Inmitten der endlosen Weite der Atacama-Wüste träumt die junge Carola von einem Leben am Meer. Doch der Alltag mit ihrem Vater Pacifico ist erbarmungslos: Gemeinsam betreiben sie eine illegale Mine und hüten ein gefährliches Geheimnis – eine Goldader, die sie heimlich in nächtlicher Arbeit abbauen. einer der anderen Bergmänner die verborgene Fundstelle entdeckt, eskaliert die Situation in Gewalt. Pacifico wird schwer verletzt, und Carola muss seinen Platz übernehmen. Aber kann sie sich gegen die Feindseligkeit der Männerwelt und ihre eigenen Ängste behaupten?
Ein fesselnder Neo-Western, der in die unglaubliche Weite der Wüste und tief ins Innere der Erde führt, und die Frage stellt: Wie weit würdest du gehen, um deine Träume zu retten?
Credits:
CL/MX/UY/DE 2024, 83 Min., span. OmU Regie: Juan Francisco Olea Kamera: Sergio Armstrong mit: Katalina Sánchez, Francisco Melo, Michael Silva
Inmitten der endlosen Weite der Atacama-Wüste träumt die junge Carola von einem Leben am Meer. Doch der Alltag mit ihrem Vater Pacifico ist erbarmungslos: Gemeinsam betreiben sie eine illegale Mine und hüten ein gefährliches Geheimnis – eine Goldader, die sie heimlich in nächtlicher Arbeit abbauen. einer der anderen Bergmänner die verborgene Fundstelle entdeckt, eskaliert die Situation in Gewalt. Pacifico wird schwer verletzt, und Carola muss seinen Platz übernehmen. Aber kann sie sich gegen die Feindseligkeit der Männerwelt und ihre eigenen Ängste behaupten?
Ein fesselnder Neo-Western, der in die unglaubliche Weite der Wüste und tief ins Innere der Erde führt, und die Frage stellt: Wie weit würdest du gehen, um deine Träume zu retten?
Credits:
CL/MX/UY/DE 2024, 83 Min., span. OmU Regie: Juan Francisco Olea Kamera: Sergio Armstrong mit: Katalina Sánchez, Francisco Melo, Michael Silva
IDas Grundstück eines verlassenen Bauernhofes in der Nähe von Le Havre soll zum Parkplatz für ein Mega-Einkaufszentrum werden, aber rechtlich muss die Angelegenheit noch mit den ermittelten Nachfahren der letzten Besitzerin geklärt werden. Diese 30 vom Erbe überraschten Erben schicken zunächst vier von ihnen los, sich die Sache näher anzuschauen. Also fahren ein junger Fotograf, eine in Trennung lebende Ingenieurin, ein kurz vor der Pensionierung stehender Lehrer und ein gern redender Imker (Vincent Macaigne, derzeit in Zikaden als Nina Hoss‚ Ehemann zu sehen) zum Anwesen. Bei ihrem ersten Besuch finden sie im Haus viele Fotos, Gemälde, Bilder und Briefe, die ihre Fantasie anregen, und Adele, ihrer gemeinsamen Ahnin und letzter Bewohnerin des Hofs, eine Geschichte imaginieren. Die führt führt Ende des 19ten Jahrhunderts die damals 21-jährige nach Paris, auf der Suche nach der ihr unbekannten Mutter, die auch ihre ganz eigene Geschichte hat. Große Namen der Kunstszene spielen eine Rolle, und kommen dann letztendlich wieder mit den Er’binnen zusammen. Mit Die Farben der Zeit hat Klapisch einen großen Ensemblefilm geschaffen, der virtuos mit den Zeitebenen spielt und Humor, mal sanft, mal bissig, manchmal albern, mit Melancholie verbindet. Vor dem Hintergrund technischer Neuerungen wie Fotografie oder Elektrizität und künstlerischer Aufbrüche einst und Fortschrittsglauben heute führt er die Menschen zusammen, erzählt eine Geschichte vom Impressionismus, von Paris und dem Klischee von Paris, dem Garten von Claude Monet, und erzählt zum Glück am Ende doch nicht alles aus. „Die Farben der Zeit bietet neben seiner bewegenden Familiengeschichte eine spielerische und unterhaltsame Reflexion über den Begriff der Moderne, eine selbstbewusste Unterhaltung, die sich sich an der Kitschästhetik von Postkarten ebenso erfreut wie an impressionistischen Meisterwerken und gleichzeitig die Bewunderung des Filmemachers für Künstler und Pioniere zum Ausdruck bringt.“ Cineuropa
Credits:
La venue de l’avenir FR 2024, 124 Min., französische OmU Regie: Cédric Klapisch Kamera: Alexis Kavyrchine Schnitt: Anne-Sophie Bion mit: Suzanne Lindon, Vincent Macaigne, Cécile de France, Paul Kircher, Julia Piaton, Vassili Schneider, Vincent Perez
„Papa, fahr los, lass uns ihnen folgen.“ – „Sie folgen uns. – Wirklich?“ – „Das ist keine gute Idee, du wirst dein Auto zerschroten, die Straßen sind sehr gefährlich.“ – „Wir haben keine Wahl.“ Als die riesige Rave-Party in der marokkanischen Wüste wegen Kriegsbeginns von der örtlichen Militärpolizei aufgelöst und das Publikum nach Europa zurückgeschickt wird, brechen Jade, Stef, Josh, Tonin und Bigui aus den Konvoi aus und machen sich mit ihren umgebauten Trucks aus dem Staub, zur nächsten Party im Süden. Spontan und mitgerissen von der Begeisterung seines kleinen Sohnes Estaban folgt Luis ihnen in seinem Kleinbus. Er ist verzweifelt auf der Suche nach seiner Teenager-Tochter Mar, die sich seit über fünf Monaten nicht gemeldet hat, und vielleicht ist sie bei einem der Raves. Selten hat mich ein Film so sehr von der ersten Einstellung an hineingezogen und bis zum Schluss dabeigehalten. Sirāt (so heißt die Brücke zwischen Himmel und Hölle in der islamischen Eschatologie – dünner als ein Haar und schärfer als ein Messer) ist spannend, hypnotisch und verstörend – ein herausforderndes Werk, dabei keinem Genre zuzuordnen. Der eigentliche Endpunkt der Reise verschwindet mit der Zeit, die Geschichte vom Weg, der das Ziel ist, stimmt hier trotzdem nicht. Olivier Laxe führt die kleine Gruppe auf ihrer Fahrt durch die marokkanische Wüste an einen existentiellen Rand, von dem niemand vorher ahnte, dass es ihn gibt. Was die Protagonist‚innen zuletzt antreibt, ist nur noch, dass es einfach immer weitergehen muss – was den Gewinner des Großen Preis der Jury (ex-aequo mit In die Sonne schauen) in Cannes 2025 auch so jetztzeitig macht. … und ja, genau für diesen Film haben wir uns letztes Jahr die neue Tonanlage mit dem irren Subwoofer angeschafft … „Seine herausragende künstlerische Qualität wird durch seine politischen und gesellschaftskritischen Aussagen ergänzt, was zu einem Film führt, der vielleicht nicht leicht zu verdauen – aber dafür umso gehaltvoller ist.“ Selina Sondermann | the upcoming
Credits:
ES/FR 2025, 120 Min., span., frz. OmU Regie: Oliver Laxe Kamera: Mauro Herce Schnitt: Cristóbal Fernández Musik: Kangding Ray mit: Sergi López, Bruno Núñez, Stefania Gadda, Joshua Liam Henderson
Trailer:
Sirāt | Trailer | Oliver Laxe | Sergi López | Bruno Nuñez
Der tiefgreifende kulturelle Einfluss der Komponistin, Performerin und interdisziplinären Künstlerin Meredith Monk wird oft übersehen. Als Frau musste sie in der von Männern dominierten New Yorker Downtown-Kunstszene der 1960er- und 1970er-Jahre um Anerkennung und Ressourcen kämpfen. Die ersten Kritiken in der „New York Times“ waren vernichtend und sexistisch: „Eine Schande für das Ansehen des Tanzes“, schrieb Clive Barnes, und „so seltsam ernsthaft wie ein talentiertes kleines Mädchen“ John Rockwell. Ihr gefeierter Zeitgenosse Philip Glass jedoch sagt: „Sie war unter uns allen diejenige mit einer unverwechselbaren Begabung – und ist es noch immer.“ Monk in Pieces spiegelt in seiner mosaikartigen Struktur Monks Werk wider und beleuchtet ihr originelles Vokabular an Klängen und Bildern. Gegen Ende des Films stellt sich Monk der eigenen Sterblichkeit. Wir sehen, wie sie dem Regisseur Yuval Sharon und der Sängerin Joanna Lynn-Jacobs behutsam ihr Meisterwerk „Atlas“ für eine Neuinszenierung mit dem Los Angeles Philharmonic anvertraut. 60 Jahre lang hat Monk bei all ihren Werken Regie geführt und mitgespielt; nun muss sie loslassen. Was wird mit ihrem einzigartigen Werk geschehen, wenn sie nicht mehr ist?
Credits:
US/DE/FR 2025, 93 Min., engl. OmU Regie: Billy Shebar, David Roberts Kamera: Jeff Hutchens, Ben Stechschulte Schnitt: Sabine Krayenbühl
Inmitten der endlosen Weite der Atacama-Wüste träumt die junge Carola von einem Leben am Meer. Doch der Alltag mit ihrem Vater Pacifico ist erbarmungslos: Gemeinsam betreiben sie eine illegale Mine und hüten ein gefährliches Geheimnis – eine Goldader, die sie heimlich in nächtlicher Arbeit abbauen. einer der anderen Bergmänner die verborgene Fundstelle entdeckt, eskaliert die Situation in Gewalt. Pacifico wird schwer verletzt, und Carola muss seinen Platz übernehmen. Aber kann sie sich gegen die Feindseligkeit der Männerwelt und ihre eigenen Ängste behaupten?
Ein fesselnder Neo-Western, der in die unglaubliche Weite der Wüste und tief ins Innere der Erde führt, und die Frage stellt: Wie weit würdest du gehen, um deine Träume zu retten?
Credits:
CL/MX/UY/DE 2024, 83 Min., span. OmU Regie: Juan Francisco Olea Kamera: Sergio Armstrong mit: Katalina Sánchez, Francisco Melo, Michael Silva
IDas Grundstück eines verlassenen Bauernhofes in der Nähe von Le Havre soll zum Parkplatz für ein Mega-Einkaufszentrum werden, aber rechtlich muss die Angelegenheit noch mit den ermittelten Nachfahren der letzten Besitzerin geklärt werden. Diese 30 vom Erbe überraschten Erben schicken zunächst vier von ihnen los, sich die Sache näher anzuschauen. Also fahren ein junger Fotograf, eine in Trennung lebende Ingenieurin, ein kurz vor der Pensionierung stehender Lehrer und ein gern redender Imker (Vincent Macaigne, derzeit in Zikaden als Nina Hoss‚ Ehemann zu sehen) zum Anwesen. Bei ihrem ersten Besuch finden sie im Haus viele Fotos, Gemälde, Bilder und Briefe, die ihre Fantasie anregen, und Adele, ihrer gemeinsamen Ahnin und letzter Bewohnerin des Hofs, eine Geschichte imaginieren. Die führt führt Ende des 19ten Jahrhunderts die damals 21-jährige nach Paris, auf der Suche nach der ihr unbekannten Mutter, die auch ihre ganz eigene Geschichte hat. Große Namen der Kunstszene spielen eine Rolle, und kommen dann letztendlich wieder mit den Er’binnen zusammen. Mit Die Farben der Zeit hat Klapisch einen großen Ensemblefilm geschaffen, der virtuos mit den Zeitebenen spielt und Humor, mal sanft, mal bissig, manchmal albern, mit Melancholie verbindet. Vor dem Hintergrund technischer Neuerungen wie Fotografie oder Elektrizität und künstlerischer Aufbrüche einst und Fortschrittsglauben heute führt er die Menschen zusammen, erzählt eine Geschichte vom Impressionismus, von Paris und dem Klischee von Paris, dem Garten von Claude Monet, und erzählt zum Glück am Ende doch nicht alles aus. „Die Farben der Zeit bietet neben seiner bewegenden Familiengeschichte eine spielerische und unterhaltsame Reflexion über den Begriff der Moderne, eine selbstbewusste Unterhaltung, die sich sich an der Kitschästhetik von Postkarten ebenso erfreut wie an impressionistischen Meisterwerken und gleichzeitig die Bewunderung des Filmemachers für Künstler und Pioniere zum Ausdruck bringt.“ Cineuropa
Credits:
La venue de l’avenir FR 2024, 124 Min., französische OmU Regie: Cédric Klapisch Kamera: Alexis Kavyrchine Schnitt: Anne-Sophie Bion mit: Suzanne Lindon, Vincent Macaigne, Cécile de France, Paul Kircher, Julia Piaton, Vassili Schneider, Vincent Perez
„Papa, fahr los, lass uns ihnen folgen.“ – „Sie folgen uns. – Wirklich?“ – „Das ist keine gute Idee, du wirst dein Auto zerschroten, die Straßen sind sehr gefährlich.“ – „Wir haben keine Wahl.“ Als die riesige Rave-Party in der marokkanischen Wüste wegen Kriegsbeginns von der örtlichen Militärpolizei aufgelöst und das Publikum nach Europa zurückgeschickt wird, brechen Jade, Stef, Josh, Tonin und Bigui aus den Konvoi aus und machen sich mit ihren umgebauten Trucks aus dem Staub, zur nächsten Party im Süden. Spontan und mitgerissen von der Begeisterung seines kleinen Sohnes Estaban folgt Luis ihnen in seinem Kleinbus. Er ist verzweifelt auf der Suche nach seiner Teenager-Tochter Mar, die sich seit über fünf Monaten nicht gemeldet hat, und vielleicht ist sie bei einem der Raves. Selten hat mich ein Film so sehr von der ersten Einstellung an hineingezogen und bis zum Schluss dabeigehalten. Sirāt (so heißt die Brücke zwischen Himmel und Hölle in der islamischen Eschatologie – dünner als ein Haar und schärfer als ein Messer) ist spannend, hypnotisch und verstörend – ein herausforderndes Werk, dabei keinem Genre zuzuordnen. Der eigentliche Endpunkt der Reise verschwindet mit der Zeit, die Geschichte vom Weg, der das Ziel ist, stimmt hier trotzdem nicht. Olivier Laxe führt die kleine Gruppe auf ihrer Fahrt durch die marokkanische Wüste an einen existentiellen Rand, von dem niemand vorher ahnte, dass es ihn gibt. Was die Protagonist‚innen zuletzt antreibt, ist nur noch, dass es einfach immer weitergehen muss – was den Gewinner des Großen Preis der Jury (ex-aequo mit In die Sonne schauen) in Cannes 2025 auch so jetztzeitig macht. … und ja, genau für diesen Film haben wir uns letztes Jahr die neue Tonanlage mit dem irren Subwoofer angeschafft … „Seine herausragende künstlerische Qualität wird durch seine politischen und gesellschaftskritischen Aussagen ergänzt, was zu einem Film führt, der vielleicht nicht leicht zu verdauen – aber dafür umso gehaltvoller ist.“ Selina Sondermann | the upcoming
Credits:
ES/FR 2025, 120 Min., span., frz. OmU Regie: Oliver Laxe Kamera: Mauro Herce Schnitt: Cristóbal Fernández Musik: Kangding Ray mit: Sergi López, Bruno Núñez, Stefania Gadda, Joshua Liam Henderson
Trailer:
Sirāt | Trailer | Oliver Laxe | Sergi López | Bruno Nuñez
Der tiefgreifende kulturelle Einfluss der Komponistin, Performerin und interdisziplinären Künstlerin Meredith Monk wird oft übersehen. Als Frau musste sie in der von Männern dominierten New Yorker Downtown-Kunstszene der 1960er- und 1970er-Jahre um Anerkennung und Ressourcen kämpfen. Die ersten Kritiken in der „New York Times“ waren vernichtend und sexistisch: „Eine Schande für das Ansehen des Tanzes“, schrieb Clive Barnes, und „so seltsam ernsthaft wie ein talentiertes kleines Mädchen“ John Rockwell. Ihr gefeierter Zeitgenosse Philip Glass jedoch sagt: „Sie war unter uns allen diejenige mit einer unverwechselbaren Begabung – und ist es noch immer.“ Monk in Pieces spiegelt in seiner mosaikartigen Struktur Monks Werk wider und beleuchtet ihr originelles Vokabular an Klängen und Bildern. Gegen Ende des Films stellt sich Monk der eigenen Sterblichkeit. Wir sehen, wie sie dem Regisseur Yuval Sharon und der Sängerin Joanna Lynn-Jacobs behutsam ihr Meisterwerk „Atlas“ für eine Neuinszenierung mit dem Los Angeles Philharmonic anvertraut. 60 Jahre lang hat Monk bei all ihren Werken Regie geführt und mitgespielt; nun muss sie loslassen. Was wird mit ihrem einzigartigen Werk geschehen, wenn sie nicht mehr ist?
Credits:
US/DE/FR 2025, 93 Min., engl. OmU Regie: Billy Shebar, David Roberts Kamera: Jeff Hutchens, Ben Stechschulte Schnitt: Sabine Krayenbühl
Inmitten der endlosen Weite der Atacama-Wüste träumt die junge Carola von einem Leben am Meer. Doch der Alltag mit ihrem Vater Pacifico ist erbarmungslos: Gemeinsam betreiben sie eine illegale Mine und hüten ein gefährliches Geheimnis – eine Goldader, die sie heimlich in nächtlicher Arbeit abbauen. einer der anderen Bergmänner die verborgene Fundstelle entdeckt, eskaliert die Situation in Gewalt. Pacifico wird schwer verletzt, und Carola muss seinen Platz übernehmen. Aber kann sie sich gegen die Feindseligkeit der Männerwelt und ihre eigenen Ängste behaupten?
Ein fesselnder Neo-Western, der in die unglaubliche Weite der Wüste und tief ins Innere der Erde führt, und die Frage stellt: Wie weit würdest du gehen, um deine Träume zu retten?
Credits:
CL/MX/UY/DE 2024, 83 Min., span. OmU Regie: Juan Francisco Olea Kamera: Sergio Armstrong mit: Katalina Sánchez, Francisco Melo, Michael Silva
IDas Grundstück eines verlassenen Bauernhofes in der Nähe von Le Havre soll zum Parkplatz für ein Mega-Einkaufszentrum werden, aber rechtlich muss die Angelegenheit noch mit den ermittelten Nachfahren der letzten Besitzerin geklärt werden. Diese 30 vom Erbe überraschten Erben schicken zunächst vier von ihnen los, sich die Sache näher anzuschauen. Also fahren ein junger Fotograf, eine in Trennung lebende Ingenieurin, ein kurz vor der Pensionierung stehender Lehrer und ein gern redender Imker (Vincent Macaigne, derzeit in Zikaden als Nina Hoss‚ Ehemann zu sehen) zum Anwesen. Bei ihrem ersten Besuch finden sie im Haus viele Fotos, Gemälde, Bilder und Briefe, die ihre Fantasie anregen, und Adele, ihrer gemeinsamen Ahnin und letzter Bewohnerin des Hofs, eine Geschichte imaginieren. Die führt führt Ende des 19ten Jahrhunderts die damals 21-jährige nach Paris, auf der Suche nach der ihr unbekannten Mutter, die auch ihre ganz eigene Geschichte hat. Große Namen der Kunstszene spielen eine Rolle, und kommen dann letztendlich wieder mit den Er’binnen zusammen. Mit Die Farben der Zeit hat Klapisch einen großen Ensemblefilm geschaffen, der virtuos mit den Zeitebenen spielt und Humor, mal sanft, mal bissig, manchmal albern, mit Melancholie verbindet. Vor dem Hintergrund technischer Neuerungen wie Fotografie oder Elektrizität und künstlerischer Aufbrüche einst und Fortschrittsglauben heute führt er die Menschen zusammen, erzählt eine Geschichte vom Impressionismus, von Paris und dem Klischee von Paris, dem Garten von Claude Monet, und erzählt zum Glück am Ende doch nicht alles aus. „Die Farben der Zeit bietet neben seiner bewegenden Familiengeschichte eine spielerische und unterhaltsame Reflexion über den Begriff der Moderne, eine selbstbewusste Unterhaltung, die sich sich an der Kitschästhetik von Postkarten ebenso erfreut wie an impressionistischen Meisterwerken und gleichzeitig die Bewunderung des Filmemachers für Künstler und Pioniere zum Ausdruck bringt.“ Cineuropa
Credits:
La venue de l’avenir FR 2024, 124 Min., französische OmU Regie: Cédric Klapisch Kamera: Alexis Kavyrchine Schnitt: Anne-Sophie Bion mit: Suzanne Lindon, Vincent Macaigne, Cécile de France, Paul Kircher, Julia Piaton, Vassili Schneider, Vincent Perez
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