Petra Kelly – Act Now!

Ein Film von Doris Metz. Am 12. + 13.4. im fsk.

[Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

Eine Kämpferin für den Frieden ohne Respekt vor Konventionen, eine Aktivistin für den Schutz der Umwelt, die ihrer Zeit weit vor­aus war.

Petra Kelly glaub­te dar­an, dass man als ein­zel­ner Mensch die Welt ver­än­dern kann. Auf dem Höhepunkt des Rüstungswettlaufs zwi­schen Ost und West zu Beginn der 1980er Jahre brach­te sie Hunderttausende auf die Straße, um gegen die Stationierung von Atomraketen auf west­deut­schem Boden zu pro­tes­tie­ren. Petra Kelly wur­de nicht nur als Mitbegründerin der Grünen und als deren Star berühmt, son­dern auch als eine Frau, die in der Lage war, eine neue, welt­ver­än­dern­de Politik zu begrün­den und es mit zwei Supermächten aufzunehmen. 

Sie wur­de zur Symbolfigur der Friedensbewegung in Europa und war dabei sowohl im Austausch mit ost­deut­schen Bürgerrechtlern wie Wolf Biermann als auch mit inter­na­tio­na­len Mitstreiter:innen wie Joan Baez oder dem Dalai Lama. Bereits vor 40 Jahren for­der­te sie uner­bitt­lich die radi­ka­le Transformation der Gesellschaft. Dabei waren Umwelt‑, Friedens- und Menschenrechtsfragen für sie gleichbedeutend.

Es gilt, mit PETRA KELLYACT NOW! eine poli­ti­sche Aktivistin wie­der­zu­ent­de­cken, die in ihrem Kampf für Frauenrechte und Klimaschutz und ihrer inter­na­tio­na­len Ausrichtung und Vernetzung eine Ausnahmeerscheinung war. Ihrer Zeit weit vor­aus und heu­te ein Vorbild für vie­le jun­ge Menschen, die zur Rettung unse­res Planeten auch außer­halb des Politikbetriebes ihr Recht auf bür­ger­schaft­li­ches Engagement in Anspruch nehmen.

Wenn wir mit unse­rem zivi­len Ungehorsam Gesetze über­schrei­ten, dann ist es des­we­gen, weil wir mit einem höhe­ren Gesetz, dem Gesetz des Gewissens rech­nen, und weil wir auch wis­sen, dass eine Macht des Staates nicht abso­lut ist und des­we­gen ist der zivi­le Ungehorsam unse­re Antwort.“ Petra Kelly im Bundestag

Mit Luisa Neubauer, Otto Schily, Lukas Beckmann, John Kelly u v.a.

Credits:


DE 2024, 104 Min.,
Regie:: Doris Metz
Kamera: Sophie Maintigneux
Schnitt: Nina Ergang 

Trailer:
Petra Kelly – ACT NOW! – Offizieller Trailer
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Kategorie: Vorstellung

  • Petra Kelly – Act Now!

    Petra Kelly – Act Now!

    Ein Film von Doris Metz. Am 12. + 13.4. im fsk.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Eine Kämpferin für den Frieden ohne Respekt vor Konventionen, eine Aktivistin für den Schutz der Umwelt, die ihrer Zeit weit vor­aus war.

    Petra Kelly glaub­te dar­an, dass man als ein­zel­ner Mensch die Welt ver­än­dern kann. Auf dem Höhepunkt des Rüstungswettlaufs zwi­schen Ost und West zu Beginn der 1980er Jahre brach­te sie Hunderttausende auf die Straße, um gegen die Stationierung von Atomraketen auf west­deut­schem Boden zu pro­tes­tie­ren. Petra Kelly wur­de nicht nur als Mitbegründerin der Grünen und als deren Star berühmt, son­dern auch als eine Frau, die in der Lage war, eine neue, welt­ver­än­dern­de Politik zu begrün­den und es mit zwei Supermächten aufzunehmen. 

    Sie wur­de zur Symbolfigur der Friedensbewegung in Europa und war dabei sowohl im Austausch mit ost­deut­schen Bürgerrechtlern wie Wolf Biermann als auch mit inter­na­tio­na­len Mitstreiter:innen wie Joan Baez oder dem Dalai Lama. Bereits vor 40 Jahren for­der­te sie uner­bitt­lich die radi­ka­le Transformation der Gesellschaft. Dabei waren Umwelt‑, Friedens- und Menschenrechtsfragen für sie gleichbedeutend.

    Es gilt, mit PETRA KELLYACT NOW! eine poli­ti­sche Aktivistin wie­der­zu­ent­de­cken, die in ihrem Kampf für Frauenrechte und Klimaschutz und ihrer inter­na­tio­na­len Ausrichtung und Vernetzung eine Ausnahmeerscheinung war. Ihrer Zeit weit vor­aus und heu­te ein Vorbild für vie­le jun­ge Menschen, die zur Rettung unse­res Planeten auch außer­halb des Politikbetriebes ihr Recht auf bür­ger­schaft­li­ches Engagement in Anspruch nehmen.

    Wenn wir mit unse­rem zivi­len Ungehorsam Gesetze über­schrei­ten, dann ist es des­we­gen, weil wir mit einem höhe­ren Gesetz, dem Gesetz des Gewissens rech­nen, und weil wir auch wis­sen, dass eine Macht des Staates nicht abso­lut ist und des­we­gen ist der zivi­le Ungehorsam unse­re Antwort.“ Petra Kelly im Bundestag

    Mit Luisa Neubauer, Otto Schily, Lukas Beckmann, John Kelly u v.a.

    Credits:


    DE 2024, 104 Min.,
    Regie:: Doris Metz
    Kamera: Sophie Maintigneux
    Schnitt: Nina Ergang 

    Trailer:
    Petra Kelly – ACT NOW! – Offizieller Trailer
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  • Köln 75

    Köln 75

    Ein Film von Ido Fluk.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Köln 75 erzählt die wah­re Geschichte hin­ter einer der meist­ver­kauf­ten Jazzplatten aller Zeiten, dem „Köln Concert“ von Keith Jarrett aus dem Jahr 1975. Fast wäre das Konzert gar nicht zustan­de gekom­men, doch ein ent­schlos­se­ner deut­scher Teenager, die erst 18-jäh­ri­ge Vera Brandes, setz­te alle Hebel in Bewegung, um die Voraussetzungen für die Entstehung eines Meisterwerks zu schaf­fen. Vera, die noch zur Schule geht, als sie anfängt, in Köln Musikevents zu pro­du­zie­ren und zu pro­mo­ten, geht aufs Ganze, um die­ses Konzert auf die Bühne zu brin­gen. Es scheint, als stün­de alles gegen sie, doch Vera glaubt an die Kraft der Musik und hat noch nie jeman­den so spie­len sehen wie Keith Jarrett.

    Credits:

    DE/BE/PL 2024, 115 Min.,
    Regie: Ido Fluk
    Kamera: Jens Harant
    Schnitt: Anja Siemens
    mit Mala Emde, John Magaro, Michael Chernus, Alexander Scheer, Ulrich Tukur

    Trailer:
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  • Flow

    Flow

    Ein Film von Gints Zilbalodis.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Gerade noch im üppi­gen Grün des Waldes her­um­ge­streift, hat sich die Katze im Haus gemüt­lich zum Schlafen ein­ge­rollt, als sie ein sich nähern­des Rumoren wahr­nimmt – eine rie­si­ge Wasserwelle flu­tet das Land. Unsere Heldin kann sich knapp auf ein vor­bei­schwim­men­des Segelboot ret­ten. Nun glei­tet sie dahin über das Meer, durch Urwälder, an spit­zen Bergkegeln vor­bei, die aus dem Wasser ragen, an Städten, die wie unwirk­li­che rie­si­ge Paläste aus­se­hen, stets ange­spannt auf­merk­sam, mit einer Mischung aus Neugierde und Furcht.
    Genau wie Gints Zilbalodis, der hier erst­mals mit einem grö­ße­ren Team arbei­tet, muss sich die klei­ne schwar­ze Katze, die bis­her allei­ne leb­te, auf Kooperation ein­stel­len. Mit an Bord kom­men näm­lich eben­falls unfrei­wil­lig ein ver­spiel­ter und gei­zi­ger Lemur, ein schläf­ri­ges Wasserschwein, der immer freund­li­che Golden Retriever, und der ver­letz­te, hilfs­be­rei­te Sekretär. Zum Überleben der Katastrophe müs­sen die fünf sich zusam­men­rau­fen, denn stets und über­all lau­ert Gefahr.
    Das groß­ar­ti­ge an Flow ist, dass die­se Crew nicht ver­mensch­licht wird. Alle behal­ten ihre tie­ri­schen Eigenarten, die sie aller­dings auf der Fahrt modi­fi­zie­ren müs­sen. Die Katze wird muti­ger, der Hund vor­sich­ti­ger, der Lemur lernt zu tei­len, der ver­sto­ße­ne Sekretär über­nimmt die Führung. Nur das Wasserschwein bleibt phleg­ma­tisch wie eh und je.
    Flow ist ver­träumt, episch, bedroh­lich und wun­der­schön. Das Beste von allem ist, dass die Tiere Tiere sind, wort­los und haupt­säch­lich mit ihrer eige­nen Sicherheit und ihrer nächs­ten Mahlzeit beschäf­tigt. Dennoch sind sie gezwun­gen, mit­ein­an­der aus­zu­kom­men, und sie wer­den zu mehr als der Summe ihrer pel­zi­gen und gefie­der­ten Teile. … Der Regisseur die­ser magi­schen Fabel ist Gints Zilbalodis, ein 30-jäh­ri­ger let­ti­scher Animator. Möge Hollywood ihn nie­mals mit Angeboten für Reichtum und Fortsetzungen umwer­ben …“ Ty Burr | Washington Post

    Oscar für den bes­ten Animationsfilm 2025

    Credits:

    LV/FR/BE 2023, 84 Min., ohne Dialog
    Regie: Gints Zilbalodis

    Kamera: Léo Silly Pélissier
    Schnitt: Gints Zilbalodis

    Trailer:
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  • Im Haus meiner Eltern – mit Gast

    Im Haus meiner Eltern – mit Gast

    Ein Film von Tim Ellrich. Am 12.4. mit anschlie­ßen­dem Filmgespräch.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Vor ein paar Jahren hat­ten wir die Freude, den viel­fach aus­ge­zeich­ne­ten Dokumentarfilm Mein Vietnam von Thi Hien Mai und Tim Ellrich inner­halb unse­rer Reihe „Dok-Termin“ vor­stel­len zu dür­fen, einen sehr per­sön­li­cher Einblick in das Leben der Eltern der Regisseurin. In sei­nem Spielfilm-Debüt schil­dert Ko- Regisseur Tim Ellrich jetzt eben­falls eine Geschichte aus sei­ner nächs­ten Familie. Holle, eso­te­ri­sche Therapeutin, Tochter und Schwester, muss sich als ein­zi­ge um ihren Bruder Sven küm­mern, bei dem vor vie­len Jahren Schizophrenie dia­gnos­ti­ziert wur­de. Er ver­wei­ger­te jede Behandlung und lebt seit­her zurück­ge­zo­gen auf dem Dachboden im Haus der Eltern, die sich all­mäh­lich, mit zuneh­men­dem Alter, von ihm über­for­dert füh­len. Als ihre Mutter ins Krankenhaus kommt, ver­bringt Holle immer mehr Zeit mit Sven und beim Vater, und ver­nach­läs­sigt ihre eige­ne Beziehung dabei sträf­lich.
    »Die mar­kan­te for­ma­le Gestaltung von Im Haus mei­ner Eltern schiebt der all­zu direk­ten Deutung als auto­bio­gra­fi­sche Nabelschau einen Riegel vor. Mit Schwarz-weiß-Bildern und einem schma­len Bildformat ver­leiht Ellrich der Geschichte einen uni­ver­sel­len Charakter. … Das ein­drucks­volls­te Element des stil­len Dramas ist die Darstellung des psy­chisch erkrank­ten Sven. Fernab kli­schee­haf­ter Darstellungen von Schizophrenie zeigt Ellrich die Erkrankung als Rückzug ins Innere, womit eine Auflösung für die ande­ren ver­bun­den ist.“ Christian Horn | FilmDienst
    Das gran­di­os gespiel­te und stren­gem schwarz-weiß gehal­te­ne Familiendrama wur­de in IFF Rotterdam mit dem Preis der Jury ausgezeichnet.

    Credits:

    DE 2025, 95 Min,
    Regie: Tim Ellrich
    Kamera: Konstantin Pape
    Schnitt: Tobias Wilhelmer
    mit: Jenny Schily, Ursula Werner, Manfred Zapatka und Jens Brock 

    Trailer:
    Im Haus mei­ner Eltern – trai­ler | IFFR 2025
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  • Primadonna – Das Mädchen von morgen

    Primadonna – Das Mädchen von morgen

    Ein Film von Marta Savina. 

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Sizilien in den 1960-er Jahren. Den gesell­schaft­li­chen, auch vom Gesetz gestütz­ten Vorstellungen nach ver­liert eine unver­hei­ra­te­te Frau mit dem ers­tem Sex auch ihre Ehre, die nur durch eine Heirat wie­der her­ge­stellt wer­den kann, Vergewaltigungsopfer nicht aus­ge­nom­men (Matrimonio ripa­ra­to­re – repa­rie­ren­de Heirat). Das erleb­te sei­ner­zeit die 17-jäh­ri­ge Franca Viola, an deren Fall sich PRIMADONNA anlehnt.
    Im Film heißt sie Lia, ist zurück­hal­tend, aber eigen­wil­lig und weiß, was sie will, Felder bestel­len liegt ihr bei­spiels­wei­se mehr als Hausarbeit. Nach einem kur­zen Flirt mit Lorenzo, dem char­man­ten Sohn des mafiö­sen Großunternehmers im Dorf, erkennt sie schnell, das es gar nicht passt. Der jun­ge Mann aber gibt nicht auf: er ent­führt und ver­ge­wal­tigt sie.
    Um her­nach ihre „Ehre wie­der­her­zu­stel­len“ soll sie ihn hei­ra­ten. Unterstützt von ihren Eltern wei­gert sich Lia, und da lässt sei­ne Familie sie ihre Macht spü­ren. Es kommt es zu Drohungen, Beleidigungen, Ausgrenzung und Schlimmeren. Schließlich macht Lia den uner­wart­ba­ren Schritt: sie zeigt Lorenzo an.
    In ihrem Spielfilmdebüt, dem Cinema!Italia! 2024 Publikumspreisgewinner, folgt Marta Savina Lia in ihrem bäu­er­li­chen Alltag, beob­ach­tet ihr Schweigen über die Vergewaltigung und umge­kehrt den media­len Rummel um den Prozess. Gegen alle Wahrscheinlichkeit bekommt Lia Recht, und ist damit ein Vorbild für ande­re. In der Realität dau­er­te es noch lan­ge, bis der Artikel 544* aus dem ita­lie­ni­schen Strafgesetzbuch gestri­chen wur­de.
    Für jedes Delikt des ers­ten Abschnitts (…) löscht die Ehe, die der Urheber einer Verletzung mit der ver­letz­ten Person ein­geht, das Verbrechen aus, auch in Bezug auf die­je­ni­gen, die an der glei­chen Straftat teil­ge­nom­men haben.

    Credits:

    IT 2023, 102 Min., Italienische OmU
    Regie: Marta Savina
    Kamera: Francesca Amitrano
    Schnitt: Paola Freddi

    mit: Claudia Gusmano, Fabrizio Ferracane, Manuela Ventura, Dario Aita

    Trailer:
    Trailer „Primadonna”
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  • Mond

    Mond

    Ein Film von Kurdwin Ayub.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Sarahs Karriere als Mixed-Martial-Arts-Kämpferin geht zu Ende, statt in den Ring zu stei­gen, wird sie zukünf­tig Kinder trai­nie­ren. Ein plötz­li­ches Angebot aus Jordanien, die Töchter einer rei­chen Familie zu unter­rich­ten – MMA sei dort gera­de der letz­te Schrei – hört sich da sehr exo­tisch und ver­füh­re­risch an. Sarah sagt ja und packt ihre Sachen. Dort ange­kom­men, muss sie bald erken­nen, dass die Familie viel rei­cher ist als gedacht, und soviel Einfluss besitzt, dass man ihr im Hotel, wo sie unter­ge­bracht ist, nichts dar­über erzäh­len mag. Außerdem ist unschwer zu erken­nen, dass die drei jun­gen Frauen kein wirk­li­ches Interesse am Sport haben. Viel lie­ber sit­zen sie im Wohnzimmer, lackie­ren sich die Nägel und schau­en Soaps. Dabei ste­hen sie immer unter Aufsicht, auch bei gele­gent­li­chen Shopping-Ausflügen beglei­tet sie ein Bodyguard. Als auf­ge­klär­te Frau aus dem Westen denkt sich Sarah ihren Teil, und als sie gefragt wird, glaubt sie, Nour, Shaima und Fatima hel­fen zu kön­nen und zu müssen.

    Mir war wich­tig, dass das Publikum Sarah folgt und sich die­sel­ben Fragen stellt wie sie. Auch Sarah sieht nie das gan­ze Bild. Trotzdem bleibt die Frage, ob sie soli­da­risch agie­ren soll. Dieser Zweifel soll­te bis zum Ende bestehen. Mich hat dabei die Geschichte von Prinzessin Latifah, der Tochter des Königs von Dubai, inspi­riert. Sie ist mit ihrer fin­ni­schen Capoeira-Lehrerin geflüch­tet. Tatsächlich kam aber nicht die Prinzessin heil davon, son­dern die Europäerin. Das fand ich inter­es­sant und woll­te die­ses Gefühl in Mond wie­der­ge­ben: Wem glaubt man? Was ist wirk­lich pas­siert? Sind mei­ne eige­nen Vorurteile im Weg?” Kurdwin Ayub im ray-Magazin

    Nach Sonne ist dies der zwei­te Teil einer geplan­ten Trilogie der kur­disch-öster­rei­chi­schen Regisseurin Kurdwin Ayub, die dafür beim Filmfestival von Locarno mit dem Spezialpreis der Jury aus­ge­zeich­net wurde.

    Credits:

    AT 2024, 93 Min, deutsch/arabisch/englische OmU
    Regie: Kurdwin Ayub
    Kamera: Klemens Hufnagl,
    Schnitt: Roland Stöttinger,

    mit: Florentina Holzinger, Andria Tayeh, Celina Antwan, Nagham Abu Baker, u.a.

    Trailer:
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  • Simón de la montaña

    Simón de la montaña

    Ein Film von Federico Luis.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Simóns Verhältnis zu sei­ner Mutter ist schon län­ger schwie­rig. Wirklich zu Hause fühlt er sich nur bei Pehuén und den ande­ren an der Schule für Menschen mit kör­per­li­chen und geis­ti­gen Behinderungen. Dort hat er das Gefühl, er selbst sein zu dür­fen, auch wenn er anders ist als alle anderen.

    In lose ver­bun­de­nen Vignetten tau­chen wir in das Leben einer Gruppe ver­hal­ten­so­ri­gi­nel­ler Jugendlicher ein. Unser Titelheld fühlt sich vor allem an der Seite von Pehuén und Colo wohl (wie die ande­ren kogni­tiv Eingeschränkten von Laien gespielt) – ein­mal, als die bei­den Sex haben, steht er sogar für sie Schmiere. Doch irgend­wann fragt sich, was Simón an die­ser Schule eigent­lich ver­lo­ren hat und war­um er sich hier zuge­hö­rig fühlt. Luis’ unge­wöhn­li­ches Drama stellt unse­re Wahrnehmung von Menschen, die wir als „anders“ qua­li­fi­zie­ren, auf die Probe. Sein Plädoyer lässt vie­les offen, aber kei­nen Zweifel: Verbundenheit kann nur durch Offenheit ent­ste­hen. (Roman Scheiber)

    Credits:

    Argentinien, Uruguay, Chile 2024, 97 Min., span. OmU
    Regie: Federico Luis
    Kamera: Marcos Hastrup
    Schnitt: Tomás Murphy, Andrés Medina
    mit: Lorenzo Ferro, Pehuén Pedre, Kiara Supini, Laura Nevole, Agustín Toscano, Camila Hirane

    Trailer:
    Simón de la Montana ab 27.03.25 im Kino
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  • Mond

    Mond

    Ein Film von Kurdwin Ayub.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Sarahs Karriere als Mixed-Martial-Arts-Kämpferin geht zu Ende, statt in den Ring zu stei­gen, wird sie zukünf­tig Kinder trai­nie­ren. Ein plötz­li­ches Angebot aus Jordanien, die Töchter einer rei­chen Familie zu unter­rich­ten – MMA sei dort gera­de der letz­te Schrei – hört sich da sehr exo­tisch und ver­füh­re­risch an. Sarah sagt ja und packt ihre Sachen. Dort ange­kom­men, muss sie bald erken­nen, dass die Familie viel rei­cher ist als gedacht, und soviel Einfluss besitzt, dass man ihr im Hotel, wo sie unter­ge­bracht ist, nichts dar­über erzäh­len mag. Außerdem ist unschwer zu erken­nen, dass die drei jun­gen Frauen kein wirk­li­ches Interesse am Sport haben. Viel lie­ber sit­zen sie im Wohnzimmer, lackie­ren sich die Nägel und schau­en Soaps. Dabei ste­hen sie immer unter Aufsicht, auch bei gele­gent­li­chen Shopping-Ausflügen beglei­tet sie ein Bodyguard. Als auf­ge­klär­te Frau aus dem Westen denkt sich Sarah ihren Teil, und als sie gefragt wird, glaubt sie, Nour, Shaima und Fatima hel­fen zu kön­nen und zu müssen.

    Mir war wich­tig, dass das Publikum Sarah folgt und sich die­sel­ben Fragen stellt wie sie. Auch Sarah sieht nie das gan­ze Bild. Trotzdem bleibt die Frage, ob sie soli­da­risch agie­ren soll. Dieser Zweifel soll­te bis zum Ende bestehen. Mich hat dabei die Geschichte von Prinzessin Latifah, der Tochter des Königs von Dubai, inspi­riert. Sie ist mit ihrer fin­ni­schen Capoeira-Lehrerin geflüch­tet. Tatsächlich kam aber nicht die Prinzessin heil davon, son­dern die Europäerin. Das fand ich inter­es­sant und woll­te die­ses Gefühl in Mond wie­der­ge­ben: Wem glaubt man? Was ist wirk­lich pas­siert? Sind mei­ne eige­nen Vorurteile im Weg?” Kurdwin Ayub im ray-Magazin

    Nach Sonne ist dies der zwei­te Teil einer geplan­ten Trilogie der kur­disch-öster­rei­chi­schen Regisseurin Kurdwin Ayub, die dafür beim Filmfestival von Locarno mit dem Spezialpreis der Jury aus­ge­zeich­net wurde.

    Credits:

    AT 2024, 93 Min, deutsch/arabisch/englische OmU
    Regie: Kurdwin Ayub
    Kamera: Klemens Hufnagl,
    Schnitt: Roland Stöttinger,

    mit: Florentina Holzinger, Andria Tayeh, Celina Antwan, Nagham Abu Baker, u.a.

    Trailer:
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  • Petra Kelly – Act Now!

    Petra Kelly – Act Now!

    Ein Film von Doris Metz. Am 12. + 13.4. im fsk.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Eine Kämpferin für den Frieden ohne Respekt vor Konventionen, eine Aktivistin für den Schutz der Umwelt, die ihrer Zeit weit vor­aus war.

    Petra Kelly glaub­te dar­an, dass man als ein­zel­ner Mensch die Welt ver­än­dern kann. Auf dem Höhepunkt des Rüstungswettlaufs zwi­schen Ost und West zu Beginn der 1980er Jahre brach­te sie Hunderttausende auf die Straße, um gegen die Stationierung von Atomraketen auf west­deut­schem Boden zu pro­tes­tie­ren. Petra Kelly wur­de nicht nur als Mitbegründerin der Grünen und als deren Star berühmt, son­dern auch als eine Frau, die in der Lage war, eine neue, welt­ver­än­dern­de Politik zu begrün­den und es mit zwei Supermächten aufzunehmen. 

    Sie wur­de zur Symbolfigur der Friedensbewegung in Europa und war dabei sowohl im Austausch mit ost­deut­schen Bürgerrechtlern wie Wolf Biermann als auch mit inter­na­tio­na­len Mitstreiter:innen wie Joan Baez oder dem Dalai Lama. Bereits vor 40 Jahren for­der­te sie uner­bitt­lich die radi­ka­le Transformation der Gesellschaft. Dabei waren Umwelt‑, Friedens- und Menschenrechtsfragen für sie gleichbedeutend.

    Es gilt, mit PETRA KELLYACT NOW! eine poli­ti­sche Aktivistin wie­der­zu­ent­de­cken, die in ihrem Kampf für Frauenrechte und Klimaschutz und ihrer inter­na­tio­na­len Ausrichtung und Vernetzung eine Ausnahmeerscheinung war. Ihrer Zeit weit vor­aus und heu­te ein Vorbild für vie­le jun­ge Menschen, die zur Rettung unse­res Planeten auch außer­halb des Politikbetriebes ihr Recht auf bür­ger­schaft­li­ches Engagement in Anspruch nehmen.

    Wenn wir mit unse­rem zivi­len Ungehorsam Gesetze über­schrei­ten, dann ist es des­we­gen, weil wir mit einem höhe­ren Gesetz, dem Gesetz des Gewissens rech­nen, und weil wir auch wis­sen, dass eine Macht des Staates nicht abso­lut ist und des­we­gen ist der zivi­le Ungehorsam unse­re Antwort.“ Petra Kelly im Bundestag

    Mit Luisa Neubauer, Otto Schily, Lukas Beckmann, John Kelly u v.a.

    Credits:


    DE 2024, 104 Min.,
    Regie:: Doris Metz
    Kamera: Sophie Maintigneux
    Schnitt: Nina Ergang 

    Trailer:
    Petra Kelly – ACT NOW! – Offizieller Trailer
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  • Köln 75

    Köln 75

    Ein Film von Ido Fluk.

    [Credits] [Tickets & Termine] [Trailer]

    Köln 75 erzählt die wah­re Geschichte hin­ter einer der meist­ver­kauf­ten Jazzplatten aller Zeiten, dem „Köln Concert“ von Keith Jarrett aus dem Jahr 1975. Fast wäre das Konzert gar nicht zustan­de gekom­men, doch ein ent­schlos­se­ner deut­scher Teenager, die erst 18-jäh­ri­ge Vera Brandes, setz­te alle Hebel in Bewegung, um die Voraussetzungen für die Entstehung eines Meisterwerks zu schaf­fen. Vera, die noch zur Schule geht, als sie anfängt, in Köln Musikevents zu pro­du­zie­ren und zu pro­mo­ten, geht aufs Ganze, um die­ses Konzert auf die Bühne zu brin­gen. Es scheint, als stün­de alles gegen sie, doch Vera glaubt an die Kraft der Musik und hat noch nie jeman­den so spie­len sehen wie Keith Jarrett.

    Credits:

    DE/BE/PL 2024, 115 Min.,
    Regie: Ido Fluk
    Kamera: Jens Harant
    Schnitt: Anja Siemens
    mit Mala Emde, John Magaro, Michael Chernus, Alexander Scheer, Ulrich Tukur

    Trailer:
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