was man Erungenschaften der so genann­ten Zivilisation bezeich­net. Ihr Leben ist ein­fach und eng ver­bun­den mit der Natur. Diese ist auf dem Altiplano him­mels­nah und von betö­ren­der Schönheit, gleich­zei­tig auch karg. Jedes Stückchen Erde zählt und wird gepflegt. So gering ihr öko­lo­gi­scher Fussabdruck sein mag: Auch die Indigenen auf dem Altiplano sind betrof­fen von der glo­ba­len Verantwortungsarmut. Die Trockenheiten neh­men zu, die natür­li­chen Zyklen sind in Gefahr. Zusammen mit sei­ner her­vor­ra­gen­den argen­ti­ni­schen Kamerafrau Barbara Alvarez zau­bert der Bolivianer Alejandro Loayza Grisi eine Erzählung auf die Leinwand, die vom Verlust eines Lebensraums han­delt und von einem Leben, das auch so schon ent­beh­rungs­reich ist. Eigentlich bleibt da kein Raum mehr für Abstriche. «Wir waren berührt von die­sem schö­nen Stück eth­no­gra­fi­schen Kinos, das auf einer ein­fa­chen, aber uni­ver­sel­len und sehr auf­rich­ti­gen Geschichte basiert», hat die Jury von Toulouse notiert, als sie Utama aus­zeich­ne­te. Der Film lie­fert eine eben­so schlich­te wie dring­li­che Botschaft: Es gibt nur eine Erde, und es gibt sie nur ein­mal. Wann begrei­fen das ihre Bewohnerinnen und Bewohner in den Zentren? Walter Ruggle

    Credits:

    BO 2022, 87 Min., Quechua, Spanisch OmU
    Regie: Alejandro Loayza Grisi
    Kamera: Barbara Alvarez
    Schnitt: Fernando Epstein
    mit: José Calcina, Luisa Quispe, Santos Choque

    Trailer:
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    A film by IAlejandro Loayza Grisi. In Spanish & Quechua with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In the Bolivian high­lands, an elder­ly Quechua cou­ple has been living the same dai­ly life for years. When an uncom­mon­ly long drought threa­tens their enti­re way of life, Virginio and his wife Sisa face the dilem­ma of resis­ting or being defea­ted by the envi­ron­ment and time itself.

    Credits:

    BO 2022, 87 Min., Quechua, Spanisch OmU
    Regie: Alejandro Loayza Grisi
    Kamera: Barbara Alvarez
    Schnitt: Fernando Epstein
    mit: José Calcina, Luisa Quispe, Santos Choque

    Trailer:
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  • Hallelujah: Leonard Cohen, a Journey, a Song

    Hallelujah: Leonard Cohen, a Journey, a Song

    Ein Film von Daniel Geller und Dayna Goldfine. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Neulich beim Aqua-Fitness gab es zur Unterstützung des Takthaltens eine beson­ders scheuß­li­che Disko-Techno-Version, ges­tern auf der Strandpromenade an der Ostsee eine ver­hal­te­ne mit Solo-Trompete: HALLELUJA ist über­all. Kaum eine Hochzeit, Beerdigung, Casting-Show, Straßenmusikerin kommt mehr ohne eine – text­lich ger­ne ent­schärf­te – Version aus, und Musikerinnen, die was auf sich hal­ten, rei­chern ihre Auftritte damit an, eben­so myria­den TV-Sendungen, Serien, Shows und Filme. Was ist mit die­sem Song, der offen­sicht­lich die meis­ten Menschen rund um den Globus zu rüh­ren ver­mag? Der Film erzählt die Geschichte des Liedes, das Leonard Cohen beim Schreiben über Jahre auf meta­phy­si­scher Suche Strophe auf Strophe, die genaue Anzahl bleibt im Dunkeln, ver­län­ger­te. Die Annäherung an den Poeten und Sänger über ein ein­zi­ges Lied, viel­leicht sein, so legt der Film nahe, wich­tigs­tes, ist hier sehr schlüs­sig, aber nicht das ein­zig Interessante. Von Menschen, die dem Musiker nahe stan­den und mit der Entstehung oder dem Song all­ge­mein zu tun hat­ten, hören wir von der unglaub­li­chen Veröffentlichungsgeschichte, wie der Song trotz­dem in die Welt kam und von wem. Dazu gibt es eini­ge klu­ge Kommentare und Überlegungen zum Musikgeschäft all­ge­mein und dar­über hin­aus. Meine Lieblings-Interpretation von HALLELUJA ist übri­gens nach wie vor die von John Cale von 1991, trotz eini­ger hüb­scher unter den Aufnahmen, die im Netz zu fin­den sind.

    Kann man das Genie eines so viel­sei­ti­gen Dichters, über des­sen Leben es knapp 20 Filme gibt, auf einen Song kon­zen­trie­ren? Die erstaun­li­che Antwort gibt die­ser Film, der es schafft, die wich­tigs­ten bio­gra­fi­schen Wendepunkte zu erwäh­nen und doch im Kern nur die Geschichte von »Hallelujah« zu erzäh­len. Dabei ist es erstaun­lich, …, wie wech­sel­voll Cohens Beziehung zu sei­nem eige­nen Lied war und wie er sich am Ende damit ret­te­te.“ epd-film

    Credits:

    USA 2021 116 MIn., engl. OmU
    Regie & Buch: Daniel Geller, Dayna Goldfine
    Kamera: Dan Geller
    Schnitt: Dayna Goldfine, Bill Weber, Dan Geller

    Trailer:
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  • Concerned Citizen

    Concerned Citizen

    Ein Film von Idan Haguel.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ben ist ein libe­ra­ler, schwu­ler Mann. Er hat einen gut bezahl­ten Job und wohnt mit sei­nem Partner Raz in einem lie­be­voll ein­ge­rich­te­ten Apartment in Tel Aviv. Zum Glück fehlt dem jun­gen Paar nur noch ein Kind, aber sie arbei­ten dran. Um ihre noch etwas abschüs­si­ge Wohngegend zu ver­schö­nern, pflanzt Ben einen Baum auf der ande­ren Straßenseite. Doch sei­ne gut gemein­te Tat löst eine Kette von immer unan­ge­neh­me­ren Ereignissen aus, denn ein Geflüchteter aus Eritrea sieht den Baum aus einer ganz ande­ren Perspektive. Bens Bild von sich selbst, sei­ner Beziehung, ja der gan­zen Gesellschaft gerät dabei zeit­wei­se aus den Fugen.
    Mit fei­nem Humor erzählt Regisseur Idan Haguel eine Parabel über das Leben in gro­ßen Städten und dem mensch­li­chen Bedürfnis nach Selbstverwirklichung inner­halb des selbst geschaf­fe­nen Kastenwesens bei gleich­zei­ti­ger Ausbruchsstimmung aus eben die­sem. Doch solan­ge die unhin­ter­frag­ten Privilegien und Annehmlichkeiten halb­wegs aus­rei­chen, wird der Status Quo akzep­tiert. Trotz hohem Problembewusstsein für die sozia­len Verwerfungen, aber dar­über kann man ja bei einem Essen mit Freunden und einem guten Wein reden.
    Für sei­ne ele­gant erzähl­te Sozialkritik wur­de „Concerned Citizen“ bereits auf der Berlinale gefeiert.

    Credits:

    IL 2022, 82 Min., hebäi­sche OmU
    Regie, Buch: Idan Haguel
    Kamera: Guy Sahaf
    Schnitt: Shauly Melamed
    mit: Shlomi Bertonov, Ariel Wolf

    Trailer:
    CONCERNED CITIZEN Trailer Deutsch | German [HD]
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    A film by Idan Haguel. In Hebrew with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ben plants a tree on the street in front of his house in Neve Sha’anan, a migrant neigh­bour­hood in the south of Tel Aviv. The dis­trict is on the up, and Ben has bought and upgraded a flat here tog­e­ther with his part­ner Raz. This gay cou­ple now enjoys a sett­led exis­tence, their days are struc­tu­red by a well-estab­lished rou­ti­ne and ever­y­thing is in its pro­per place. Time then, to tack­le their desi­re to have child­ren. And so, assi­duous­ly and con­sci­en­tious­ly, they set about sear­ching for a sui­ta­ble egg donor and sur­ro­ga­te mother. One day, when a neigh­bour­ly con­flict escala­tes over the tree he has plan­ted, Ben beco­mes wit­ness to bru­tal poli­ce vio­lence against an Eritrean. The inci­dent upsets his self-image and his plans for a life tog­e­ther with Raz.
    Idan Haguel por­trays a gay midd­le-class cou­ple who­se desi­re for self-rea­li­sa­ti­on beg­ins to nar­row their world­view, brin­ging deep-sea­ted pre­ju­di­ces to light. A deft­ly told para­ble about the mecha­nisms of gen­tri­fi­ca­ti­on which, with a hint of sati­re, rai­ses an uncom­for­ta­ble ques­ti­on, name­ly: exact­ly how tole­rant are we?

    Credits:

    IL 2022, 82 Min., hebäi­sche OmU
    Regie, Buch: Idan Haguel
    Kamera: Guy Sahaf
    Schnitt: Shauly Melamed
    mit: Shlomi Bertonov, Ariel Wolf

    Trailer:
    CONCERNED CITIZEN Trailer Deutsch | German [HD]
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