Ein Film von Regina Schilling.
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Zwei Filme, die sich mit Ingeborg Bachmann beschäftigen, waren in den letzten 10 Jahren bei uns zu sehen: Margarethe von Trottas biografischer Ingeborg Bachmann – Reise in die Wüste (2023) beleuchtet eine Phase ihrer Beziehung mit Max Frisch. Ruth Beckermanns Die Geträumten (2016) setzt sich aus ihren Texten, genauer dem Briefaustausch mit Paul Celan, zusammen. Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war belässt diese und andere, eher unglücklich verlaufenden Liaisons im Hintergrund. Durch viele Originalaufnahmen und Dokumente erzählt der Film ausschnittartig vom Schaffen, Werdegang und medialem Aufstieg der Autorin in einer Zeit, in der Frauen im Literaturbetrieb eine seltene Spezies waren, besonders, wenn sie das Geschlechterverhältnis thematisierten.
Sandra Hüllers respektvoller Auftritt drin ist kaum als Re-Enactment, denn als Interpretation zu verstehen und als solche gekennzeichnet. Dies erlaubt, Verletzlichkeit und nicht-autorisierte Stimmungen, wie die Verzweiflung vor der Schreibmaschine oder den befreienden Tanz auf einem römischen Platz, mit aufzunehmen ins filmische Kaleidoskop.
„… diese kühne Exposition und die sich daran anschließenden Spielszenen [verleihen] dem Film eine Leichtigkeit und ein Funkeln, die ihn über eine rein dokumentarische Abhandlung über eine Dichterin, deren Leben und ihr Schaffen hinausheben. …Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann gelingt Regina Schilling eine so sinnliche wie intellektuelle Annäherung an eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts, ein filmisches Porträt, das die Zerbrechlichkeit und Kraft einer Künstlerin feiert, die sich jeder Vereinnahmung entzog und deren Werk bis heute eine visionäre Wucht besitzt.“
Joachim Kurz | kino-zeit.de
„So fliegt einem das ganze misogyne Katastrophen-Jahrhundert noch einmal richtig um die Ohren.“ filmdienst.de




Credits:
DE/AT 2026, 95 Min., deutsche OmeU
Regie: Regina Schilling
Kamera: Johann Feindt
Schnitt: Carina Mergens
mit: Sandra Hüller
Audiodeskriptionen, Untertitel und Hörverstärkung mit der Greta App
Trailer:
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