Archiv: Termine

  • [:de]Gagarin – Einmal schwerelos und zurück[:]

    [:de]Gagarin – Einmal schwerelos und zurück[:]

    [:de]

    ein Film von Fanny Liatard und Jérémy Trouilh.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Gagarin erzählt die Geschichte von Youri (Alseni Bathily), der guten Seele einer Nachbarschaft, der an der Idee und an den Erinnerungen eines soli­da­ri­schen Zusammenlebens fest­hält, bis es nicht mehr geht.
    Youri ist der selbst­er­nann­te Hausmeister einer 60er Jahre Siedlung in einer Vorstadt von Paris namens Gagarin. Obwohl er und sei­ne Freunde sich größ­te Mühe geben, kön­nen sie nicht ver­hin­dern, dass die Stadt beschließt, dass die Siedlung abge­ris­sen wer­den soll.
    Nach und nach zie­hen alle weg, nur Youri hat für sich beschlos­sen zu blei­ben. Erst mal fin­det Youri neue Freunde. Das Roma Mädchen Diana (Lyna Khoudri, The French Dispatch) ist fas­zi­niert von sei­nem Einsiedlertum und der Dealer Dali (Finnegan Oldfield, Corsage) lebt auch noch irgend­wo im Gebäudekomplex. Dann aber wird die ille­ga­le Siedlung von Dianas Familie von der Stadt auf­ge­löst. Und auch Dali ver­schwin­det nach eine gewalt­tä­ti­gen Auseinandersetzung mit den Bauarbeitern, die Gagarin ver­sie­geln und für die Sprengung vor­be­rei­ten. Als letz­ter Bewohner lebt Youri in der Siedlung wie in einem Raumschiff. Youri weiß, dass er sich in eine Sackgasse manö­vriert hat, und dass sei­ne Umgebung immer lebens­feind­li­cher wird. Aber Youri ist stur, er will sei­ne Mission, wie einen Parabelflug been­den und so arbei­tet er an einem Countdown, an des­sen Ende die Hochhaussiedlung Gagarin für ihn um Hilfe rufen soll. Leider zählt wäh­rend­des­sen noch ein ande­rer Countdown von 10 bis 0.

    Credits:

    FR 2020, 95 Min., franz. OmU
    Regie: Fanny Liatard, Jérémy Trouilh

    Kamera: Victor Seguin
    Schnitt: Daniel Darmon
    mit Alseni Bathily, Lyna Khoudri, Jamil McCraven, Finnegan Oldfield, Farida Rahouadj, Denis Lavant

    Trailer:
    Gagarin – Einmal schwe­re­los und zurück TLR 24p OmU Trailer
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    [:en]

    A film by Fanny Liatard and Jérémy Trouilh. In French with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Between tower block and orbit: the sto­ry of a young fan of space tra­vel from the ban­lieue is an expe­di­ti­on into the power of the ima­gi­na­ti­on – poe­tic, playful and full of quir­ky moments. 16-year old Yuri has spent his who­le life in the Cité Gagarine, a coun­cil estate from the 1960s on the edge of Paris. Like the eponym of the estate, Yuri dreams of one day lif­ting off into space and esca­ping the drab­ness. But when plans are announ­ced to tear down the estate, he joins the resis­tance. Together with his fri­end Houssam and his neigh­bour Diana, he sets out to save Gagarine – and trans­forms his flat into a space station.

    Credits:

    FR 2020, 95 Min., franz. OmU
    Regie: Fanny Liatard, Jérémy Trouilh

    Kamera: Victor Seguin
    Schnitt: Daniel Darmon
    mit Alseni Bathily, Lyna Khoudri, Jamil McCraven, Finnegan Oldfield, Farida Rahouadj, Denis Lavant

    Trailer:
    Gagarin – Einmal schwe­re­los und zurück TLR 24p OmU Trailer
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    [:]
  • [:de]Was will der Lama mit dem Gewehr?[:]

    [:de]Was will der Lama mit dem Gewehr?[:]

    [:de]

    Ein Film von Pawo Choyning Dorji.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Im Jahr 2006 hält die Modernisierung Einzug im Königreich Bhutan: Als letz­tes Land der Erde erhält Bhutan Zugang zu Fernsehen und Internet. Doch die größ­te Veränderung steht noch bevor: Die Einführung der Demokratie. Nach sei­nem Oscar-nomi­nier­ten Spielfilmdebüt Lunana lie­fert Pawo Choyning Dorji mit The Monk and the Gun eine wit­zi­ge und warm­her­zi­ge Politsatire mit über­ra­schen­den Wendungen.

    Es war eine klei­ne Sensation: Im Jahr 2022 wur­de ein bhu­ta­ni­scher Filmemacher mit sei­nem ers­ten Spielfilm für die Oscars nomi­niert. Sein Film Lunana, den er aus­schließ­lich mit Solarenergie gedreht hat­te, fei­er­te gros­se Erfolge und lock­te allein in der Schweiz 15’000 Menschen in die Kinos. Mit The Monk and the Gun mel­det sich Pawo Choyning Dorji mit einem eben­so ver­gnüg­li­chen wie auch wohl­tu­en­den Film zurück: Während die Bevölkerung gera­de James Bond, das Fernsehen und das Internet ent­deckt hat, beschließt der König, sein Land wei­ter zu moder­ni­sie­ren, indem er Wahlen anbe­raumt, um ein par­la­men­ta­ri­sches System ein­zu­füh­ren. Doch kaum steht der poli­ti­sche Wandel bevor, beginnt die Machtgier die Gemüter der sonst so sanft­mü­ti­gen Bevölkerung zu erhit­zen. Dorji schickt drei Figuren auf die Reise, deren Wege sich vor atem­be­rau­ben­der Kulisse kreu­zen wer­den: Wahlleiterin Tshering Yangden soll in den Bergdörfern Testwahlen durch­füh­ren und ein jun­ger Mönch für die geheim­nis­vol­le Zeremonie sei­nes Meisters zwei Schusswaffen fin­den, wäh­rend ein US-ame­ri­ka­ni­scher Waffensammler ein altes Gewehr sucht.

    Was will ein Mönch mit einer Waffe? Dorjis pazi­fis­ti­sche Antwort ist in Zeiten wie die­sen schlicht eine Wohltat und die Seitenhiebe auf den Kapitalismus sind urko­misch. In sei­nem zwei­ten Spielfilm ent­puppt sich der jun­ge Regisseur als begna­de­ter Geschichtenerzähler, der das Publikum über die Motive sei­ner Figuren bis zum Schluss rät­seln lässt und die Spannung bra­vou­rös auf­recht­erhält. Ohne zu urtei­len und mit viel Respekt rich­tet Dorji sei­nen Blick auf das Geschehen und auf einen Moment in sei­ner Heimat, in dem poli­ti­sche Veränderungen mit den tra­di­tio­nel­len bud­dhis­ti­schen Werten kollidieren.

    Credits:

    The Monk and the Gun
    BT 2023, 107 Min., Dzongkha, Englisch OmU
    Regie: Pawo Choyning Dorji

    Kamera: Jigme Tenzing
    Schnitt: Hsiao-Yun Ku

    mit: Tandin Wangchuk, Deki Lhamo, Pema Zangmo Sherpa, Tandin Sonam, Harry Einhorn, Choeying Jatsho, Tandin Phubz, Yuphel Lhendup Selden, Kelsang Choejay

    Trailer:
    WAS WILL DER LAMA MIT DEM GEWEHR? l OmU Trailer
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    [:en]

    A film by Pawo Choyning Dorji. In Dzongkha and English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Kingdom of Bhutan, 2006. Modernization has final­ly arri­ved. Bhutan beco­mes the last coun­try in the world to con­nect to the inter­net and tele­vi­si­on, and now the big­gest chan­ge of all: demo­cra­cy. To teach the peo­p­le how to vote, the aut­ho­ri­ties orga­ni­ze a mock elec­tion, but the locals seem uncon­vin­ced. Traveling to rural Bhutan whe­re reli­gi­on is more popu­lar than poli­tics, the elec­tion super­vi­sor dis­co­vers that a monk is plan­ning a mys­te­rious cerem­o­ny for the elec­tion day.

    Credits:

    The Monk and the Gun
    BT 2023, 107 Min., Dzongkha, Englisch OmU
    Regie: Pawo Choyning Dorji

    Kamera: Jigme Tenzing
    Schnitt: Hsiao-Yun Ku

    mit: Tandin Wangchuk, Deki Lhamo, Pema Zangmo Sherpa, Tandin Sonam, Harry Einhorn, Choeying Jatsho, Tandin Phubz, Yuphel Lhendup Selden, Kelsang Choejay

    Trailer:
    WAS WILL DER LAMA MIT DEM GEWEHR? l OmU Trailer
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  • [:de]Goodbye Julia[:]

    [:de]Goodbye Julia[:]

    [:de]

    Ein Film von Mohamed Kordofani.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Zwei Frauen, die sich nor­ma­ler­wei­se nie begeg­net wären: Die Geschichte einer unge­wöhn­li­chen und her­aus­for­dern­den Freundschaft spielt vor dem Hintergrund der sich anbah­nen­den Abstimmung über die Ablösung des Südsudan vom Norden im Jahr 2011, ist aber auch heu­te noch höchst aktu­ell und scheint lei­der zeit­los zu sein.
    Mona, bis zu ihrer Heirat mit dem Tischler Akram gefei­er­te nord-suda­ne­si­sche Sängerin und gut situ­iert, macht sich mit­schul­dig am Tod von Julias Mann. Julia lebt mit ihrem Sohn Daniel, wie die meis­ten Südsudanes:innen im Norden des Landes, in äußerst pre­kä­ren Verhältnissen. Um ihr Gewissen zu beru­hi­gen, nimmt die gläu­bi­ge Muslimin Mona die Katholikin Julia spon­tan als Hausangestellte bei sich auf. Nun weiß weder Julia, dass ihr Mann nicht mehr lebt, noch weiß Akram, der eigent­li­che Täter, wer Julia wirk­lich ist. Die bei­den Frauen freun­den sich an und unter­stüt­zen sich gegen­sei­tig, aber wie lan­ge kann Mona die­se Gebäude aus Lügen und Geheimnissen auf­recht erhal­ten?
    Schön ein­ge­fan­gen, in lan­gen Einstellungen und vie­len Nahaufnahmen, ist die stim­mi­ge Chemie zwi­schen den Darstellerinnen, und bei­de ver­lei­hen ihren Charakteren die nöti­ge Tiefe. Dabei sind sie zwar Öffentlichkeit gewohnt, aber Laien beim Film: Eiman Yousif (Mona) ist real auch suda­ne­si­sche Sängerin, und Siran Riak (Julia) stand als Miss Südsudan bereits im Rampenlicht.
    „Ehe-Zwist als Prolog zur Teilung der Nation: Bewunderungswürdig ele­gant zeigt Re­gisseur Mohamed Kordofani, wie Rassismus die Zwei-Klassen-Gesellschaft des Su­dans prägt – das führ­te 2011 zur Spaltung. Der wohl ers­te suda­ne­si­sche Spielfilm in deut­schen Kinos ist ein klei­nes Meisterwerk.“ Anne-Katrin Müller | kunst+film

    Credits:

    SD/SE/DE/SA/FR/EG 2023, 120 Min., arab. OmU,
    Regie: Mohamed Kordofani
    Kamera: Pierre de Villiers
    mit: Eiman Yousif, Siran Riak, Nazar Gomaa, Ger Duany 

    Trailer:
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    [:en]

    A film by Mohamed Kordofani.
    In Arabic with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Wracked by guilt after cove­ring up a mur­der, Mona a nor­t­hern Sudanese reti­red sin­ger in a ten­se mar­ria­ge tri­es to make amends by taking in the deceased’s sou­thern Sudanese widow, Julia, and her son, Daniel, into her home. Unable to con­fess her trans­gres­si­ons to Julia, Mona deci­des to lea­ve the past behind and adjust to a new sta­tus quo, una­wa­re that the country’s turm­oil may find its way into her home and put her face to face with her sins.

    Credits:

    SD/SE/DE/SA/FR/EG 2023, 120 Min., arab. OmU,
    Regie: Mohamed Kordofani
    Kamera: Pierre de Villiers
    mit: Eiman Yousif, Siran Riak, Nazar Gomaa, Ger Duany 

    Trailer:
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  • [:de]Crossing – Auf der Suche nach Tekla[:]

    [:de]Crossing – Auf der Suche nach Tekla[:]

    [:de]

    Ein Film von Levan Akin. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In jedem Road-Movie steckt immer auch ein Weg der Hauptfigur zu sich selbst, und Crossing schickt die Georgierin Lia los. Nach dem Tod ihrer gelieb­ten Schwester, die sie lan­ge pfleg­te, hat die streng wir­ken­de, pen­sio­nier­te Lehrerin das Gefühl, kei­ne Perspektive im Leben und nichts mehr zu ver­lie­ren zu haben. Allerdings hat sie einen Auftrag mit­be­kom­men: sie soll ihre ver­schol­le­ne trans Nichte Tekla, der sie einst sehr nahe stand, fin­den. Als ihr jun­ger Nachbar Achi behaup­tet, Teklas Adresse in Istanbul – eine Stadt, in der man gut ver­schwin­den kann, wenn man will – zu ken­nen, und zudem Englisch zu spre­chen, nimmt sie ihn wider­stre­bend mit auf die Suche. Die Reise ver­än­dert Lia zuse­hends. Durch ihre Beziehung zu Achi und ihre Begegnungen mit der trans Community in Istanbul, ins­be­son­de­re mit der lebens­lus­ti­gen, enga­gier­ten Anwältin Evrim, öff­net sich Lia all­mäh­lich und sieht die Welt und ihren Platz dar­in mit ande­ren Augen. Alle drei Protagonist:innen eint, in ihrem Leben gro­ße Opfer gebracht und Einschränkungen in Kauf genom­men zu haben, um die herr­schen­de Hegemonie, im per­sön­li­chen wie poli­ti­schem Umfeld, nicht zu stö­ren. Crossing ist ein leben­di­ger, unge­schön­ter Film über Solidarität, über die klei­nen Gesten der Güte, und des Verständnisses zwi­schen Fremden und inner­halb der Familie.
    In vie­ler­lei Hinsicht ist er auch ein Liebesbrief an Istanbul und sei­ne Geschichte, trotz der offen­sicht­li­chen, durch die Straßenkinder Izzet und Gulpembe ins Bild auf­ge­nom­me­nen Armut:
    „Istanbul ist ein Ort, an dem man auf engs­tem Raum gegen­sätz­li­che Welten antref­fen kann. Die eine Straße ist sehr reli­gi­ös, und wenn man zwei Straßen wei­ter­geht, ist man plötz­lich in einer quee­ren Oase, wo Männer händ­chen­hal­tend her­um­lau­fen. Diese Ambivalenz woll­te ich im Film dar­stel­len. Wenn Lia und Achi im Film ins que­e­re Viertel gehen, ist der kur­ze Weg, den sie gehen, der tat­säch­li­che Weg in der Realität. In Istanbul leben die unter­schied­lichs­ten Religionen, Menschen und, nicht zu ver­ges­sen, Katzen und Hunde.“ Levan Akin
    Teddy – Preis der Jury 2024 Berlinale – Panorama

    Credits:

    SE/DK/FR/TR/GE 2023, 105 Min., geor­gisch, tür­kisch, engl. OmU
    Regie: Levan Akin
    Kamera: Lisabi Fridell
    Schnitt: Emma Lagrelius, Levan Akin
    mit: Mzia Arabuli, Lucas Kankava, Deniz Dumanlı

    Trailer:
    CROSSING – Trailer OmU German | Deutsch
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    [:en]

    A film by Levan Akin. In Georgian, Turkish and English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Lia, a reti­red tea­cher, has made a pro­mi­se to find out what hap­pen­ed to her long-lost nie­ce, Tekla. When Lia lear­ns from a neigh­bour, Achi, that Tekla might have left their Georgian home­land and be living in Turkey, Lia and Achi set off tog­e­ther to find her. Arriving in Istanbul, they dis­co­ver a beau­tiful city full of con­nec­tions and pos­si­bi­li­ties. But sear­ching for someone who never inten­ded to be found is har­der than they expec­ted – until they meet Evrim, a lawy­er fight­ing for trans rights. As Lia and Achi wea­ve their way through the city’s back­streets, Tekla starts to feel clo­ser than ever.
    Levan Akin’s fourth fea­ture film is fil­led with an impres­si­ve emo­tio­nal imme­dia­cy. Two initi­al­ly hesi­tant stran­gers over­co­me not only ideo­lo­gi­cal but also inter­nal boun­da­ries on their mis­si­on and join forces. The topo­gra­phy of the city plays just as important a role in this ode to huma­ni­ty as the array of cha­rac­ters that live within it.

    Credits:

    SE/DK/FR/TR/GE 2023, 105 Min., geor­gisch, tür­kisch, engl. OmU
    Regie: Levan Akin
    Kamera: Lisabi Fridell
    Schnitt: Emma Lagrelius, Levan Akin
    mit: Mzia Arabuli, Lucas Kankava, Deniz Dumanlı 

    Trailer:
    CROSSING – Trailer OmU German | Deutsch
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  • [:de]Gagarin – Einmal schwerelos und zurück[:]

    [:de]Gagarin – Einmal schwerelos und zurück[:]

    [:de]

    ein Film von Fanny Liatard und Jérémy Trouilh.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Gagarin erzählt die Geschichte von Youri (Alseni Bathily), der guten Seele einer Nachbarschaft, der an der Idee und an den Erinnerungen eines soli­da­ri­schen Zusammenlebens fest­hält, bis es nicht mehr geht.
    Youri ist der selbst­er­nann­te Hausmeister einer 60er Jahre Siedlung in einer Vorstadt von Paris namens Gagarin. Obwohl er und sei­ne Freunde sich größ­te Mühe geben, kön­nen sie nicht ver­hin­dern, dass die Stadt beschließt, dass die Siedlung abge­ris­sen wer­den soll.
    Nach und nach zie­hen alle weg, nur Youri hat für sich beschlos­sen zu blei­ben. Erst mal fin­det Youri neue Freunde. Das Roma Mädchen Diana (Lyna Khoudri, The French Dispatch) ist fas­zi­niert von sei­nem Einsiedlertum und der Dealer Dali (Finnegan Oldfield, Corsage) lebt auch noch irgend­wo im Gebäudekomplex. Dann aber wird die ille­ga­le Siedlung von Dianas Familie von der Stadt auf­ge­löst. Und auch Dali ver­schwin­det nach eine gewalt­tä­ti­gen Auseinandersetzung mit den Bauarbeitern, die Gagarin ver­sie­geln und für die Sprengung vor­be­rei­ten. Als letz­ter Bewohner lebt Youri in der Siedlung wie in einem Raumschiff. Youri weiß, dass er sich in eine Sackgasse manö­vriert hat, und dass sei­ne Umgebung immer lebens­feind­li­cher wird. Aber Youri ist stur, er will sei­ne Mission, wie einen Parabelflug been­den und so arbei­tet er an einem Countdown, an des­sen Ende die Hochhaussiedlung Gagarin für ihn um Hilfe rufen soll. Leider zählt wäh­rend­des­sen noch ein ande­rer Countdown von 10 bis 0.

    Credits:

    FR 2020, 95 Min., franz. OmU
    Regie: Fanny Liatard, Jérémy Trouilh

    Kamera: Victor Seguin
    Schnitt: Daniel Darmon
    mit Alseni Bathily, Lyna Khoudri, Jamil McCraven, Finnegan Oldfield, Farida Rahouadj, Denis Lavant

    Trailer:
    Gagarin – Einmal schwe­re­los und zurück TLR 24p OmU Trailer
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    [:en]

    A film by Fanny Liatard and Jérémy Trouilh. In French with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Between tower block and orbit: the sto­ry of a young fan of space tra­vel from the ban­lieue is an expe­di­ti­on into the power of the ima­gi­na­ti­on – poe­tic, playful and full of quir­ky moments. 16-year old Yuri has spent his who­le life in the Cité Gagarine, a coun­cil estate from the 1960s on the edge of Paris. Like the eponym of the estate, Yuri dreams of one day lif­ting off into space and esca­ping the drab­ness. But when plans are announ­ced to tear down the estate, he joins the resis­tance. Together with his fri­end Houssam and his neigh­bour Diana, he sets out to save Gagarine – and trans­forms his flat into a space station.

    Credits:

    FR 2020, 95 Min., franz. OmU
    Regie: Fanny Liatard, Jérémy Trouilh

    Kamera: Victor Seguin
    Schnitt: Daniel Darmon
    mit Alseni Bathily, Lyna Khoudri, Jamil McCraven, Finnegan Oldfield, Farida Rahouadj, Denis Lavant

    Trailer:
    Gagarin – Einmal schwe­re­los und zurück TLR 24p OmU Trailer
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  • [:de]Was will der Lama mit dem Gewehr?[:]

    [:de]Was will der Lama mit dem Gewehr?[:]

    [:de]

    Ein Film von Pawo Choyning Dorji.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Im Jahr 2006 hält die Modernisierung Einzug im Königreich Bhutan: Als letz­tes Land der Erde erhält Bhutan Zugang zu Fernsehen und Internet. Doch die größ­te Veränderung steht noch bevor: Die Einführung der Demokratie. Nach sei­nem Oscar-nomi­nier­ten Spielfilmdebüt Lunana lie­fert Pawo Choyning Dorji mit The Monk and the Gun eine wit­zi­ge und warm­her­zi­ge Politsatire mit über­ra­schen­den Wendungen.

    Es war eine klei­ne Sensation: Im Jahr 2022 wur­de ein bhu­ta­ni­scher Filmemacher mit sei­nem ers­ten Spielfilm für die Oscars nomi­niert. Sein Film Lunana, den er aus­schließ­lich mit Solarenergie gedreht hat­te, fei­er­te gros­se Erfolge und lock­te allein in der Schweiz 15’000 Menschen in die Kinos. Mit The Monk and the Gun mel­det sich Pawo Choyning Dorji mit einem eben­so ver­gnüg­li­chen wie auch wohl­tu­en­den Film zurück: Während die Bevölkerung gera­de James Bond, das Fernsehen und das Internet ent­deckt hat, beschließt der König, sein Land wei­ter zu moder­ni­sie­ren, indem er Wahlen anbe­raumt, um ein par­la­men­ta­ri­sches System ein­zu­füh­ren. Doch kaum steht der poli­ti­sche Wandel bevor, beginnt die Machtgier die Gemüter der sonst so sanft­mü­ti­gen Bevölkerung zu erhit­zen. Dorji schickt drei Figuren auf die Reise, deren Wege sich vor atem­be­rau­ben­der Kulisse kreu­zen wer­den: Wahlleiterin Tshering Yangden soll in den Bergdörfern Testwahlen durch­füh­ren und ein jun­ger Mönch für die geheim­nis­vol­le Zeremonie sei­nes Meisters zwei Schusswaffen fin­den, wäh­rend ein US-ame­ri­ka­ni­scher Waffensammler ein altes Gewehr sucht.

    Was will ein Mönch mit einer Waffe? Dorjis pazi­fis­ti­sche Antwort ist in Zeiten wie die­sen schlicht eine Wohltat und die Seitenhiebe auf den Kapitalismus sind urko­misch. In sei­nem zwei­ten Spielfilm ent­puppt sich der jun­ge Regisseur als begna­de­ter Geschichtenerzähler, der das Publikum über die Motive sei­ner Figuren bis zum Schluss rät­seln lässt und die Spannung bra­vou­rös auf­recht­erhält. Ohne zu urtei­len und mit viel Respekt rich­tet Dorji sei­nen Blick auf das Geschehen und auf einen Moment in sei­ner Heimat, in dem poli­ti­sche Veränderungen mit den tra­di­tio­nel­len bud­dhis­ti­schen Werten kollidieren.

    Credits:

    The Monk and the Gun
    BT 2023, 107 Min., Dzongkha, Englisch OmU
    Regie: Pawo Choyning Dorji

    Kamera: Jigme Tenzing
    Schnitt: Hsiao-Yun Ku

    mit: Tandin Wangchuk, Deki Lhamo, Pema Zangmo Sherpa, Tandin Sonam, Harry Einhorn, Choeying Jatsho, Tandin Phubz, Yuphel Lhendup Selden, Kelsang Choejay

    Trailer:
    WAS WILL DER LAMA MIT DEM GEWEHR? l OmU Trailer
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    [:en]

    A film by Pawo Choyning Dorji. In Dzongkha and English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Kingdom of Bhutan, 2006. Modernization has final­ly arri­ved. Bhutan beco­mes the last coun­try in the world to con­nect to the inter­net and tele­vi­si­on, and now the big­gest chan­ge of all: demo­cra­cy. To teach the peo­p­le how to vote, the aut­ho­ri­ties orga­ni­ze a mock elec­tion, but the locals seem uncon­vin­ced. Traveling to rural Bhutan whe­re reli­gi­on is more popu­lar than poli­tics, the elec­tion super­vi­sor dis­co­vers that a monk is plan­ning a mys­te­rious cerem­o­ny for the elec­tion day.

    Credits:

    The Monk and the Gun
    BT 2023, 107 Min., Dzongkha, Englisch OmU
    Regie: Pawo Choyning Dorji

    Kamera: Jigme Tenzing
    Schnitt: Hsiao-Yun Ku

    mit: Tandin Wangchuk, Deki Lhamo, Pema Zangmo Sherpa, Tandin Sonam, Harry Einhorn, Choeying Jatsho, Tandin Phubz, Yuphel Lhendup Selden, Kelsang Choejay

    Trailer:
    WAS WILL DER LAMA MIT DEM GEWEHR? l OmU Trailer
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  • [:de]Goodbye Julia[:]

    [:de]Goodbye Julia[:]

    [:de]

    Ein Film von Mohamed Kordofani.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Zwei Frauen, die sich nor­ma­ler­wei­se nie begeg­net wären: Die Geschichte einer unge­wöhn­li­chen und her­aus­for­dern­den Freundschaft spielt vor dem Hintergrund der sich anbah­nen­den Abstimmung über die Ablösung des Südsudan vom Norden im Jahr 2011, ist aber auch heu­te noch höchst aktu­ell und scheint lei­der zeit­los zu sein.
    Mona, bis zu ihrer Heirat mit dem Tischler Akram gefei­er­te nord-suda­ne­si­sche Sängerin und gut situ­iert, macht sich mit­schul­dig am Tod von Julias Mann. Julia lebt mit ihrem Sohn Daniel, wie die meis­ten Südsudanes:innen im Norden des Landes, in äußerst pre­kä­ren Verhältnissen. Um ihr Gewissen zu beru­hi­gen, nimmt die gläu­bi­ge Muslimin Mona die Katholikin Julia spon­tan als Hausangestellte bei sich auf. Nun weiß weder Julia, dass ihr Mann nicht mehr lebt, noch weiß Akram, der eigent­li­che Täter, wer Julia wirk­lich ist. Die bei­den Frauen freun­den sich an und unter­stüt­zen sich gegen­sei­tig, aber wie lan­ge kann Mona die­se Gebäude aus Lügen und Geheimnissen auf­recht erhal­ten?
    Schön ein­ge­fan­gen, in lan­gen Einstellungen und vie­len Nahaufnahmen, ist die stim­mi­ge Chemie zwi­schen den Darstellerinnen, und bei­de ver­lei­hen ihren Charakteren die nöti­ge Tiefe. Dabei sind sie zwar Öffentlichkeit gewohnt, aber Laien beim Film: Eiman Yousif (Mona) ist real auch suda­ne­si­sche Sängerin, und Siran Riak (Julia) stand als Miss Südsudan bereits im Rampenlicht.
    „Ehe-Zwist als Prolog zur Teilung der Nation: Bewunderungswürdig ele­gant zeigt Re­gisseur Mohamed Kordofani, wie Rassismus die Zwei-Klassen-Gesellschaft des Su­dans prägt – das führ­te 2011 zur Spaltung. Der wohl ers­te suda­ne­si­sche Spielfilm in deut­schen Kinos ist ein klei­nes Meisterwerk.“ Anne-Katrin Müller | kunst+film

    Credits:

    SD/SE/DE/SA/FR/EG 2023, 120 Min., arab. OmU,
    Regie: Mohamed Kordofani
    Kamera: Pierre de Villiers
    mit: Eiman Yousif, Siran Riak, Nazar Gomaa, Ger Duany 

    Trailer:
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    [:en]

    A film by Mohamed Kordofani.
    In Arabic with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Wracked by guilt after cove­ring up a mur­der, Mona a nor­t­hern Sudanese reti­red sin­ger in a ten­se mar­ria­ge tri­es to make amends by taking in the deceased’s sou­thern Sudanese widow, Julia, and her son, Daniel, into her home. Unable to con­fess her trans­gres­si­ons to Julia, Mona deci­des to lea­ve the past behind and adjust to a new sta­tus quo, una­wa­re that the country’s turm­oil may find its way into her home and put her face to face with her sins.

    Credits:

    SD/SE/DE/SA/FR/EG 2023, 120 Min., arab. OmU,
    Regie: Mohamed Kordofani
    Kamera: Pierre de Villiers
    mit: Eiman Yousif, Siran Riak, Nazar Gomaa, Ger Duany 

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  • [:de]Crossing – Auf der Suche nach Tekla[:]

    [:de]Crossing – Auf der Suche nach Tekla[:]

    [:de]

    Ein Film von Levan Akin. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In jedem Road-Movie steckt immer auch ein Weg der Hauptfigur zu sich selbst, und Crossing schickt die Georgierin Lia los. Nach dem Tod ihrer gelieb­ten Schwester, die sie lan­ge pfleg­te, hat die streng wir­ken­de, pen­sio­nier­te Lehrerin das Gefühl, kei­ne Perspektive im Leben und nichts mehr zu ver­lie­ren zu haben. Allerdings hat sie einen Auftrag mit­be­kom­men: sie soll ihre ver­schol­le­ne trans Nichte Tekla, der sie einst sehr nahe stand, fin­den. Als ihr jun­ger Nachbar Achi behaup­tet, Teklas Adresse in Istanbul – eine Stadt, in der man gut ver­schwin­den kann, wenn man will – zu ken­nen, und zudem Englisch zu spre­chen, nimmt sie ihn wider­stre­bend mit auf die Suche. Die Reise ver­än­dert Lia zuse­hends. Durch ihre Beziehung zu Achi und ihre Begegnungen mit der trans Community in Istanbul, ins­be­son­de­re mit der lebens­lus­ti­gen, enga­gier­ten Anwältin Evrim, öff­net sich Lia all­mäh­lich und sieht die Welt und ihren Platz dar­in mit ande­ren Augen. Alle drei Protagonist:innen eint, in ihrem Leben gro­ße Opfer gebracht und Einschränkungen in Kauf genom­men zu haben, um die herr­schen­de Hegemonie, im per­sön­li­chen wie poli­ti­schem Umfeld, nicht zu stö­ren. Crossing ist ein leben­di­ger, unge­schön­ter Film über Solidarität, über die klei­nen Gesten der Güte, und des Verständnisses zwi­schen Fremden und inner­halb der Familie.
    In vie­ler­lei Hinsicht ist er auch ein Liebesbrief an Istanbul und sei­ne Geschichte, trotz der offen­sicht­li­chen, durch die Straßenkinder Izzet und Gulpembe ins Bild auf­ge­nom­me­nen Armut:
    „Istanbul ist ein Ort, an dem man auf engs­tem Raum gegen­sätz­li­che Welten antref­fen kann. Die eine Straße ist sehr reli­gi­ös, und wenn man zwei Straßen wei­ter­geht, ist man plötz­lich in einer quee­ren Oase, wo Männer händ­chen­hal­tend her­um­lau­fen. Diese Ambivalenz woll­te ich im Film dar­stel­len. Wenn Lia und Achi im Film ins que­e­re Viertel gehen, ist der kur­ze Weg, den sie gehen, der tat­säch­li­che Weg in der Realität. In Istanbul leben die unter­schied­lichs­ten Religionen, Menschen und, nicht zu ver­ges­sen, Katzen und Hunde.“ Levan Akin
    Teddy – Preis der Jury 2024 Berlinale – Panorama

    Credits:

    SE/DK/FR/TR/GE 2023, 105 Min., geor­gisch, tür­kisch, engl. OmU
    Regie: Levan Akin
    Kamera: Lisabi Fridell
    Schnitt: Emma Lagrelius, Levan Akin
    mit: Mzia Arabuli, Lucas Kankava, Deniz Dumanlı

    Trailer:
    CROSSING – Trailer OmU German | Deutsch
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    [:en]

    A film by Levan Akin. In Georgian, Turkish and English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Lia, a reti­red tea­cher, has made a pro­mi­se to find out what hap­pen­ed to her long-lost nie­ce, Tekla. When Lia lear­ns from a neigh­bour, Achi, that Tekla might have left their Georgian home­land and be living in Turkey, Lia and Achi set off tog­e­ther to find her. Arriving in Istanbul, they dis­co­ver a beau­tiful city full of con­nec­tions and pos­si­bi­li­ties. But sear­ching for someone who never inten­ded to be found is har­der than they expec­ted – until they meet Evrim, a lawy­er fight­ing for trans rights. As Lia and Achi wea­ve their way through the city’s back­streets, Tekla starts to feel clo­ser than ever.
    Levan Akin’s fourth fea­ture film is fil­led with an impres­si­ve emo­tio­nal imme­dia­cy. Two initi­al­ly hesi­tant stran­gers over­co­me not only ideo­lo­gi­cal but also inter­nal boun­da­ries on their mis­si­on and join forces. The topo­gra­phy of the city plays just as important a role in this ode to huma­ni­ty as the array of cha­rac­ters that live within it.

    Credits:

    SE/DK/FR/TR/GE 2023, 105 Min., geor­gisch, tür­kisch, engl. OmU
    Regie: Levan Akin
    Kamera: Lisabi Fridell
    Schnitt: Emma Lagrelius, Levan Akin
    mit: Mzia Arabuli, Lucas Kankava, Deniz Dumanlı 

    Trailer:
    CROSSING – Trailer OmU German | Deutsch
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    [:]
  • [:de]Gagarin – Einmal schwerelos und zurück[:]

    [:de]Gagarin – Einmal schwerelos und zurück[:]

    [:de]

    ein Film von Fanny Liatard und Jérémy Trouilh.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Gagarin erzählt die Geschichte von Youri (Alseni Bathily), der guten Seele einer Nachbarschaft, der an der Idee und an den Erinnerungen eines soli­da­ri­schen Zusammenlebens fest­hält, bis es nicht mehr geht.
    Youri ist der selbst­er­nann­te Hausmeister einer 60er Jahre Siedlung in einer Vorstadt von Paris namens Gagarin. Obwohl er und sei­ne Freunde sich größ­te Mühe geben, kön­nen sie nicht ver­hin­dern, dass die Stadt beschließt, dass die Siedlung abge­ris­sen wer­den soll.
    Nach und nach zie­hen alle weg, nur Youri hat für sich beschlos­sen zu blei­ben. Erst mal fin­det Youri neue Freunde. Das Roma Mädchen Diana (Lyna Khoudri, The French Dispatch) ist fas­zi­niert von sei­nem Einsiedlertum und der Dealer Dali (Finnegan Oldfield, Corsage) lebt auch noch irgend­wo im Gebäudekomplex. Dann aber wird die ille­ga­le Siedlung von Dianas Familie von der Stadt auf­ge­löst. Und auch Dali ver­schwin­det nach eine gewalt­tä­ti­gen Auseinandersetzung mit den Bauarbeitern, die Gagarin ver­sie­geln und für die Sprengung vor­be­rei­ten. Als letz­ter Bewohner lebt Youri in der Siedlung wie in einem Raumschiff. Youri weiß, dass er sich in eine Sackgasse manö­vriert hat, und dass sei­ne Umgebung immer lebens­feind­li­cher wird. Aber Youri ist stur, er will sei­ne Mission, wie einen Parabelflug been­den und so arbei­tet er an einem Countdown, an des­sen Ende die Hochhaussiedlung Gagarin für ihn um Hilfe rufen soll. Leider zählt wäh­rend­des­sen noch ein ande­rer Countdown von 10 bis 0.

    Credits:

    FR 2020, 95 Min., franz. OmU
    Regie: Fanny Liatard, Jérémy Trouilh

    Kamera: Victor Seguin
    Schnitt: Daniel Darmon
    mit Alseni Bathily, Lyna Khoudri, Jamil McCraven, Finnegan Oldfield, Farida Rahouadj, Denis Lavant

    Trailer:
    Gagarin – Einmal schwe­re­los und zurück TLR 24p OmU Trailer
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    [:en]

    A film by Fanny Liatard and Jérémy Trouilh. In French with German subtitles.

    [Credits] [https://booking.cinetixx.de/frontend/#/movie/2278359999/2389522445] [Trailer]

    Gagarin erzählt die Geschichte von Youri (Alseni Bathily), der guten Seele einer Nachbarschaft, der an der Idee und an den Erinnerungen eines soli­da­ri­schen Zusammenlebens fest­hält, bis es nicht mehr geht.
    Youri ist der selbst­er­nann­te Hausmeister einer 60er Jahre Siedlung in einer Vorstadt von Paris namens Gagarin. Obwohl er und sei­ne Freunde sich größ­te Mühe geben, kön­nen sie nicht ver­hin­dern, dass die Stadt beschließt, dass die Siedlung abge­ris­sen wer­den soll.
    Nach und nach zie­hen alle weg, nur Youri hat für sich beschlos­sen zu blei­ben. Erst mal fin­det Youri neue Freunde. Das Roma Mädchen Diana (Lyna Khoudri, The French Dispatch) ist fas­zi­niert von sei­nem Einsiedlertum und der Dealer Dali (Finnegan Oldfield, Corsage) lebt auch noch irgend­wo im Gebäudekomplex. Dann aber wird die ille­ga­le Siedlung von Dianas Familie von der Stadt auf­ge­löst. Und auch Dali ver­schwin­det nach eine gewalt­tä­ti­gen Auseinandersetzung mit den Bauarbeitern, die Gagarin ver­sie­geln und für die Sprengung vor­be­rei­ten. Als letz­ter Bewohner lebt Youri in der Siedlung wie in einem Raumschiff. Youri weiß, dass er sich in eine Sackgasse manö­vriert hat, und dass sei­ne Umgebung immer lebens­feind­li­cher wird. Aber Youri ist stur, er will sei­ne Mission, wie einen Parabelflug been­den und so arbei­tet er an einem Countdown, an des­sen Ende die Hochhaussiedlung Gagarin für ihn um Hilfe rufen soll. Leider zählt wäh­rend­des­sen noch ein ande­rer Countdown von 10 bis 0.

    Credits:

    FR 2020, 95 Min., franz. OmU
    Regie: Fanny Liatard, Jérémy Trouilh

    Kamera: Victor Seguin
    Schnitt: Daniel Darmon
    mit Alseni Bathily, Lyna Khoudri, Jamil McCraven, Finnegan Oldfield, Farida Rahouadj, Denis Lavant

    Trailer:
    Gagarin – Einmal schwe­re­los und zurück TLR 24p OmU Trailer
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  • [:de]Was will der Lama mit dem Gewehr?[:]

    [:de]Was will der Lama mit dem Gewehr?[:]

    [:de]

    Ein Film von Pawo Choyning Dorji.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Im Jahr 2006 hält die Modernisierung Einzug im Königreich Bhutan: Als letz­tes Land der Erde erhält Bhutan Zugang zu Fernsehen und Internet. Doch die größ­te Veränderung steht noch bevor: Die Einführung der Demokratie. Nach sei­nem Oscar-nomi­nier­ten Spielfilmdebüt Lunana lie­fert Pawo Choyning Dorji mit The Monk and the Gun eine wit­zi­ge und warm­her­zi­ge Politsatire mit über­ra­schen­den Wendungen.

    Es war eine klei­ne Sensation: Im Jahr 2022 wur­de ein bhu­ta­ni­scher Filmemacher mit sei­nem ers­ten Spielfilm für die Oscars nomi­niert. Sein Film Lunana, den er aus­schließ­lich mit Solarenergie gedreht hat­te, fei­er­te gros­se Erfolge und lock­te allein in der Schweiz 15’000 Menschen in die Kinos. Mit The Monk and the Gun mel­det sich Pawo Choyning Dorji mit einem eben­so ver­gnüg­li­chen wie auch wohl­tu­en­den Film zurück: Während die Bevölkerung gera­de James Bond, das Fernsehen und das Internet ent­deckt hat, beschließt der König, sein Land wei­ter zu moder­ni­sie­ren, indem er Wahlen anbe­raumt, um ein par­la­men­ta­ri­sches System ein­zu­füh­ren. Doch kaum steht der poli­ti­sche Wandel bevor, beginnt die Machtgier die Gemüter der sonst so sanft­mü­ti­gen Bevölkerung zu erhit­zen. Dorji schickt drei Figuren auf die Reise, deren Wege sich vor atem­be­rau­ben­der Kulisse kreu­zen wer­den: Wahlleiterin Tshering Yangden soll in den Bergdörfern Testwahlen durch­füh­ren und ein jun­ger Mönch für die geheim­nis­vol­le Zeremonie sei­nes Meisters zwei Schusswaffen fin­den, wäh­rend ein US-ame­ri­ka­ni­scher Waffensammler ein altes Gewehr sucht.

    Was will ein Mönch mit einer Waffe? Dorjis pazi­fis­ti­sche Antwort ist in Zeiten wie die­sen schlicht eine Wohltat und die Seitenhiebe auf den Kapitalismus sind urko­misch. In sei­nem zwei­ten Spielfilm ent­puppt sich der jun­ge Regisseur als begna­de­ter Geschichtenerzähler, der das Publikum über die Motive sei­ner Figuren bis zum Schluss rät­seln lässt und die Spannung bra­vou­rös auf­recht­erhält. Ohne zu urtei­len und mit viel Respekt rich­tet Dorji sei­nen Blick auf das Geschehen und auf einen Moment in sei­ner Heimat, in dem poli­ti­sche Veränderungen mit den tra­di­tio­nel­len bud­dhis­ti­schen Werten kollidieren.

    Credits:

    The Monk and the Gun
    BT 2023, 107 Min., Dzongkha, Englisch OmU
    Regie: Pawo Choyning Dorji

    Kamera: Jigme Tenzing
    Schnitt: Hsiao-Yun Ku

    mit: Tandin Wangchuk, Deki Lhamo, Pema Zangmo Sherpa, Tandin Sonam, Harry Einhorn, Choeying Jatsho, Tandin Phubz, Yuphel Lhendup Selden, Kelsang Choejay

    Trailer:
    WAS WILL DER LAMA MIT DEM GEWEHR? l OmU Trailer
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    [:en]

    A film by Pawo Choyning Dorji. In Dzongkha and English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Kingdom of Bhutan, 2006. Modernization has final­ly arri­ved. Bhutan beco­mes the last coun­try in the world to con­nect to the inter­net and tele­vi­si­on, and now the big­gest chan­ge of all: demo­cra­cy. To teach the peo­p­le how to vote, the aut­ho­ri­ties orga­ni­ze a mock elec­tion, but the locals seem uncon­vin­ced. Traveling to rural Bhutan whe­re reli­gi­on is more popu­lar than poli­tics, the elec­tion super­vi­sor dis­co­vers that a monk is plan­ning a mys­te­rious cerem­o­ny for the elec­tion day.

    Credits:

    The Monk and the Gun
    BT 2023, 107 Min., Dzongkha, Englisch OmU
    Regie: Pawo Choyning Dorji

    Kamera: Jigme Tenzing
    Schnitt: Hsiao-Yun Ku

    mit: Tandin Wangchuk, Deki Lhamo, Pema Zangmo Sherpa, Tandin Sonam, Harry Einhorn, Choeying Jatsho, Tandin Phubz, Yuphel Lhendup Selden, Kelsang Choejay

    Trailer:
    WAS WILL DER LAMA MIT DEM GEWEHR? l OmU Trailer
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