Oslo-Stories: Liebe

Ein Film von Dag Johan Haugerud.

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

Dag Johan Haugeruds Trilogie Oslo Stories besteht aus drei jeweils eigen­stän­di­gen Filmen mit einer unab­hän­gi­gen Geschichte. Der Teil Träume („Der mit der Lehrerin“, ab 8.5.) hat gera­de den Goldenen Bären gewon­nen, Sehnsucht heist im Original Sex („Der mit den Dachdeckern“, Panorama 2024, ab 22.5.) und zuerst nun der Teil Liebe („Der mit der Fähre“ Venedig 2024)

Oslo Stories: LIEBE ist ein roman­ti­scher Film, der Sexualität, Beziehungen und Liebe erforscht und sich um einen schwu­len Krankenpfleger und eine hete­ro­se­xu­el­le Ärztin dreht. In vie­ler­lei Hinsicht ist die­ser Film uto­pisch: Er han­delt vom Streben nach sexu­el­ler und emo­tio­na­ler Nähe zu ande­ren, ohne sich dabei unbe­dingt an die gesell­schaft­li­chen Normen und Konventionen zu hal­ten, die Beziehungen regeln. Die weib­li­che Sexualität, die in vie­len Teilen der Gesellschaft sowohl von Männern als auch von Frauen stän­dig unter die Lupe genom­men und in Frage gestellt wird, ist ein zen­tra­ler Schwerpunkt des Films. Wir haben noch nicht den Punkt erreicht, an dem Frauen Entscheidungen in Bezug auf ihre Sexualität und ihr Liebesleben tref­fen kön­nen, ohne sich ver­tei­di­gen oder erklä­ren zu müs­sen. Der Film deu­tet auch an, dass bestimm­te Erfahrungen und Praktiken inner­halb der homo­se­xu­el­len Gemeinschaft wert­vol­le Erkenntnisse für die Gesellschaft im Allgemeinen bie­ten könn­ten.
Aber im Kern geht es in dem Film um die Frage, wie man Gutes tun kann. Ich glau­be, dass Fiktion eine ent­schei­den­de Rolle dabei spielt, sich alter­na­ti­ve Welten und Prspektiven vor­zu­stel­len. Sie ermög­licht es den Menschen, sich aus­zu­drü­cken und auf unge­wöhn­li­che Weise zu han­deln. Für mich besteht eine wich­ti­ge Funktion der Fiktion dar­in, neue Denkweisen im wirk­li­chen Leben zu inspi­rie­ren. Mit Oslo Stories: LIEBE – und der gesam­ten Trilogie – war es mein vor­ran­gi­ges Ziel, zu ver­mit­teln, dass neue Denk- und Verhaltensweisen mög­lich sind.

Dag Johan Haugerud

Credits:

Love
NO 2024, 119 Min, Norwegische OmU
Regie: Dag Johan Haugerud
Kamera: Cecilie Semec
Schnitt: Jens Christian Fodstad,
mit: Andrea Bræin Hovig, Tayo Cittadella Jacobsen, Marte Engebrigtsen, Lars Jacob Holm, Thomas Gullestad

Trailer:
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Kategorie: Vorstellung

  • Oslo-Stories: Liebe

    Oslo-Stories: Liebe

    Ein Film von Dag Johan Haugerud.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Dag Johan Haugeruds Trilogie Oslo Stories besteht aus drei jeweils eigen­stän­di­gen Filmen mit einer unab­hän­gi­gen Geschichte. Der Teil Träume („Der mit der Lehrerin“, ab 8.5.) hat gera­de den Goldenen Bären gewon­nen, Sehnsucht heist im Original Sex („Der mit den Dachdeckern“, Panorama 2024, ab 22.5.) und zuerst nun der Teil Liebe („Der mit der Fähre“ Venedig 2024)

    Oslo Stories: LIEBE ist ein roman­ti­scher Film, der Sexualität, Beziehungen und Liebe erforscht und sich um einen schwu­len Krankenpfleger und eine hete­ro­se­xu­el­le Ärztin dreht. In vie­ler­lei Hinsicht ist die­ser Film uto­pisch: Er han­delt vom Streben nach sexu­el­ler und emo­tio­na­ler Nähe zu ande­ren, ohne sich dabei unbe­dingt an die gesell­schaft­li­chen Normen und Konventionen zu hal­ten, die Beziehungen regeln. Die weib­li­che Sexualität, die in vie­len Teilen der Gesellschaft sowohl von Männern als auch von Frauen stän­dig unter die Lupe genom­men und in Frage gestellt wird, ist ein zen­tra­ler Schwerpunkt des Films. Wir haben noch nicht den Punkt erreicht, an dem Frauen Entscheidungen in Bezug auf ihre Sexualität und ihr Liebesleben tref­fen kön­nen, ohne sich ver­tei­di­gen oder erklä­ren zu müs­sen. Der Film deu­tet auch an, dass bestimm­te Erfahrungen und Praktiken inner­halb der homo­se­xu­el­len Gemeinschaft wert­vol­le Erkenntnisse für die Gesellschaft im Allgemeinen bie­ten könn­ten.
    Aber im Kern geht es in dem Film um die Frage, wie man Gutes tun kann. Ich glau­be, dass Fiktion eine ent­schei­den­de Rolle dabei spielt, sich alter­na­ti­ve Welten und Prspektiven vor­zu­stel­len. Sie ermög­licht es den Menschen, sich aus­zu­drü­cken und auf unge­wöhn­li­che Weise zu han­deln. Für mich besteht eine wich­ti­ge Funktion der Fiktion dar­in, neue Denkweisen im wirk­li­chen Leben zu inspi­rie­ren. Mit Oslo Stories: LIEBE – und der gesam­ten Trilogie – war es mein vor­ran­gi­ges Ziel, zu ver­mit­teln, dass neue Denk- und Verhaltensweisen mög­lich sind.

    Dag Johan Haugerud

    Credits:

    Love
    NO 2024, 119 Min, Norwegische OmU
    Regie: Dag Johan Haugerud
    Kamera: Cecilie Semec
    Schnitt: Jens Christian Fodstad,
    mit: Andrea Bræin Hovig, Tayo Cittadella Jacobsen, Marte Engebrigtsen, Lars Jacob Holm, Thomas Gullestad

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  • Primadonna – Das Mädchen von morgen

    Primadonna – Das Mädchen von morgen

    Ein Film von Marta Savina. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Sizilien in den 1960-er Jahren. Den gesell­schaft­li­chen, auch vom Gesetz gestütz­ten Vorstellungen nach ver­liert eine unver­hei­ra­te­te Frau mit dem ers­tem Sex auch ihre Ehre, die nur durch eine Heirat wie­der her­ge­stellt wer­den kann, Vergewaltigungsopfer nicht aus­ge­nom­men (Matrimonio ripa­ra­to­re – repa­rie­ren­de Heirat). Das erleb­te sei­ner­zeit die 17-jäh­ri­ge Franca Viola, an deren Fall sich PRIMADONNA anlehnt.
    Im Film heißt sie Lia, ist zurück­hal­tend, aber eigen­wil­lig und weiß, was sie will, Felder bestel­len liegt ihr bei­spiels­wei­se mehr als Hausarbeit. Nach einem kur­zen Flirt mit Lorenzo, dem char­man­ten Sohn des mafiö­sen Großunternehmers im Dorf, erkennt sie schnell, das es gar nicht passt. Der jun­ge Mann aber gibt nicht auf: er ent­führt und ver­ge­wal­tigt sie.
    Um her­nach ihre „Ehre wie­der­her­zu­stel­len“ soll sie ihn hei­ra­ten. Unterstützt von ihren Eltern wei­gert sich Lia, und da lässt sei­ne Familie sie ihre Macht spü­ren. Es kommt es zu Drohungen, Beleidigungen, Ausgrenzung und Schlimmeren. Schließlich macht Lia den uner­wart­ba­ren Schritt: sie zeigt Lorenzo an.
    In ihrem Spielfilmdebüt, dem Cinema!Italia! 2024 Publikumspreisgewinner, folgt Marta Savina Lia in ihrem bäu­er­li­chen Alltag, beob­ach­tet ihr Schweigen über die Vergewaltigung und umge­kehrt den media­len Rummel um den Prozess. Gegen alle Wahrscheinlichkeit bekommt Lia Recht, und ist damit ein Vorbild für ande­re. In der Realität dau­er­te es noch lan­ge, bis der Artikel 544* aus dem ita­lie­ni­schen Strafgesetzbuch gestri­chen wur­de.
    Für jedes Delikt des ers­ten Abschnitts (…) löscht die Ehe, die der Urheber einer Verletzung mit der ver­letz­ten Person ein­geht, das Verbrechen aus, auch in Bezug auf die­je­ni­gen, die an der glei­chen Straftat teil­ge­nom­men haben.

    Credits:

    IT 2023, 102 Min., Italienische OmU
    Regie: Marta Savina
    Kamera: Francesca Amitrano
    Schnitt: Paola Freddi

    mit: Claudia Gusmano, Fabrizio Ferracane, Manuela Ventura, Dario Aita

    Trailer:
    Trailer „Primadonna”
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  • Arsenal on location: Das Berliner Künstlerprogramm des DAAD präsentiert: Flora Dias – O Estranho

    Arsenal on location: Das Berliner Künstlerprogramm des DAAD präsentiert: Flora Dias – O Estranho

    Die bra­si­lia­ni­sche Filmemacherin und Kamera­frau Flora Dias (*1985) hat zwei zeit­ge­nös­si­sche Filme aus­ge­wählt, die sich mit indi­ge­nen Völkern in Brasilien beschäf­ti­gen und bei­de gemein­schaft­lich ent­stan­den sind: O ESTRANHO (2023) hat sie selbst zusam­men mit Juruna Mallon gedreht, der epi­sche Dokumentarfilm MARTÍRIO (2016) ist eine Zusammenarbeit von Vincent Carelli, Tatiana Almeida und Ernesto de Carvalho.

    O estran­ho
    Flora Dias, Juruna Mallon ,  Brasilien, Frankreich 2023, por­tu­gie­si­sche OmeU 107 Min.
    am 23.4. um 20:00 im fsk. Anschließend Diskussion mit Flora Dias,
    Moderation: Birgit Kohler

    [Tickets]

    Der 1985 eröff­ne­te inter­na­tio­na­le Flughafen Guarulhos bei São Paulo befin­det sich auf indi­ge­nem Land. Seine Hallen, Start- und Landebahnen wur­den auf einst bewohn­te Dörfer und eine üppi­ge Vegetation gebaut. Alês Familie hat so ihr Haus ver­lo­ren, und der Fluss, an dem sie frü­her mit ihrer seit lan­gem ver­schwun­de­nen Schwester spiel­te, ist jetzt ver­schmutzt. Heute arbei­tet sie bei der Gepäckbeförderung, teilt ihre Erinnerungen und sam­melt Steine, Fotos und getrock­ne­te Pflanzen. Ihre Partnerin Silvia nimmt an Ritualen in einem indi­ge­nen Tempel teil und will mit ihrer Tochter weg­zie­hen. O ESTRANHO lässt Vergangenheit und Gegenwart inein­an­der fal­len und ver­bin­det – unter­stützt von einem ein­drück­li­chen Soundtrack – fik­tio­na­le und doku­men­ta­ri­sche, sozi­al­rea­lis­ti­sche und fan­tas­ti­sche Elemente. Ein archäo­lo­gi­sches Projekt, das eine ange­sichts von Beton und Asphalt uner­war­te­te Lebendigkeit zuta­ge fördert.

    Dieses Programm ist Teil der vom Hauptstadtkulturfonds geförderten Veranstaltungsreihe Arsenal on Location:


  • Oslo-Stories: Liebe

    Oslo-Stories: Liebe

    Ein Film von Dag Johan Haugerud.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Dag Johan Haugeruds Trilogie Oslo Stories besteht aus drei jeweils eigen­stän­di­gen Filmen mit einer unab­hän­gi­gen Geschichte. Der Teil Träume („Der mit der Lehrerin“, ab 8.5.) hat gera­de den Goldenen Bären gewon­nen, Sehnsucht heist im Original Sex („Der mit den Dachdeckern“, Panorama 2024, ab 22.5.) und zuerst nun der Teil Liebe („Der mit der Fähre“ Venedig 2024)

    Oslo Stories: LIEBE ist ein roman­ti­scher Film, der Sexualität, Beziehungen und Liebe erforscht und sich um einen schwu­len Krankenpfleger und eine hete­ro­se­xu­el­le Ärztin dreht. In vie­ler­lei Hinsicht ist die­ser Film uto­pisch: Er han­delt vom Streben nach sexu­el­ler und emo­tio­na­ler Nähe zu ande­ren, ohne sich dabei unbe­dingt an die gesell­schaft­li­chen Normen und Konventionen zu hal­ten, die Beziehungen regeln. Die weib­li­che Sexualität, die in vie­len Teilen der Gesellschaft sowohl von Männern als auch von Frauen stän­dig unter die Lupe genom­men und in Frage gestellt wird, ist ein zen­tra­ler Schwerpunkt des Films. Wir haben noch nicht den Punkt erreicht, an dem Frauen Entscheidungen in Bezug auf ihre Sexualität und ihr Liebesleben tref­fen kön­nen, ohne sich ver­tei­di­gen oder erklä­ren zu müs­sen. Der Film deu­tet auch an, dass bestimm­te Erfahrungen und Praktiken inner­halb der homo­se­xu­el­len Gemeinschaft wert­vol­le Erkenntnisse für die Gesellschaft im Allgemeinen bie­ten könn­ten.
    Aber im Kern geht es in dem Film um die Frage, wie man Gutes tun kann. Ich glau­be, dass Fiktion eine ent­schei­den­de Rolle dabei spielt, sich alter­na­ti­ve Welten und Prspektiven vor­zu­stel­len. Sie ermög­licht es den Menschen, sich aus­zu­drü­cken und auf unge­wöhn­li­che Weise zu han­deln. Für mich besteht eine wich­ti­ge Funktion der Fiktion dar­in, neue Denkweisen im wirk­li­chen Leben zu inspi­rie­ren. Mit Oslo Stories: LIEBE – und der gesam­ten Trilogie – war es mein vor­ran­gi­ges Ziel, zu ver­mit­teln, dass neue Denk- und Verhaltensweisen mög­lich sind.

    Dag Johan Haugerud

    Credits:

    Love
    NO 2024, 119 Min, Norwegische OmU
    Regie: Dag Johan Haugerud
    Kamera: Cecilie Semec
    Schnitt: Jens Christian Fodstad,
    mit: Andrea Bræin Hovig, Tayo Cittadella Jacobsen, Marte Engebrigtsen, Lars Jacob Holm, Thomas Gullestad

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  • Julie bleibt still – mit Gästen

    Julie bleibt still – mit Gästen

    Ein Film von Leonardo van Dijl. Am 25.4. mit anschlie­ßen­dem Gespräch mit Vertretern vom Athleten Deutschland e.V.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Julie gilt als eines der größ­ten Nachwuchstalente des bel­gi­schen Tennisverbands. Als ihr Trainer Jérémy wegen frag­wür­di­ger Arbeitsmethoden sus­pen­diert wird, gerät Julies Welt ins Wanken. Eine Untersuchung wird ein­ge­lei­tet, und alle Spielerinnen der Tennisschule sol­len aus­sa­gen. Doch Julie bleibt still.

    Je mehr Menschen um sie her­um die Stimmen erhe­ben, des­to grö­ßer wird der Druck auf sie. Julie sieht sich mit star­ren Machtstrukturen und ihrer eige­nen Ohnmacht kon­fron­tiert. In der Stille wächst die Frage, wie sie ihre eige­ne Stärke fin­den kann in einer Welt, die ihr bis­lang die Regeln dik­tiert hat.

    Leonardo Van Dijls fes­seln­des Regiedebüt erzählt ein­dring­lich von Fremdbestimmung, Machtmissbrauch und den lei­sen, aber tief­grei­fen­den Prozessen weib­li­cher Selbstfindung. „Julie bleibt still“ fei­er­te Weltpremiere im Rahmen der Semaine de la Critique beim Filmfestival von Cannes, wo der Film zwei Preise gewann.

    Credits:

    Julie Keeps Quiet
    BE/SE 2024, 100 Min., Niederländisch-fran­zö­si­sche OmU
    Regie: Leonardo van Dijl
    Kamera: Nicolas Karakatsanis
    Schnitt: Bert Jacobs
    mit: Tessa Van den Broeck, Grace Biot, Alyssa Lorette, Ruth Becquart, Koen De Bouw,
    Pierre Gervais, Claire Bodson und Laurent Caron

    Trailer:
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  • Arsenal on location: Forum & Friends VI: Keren Cytter – Filme & Videos 3

    Arsenal on location: Forum & Friends VI: Keren Cytter – Filme & Videos 3

    Kurzfilmprogramm 2

    [Tickets]

    Forum & Friends VI prä­sen­tiert im November an zwei Abenden Filme der israe­li­schen Künstlerin Keren Cytter im fsk Kino: zwei Kurzfilmprogramme und der abend­fül­len­den Film THE WRONG MOVIE (USA, B 2024), der sei­ne Premiere beim Forum der Berlinale hat­te. Keren Cytters Filme wer­den von einer bewusst künst­lich-künst­le­ri­schen Art getra­gen, Narration mit Dekonstruktion, Linearität mit Fragmentalität, Figuration mit dem Absurden, Rebellion mit Fragilität, Coolness mit Trips, Punk mit Romance. Zu den hoch­o­ri­gi­nel­len Plots kommt das asso­zia­ti­ve Spiel mit Form und Medium, Folien und gene­ri­schen Codes, vom Genre über die Kulturgeschichte bis hin zu indi­vi­du­el­len Auteur-Siglen – ein Filmwirbel, hin­ein in die Jetzt-Zeit als vir­tu­el­len Seinszustand. Bis zur Trance.
    Keren Cytter ist eine veri­ta­ble Multimedia-Künstlerin, arbei­tet im Bereich Tanz und Performance, Video und Film, Poesie und in der Bildenden Kunst, v.a. der Zeichnung, hat fünf Romane und drei Kinderbücher geschrie­ben.
    Eine Auswahl ihrer Film-und Videoarbeiten ist nun in dem von Christiane Büchner und Barbara Wurm kura­tier­ten und mode­rier­ten Programmen zu sehen, bei dem Keren Cytter zu Gast sein wird. (Barbara Wurm)

    Das zwei­te Kurzfilmprogramm fokus­siert die beson­de­re Art Cytters, Schauspiel zu insze­nie­ren. Lassen die Szenen in THE DATES SERIES (NL 2004) durch die Trennung von Gefühl und media­ler Verkörperung eine unheim­li­che Gemengelage ent­ste­hen, so spie­gelt sich in DER SPIEGEL (D 2008), kom­men­tiert von einem nack­ten Chor, eine 42-jäh­ri­ge Frau und sucht sich als 16-Jährige. FASHIONS (D 2020) ent­stand im Auftrag des NS-Dokumentationszentrums München.

    Do, 27.11., 18 Uhr, zu Gast: Keren Cytter Moderation: Christiane Büchner
    THE DATES SERIES • Keren Cytter • NL 2004 • Digital file • hebr./dt./frz./nl./engl. OmeU 49’
    DER SPIEGEL • Keren Cytter • D 2008 • Digital file • dt./engl. OmeU 5’
    METAMORPHOSIS • Keren Cytter • USA 2016 • Digital file • engl. OF 11’
    FASHIONS • Keren Cytter • D 2020 • Digital file • engl. OF 31′


    Mi, 26.11., 20.30 Uhr, zu Gast: Keren Cytter Moderation: Barbara Wurm
    RAINBOW SERPENT • Keren Cytter • USA 2022 • Digital file • ohne Dialog • 5’
    THE WRONG MOVIE • Keren Cytter • USA/BEL 2024 • DCP • engl. OF 96′

    Mi, 26.11., 18 Uhr, zu Gast: Keren Cytter Moderation: Irina Bondas
    EXPERIMENTAL FILM • Keren Cytter • NL 2002 • Digital file • hebr. OmeU 6’
    FRENCH FILM • Keren Cytter • Israel 2002 • Digital file • franz. OmeU 12’
    SOMETHING HAPPENED • Keren Cytter • D 2009 • Digital file• engl. OF 8’
    CORRECTIONS • Keren Cytter • D 2014 • Digital file • dt./engl. OmeU 8’
    NIGHTMARE • Keren Cytter • D 2007 • Digital file • dt. OmeU 6’
    UNTITLED • Keren Cytter • D 2009 • Digital file • dt. OmeU 9’
    OBJECT • Keren Cytter • USA 2016 • Digital file • russ. OmeU 27’
    DES TROUS • Keren Cytter • Israel 2018 • Digital file • franz. OmeU 14′

    Do, 27.11., 20.30 Uhr, zu Gast: Keren Cytter Moderation: Christiane Büchner
    TERRORIST OF LOVE • Keren Cytter • USA 2016 • Digital file • engl. OF 3’
    ENDURANCE • Keren Cytter • USA 2025 • DCP • engl. OF 85′

    Dieses Programm ist Teil der vom Hauptstadtkulturfonds geförderten Veranstaltungsreihe Arsenal on Location:


  • Toxic

    Toxic

    Ein Film von Saulė Bliuvaitė.

    [Credits] [Tickets & Termine]] [Trailer]

    Die jugend­li­che Marija ver­bringt den Sommer bei ihrer Großmutter in einem Industriegebiet im Hinterland Litauens. Aufgrund ihres Gehfehlers wird sie schnell gemobbt und gerät in eine Prügelei mit der gleich­alt­ri­gen Kristina, die – wie vie­le ande­re Mädchen in die­ser abge­häng­ten Gegend – eine Modelschule besucht. Bald schließt sich auch Marija der kult­ähn­li­chen Institution an. Mit der Aussicht auf eine Karriere in der Modebranche wer­den hier Gefühle von Selbsthass nor­ma­li­siert und Essstörungen sind an der Tagesordnung. Während sich eine inti­me Freundschaft zwi­schen Marija und Kristina ent­wi­ckelt, gera­ten die Mädchen in eine sich immer schnel­ler dre­hen­de Spirale, in der sie ihre Körper auf extre­me Weise missbrauchen.

    Beruhend auf eige­nen Erfahrungen offen­bart Regisseurin Saulė Bliuvaitė die toxi­schen Strukturen einer aus­beu­te­ri­schen, patri­ar­cha­len Gesellschaft, mit der vie­le jun­ge Frauen zu kämp­fen haben. Der weib­li­che Körper wird zur Währung, zum mani­pu­lier­ba­ren Objekt – oder viel­leicht doch zum letz­ten Fluchtweg aus einer chan­cen­lo­sen Situation? TOXIC ist von einer inti­men Emotionalität geprägt und bezieht sei­ne Faszination aus dem Gegensatz zwi­schen der Hässlichkeit eines tris­ten Alltags und der Schönheit ech­ter Menschlichkeit und Zuneigung.

    (Wichtiger Hinweis: Dieser Film behan­delt Themen im Zusammenhang mit Essstörungen und Körperbildproblemen und beinhal­tet Darstellungen von Anorexie, Bulimie und Binge-Eating. Diese Inhalte könn­ten für Menschen mit einer Essstörung oder einer ent­spre­chen­den Vergangenheit belas­tend sein.
    Beratungsstellen fin­den: www.bundesfachverbandessstoerungen.de / www.bzga-essstoerungen.de
    Anonyme und kos­ten­freie Onlineberatung: www.ANAD-dialog.de
    Hinweis in Kooperation mit ANAD-dia­log erstellt.)

    Credits:

    Akiplėša
    LT 2024, 99 Min., Litauische OmU
    Regie: Saulė Bliuvaitė

    Kamera: Vytautas Katkus
    Schnitt: Ignė Narbutaitė
    mit: Ieva Rupeikaitė, Vesta Matulytė, Giedrius Savickas, Vilma Raubaitė, Eglė Gabrėnaitė 

    Trailer:
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  • Arsenal on location: Das Berliner Künstlerprogramm des DAAD präsentiert: Flora Dias – Martírio

    Arsenal on location: Das Berliner Künstlerprogramm des DAAD präsentiert: Flora Dias – Martírio

    Die bra­si­lia­ni­sche Filmemacherin und Kamera­frau Flora Dias (*1985) hat zwei zeit­ge­nös­si­sche Filme aus­ge­wählt, die sich mit indi­ge­nen Völkern in Brasilien beschäf­ti­gen und bei­de gemein­schaft­lich ent­stan­den sind: O ESTRANHO (2023) hat sie selbst zusam­men mit Juruna Mallon gedreht, der epi­sche Dokumentarfilm MARTÍRIO (2016) ist eine Zusammenarbeit von Vincent Carelli, Tatiana Almeida und Ernesto de Carvalho.

    Martírio
    Vincent Carelli, Tatiana Almeida, Ernesto de Carvalho / Brasilien 2016, Portugiesisch, Guaraní, Spanisch OmeU 162 Min., AM 24.4. um 20Uhr im fsk
    Einführung (in eng­li­scher Sprache): Flora Dias

    [Tickets]

    Viele Jahrhunderte nach der Kolonisierung muss das indi­ge­ne Volk der Guarani Kaiowá immer noch um sei­ne Rechte und sein Land kämp­fen – gegen Großgrundbesitzer, den mäch­ti­gen Apparat der ­Agrarindustrie und die Regierung. Diesem hart­nä­cki­gen Kampf setzt MARTÍRIO ein ein­drucks­vol­les Denkmal. In den 80er Jahren doku­men­tier­te Vincent Carelli erst­ma­lig die Versuche, die Indigenen mit Drohungen, Angriffen und unge­rech­ten Gesetzen zu ent­eig­nen und von ihrem Land zu ver­trei­ben. 15 Jahre spä­ter nahm er den Faden wie­der auf. Historische Archivbilder, neu­es Filmmaterial in Farbe und Schwarzweiß, Anhörungen im bra­si­lia­ni­schen Kongress und Interviews mit Gegnern der Guaraní Kaiowá offen­ba­ren die erschre­cken­de Gewalt, mit der sie tag­täg­lich leben müssen.

    Dieses Programm ist Teil der vom Hauptstadtkulturfonds geförderten Veranstaltungsreihe Arsenal on Location:


  • Arsenal on location: Das Berliner Künstlerprogramm des DAAD präsentiert: Yeo Siew Hua – Stranger Eyes

    Arsenal on location: Das Berliner Künstlerprogramm des DAAD präsentiert: Yeo Siew Hua – Stranger Eyes

    Der sin­ga­pu­ri­sche Drehbuchautor und Regisseur und der­zei­ti­ge DAAD-Stipendiat Yeo Siew Hua (1985) hat neben sei­nem drit­ten Langfilm STRANGER EYES (2024) einen wei­te­ren Film des zeit­ge­nös­si­schen Kinos aus Asien aus­ge­wählt: POETRY (2010) von Lee Chang-dong. Beide Filme war­ten mit bekann­ten Schauspielerinnen in groß­ar­ti­gen Performances auf: Lee Kang-sheng, der Star aus den Filmen von Tsai Ming-liang in STRANGER EYES und die legen­dä­re Yun Jung-hee, die für ihre Rolle in POETRY aus dem Ruhestand zurück­ge­kehrt ist.
    Die Präsentation von Stipendiat*innen des Berliner Künstlerprogramms des DAAD, die tra­di­tio­nell seit Jahrzehnten im Kino Arsenal statt­fin­den, wer­den im Rahmen von Arsenal on Location im fsk Kino am Oranienplatz weitergeführt.

    Stranger Eyes
    Di 14.10., 20 Uhr, anschlie­ßend Gespräch mit Yeo Siew Hua, Moderation: Birgit Kohler
    • Yeo Siew Hua • Singapur/Taiwan/Frankreich/USA 2024 • DCP • OmeU 126′

    [Tickets]

    I’m wat­ching you“ – ein T‑Shirt-Aufdruck zu Beginn – ist Teil des Programms von Stranger Eyes, der die (auch dem Kino inhä­ren­ten) Dynamiken des Sehens und Gesehenwerdens in viel­fäl­ti­ger Weise reflek­tiert. Nachdem die zwei­jäh­ri­ge Tochter eines jun­gen Paars auf dem Spielplatz spur­los ver­schwun­den ist, ver­zwei­feln die Eltern ob der erfolg­lo­sen Suche. Als sie anonym DVDs erhal­ten, die vor und nach dem Verschwinden des Kindes heim­lich gefilm­te pri­va­te Szenen zei­gen, instal­liert die Polizei eine Überwachungskamera vor ihrer Wohnung. Bald gerät ihr Nachbar Wu (Lee Kang-sheng) unter Verdacht. Stranger Eyes ver­han­delt Voyeurismus, media­le Selbstinszenierung, Überwachungskultur und die Allgegenwart von Kameras im digi­ta­len Zeitalter in Form eines Thrillers, der mehr­fach die Erzählperspektive wech­selt und zu einer Studie über urba­ne Isolation wird. (bik)

    Dieses Programm ist Teil der vom Hauptstadtkulturfonds geförderten Veranstaltungsreihe Arsenal on Location:


  • Arsenal on location: Das Berliner Künstlerprogramm des DAAD präsentiert: Yeo Siew Hua – Poetry

    Arsenal on location: Das Berliner Künstlerprogramm des DAAD präsentiert: Yeo Siew Hua – Poetry

    Der sin­ga­pu­ri­sche Drehbuchautor und Regisseur und der­zei­ti­ge DAAD-Stipendiat Yeo Siew Hua (1985) hat neben sei­nem drit­ten Langfilm STRANGER EYES (2024) einen wei­te­ren Film des zeit­ge­nös­si­schen Kinos aus Asien aus­ge­wählt: POETRY (2010) von Lee Chang-dong. Beide Filme war­ten mit bekann­ten Schauspielerinnen in groß­ar­ti­gen Performances auf: Lee Kang-sheng, der Star aus den Filmen von Tsai Ming-liang in STRANGER EYES und die legen­dä­re Yun Jung-hee, die für ihre Rolle in POETRY aus dem Ruhestand zurück­ge­kehrt ist.
    Die Präsentation von Stipendiat*innen des Berliner Künstlerprogramms des DAAD, die tra­di­tio­nell seit Jahrzehnten im Kino Arsenal statt­fin­den, wer­den im Rahmen von Arsenal on Location im fsk Kino am Oranienplatz weitergeführt.

    Poetry / Shi
    Mi 15.10., 20 Uhr, Einführung (in eng­li­scher Sprache): Yeo Siew Hua
    SHI (Poetry) • Lee Chang-dong • South Korea 2010 • DCP • OmeU 139′

    [Tickets]

    Die Bedeutung des Sehens, des Blicks auf die Welt, steht im Zentrum von POETRY. Die 66-jäh­ri­ge Witwe Mi-ja (Yun Jung-hee) arbei­tet als Pflegekraft und zieht ihren Teenager-Enkel groß. Nach einer Alzheimer-Diagnose mel­det sie sich in einem Poesie-Kurs an – sie möch­te ein Gedicht schrei­ben, bevor ihr die Worte abhan­den­kom­men. „Um Gedichte zu schrei­ben, muss man gut sehen kön­nen. Das Wichtigste im Leben ist das Sehen“ sagt der Dozent. Doch ihre Suche nach Schönheit und Inspiration wird jäh unter­bro­chen von der Grausamkeit und Gleichgültigkeit einer igno­ran­ten Gesellschaft: Ihr Enkel ist in den Tod einer Klassenkameradin ver­strickt – was Mi-ja in ein mora­li­sches Dilemma stürzt. Es ist ihr Schmerz, der sie schließ­lich sehen und schrei­ben lässt. (bik)

    Dieses Programm ist Teil der vom Hauptstadtkulturfonds geförderten Veranstaltungsreihe Arsenal on Location: