Archiv: Termine

  • [:de]Briefe aus der Wilcza – Listy z Wilczej[:]

    [:de]Briefe aus der Wilcza – Listy z Wilczej[:]

    [:de]

    Ein Film von Arjun Talwar

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Arjun Talwar kam vor vie­len Jahren nach Polen. Er arbei­tet in Warschau und hat Polnisch gelernt. Die klei­ne Straße, in der er lebt, kennt er wie sei­ne Westentasche – sie ist ein Mikrokosmos, der die pol­ni­sche Gesellschaft im 21. Jahrhundert spie­gelt. Was auch bedeu­tet: Talwar ist zwar Teil die­ses Mikrokosmos, fühlt sich aber immer noch als Fremder. Freund*innen aus­län­di­scher Herkunft tei­len sei­ne Erfahrungen – sie kön­nen in der mul­ti­kul­tu­rell gewor­de­nen Touristen-Stadt Warschau zwar arbei­ten, ein­kau­fen und ihre Freizeit ver­brin­gen, wer­den aber das Gefühl nicht los, dau­er­haft im Abseits zu ste­hen.
    Talwar nimmt für sei­nen Film-Essay die Kamera in die Hand und beginnt, im raschen
    Wechsel zwi­schen Orten, Szenen und Jahreszeiten die­sen Mikrokosmos zu erfor­schen.
    Dabei ent­deckt er Menschen, Orte und Phänomene, die er bis­her über­se­hen hat­te. Er erzählt von Freunden, die an ihrer miss­glück­ten Integration geschei­tert sind, und fin­det Menschen, die sein Schicksal tei­len. Abwechselnd beob­ach­tet er sei­ne unmit­tel­ba­re Umgebung und sich selbst. Dabei stellt er im Off-Kommentar immer wie­der die Frage: Muss ich mich ändern oder muss die pol­ni­sche Gesellschaft sich ändern, damit Zugezogene selbst­ver­ständlch Teil der Gemeinschaft wer­den kön­nen? [Rainer Mende]

    Seit über drei­zehn Jahren lebt Arjun Talwar in der Ulica Wilcza in Warschau. In BRIEFE AUS DER WILCZA macht er die­se Straße zu einem sozia­len und emo­tio­na­len Resonanzraum. Mit ruhi­ger Kamera und per­sön­li­chem Voice-Over führt Talwar Gespräche mit Nachbarinnen, Händlerinnen, Freundinnen, Straßenmusikerinnen. Es ent­ste­hen bei­läu­fi­ge, oft inti­me Dialoge über Kindheit, Politik, Trauer, Heimat
    und Identität – dar­über, was Zugehörigkeit aus­macht und was sie erschwert. Verwoben mit die­sen Straßenszenen ist Talwars eige­ne Geschichte: die Entscheidung, gemein­sam mit sei­nem bes­ten Freund Adi nach Polen zu zie­hen, sei­ne Faszination für die pol­ni­sche Kultur und die unter­schied­li­chen Wege, die ihre Leben schließ­lich nah­men. Mit fei­nem Humor und prä­zi­sem Blick ver­sam­melt der Dokumentarfilm Stimmen, Körper und Sprachen in ihrer Nähe und Unterschiedlichkeit. Am Ende bleibt eine lei­se, offe­ne
    Frage: „Wie vie­le Jahre muss jemand an einem Ort leben, um von dort zu sein?” Vision Kino

    Credits:

    PL/DE 2025, 97 Min., pol­ni­sche Originalfassung mit deut­schen und eng­li­schen Untertiteln
    Regie & Kamera: Arjun Talwar
    Schnitt: Bigna Tomschin, Arjun Talwar & Sabina Filipowicz

    Trailer:
    https://vimeo.com/1097491840?fl=pl&fe=sh
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    [:en]

    A film by Arjun Talwar. In Polish with German and English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    A street in cen­tral Warsaw is the focus of this wit­ty and per­so­nal por­trait of Poland. Filmmaker Arjun Talwar immi­gra­ted to the coun­try a deca­de ago but still strug­gles to fit in. Ulica Wilcza, the street whe­re he lives, has not real­ly hel­ped mat­ters. In an attempt to acce­le­ra­te his inte­gra­ti­on, he beg­ins film­ing his neigh­bours, sound­ing out his rela­ti­onships with them and see­king ways to over­co­me his own fee­lings of ali­en­ati­on. With the help of his fri­end Mo, ano­ther immi­grant-tur­ned-film­ma­ker, Arjun unco­vers the hid­den secrets of the street, reve­al­ing a host of char­ming inha­bi­tants. He finds other peo­p­le like hims­elf who are living bet­ween the past and pre­sent, bet­ween an ima­gi­ned home­land and the real one. The street con­nects them all like an invi­si­ble thread, offe­ring solace in the melan­cho­ly of ever­y­day life. Along this kilo­met­re-long stretch, a pic­tu­re of modern Europe emer­ges, expo­sing a kalei­do­scope of con­tra­dic­tions and anxie­ties as a for­eign film­ma­ker holds up a mir­ror to a coun­try that is often per­cei­ved as homo­ge­neous, unwel­co­ming and poli­ti­cal­ly right-wing.

    Credits:

    PL/DE 2025, 97 Min., pol­ni­sche Originalfassung mit deut­schen und eng­li­schen Untertiteln
    Regie & Kamera: Arjun Talwar
    Schnitt: Bigna Tomschin, Arjun Talwar & Sabina Filipowicz

    Trailer:
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  • [:de]A House of Dynamite[:]

    [:de]A House of Dynamite[:]

    [:de]

    Ein Film von Kathryn Bigelow.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Satelliten mel­den eine Atomrakete, die sich Richtung USA bewegt. Der Countdown bis zum mög­li­chen Einschlag in Chicago tickt; fieb­ri­ge Geschäftigkeit bricht bei den für die Verteidigung ver­ant­wort­li­chen Institutionen und Personen aus. Das Prozedere ist ein­ge­übt, trotz­dem wer­den die Experten ner­vös, als der ers­te Versuch, die Rakete abzu­schie­ßen, miss­lingt. Und bald stellt sich die Frage nach einem prä­ven­ti­ven Gegenschlag. Der Film ver­folgt an der Seite meh­re­rer Protagonisten, von Soldaten auf einer Basis der National Missile Defense bis hoch zum US-Präsidenten, in zeit­li­chen Schleifen die ver­zwei­fel­ten Aktivitäten bis zum Ablaufen des Countdowns. Dabei run­det sich der atem­los span­nen­de Thriller zur ein­dring­li­chen Mahnung, wie schnell aus gegen­sei­ti­ger nuklea­rer Abschreckung ein poten­zi­ell ver­nich­ten­der Atomkonflikt wer­den könn­te und dass Aufrüstung als Mittel, Sicherheit und Frieden zu gewähr­leis­ten, ein zwei­schnei­di­ges Schwert ist. (Filmdienst)

    Credits:

    US 2025, 112 Min., Englisch OmU
    Regie: Kathryn Bigelow
    Kamera: Barry Ackroyd
    Schnitt: Kirk Baxter
    mit: Idris Elba, Rebecca Ferguson, Gabriel Basso, Jason Clarke, Greta Lee, Jared Harris, Tracy Letts, Anthony Ramos, Moses Ingram und Jonah Hauer-King

    Trailer:
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    [:en]

    A film by Kathryn Bigelow. In English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    When a sin­gle, unat­tri­bu­ted mis­sile is laun­ched at the United States, a race beg­ins to deter­mi­ne who is respon­si­ble and how to respond.

    Director’s Statement
    I grew up in an era when hiding under your school desk was con­side­red the go-to pro­to­col for sur­vi­ving an ato­mic bomb. It seems absurd now — and it was — but at the time, the thre­at felt so imme­dia­te that such mea­su­res were taken serious­ly. Today, the dan­ger has only escala­ted. Multiple nati­ons pos­sess enough nuclear wea­pons to end civi­li­sa­ti­on within minu­tes. And yet, there’s a kind of coll­ec­ti­ve numb­ness — a quiet nor­ma­li­sa­ti­on of the unthinkable. How can we call this “defen­se” when the ine­vi­ta­ble out­co­me is total des­truc­tion?
    I wan­ted to make a film that con­fronts this para­dox — to explo­re the mad­ness of a world that lives under the con­stant shadow of anni­hi­la­ti­on, yet rare­ly speaks of it.

    Credits:

    US 2025, 112 Min., Englisch OmU
    Regie: Kathryn Bigelow
    Kamera: Barry Ackroyd
    Schnitt: Kirk Baxter
    mit: Idris Elba, Rebecca Ferguson, Gabriel Basso, Jason Clarke, Greta Lee, Jared Harris, Tracy Letts, Anthony Ramos, Moses Ingram und Jonah Hauer-King

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  • [:de]Die Möllner Briefe[:]

    [:de]Die Möllner Briefe[:]

    [:de]

    Ein Film von Martina Priessner.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    1992 ver­üb­ten Nazis Brandanschläge auf zwei Wohnhäuser im schles­wig-hol­stei­ni­schen Mölln, drei Menschen kamen ums Leben. Die Stadtverwaltung erhielt hun­der­te Briefe, die an die Angehörigen der Opfer gerich­tet waren, aber man­gels einer genau­en Adresse dort lan­de­ten, Beileids- und Solidaritätsbekundungen an die Überlebenden, Zeichnungen, Gedichte, klei­ne Trostgeschenke. Einige wur­den beant­wor­tet, alle geöff­net und anschlie­ßend archi­viert – kein ein­zi­ger wur­de wei­ter­ge­lei­tet, bis sie 27 Jahre spä­ter sie zufäl­lig ent­deckt wur­den. Der Film nimmt die Briefe zum Anlass, die Unfähigkeit der Behörden, mit solch‘ einer mons­trö­sen Tat umzu­ge­hen, ein­mal mehr auf­zu­zei­gen. Im Mittelpunkt steht vor allem aber der Kampf der Überlebenden mit den Folgen der Tat, auch heu­te noch. Der damals 7‑jährige Ibrahim ist aktiv dabei, die Erinnerung an den Anschlag wach zu hal­ten und über Rassismus in Deutschland zu infor­mie­ren. Mit ihm besucht der Film drei Verfasserinnen, die Martina Priessner aus­fin­dig gemacht hat. Hätten die Briefe, wären sie damals ange­kom­men, über­haupt gehol­fen? Die Antwort ist ja, sie hät­ten zumin­dest das Gefühl, voll­kom­men allein zu sein mit der eige­nen Trauer, mil­dern können.

    Struktureller Rassismus hat nach der eigent­li­chen Tat bei den Überlebenden zu wei­te­ren Verletzungen geführt. Regisseurin Martina Priessner gibt den Zuschauer*innen einen Einblick in ein hoch kom­ple­xes Geflecht aus Trauer, Angst, Wut und Liebe, in dem die Kinder der Familie Arslan auf­wuch­sen. Sie zeigt auch, wie das neu gegrün­de­te Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland in Köln sich der Briefe annimmt. Sorgsam, respekt­voll und in enger Absprache mit den Betroffenen küm­mern sich des­sen Mitarbeitende um die Zeitzeugnisse, die tief in die deut­sche Seele bli­cken las­sen. Mit einem ganz ähn­li­chen Ethos befasst sich Die Möllner Briefe mit den Folgen der rechts­extre­men Gewalttat.“ Eva Szulkowski | indiekino

    Credits:

    DE 2025, 96 Min., deutsch, tür­ki­sche Originalfassung mit deut­schen und tür­ki­schen Untertiteln
    Regie: Martina Priessner 

    Schnitt: Maja Tennstedt
    Kamera: Ayşe Alacakaptan, Julia Geiß

    Trailer:
    DIE MÖLLNER BRIEFE – Offizieller Trailer
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    [:en]

    A film by Martina Priessner. In German and Turkish with German and Turkish subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In November 1992, a racist arson attack in Mölln shat­te­red the lives of İbrahim Arslan and his fami­ly. At just seven years old, İbrahim sur­vi­ved, but he lost his sis­ter, his cou­sin and his grand­mo­ther. In the after­math of the attacks, the city recei­ved hundreds of let­ters of soli­da­ri­ty which were igno­red for near­ly three deca­des. Woven into İbrahim’s poignant jour­ney of dis­co­very and his encoun­ters with three let­ter wri­ters, the­se redis­co­ver­ed let­ters form a visu­al and emo­tio­nal bridge bet­ween past and pre­sent. The film fol­lows İbrahim and his siblings, pain­ting a com­plex por­trait of the las­ting trau­ma that con­ti­nues to affect them to this day. While İbrahim has found a way to cope by fight­ing against racism and advo­ca­ting for a remem­brance cul­tu­re cent­red on the vic­tims’ per­spec­ti­ves, his brot­her Namik is still at the begin­ning of his jour­ney to come to terms with the trau­ma­tic expe­ri­en­ces.
    The film not only ampli­fies the per­spec­ti­ves of the vic­tims and sur­vi­vors but also unco­vers the vibrant soli­da­ri­ty that once exis­ted – a soli­da­ri­ty of which the vic­tims and sur­vi­vors were pre­vious­ly una­wa­re. It offers a new per­spec­ti­ve on remem­brance – one that takes the voices of sur­vi­vors and their expe­ri­en­ces serious­ly and pro­vi­des them with the space and reco­gni­ti­on that they deserve.

    Credits:

    DE 2025, 96 Min., deutsch, tür­ki­sche Originalfassung mit deut­schen und tür­ki­schen Untertiteln
    Regie: Martina Priessner 
    Schnitt: Maja Tennstedt
    Kamera: Ayşe Alacakaptan, Julia Geiß

    Trailer:
    DIE MÖLLNER BRIEFE – Offizieller Trailer
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    [:]
  • [:de]Franz K.[:]

    [:de]Franz K.[:]

    [:de]

    Ein Film von Agnieszka Holland. Ab 23.10. im fsk

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Filme über Kafka und Kafka-Verfilmungen gibt es eini­ge, Kafka-Biografien und ande­re Sekundärliteratur ber­ge­wei­se, lus­tig ver­an­schau­licht in „Franz K.“ bei einem der Ausflüge ins skur­ri­le Heute. Agnieszka Holland und Autor Marek Epstein haben einen sehr leben­di­gen Ansatz für ihre Film-Version gewählt, die erscheint wie eine Kurzgeschichtensammlung. Immer wie­der springt der Film durch die Zeit, zeigt Aus- und Anschnitte von dem, was so bekannt ist aus dem Leben des hoch­sen­si­blen Autors. Mit gro­ßer Experimentierfreude und vie­len Ideen lässt er uns teil­ha­ben am pri­va­ten wie beruf­li­chen Umfeld und inter­pre­tiert Auszüge sei­nes Werkes visu­ell, ohne jedoch das zu befürch­ten­de Feuerwerk „kaf­ka­es­ker“ Bildsprache zu stra­pa­zie­ren. Von Familie, Freundschaft, Druck und Angst, inne­rem und äuße­rem Zwang wird erzählt, oft ver­spielt, dabei aber auch ange­mes­sen ernst­haft, so wie bei der Thematisierung der zuneh­mend bedroh­li­chen Lage der Juden in Europa.

    Die tsche­chisch-deutsch-pol­ni­sche Produktion fängt die Härte und Grausamkeit der dama­li­gen Zeit ein, ist häu­fig jedoch auch über­ra­schend humor­voll. Neben dem in sich gekehr­ten, zer­ris­se­nen, hin und wie­der pedan­ti­schen Franz ler­nen wir des­sen aus­ge­las­se­ne Seite ken­nen, etwa wenn der Schriftsteller fröh­lich lachend in einer freund­schaft­li­chen Runde aus Der Prozess vor­liest. Ein schö­ner Gegenentwurf zur Melancholie und zur ver­stö­ren­den Schwere, die häu­fig unser Kafka-Bild prägen.“Andreas Köhnemann | kino-zeit

    Credits:

    DE CZ 2025, 127 Min., Deutsch, Tschechisch OmU
    Regie: Agnieszka Holland
    Drehbuch: Marek Epstein
    Kamera: Tomasz Naumiuk
    mit: Idan Weiss, Peter Kurth, Jenovéfa Boková, Ivan Trojan, Sandra Korzeniak, Katharina Stark

    Trailer:
    FRANZ K. | Trailer | ab 23. Oktober 2025 im Kino
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    [:en]

    A film by Agnieszka Holland. Starts October 23th at the fsk. In German and Czech with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    There are seve­ral films about Kafka and adapt­a­ti­ons of his works, moun­ta­ins of Kafka bio­gra­phies and other secon­da­ry lite­ra­tu­re, humo­rous­ly illus­tra­ted in ‘Franz K.’ during one of the excur­si­ons into the bizar­re pre­sent. Agnieszka Holland and aut­hor Marek Epstein have cho­sen a very lively approach for their film ver­si­on, which appears like a coll­ec­tion of short sto­ries. The film repea­ted­ly jumps through time, show­ing excerp­ts and frag­ments of what is known about the life of the high­ly sen­si­ti­ve aut­hor. With a gre­at wil­ling­ness to expe­ri­ment, it allows us to par­ta­ke in his pri­va­te and pro­fes­sio­nal life and visual­ly inter­prets excerp­ts from his work wit­hout, howe­ver, ove­ru­sing ‘Kafkaesque’ imagery. It tells of fami­ly, fri­end­ship, pres­su­re and fear, inner and outer cons­traints, often in a playful man­ner, but also with appro­pria­te serious­ness, as in its tre­at­ment of the incre­asing­ly threa­tening situa­ti­on of Jews in Europe.

    Credits:

    DE CZ 2025, 127 Min. Deutsch, Tschechisch OmdU
    Regie: Agnieszka Holland
    Drehbuch: Marek Epstein
    Kamera :Tomasz Naumiuk
    mit: Idan Weiss, Peter Kurth, Jenovéfa Boková, Ivan Trojan, Sandra Korzeniak, Katharina Stark

    Trailer:
    FRANZ K. | Trailer | ab 23. Oktober 2025 im Kino
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    [:]
  • Ping Pong Paradise

    Ping Pong Paradise

    [:de]

    Ein Film von Jonas Egert. Ab 25.10. im fsk

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Wer auf­re­gen­de und spek­ta­ku­lä­re Ballwechsel zwi­schen Weltklasse-Spielern beim Tischtennis sehen will, ist hier genau rich­tig. Wer mehr über merk­wür­di­ge Vorgänge im Profisport erfah­ren möch­te, ist hier eben­falls rich­tig. Und auch der Einfluss der Weltpolitik macht vor Tischtennis nicht halt. Zwei Ereignisse prä­gen die­sen Film: die Bundesliga- und Championsleague-Wildcard für den neu gegrün­de­ten TTC Neu-Ulm und der Ausschluss rus­si­scher Spieler (und Vereine) von inter­na­tio­na­len Turnieren. Ein Jahr lang blieb Jonas Egert unauf­fäl­lig an der Seite des Teams und sei­ner neu ver­pflich­te­ten inter­na­tio­na­len Top-Stars, bis der Höhenflug des Vereins ein jähes Ende fand.

    Atemberaubend wie ein Profi-Match, groß­ar­tig foto­gra­fiert und mon­tiert. Mehr als ein her­aus­ra­gen­der Sportfilm – ein ner­ven­zeh­ren­der Ping-Pong-Thriller der Spitzenklasse.“ (Ysabel Fantou, DOK.fest München)

    Credits:

    DE 2025, 116 Min.
    Regie, Buch: Jonas Egert
    Kamera: Felix Riedelsheimer
    Schnitt: Anja Pohl

    Trailer:
    Trailer PING PONG PARADISE – ab 23.10.25 im Kino
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    [:en]

    A film by Jonas Egert. Starts October 25th at the fsk. In German, English and Russian with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    The for­mer table ten­nis pro Dmitrij Mazunov is the coach at the new­ly foun­ded TTC Neu-Ulm, home to a world class inter­na­tio­nal team cent­red around the ping pong super­star Dimitrij Ovtcharov. In 2022, the club gets off to a fly­ing start in the Bundesliga and Champions League but, later, match bans are impo­sed. Can the club be saved? Superbly film­ed and extre­me­ly exci­ting. (Ysabel Fantou, DOK.fest München)

    Credits:

    DE 2025, 111 Min., English, German, Russian with German sub­tit­les
    Director: Jonas Egert 

    Trailer:
    Trailer PING PONG PARADISE – ab 23.10.25 im Kino
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    [:]
  • [:de]Franz K.[:]

    [:de]Franz K.[:]

    [:de]

    Ein Film von Agnieszka Holland. Ab 23.10. im fsk

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Filme über Kafka und Kafka-Verfilmungen gibt es eini­ge, Kafka-Biografien und ande­re Sekundärliteratur ber­ge­wei­se, lus­tig ver­an­schau­licht in „Franz K.“ bei einem der Ausflüge ins skur­ri­le Heute. Agnieszka Holland und Autor Marek Epstein haben einen sehr leben­di­gen Ansatz für ihre Film-Version gewählt, die erscheint wie eine Kurzgeschichtensammlung. Immer wie­der springt der Film durch die Zeit, zeigt Aus- und Anschnitte von dem, was so bekannt ist aus dem Leben des hoch­sen­si­blen Autors. Mit gro­ßer Experimentierfreude und vie­len Ideen lässt er uns teil­ha­ben am pri­va­ten wie beruf­li­chen Umfeld und inter­pre­tiert Auszüge sei­nes Werkes visu­ell, ohne jedoch das zu befürch­ten­de Feuerwerk „kaf­ka­es­ker“ Bildsprache zu stra­pa­zie­ren. Von Familie, Freundschaft, Druck und Angst, inne­rem und äuße­rem Zwang wird erzählt, oft ver­spielt, dabei aber auch ange­mes­sen ernst­haft, so wie bei der Thematisierung der zuneh­mend bedroh­li­chen Lage der Juden in Europa.

    Die tsche­chisch-deutsch-pol­ni­sche Produktion fängt die Härte und Grausamkeit der dama­li­gen Zeit ein, ist häu­fig jedoch auch über­ra­schend humor­voll. Neben dem in sich gekehr­ten, zer­ris­se­nen, hin und wie­der pedan­ti­schen Franz ler­nen wir des­sen aus­ge­las­se­ne Seite ken­nen, etwa wenn der Schriftsteller fröh­lich lachend in einer freund­schaft­li­chen Runde aus Der Prozess vor­liest. Ein schö­ner Gegenentwurf zur Melancholie und zur ver­stö­ren­den Schwere, die häu­fig unser Kafka-Bild prägen.“Andreas Köhnemann | kino-zeit

    Credits:

    DE CZ 2025, 127 Min., Deutsch, Tschechisch OmU
    Regie: Agnieszka Holland
    Drehbuch: Marek Epstein
    Kamera: Tomasz Naumiuk
    mit: Idan Weiss, Peter Kurth, Jenovéfa Boková, Ivan Trojan, Sandra Korzeniak, Katharina Stark

    Trailer:
    FRANZ K. | Trailer | ab 23. Oktober 2025 im Kino
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    [:en]

    A film by Agnieszka Holland. Starts October 23th at the fsk. In German and Czech with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    There are seve­ral films about Kafka and adapt­a­ti­ons of his works, moun­ta­ins of Kafka bio­gra­phies and other secon­da­ry lite­ra­tu­re, humo­rous­ly illus­tra­ted in ‘Franz K.’ during one of the excur­si­ons into the bizar­re pre­sent. Agnieszka Holland and aut­hor Marek Epstein have cho­sen a very lively approach for their film ver­si­on, which appears like a coll­ec­tion of short sto­ries. The film repea­ted­ly jumps through time, show­ing excerp­ts and frag­ments of what is known about the life of the high­ly sen­si­ti­ve aut­hor. With a gre­at wil­ling­ness to expe­ri­ment, it allows us to par­ta­ke in his pri­va­te and pro­fes­sio­nal life and visual­ly inter­prets excerp­ts from his work wit­hout, howe­ver, ove­ru­sing ‘Kafkaesque’ imagery. It tells of fami­ly, fri­end­ship, pres­su­re and fear, inner and outer cons­traints, often in a playful man­ner, but also with appro­pria­te serious­ness, as in its tre­at­ment of the incre­asing­ly threa­tening situa­ti­on of Jews in Europe.

    Credits:

    DE CZ 2025, 127 Min. Deutsch, Tschechisch OmdU
    Regie: Agnieszka Holland
    Drehbuch: Marek Epstein
    Kamera :Tomasz Naumiuk
    mit: Idan Weiss, Peter Kurth, Jenovéfa Boková, Ivan Trojan, Sandra Korzeniak, Katharina Stark

    Trailer:
    FRANZ K. | Trailer | ab 23. Oktober 2025 im Kino
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  • [:de]The Mastermind[:]

    [:de]The Mastermind[:]

    [:de]

    Ein Film von Kelly Reichardt

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Ich habe alles genau geplant“ behaup­tet JB (Josh O’Connor), als er sei­nen Kumpanen von sei­nem Plan erzählt. Er ist der Anführer, das Mastermind, doch selbst wenn man mit den Filmen von Kelly Reichardt nicht ver­traut sein soll­te, ahnt man schon nach weni­gen Minuten von „The Mastermind“, dass der Titel iro­nisch gemeint ist.

    Zusammen mit sei­ner Frau Terri (Alana Haim) und den zwei Kindern lebt JB in einer Kleinstadt in Massachusetts, es ist 1970, Richard Nixon sitzt im Weißen Haus, im fer­nen Vietnam tobt seit Jahren ein Krieg, gegen den auf den Straßen zu Hause mit zuneh­men­der Vehemenz pro­tes­tiert wird. Eigentlich ist JB Schreiner, doch einen fes­ten Job hat er nicht. Sein Vater (Bill Camp), ein geach­te­ter Richter, und sei­ne Mutter (Hope Davis) unter­stüt­zen ihn, finan­zie­ren ein Leben, das dahin­plät­schert, ohne Ziel und Plan.

    Der geplan­te Einbruch in einem klei­nen loka­len Museum, wo die Gemälde des selbst in sei­ner Heimat wenig bekann­ten ame­ri­ka­ni­schen Malers Arthur Dove Ziel von JBs Plan sind, soll alles ändern, aber was genau? Erstaunlicherweise gelingt der Plan, zumin­dest lan­den die vier Gemälde am Ende in JBs Familien-Kombi.

    Kurz dar­auf sind sei­ne Komplizen schon in Polizeigewahrsam und JB auf der Flucht. Seine Frau und die Kinder lädt er bei den Schwiegereltern ab und fährt los, mit dem Ziel Kanada, wohin es in den frü­hen 70ern vor allem Kriegsdienstverweigerer zog, wo aber auch ein Dieb Unterschlupf fin­den könnte.

    Schon des öfte­ren hat Kelly Reichardt Genrefilme gedreht, die den Regeln ihres Genres folg­ten, sie aber gleich­zei­tig unter­lie­fen und damit die ihnen zu Grunde lie­gen­de Ideologie hin­ter­frag­ten. „Meek’s Cutoff“ war ein Anti-Western, „Night Moves“ ein Anti-Thriller, nun also ein Anti-Heist-Film. Das alle drei Genre tra­di­tio­nell star­ke, sou­ve­rä­ne Männer-Figuren in den Mittelpunkt stel­len, die auf Grund ihrer Cleverness und Maskulinität ihre Ziele errei­chen, macht die Genre-Dekonstruktionen bei Kelly Reichardt zu Reflexionen über die Krise der Männlichkeit.

    Perfekt besetzt wirkt dabei in die­sem Fall Josh O’Connor, der schon als etwas ver­husch­ter jun­ger Prince Charles in „The Crown“ Männlichkeit eher vor­gab, als wirk­lich ver­kör­per­te und auch in Spielfilmen wie „La Chimera“ oder zuletzt „Challengers“ Männer-Figuren spiel­te, die an den Erwartungen an ihr Geschlecht zu schei­tern drohten.

    Betont pas­siv spielt O’Connor in „The Mastermind“, wirkt weni­ger in Kontrolle, als Getrieben von den Ereignissen, die er selbst, ohne die Konsequenzen wirk­lich zu durch­schau­en, in Bewegung gesetzt hat. Immer deu­tet Reichardt dabei den his­to­ri­schen Kontex an, zeigt TV-Berichte aus Vietnam, lässt JB an Demonstrationen gegen den Krieg vor­bei­fah­ren. In wel­chem Zusammenhang das per­sön­li­che Schicksal JBs und die gesell­schaft­li­che Realität der USA um 1970 ste­hen lässt Reichardt offen, sie bie­tet Interpretationsmöglichkeiten an, hält sich selbst aber zurück. Man kann „The Mastermind“ daher auch ein­fach nur als Tragikomödie über einen Mann lesen, der sich selbst über­schätzt oder als Genrefilm, der die Konventionen sei­ner Form dekon­stru­iert. Vor allem aber ist es ein wei­te­rer, sehr spe­zi­el­ler Kelly Reichardt-Film, inzwi­schen fast selbst ein eige­nes Genre.

     Michael Meyns

    Credits:

    US 2025, 110 Min., engl. OmU
    Regie & Schnitt: Kelly Reichardt
    Kamera: Christopher Blauvelt
    mit: Josh O’Connor, Alana Haim, Hope Davis, John Magaro, Gaby Hoffmann, Bill Camp

    Trailer:
    THE MASTERMIND | Offizieller Trailer | Ab 16. Oktober im Kino
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    [:en]

    A film by Kelly Reichardt. In English with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In a seda­te cor­ner of Massachusetts cir­ca 1970, JB Mooney (Josh O’Connor) an unem­ploy­ed car­pen­ter tur­ned ama­teur art thief, plans his first big heist. When things go hay­wire, his life unravels.

    Credits:

    US 2025, 110 Min., engl. OmU
    Regie & Schnitt: Kelly Reichardt
    Kamera: Christopher Blauvelt
    mit: Josh O’Connor, Alana Haim, Hope Davis, John Magaro, Gaby Hoffmann, Bill Camp

    Trailer:
    THE MASTERMIND | Offizieller Trailer | Ab 16. Oktober im Kino
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