Kategorie: archiv

  • Im Prinzip Familie

    Im Prinzip Familie

    Ein Film von Daniel Abma. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Der neue Film von Daniel Abma (Autobahn 2019, Nach Wriezen 2012) ist zeit­wei­se Mal ein rich­ti­ger „Tearjerker“, aber auch alle, die weit weg vom Wasser gebaut haben, dürf­ten sich gerührt füh­len.
    In einem Haus am Ufer eines idyl­li­schen Sees arbei­ten drei Erzieher:innen im Schichtdienst in einer Wohngruppe mit fünf vor­pu­ber­tä­ren Jungen. Die Kinder nen­nen sie Herr Wagner, Frau Wagner und Herr Gerecke. Kochen, waschen, ein­kau­fen, die Kinder zum Schulbus und zu und Freizeitaktivitäten zu brin­gen, gehört eben­so zu ihrem Alltag, wie zuhö­ren, trös­ten, auf dem Sofa kuscheln, Filmabende und Gute-Nacht-Geschichten vor­le­sen. Die Betreuer:innen wol­len kei­ne Ersatzeltern sein, und den­noch zei­gen, wie sich ein fami­liä­res Miteinander anfüh­len kann.
    Alle Kinder, die hier leben, ver­eint vor allem eines: der Wunsch eines Tages nach Hause zurück­zu­keh­ren. Dafür set­zen sich die Erzieher:innen uner­müd­lich ein: sie spre­chen mit Vormund, Eltern und Jugendamt, doku­men­tie­ren, orga­ni­sie­ren, set­zen gemein­sam Ziele und tref­fen Verabredungen – und wer­den häu­fig ent­täuscht, weil die­se nicht ein­ge­hal­ten wer­den. Das erin­nert an einen Kampf gegen Windmühlen, an den Grenzen eines über­for­der­ten Systems.
    „Im Prinzip Familie gelingt damit, was nur den bes­ten Dokumentarfilmen gelingt: allein durch inten­si­ves Hinschauen Vorurteile abzu­bau­en und neue Perspektiven zu eröff­nen. Er zeigt (zwischen)menschliche Höhen und Tiefen, die schö­nen und die schwie­ri­gen Momenten zwi­schen Sozialarbeiter*innen und Kindern, Konflikte und Versöhnung, schickt sein Publikum auf eine emo­tio­na­le Achterbahnfahrt aus Freude, Wut, Verständnis und Mitgefühl. Und ver­mit­telt dabei ein­drück­lich und auf­dring­lich, wie kom­plex Menschen und ihre Probleme sind.“ Christian Neffe | kino-zeit

    Credits:

    DE 2024, 91 Min., dt. OmeU
    Regie: Daniel Abma

    Kamera: Johannes Praus
    Schnitt: Jana Dugnus 

    Trailer:
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    A film by Daniel Abma. Starts June 5th at the fsk. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    When par­ents can no lon­ger ful­fil their duty of care, the children’s world often falls apart. Nothing stays as it was. Suddenly it is no lon­ger mum or dad who are in char­ge but the youth wel­fa­re sys­tem. Daniel Abma fol­lo­wed a youth housing group in a rural area over seve­ral years, show­ing pro­fes­sio­nal edu­ca­tors who want to give five boys bet­ween the ages of seven and four­teen what they need most urgen­tly, day by day: secu­ri­ty, ori­en­ta­ti­on, a home.
    The docu­men­ta­ry focus is not on the child­ren but on tho­se who take the par­ents’ place. They some­ti­mes remind us of Don Quixote til­ting at the wind­mills, for the­re is a dif­fu­si­on of respon­si­bi­li­ty bet­ween school, youth wel­fa­re ser­vices, and absent mothers and fathers. Words fail when adults do not keep appoint­ments, when tho­se in char­ge capi­tu­la­te in the face of racist bul­ly­ing and pro­po­se some “time out” – for the bul­lied boy – in a psych­ia­tric faci­li­ty. It would be easy to denoun­ce the­se mecha­nisms, but that is not the point Daniel Abma wants to make. His obser­va­ti­on, both empha­tic and reser­ved, looks ques­tio­nin­gly into the gaps in the sys­tem – with tho­se who are in dan­ger of fal­ling through and tho­se who try to fill them with affec­tion. He makes us suspect that the ans­wer is not to clo­se all the system’s gaps. It is peo­p­le who are the­re for other peo­p­le and take respon­si­bi­li­ty. Luc-Carolin Ziemann

    Credits:

    DE 2024, 91 Min., dt. OmeU
    Regie: Daniel Abma

    Kamera: Johannes Praus
    Schnitt: Jana Dugnus 

    Trailer:
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  • Das Fest geht weiter!

    Das Fest geht weiter!

    Ein Film von Robert Guédiguian. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]


    „Nach einem Ausflug ins afri­ka­ni­sche Mali kehrt der fran­zö­si­sche Regisseur Robert Guédiguian für Das Fest geht wei­ter in sei­ne Heimat Marseille zurück, der Stadt in der er einen Großteil sei­ner Filme insze­niert hat, deren Menschen und Macken er kennt und por­trä­tiert wie kein Zweiter. Fast doku­men­ta­risch mutet sein Blick daher an, sozia­lis­tisch und huma­nis­tisch, wenn­gleich auch zuneh­mend skeptisch.Am 5. November 2018 stürz­ten in Marseille zwei Gebäude ein, acht Menschen kamen unter den Trümmern ums Leben. Schauplatz war das Viertel Noailles, unweit des Hafens gele­gen, dort wo das tra­di­tio­nel­le Marseille noch deut­li­cher zu spü­ren ist, als in den schi­cke­ren, moder­ne­ren Vierteln. …
    Mit Bildern der ein­ge­stürz­ten Häuser beginnt Das Fest geht wei­ter und ver­or­tet sich dadurch kon­kret in Raum und Zeit, auch wenn sich im Folgenden die Geschichte um fik­ti­ve Figuren ent­wi­ckelt. Die wer­den aller­dings von Schauspielern ver­kör­pert, die schon oft in den Filmen von Robert Guédiguian zu sehen waren, die dadurch fast eben­so wie Einwohner von Marseille wir­ken, wie der Autor und Regisseur selbst zu einer Art Chronist sei­ner Heimatstadt gewor­den ist.
    Hauptfigur ist Rosa, Witwe, Mutter von zwei schon erwach­se­nen Söhnen. Als Krankenschwester arbei­tet sie, bald will sie in den Ruhestand gehen, was für eine umtrie­bi­ge, sozi­al enga­gier­te Person wie sie es ist, kaum denk­bar erscheint. Nicht nur im Krankenhaus, auch im Privaten küm­mert sich Rosa eher um ande­re Menschen als um sich selbst … . Aus die­sem Grund kan­di­diert die umtrie­bi­ge Rosa auch bei den bald anste­hen­den Kommunalwahlen, ange­sichts ihrer Beliebtheit im Viertel steht ihrem Einzug in den Stadtrad nichts ent­ge­gen. Doch dann lernt Rosa Alice Vater Henri ken­nen, der gera­de sein klei­nes Buchgeschäft auf­ge­ge­ben hat und sich nun end­gül­tig aus­schließ­lich den schö­nen Dingen des Lebens wid­men möch­te. Zum ers­ten Mal seit sehr lan­ger Zeit spürt Rosa das Bedürfnis, sich mehr um sich selbst zu küm­mern.
    Auf dem Papier könn­te man Das Fest geht wei­ter für eine leich­te, harm­lo­se roman­ti­sche Komödie hal­ten, in der ein älte­res Paar ein spä­tes Glück erlebt. Doch auch wenn Robert Guédiguian nicht mit Bildern glei­ßen­der Sonnenuntergänge spart, in denen Marseille traum­haft schön wirkt, hat sein Film auch eine ande­re Ebene. Als aus­ge­wie­se­ner Sozialist hat der inzwi­schen 71jährige Regisseur immer wie­der die Notwendigkeit und Bedeutung von per­sön­li­chem Engagement the­ma­ti­siert, vom gesell­schaft­li­chen Miteinander, von Bürgerinitiativen und leb­haf­ten, laut­star­ken Protesten.“ Michael Meyns

    Credits:

    Et la fête con­ti­nue ! 
    FR/IT 2023, 106 Min., frz. OmU
    Regie: Robert Guédiguian
    Kamera: Pierre Milon
    Schnitt: Bernard Sasia
    mit: Ariane Ascaride, Jean-Pierre Darroussin, Gérard Meylan, Lola Naymark, Grégoire Leprince-Ringuet, Robinson Stévenin.

    Trailer:
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    A film by Robert Guédiguian. In French with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    In the working-class dis­trict of old Marseilles, Rosa is the heart and soul of her com­mu­ni­ty, a nur­se and the matri­arch of a lar­ge and clo­se-knit fami­ly. But approa­ching reti­re­ment and sur­roun­ded by poli­ti­cal iner­tia, she is fee­ling dis­il­lu­sio­ned. Until she meets Henri and rea­li­ses it is never too late to ful­fil her own poli­ti­cal and per­so­nal dreams.

    Credits:

    Et la fête con­ti­nue ! 
    FR/IT 2023, 106 Min., frz. OmU
    Regie: Robert Guédiguian
    Kamera: Pierre Milon
    Schnitt: Bernard Sasia
    mit: Ariane Ascaride, Jean-Pierre Darroussin, Gérard Meylan, Lola Naymark, Grégoire Leprince-Ringuet, Robinson Stévenin.

    Trailer:
    And the Party Goes on / Et la fête con­ti­nue ! (2023) – Trailer (English Subs)

    Im Kino mit deut­schen Untertiteln.

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  • filmPOLSKA reloaded – Girls‘ StoriesfilmPOLSKA

    filmPOLSKA reloaded – Girls‘ StoriesfilmPOLSKA

    Dziewczyńskie his­to­rie / Girls‘ Stories

    [Tickets]

    7.5.18:00, Einführung: Bartek Tesarz (Polnisches Institut Berlin)
    PL 2023
    R/B/S: Aga Borzym
    60 min, OmeU
    K: Kachna Baraniewicz
    M: Barbara WrońskaJagoda
    Jagoda und Zuzia gehö­ren zur TikTok-Generation, sind bes­te Freundinnen und ste­hen gera­de an der Schwelle zur Pubertät. Und sie sind Prototypen des­sen, was man gemein­hin als „früh­reif“ bezeich­net – sie sind umfas­send auf­ge­klärt und machen sich tief­grei­fen­de Gedanken über Partnerschaft und Lebensgestaltung, seh­nen aber immer noch ihre ers­te Periode her­bei, die sie end­lich zu Erwachsenen machen soll. Zwischen Spielplatz, Schule und sozia­len Medien beob­ach­ten wir über vie­le Monate hin­weg, wie der Übergang von der Kindheit ins Erwachsenenleben tat­säch­lich Fahrt auf­nimmt und über­ra­schend unter­schied­li­che Entwicklungen in Gang bringt. Denn der Blick auf sich selbst und die Umgebung ver­än­dert sich bei den bei­den Mädchen nicht so gleich­ar­tig, wie es die anfäng­li­che Harmonie ver­mu­ten lässt. Wie zwei Prototypen spie­geln die Charaktere mög­li­che Wege, die man in die­sem Alter ein­schla­gen kann – von frü­her Karriereplanung und bewuss­ter Arbeit am eige­nen Erscheinungsbild über resi­gnier­te Gleichgültigkeit bis zu Essstörungen und psy­chi­schen Problemen. In vie­len klei­nen, auf den ers­ten Blick unspek­ta­ku­lä­ren Szenen mit viel Wortanteil, unter­bro­chen von kur­zen Animationen, zeigt die Regisseurin, wie die Sehnsucht nach dem Erwachsensein lang­sam der puber­tä­ren Desillusionierung und Ratlosigkeit weicht. Dabei bleibt sie stets nah an ihren Protagonistinnen und gibt ihnen den Raum, sich so dar­zu­stel­len, wie sie es wol­len. [Rainer Mende]

    Veranstalter: Polnisches Institut Berlin in Kooperation mit dem fsk Kino

    GIRLS‘ STORIES (Dziewczyńskie his­to­rie) trai­ler – Cambridge Film Festival 2024

  • Einfach Machen! She-Punks von 1977 bis heute

    Einfach Machen! She-Punks von 1977 bis heute

    Ein Film von Reto Caduff.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Östro 430, Mania D, Malaria!, Kleenex, LiLiput – wer die­se Namen kennt, weiß, wovon ich schrei­be: Rein weib­li­che Punk – oder Experimental/Wave-Bands. kra­chi­ge Musik, schril­les, schlam­pig-bun­tes oder extrem sti­li­sier­tes Outfit, über 40 Jahre zurück. „Jeder durf­te, kaum einer konn­te“ galt auf ein­mal nicht nur für die Jungs, son­dern auch für die Mädels.
    Einfach machen! She-Punks von 1977 bis heu­te por­trä­tiert Künstlerinnen, die 40 Jahre spä­ter immer noch oder wie­der zusam­men auf der Bühne ste­hen. Als Pionierinnen des deutsch­spra­chi­gen She-Punk tei­len Gudrun Gut, Beate Bartel, Bettina Köster, Sara Schär, Klaudia Schifferle, Martina Weith und Bettina Flörchinger ihre Erfahrungen und Geschichten. Trotz des unter­schied­li­chen Sounds der Bands und ohne es damals zu wis­sen, waren sie Teil einer weib­li­chen Revolution in der Musikindustrie, die nach­fol­gen­de Künstlerinnen nach­hal­tig geprägt hat. Ein Film über Punk als Lebensgefühl aus weib­li­cher Perspektive, Feminismus mit Gitarrenriff und das unver­gleich­li­che Lebensgefühl der spä­ten 70er und frü­hen 80er Jahre.

    „Die Erfahrungen, die die Protagonistinnen hier schil­dern, sind auf visu­el­ler Ebene unter ande­rem mit Fotos und mit his­to­ri­schen Aufnahmen illus­triert. Hinzu kom­men Ausschnitte aus alten TV-Sendungen wie Formel Eins. Diese unter­strei­chen zum einen die bemer­kens­wer­te Originalität der Bands. (…) Zum ande­ren wird zum Beispiel bei einem Auftritt der Östro-430-Sängerin und Saxofonistin Martina Weith in der Michael Braun Talkshow im WDR der Sexismus der Zeit spür­bar, wenn der Moderator non­cha­lant mit Begriffen wie „Weiberband“ um sich wirft.“
    Andreas Köhnemann | Kino-Zeit

    Credits:

    DE/CH 2024, 89 Min., deut­sche OmeU
    Regie: Reto Caduff

    Kamera: Roman Schauerte, Stephan Huwyler
    Schnitt: Beatrice Babin, Ginés Olivares 

    Trailer:
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    A film by Reto Caduff. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    „Don’t talk, do!” At the end of the 70s, punk pro­mi­sed rebel­li­on and self-empower­ment. Also for the women in the sce­ne. They fought for their place on stage bet­ween the domi­nant punk top dogs, play­ing against social norms and long-out­da­ted fema­le role models. This is their story.

    Credits:

    DE/CH 2024, 89 Min., deut­sche OmeU
    Regie: Reto Caduff
    Kamera: Roman Schauerte, Stephan Huwyler
    Schnitt: Beatrice Babin, Ginés Olivares 

    Trailer:
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  • Barbara Morgenstern und die Liebe zur Sache

    Barbara Morgenstern und die Liebe zur Sache

    Ein Film von Sabine Herpich.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Barbara Morgenstern, Pionierin des lyri­schen Elektro-Pop, arbei­tet an einem neu­en Album. In ihrer Wohnung ent­ste­hen ers­te Texte und Harmonien. Bei den Proben mit ihrer Band feilt sie an Arrangements. Es fol­gen die Aufnahmen in den legen­dä­ren Berliner Hansa-Studios, Pressefotos, die Gestaltung des Plattencovers, ein ers­tes Musikvideo, die Tourplanung. Im Hintergrund gibt es Fragen: Wie expe­ri­men­tell darf das Album wer­den, wie poli­tisch soll es sein, in wel­chem Format kann es live prä­sen­tiert wer­den? Am Ende steht Morgenstern auf der Bühne, um das ers­te Mal für ihre Fans die neu­en Lieder zu spie­len, die Lieder von „In ande­rem Licht“.

    Mit zuge­wand­tem, ruhi­gem Blick beglei­tet die Regisseurin Sabine Herpich (Kunst kommt aus dem Schnabel wie er gewach­sen ist) in ihrem Film Morgensterns künst­le­ri­schen Arbeitsprozess von den ers­ten intui­ti­ven Ideen bis zur Live-Performance. Die Entstehung des Albums gelingt, weil die ein­zel­nen Stimmen auf­ein­an­der hören. Wie neben­bei ent­wi­ckelt sich so das inti­me Porträt einer Künstlerin, für die Musik Rückzugsort, Trost und Freundschaft ist – und das Mittel der Wahl, um über die eige­ne Position in der Welt nach­zu­den­ken. Ein Film über die Liebe zur Sache.

    „Barbara Morgenstern und die Liebe zur Sache ist kein Fly-on-the-Wall-Film, der aus Immersionsdrang her­aus die Anwesenheit der Kamera und des Tonaufnahmegeräts zu ver­schlei­ern ver­sucht, auch kei­ne blo­ße „teil­neh­men­de Beobachtung“, die semi­di­stan­ziert Bilder und Töne regis­triert, um sie spä­ter in neu­er Ordnung zu mon­tie­ren. Vielmehr sehen wir einen anteil­neh­men­den, die Protagonistin an der Erzählweise teil­ha­ben las­sen­den Dokumentarfilm. Der Weg hin zum „Endprodukt“ hat bei Morgenstern – von deren Musik man übri­gens kein Fan sein muss, um ihr ger­ne zu fol­gen – etwas Spielerisches. Ein mit der Kamera spie­len­der Spaß, der zwi­schen den Zeilen zum Ernst, zum ret­ten­den Anker in Zeiten von Einsamkeit und Unruhe wird.“ Tilman Schumacher | critic.de

    Credits:

    DE 2024, 109 Min., dt. OmeU
    Regie, Kamera & Schnitt: Sabine Herpich
    Ton: Sabine Herpich, Tobias Büchner
    Produktion: Tobias Büchner

    Trailer:
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    A film by Sabine Herpich. In German with English subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    For the first time in six years, Barbara Morgenstern, pio­neer of German-style elec­tro­nic inti­ma­te pop, works on a new album. Her lap­top sits on a shoe­box, in the pri­va­cy of her home she finds first lines and har­mo­nies: “I like to be alo­ne,” one song beg­ins. One by one, musi­ci­ans join her. Intuitive ide­as take shape. A win­dow has ope­ned. Arrangements, rehear­sals, recor­dings fol­low. Step by step, the music enters public space, images are pro­du­ced, vide­os, nar­ra­ti­ves. Questions ari­se: New begin­ning or back to the roots? New Biedermeier or tough poli­ti­cal com­ment? The big­ger the band, the ris­kier the boo­king. The more cri­sis-rid­den the envi­ron­ment, the more com­fort­ing the music-making.
    Sabine Herpich shows the crea­ti­on of a pop album as a working pro­cess. Her view is as unpre­ten­tious as her prot­ago­nist, her quiet obser­va­ti­on not inte­res­ted in sto­ry and gla­mour, but in clo­sen­ess and com­pre­hen­si­on. We under­stand why someone works as an artist, even if it is never explai­ned. Barbara Morgenstern shares what moves her: “Labour of love / for the rest of the earth / I’m more than cer­tain / that this still has worth.”

    Jan Künemund

    Credits:

    DE 2024, 109 Min., dt. OmeU
    Regie, Kamera & Schnitt: Sabine Herpich
    Ton: Sabine Herpich, Tobias Büchner
    Produktion: Tobias Büchner

    Trailer:
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  • Caught by the Tides

    Caught by the Tides

    Ein Film von Jia Zhang-Ke.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Caught by the tides ist Jia Zhangkes expe­ri­men­tells­ter Film und einer sei­ner bes­ten. Einerseits ist der Film eine Art Coda, eine Wiederholung oder eine Variation von Asche ist rei­nes Weiss (2019). Caught by the tides beginnt, wie der älte­re Film, 2001 in Datong. In bei­den Filmen sind die Hauptfiguren die Tänzerin Qiaoqiao (Tao Zhao) und der Gangster Guo Bin, der aller­dings in Asche von Fan Liao, in Caught by the tides von Zhubin Li gespielt wird. In bei­den Filmen sind sie ein Paar, dann wer­den sie getrennt, und sie sucht ihn eini­ge Jahre spä­ter. Die Parallelen gehen noch wei­ter, aber Asche ist rei­nes Weiss war noch eine Art Neo-Noir, in Caught by the tides ist die Liebesbeziehung aufs extrems­te redu­ziert. Qiao und Bin reden nicht ein ein­zi­ges Mal mit­ein­an­der. Erst in der aller­letz­ten Szene spricht Qiao ein Wort: „Ha!“. Ihre Beziehung im Film besteht nur aus Gesten.
    Dafür ist die rei­ne fil­mi­sche Wucht von Caught by the tides noch grö­ßer. Es gibt drei Episoden: 2001 in der Bergarbeiterstadt Datong in Nordchina, 2006 in Fengjie, einer Stadt im Einzugsgebiet des monu­men­ta­len „Drei Schluchten“-Staudamms, die kom­plett umge­sie­delt wur­de, und 2022 in Zhuhai, Südchina und wie­der zurück in Datong, das sich gewal­tig ver­än­dert hat.
    Die „drif­ting gene­ra­ti­on“ nennt Jia die Generation sei­ner Hauptfiguren. In den ers­ten zwan­zig Jahren des Jahrhunderts fand in China ein gewal­ti­ger Wandel statt. In Jias Film spie­gelt sich die­ser Wandel. Caught by the tides ist ein Film, der Treibgut sam­melt, Überreste unter­ge­gan­ge­ner Welten und über Bord gewor­fe­ner Traditionen der Gemeinschaft. Der Film ist aber auch eine Feier des wider­stän­di­gen Unkrauts, der Menschen, die ziel­los durch die­se Welt trei­ben. Einige gehen ver­lo­ren, vie­le Abschiede wer­den genom­men, eini­gen gelingt es, eine neue Art von Gemeinschaft zu fin­den, und sei es, wie Qiaoqiao, in einer Laufgruppe, die sich die Stadt und die Straßen auf ihre Art zu eigen macht.“
    Tom Dorow | indiekino

    Credits:

    Feng liu yi dai
    CN 2024, 110 Min., chin. OmU
    Regie: Jia Zhang-Ke
    Kamera:
    Yu Lik-Wai, Eric Gautier
    Schnitt: Yang Chao, Lin Xudong, Matthieu Laclau
    mit: Zhao Tao, Li Zhubin, Pan Jianlin, Lan Zhou

    Trailer:
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    A film by Jia Zhang-Ke. In Mandarin with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    An endu­ring but fra­gi­le love sto­ry shared by Qiaoqiao and Bin, set in China, from the ear­ly 2000s to the pre­sent day.
    Caught up in each other, Qiaoqiao and Bin enjoy­ed all that the city had to offer, sin­ging and dancing. Until one day, Bin finds hims­elf wan­ting to try his luck in a big­ger place than Datong. He left wit­hout any noti­ce. Some time later, Qiaoqiao deci­des to go on a jour­ney to look for him.
    Traversing all of his past films, Jia Zhangke deli­vers an epic look at the roman­tic desti­ny of his peren­ni­al heroi­ne, Qiaoqiao. Spanning 21 years of a coun­try going through pro­found trans­for­ma­ti­on, the film gives a new per­spec­ti­ve to look into the con­tem­po­ra­ry China as well as the indi­vi­du­al expe­ri­en­ces under the tur­bu­lent emo­tio­nal and social changes.

    Credits:

    Feng liu yi dai
    CN 2024, 110 Min., chin. OmU
    Regie: Jia Zhang-Ke
    Kamera:
    Yu Lik-Wai, Eric Gautier
    Schnitt: Yang Chao, Lin Xudong, Matthieu Laclau
    mit: Zhao Tao, Li Zhubin, Pan Jianlin, Lan Zhou

    Trailer:
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  • Wenn das Licht zerbricht

    Wenn das Licht zerbricht

    Ein Film von Rúnar Rúnarsson.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    „Wenn ich mor­gen Abend zurück­kom­me, gibt es kei­ne Heimlichkeiten mehr”, ver­spricht Diddi sei­ner neu­en gro­ßen Liebe Una. Er will die Beziehung mit sei­ner lang­jäh­ri­gen Freundin Klara been­den, aber soweit kommt es nicht. Am nächs­ten Tag explo­diert ein Straßentunnel und Diddi ist unter den Opfern. Im Freundeskreis küm­mert man sich lie­be­voll vor allem um Klara, und Una muss allein mit ihrer unend­li­chen Trauer zurecht kom­men. Dennoch setzt sie sich der Situation aus, trinkt mit den ande­ren auf den Freund. Das Treffen mün­det in eine spon­ta­ne Party mit exzes­si­vem Tanz. Verschiedene Arten zu trau­ern ste­hen neben­ein­an­der, flie­ßen inein­an­der. Klara, die von der kon­ge­nia­len Zusammenarbeit von Una und Diddi bei deren Kunststudium weiß, sucht Unas Nähe. Als bei­de auf­ein­an­der zuge­hen, ist unklar, ob sie von der Tiefe der Verbindung wuss­te, es scheint eher, als ob die Intensität bei­der Trauer sich anzieht. Am Ende des Tages, der Film umspannt 24 Stunden, spricht Klara den nächs­ten Tag an: „Es wird selt­sam sein, mor­gen auf­zu­wa­chen“, über­legt sie, „Weißt du, was du tun wirst?“

    „Rúnarssons Film ver­zich­tet auf ein ein­fa­ches Melodrama und erforscht statt­des­sen still und mit allen Sinnen die plötz­li­chen Verbindungen, die der Tod zwi­schen den Lebenden her­stellt. Die Zukunft war­tet in der Schwebe; den Tag zu über­ste­hen ist schon Drama genug.“ Variety

    „Ich mei­ne, alle Geschichten wur­den bereits erzählt. Alle Emotionen wur­den auf die eine oder ande­re Weise im Kino, in ande­ren Künsten oder in der Literatur ver­mit­telt. Aber meis­tens wer­den Trauer und der Effekt eines Verlustes von jeman­dem über einen län­ge­ren Zeitraum dar­ge­stellt. Doch eine gleich­alt­ri­ge Person zu ver­lie­ren, wäh­rend man noch jung ist, ist eine so bru­ta­le Erfahrung, weil in den ers­ten Tagen alle Grenzen zwi­schen den ver­schie­de­nen Emotionen in dei­nem Kopf zu ver­schwim­men begin­nen. In der einen Minute fühlst du dich schwe­re­los, in der nächs­ten Minute weinst du oder hast einen hys­te­ri­schen Lachanfall. … Und manch­mal inter­es­sie­re ich mich ein­fach mehr für die­se Grautöne des Lebens.“ R. Runarsson

    Credits:

    Ljósbrot
    IS/NL/HR FR 2024, 82 Min., islän­di­sche OmU
    Regie: Rúnar Rúnarsson
    Kamera: Sophia Olsson
    Schnitt: Andri Steinn Guðjónsson
    mit: Elín Hall, Mikael Kaaber, Katla Njálsdóttir

    Trailer:

    Im Kino mit deut­schen Untertiteln.

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    A film by Rúnar Rúnarsson. In Icelandic with German subtitles.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    When the light breaks on a long summer’s day in Iceland. From one sun­set to ano­ther, Una, a young art stu­dent encoun­ters love, fri­end­ship, sor­row and beauty.

    Credits:

    Ljósbrot
    IS/NL/HR FR 2024, 82 Min., islän­di­sche OmU
    Regie: Rúnar Rúnarsson
    Kamera: Sophia Olsson
    Schnitt: Andri Steinn Guðjónsson
    mit: Elín Hall, Mikael Kaaber, Katla Njálsdóttir

    Trailer:
    WENN DAS LICHT ZERBRICHT – Trailer OmeU | eng­lish Subs

    Im Kino mit deut­schen Untertiteln.

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  • Achtung Berlin: Wolken über Lützerath

    Achtung Berlin: Wolken über Lützerath

    Sonntag 6.4. 16:00, Lukas Reiter, 110 Min., (Wettbewerb Dokumentarfilm)
    [Tickets]

    In Lützerath ver­läuft für Blinker, Ronni und die Bundestagsabgeordnete Kathrin Henneberger die 1,5 Grad-Grenze. Auf unter­schied­li­che Art kämp­fen sie für den Erhalt des Dorfes im rhei­ni­schen Braunkohlerevier. Während Blinker auf Barrikaden setzt und Ronni sich auf die Medienstrategie der Besetzung kon­zen­triert, ver­sucht die ört­li­che Grünen-Abgeordnete den Protest zu unter­stüt­zen und muss eine schwe­re Niederlage ein­ste­cken, als die Ampelkoalition dem Kohlekompromiss mit RWE zustim­men – der zwar den Ausstieg bis 2030 fest­hält, aber Lützerath dem Konzern opfert. Nach der Räumung blei­ben Bilder der Zerstörung, Erinnerungen und erst lang­sam hei­len­de Wunden.

    Deutschland | 2025 | 110 Min.
    Deutsch mit eng­li­schen UT
    Berlin-Premiere

    Regie Lukas Reiter Buch Christoph Hans, Lukas Reiter Recherche Louise Wassermé Kamera Lukas Reiter Schnitt Christoph Hans

    WOLKEN ÜBER LÜTZERATH Official Trailer (2025)

    wei­te­re Achtung Berlin Termine:

    • vorbei 
  • Achtung Berlin: Rote Sterne überm Feld

    Achtung Berlin: Rote Sterne überm Feld

    Dienstag, 8.4. 20:45, Laura Laabs, 133 Min., (Wettbewerb Spielfilm)
    [Tickets]

    Mitten in der ost­deut­schen Provinz wird ein wohl kon­ser­vier­tes Skelett aus dem Moor gezo­gen. Das Dorf fängt an zu spe­ku­lie­ren: Wer könn­te das gewe­sen sein? Ein deser­tier­ter Wehrmachtssoldat? Ein ver­zwei­fel­ter LPGler? Der omi­nö­se 3. Mann vom BND? Wann ist der Mensch ver­sun­ken – und war­um? Die Fälle unge­klär­ten Verschwindens der letz­ten 100 Jahre wer­den auf­ge­rollt und hei­zen die Gerüchteküche an. Tine, die wegen ihres Engagements in einer poli­ti­schen Gruppe gera­de eigent­lich ganz ande­re Sorgen hat, stellt eige­ne Nachforschungen an – bis alle Fäden auf wun­der­sa­me Weise beim Haus ihres Vaters zusammenlaufen.

    Deutschland | 2025 | 133 Min.
    Deutsch mit eng­li­schen UT
    Berlin-Premiere

    Regie, Buch Laura Laabs Schauspiel Hannah Ehrlichmann, Hermann Beyer, Jule Böwe, Andreas Döhler, Camill Jammal, Jenny Schily, Uwe Preuss, Rainer Reiners, Matthi Faust Kamera Carlos Vasquez Schnitt Emma Gräf

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    Achtung Berlin: Nulpen

    Dienstag, 8.4., 18:30, Sorina Gajewski, 75 Min., (Wettbewerb Spielfilm)
    [Tickets]

    Ramona und Nico sind Freundinnen, sie haben gera­de die Schule abge­schlos­sen. Doch anstatt sich Gedanken um ihre Zukunft zu machen, las­sen sie sich lie­ber vauf­ge­heiz­ten Berliner Sommer trei­ben. Sie hän­gen rum und schie­ßen mit einer Zwille, ein Fenster geht zu Bruch. Als sie den gelieb­ten Vogel des Nachbarn unfrei­wil­lig frei­las­sen, müs­sen sie raus – in eine poli­tisch auf­ge­la­de­ne Welt, auf die sie eigent­lich gar kei­ne Lust haben. Ein Roadtrip zu Fuß durch Berlin beginnt – auf der ziel­lo­sen und halb­her­zi­gen Suche nach dem ent­flo­ge­nen Federvieh und dem klei­nen Bruder, rin­gen die Beiden um ihre Freundschaft, den Glauben an sich selbst und stol­pern uner­war­tet in ande­re hoff­nung geben­de Lebensgeschichten.

    Deutschland | 2024 | 75 Min.
    Deutsch mit eng­li­schen UT
    Berlin-Premiere

    Regie, Buch Sorina Gajewski Schauspiel Bella Lochmann, Pola Geiger, Rio Kirchner Kamera Hannes Schulze Schnitt Raffaello Lupperger

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